Jana Thiem

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Jana Thiem

Cover des Buches Humboldt und der weiße Tod (ISBN:B07QMHTBTL)

Humboldt und der weiße Tod

 (4)
Erschienen am 03.05.2019
Cover des Buches Humboldt und der tiefe Fall (ISBN:9783946795230)

Humboldt und der tiefe Fall

 (1)
Erschienen am 14.06.2019

Neue Rezensionen zu Jana Thiem

Neu

Rezension zu "Humboldt und der weiße Tod" von Jana Thiem

Warum musste Maria de Souza sterben?
eigervor 14 Tagen

Mit ihrem Dresden – Krimi „Humboldt und der weiße Tod“ ist  Jana Thiem ein beeindruckendes Debut gelungen. Das Buch erschien bereits 2015 unter dem Titel „Milchweißes Wunder“ im Emons Verlag und wurde jetzt unter einem neuen Titel beim Oberlausitz Verlag verlegt. Das  schöne Cover mit der Silhouette Dresdens passt besser zu der Krimireihe um den Kriminalkommissar  Humboldt, der auch schon einen zweiten Fall gelöst hat.
Am Ufer der Elbe findet ein Jogger eine tote junge Frau. Es ist das Partygirl Maria de Souza. Wer war sie und warum wurde sie von Niemandem vermisst? Ihre Wohnung hat sie seit Wochen nicht mehr gesehen. Humboldt und sein Team arbeiten fieberhaft an der Aufklärung dieser und anderer Fragen des Mordfalls, als zwei andere junge Frauen verschwunden sind. Besteht hier ein möglicher Zusammenhang?


Jana Thiem erzählt eine spannende und komplexe Geschichte, die den Leser schnell fesselt. Der Fall ist gut strukturiert aufgebaut, hat viele Handlungsansätze, die nicht geradlinig zur Lösung führen und die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten.


Geschickt kombiniert die Autorin die Kriminalfälle mit dem Privatleben Humboldts. Auch hier besteht Aufklärungsbedarf. Sein Verhältnis zu seiner jüngeren Schwester, die in die Halbwelt geraten ist, gestaltet sich kompliziert. Doch noch eine weitere Frau beschäftigt ihn. Es ist die Journalistin Christin Weißenburg, die mit ihren Recherchen immer wieder seinen Weg kreuzt. Sie pflegen einen ambivalenten Umgang, denn sie verfügt über Informationen, die Humboldt benötigt.


Jana Thiem gelingt es hier den Überblick zu behalten und die vielschichtige Story zu einem überraschenden und nachvollziehbaren Ende zu führen.
Die handelnden Personen sind mit vielen Facetten und Eigenarten so gut beschrieben, dass ich sie alle bildlich vor mir sah. Sie wurden trefflich charakterisiert und ihre Handlungen waren schlüssig.
Der Krimi lässt sich flüssig lesen und die Spannung steigt stetig an, bis zu einem Ende, mit dem ich nicht gerechnet habe. Im Laufe der Geschichte kamen sehr viele Verdächtige in Frage, die etwas mit dem Verbrechen zu tun haben konnten. Ich konnte bis zum Schluss mit raten. So muss ein Krimi sein.


Mit ihrem Debut Jana Thiem eine außergewöhnliche und spannungsgeladene Geschichte gelungen, die aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung ist und fünf Sterne verdient.
Ich freue mich schon auf die neuen Fälle von Kommissar Humboldt und der Journalistin Christin Weißenburg, die bestimmt wieder beruflich und privat seine Wege kreuzen wird.


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Rezension zu "Humboldt und der tiefe Fall" von Jana Thiem

Spuren in die Vergangenheit
eigervor einem Jahr

„Humboldt und er tiefe Fall“ von Jana Thiem ist im Emons Verlag Köln im April 2017 erschienen.


Es ist der zweite Fall für Hauptkommissar Humboldt aus Dresden, der ihn jetzt ins im Zittauer Gebirge führt. Genau gesagt an den Berg Oybin, der auch auf dem schönen Cover des Buches abgebildet ist.
Ausgerechnet die Diva des Zittauer Stadttheaters , Katharina Bardola, wird dort ermordet aufgefunden. Ihr Tod am Jungfernsprung des Berges Oybin wurde nach einer alten Sage inszeniert. Was steckt dahinter?

Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Die Schauspielerin war bei Kollegen und Publikum sehr beliebt. Zu einigen Männern in hohen Ämtern gab es eine mehr als innige Beziehung, obwohl auch sie verheiratet war.
Bald gerät ihr Mann, der aufgrund seines Engagements von ihr getrennt in Görlitz lebt, ins Visier der Ermittler. Doch ein Tatmotiv lässt sich nirgendwo finden.

Die Journalistin Christin Weißenburg, zu der Kommissar Humboldt ein sehr ambivalentes Verhältnis hat, recherchiert in eigener Sache. Beide kennen sich vom letzen Fall und pflegen einen komplizierten Umgang, denn sie sind aneinander geraten. Dennoch verbindet sie ein gemeinsames Hobby: das Klettern. Christin findet im Internet vielsprechende Ansätze und nimmt Kontakt zu Humboldt auf.

Auch Karl Neumann, den Bürgerpolizisten von Oybin, beschäftigt der Fall, obwohl er von den Kollegen aus Görlitz und Dresden nicht mehr gebraucht wird. Aufgrund von Ortskenntnis und Kombinationsvermögen macht er vielversprechende Spuren aus, die seinen Kollegen entscheidend weiterhelfen. 

Gemeinsam kommen sie zu Erkenntnissen, die sie auf die heiße Spur des Täters führen, der schon ein neues Opfer im Visier hat. Die Zeit wird knapp.

Unterbrochen werden die Ermittlungen immer wieder von einem kursiv gedruckten Bericht. Bis zum Ende wusste ich nicht, wer der Verfasser war. Die Überraschung ist der Autorin gelungen.
Jana Thiem erzählt eine spannende Geschichte, die aus Sicht der handelnden Personen nachvollziehbar ist. Die Einteilung der Kapitel in Tage nach der Tat vermittelt gut den Zeitdruck, unter dem die Ermittler stehen.

Die Spannung steigt permanent und ein packendes temporeiches Finale mit einer schlüssigen Auflösung fesselt den Leser bis zum Schluss.

Aufgelockert wird die angespannte Arbeit der Polizei, durch reichhaltige Informationen zum Privatleben der Ermittler und der Opfer. Ein buntes Kaleidoskop von gut geschilderten und authentischen Charakteren lernt der Leser kennen. Den passenden Rahmen stellen die wunderbaren Beschreibungen von Ortschaften und Landschaften des Zittauer Gebirges und der Oberlausitz dar.

Die Autorin erzählt mit Liebe zum Detail eine sehr spannende und gut ausgedachte Kriminalgeschichte, die einen sofort in ihren Bann zieht. Ihr angenehmer und flotter Erzählstil ist wunderbar zu lesen.
Mit diesem Krimi ist Jana Thiem eine außergewöhnliche und spannungsgeladene Geschichte gelungen, die aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung ist.

Auf der Website der Autorin www.thiemgeist.de erfährt man mehr sie und die Möglichkeiten Kommissar Humboldt in weiteren Einsätzen zu erleben. Ich freue mich schon auf seine neuen Fälle mit der Journalistin Christin Weißenburg, die bestimmt wieder beruflich und privat seine Wege kreuzen wird.

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Rezension zu "Milchweißes Wunder" von Jana Thiem

Rezension zu "Milchweißes Wunder" von Jana Thiem
Kathleen1974vor 2 Jahren

Titel: „Milchweißes Wunder“
Autorin: Jana Thiem
Verlag: Emons Verlag 2015
Seitenzahl: 176 Seiten

Klappentext:
„Eigentlich wollte Kriminalhauptkommissar Humboldt am Tag der Deutschen Einheit in der Sächsischen Schweiz klettern gehen. Aber eine Tote am Elbufer macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Als Tage später zwei Frauen vermisst werden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Zu Humboldts Ärger liefert ausgerechnet eine lästige Journalistin den entscheidenden Hinweis auf den wahren Hintergrund der Taten…
Ein rätselhafter Fall, ein vielseitiges Figurenensemble und die unverkennbare Verwurzelung in und um Dresden: die besondere Krimiunterhaltung!“

Zum Cover:
Ich mag die Covergestaltungen, die der Emons Verlag in seinem Programm hat. Die Optik wirkt auf mich sehr ansprechend und bildet eine einheitliche Darbietung. Auf diesem Cover hier sieht man wildwachsende Pflanzen an der Elbe und im Hintergrund das Blaue Wunder, eines der Wahrzeichen von Dresden. Das Motiv wurde für den Krimi gut und passend ausgewählt!

Schreibstil:
Die Schreibweise liest sich sehr flüssig, nachvollziehbar und unterhaltend. Ein verständlicher und anschaulicher Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat.

Lieblingszitate:
„Humboldt sah zum gegenüberliegenden Ufer und dann weiter die Elbe entlang. Am Blauen Wunder blieb er hängen. Im Wirrwarr der Streben der Loschwitzer Brücke verhedderten sich seine Gedanken.“ (Seite 8)

Meine Meinung zum Buch:
Dieser Krimi hat mir gut gefallen. Ich fand es klasse, dass sich die Handlung so schön aufgebaut hat. Das heißt, zunächst lernt man das Ermittlerteam ein Stück weit kennen, danach kommen erst so einige Buchfiguren, die in diesem Fall verstrickt sein könnten, hinzu und dann erlebt man als Leser mit, wie dieses Ermittlerteam zusammenarbeitet. Das empfand ich als überschaubar, um nicht den roten Faden zu verlieren und um mich auch gut in die Ermittlerpersonen hineinversetzen zu können.

Die Handlung steigerte sich zudem von der Spannung her. Zunächst tappte das Ermittlerteam im Dunkeln und nach und nach kamen weitere Personen hinzu, von denen natürlich so einige verdächtigt wurden… Das hat mir richtig gut gefallen. Zudem empfand ich die Charaktere authentisch und das Geschehen sehr unterhaltend und spannend. Einiges der Handlung ging mir richtig unter die Haut und hat mich aufgewühlt.

Nur zum Ende hin, wurde mir die Aufklärung des Falls zu schnell zu durchsichtig. Mir fehlte am Krimiende so ein bisschen der Nervenkitzel bzw. der „Überraschungsmoment“. Für mich lief das dann in dem Moment zu „glatt“ und zu schnell ab. Ansonsten fand ich die Handlung bis dahin wirklich sehr fesselnd und interessant gestaltet.

Mir als Dresdnerin hat natürlich die Kulisse sehr gefallen. Die Autorin beschreibt die Gegend sehr naturgetreu und bildhaft. Alle Straßennamen waren mir bekannt und ich hatte sofort das passende Bild und das Geschehen in dem Moment vor Augen. Klasse fand ich zudem, dass die Autorin einiges an sächsischem Dialekt mit eingebaut hat. Da musste ich oft schmunzeln, weil dieser Dialekt sehr passend rübergebracht wurde.

Insgesamt ein sehr unterhaltender Krimi, der hier bildhaft dargeboten und an keiner Stelle langatmig wurde.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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