Jana Seelig Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel

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Inhaltsangabe zu „Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel“ von Jana Seelig

Jana Seelig hat im Netz herausgebrüllt, was es heißt, depressiv zu sein, und ist damit zu einer starken Stimme vieler Betroffener geworden. In »Minusgefühle« beschreibt sie ihre Niederlagen, ihre Chancen, ihre Traurigkeit und ihren ständigen Kampf gegen die Krankheit. Sie erzählt, was man fühlt, wenn man nichts fühlt. Davon, wie es ist, wenn man alles Mögliche versucht, um überhaupt etwas fühlen zu können: Alkohol, Sex, Drogen ― der Versuch, so viel es geht zu leben, kostet sie genau so viel Kraft wie die vielen Erklärungen für Nichtbetroffene. Sprachmächtig und kompromisslos schreibt sie über die Depression, die ein Teil ihres Lebens ist ― aber ihr Leben nicht mehr bestimmt.

Ein Buch mit Herz. Ein wichtiges Buch. Eine Krankheit, die nicht länger ein Tabu sein darf!

— Büchermona
Büchermona

Ein sehr ehrliches, schonungslos erzähltes Buch...keinesfalls ein Ratgeber

— eulenmatz
eulenmatz

Bitte lest dieses Buch!!!!!!

— Leseeule96
Leseeule96

Der Anfang war echt stark, aber dann hat mich Jana Seelig ein wenig verloren. Schade, denn das Thema ist wichtig!

— MissStrawberry
MissStrawberry

Ich weiß nicht genau..

— MissB_
MissB_

Persönliche Einblicke in ein Leben mit Depression & deren Einfluss in alle Lebenssituationen. Hart, aber ehrlich. Informativ. #notjustsad

— elane_eodain
elane_eodain

gutes, nachdenklich machendes Buch

— Amerdale
Amerdale

Ein offenes, erfrischend ehrliches Buch. Steigt mit ein in die Dunkelwelt der Depressionen...

— BeeLu
BeeLu

Absolut umwerfend, ernsthaft und aufrichtig...

— Lese-Eule-Steffi
Lese-Eule-Steffi

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  • Ein Leben mit der Depression

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    AngiF

    AngiF

    07. November 2016 um 16:27

    In ihrem Buch „Minusgefühle“ erzählt die Autorin Jana Seelig ihren Weg mit der Depression zu leben. Sie beginnt damit zu versuchen zu beschreiben, warum sie vor Jahren mit Twitter den Weg in die Öffentlichkeit suchte, um über ihre Erkrankung zu sprechen. Was mit einer Diskussion zwischen ihr und ihrem damaligen Freund begann, nahm quasi über Nacht immense Ausmaße an. Der Hashtagg #notjustsad wird noch immer ausgiebig genutzt und ist für viele eine erste Anlaufstelle. Jana Seelig berichtet über erste nicht zuzuordnende Symptome, über Zusammenbrüche, letztendlich der Diagnose selbst und ihren Umgang mit der Erkrankung Depression. Aber sie berichtet auch von Reaktionen der Ärzte bis zu nicht immer positiven Stellungnahmen von ihr nahestehenden Personen wie Freunden und Verwandten. Mit dem Erkennen, wer zu ihr hält und wer nicht, hat sie sich letztendlich auch von „Nichtfreunden“ befreien müssen. Wobei eine Veränderung jeglicher Art gerade bei depressiven Menschen nicht einfach ist. Die Autorin schreibt über Behandlungswege, die sie für sich gewählt hat. Sie schreibt außerdem über Minusgefühle, die trotz dem Wissen um die Diagnose und der Einnahme von Medikamenten nicht einfach verschwinden, sondern weiterhin zum Alltag eines Erkrankten gehören, mal mehr und mal weniger. Das Buch lässt sich hervorragend lesen, da Jana Seelig mit einer gewissen Spur Humor und Ironie schreibt, sofern es das schwierige Thema denn zulässt. Ich als selbst Betroffene habe auch für mich selbst wieder einmal neue Erkenntnisse aus den Schilderungen ziehen können, nämlich, dass ich anscheinend schon viel länger an der Krankheit leide als bisher angenommen. Demnach begann die Depression bei mir bereits im Teenageralter erste Symptome zu zeigen. Ein wichtiges Buch, dem ich natürlich fünf von fünf möglichen Sternen vergebe und das ich absolut weiter empfehle, an interessierte Leser, aber auch an Betroffene und Angehörige, nicht als Therapieversuch, jedoch zur Hilfe des Verstehens einer schwierigen Erkrankung, die noch immer einen negativen Touch in unserer Gesellschaft verbreitet. http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/11/minusgefuhle-von-jana-seelig.html

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  • Minusgefühle

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    25. April 2016 um 13:46

    Jana Seelig hat ihre Depression öffentlich bekanntgegeben. Ein Post bei Twitter, aus einem Impuls heraus geschrieben und veröffentlicht, als Kriegswerkzeug im Kampf für mehr Verständnis. Eine Aufforderung an ihre Mitmenschen wenigstens zu versuchen zu verstehen und nicht nur Krankheit und Betroffene in eine Schublade zu stecken.Diesem einen folgten viele weitere Beiträge. Wurden retweetet, zitiert und kommentiert. Unter dem Hashtag #notjustsad entsteht eine ganze Bewegung. Von Depression Betroffene fühlen sich angesprochen, fühlen sich verstanden.„Ich finde es nicht schlimm, depressiv zu sein. Also so ganz grundsätzlich, meine ich. Es gehört eben einfach zu mir, so wie meine Liebe zu Katzen und schlechter Popmusik und der Tatsache, dass ich keine Augenbrauen habe.“In Janas Umfeld herrscht allerdings noch das gleiche Unverständnis wie seit Jahren. Es ist ein langer und harter Weg das zu ändern. Einige langjährige Beziehungen bleiben dabei auf der Strecke, doch irgendwie ist es auch befreiend, sich von den Menschen zu lösen, die sie bisher nur behindert und sich als falsche Freunde entpuppt haben. Einer von ihnen ist ihr Vater. Einer derjenigen, die sie „so festhalten und nicht von der Stelle kommen lassen.“Den wichtigsten Schritt ist sie selbstständig und ganz allein gegangen – die Depression anzuerkennen.Jana Seelig ist Bloggerin und freie Autorin, lebt in Berlin, hat sich mit ihrem Umzug befreit vom kleindörflichen Idyll ihres Geburtsortes, der nach außen friedlich scheint, im Inneren jedoch ganz genauso brodelt wie es vielerrorts der Fall ist.Mit ihrem Roman „Minusgefühle“ hat sie sich den Frust um ihre Depression, die damit einhergehenden Schwierigkeiten, die der Alltag mit sich bringt und die Wut über Unverständnis von der Seele geschrieben. Klar, direkt, in eigenen Worten, die mir manchmal etwas zu derb sind, aber nun mal ganz echt Jana Seelig pur.„Ich fühle viel mehr mit dem Körper, als mit dem Kopf. Da, wo mein Kopf nämlich dicht macht, setzt mein Körper plötzlich ein, und manchmal ist mir das zu viel, und ich muss mich zurückziehen, weil ich mit alldem nicht klarkomme. Das sind die Momente, in denen ich fühlen kann, dass ich wirklich lebe, und nicht nur in dem Gefühl der Gefühllosigkeit versinke – und so beängstigend sie sein können, so schön sind sie auch.“Ich hoffe, dass „Minusgefühle“ viele Leser findet, denn ich glaube, dass es ein realistisches Bild von Depressionen zeichnet. Wie schwer es ist den Alltag zu bewältigen. Die von der Gefühllosigkeit ausgelöste Starre. Die damit einhergehende Vereinsamung. Für viele Betroffene ist es ein Sprachrohr, das ganz bestimmt dabei hilft Verständnis zu wecken bei all denen, die bisher ein falsches Bild der Krankheit Depression hatten.

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  • Geht zu Herzen…

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    Büchermona

    Büchermona

    15. March 2016 um 09:58

    Kurzbeschreibung: Jana Seelig hat im Netz herausgebrüllt, was es heißt, depressiv zu sein, und ist damit zu einer starken Stimme vieler Betroffener geworden. In „Minusgefühle“ beschreibt sie ihre Niederlagen, ihre Chancen, ihre Traurigkeit und ihren ständigen Kampf gegen die Krankheit. Sie erzählt, was man fühlt, wenn man nichts fühlt. Davon, wie es ist, wenn man alles Mögliche versucht, um überhaupt etwas fühlen zu können: Alkohol, Sex, Drogen _ der Versuch, so viel es geht zu leben, kostet sie genau so viel Kraft wie die vielen Erklärungen für Nichtbetroffene.Geht zu Herzen… Der Hashtag #notjustsad war mir bekannt und ich habe damals auch still mitgelesen und die Diskussion am Rande verfolgt. Die komplette Tragweite der medialen Reichweite habe ich aber nicht erfasst. Das Buch von Jana Seelig begegnete mir durch Zufall und schon hielt ich es in den Händen. Innerhalb von wenigen Stunden inhalierte ich ihre Geschichte. Ich wurde berührt, geschockt und fand mich selbst unzählige Male in ihren Zeilen. Sie hat mich wirklich am Schlafittchen gepackt und bei vielen Dingen musste ich unbewusst nicken. Jana Seelig ist ein ehrliches und nahegehendes Buch gelungen, was durch seine Schonungslosigkeit besticht. Es hat mich nicht schockiert. Dazu bin ich selbst zu sehr mit dem Thema vertraut. Es zeigt auf unbarmherzige Weise auf, wie unsensibel viele Mitmenschen mit dem Thema Depression umgehen. Wie sehr diese Krankheit noch immer belächelt wird und wie schwer es Betroffene haben. Das ruft auch in der Realität viel Wut und immer ein Gefühl der Machtlosigkeit in mir hervor. Dass ich damit nicht allein bin, hat mich beim Lesen gestärkt. Ein Buch mit Herz. Ein wichtiges Buch. Eine Krankheit, die nicht länger ein Tabu sein darf!

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  • Manchmal fehlen einem einfach die Worte...

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    Fabula

    Fabula

    02. March 2016 um 14:09

    Manchmal fehlen einem einfach die Worte... bei diesem Buch ist es so. Ich kann nur sagen, dass ich dieses Buch in Rekordzeit gelesen habe. Ich konnte nicht anders. Als Freundin einer Betroffenen hat mich dieses Buch sehr berührt. Man wünscht sich manchmal nichts mehr, als das Ganze verstehen zu können. Man muss akzeptieren, dass man dazu aber nie im Stande sein wird. Dieses Buch hilft wenigstens ein bisschen zu verstehen, wie ein solches Leben 'zwischen Hell und Dunkel' eben aussehen/sich anfühlen kann. Es ist ein beeindruckendes, emotional forderndes, sehr ehrlich geschriebenes Buch, das ich interessierten Personen wärmstens ans Herz lege. Zwar eigentlich allen, denn die Auseinandersetzung mit dem Thema Depression erachte ich als sehr wichtig. Stigamtisierung, Tabuisierung und Nicht-ernst-nehmen/einfach-reden sind völlig fehl am Platz! Ich bewundere die Autorin, Jana Seelig, sehr für ihre Offenheit.

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  • Zwischen Hell und Dunkel

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    Leseeule96

    Leseeule96

    29. January 2016 um 12:15

    Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür. Ich kann gar nicht genau sagen, was ich bei diesem Buch erwartet habe. Ich hätte allerdings niemals gedacht, dass es so einschlägt wie eine Bombe.Schon nach den ersten 30 Seiten habe ich mich einfach so verstanden gefühlt und habe so großen Dank der Autorin gegenüber empfunden, dafür dass sie dieses Buch geschrieben hat.  Jana Seelig nimmt uns mit auf eine Reise zwischen Hell und Dunkel. Sie lädt uns ein, an ihrem Leben und ihrer Geschichte teilzuhaben und klärt darüber auf, wie es ist, mit einer Depression zu leben. Das Buch ist dabei in der Ich-Perspektive geschrieben und wird wie eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die wirklich wahr ist und die so passiert ist. Dieses Buch ist einfach nur Wahnsinn. JEDER sollte es gelesen haben. Egal ob Betroffener, Angehöriger oder einfach Außenstehender, der sich für das Thema interessiert, dieses Buch hat für jeden etwas zu bieten.Ich als Betroffene, habe mich so unglaublich gut gefühlt, dieses Buch zu lesen. Ich habe mich verstanden gefühlt und es hat mir die Augen geöffnet, dass ich nicht alleine bin, dass es vielen anderen Menschen genau so geht wie mir. Das Buch hat mir geholfen und ja, ich würde sogar sagen, es hat mich ein wenig Stärker gemacht. Ich denke, auch für Angehörige, die einen depressiv Erkrankten im Familien- oder Freundeskreis haben, ist dieses Buch eine super Antwort, auf viele Fragen. Es klärt nicht nur auf, es unterstützt auch und ich bewundere die Autorin für ihre Offenheit und Ehrlichkeit und wie sie sich mit diesem Thema an die Öffentlichkeit gewagt hat. Eine Depression ist eine ganz normale Krankheit, wie jede andere auch und es sollte endlich darüber gesprochen werden!!! Bitte lest dieses Buch!!!

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  • Eine Autobiografie, welche einem die Augen öffnet.

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    bookofmylifesina

    bookofmylifesina

    04. January 2016 um 21:26

    Inhalt: Jana Seelig hat im Netz herausgebrüllt, was es heißt, depressiv zu sein, und ist damit zu einer starken Stimme vieler Betroffener geworden. In »Minusgefühle« beschreibt sie ihre Niederlagen, ihre Chancen, ihre Traurigkeit und ihren ständigen Kampf gegen die Krankheit. Sie erzählt, was man fühlt, wenn man nichts fühlt. Davon, wie es ist, wenn man alles Mögliche versucht, um überhaupt etwas fühlen zu können: Alkohol, Sex, Drogen ― der Versuch, so viel es geht zu leben, kostet sie genau so viel Kraft wie die vielen Erklärungen für Nichtbetroffene. Sprachmächtig und kompromisslos schreibt sie über die Depression, die ein Teil ihres Lebens ist ― aber ihr Leben nicht mehr bestimmt. Meine Meinung: Dieses Buch ist eine Autobiografie, weshalb mir die Bewertung wirklich sehr schwerfällt. Nichts desto trotz kann ich für dieses Buch nur eine 100%-ige Kaufempfehlung aussprechen. Jana Seelig spricht in diesem Buch aus, was viele nicht ernst nehmen wollen. Depression ist keine 'Sache', die nach ein paar Wochen von alleine wieder weggeht. Depressionen sind eine Krankheit, die einen nach unten in ein tiefes Loch zieht aus der man nicht mehr alleine rauskommt und man jemand haben muss, der einen unterstützt. Jana Seelig erzählt in diesem Buch, wie sich die Menschen ihr gegenüber verhalten haben, nachdem sie erfahren haben, dass Jana Depressionen hat. Genau dieses Verhalten hat mich so nachdenklich gestimmt, im Bezug darauf, wie die Menschen über Depressionen denken. Viele Leute in Janas Umfeld hat es kaum interessiert und sie haben Jana immer nur gesagt, dass sie nicht mehr rumheulen soll, sondern einfach wieder 'aufstehen' soll. Leider hat einem Jana Seelig in diesem Buch auch gezeigt, was die Folgen ihrer Depression waren. Sie hat durch diese Depression Sachen gemacht, die sie sonst wohl nicht gemacht, wie zb. Ritzen oder BDSM. Dieses Buch öffnet einem die Augen über das Thema Depressionen, es zeigt einem, wie es den Betroffenen geht und wie man den Betroffenen vielleicht helfen kann und so wie man sich auf keinen Fall verhalten sollte. Fazit: Ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte und das einen über das eigene Leben nachdenken lässt. Ich bewundere Jana Seelig wirklich nur und ich bin froh, dass sie uns an ihrer Geschichte teilhaben lassen hat.

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  • Eine Betroffene spricht über ihre Depressionen

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    27. December 2015 um 00:59

    Jana Seelig hat über Twitter ihre Depression öffentlich gemacht. Nicht, weil sie so mutig ist, sondern weil sie nur so ihrem damaligen Freund klarmachen konnte, wie ernst das ist. Daraus ist etwas erwachsen, das sie so gar nicht auf dem Schirm hatte: sie löste eine riesige Welle aus. Nicht nur positive Reaktionen kamen, auch Anschuldigungen, sie wolle damit nur berühmt werden und Geld machen. Also ein Schritt, der ihr nicht nur half, sondern sie auch immer wieder in ihre Depression zurückwarf. Dieses Buch hat mich am Anfang sehr in seinen Bann gezogen. Doch dann geschah etwas Seltsames. Jana, die sehr schnell mein Mitgefühl (nicht Mitleid!) hatte, wurde mir streckenweise übelst unsympathisch. Mag sein, dass der Schreibstil ihre Depression veranschaulichen sollte, doch die Zeitsprünge, die wirr und unverständlich waren (auch im Nachhinein bin ich mir bei einigen Kapiteln überhaupt nicht sicher, wo im Streitstrang sie eigentlich angesiedelt sein müssten) und ihre Exzesse (Alkohol, Drogen, Sex), die etwas exhibitionistisches an sich haben, provozieren auf gewisse Art und Weise. Ich habe mich ertappt, dass ich an manchen Stellen dachte: na, bei solche einer Lebensweise muss man ja zwangsläufig depressiv werde! Es ist ungerecht, ich weiß, und es tut mir auch wirklich weh, so zu denken und zu fühlen. Dennoch bin ich mir sicher, ein geregelter Tagesablauf, eine halbwegs vernünftige Ernährung, Mäßigung beim Alkohol (und anderen Genuss- und Suchtmitteln) und Verzicht auf Drogen (sorry, aber nur Loser brauchen die!) helfen sehr wohl, die Psyche gesund zu erhalten. Dennoch hat dieses Buch auf alle Fälle seine Daseinsberechtigung, denn es gibt doch Denkanstöße: auf sich und auf andere mehr zu achten, auf Probleme der Mitmenschen, besonders im Freundes- und Familienkreis, besser einzugehen und die Sorgen und Nöte von anderen nicht mit einem lapidaren Spruch wegwischen. Das hilft auch, die Welt ein wenig heller zu gestalten und Depressionen zumindest abzumildern. Besonders die Stelle, an der Jana endlich auch mal erkennt, dass es auch andere Sichtweisen gibt, hat mir Auftrieb gegeben und Hoffnung gegeben, dass sich etwas dreht. Doch leider fehlen mir einige Kapitel. Janas Buch-Ende ist recht abrupt und auch, wenn ich weiß, dass man eine Depression nicht heilen, sondern nur in den Griff bekommen kann, suche ich hier vergeblich Janas Willen dazu. Ja, ich kann verstehen, dass es nicht leicht ist, damit zu leben. Aber ein wenig mithelfen würde nicht schaden und ist machbar. Insofern kann ich die negativen Reaktionen im Internet ein wenig verstehen. Beschimpfungen sind keine Lösung, aber die Wut dahinter kann ich nachvollziehen. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass ich dem Buch zwar nur drei Sterne geben kann, die Lesezeit aber nicht vergeudet war.

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  • Schonungslos offen und erhellend

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    anushka

    anushka

    22. December 2015 um 22:45

    Jana Seelig versteht es nicht: Schmerzen im Arm, Schlafstörungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und vieles mehr. Immer wieder zeigt sie verschiedene Symptome und die Ärzte raten ihr, sich zu schonen; sie würde sich zu viel Stress aussetzen. Doch irgendwann diagnostiziert eine weitere Ärztin eine Depression. Nun hat Jana ein Etikett, das nur selten von der Umwelt ernst genommen wird. Für sie selbst eine Erleichterung, endlich zu wissen, was los ist. Für andere, nahestehende Personen ein Grund, sich zu schämen. Oder Ratschläge für ein besseres Leben loszuwerden. Dieses Buch ist beeindruckend. In keiner Weise erhebt es den Anspruch, sachlich und umfassend über die psychische Erkrankung "Depression" aufzuklären. Vielmehr haut die Protagonistin (Autorin) einem ihr Befinden um die Ohren und zieht einen mit hinein in eine Welt, die von einer schwer zu fassenden Erkrankung geprägt ist, bei der es Jana mal ganz "normal" geht und sie dann wieder aus heiterem Himmel mal wieder nichts auf die Reihe bekommt, da die Depression sie quasi lähmt. Im Kampf gegen die innere Leere und um endlich etwas zu fühlen, neigt sie zu "extremen", selbstschädigenden Verhaltensweisen wie Drogenkonsum, BDSM-geprägten Affären, Alkohol, One Night Stands, Ritzen. Jana Seelig berichtet, wie sie ihr Befinden über Social Media Kanäle ausagiert und dabei auf positive Resonanz stößt. Der Hashtag #notjustsad, den sie auf Bitte einer anderen Twitterin verwendet, katapultiert das Thema Depression in die Medien. Die Autorin berichtet von ihren Medienerlebnissen sowie den Reaktionen ihres digitalen und Real-Life-Umfelds. Sie berichtet aber auch von der Geschichte ihrer Erkrankung, ihrer Kindheit und Jugend auf dem Land, von ihren Freundschaften und den Reaktionen ihrer Familie. Ich war von diesem Buch positiv überrascht, da ich zunächst gezögert habe, es zu lesen. Doch Jana Seelig konnte mich mit "Minusgefühle" fesseln und mir ihr Leben und Befinden nahe bringen und verständlich machen. Das Buch ist leicht zu lesen und in kurze Kapitel mit knackigen Titeln unterteilt, die sich jeweils bestimmten Aspekten von Janas Vergangenheit, Empfinden, Beziehungen oder Persönlichkeit widmen. Sie macht greifbar, wie schwierig das Leben mit der Depression ist, wie wenig sie von der Gesellschaft akzeptiert wird und wie sehr die Autorin sich ein normales Leben wünscht. Mich hat das Buch sehr beeindruckt, auch weil es sehr subjektiv, schonungslos und offen ist.

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  • Lesen!

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    nic

    nic

    Jana Seelig ist eine junge Frau, die an Depressionen leidet. Bekannt aus dem Internet, hat sie dabei geholfen, den Hashtag “notjustsad” bei Twitter in Deutschland populär zu machen. Seither liest man im sozialen Netzwerk täglich viele Tweets zum Thema Depressionen. Jana Seelig beschreibt in ihrem ersten Buch ihre Krankheit, angefangen bei ihrer Jugend in einem Dorf, geprägt von Langeweile und Unverständnis über ihr Studium in Würzburg und Berlin bis zum heutigen Leben und ihrem Umgang mit Depressionen. Dabei geht sie sehr ehrlich vor, was unabdingbar ist, wenn man über diese heimtückische Krankheit berichtet, und erzählt schonungslos alles, was ihr passiert ist. Sie gibt ihre persönlichsten Gedanken und Gefühle preis. Dafür meinen absoluten Respekt. Es ist etwas anderes, bequem und anonym von zu Hause aus über die Depressionen zu schreiben, so wie ich das tue, oder aber sich dazu bereit zu erklären, wirklich alles von sich der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, mit Klarnamen, Fotos, und dann auch noch öffentlichen Auftritten vor Kameras. Also nochmal mehr Respekt meinerseits. Ich könnte das nicht. Auf eine einzige Anfrage eines Senders habe ich sofort ablehnend reagiert und mich zurückgezogen. Innerhalb der “Depressionsgemeinde” gerne, aber öffentlich vor der gesamten Nation? No way. Das Mädel hat Cochonnes! Denn bei aller Aufklärung und viel Verständnis gibt es natürlich auch immer jede Menge Anfeindungen, mit denen sie nun zurecht kommen muss. Das muss man erst mal schaffen, wenn es einem ohnehin schon beschissen geht. “Minusgefühle” ist seit Wochen das erste Buch, das ich in einem Rutsch zu Ende lesen konnte. Ich habe mir dafür eine halbe Nacht um die Ohren geschlagen und bin mit 3 Stunden Schlaf zufrieden gewesen, weil ich am nächsten Morgen arbeiten musste. Aber ich wollte unbedingt lesen! Ich konnte mich endlich mal wieder konzentrieren, weil ich fast alles kenne, wie Jana Seelig schreibt. Dabei bin ich nicht nur voll des Lobes. Der Ton, den sie anschlägt, gefällt mir nicht immer. Dazu muss man sagen, dass ich 16 Jahre älter bin als sie und somit wohl zu einer anderen Generation gehöre. Oft ist sie mir zu vulgär. Ficken, abgefuckt, das Leben fickt mich hart, ist mir zu derb. Obwohl auch ich mich oft in Gossensprache verlieren kann, setzt Jana Seelig mir da einen zu viel drauf. Und ob sie sich gerade mit der Schilderung ihrer sexuellen Vorlieben einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln. Mittlerweile bin ich aber der Ansicht, dass das Buch eben nicht für meine Generation, sondern für die nächste geschrieben wurde und bestens passt. Somit versuche ich, mich in die Generation meiner Tochter hineinzuversetzen. Und gerade dann finde ich es erschreckend, wie Janas Eltern sie im Stich lassen. Mein Mutteralarm geht los: niemals würde ich mein krankes Kind dermaßen unter Druck setzen und so mit ihr umgehen. Wobei ich es ja selbst kenne. Wie man sich fühlt, absolut unverstanden und alleingelassen. Deshalb ist das Buch für uns “Alte” dann vielleicht doch wieder geeignet, um zu lernen, depressiven Nachwuchs zu verstehen. Ich als Depressionspatient, dessen Mediaktion gerade wieder erhöht werden musste, empfehle das Buch allen, die, in welcher Form auch immer betroffen sind. Als Patient, Angehöriger, Freund, kann man nicht genug Infos bekommen. Wobei ich anmerken will, dass das Buch keine direkten Informationen enthält, was Hilfe angeht. Es klärt auch nicht explizit über die Krankheit auf. Es ist aber ein Erfahrungsbericht, in dem viele Menschen sich wiederfinden. Kleine Anmerkung am Ende: Danke für das Buch Jana. Nicht zuletzt war es der Auslöser für mich, ehrlich zu meiner Ärztin zu sein und zu mir selber und mir nicht weiter vorzuspielen, es sei ja alles in Ordnung, und immerhin gehe ich ja arbeiten. Bleibt zu hoffen, ich habe noch früh genug reagiert, ehe ich wieder komplett auf die Fresse falle. Solche Bücher braucht es! Und es gibt noch viel zu wenige davon. Bücher, die schonungslos berichten, was eine Depression aus einem macht. Und solche Menschen wie Jana braucht es, die der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten und die sich nicht verstecken, sondern in die Öffentlichkeit treten. Danke dafür und meinen allergrößten Respekt.

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    • 3
    nic

    nic

    20. December 2015 um 12:21
  • 'Nur weil ich alles habe, was ich brauche, muss es mir nicht gut gehen.'

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    sabatayn76

    sabatayn76

    05. December 2015 um 20:52

    Inhalt: Jana Seelig erzählt in 'Minusgefühle' von ihrem Leben mit einer Depression, berichtet von ihrer Schul- und Unizeit, Schwierigkeiten zu lernen und zu funktionieren, körperlichen Beschwerden und Angst, der Beziehung zu ihrem Vater und sozialem Rückzug, Hoffnung und Rückfällen, Antidepressiva und Psychotherapie, Suizidgedanken und Tod, Freundschaften und Beziehungen. Mein Eindruck: Ich bin vom Fach, habe aber auch viel Erfahrung mit depressiven Störungen im Freundeskreis. Von 'Minusgefühle' habe ich mir erhofft, dass auch denjenigen ohne theoretisches oder praktisches Wissen zum Thema Depression ein Einblick und ein Zugang ermöglicht wird, um sich die Störung besser vorstellen und dadurch besser auf Betroffene reagieren zu können. Leider bietet dies 'Minusgefühle' nur am Rande, und letztendlich finde ich, dass das Buch kaum zum Verständnis der Störung beitragen kann. Das Buch liest sich sehr einfach und ist sprachlich oft umgangssprachlich. Aufgefallen sind mir einige Ungenauigkeiten, sei es beim Gebrauch von Redewendungen (z.B. 'nach der Schnauze anderer tanzen' statt 'nach der Pfeife anderer tanzen'), sei es bezüglich der Terminologie ('Verhaltenspsychologie' statt 'Verhaltenstherapie'). Anfangs haben mir die Schilderungen von Jana Seelig gut gefallen, denn sie waren authentisch und konnten dem Leser gut zeigen, was für ein langer Leidensweg der Diagnosestellung vorangeht, welche Beschwerden auftreten können, welche Gedanken und Gefühle bei depressiven Störungen auftreten. Im Verlauf zeigt sich jedoch bald, dass das Buch keine wirkliche Aufklärungsarbeit bietet. 'Minusgefühle' wirkt dann eher wie eine Möglichkeit zum Exhibitionismus, z.B. durch die Schilderungen von Drogen- und Alkoholexzessen oder vom Liebesleben der Autorin. Mich hat das eher ein bisschen gelangweilt, und ich hatte den Eindruck, es geht hier mehr um Selbstdarstellung als darum, dem Leser einen echten Einblick in eine depressive Störung zu ermöglichen. Mein Resümee: Mich hat 'Minusgefühle' nicht sonderlich beeindrucken können. Zwar bietet das Buch ein paar spannende (und wichtige) Einblicke in das Thema Depression, die hilfreich für diejenigen sein könnten, die sich mit der Störung noch nicht befasst haben, aber alles in allem hat mich die Selbstinszenierung der Autorin eher gestört, und ich fand die Ausführungen zu Alkohol, Drogen und Liebesleben auch nicht wichtig oder besonders interessant.

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  • Nebe/u-lös--end!

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    shlomo-ben-yossi

    shlomo-ben-yossi

    28. November 2015 um 02:17

    Kopf voll. Körper lahm. Gefühl los. Selbst vereist. Mut schwer. Hoffnung weg. Da gegen. Für sich. (R)aus !!! Nebel -- Leben?! "Minusgefühle" tastet sich in die Welt eines an einer Depression Erkrankten vor. Keine Fiktion. Der Leser begleitet die Autorin selbst. Nach einem Streit birst Jana Seeligs Noch-Nicht-Gesagte auf Twitter. Und ihr Leben kleidete sich in Worte ... Im Buch werden viele Stationen und Situationen der Autorin geschildert. Schonungslos, unverhüllt und direkt! Was ist das? Bin ich es - wirklich? Wer bin ich? Erkenntnis - Akzeptanz - Selbst! Sie wird mit vielen Fragen konfrontiert - über und mit sich. Unverstanden, rückziehend, rebellierend, leidend, zweifelnd, vereinsamend, erdrückend, nichts fühlend, aufschreiend, befriedigend, kämpfend. Der Leser erfährt es. Verdichtet sich der Nebel zunehmend - oder wird der Sonnenstrahl gespürt? Das ist individuell. Nicht nur der Depressive leidet, sein Umfeld leidet mit. Da es schwer ist, diesen Zustand fassend zu gestalten, bedarf es Mitgefühl und Verständnis. Gemeinsam. Das Buch ist nicht als Leitfaden oder Ratgeber konzipiert worden. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, ihr Leben mit einer Depression und wie dies verlaufen kann. Beachtenswert!

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  • das tiefe schwarze Loch

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    robbylesegern

    robbylesegern

    25. November 2015 um 17:02

    Wer kennt nicht die Diagnose Depression. Laut Medien ist diese Erkrankung im Vormarsch und nimmt immer mehr zu. Fast jeder hat in seinem Bekannten oder Verwandtenkreis jemanden, der an dieser Krankheit leidet. Da es aber immer noch ein Tabuthema ist, denn alle Erkrankungen, die mit dem Gehirn zusammenhängen sind Krankheiten die Angst machen, da das Hirn die Schaltzentrale unseres Tuns ist .Psycho oder der ist ja plem, plem sind noch harmlose Ausdrücke dafür, wenn es da oben nicht mehr so funktioniert. Jana Seelig leidet an einer Depression und sie hat den Mut aufgebracht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Zu Anfang eher aus Zufall, hat sie bei Twitter eine Nachricht ins Netz gestellt, die sich dann verselbstständigt hat. Sie wurde mit Kommentaren und Bestätigungen überschwemmt, was klar macht, wie wichtig dieses Thema ist und das es Zeit wurde, es als Tabuthema abzulösen. Jana Seelig berichtet in diesem Buch über das große schwarze Loch in das man fällt, über die Gefühle bzw. Nichtgefühle, die mit dieser Diagnose einhergehen. Seine Selbstzweifel, Antriebslosigkeit und Abkapselung, die im schlimmsten Falls in einem Suizid enden. Ihr Appell: Leute geht zum Arzt und lasst euch behandeln, denn ihr kommt nicht allein damit klar. In einer frechen, für mich manchmal etwas zu rotzigen Art und Weise, berichtet Jana über ihr Leben. Ihre Kindheit , die sie in einem bayrischen Dorf verbrachte, in einer Familie, wo nicht alles so war, wie es sein sollte. Ihr " Studium " in Berlin, das sie aber nicht zu Ende führte und ihre Abstürze mit Drogen, Alkohol und Sex, bis hin zu ihrem Sturz ins schwarze Loch. Jana Seelig nimmt kein Blatt vor den Mund, sondern schreibt, wie mir scheint, so wie sie denkt. Herausgekommen ist ein Buch, dass den Nerv und die Sprache der Jugend trifft. Viele werden sich in diesem Buch wiederfinden, Anstöße bekommen, auch ihre Erkrankung offen zu machen, sich zu outen und damit hoffentlich die Angst von vielen vor dieser Erkrankung zu nehmen. Die Sätze , die Jana hier in diesem Buch fallen lässt, spiegeln nicht nur ihren Gefühlszustand, sondern treffen oft ins Schwarze. " Nur weil ich alles habe, was ich brauche, muss es mir nicht gut gehen", " Was fühlt man , wenn man nichts fühlt" oder " Wenn Menschen sagen , dieses Ich, dass du gerade bist , seist nicht du, meinen sie eigentlich, dass du nicht ihren Erwartungen entsprichst. " Seien wir also mutig und sind so wie wir wollen oder wie wir sind und nicht so, wie andere es von uns erwarten. Es ist das Problem der anderen , wenn sie nicht damit klarkommen.

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  • Dunkelwelt #notjustsad

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    BeeLu

    BeeLu

    Die Autorin schreibt von sich, von ihrem Leben und vom Leben mit ihrer Erkrankung, der Depression. Den Titel des Buchs finde ich großartig! Ein Tweet bei Twitter und die Welt richtet die Augen auf sie bzw. ihre Depression. Dies ist kein Ratgeber, kein Therapieersatz und kein Buch, welches die Seele streichelt und der Selbsthilfe dient! Hier wird deutlich, wie sehr diese Krankheit die Betroffenen in jeglichen Bereichen des Alltags einschränkt. Und darum geht es, "einfach" ein unbeschönigter Erfahrungsbericht. Jana Seelig schreibt absolut ehrlich und offen. So offen, dass ich mich manchmal gefragt habe, warum sie so viel Intimes preis gibt und tatsächlich leichte Besorgnis in mir aufkeimte. Warum breitet jemand sein Leben komplett im Internet aus? Ich muss zugeben, dass ich mich kaum in öffentlichen Netzwerken herumtreibe und wenn, dann erscheinen dort äußerst wenig Informationen über mich. Daher habe ich von diesem Buch tatsächlich erst bei Lovelybooks erfahren und die ganze Reise der Autorin durch Twitter,TV und Fernsehen gar nicht mitbekommen. Ich bin also sehr unvoreingenommen ans Lesen gegangen, einfach, weil mich die Thematik sehr interessiert. Die Autorin bricht endlich Tabus. Über diese Erkrankung darf und muss gesprochen werden, ohne die Erkrankten nur auf diese zu reduzieren. Gutgemeinte Tipps, selbst von Ärzten, man solle doch einfach mal etwas ausschlafen und dann würde es schon wieder gehen, helfen niemandem. Das Verschreiben von Medikamenten, ohne richtig über die Erkrankung aufzuklären, sozialer Rückzug, die Angst, den Job zu verlieren, all diese Erfahrungen werden hier geteilt. Und dabei bleibt die Frage, was eigentlich los ist, was diese Erkrankung überhaupt bedeutet, weitestgehend unbeantwortet. Danke Jana, dass du hier ansetzt und aus deinem Leben erzählst. Offen, ehrlich und schonungslos und somit Antworten gibst. Deine persönlichen Antworten, die aber nicht für jedermann gültig sein müssen. Man kann bestimmt darüber streiten, ob die harte Sprache für manch einen zu viel ist. Vielleicht ist auch der Lebensstil der Autorin platt als "risikobereit" zu beschreiben. Mit so viel Sex, Alkohol, Drogen, Partys und Diebstahl wird sich nicht jeder identifizieren können. Aber es geht darum, endlich wachzurütteln. "Das Leben fickt mich hart", hier mehr als einmal zu lesen und auf vielen Ebenen interpretierbar. Vielleicht der Versuch, etwas zu fühlen und die inneren Leere zu füllen. Vielleicht finden sich viele in diesem Buch wieder, vielleicht aber auch gerade nicht. Genauso facettenreich wie das Leben jedes Einzelnen ist diese Erkrankung. Und damit leider auch ziemlich tückisch. Wichtig ist, dass die Depression zum Thema gemacht und nicht weiter tabuisiert wird!

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  • Fragefreitag mit Jana Seelig & Buchverlosung zu "Minusgefühle" am 16.10.2015

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    Tasmetu

    Tasmetu

    Sprachgewaltig und kompromisslos ...  ... beschreibt Jana Seelig ihre Krankheit - Depression. Sie will nicht mehr nichts fühlen, sie will nicht immer wieder erklären, wie es sich anfühlt, sie will einfach nur wieder leben, die ganze Palette an Emotionen spüren. Sie beginnt, im Internet über ihre Krankheit zu schreiben und ist bald dafür bekannt, offen über Depression zu sprechen. Jetzt ist ihre lang erwartete Biographie endlich erschienen und wir laden euch ein, über das Buch zu diskutieren. Stellt eure Fragen an die Autorin und gewinnt mit etwas Glück eins von fünf Exemplaren von "Minusgefühle"! Mehr zum Buch: Jana Seelig hat im Netz herausgebrüllt, was es heißt, depressiv zu sein, und ist damit zu einer starken Stimme vieler Betroffener geworden. In »Minusgefühle« beschreibt sie ihre Niederlagen, ihre Chancen, ihre Traurigkeit und ihren ständigen Kampf gegen die Krankheit. Sie erzählt, was man fühlt, wenn man nichts fühlt. Davon, wie es ist, wenn man alles Mögliche versucht, um überhaupt etwas fühlen zu können: Alkohol, Sex, Drogen ― der Versuch, so viel es geht zu leben, kostet sie genau so viel Kraft wie die vielen Erklärungen für Nichtbetroffene. Sprachmächtig und kompromisslos schreibt sie über die Depression, die ein Teil ihres Lebens ist ― aber ihr Leben nicht mehr bestimmt. Mehr zur Autorin: Jana Seelig wurde 1988 in Gelnhausen geboren und ist Bloggerin der ersten Stunde. 2006 startete sie, inspiriert von der Serie „Sex and the City“, ihren ersten Webblog. Heute bloggt sie auf „I say Shotgun“ über Mode, Kosmetik, Lifestyle, Essen und ihren Wohnort Berlin. Ende 2014 zog sie das Interesse der Öffentlichkeit auf sich, als sie auf Twitter über ihre Depressionserkrankung schrieb. Seitdem ist sie regelmäßig zu Gast in Radio und TV-Sendungen. Zusammen mit dem Piper Verlag verlosen wir unter allen Fragestellern 5 Exemplare von "Minusgefühle"! Wenn ihr eines der Bücher gewinnen wollt, benutzt bitte den blauen "Jetzt bewerben"-Button und stellt darüber eure Frage. Wenn ihr nur eine Frage stellen möchtet, ohne euch für eines der Exemplare bewerben zu wollen, schreibt einfach einen neuen Beitrag. Wir wünschen euch einen interessanten Fragefreitag mit Jana Seelig! Minusgefühle auf Facebook: https://www.facebook.com/minusgefuehle?fref=nf Minusgefühle auf Twitter: https://twitter.com/minusgefuehle

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  • Minusgefühle

    Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel
    Amerdale

    Amerdale

    05. November 2015 um 22:52

    Meine Rezension: https://amerdale.wordpress.com/2015/10/23/gelesen-jana-seelig-minusgefuehle/

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