Jana Thiem

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen

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Milchweißes Wunder

Milchweißes Wunder

 (3)
Erschienen am 17.09.2015
Humboldt und der tiefe Fall

Humboldt und der tiefe Fall

 (1)
Erschienen am 15.05.2017

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Rezension zu "Humboldt und der tiefe Fall" von Jana Thiem

Spuren in die Vergangenheit
eigervor 6 Monaten

„Humboldt und er tiefe Fall“ von Jana Thiem ist im Emons Verlag Köln im April 2017 erschienen.


Es ist der zweite Fall für Hauptkommissar Humboldt aus Dresden, der ihn jetzt ins im Zittauer Gebirge führt. Genau gesagt an den Berg Oybin, der auch auf dem schönen Cover des Buches abgebildet ist.
Ausgerechnet die Diva des Zittauer Stadttheaters , Katharina Bardola, wird dort ermordet aufgefunden. Ihr Tod am Jungfernsprung des Berges Oybin wurde nach einer alten Sage inszeniert. Was steckt dahinter?

Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Die Schauspielerin war bei Kollegen und Publikum sehr beliebt. Zu einigen Männern in hohen Ämtern gab es eine mehr als innige Beziehung, obwohl auch sie verheiratet war.
Bald gerät ihr Mann, der aufgrund seines Engagements von ihr getrennt in Görlitz lebt, ins Visier der Ermittler. Doch ein Tatmotiv lässt sich nirgendwo finden.

Die Journalistin Christin Weißenburg, zu der Kommissar Humboldt ein sehr ambivalentes Verhältnis hat, recherchiert in eigener Sache. Beide kennen sich vom letzen Fall und pflegen einen komplizierten Umgang, denn sie sind aneinander geraten. Dennoch verbindet sie ein gemeinsames Hobby: das Klettern. Christin findet im Internet vielsprechende Ansätze und nimmt Kontakt zu Humboldt auf.

Auch Karl Neumann, den Bürgerpolizisten von Oybin, beschäftigt der Fall, obwohl er von den Kollegen aus Görlitz und Dresden nicht mehr gebraucht wird. Aufgrund von Ortskenntnis und Kombinationsvermögen macht er vielversprechende Spuren aus, die seinen Kollegen entscheidend weiterhelfen. 

Gemeinsam kommen sie zu Erkenntnissen, die sie auf die heiße Spur des Täters führen, der schon ein neues Opfer im Visier hat. Die Zeit wird knapp.

Unterbrochen werden die Ermittlungen immer wieder von einem kursiv gedruckten Bericht. Bis zum Ende wusste ich nicht, wer der Verfasser war. Die Überraschung ist der Autorin gelungen.
Jana Thiem erzählt eine spannende Geschichte, die aus Sicht der handelnden Personen nachvollziehbar ist. Die Einteilung der Kapitel in Tage nach der Tat vermittelt gut den Zeitdruck, unter dem die Ermittler stehen.

Die Spannung steigt permanent und ein packendes temporeiches Finale mit einer schlüssigen Auflösung fesselt den Leser bis zum Schluss.

Aufgelockert wird die angespannte Arbeit der Polizei, durch reichhaltige Informationen zum Privatleben der Ermittler und der Opfer. Ein buntes Kaleidoskop von gut geschilderten und authentischen Charakteren lernt der Leser kennen. Den passenden Rahmen stellen die wunderbaren Beschreibungen von Ortschaften und Landschaften des Zittauer Gebirges und der Oberlausitz dar.

Die Autorin erzählt mit Liebe zum Detail eine sehr spannende und gut ausgedachte Kriminalgeschichte, die einen sofort in ihren Bann zieht. Ihr angenehmer und flotter Erzählstil ist wunderbar zu lesen.
Mit diesem Krimi ist Jana Thiem eine außergewöhnliche und spannungsgeladene Geschichte gelungen, die aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung ist.

Auf der Website der Autorin www.thiemgeist.de erfährt man mehr sie und die Möglichkeiten Kommissar Humboldt in weiteren Einsätzen zu erleben. Ich freue mich schon auf seine neuen Fälle mit der Journalistin Christin Weißenburg, die bestimmt wieder beruflich und privat seine Wege kreuzen wird.

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Kathleen1974s avatar

Rezension zu "Milchweißes Wunder" von Jana Thiem

Rezension zu "Milchweißes Wunder" von Jana Thiem
Kathleen1974vor einem Jahr

Titel: „Milchweißes Wunder“
Autorin: Jana Thiem
Verlag: Emons Verlag 2015
Seitenzahl: 176 Seiten

Klappentext:
„Eigentlich wollte Kriminalhauptkommissar Humboldt am Tag der Deutschen Einheit in der Sächsischen Schweiz klettern gehen. Aber eine Tote am Elbufer macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Als Tage später zwei Frauen vermisst werden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Zu Humboldts Ärger liefert ausgerechnet eine lästige Journalistin den entscheidenden Hinweis auf den wahren Hintergrund der Taten…
Ein rätselhafter Fall, ein vielseitiges Figurenensemble und die unverkennbare Verwurzelung in und um Dresden: die besondere Krimiunterhaltung!“

Zum Cover:
Ich mag die Covergestaltungen, die der Emons Verlag in seinem Programm hat. Die Optik wirkt auf mich sehr ansprechend und bildet eine einheitliche Darbietung. Auf diesem Cover hier sieht man wildwachsende Pflanzen an der Elbe und im Hintergrund das Blaue Wunder, eines der Wahrzeichen von Dresden. Das Motiv wurde für den Krimi gut und passend ausgewählt!

Schreibstil:
Die Schreibweise liest sich sehr flüssig, nachvollziehbar und unterhaltend. Ein verständlicher und anschaulicher Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat.

Lieblingszitate:
„Humboldt sah zum gegenüberliegenden Ufer und dann weiter die Elbe entlang. Am Blauen Wunder blieb er hängen. Im Wirrwarr der Streben der Loschwitzer Brücke verhedderten sich seine Gedanken.“ (Seite 8)

Meine Meinung zum Buch:
Dieser Krimi hat mir gut gefallen. Ich fand es klasse, dass sich die Handlung so schön aufgebaut hat. Das heißt, zunächst lernt man das Ermittlerteam ein Stück weit kennen, danach kommen erst so einige Buchfiguren, die in diesem Fall verstrickt sein könnten, hinzu und dann erlebt man als Leser mit, wie dieses Ermittlerteam zusammenarbeitet. Das empfand ich als überschaubar, um nicht den roten Faden zu verlieren und um mich auch gut in die Ermittlerpersonen hineinversetzen zu können.

Die Handlung steigerte sich zudem von der Spannung her. Zunächst tappte das Ermittlerteam im Dunkeln und nach und nach kamen weitere Personen hinzu, von denen natürlich so einige verdächtigt wurden… Das hat mir richtig gut gefallen. Zudem empfand ich die Charaktere authentisch und das Geschehen sehr unterhaltend und spannend. Einiges der Handlung ging mir richtig unter die Haut und hat mich aufgewühlt.

Nur zum Ende hin, wurde mir die Aufklärung des Falls zu schnell zu durchsichtig. Mir fehlte am Krimiende so ein bisschen der Nervenkitzel bzw. der „Überraschungsmoment“. Für mich lief das dann in dem Moment zu „glatt“ und zu schnell ab. Ansonsten fand ich die Handlung bis dahin wirklich sehr fesselnd und interessant gestaltet.

Mir als Dresdnerin hat natürlich die Kulisse sehr gefallen. Die Autorin beschreibt die Gegend sehr naturgetreu und bildhaft. Alle Straßennamen waren mir bekannt und ich hatte sofort das passende Bild und das Geschehen in dem Moment vor Augen. Klasse fand ich zudem, dass die Autorin einiges an sächsischem Dialekt mit eingebaut hat. Da musste ich oft schmunzeln, weil dieser Dialekt sehr passend rübergebracht wurde.

Insgesamt ein sehr unterhaltender Krimi, der hier bildhaft dargeboten und an keiner Stelle langatmig wurde.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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hasirasi2s avatar

Rezension zu "Milchweißes Wunder" von Jana Thiem

Krimi mit viel Dresdner Lokalkolorit
hasirasi2vor 2 Jahren

Am Dresdner Elbstrand wird eine tote junge Frau aus dem Wasser gefischt, nur irgendwie sieht sie nicht so aus, als wäre sie ertrunken ...

Die Identität der Toten können Kriminalhauptkommissar Humboldt und sein Team schnell ermitteln, aber ausgerechnet die Journalistin Christin Weißenburg liefert Fakten und Hintergrundinformationen: Maria (die Tote) war ein Partygirl, nicht sonderlich beliebt und wurde in letzter Zeit nicht gesehen. Hat ihr Verschwinden denn niemanden interessiert?

Kurze Zeit später werden 2 ausländische Studentinnen vermisst gemeldet. Angeblich haben sie die gerade beendeten Semesterferien bei ihren Familien verbracht, aber die wissen nichts davon.

Alle Spuren führen in Richtung zweier suspekter Ärzte, aber hängen die wirklich mit drin?

 

Christin und Humboldt kennen sich noch aus der Zeit, als sie bei der Klatschpresse gearbeitet und etwas gegen ihn in der Hand hatte – damals hat man sich arrangiert, trotzdem blieb das Verhältnis angespannt. Dabei eint sie die Liebe zur Heimat und vor allem zum Bergsteigen. Das Wechselspiel zwischen ihnen ist sehr unterhaltsam, das Knistern belebt die Handlung.

Auch innerhalb von Humboldts Team gibt es Grabenkämpfe, kann doch (nur) einer seiner Mitarbeiter befördert werden.

Generell erfährt man sehr viel über die Protagonisten, ihre Hinter- und Beweggründe. Trotzdem fehlte mir irgendetwas: sie haben sich gern gezofft und dabei gesächselt, aber es kamen keine dauerhaften Emotionen auf.

Das Buch ist wie ein Polizeiprotokoll aufgebaut. Die Geschichte war dadurch etwas holprig und konnte mich nicht durchweg fesseln. Dabei war der eigentliche Fall bis zuletzt spannend, sehr verzwickt und nichts für schwache Nerven.

Da er in meiner Heimatstadt Dresden spielt, bin ich natürlich etwas voreingenommen. Aber meine Stadt wird hier wirklich toll und anschaulich beschrieben. Man erkennt jede Ecke, jede Straße wieder.

Ich schließe das Buch also mit gemischten Gefühlen und vergebe 3 von 5 Punkten.

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