Jandy Nelson

 4.3 Sterne bei 338 Bewertungen
Autorin von Über mir der Himmel, Ich gebe dir die Sonne und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jandy Nelson

Die berührende Welt der Teenager: Jandy Nelson wurde 1965 in New York geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft, kreatives Schreiben und Kinderliteratur und arbeitete lange als Literaturagentin, bevor sie selbst als Jugendbuchautorin tätig wurde. 2010 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „The Sky is Everywhere“ („Über mir der Himmel“), in dem die siebzehnjährige Lennie den plötzlichen Tod ihrer älteren Schwester verarbeiten muss. Gleichzeitig befindet sie sich in einem Gefühlschaos, da sie zwischen zwei Jungen hin- und hergerissen ist. 2014 folgte der Roman „Ich gebe dir die Sonne“. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Zwillinge Noah und Jude Sweetwine, die in ihrer Kindheit ein sehr inniges Bruder-Schwester-Verhältnis verbindet. Als Teenager entfernen sie sich jedoch voneinander und werden in vielen Lebensbereichen zu Rivalen. Nelsons Romane behandeln Themen, die auch für ihr jugendliches Publikum zweifellos eine wichtige Rolle spielen: Familie, Liebe, Trauer, Erwachsenwerden, Identität, Sexualität und Freundschaft. Mit beiden Werken hatte die Autorin international Erfolg. Sie schaffte es auf zahlreiche Beststellerlisten. 2015 gewann sie den Jugendbuchpreis Printz Award. Jandy Nelson liebt Nordkalifornien und lebt deshalb seit vielen Jahren in San Francisco.

Alle Bücher von Jandy Nelson

Cover des Buches Über mir der Himmel (ISBN:9783570311233)

Über mir der Himmel

 (153)
Erschienen am 14.11.2016
Cover des Buches Ich gebe dir die Sonne (ISBN:9783570312223)

Ich gebe dir die Sonne

 (133)
Erschienen am 13.08.2018
Cover des Buches I'll Give You the Sun (ISBN:9780142425763)

I'll Give You the Sun

 (35)
Erschienen am 27.10.2015
Cover des Buches The Sky is Everywhere (ISBN:9781406354386)

The Sky is Everywhere

 (15)
Erschienen am 05.02.2015
Cover des Buches I'll Give You the Sun (ISBN:9781455849369)

I'll Give You the Sun

 (1)
Erschienen am 16.09.2014

Neue Rezensionen zu Jandy Nelson

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Rezension zu "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson

Jude und Noah
Bibliomaniavor 8 Tagen

Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen und mit etwas Skepsis angefangen zu lesen. Jugendbücher lese ich eher selten und wenn dann nur sehr ausgewählt. Jandy Nelson ist in der entsprechenden Szene wohl recht beliebt und so wollte ich dem Buch eine Chance geben.

Judy und Noah sind 13-jährige Zwillinge. Sie sind sehr verschieden und doch lieben sie einander, wie nur Zwillinge sich lieben können. Noah ist schwul und hat das ziemlich früh erkannt, er ist ein Künstler durch und durch und malt unglaubliche Bilder. Jude ist eher der sportliche Typ und geht viel surfen. Auch sie hat eine künstlerische Ader, die sie jedoch eher versteckt.

Drei Jahre später reden sie nicht mehr miteinander, sie sind sich fremd geworden, jeder hat sich in ein Schneckenhaus zurückgezogen, das sich allerdings sehr unterschiedlich äußert. Ein Vorkommnis in der Vergangenheit hat die beiden auseinander gebracht und erst eine große Wendung in beider Leben hilft Jude und Noah sich wieder anzunähern.

Der Kunst-Aspekt in diesem Jugendbuch hat mir wirklich gut gefallen. Die Beschreibungen von Noahs Bildern war toll, seine künstlerische Begabung sehr groß. Auch die Arbeiten von Jude werden toll beschrieben, auch wenn sie es deutlich schwerer hat. Auch was an inneren Gefühlen während der Produktion in den beiden vor sich geht, ist nachvollziehbar und toll beschrieben.

Die Teenie-Gedanken allerdings fand ich eher nervig. Klar, in einem Jugendbuch ist es logisch über so etwas zu lesen. Das ist aber genau der Grund, weshalb ich selten zu einem Jugendbuch greife. Ich möchte keine Teenie-Gedanken lesen, in denen es nur darum geht, ob irgendwer irgendwen toll findet und über flatterhafte Gefühle, es wird zu schnell von Liebe gesprochen, wobei ein 16-Jährige(r) in meinen Augen keine Ahnung von Liebe hat bzw haben kann. Meist ist auch das Ende dieser Bücher zu blumig und rosig, es wird zu oft immer alles gut, So ist das Leben nicht.

Zwischendurch habe ich das Buch auch zwei Monate zur Seite gelegt, weil ich keine Lust darauf hatte. Es las sich zwar sehr gut und flüssig, aber das ist bei einem Jugendbuch ja auch eher normal.

Alles in allem eine ganz nette Geschichte, die ich aber weder noch einmal lesen muss, noch ein weiteres Buch der Autorin zur Hand nehmen werde.

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Rezension zu "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson

I'll give you the sun
Mario-Spongevor einem Monat

Die Schaffnerin bot mir diskret ein Taschentuch an, als ich mit roten Augen aus dem Buch aufsah...

Ausgangsposition ist die Beziehung der Zwillinge Jude und Noah.
Zuvor angespannt durch einen Sinn von Konkurrenz war die Geschwisterbeziehung in Feindseligkeit umgeschlagen, nachdem Jude in einem Vertrauensbruch eine große Schuld auf sich gezogen hatte. Sie war gänzlich zerbrochen, als die Mutter der beiden in einem Autounfall ums Leben kam. Den Verlust haben beide noch immer nicht verarbeitet, ebensowenig wie den Konflikt miteinander. Jude erkennt, dass sie und ihr Bruder sich dabei nicht nur von einander, sondern auch von sich selbst entfremdet haben und sucht mit nicht mehr als einem Hoffnungsschimmer ausgestattet einen Weg zurück.

Die Atmosphäre in dieser Story ist unheimlich verdichtet. Die Hauptfiguren haben sehr viel durchgemacht und noch mehr durchzuarbeiten. Am Aufbau hat mir besonders gefallen, wie die Gegenwart aus Judes Perspektive erzählt wird, während die Vergangenheit Noahs Sicht beiträgt. Dieser Ansatz veranschaulicht umso mehr die massiven Veränderungen der Charaktere nach den Ereignissen der Vergangenheit, und die Motivation, welche Jude antreibt. Bemerkenswert ist auch, dass sich der künstlerische Geist der Geschwister sowohl in Worten und Gedankenbildern, als auch Pinselstrichen in den Seiten darstellt.

Die Autorin hat hier zwei sehr authentische Geister geschaffen und diese in einer gefühlsgeballten Geschichte ausddrucksstark inszeniert. Ich habe selbst mit meinem Hang zur Young Adult Literature selten ein so gutes Jugendbuch gelesen.

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Rezension zu "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson

Ich gebe dir die Rechtfertigung, Künstler*in zu sein
MoWilliamsvor 5 Monaten

Was soll ich sagen? Jandy Nelson hat meine Brust aufgebrochen und sie mit ganz viel Liebe zu Kunst, zum Schreiben, zu mir selbst wieder aufgetankt. Zwischen diesen Zeilen verbirgt sich all der Trost, den schüchterne Künstler*innen brauchen.


„Ich gebe dir die Sonne“ erzählt die Geschichte von den Zwillingen Noah und Jude. Das Spannende daran ist, dass die Vorgeschichte aus der Sicht von Noah und die gegenwärtige Sicht von Jude erzählt wird. In diesen drei Jahren Unterschied ist etwas Schreckliches passiert, die Zwillinge, die immer zueinander gehalten haben, haben sich in dieser Zeit voneinander entfremdet. Noahs großer Traum war es immer nur, Künstler zu werden, Künstler zu sein, doch heute rührt er keinen Pinsel, keine Kreide mehr an. Jude war ein offenes, wildes und verrücktes Mädchen, das sich nun hinter zu weiten Klamotten versteckt und von einem Geist verfolgt wird – denn irgendjemand zerstört ständig ihre Arbeiten an der Kunstschule.
Jandy Nelson hat mich damals schon mit „Über mir der Himmel“ für sich gewonnen, es zählte zu den wichtigsten Büchern, die ich als pubertierende Jugendliche gelesen habe. In diesem Werk empfand ich damals viel Erleichterung, weil die Protagonistin so authentisch und lebensnah war, dass ich mich in ihren Gedanken gewälzt habe.
„Ich gebe dir die Sonne“ ist für mich eines der Bücher von 2019, obwohl es schon sehr lange am Markt ist, habe ich es genau im richtigen Zeitpunkt erwischt und gelesen. Noah und Jude gehen unter die Haut, aber auch bei den anderen Figuren zeigt Nelson eine Präzision und Tiefe, dass ich eine mögliche Faktualität nicht anzweifeln könnte. Ihr Schreibstil hat mich wieder gefressen, bereits bei ihrem Debütroman war ich fasziniert davon, wie man Worte aneinanderreihen kann und welche Bilder sie damit entwirft, die mir nicht mehr so leicht aus dem Kopf gehen. Das Fabelhafte an ihren Roman ist, dass ihr Schreibstil authentisch ist, er biegt sich nicht, er fordert die Köpfe der Leser*innen, Nelson malt schreibend, malt vermutlich (und hoffentlich) ihrer Intuition entlang.
Die Kunst spielt sich bei Nelson auf zwei grundsätzlichen Ebenen ab. Einerseits natürlich das Buch, ihr Schreibstil allem voran, selbst. Andererseits geht es in dieser Geschichte auch vorrangig um Kunst, um ihre Bedeutung, ihren Wert und der durchaus wichtigen Erkenntnis, dass Kunst einem nichts schuldet, man sich aber mit allem, was man hat, der Kunst verschulden kann. Der Weg von Jude – aber auch die Vorgeschichte durch Noahs Augen – sind künstlerisch so feinfühlig, so bedeutend, denn es werden wichtige Fragen behandelt: Bin ich kein Künstler mehr, wenn ich von einer Kunstschule abgelehnt werde? Bin ich Künstler, nur weil ich eine Kunstschule besuche? Was bedeutet die Kunst für mich? Was möchte ich damit bezwecken? Denn Tatsache ist, dass Kunst erst wird, wenn wir sie schaffen. Wenn wir damit „die Welt neu erschaffen“.

„Ich gebe dir die Sonne“ steht für sich und ich kann den Roman nur empfehlen, vor allem, wenn man Mut dafür braucht, um das zu tun, was man liebt.

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Gespräche aus der Community

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Hallo :) Ich suche ein ähnliches Buch wie 2Über mir derHimmel" von jandy Nelson :) Kennt ihr einpaar ?
3 Beiträge
Zum Thema
Hallo, bevor ich eine Gruppe öffne, wollte ich mal anfragen, ob überhaupt das Interesse besteht. Hat jemand von Euch Lust an einer Leserunde zu "Über mir der Himmel" teilzunehmen? Wer mitmachen möchte, darf mir gerne eine Nachricht zukommen lassen. :)
5 Beiträge
J
Letzter Beitrag von  jona_zhitinjavor 9 Jahren
ja gerne!
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Jandy Nelson im Netz:

Community-Statistik

in 610 Bibliotheken

auf 159 Wunschlisten

von 11 Lesern aktuell gelesen

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