Jandy Nelson Über mir der Himmel

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Inhaltsangabe zu „Über mir der Himmel“ von Jandy Nelson

Eine überwältigende Liebe, ein unerträglicher Verlust, eine Achterbahnfahrt der Gefühle
Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt ...

Seit Jahren eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Wunderschön, bestimmt schon zehnmal gelesen.

— FleurDeVie

Absolut lesenswert! Ein großartiges Buch!

— Paula_Schellenberg

oberflächlich und unglaubwürdig

— Superpapagei

Leseempfehlung für jeden, der Bücher mag :)

— JosBuecherblog

Ein tolles Buch, dass mich sehr berührt hat! Muss man auf jeden Fall gelesen haben!

— froschprinzessin

Poetisch angehauchter Schreibstil mit tollen Charakteren - sehr empfehlenswert! ♥

— Aisel

Großartiges Buch über Liebe, Trauer und Vergebung!

— MissGoldblatt

Jandy Nelson's Schreibstil ist was besonderes.

— bookizzle

Nicht so gut wie ihr anderes Buch, aber immer noch typisch Nelson: emotional, berührend, einzigartig

— Tasmetu

Sich mit Tod und Trauer auf liebenswerte Art und Weise auseinanderzusetzen ist der Autorin hochgradig gelungen. Leseempfehlung!

— MelE

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  • Die Nummer Eins in meinem Bücherregal

    Über mir der Himmel

    FleurDeVie

    20. November 2017 um 14:05

    Wieso ich dieses Buch so liebe? Ich weiß es nicht, um ehrlich zu sein. Ich gebe zu, ich verstehe, wieso es manchen Lesern schwer fällt, diese Geschichte so großartig zu finden, wie ich es tue. Man ziert sich etwas, eine Beziehung zu den Figuren, insbesondere der Protagonistin, aufzubauen. Hört man auf, zu viel zu hinterfragen, und lässt sich darauf ein, erhält man im Gegenzug eine hinreißend geschriebene Geschichte über die Liebe und das Leben, die berührt. Der wundervolle Schreibstil entlockt mir auch nach all den Jahren, in denen ich das Buch immer wieder gelesen habe, ein verzaubertes Seufzen. Man versteht Lennie nicht - aber irgendwie versteht man sie eben doch. Man will sie schütteln und man will sie in den Arm nehmen. Wem hier beim Lesen nicht warm ums Herz wird, dem ist nicht mehr zu helfen. 

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  • Rezension: Über mir der Himmel von Jandy Nelson

    Über mir der Himmel

    Chianti Classico

    22. July 2017 um 09:34

    Vor gut zwei Monaten ist Lennies Schwester Bailey plötzlich und unerwartet gestorben. Lennie, ihre Grama, ihr Onkel Big und Baileys Freund Toby wissen nicht, wie sie ohne die lebensfrohe Bailey weitermachen sollen und versinken in ihrer Trauer. Bis Joe Fontaine in Lennies Leben tritt und sie sich langsam in ihn verliebt, aber auch zu Toby fühlt sie sich hingezogen. "Über mir der Himmel" ist ein Einzelband von Jandy Nelson. Nachdem ich "Ich gebe dir die Sonne" von ihr gelesen und geliebt habe, war ich sehr neugierig auf ihr Debüt, das aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Lennon, genannt Lennie, Walker erzählt wird. Jandy Nelson hat einen ganz besonderen Schreibstil, sehr malerisch, an den ich mich erst wieder gewöhnen musste, der mir dann aber auch wieder sehr gut gefallen hat! Seit Lennies Schwester Bailey unerwartet gestorben ist, wissen sie und ihre Familie nicht, wie sie mit ihrer Trauer umgehen sollen. Im Laufe des Buches erleben wir aber, wie die Familie Walker lernt mit ihrer Trauer zurechtzukommen und beginnt den Verlust zu verarbeiten. Bailey und Lennie waren unzertrennlich, wobei Lennie sich als Beistellpferd bezeichnet, während ihre Schwester das wertvolle Rennpferd war. Im Laufe des Buches lernt Lennie, ohne ihre Schwester zu leben und aus dem Schatten von Bailey herauszutreten. Lennie fällt es schwer mit ihrer Trauer umzugehen und davon bleibt auch die Liebesgeschichte nicht verschont. Lennie und Baileys Freund Toby fühlen sich in ihrer Trauer verbunden und sie werden von ihren Gefühlen übermannt, aber auch Joe Fontaine, der gerade erst in die Stadt gezogen ist, weckt in Lennie Gefühle.  Das Liebesdreieck wurde schon im Klappentext angedroht und wie erwartet, hat es mir in der Geschichte anfangs nicht gefallen. Was mir dann aber gefallen hat, war, wie Jandy Nelson es aufgelöst hat! Auch die Kunst kommt in "Über mir der Himmel" nicht zu kurz, denn Lennie schreibt Gedichte, wo sie geht und steht, die wunderbar abgebildet und in die Geschichte eingearbeitet worden sind. Außerdem spielt Lennie Klarinette, während Joe und seine Brüder musikalisch sehr begabt sind. Ich mochte es, welche Rolle die Musik in diesem Buch gespielt hat! Fazit: In "Über mir der Himmel" schreibt Jandy Nelson über die ernsten Themen Trauer und Verlust. Wir erleben wie eine Familie mit ihrer Trauer umgeht und lernt mit dem Verlust umzugehen. Ich mochte die Geschichte von Lennie wirklich sehr und wäre das Liebesdreieck nicht gewesen, dann hätte ich die volle Punktzahl vergeben. Jandy Nelson schreibt Bücher, die mich wirklich berühren können und so gibt es sehr gute vier Kleeblätter!

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  • oebrflächlich und unglaubwürdig

    Über mir der Himmel

    Superpapagei

    13. April 2017 um 22:51

    Ehrlich gesagt, ich bin fassungslos.Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, insbesondere, weil es hier und auch anderswo so gute Rezensionen bekommen hat. Ich frage mich tatsächlich, ob ich dasselbe Buch gelesen habe wie alle anderen, aber es scheint fast so.Fangen wir mal mit dem Positiven an:- Cover - schlicht und ansprechend- Schreibstil - angenehm zu lesen, einige wirklich schöne Metaphern und kreative Einfälle, das war das Beste an dem Buch- diese Idee, jedes Kapitel mit einem Zettel anzufangen, war ganz nett - das macht neugierig auf das KapitelDas Buch geht angeblich über Verlust und Trauer. Trauer? Wirklich? Das ist bei mir nicht angekommen. Der Schreibstil allein ist dafür völlig unangemessen. Locker, cool, lässig, gewollt witzig. Das passt ja alles - wenn man eine leichte Teenie-Komödie schreibt. Aber nicht, wenn ich ein Buch über Trauer und Verlust schreiben will. Und auch ansonsten kaufe ich der Protagonistin Lennie ihre Trauer nicht ab. Sie hat gerade ihre Schwester verloren und an ihrem ersten Tag zurück in der Schule hat sie nichts besseres zu tun, als sich sofort in diesen unwiderstehlichen, coolen Typen aus der Schuldband zu verknallen? Und auf ein anderes Mädchen, das auch mit ihm flirtet, eifersüchtig zu reagieren? Ich hatte in diesem Kapitel das Gefühl, der Lehrer (!) betrauert den Tod der Schwester mehr als sie selbst.Dass sie dann auch noch unmittelbar danach was mit dem Freund ihrer Schwester anfägt, finde ich nur noch absurd. Klar, Trauer kann Menschen dazu bringen, seltsame Dinge zu tun - aber auch das muss sich für den Leser irgendwie NACHVOLLZIEHBAR darstellen. Auf mich wirkte Lennie wie ein völlig oberflächliches, hormongesteuertes, naives Mädchen.Ein Zitat aus dem Buch bringt es für mich ziemlich auf den Punkt:"Was für eine Sorte Mädchen will denn jeden Jungen auf einer Beerdigung küssen, will einen Jungen in einem Baum anfallen, nachdem sie in der Nacht davor mit dem Freund ihrer Schwester herumgemacht hat? Apropos, was für eine Sorte Mädchen macht mit dem Freund ihrer Schwester herum – Punkt"Das frage ich mich allerdings auch.Wer eine typische Teenie-Liebeskomödie lesen will, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen, denn wie gesagt: es ist nett zu lesen und die Autorin hat einen schönen Schreibstil. Wer ein Buch erwartet, das sich ernsthaft mit dem Tod auseinandersetzt, dem rate ich zu einem anderen Buch. Selbst Kinderbücher wie "Die Brüder Löwenherz"haben da mehr Tiefe.

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  • ♡ Über mir der Himmel ♡ - Jandy Nelson [Rezension] :

    Über mir der Himmel

    sonja1998

    26. February 2017 um 14:18

    Dieses Buch habe ich von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen, worüber ich mich unglaublich gefreut habe <3. Gelesen habe ich es mit meiner lieben Josie von @buchfantasie. Die Covergestaltung scheint eine Art Markenzeichen der Autorin zu sein, denn sobald ich es ansehe denke ich an ein anderes bekanntes Buch der Autorin: „Ich gebe dir die Sonne“, welches ich trotz der hauptsächlich eher schlechten Bewertungen, die ich mitbekommen habe trotzdem lesen möchte! <3 Ich liebe Geschichten, in denen es um verstorbene Schwestern geht, weil mich diese meistens ganz besonders berühren können (Love Letters tot he Dead, Was fehlt, wenn ich verschwunden bin…). Deswegen fand ich es wahnsinnig schade, dass man nichts über Bailey erfahren hat & warum alle sie (angeblich) so bewundert haben. Die Handlung erschien mir von Anfang an etwas suspekt, weil Lennie sich sehr kurz nach dem Tod ihrer Schwester in ein Liebeschaos stürzt, welches meiner Meinung nach sehr schnell hätte gelöst werden können, weil einer der Typen 100%ig tabu hätte sein müssen. Die „Auflösung“ am Ende der Geschichte hat mir dafür wahnsinnig gut gefallen. Am Ende jedes Kapitels werden nämlich Zettel gezeigt, die Lennie in ihrer Trauerphase geschrieben & in der Stadt verteilt hat & am Ende spielen diese nochmal eine wichtige Rolle <3. Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen: Lennie war sehr sympathisch, auch wenn ich ihre Entscheidungen teilweise nicht ganz verstehen konnte & man ihre Trauer meiner Meinung nach anders hätte transportieren sollen. Joe war ein wirklich toller Protagonist, weil er das gewisse etwas hatte & er auf mich unglaublich authentisch & greifbar rüberkam. Im Gegensatz dazu fand ich Toby eher unsympathisch & auch wenn er in einer ähnlichen Situation lebt konnte ich von seiner Emotionslage weniger einfangen. Nebencharaktere, wie z.B Lennies Onkel hätte man mehr ausarbeiten können. Der Schreibstil war poetisch gehalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich hatte ehrlich gesagt ziemliche Angst, dass die Autorin zu ausführlich & langatmig schreiben würde, aber der Schreibstil war emotional & schnell zu lesen! (: Fazit: Das Buch kann man gut zur Hand nehmen, wenn man Lust auf eine emotionale Geschichte mit ein bisschen Gefühlschaos hat! (:

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  • Fesselnd, berührend und so tiefsinnig

    Über mir der Himmel

    JosBuecherblog

    20. February 2017 um 11:05

    Nach meinem ersten Buch dieser Autorin (Ich gebe dir die Sonne) hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an dieses, da ich sehr begeistert von dem ersten war. Allerdings hatte ich schon gelesen, dass dieses Buch nicht so ganz mit dem anderen mithalten können sollte. Doch das kann ich nicht bestätigen. Ich war auch von dieser Geschichte wieder hellauf begeistert.  Das Weiterleben nach dem Tod eines geliebten Menschen ist immer schwer und trotzdem trifft es Lennie härter, denn es war ihre Schwester. Ich konnte ihre Gefühle und Gedanken gut verstehen und nachvollziehen, da alles für sie auch nicht einfach war. Auf einmal stand sie im Rampenlicht - etwas völlig Neues für sie. Bei manchen Aktionen, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, hatte ich anfangs noch Nachsehen mit Lennie, da sie auch verwirrt war. Aber an manchen Stellen habe ich mich wirklich über sie geärgert und wollte am liebsten zu ihr gehen und sie einmal fest durchschütteln. Deswegen musste ich das Buch auch manchmal ein bisschen zur Seite legen und erstmal tief durchatmen. Allerdings hat mich das Buch auch etwas zum Nachdenken gebracht und ich konnte ein bisschen in die Welt hineinschauen, von jemanden, der eine geliebte Person verloren hat, was mir sehr gefallen hat.  Den Schreibstil fand ich, wie in dem anderen Buch, großartig. Ich liebe es einfach, wie Jandy Nelson schreibt! Außerdem wurde das Buch zusätzlich mit ein paar kleinen Briefen, Gedichten oder Notizen von Lennie aufgelockert. Das fand ich sehr rührend. Auch die Liebesgeschichte in dem Buch hat mich sehr bewegt. Sie kam zwar erst ein Weilchen später richtig in Schwung, aber dann so richtig. Ich war immer mitten drin und konnte nicht aufhören zu lesen.  Das Cover ist wieder einmal super schön und sehr farbenfroh. Das Bunte gefällt mir immer bei den Büchern von Jandy Nelson. Besonders die Farbspritzer in Regentropfen - Form gefallen mir sehr und bringen einen auch zum Schmunzeln, wenn man den Hintergrund der Regentropfen kennt. Ein absolut geniales Buch, was seinem Vorgänger um nichts nach steht. Man versinkt in der Geschichte, die spannend gestaltet ist und sich durch den flüssigen Schreibstil von Jandy Nelson super liest. Eine Leseempfehlung an jeden, der Bücher mag ;)

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  • Süße Geschichte, die aber auch anstrengend sein kann

    Über mir der Himmel

    MissGoldblatt

    16. February 2017 um 14:16

    Nach dem Tod ihrer Schwester ist Lennie paralysiert. Nichts und niemand ragt an dieses schwarze Loch in ihrer Brust heran und kann die Trauer tilgen. Nur Toby, der Freund ihrer verstorbenen Schwester, kann die Gefühle von Lennie verstehen. In dieser Trauerblase gefangen, finden beide zueinander. Doch dann trifft Lennie Joe. Und er ist die lebendige Sonne. Fernab jeder Trauer und wie eine Motte zieht es Lennie zu ihm hin. Doch welchen von beiden Jungen will sie wirklich? Jandy Nelson hat nach mir bereits mit Ich gebe dir die Sonne ein paar ganz besondere Lesestunden beschert, die ich nicht mehr missen mag. Zugegeben, ich habe nach dem Lesen relativ zeitnah mit Über mir der Himmel angefangen und hatte kurz danach leichte Bedenken, ob das nicht ein Fehler war. Denn auf den ersten Blick war ich noch so sehr von Ich gebe dir die Sonne gefangen, dass ich sehr viele Parallelen zu Über mir der Himmel gezogen habe. Warum das aber am Ende keine Bedeutung mehr hatte und warum das Buch selbst sehr schön, aber eben auch wieder nicht perfekt war – darauf gehe ich hier ein. Will ich das eher negative direkt hinter mich bringen? Ja, will ich.  Wie ich bereits erwähnt habe, habe ich dieses Buch sehr zeitnah zu Ich gebe dir die Sonne gelesen und hatte leichte Schwierigkeiten für die Protagonistin Lennie, in diesem Buch, eine eigene Stimme, ein eigenes Wesen zu finden. Sie hat mich, bis auf diesen großen Kreativitätspart bei Jude aus Ich gebe dir die Sonne, kaum mit einer eigenen markanten Persönlichkeit überzeugen können. Jude und Lennie wirken so ähnlich vom Typ her, dass sich das erst später im Buch verflüchtigt hat.  Denn Lennie hat mit Jude so einiges gemein. Beide im ähnlichen Alter. Und da ist zum Beispiel der Verlust der Mutter. Das Verarbeiten von Tod. Das Auftauchen eines Jungen, der einen die Probleme vergessen lässt. Der Zwist, der eigentlich keiner ist, zwischen Geschwistern. Und all das passiert wieder in der gleichen Örtlichkeit, die ich auch schon in Ich gebe dir die Sonne kennenlernen durfte. Da keine Parallelen zu ziehen ist mir einfach schwer gefallen. Wenn man die genauen Umstände der Geschichten nicht kennt, bedient sich Jandy Nelson einem einfachen Prinzip, welches auch zu funktionieren scheint. Denn Jandy Nelson hat da einen dicken Glücksgriff gehabt, was ihre schriftstellerischen Skills angeht. Ich liebe ihren Schreibstil. Auch hier war ich so schnell im Geschehen, in der Emotion drin, weil es die Autorin schafft mit einfachen, aber doch sehr wirkungsvollen Szenen und vor allem Sätzen den Leser zu faszinieren. Da sind wahre Perlen bei. Und auch hier liest sich das alles in einer so kurzen Zeit, die Seiten fliegen dahin. Doch ich hatte angekündigt, dass das Buch nicht perfekt ist. Und das fängt mit dem Plot an, der sich im Verlauf auf gewisse Weise hin zuspitzt, dass ich nicht gerade selten mit den Augen gerollt habe. Oft war ich wirklich sauer auf Lennie. Sie macht es einem wirklich nicht leicht.  Ein grober Umriss: Nach dem Tod von Lennies großer Schwester befindet sich Lennie in einer Lethargie und einem Trauerzustand, zu dem wohl nur der feste Freund, Toby, von ihrer verstorbenen Schwester Zugang findet. Und in dieser Trauer stürzen sich die beiden aufeinander. Wortwörtlich. Dieser Gewissenskonflikt allein mag manchen vielleicht blöd aufstoßen, aber das war gar nicht das Ding, was mich am meisten gestört hat. Im Klappentext heißt es, dass Lennie irgendwann zwischen zwei Typen steht. Das tut sie tatsächlich. Irgendwie. Aber vor allem gibt es einen Moment, wo ihre Naivität und Kopflosigkeit solche Wellen schlägt, dass sie tatsächlich zweigleisig fährt. Mit vollen Bewusstsein. Mit dem Vorhaben, es nicht zu tun. Und sie macht es.  Und wenn man das ganze Drumrum vorher mit dem anderen Typen, Joe, verfolgt hat und sich denkt „Ja, das ist besonders, das kann funktionieren!“ ist das alles einfach nur Bullshit. Bullshit um Drama zu erzeugen. Keine wirklich kluge Protagonistin. Reines Impulsivverhalten. Und es war ätzend mitanzusehen. Ich bin wirklich ein total offener Typ was solche Geschichten angeht. Ein wirklicher Fan bin ich nicht, aber ich kann das rational sehen. Wenn es denn rational ist. Aber das war … wirklich, es hat einfach nicht zu dieser angeblichen großen Liebe, dieser Situation und selbst zu Lennie in dem Moment, nicht gepasst.  Jetzt will ich aber auch was Nettes sagen. Denn das Buch hat ja trotzdem Spaß gemacht und es war ein wirklich gut zu lesendes Jugendbuch. Denn so absurd ich manches dazwischen fand, war die Geschichte doch sehr mitreißend. Vielleicht oder vor allem wegen des Dramas. Aber auch die Zerrissenheit von Lennie ist sehr oft großartig und authentisch geschildert, weswegen ich es hier und da halt schwer hatte, nicht ins Buch zu greifen und Lennie bis zur Besinnungslosigkeit zu schütteln.  Abgesehen davon, schafft es die Autorin mit schon erwähnten Skills eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Und wieder schafft es die Autorin, in ganz besonderer Art, Nebencharaktere in ein selbstständiges Licht zu rücken. Wieder tauchen Figuren auf, die die Geschichte wirklich ergänzen. Sie sind nicht nur blasses Beiwerk, um den Kontrast der eigentlichen Protagonisten hervorzuheben. Sie sind genauso farbig, vielseitig und präsent. Und das liebe ich an der Art wie Jandy Nelson Geschichten schreibt. Jede Figur steht für sich, hat einen authentischen Background und du bemerkst sie. Die Nebenfiguren wachsen einem ebenso ans Herz, wie die eigentlichen Hauptfiguren. Das ist eine großartige Fähigkeit, die ich wirklich sehr an der Autorin schätze. Denn oft genug habe ich bei Büchern das Gefühl, dass Nebencharaktere wirklich nur Beiwerk sind, damit die Protagonisten nicht nur Monologe halten und ansatzweise ein Sozialleben antäuschen. Und letztendlich ist es ein leichtes und schweres Buch zugleich. Trotz und wegen der Tragik, dem ganzen Trara darin. Die Passagen in denen man leicht und strahlend lebt, die Passagen, in denen man weint und still ist. Es hat mich nicht tief bewegt, es ragt nicht an diesen monstermäßigen „Flash“ von Ich gebe dir die Sonne heran, aber es ist definitiv ein paar Lesestunden wert, wenn man eben erwähntes Buch schon sehr mochte. Denn es gibt so viele Sätze in diesem Buch, die man einfach instant anstreichen mag, weil sie YES! IT’S TRUE! schreien.   Fazit Ich kann Über mir der Himmel von Jandy Neslon jedem ans Herz legen, der schon Ich gebe dir die Sonne liebte. Aber auch den Leuten, die einfach eine leichte und junge Liebesgeschichte, mit dem Hang zur Problematik und Dramatik, suchen und/oder gerne lesen. Für Leute, die mehr auf Diversität stehen oder Klischees einfach nicht mögen, ist das nicht das richtige Buch. Und für Jandy Nelson-Fans ist es dann wohl einfach ein Muss. Denn auch hier strahlt ihr Schreibstil auf so viele Arten. Ich bin in diesen Stil einfach verknallt.

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  • Über mir der Himmel

    Über mir der Himmel

    froschprinzessin

    14. January 2017 um 12:45

    Inhalt:Siebzehn Jahre lang lebt Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlender Schwester. Doch als Bailey unerwartet stirbt, wird Lennie mitten auf die Bühne ihres eigenen Lebens katapultiert. Plötzlich steht sie zwischen zwei Jungs, so unterschiedlich wie Sonne und Mond. Einer lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühle auf Kollisionskurs gehen explodiert Lennie Welt...(Klappentext)Autorin:Handy Nelson Debüt Über mir der Himmel stand auf mehreren Bestenlisten und wurde ein großer internationaler Erfolg. Ihr zweiter Roman Ich gebe dir die Sonne ist New York Times-Bestseller, die Filmrechte sind an Warner Brothers verkauft, er stand ebenfalls auf mehreren Bestenlisten und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Prinz Award. Derzeit lebt Handy Nelson in Kalifornien - nicht weit von den Schauplätzen aus Über mit der Himmel und Ich gebe dir die Sonne -, wo sie sich ganz dem Scheiben widmet.(Buch)Meine Meinung:Cover:Das Cover hat mich wie so oft auf das Buch aufmerksam gemacht. Ich finde das Cover echt schön! Es ist trotz der vielen Farben nicht zu bunt, da der Hintergrund so dunkel ist. Aber besonders gefällt mir, dass es eine ähnlich kein zu dem Cover von Ich gebe dir die Sonne gibt.Schreibstil:Ich habe ja auch Ich gebe dir die Sonne gelesen und war somit schon an den leicht zu lesenden Schreibstil gewohnt. Der Schreibstil ist locker, aber auch poetisch. Das gefällt mir besonders!Story:Die Idee der Story gefällt mir echt gut und auch die Umsetzung ist gut gelungen. Die Grundidee ist ja eigentlich ganz einfach: Zwei Schwestern sind bei ihrer Oma aufgewachsen, da ihrer Mutter abgehauen ist. Lennie ist eher die schüchterne und zurückhaltende Schwester. Als dann aber ihrer Schwester stirbt ist sie erstmal total fertig. Dann taucht da dieser neue unbekannte Junge auf. Und irgendwie muss sie auch mit der Trauer umgehen, die ihrer Schwester verursacht hat. Ich fand es besonders toll, dass am Anfang oder am Ende eines Kapitels immer Notizen von Lennie waren! Die Kapitel haben eine gute Länge, sie sind nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz.Fazit:Ein tolles Buch, dass mich sehr berührt hat! Muss man auf jeden Fall gelesen haben!Ich gebe Über mir der Himmel von Handy Nelson 5 Sterne 

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  • Gutes Jugendbuch, aber kein Must-Read

    Über mir der Himmel

    livi-liest

    14. January 2017 um 11:44

    Schon als ich das Buch bei englischsprachigen Bloggern gesehen habe konnte hat es eine gewisse Anziehungskraft für mich gehabt. Als ich dann die deutsche Ausgabe mit ihrem wirklich schönen schlichten Cover entdeckt habe, hat mich der Roman direkt noch neugieriger gemacht. Der Klappentext an sich klang für mich nach einer schönen, nachdenklichen, aber auch traurigen Geschichte, die alle Themen des Lebens vereint: Liebe, Freundschaft, Verlust und dazu noch ein gewisses Etwas, das das Ganze von den anderen Büchern unterscheiden würde. Diese Erwartung wurde dann auch grob erfüllt. Zugegebenermaßen habe ich eine ganze Weile gebraucht um wirklich in die Handlung hineinzufinden. Immer wieder habe ich das Buch beiseite gelegt um dann einige Tage später wieder einen Versuch zu starten. Am Anfang jedes Kapitels ist ein Gedicht abgedruckt, das die Protagonistin Lennie irgendwo hingekritzelt hat - Papier, Pappbecher, Äste. An sich fand ich die Idee schön, aber irgendwie hat es meinen Lesefluss doch ziemlich gestört. Die Handlung an sich hat mir ein ähnliches Gefühl vermittelt. Eigentlich eine gute Idee, aber trotz allem konnte mich die Geschichte einfach nicht fesseln. Die ganzen Emotionen wirkten so unnahbar, teilweise oberflächlich und ich bekam die meiste Zeit über keinen direkten Zugang zum Geschehen. Die Story konnte mich nicht mitreißen. Lennies Leben ist eigentlich ein ziemlicher Trümmerhaufen, sie hat nach dem Tod ihrer Schwester keine Ahnung wer sie ist geschweige denn was sie tun soll. Ihre Mutter ist seit Jahren verschwunden, da ist der Freund ihrer Schwester der um sie herum und dann auch noch ein Typ, der Lennie den Kopf verdreht. Wie in vielen anderen Büchern ein Mädchen, das auf dem Weg zu sich selbst ist. Im Grunde war sie mir sympathisch, aber für mich war sie eben einfach eine Protagonistin wie jede andere. Keine, die mir lange im Gedächtnis bleiben wird, weil ich so mit ihr mitgefühlt habe. Und gerade das fand ich wahnsinnig schade, denn die Handlung bietet so viel Platz für Emotionen. Zum Ende hin wurde in meinen Augen dann zum Glück alles noch ein wenig besser und  vor allem greifbarer. Die Handlung wirkte nicht mehr so ausgedacht und aufgeschrieben sondern wurde lebendiger. Obwohl mir der Schreibstil gut gefallen hat - rausreißen konnte er das ganze dann auch nicht mehr und so wird mir das Buch wohl eher als ganz gutes, durchschnittliches Buch in Erinnerung bleiben. Es konnte mich einfach nicht begeistern, auch wenn ich das mir sehr gewünscht hätte. Ich kann euch das Buch somit nur bedingt empfehlen, aber schlecht ist es definitiv auf keinen Fall!

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  • Rezension: Über mir der Himmel

    Über mir der Himmel

    mara_loves_books

    09. January 2017 um 19:46

    Meine Meinung: Als erstes möchte ich einmal sagen, das ich das Cover des Buches und eigentlich auch die gesamte Gestaltung des Buches, wunderschön finde. Es sieht so schön farbenprächtig aus! Dann kommen wir zum Inhalt des Buches. Ich hatte vieles gutes über dieses Buch gehört, weswegen ich das Buch gerne lesen wollte. Jedoch hat mich das Cover auch schon dazu gebracht, dass ich es gerne lesen wollte. Ich ging mit einem guten Gefühl an das Buch heran, aber leider muss ich sagen, fand ich den kompletten Anfang bzw. Einstieg in das Buch echt schlecht. Als ich ca. auf Seite 150 war wollte ich eigentlich das Buch am liebsten beenden. Hab es aber nicht gemacht, da ich das sonst öde fände. Der Anfang war so schlecht, da ich die komplette Geschichte am Anfang, überhaupt nicht verstanden haben, da ich mich überhaupt nicht in das Buch versetzten konnte und es war für mich vergleichbar, mit einem Sachtext aus einem Chemie Buch. Ich las immer weiter und ab ca. Seite 180 Gefiehl mir das Buch immer und immer besser. Ich fing an das Buch zu lieben, da mich die komplette Liebesgeschichte in diesem Buch mit sich gerissen hat. Zum Ende hin, fand ich die Idee des Buches so genial, dass ich das Buch in wenigen Stunden beendet habe. Am Ende flossen bei mir sogar ein paar Tränchen, da mich das Ende so mitgenommen hatte. Ebenfalls fand ich die Idee mit den Zettelchen, aus dem Buch großartig, vor allem zum Schluss, wo ich den Sinn davon herausgefunden habe. Bewertung: Da mir der Anfang des Buches, wie schon gesagt überhaupt nicht gefallen hat, bekommt das Buch von mir nur 3/5 Punkten. Bemerkung: Natürlich möchte ich mich auch noch hier, herzlich bei dem Bloggerportal und bei dem cbt Verlag bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt haben. Ich habe mich sehr gefreut darüber!

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  • Rezension - Über mir der Himmel

    Über mir der Himmel

    Aisel

    01. January 2017 um 19:51

    Inhalt: Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt. Meinung: Über dieses Buch hat man nicht allzu viel gehört, was definitiv ein Fehler ist, denn es ist großartig! Das Cover ist relativ unscheinbar, der Inhalt aber umso besser. Ich fand es einfach super und ich finde es verdient viel mehr Aufmerksamkeit. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo genau ich anfangen soll, aber als erstes möchte ich sagen, wie unglaublich gut Jandy Nelsons Schreibstil ist. Sie schreibt mit so viel Einzigartigkeit und verleiht dem Buch etwas poetisches, das mir direkt in den ersten Seiten aufgefallen ist. Es ist einfach kein 0815 Schreibstil, sondern was ganz besonderes und trotzdem sehr flüssig und angenehm zu lesen. Was ich außerdem echt toll fand waren die kleinen "Zettelchen", die in fast jedem Kapitel vorgekommen sind. Diese waren wie ich finde eine echt gute Idee und konnten mich alle berühren. Die Auflösung, was es mit ihnen auf sich hatte, fand ich ebenfalls gut gelöst und habe damit auch nicht gerechnet.Die Protagonistin Lennie, die immer im Schatten ihrer Schwester stand, dreht nach ihrem Tod, verständlicherweise, durch. Und auch wenn viele einige ihrere Handlungen wahrscheinlich nicht nachvollziehen können, konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Jeder bewältigt sowas anders und sie eben auf ihre Art. Ich hab sie sehr schnell ins Herz geschlossen und habe mit ihr mitgefühlt und mir gewünscht, dass sich bei ihr alles zum besseren wendet. Auch die anderen wichtigen Charaktere (Es waren nicht allzu viele was ich auch gut fand) habe ich extrem gemocht und sie waren gut ausgearbeitet. Vorallem der Onkel und die Oma waren echt super. Die Autorin hat Charaktere geschaffen, die alle individuell und was besonderes sind.Die Geschichte an sich fand ich auch sehr, sehr gut. Es gab quasi mehrere Nebenhandlungen, die aber alle miteinander zu tun hatten. Ich mochte alle Handlungsstränge und fand absolut garnichts überflüssig. Wenn ich gelesen habe, wollte ich nicht mehr aufhören und war total in Lennies Welt vertieft. Die etwas andere Liebesgeschichte hat mir gut gefallen und ist so ausgegangen, wie ich es mir gewünscht habe. Auch wenn über das ganze Buch eine gedrückte und traurige Stimmung präsent war, konnten mich Lennies Sprüche immer wieder zum Schmunzeln bringen. Es wurde nicht alles todernst genommen, aber genau an den richtigen Stellen und sowas mag ich wie ihr wisst ja sehr gerne und ist mir irgendwo auch wichtig in einem Buch. Es gab auch im ganzen Buch verteilt immer wieder Stellen die mich traurig gemacht haben, das werden vorallem diejenigen unter euch verstehen, die ebenfalls Geschwister haben. Gegen Ende gab es auch die ein oder andere Stelle, wo ich tatsächlich weinen musste, was bei mir beim Lesen sehr selten passiert. Das spricht schon dafür, wie gut die Emotionen in dem Buch rüber gebracht wurden und wie sehr es mich packen konnte.Ihr seht, ich bin restlos begeistert und habe eigentlich keine negativen Kritikpunkte, außer vielleicht, dass ich das Cover etwas unspektakulär finde. Dieses ist im Originalen übrigens fast genauso, hat also nichts mit dem deutschen Cover zu tun. Sehr schade, denn dadurch wird man meiner Meinung nach auf das Buch nicht so aufmerksam. Ich möchte aufjedenfall noch das andere Buch der Autorin lesen, allein des großartigen Schreibstils wegen. Fazit: Ich kann euch das Buch persönlich von ganzem Herzen empfehlen, es war für mich ein echtes Lesehighlight. Wer es noch nicht kennt, sollte unbedingt mal reinlesen. Mich konnte es definitiv begeistern und wird mir auch länger im Gedächtnis bleiben.

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  • Über mit der Himmel

    Über mir der Himmel

    bookizzle

    25. December 2016 um 21:41

    Inhalt: Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt ... Titel: Über mir der Himmel Autor/in: Jandy Nelson ISBN: 978-3-570-31123-3 Verlag: Cbt Preis: 9,99 Euro Seitenzahl: 352 Eigene Meinung: Ich bin Sprachlos. Ich bin einfach nur Sprachlos. Dieser Schreibstil, diese Geschichte, die ganzen emotionen. Ich weis nicht was ich sagen soll. In diesem Buch geht es um alles.Um Freundschaft, Liebe, Verlust, Familie, Trauer..ALLES. Ich bin überwältigt wie diese Frau es geschrieben hat. Ich fand alles an diesem Buch toll, die Geschichte, die Charaktere, die Leidenschaft, die Gedichte, Joe Fontaine. Es ist einfach Perfekt ich weis nicht was ich dazu noch sagen soll.Ein sehr schönes Ende. Fazit: Man lernt soviel im Buch. Ich empehle sie vom ganzen Herzen, liest es, steht auf geht zum nächsten Bücherladen und holt es euch. Ein sehr gelungenes Buch. Mein nächstes read wird wieder von Jandy Nelson sein. Ich bin noch nicht bereit ohne Ihren Schreibstil zu leben.

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  • Nicht so gut wie ihr anderes Buch, aber immer noch typisch Nelson: emotional, berührend, einzigartig

    Über mir der Himmel

    Tasmetu

    06. December 2016 um 10:00

    Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.deNach „Ich gebe dir die Sonne“ musste ich unbedingt auch dieses Buch von Jandy Nelson lesen, denn ihr Schreibstil ist absolut einmalig und faszinierend und kreativ und mitreißend und… ich bin schon einen Schritt zu weit. Es hat mir auf jeden Fall gut gefallen, weshalb ich auch dieses Buch lesen wollte.Dieses Buch war zwar nicht so gut wie ihr anderes, aber es konnte mich dennoch überzeugen. Denn auch hier waren die Charaktere wieder so lebensecht und gingen einem unter die Haut, dass man nicht mehr aus dem Buch auftauchen wollte und konnte. Sobald ich es aufschlug, war ich Lennie und nicht mehr ich. Ihre Sprache ist lebhaft und kreativ, egal wie dunkel und traurig das Beschriebene ist. Sie findet immer wieder treffende, neue Worte für das Unbeschreibliche, schafft es die Trauer in Wörter, Sätze und Emotionen zu gießen, wie ich es selten bei Autoren erlebt habe. Und das ist nicht nur für Fans von Jugendbüchern etwas, auch wenn die Liebesgeschichte und die Probleme, die Lennie teilweise in der Schule hat natürlich sehr typisch Jugenbuch sind. Aber die Emotionen, die Lennie durchlebt, kann jeder Leser nachvollziehen. Sei es nun Verwirrung, Wut, Trauer, Bodenlosigkeit oder Verliebtheit. Wir sind immer mitten drin, können jeden ihrer Herzschläge miterleben.Was mich ein wenig gestört hat, war der Kitschfaktor, der hier schon sehr hoch ist und auch nicht immer ganz so realistisch ist. Joe und Toby sind zwar beide ihre ganz eigenen Charaktere, die sehr wohl Tiefe haben, aber manchmal ging mir diese Tiefe nicht weit genug. Sie wurde sehr auf die Emotionen reduziert, die Lennie durch sie empfunden hat und da fehlte es mir stellenweise einfach an Komplexität. Aber in einem Jugendbuch, das der Unterhaltung dient und in dem der Schwerpunkt darauf liegt, Verlust zu verarbeiten und trotzdem wieder Glück zuzulassen, ist das denke ich in Ordnung. Nicht jedes Buch braucht eine enorme Komplexität, auch wenn ich es mir eigentlich immer wünsche. Es hat mich unterhalten, es hat mich mitgerissen und es hat viele wichtige Themen auf eine gute Art und Weise behandelt. Deshalb ist es definitiv eine Empfehlung, auch wenn Jandy Nelson noch mehr drauf hat, als sie hier gezeigt hat.

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  • Im Schatten meiner Schwester

    Über mir der Himmel

    MelE

    19. November 2016 um 07:51

    In "Über mir der Himmel" wird Trauer deutlich hervorgehoben. Sie ist eine gewaltige Macht, die das Leben von Lennie von Grund auf verändert. Bailey verstirbt und ihre jüngere Schwester muss lernen alleine zurechtzukommen. Es hilft ihr, ihre Gedanken aufzuschreiben in Form von Texten und Gedichten, die sie überall verteilt. Dort wo sie sich befindet, lässt sie sie fallen. Die Texte selbst, sind auch für uns zu lesen. Manche Gedanken betrüben, manche erheitern und es wirkt dadurch sehr lebhaft, da es immer wieder eingestreut wird und den Roman optisch regelrecht verschönern. Sie sind ein Teil des Romans und wirken authentisch auf dem Weg ins Leben zurück. Ein Leben, welches Lennie nun alleine gestalte muss. Sie schwankt emotional sehr, denn es wird deutlich, dass sie Bailey immer als die bessere und schönere Schwester betrachtet hat und sich selbst in ihren Schatten gestellt hat. Lennie empfindet sich weder als hübsch, noch als besonders liebenswert. Als sie sich verliebt, lernt sie sich selbst wertzuschätzen, auch wenn der Weg bis dahin sehr steinig wirkt. "Über mir der Himmel" ist ein wirklich gelungener Jugendroman, der zwar auch traurige Momente beinhaltet, die aber nicht überwiegen, denn der Schmerz, den der Verlust eines geliebten Menschen mit sich bringt, wird immer bleiben und die Erinnerungen immer wieder auf uns einströmen, da wir aber diejenigen sind, die weiterleben müssen, müssen wir uns erneut Glücksmomente schenken. Was natürlich heißt, das wir die Verstorbenen ausklammern aus diesen Erlebnissen. "Über mir der Himmel" bringt mich zum Nachdenken, aber auch oft zum Lächeln, denn Lennie ist wirklich eine wunderbare Protagonistin, die durch ihre ersten Schmetterlinge im Bauch und die ersten Küsse offen wird sich auszusprechen und Dinge, die wie Geheimnisse auf ihr lasten endlich zu offenbaren. Dieses erleichtert auch den Umgang innerhalb ihrer Familie, die aus Onkel und Grandma besteht. Ihre Mutter ist ein Unruhegeist, die es nicht geschafft hat, ihre beiden Töchter so sehr zu lieben, um sesshaft zu werden. Verlust ist in dieser Familie ein starker Inhalt und dennoch entwickelt sich Lennie zu einer außergewöhnlichen jungen Frau, die erneut lernt, ihr Leben meistern zu müssen, auch wenn es oft weh tut und man manchmal auch andere Menschen durch sein Verhalten verletzen wird. Lennie hat eine wunderbare Familie an ihrer Seite, die sie nicht fremd bestimmen, sondern ihr genügend Zeit geben, um wieder ins Leben zurückzufinden, "Über mir der Himmel" ist aussagekräftig, aber dennoch ein Jugendbuch, welches das Herz seiner Leser_innen erwärmen wird. Die Story ist authentisch und dennoch auch hier und da leicht kitschig. Mich hat es begeistert, sodass ich ohne Einschränkungen eine Leseempfehlung aussprechen möchte. Sich mit Tod und Trauer auf liebenswerte Art und Weise auseinanderzusetzen ist der Autorin hochgradig gelungen.

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  • Mein absolutes Lieblingsbuch!

    Über mir der Himmel

    motti97

    27. June 2016 um 19:28

    Ich habe dieses Buch schon mehr als einmal gelesen. Immer wieder schön. Fesselnd und fantastisch geschieben :)

  • " Weil du ein Rennpferd bist, kein dödeliges Beistellpony"

    Über mir der Himmel

    Naala

    23. May 2014 um 20:29

    17 Jahre lang war Lennie einfach nur die kleine Schwester von Bailey. Sie liebte ihre Schwester und fand es vollkommen in Ordnung in ihrem Schatten zu stehen. Doch nun ist Bailey tot und für Lennie steht alles Kopf. Es ist als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Trotz aller Trauer lernt sie einen wunderbaren Jungen kennen und verliert sich in den Gefühlen. Ebenfalls steht ihr auf einmal Baileys Freund Toby sehr nahe. Wie konnte das nur passieren? Wow, ein Buch von dem ich unglaublich fasziniert und überrascht war. Es hat mich wahnsinnig berührt und es war sehr realistisch beschrieben. Die Protagonistin Lennie ist sehr liebevoll ausgearbeitet und besteht aus sehr menschlichen Eigenschaften. Sie ist nicht perfekt und macht einiges, dass anderen Menschen falsch vorkommt und trotzdem ist sie sehr sympatisch und wirkt auf mich so normal wie man nur sein kann. Die Autorin versteht es wirklich eine Geschichte so zu erzählen wie sie im echten Leben passiert sein könnte und nicht so eine zuckersüße Seifenblase wie man sonst häufig zu lesen bekommt. Menschen begehen Fehler, Menschen lassen sich von Gefühlen leiten und besonders junge Menschen wollen immer alles auf einmal lösen und fallen dabei auch schonmal auf die Nase. All diese Gefühle und Hoffnungen werden in diesem Buch beschrieben. Die Charaktere der beiden "Jungs" in dieser Geschichte bleiben etwas blass, aber das stört den einzigartigen Charme des Buches nicht. Im Buch sind immer wieder Bilder der Notizen und Geschichte von Lennie abgebildet, die sie auf alles schreibt. Notizzettel, Wände, Pappbecher etc. Diese Bilder leiten jedes Kapitel ein und lassen einen noch mehr über die Beziehung zwischen Lennie und Bailey erfahren. Der Schreibstil wirkt sehr jugendlich und modern und ist nicht besonders kompliziert. Trotzdem wirkt er sehr liebevoll und ein wenig romantisch. Vor allem die Gedichte, die immer wieder eingestreut sind, sind sprachlich schön zu lesen. Ein Buch, dass man an einem ruhigen Tag lesen sollte, um es wirklich genießen zu können. Ich werde es vermutlich noch für eine Weile im Kopf haben.

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