Jana Thiem

 4,4 Sterne bei 17 Bewertungen

Alle Bücher von Jana Thiem

Cover des Buches Humboldt und der weiße Tod (ISBN: B07QMHTBTL)

Humboldt und der weiße Tod

 (10)
Erschienen am 03.05.2019
Cover des Buches Humboldt und der kalte See (ISBN: 9783946795322)

Humboldt und der kalte See

 (4)
Erschienen am 29.01.2020
Cover des Buches Humboldt und der tiefe Fall (ISBN: 9783946795230)

Humboldt und der tiefe Fall

 (3)
Erschienen am 14.06.2019
Cover des Buches Humboldt und der weiße Tod (ISBN: 9783946795315)

Humboldt und der weiße Tod

 (0)
Erschienen am 29.01.2020

Neue Rezensionen zu Jana Thiem

Cover des Buches Humboldt und der kalte See (ISBN: 9783946795322)eigers avatar

Rezension zu "Humboldt und der kalte See" von Jana Thiem

Verborgene Geheimnisse
eigervor 15 Tagen

In einem kalten Winter wird in Oybin der Postbote tot aufgefunden. Sein Fahrrad ist ordentlich abgestellt, nichts deutet auf einen Sturz hin. Der Rechtsmediziner findet in seinem Blut eine große Menge eines Schlafmittels, welches in Kombination mit dem bei ihm gefundenen Alkohol eine tödliche Dosis war. Nahezu zur gleichen Zeit stirbt zu Hause seine todkranke Frau, die er aufopferungsvoll gepflegt hat.

Handelt es sich um einen Zufall oder steckt mehr dahinter? Diese und andere Fragen muss Kommissar Humboldt in seinem dritten Fall klären, denn die Kollegen aus der Oberlausitz sind mit Fällen grenzüberschreitender Kriminalität völlig ausgelastet.

Seit seinem ersten Fall, der am Oybin abgestürzten Diva des Stadttheaters, hat Humboldt zu dieser schönen Gegend eine ganz persönliche Beziehung. Die Journalistin Christin, die immer wieder seine Wege kreuzt, hat hier eine Baude und ihn vor ein paar Wochen mit dem Oberlausitzer Brauch des Lichtens vertraut gemacht. Sie sind sich auch persönlich sehr nahe gekommen und beide haben jetzt Probleme mit dieser Situation umzugehen.

Doch nun muss Humboldt Hinweisen und Spuren rätselhafter Tode nachgehen. Es gibt Verbindungen zu einem früheren ungelösten Fall. Ein Klassenkamerad und guter Freund des Postboten wurde tot in einer Unterwasserwelt für Taucher am Boden des O-Sees gefunden. Doch er war vollständig bekleidet und kein sportlicher Typ.

Die Clique von damals war ein vierblättriges Kleeblatt und vieles deutet darauf hin, dass  Hinweise und Spuren zur Lösung der Fälle in der Vergangenheit zu finden sind. Einer ist heute ein erfolgreicher Unternehmer, der auch die Unterwasserwelt gebaut hat. Schwer ist es Kornelia, die auch in der Clique war, zu finden.

Jana Thiem erzählt   auf ca. 150 Seiten eine komplexe und spannende Geschichte, mit wenigen Rückblenden. Dadurch wird das Geschehen verdichtet und der Leser kann sich gut in die Vergangenheit einfühlen.  Ihre Personenbeschreibungen sind authentisch und sehr differenziert. Die handelnden Personen sind mit vielen Facetten und Eigenarten so gut beschrieben, dass ich sie alle bildlich vor mir sah. Sie wurden trefflich charakterisiert und ihre Handlungen waren nach vollziehbar.

Humboldt hat in diesem Fall noch ein weiteres Problem. Seinem Team wurde eine neue Kollegin, Ziska Engel, zugeteilt, die beim LKA als Profilerin tätig war. Sie ist anders und arbeitet anders, fast zu selbständig. Es ist schwierig für Humboldt mit dieser Situation zu recht zu kommen. Doch die rasante Entwicklung bei der Aufklärung der Mordfälle, zeigt, was in ihr steckt.

Die Lösung der Fälle ist in sich schlüssig und das Motiv glaubhaft. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einem dramatischen und völlig unerwarteten Finale geführt. Es passt alles perfekt zusammen.

Fazit:

Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn fesselt und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Humboldt und der kalte See“ ist  absolut gelungen und Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch  allen Freunden von Regionalkrimis.

 

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Cover des Buches Humboldt und der kalte See (ISBN: 9783946795322)Krimines avatar

Rezension zu "Humboldt und der kalte See" von Jana Thiem

Ein heimeliger Kriminalroman mit einem spannenden Fall und authentischen Figuren
Kriminevor 6 Monaten

Der Oybiner Postbote Silvio Sterz wird sitzend im Schnee tot aufgefunden. Nur eine blutverkrustete Wunde am Kopf weist darauf hin, dass er nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Wie auch seine schwer kranke Ehefrau, die kurz darauf ohne Lebenszeichen in ihrem Pflegebett liegt. Ein neuer Fall für den Dresdener Hauptkommissar Humboldt und sein Team, der diesmal tief in einem emotionalen Desaster steckt. Ausgerechnet mit der Boulevard-Journalistin Christin Weißenburg hat er unter Alkoholeinfluss eine Nacht verbracht und weiß nun nicht, wie er sich verhalten soll.

„Humboldt und der kalte See“ ist ein heimeliger Kriminalroman, der mit einem spannenden Fall und authentischen Figuren gut zu unterhalten weiß. Dabei ist lange Zeit nicht klar, wer und was hinter dem Tod des Oybiner Ehepaares steckt und wie ein zurückliegender Leichenfund im Olbersdorfer See mit den tragischen Vorkommnissen in Zusammenhang steht. So ist viel Polizeiarbeit vonnöten. Spuren sind zu vergleichen, Nachbarn und Bekannte zu befragen und Tatabläufe zu rekonstruieren. Doch erst ein Blick in die Vergangenheit offenbart das Motiv für die Morde, die anfangs noch wie Unfälle aussehen.

Es macht Spaß den Krimi zu lesen, der mit einer lang gehegten Tradition beginnt und in seinem Verlauf viel von den Menschen in dem idyllischen Landstrich am Fuße des Berges Oybin erzählt. Vor allem der Bürgerpolizist Karl Neumann, der im urigen Dialekt an der Aufklärung des komplizierten Falls mitwirkt, ist ein typisches Original und belebt die Handlung auf seine ganz eigene Art. Aber auch die neue Ermittlerin im Team, die vom LKA zu ihnen gewechselt ist sowie das unklare Verhältnis zwischen Humboldt und Christin tragen dazu bei, dass es im zwischenmenschlichen Bereich niemals langweilig wird.

Fazit und Bewertung:
Ein sehr atmosphärischer und mit einem kniffligen Fall einhergehender Regionalkrimi, der für spannende und kurzweilige Unterhaltung sorgt und viel zu schnell gelesen ist.

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Cover des Buches Humboldt und der weiße Tod (ISBN: B07QMHTBTL)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Humboldt und der weiße Tod" von Jana Thiem

Hat mir nicht so gut gefallen
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Man findet eine weibliche Leiche am Elbufer von Dresden. KHK Humboldt wird mit den Ermittlungen betraut. Als dann weitere junge Frauen verschwinden hat sein Team alle Hände voll zu tun. Dabei kommen persönliche Probleme genauso zum Vorschein, wie ungeahnte Talente. 

Gleichzeitig ist eine Reporterin einer Bande, die Mädchen zu Prostitution und Pornofilmen zwingen, auf der Spur. 

Werden die verschwundenen Mädchen rechtzeitig gefunden? 

Meine Meinung:

 Dieser Krimi könnte fesselnd sein, wenn er sich nicht mit den vielen Andeutungen und Nebensächlichkeiten aufhalten würde. Störend finde ich auch, dass im eBook die Nebenhandlung nicht optische von der Haupthandlung getrennt wird. In anderen Büchern wird das entweder durch eine andere Schriftart oder durch Kursivsetzung o.ä. geschockt gemacht.  

Die dem Krimi zu Grunde liegenden Themen: Schlankheitsmittel, gefälschte Studien etc., sind an sich interessant, die Umsetzung ist meiner Ansicht leider nicht gelungen. 

Insgesamt hätten dem Buch 20, 30 Seiten mehr, sehr gut getan. So hätte die ambivalente Beziehung zu Christin ein wenig ausführlicher behandelt werden können. Ich habe geglaubt, den 2. Teil vor mir zu haben, weil ich mehrmals den Eindruck hatte, etwas überlesen, versäumt zu haben.   

Es gibt noch einen 2. Band (HUmboldt und der tiefe Fall), bin aber nicht sicher, ob ich den lesen werde. 

Fazit: 

Interessante Themen, die leider suboptimal umgesetzt worden sind, daher leider nur 2 Sterne.

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Schreibt auch als: Frida Luise Sommerkorn

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