Jandy Nelson Ich gebe dir die Sonne

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Inhaltsangabe zu „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson

Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...

Eine Geschichte, die für die Kunst und das Leben brennt. Auf beeindruckende Weise einzigartig!

— bookexperiences
bookexperiences

Eines der wundervollsten Bücher, die ich 2017 gelesen habe. Man muss es einfach lieben!

— MadamePenumbra
MadamePenumbra

Eine Geschichte, die mich tief beeindruckt & begeistert hat, die ich kaum in Worte fassen kann. Eine Geschichte, die man selber lesen muss!

— -Favola-
-Favola-

Wow! Einfach nur wow!

— Lizzy_books
Lizzy_books

Genial! Während man in einem Moment das Gefühl hat vor Traurigkeit sterben zu müssen, zerspringt man im nächsten schon vor Glück.

— emmxy
emmxy

Ein wunderschönes Buch mit einem intensiven Schreibstil und absolut plastischen Charakteren!

— frauplasma
frauplasma

Ein Buch zum Verlieben!

— Margo
Margo

Poetisch und intensiv – ein Farbenrausch an Emotionen

— AnnaBerlin
AnnaBerlin

Ein sehr emotionales und ein sehr ehrliches Buch. Wundervoll.

— jessysmomente
jessysmomente

Wenn Geschwister, die Welt unter einander aufteilen; entsteht „Ich gebe dir die Sonne“ ein geniales, witziges und leidenschaftliches Buch. ♥

— Elizzy
Elizzy

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  • Eine prall mit Leben und Liebe gefüllte Geschichte

    Ich gebe dir die Sonne
    Lilli33

    Lilli33

    25. May 2017 um 20:05

    Gebundene Ausgabe: 480 SeitenVerlag: cbt (21. November 2016)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3570164594empfohlenes Alter: Ab 14 JahrenOriginaltitel: I’ll give you the Sun Preis: 17,99€auch als E-Book erhältlich Eine prall mit Leben und Liebe gefüllte Geschichte Inhalt:Jude und Noah sind Zwillinge mit allem Drum und Dran. Sie haben eine besonders innige Verbindung zueinander, konkurrieren aber auch um die Aufmerksamkeit der Eltern. Als sie dreizehn sind, geschehen Dinge, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Und die beiden entfernen sich immer weiter voneinander …Meine Meinung:Gleich vorweg: Jandy Nelson hat mich mit ihrem Jugendbuch total begeistert. Hier steckt so viel drin, Liebe, Herzschmerz, Verlust, Tragödie, Komödie, Glück und Unglück, Schuld und Vergebung und noch vieles mehr. Oft habe ich bei Romanen schon gedacht, der Autor hätte sich lieber auf ein oder zwei wesentliche Dinge beschränken sollen und nicht so viel in einen einzigen Roman hineinpacken. Nicht so hier. Die verschiedenen Erlebnisse und Erfahrungen der Protagonisten greifen perfekt ineinander und zeigen ein pralles Leben, das wie eine Achterbahn anmutet, Aufs und Abs in schneller Folge. Es wird in zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt. Noah lernen wir als Dreizehnjährigen kennen und damit die Anfänge der Geschichte. Jude erzählt als Sechzehnjährige, nachdem das Drama seinen Lauf genommen hat und das Leben der Familie vor dem Abgrund steht. Nur ganz allmählich kommen die Ereignisse, die in diesen drei Jahren passiert sind, ans Licht. Das hat Jandy Nelson sehr geschickt gemacht. Als Leser fragt man sich natürlich die ganze Zeit, was vorgefallen sein mag, was dazu geführt hat, dass die Zwillinge nicht mehr miteinander reden. Es herrscht permanent eine ungute, geladene Atmosphäre, die einen ans Buch fesselt, bis auch das letzte Puzzlestück an seinen Platz gerückt ist. Die beiden Protagonisten fand ich sehr interessant. Der stille Noah steht immer ein wenig im Schatten seiner quirligen Schwester, scheint aber der Liebling der Mutter zu sein, während er den Vater fürchtet. Er ist homosexuell, was aber niemand wissen soll, zumal er auch so schon ständig von den anderen Jugendlichen gemobbt wird. Seine Liebe zu dem neuen Nachbarsjungen Brian scheint keine Chance zu haben. Auch Judes erste Erfahrungen mit der Liebe sind alles andere als positiv. Von ihrer Mutter haben die Zwillinge ihre künstlerische Begabung geerbt. Noah zeichnet alles und jeden, während sich Jude an Sandskulpturen versucht. Jeder fürchtet, der andere könnte besser sein. Und als sie sich um die Aufnahme an der örtlichen Kunstschule bewerben, zerplatzt ein Traum. Kunst spielt also eine sehr große Rolle in diesem Roman, aber auch der Tod, die Geister der Ahnen und natürlich immer wieder die Liebe in allen Variationen. Mich hat dieses Buch sehr berührt, zeigt es doch, wie ein kleiner dummer Fehler zu einem Orkan anschwellen kann, aber auch, dass es nie zu spät ist, das Richtige zu tun. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für „Ich gebe dir die Sonne“ für Mädchen und Jungen ab ca. 14 Jahren, aber auch Erwachsenen kann dieses Buch viel geben. ★★★★★

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  • Einfach schön und fesselnd

    Ich gebe dir die Sonne
    Sarahklein

    Sarahklein

    21. May 2017 um 22:36

    Ich bin wirklich komplett umgehauen von diesem Buch und ich kann meine Eindrücke nur schwer in Worte fassen. Da sind so viel Gefühle, Eindrücke, Erinnerungen... Die Geschichte der beiden Zwillinge Noah und Jude ist etwas ganz besonderes, da die beiden sehr Besonders sind. Leider verlieren sie durch verschiedene Schicksalsschläge und Missverständnisse diese Verbindung zueinander. Man wird komplett mitgerissen von den beiden und kann ihre Ängste geradezu fühlen. Und man hofft, dass aus Noah und Jude wieder NoahundJude wird. Viel mehr kann ich eigentlich nicht verraten ohne zu viel von der Geschichte preiszugeben. Lest einfach selbst, ihr werdet es nicht bereuen.

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  • Unbeschreiblich gut!!!!

    Ich gebe dir die Sonne
    Toscas_little_bookworld

    Toscas_little_bookworld

    08. May 2017 um 20:39

    Originalrezension: http://ourfictionalrealities.blogspot.de/2017/01/allgemeines-titel-ich-gebe-dir-die.html Meine Meinung: Meiner Meinung nach hat Jandy Nelson mit "Ich gebe dir die Sonne" ein einzigartiges Meisterwerk erschaffen. Was sich vom Klappentext her nach einem normalen Jugendbuch anhören mag, steckt bis zum Rand voller Kreativität und Gefühle und ist einfach nur großartig. Die gesamte Geschichte ist in zwei Handlungsstränge unterteilt, der eine wird vom damals 13-jährigem Noah und der andere von der 16-jährigen Jude erzählt. Diese genaue Unterteilung ist meiner Meinung nach ausgesprochen geschickt, da sie auf der einen Seite in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen Spannung erzeugt und auf der anderen  Seite den Leser unglaublich neugierig macht, da dieser so dauerhaft über das "fehlende Stück" nachdenkt und sich fragt, wie sich die Ereignisse von damals zu dem entwickeln konnten, was sie später einmal sind. Hinzu kommt, dass der Leser sich durch diese Art des Erzählens sehr gut in beide Hauptfiguren hineinversetzten kann, da Beide einen Teil aus ihrer Sicht erzählen. Die Handlung selbst ist klar gegliedert und verständlich, die Zeitsprünge stören das Lesegeschehen kein bisschen und der Aufbau der Handlung ist auf einander aufbauend und logisch. Auch die Figuren haben mir unglaublich gut gefallen, besonders Noah hat mich als Figur komplett begeistert. Oft werden Talente von Figuren komplett überzeichnet dargestellt, doch die Erwähnung von Noahs künstlerischem Talent erscheint hier total natürlich, nicht unrealistisch oder übertrieben. Auch Jude ist eine sehr gut gestaltete Figur mit unglaublich viel Tiefe in die ich mich während des Lesens sehr gut hineinversetzten konnte. Auch die charakterliche Entwicklung der Beiden konnte man während des Lesens immer wieder feststellen, die Beiden sind erwachsener und reifer geworden. Ein weiterer Aspekt, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Kunst in dem Roman eine ziemlich große Rolle spielt. Für Viele dürfte das kein besonders wichtiger Aspekt sein, jedoch fand ich es äußerst interessant einen kleinen Einblick in das Leben eines Künstlers wie Noah zu werfen und zu erleben, wie er die Welt in Hinsicht auf manche Dinge sieht. Wie eigentlich alles an diesem Buch, hat mich auch Jandy Nelsons Schreibstil von Grund auf begeistert. Er war frisch und locker und sehr unterhaltsam und ganz besonders: sehr gefühlvoll. Oftmals hat er es geschafft, mich total zum Lachen zu bringen, in manchen Momenten hat er aber auch geschafft, mir die ein oder andere Träne in die Augen zu treiben. Hinzu kommt, dass "Ich gebe dir die Sonne" mal etwas ganz anderes ist. Derzeit habe ich beim Lesen von Jugendbüchern oftmals das Gefühl, das gleiche Buch schon in hundertfacher Ausführung gelesen zu haben. Nicht so bei diesem.  Es steckt voller frischer, neuer  Ideen und ist in jeder Hinsicht einfach nur einzigartig und großartig und neuartig und einfach nur genial. Fazit: "Ich gebe dir die Sonne" zählt definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher und nicht umsonst zu meinen Lesehighlights 2016. Ich möchte es jedem, und zwar wirklich Jedem empfehlen, der gerne Jugendbücher liest, ganz egal welches Genre er sonst bevorzugt. "Ich gebe dir die Sonne" ist einfach nur total großartig und grandios und verdient als Bewertung nichts anderes als 6 von 5 möglichen Sternen!!!! ;-)

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  • Wow! Einfach nur Wow!

    Ich gebe dir die Sonne
    Lizzy_books

    Lizzy_books

    08. May 2017 um 11:43

    Oh wow, ich weiß gar nicht genau was ich zu diesem Buch sagen soll. Am besten fange ich bei den grundlegenden Sachen an: Wir erleben die Geschichte hier aus der Sicht von Jude und Noah, und zwar abwechselnd und aus unterschiedlichen Zeiten. Noah ist zwischen 13 und 14 Jahren alt in seinen Erzählungen, Jude hingegen ist 16. So haben wir die Möglichkeit nicht nur in einer Zeitspanne gefangen zu sein. Durch die "ich-Perspektive" können wir hautnah mit Jude und Noah mitfühlen, was mir unheimlich gut gefallen hat. Wir bekommen als Leser mit, wie sich die beiden im Laufe der Jahre verändern und was alles in ihrem Leben passiert. Die ganze Zeit über war ich sehr berührt und habe eine Geschichte bekommen, mit der ich absolut nicht gerechnet habe. Ich möchte natürlich nicht spoilern, aber ich kann kaum erklären wie es meinem Herzen während des Lesens erging. Der Schreibstil war sehr ehrlich und fesselnd und ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen. Da es in "ich gebe dir die Sonne" um Kunst geht und diese auch aufgegriffen wird, war es für mich einfach außergewöhnlich. Ich konnte mir alles genau vorstellen und hatte mit den bildhaften Erklärungen jedes einzelne Detail vor Augen! Die Protagonisten sind speziell und eigensinnig, was mal eine schöne Abwechslung war! Es ist schwierig das Buch zu beschreiben, ohne zu spoilern. Deshalb macht es wie ich - geht unvoreingenommen an das Buch heran und taucht in eine Geschichte ein, mit der man absolut nicht rechnen wird. Es lohnt sich so, so sehr und ich möchte das Buch nicht in meinem Regal vermissen. Ganz sicher wird es noch einmal gelesen werden, so toll war es! ❤

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  • tiefgründig, intensiv, sprachgewaltig

    Ich gebe dir die Sonne
    -Favola-

    -Favola-

    08. May 2017 um 11:25

    Es gibt Bücher, da weiss man schon nach wenigen Seiten, dass man sie lieben wird. "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson ist so eine Geschichte. Eine Geschichte, die mich tief beeindruckt und begeistert hat und die ich kaum in Worte fassen kann. Eine Geschichte, die man selber erleben muss.Die Zwillinge Noah und Jude sind mit 13 Jahren zwar sehr unterschiedlich, aber unzertrennlich. Doch dann schleicht sich die Eifersucht ein, um den Stellenwert bei den Eltern aber auch aufeinander. Drei Jahre später sprechen sie kaum noch ein Wort miteinander und es hat den Anschein, als hätten sie die Rollen getauscht. Mit 13 Jahren war Noah sehr introvertiert und drückte sich vor allem durch das Malen aus, Jude war dagegen draufgängerisch und frei. Doch heute studiert sie an der Kunsthochschule, die immer Noahs Traum war. Er hingegen nimmt keinen Pinsel, keine Stifte mehr in die Hand.Die Erzählweise ist etwas ganz Besonderes, denn wir erleben Noah als 13-jährigen in der Vergangenheit und Jude heute als 16-jährige. Obwohl wir so mit jedem Perspektivenwechsel auch noch einen Zeitsprung haben, bereitet es keine Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen.Erst nach und nach erkennt man, wie die unterschiedlichen Charkatere zusammenspielen, was es mit den Familiengeheimnissen auf sich hat und was dann schlussendlich wirklich zum Bruch zwischen den Zwillingen geführt hat. Jandy Nelson zieht im Hintergrund geschickt die Fäden und schafft die Balance zwischen dem individuellen Schicksal und dem gemeinsamen Drama."Ich gebe dir die Sonne" ist ein ruhiges Buch, das mit facettenreichen Charaktere überzeugt. Was die Geschichte jedoch hervorhebt ist die Sprache. Jandy Nelson erzählt so intensiv, zum Teil poetisch, dass man als Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgerissen wird. Einmal begonnen, konnte ich mich dieser Sprachgewalt nicht mehr entziehen. Das ist Erzählkunst!Jandy Nelson hat mir ein wundervolles und intensives Leseerlebnis geschenkt und obwohl das Buch doch knapp 500 Seiten umfasst, hätte ich NoahundJude nur zu gerne noch ein Stück weiter begleitet.Fazit:tiefgründig, intensiv, sprachgewaltigJandy Nelson vereint in "Ich gebe dir die Sonne" eine tiefgründige, fesselnde Geschichte mit Sprachkunst. Mir fehlen immer noch die Worte, um diesem Meisterwerk der Jugendliteratur gerecht zu werden. Ich kann euch nur ans Herz legen, NoahundJude selber kennenzulernen.

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  • Als hätten man mir die Sonne gegeben

    Ich gebe dir die Sonne
    emmxy

    emmxy

    25. April 2017 um 17:17

    Nach einer endlos langen Zeit, in denen graue Bücher mein Leseleben prägten, erschien wieder die Sonne am Himmel (bildlich gesehen, natürlich regnet es aktuell). Dieses Buch war ein Stück Poesie, was auch den Schreibstil betrifft, welcher unglaublich poetisch war und voller Metaphern. Aber auch die Charaktere waren so real, so ungeschminkt, wie ein echter Mensch. Dieses Buch ist keine Heldengeschichte, sie zeigt den Alltag, jedoch so offen und ehrlich, dass man nicht anders kann, als sich hinreißen zu lassen. Ich denke das genau diese beiden Faktoren mir das Buch unverbesserlich gemacht haben. Für jeden der mal gerne etwas besonders ließt, meine wärmsten Empfehlungen gelten "Ich gebe dir die Sonne". Das war jetzt mal ein bisschen knapper als sonst, aber ich wollte es kurz machen. LG

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  • Lesen.

    Ich gebe dir die Sonne
    jaylinn

    jaylinn

    10. April 2017 um 17:59

    Allgemeines: Ich gebe dir die Sonne ist im November 2016 bei cbt erschienen. Das Jugendbuch wird ab 14 Jahren empfohlen und hat 480 Seiten. Autorin Jandy Nelson ist dem ein oder anderen eventuell bereits durch ihr Debüt Über mir der Himmel ein Begriff. Normalerweise  hätte ich das Buch nur durch das Cover oder die inhaltliche Beschreibung nicht gleich in die Hand genommen. Aber ich wurde durch die vielen positiven Rückmeldungen aus meinem Bekanntenkreis überzeugt. Inhalt: “Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler …” ( Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Wie bereits erwähnt, war ich anfangs nicht so überzeugt von diesem Jugendbuch. Nach der Lektüre muss ich euch jedoch raten, Ich gebe dir die Sonne unbedingt zu lesen. Es vereint so viele Elemente in sich, dass ich einfach beeindruckt bin und auch nach dem Lesen noch viel über das Buch nachgedacht habe. Das passiert mir selten bei einem “normalen” Jugendbuch, das nicht aus dem Fantasygenre stammt. Generell lese ich auch nur selten Bücher aus diesem Genre. Doch was macht dieses Buch so besonders? Die Antwort darauf ist nicht leicht. So viele kleine Dinge machen dieses Buch besonders, dass es mir schwer fällt, sie in Worte zu fassen. Zum einen gelingt es der Autorin vortrefflich, die beiden Protagonisten detailliert zu beschreiben. Ich kann mir bildhaft sowohl die weibliche Protagonistin, als auch den männlichen Protagonisten vorstellen. Beide wirken auf mich sympathisch und ich kann mich mit ihnen identifizieren. Obwohl sie durchaus auch beide etwas verrückt und außergewöhnlich sind. Aber gerade das macht sie mir so sympathisch. Sie wirken wie du und ich, sie könnten quasi unsere Nachbarn sein. Und das macht sie authentisch. Beide haben eine ganz eigene Sprache. Es wird sofort deutlich, wer die Geschichte gerade erzählt oder aus welcher Perspektive man die Erlebnisse gerade betrachtet. Auch die gewählte Thematik passt einfach. Jeder von uns könnte die Erlebnisse und Probleme, die den beiden Teenager entgegentreten, haben oder erleben. Ich habe bisher fast noch nie in einem Jugendbuch gelesen, dass thematisiert wurde, wie es ist homosexuell zu sein oder zu werden. Ich finde es mutig und vor allem sehr wichtig, dass dieses Thema aufgegriffen worden ist. Und das Thema wird zum einen sensibel, aber auch zum anderen mit viel Humor betrachtet. Es wird nicht wie in einem Lehrbuch als Beispiel vorgestellt sondern wirkt einfach mitten aus dem Leben herausgegriffen. Da die beiden Protagonisten Zwillinge sind, empfand ich auch die Zwillingsthematik als spannend. Über vieles macht man sich als nicht-Zwilling einfach nicht so viele Gedanken. Fazit: Diesem Buch gelingt es, dich zum Weinen zu bringen, ein Lachen in dein Gesicht zu zaubern und dich zum Nachdenken anzuregen. Wenn du das alles möchtest, solltest du Ich gebe dir die Sonne lesen.

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  • Ein kunstvolles Buch mit viel Emotionen

    Ich gebe dir die Sonne
    alinereads

    alinereads

    19. March 2017 um 12:13

    Titel: Ich gebe dir die Sonne Autor: Jandy Nelson Verlag: Cbt Vielen Dank erstmal an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für die Zusendung des Buches. Klappentext Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ... Rezension Die Geschichte wird von dem 13/14 jährigem Noah und der 16 jährigen Jude erzählt. Beide sind Zwillinge und erleben zu dieser Zeit ihre ganz persönlichen aber auch geteilten Schicksalsschläge. Das Buch handelt davon, wie schwer es manchmal sein kann, erwachsen zu werden und sich selbst treu zu bleiben. Dass man keine Angst davor haben sollte, geliebten Menschen die Wahrheit zu sagen und das zu tun, was man für richtig hält. Das Buch ist so poetisch und für mich so voller Emotionen. Manchmal musste ich über die klugen Sprüche und Gedankengänge schmunzeln und manchmal war ich so ergriffen, dass mir die Tränen kamen. Das Buch erzählt von tiefer Geschwisterliebe und Zusammenhalt. Noah ist eher der ruhige, in sich gekehrte Part, der gerne zeichnet und Jude ist genau das Gegenteil, durch Verschiedene Ereignisse ändern sich jedoch die Rollen. Nach und nach bekommt der Leser die Hintergründe und Geschehnisse offenbart. Man darf nicht zu viel verraten und ehrlich gesagt, kann man das Buch gar nicht so in Worte fassen. Es ist einfach aus dem wirklichen Leben geschrieben. Der Schreibstil von Jandy Nelson ist einfach großartig, eine wirklich intelligente und wortgewandte Autorin, die genau weiß, wie man den Leser berühren kann. Ich werde auf jeden Fall noch ein Buch von ihr lesen! Das einzig negative, was mich ein bisschen gestört hat war, dass mir in der Mitte des Buches ZU viel Jude vorkam. Die Geschichte mit Garcia hat sich ein bisschen in die Länge gezogen und ich hätte hier und da gern mehr von Noah gelesen. Zum Schluss kam mir Brain auch etwas zu kurz aber alles in allem fand ich das Ende wirklich sehr gelungen. Ein Buch, das mich wirklich sehr berührt hat und ich kann sagen, dass es eines meiner liebsten Bücher geworden ist! Fazit Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne in einer Achterbahn der Gefühle abtaucht und auch gern mal nicht so "standard" -geschriebene Bücher lesen möchte. Ich kann zum Schluss nur noch sagen, dass dieses Buch für mich pure Kunst ist und ich bin froh, dass ich es lesen durfte, Danke Bloggerportal!

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  • Komplex und vielschichtig!!!

    Ich gebe dir die Sonne
    Angel1607

    Angel1607

    11. March 2017 um 21:57

    Worum gehts?Sie sind unzertrennlich, Zwillinge mit Leib und Seele: Jude und Noah! Sie spüren den anderen selbst über kilometerweite Entfernungen, sie verstehen sich ohne Worte....etc. Schöner kann Geschwisterliebe eigentlich nicht sein. Doch dann verändern sie sich.....Noah zieht sich immer mehr zurück wogegen Jude zur Rebellin wird. Dann geschieht etwas, das ihre Welt komplett auf den Kopf stellt und ihre Familie wird auf eine harte Probe gestellt....werden sie wieder zueinander finden?Wie erging es mir mit dem Buch?Wie immer beginne ich mit der Hülle. Das Cover ist wirklich einfach gehalten und doch sooo schön und passend!!! Die Story selbst...ich wusste nicht so recht, was mich erwarten wird. Ich ging völlig vorurteilsfrei und gespannt in die Geschichte und begann zu lesen. Wir lernen Noah und Jude kennen, ihre Familie, einen Teil ihrer Freunde und ihre Geheimnisse....Probleme reinzukommen hatte ich nicht, hat Noah mich doch von Anfang an fasziniert und mit in seine Welt gezogen. Denn er ist anders als die anderen Jungs in seinem Alter. Er ist sensibel, hat eine mega Begabung und trägt ein Geheimnis, dass ihm das Leben schwer macht. Von der ersten Minute an konnte ich seine Handlungsweise und seine Gefühle vollkommen nachvollziehen und konnte mich auch auf eine gewisse Weise mit ihm identifizieren. Auch Jude ist ein komplexer Charakter, genau wie ihr Bruder. Der Unterschied zwischen den Beiden liegt an der Art und Weise ihrer Reaktionen. Wo Noah sich der Außenwelt verschließt und seine Einsamkeit auf bewusste Weise lebt, baut Jude eine Mauer um ihr Herz, wird oberflächlich und wird zu jemanden, den alle lieben außer sie selbst. Die Verbindung, die die Beiden in jungen Jahren haben, die über die Jahre abschwächt, ja fast sogar verloren geht, ist wirklich einzigartig und speziell. Mit jedem weiteren Kapitel fragt man sich, ob das jemals wieder wird oder ob dieses oder jenes Ereignis nun der endgültige Schnitt war. Schwer zu sagen und wird nicht verraten!Mit der selben Liebe, die die Jandy Nelson für Jude und Noah hat, wurden alle weiteren Charaktere erschaffen. Egal ob sie für die Geschichte ansich essentiell sind oder nicht. Jede hat ihre Geschichte, jede spielt eine Rolle und ist nicht wegzudenken! Ich habe mir stundenlang über dieses Buch Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Worte "speziell" und "emotional" es am Besten ausdrücken.Jude und Noah erleben eine Zeit, die von Höhen und Tiefen nur so getränkt ist. Denkt man einerseits, der eine Teil ist ärmer dran, revidiert man seine Meinung spätestens im nächsten Kapitel, wenn man wieder in die Tiefen der anderen Seite blickt. Dennoch muss ich leider sagen, dass mir Judes Teil zeitweise etwas zu langatmig war. Auf eine Art ist mir bewusst, dass es für die Autorin wahrscheinlich notwendig war, um Judes Entwicklung bestmöglich aufzuzeigen, auf der anderen Seite, weiß ich nicht, ob es nicht ein paar weniger Seiten auch getan hätten, denn gerade durch diese Passagen hat der Lesefluss für mich gelitten und hat mir etwas die Motivation genommen weiterzulesen. Trotzdem muss ich sagen, dass es mir - im Ganzem betrachtet -  sehr gut gefallen hat und für mich mal etwas komplett anderes war und es überhaupt nicht in eine bestimmte Schiene einzuordnen ist! Jugendbuch mal anders!Die Autorin hat für mich ein tolles komplexes und vielschichtiges Werk erschaffen, das in gewisser Weise eine Herausforderung war für mich und ich dennoch jeden Empfehlen kann, der mal etwas anderes und neues lesen möchte. Jude und Noah sind mir sehr ans Herz gewachsen!!!!

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  • Poetisch und intensiv – ein Farbenrausch an Emotionen

    Ich gebe dir die Sonne
    AnnaBerlin

    AnnaBerlin

    08. March 2017 um 20:26

    Inhalt: Jude und ihr Zwillingsbruder Noah sind unzertrennlich. Jude ist die Draufgängerin mit dem knallroten Lippenstift, die gerne von Klippen springt und für zwei redet. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich zudem Hals über Kopf in den neuen Jungen von nebenan. Doch ein paar Jahr später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort mehr mit einander. Denn etwas ist passiert, dass beide auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat…   Der Story-StapelErster Satz: „So fängt alles an“Dieses Buch beginnt ruhig und lässt sich viel Zeit, die beiden Charaktere an den Leser heranzubringen. Der Verlauf ist lange eher angenehm dahinplätschernd und doch spitzt sich die Situation mehr und mehr zu. Jede neue Antwort bringt drei neue Fragen, so dass man das Buch irgendwann kaum weglegen kann. So viele Vermutungen wie man auch anstellt, am Ende gibt es viel Fassungslosigkeit und Kopfschütteln. Geschickt splittet die Autorin die Zwillinge um am Ende wieder alle Fäden zusammen zu führen – großartig und rund. Der Charakter-StapelMit Noah und Jude haben wir zwei sehr gegensätzlich und doch gleiche Charaktere – ein interessantes Zwillingspärchen, dass man gerne zusammen kennen lernen möchte.Jude ist aufbrausend und impulsiv, hat aber auch eine tief abergläubige und ruhige Art in sich. Sie hat viel Tiefe und Vielschichtigkeit und ist mir als Leser irgendwie greifbarer gewesen, trotz ihrer etwas freakigen Art.Noah ist Künstler durch und durch. Er entwickelt schnell intensive Gefühle und ist damit ebenso impulsiv wie Jude. Jedoch fehlt ihm der Aberglaube. Anfangs fühlte ich mich stark zu Noah verbunden, doch dieses Gefühl hatte dann mit viel Kopfschütteln über sein Verhalten zu kämpfen.Diese beiden Charaktere sind für mich das Zentrum des Buches. Die Nebencharakter umkreisen die beiden wie Planeten eine Sonne, kommen aber gegen das Licht der beiden nicht an. Der Stil-StapelEs liest sich unglaublich poetisch. Ganz schnell merkt man als Leser, dass man mit „Ich gebe dir die Sonne“ ein Stück Kunst in der Hand hält, dass nicht nur durch Tiefe zu überzeugen weiß. Trotz viel Poesie und kraftvollen Worten liest es sich unglaublich flüssig und schon bald ist man als Leser komplett im Lesesog. Der Kritik-StapelIch kann nichts negatives finden. Das Buch ist rund, hat unglaublich vielschichtige Charaktere und besticht durch einen poetischen Schreibstil. Trotzdem gibt es viele Gefühle und Spannung, ohne, dass diese beiden Komponenten sich in den Mittelpunkt drängen. Besser kann ein Jugendbuch nicht sein. Auf den Lesen-Stapel?Ja – ein Buch mit einem solchen Lesesog und soviel Poesie und Kunst gehört gelesen. Hier gibt es kein schwarz-weiß sondern eine ganze Farbpalette an Emotionen und einfach so viel Tiefe. In diesem Buch wird jeder sein eigenes Stück Kunst finden. Deswegen gibt es von mir nicht nur 5 Sterne und den Platz auf Karlys Schätzestapel, sondern auch eine intensive Leseempfehlung für ein intensives Leseerlebnis.

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    • 6
  • Wie mich diese Achterbahnfahrt der Emotionen gepackt hat

    Ich gebe dir die Sonne
    jessysmomente

    jessysmomente

    05. March 2017 um 15:45

    Ich gebe dir die Sonne ist ein sehr emotionales und ein sehr ehrliches Buch. Der Leser taucht auf den tiefsten Grund der Gedanken und Gefühle von den beiden Hauptfiguren, wo nicht alles Licht ist und die Dunkelheit gelegentlich die Oberhand hat. Die metaphorische Sprache der Autorin unterstreicht diese Beschreibungen und Aussagen auf eine blumige, aber passende Weise. Die Handlung springt zwischen Noah, als er 13 ist, und Jude mit 16 Jahren. Der Fokus liegt auf den Beziehungen zwischen den Figuren, besonders zwischen den Zwillingen und auch zu jungen Männern, denen sie neue Gefühle entgegenbringen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen verändern sich stetig und die beiden versuchen, sich durch das Leben zu schlagen. Weil wir so tief in die beiden Jugendlichen hineinschauen können, können wir ihre Handlungen und Motive verstehen. Man kann nachvollziehen, wie sich Noah in Brians Nähe fühlt, man versteht, warum Jude ihrem Bruder schlimme Dinge antut, und man fiebert sehr mit ihnen mit, ob sie den künstlerischen Durchbruch schaffen.Es wird nicht langweilig, denn durch die Sprünge deutet Jude viele Geheimnisse an, die im Vorfeld geschehen sind, die der Leser in Noahs Geschichte entdecken darf. Worauf ihre Handlungen und Bemühungen hinauslaufen, ist zwischendurch undurchschaubar. Sie leben ein Teenager-Leben, von außen wie das aller anderen: sie besuchen Partys, treffen Freunde und streiten sich. Im Inneren sind sie besonders. Die beiden Hauptfiguren stehen sich in ihren innersten Gefühlen in nichts nach. Noah malt in seinem Kopf ständig Bilder seiner Emotionen, seiner Familie und Freunde, seiner Gedanken. Vor allem Brian kommt darin vor, ein Nachbarsjunge. Sein größtes Ziel ist die Aufnahme an einer Kunst-High-School. Er will gar nicht „normal“ sein. Jude dagegen will die Anerkennung ihrer Altersgenossen. Sie flirtet mit älteren Jungs und die Kunst spielt nur eine kleine Rolle in ihrem Leben. Dann geschieht eine Katastrophe und die beiden ändern sich. Es ist, als hätten sie ihre Rollen getauscht, Jude zieht sich in sich zurück, zwingt sich zur Arbeit mit Ton und zelebriert einen Jungs-Boykott während Noah neue Freunde findet und sie mit halsbrecherischen Sprüngen von der Klippe beeindruckt. Aber das sind nicht sie selbst. Der Stil ist wie bereits geschrieben sehr metaphorisch und blumig. Die ersten paar Seiten musste ich mich daran gewöhnen. Die so verpönten Adjektive häufen sich hier und feiern ein buntes Fest der Emotionen. Und das passt zur Geschichte wie die Faust aufs Auge. Die tiefen Emotionen von Noah und Jude werden durch die Metaphern und Vergleiche veranschaulicht und ich dachte oft: Ja, genau so fühlt sich das an!Auch dass Geister von verstorbenen Familienmitgliedern sich in die Handlung einmischen, muss man so akzeptieren. Die Autorin lässt offen, ob die Geister in dieser Geschichte tatsächlich existieren oder ob sie nur in den Köpfen der Hauptfiguren sind. Insgesamt kann ich dieses Buch nur empfehlen. Eine Seifenblase Abzug gibt es für den Kitsch, der sich durch das Buch zieht und gegen Ende noch zunimmt. Wer damit leben kann hat mit Ich gebe dir die Sonne ein wundervolles Exemplar vor sich, mit dem er in ehrliche Emotionen und nachvollziehbare Beziehungen eintauchen kann.

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  • Ich gebe dir die Sonne

    Ich gebe dir die Sonne
    Elizzy

    Elizzy

    28. February 2017 um 09:05

    Zusammengefasst Die Geschichte beginnt mit Noah, ein 13 jähriger Junge, der ein grosses Talent fürs Malen hat. Doch leider gibt es auch auf seiner Schule einige Jungs, die ihn aufziehen und sogar verprügeln wollen. Er wird Bubble genannt und für seine Art immer aufgezogen, einzig das Malen hilft Noah mit allem klar zu kommen. Als dann plötzlich ein neuer Junge in seine Nachbarschaft zieht verändert sich Noahs Welt auf einen Schlag. Judes Geschichte beginnt 3 Jahre später und nichts scheint mehr so zu sein, wie es einmal war. Jude war ein beliebtes Mädchen, das gerne im Meer surfte oder von Klippen sprang. Sie interessierte sich nie gross für die Kunstschule, im Gegensatz zu Noah, der unbedingt in diese Schule wollte. Doch alles scheint verdreht zu sein. Jude geht an die Kunstschule und versucht mehr schlecht als recht, sich dort zurecht zu finden. Denn jedes ihrer Kunstwerke wird zerstört und sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ihre eigne Mutter ihr das antut. Noah zeichnet nicht mehr, auch scheint er nun zu den coolen Kids zu gehören und tut Dinge, die er sich vor drei Jahren noch gar nicht getraut hätte. Sofort fragt man sich; was ist geschehen? Was muss in diesen drei Jahren alles vorgefallen sein, dass die beiden Zwillinge, die einst unzertrennlich waren kaum noch miteinander sprechen und sich um 180Grad gewandelt haben? „Man braucht Mut dazu, erwachsen und der zu werden, der man wirklich ist.“ – E.E. Cummings Darüber Gedanken gemacht Es ist erstaunlich wie sehr man sich vom 13 bis zum 16 Lebensjahr wandelt. Wie sehr die Welt, die Gedanken, Wünsche und Ziele sich verändern können. Der Einstieg ins Buch mit Noah ist unglaublich toll, man bekommt sofort ein Gefühl für den Charakter und schliesst ihn sofort ins Herz. ***Kleiner Spoiler*** Ohne gross spoilern zu wollen möchte ich hier noch kurz auf ein wichtiges Thema im Buch eingehen. Noah ist sich schon früh, wenn auch unbewusst, klar, dass sein Interesse nicht unbedingt dem weiblichen Geschlecht gilt. Man merkt wie schwierig es für ihn ist seine Gefühle zu zulassen und wie viel Angst er hat, dafür von den anderen gemobbt zu werden. Ich finde es toll hat die Autorin so ein Thema mit ins Buch eingebaut. Vielleicht ermutigt es vor allem Jugendliche in diesem Alter zu ihren Gefühlen zu stehen oder was noch besser wäre; die Gefühle von anderen zu akzeptieren und vor allem zu verstehen. *** Spoiler Ende*** Jude ist mir als 16 jährige sofort sympathischer, als noch mit 13. Ihre schräge Art ist einfach einmalig und an sehr vielen Stellen musste ich einfach laut drauf los lachen. Ich fand vor allem die vielen „Tipps“ aus ihrer persönlichen Bibel richtig toll und konnte gar nicht genug davon kriegen. Eine wirklich tolle Stelle, die ich hier noch hervorheben möchte, ist die Geschichte der Dual-Seelen. Ein Wesen, dass 2 Köpfe, 4 Arme und 4 Beine hatte war so stark und mächtig, das Zeus dieses Wesen entzwei trennen musste und die Hälften über die ganze Welt verstraut hatte. Die Seelen waren dazu verdammt ein Leben lang ihre zweite Hälfte zu suchen und nur die, die grosses Glück hatten, fanden ihre Dual-Seele. „Wenn man seinen Seelenverwandten trifft, ist das, als würde man ein Haus betreten, in dem man schon mal gewesen ist – man erkennt die Möbel wieder, die Bilder an der Wand, die Bücher auf den Regalen, den Inhalt der Schubladen. Wenn es sein müsste, würde man sich auch im Dunkeln zurechtfinden.“ S. 288 Gefiel mir sehr  Du sollst kühn und mutig sein. Du sollst Risiken eingehen. (…) Du sollst die Welt neu erschaffen. S. 269 Es gab so viele Stellen im Buch, die ich mir mit Post-Its markieren musste. Solche Bücher mag ich ja unglaublich gerne, die einen zum Nachdenken bringen und noch lange nach dem man sie gelesen hat nicht loslassen. Ich war fasziniert von der Geschichte der beiden Zwillinge und fand die Auflösung und wie alles am Ende in einander floss richtig gelungen und war sehr glücklich darüber. Es gab sogar ein-zwei Stellen, bei der ich ein paar Tränen weg blinzeln musste und oft hatte ich das Bedürfnis die beiden Protagonisten einfach mal in den Arm zu nehmen. Die Leidenschaft, welche beide für die Kunst empfanden kam richtig gut rüber und nach dem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, hatte auch ich plötzlich Lust, mir einen Zeichenblock zu nehmen und drauf los zu malen. Es ist toll zu lesen, wie sehr ein Hobby zu einer Leidenschaft werden kann und wie weit es einen bringen kann. Gefiel mir nicht An diesem Buch habe ich absolut nichts auszusetzen. Schreibstil & Cover  Der Schreibstil ist einmalig und ich fand in grosse Klasse. Man ist viel näher an den Protagonisten dran, denkt deren Gedanken und vor allem fühlt man den Charakter. Auch sind die vielen „Selbstportrait“ und „Bibelsprüche“ – Stellen richtig witzig und geben einem nochmal ein ganz anderes Gefühl für das Buch. Ich liebe das Cover, es ist unglaublich schön durch seine Schlichtheit gestaltet und der Titel passt perfekt zum Buch. Fazit  Ein unglaublich tolles Jugendbuch, dass ich wirklich jedem weiter empfehlen kann, der sich gerne für ein paar Stunden in die Welt von Noah und Jude entführen lassen möchte. Man sollte auf jedem Fall dem Schreibstil aufgeschlossen sein und erst danach kann man jedes Wort geniessen. Eine tolle Geschichte, in der viel Liebe, Kunst, Leidenschaft und ein wenig Verrücktheit steckt. Eine Geschichte, die einen wieder an das Schicksal glauben lässt und an „Alles kommt so wie es kommen muss“ aber auf eine positive und schöne Art. BewertungBuchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

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  • Wundervolles Jugendbuch

    Ich gebe dir die Sonne
    Koriko

    Koriko

    24. February 2017 um 13:48

    Story: Die Zwillinge Noah und Jude sind unzertrennlich, bis Jude Make-Up, Kleider und Jungs für sich entdeckt und ihr Bruder sich in seine Traumwelten zurückzieht, nur noch für das Malen lebt und sich in den Nachbarsjungen Brian verliebt. Wenige Jahre später reden sie kaum noch miteinander und haben nach Hausen hin die Plätze getauscht – aus der Draufgängerin Jude ist eine introvertierte Außenseiterin geworden, die auf eine Kunsthochschule geht; Noah hat sich angepasst, das Malen aufgegeben und sich selbst hinter einer Mauer versteckt. Erst als Jude sich entschließt bei dem Steinhauer Garcia ein Praktikum zu machen und sie auf den charismatischen Fotografen Oscar trifft, bröckeln die Fassaden und offenbaren Geheimnisse, die das Leben von Jude, Noah und deren Familie auf den Kopf stellen – und mit etwas Glück zurück in normale Bahnen lenken … Eigene Meinung: Mit „Ich gebe dir die Sonne“ erschien der zweite Roman von Jandy Nelson bei cbj, wo ihr Debüt „Über mir der Himmel“ ebenfalls erhältlich ist. Das vorliegende Buch befand sich mehrere Wochen in den Bestsellerlisten und erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise. Die Filmrechte wurden bereits an Warner Bros. verkauft. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen – Noahs Sicht erzählt die Ereignisse der Familie als die Zwillinge ungefähr 13/14 Jahre alt sind; Judes Perspektive greift den Faden zwei Jahre später auf und zeigt die aktuellen Geschehnisse und enthüllt Geheimnisse. Auf sehr eindringliche Art und Weise offenbart Jandy Nelson, was mit den Zwillingen und ihrer Familie geschehen ist und gibt nach und nach Einblick in das Leben von Jude und Noah. Für beide spielt die Mutter eine zentrale Rolle, denn sie ist der Antrieb für die Geschwister; ganz besonders für Noah, der sich stark über seine Bilder und Träume ausdrückt, während Jude zu Beginn ihrer Pubertät eher Schwierigkeiten mit ihr hat. Für beide ist es ein Schock, als sie tödlich verunglückt und einen Scherbenhaufen zurücklässt, den die Geschwister allein kaum bewältigen können, insbesondere da sie wie Fremde nebeneinander her leben und stumm geworden sind. Für den Leser ist es toll, wie die Geheimnisse und Hintergründe Schicht für Schicht offenbart werden und die Wahrheit mit jeder Seite offenbart wird. Dabei reifen die Figuren, allen voran Jude, die sich selbst aus einem selbstgewählten Käfig befreien muss, um ihrem Bruder Noah und ihrem Vater zu helfen. Jandy Nelson gelingt es den Leser von der ersten Seite an zu fesseln, wenngleich man ein wenig Zeit braucht, um den Einstieg in „Ich gebe dir die Sonne“ zu schaffen. Ein ganz besonderer Pluspunkt sind die authentischen, gut ausgearbeiteten Charaktere, die einen schnell ans Herz wachsen. Sowohl Noah, der für die Kunst lebt, in seinem Kopf Bilder malt und jede Sekunde dafür nutzt, um seine Träume auf Papier zu bannen, als auch Jude, die mit dem Geist ihrer Großmutter redet und den abergläubischen Regeln der Familienbibel genauestens folgt, sind unheimlich sympathisch und sehr gut nachvollziehbar. Man erlebt mit Noah den Zauber der ersten Liebe zu Brian, der für Astronomie und den Weltraum lebt und ist nah bei Jude, als sie auf Oscar trifft und dessen Charme nur schwer entkommen kann. Auch die Nebencharaktere sind sehr angenehm in Szene gesetzt und können überzeugen. Seien es Garcia, Oscar, Brian oder die Eltern der Zwillinge – man kann jeden gut nachvollziehen und die einzelnen Beweggründe verstehen. Sie passen gut zu Noah und Jude, die abwechselnd und auf verschiedenen Zeitebenen die Geschichte erzählen. Stilistisch ist „Ich gebe dir die Sonne“ gut geschrieben, auch wenn man zu Beginn ein wenig braucht um in das Buch zu kommen. Hat man den Einstieg jedoch geschafft, fällt es dem Leser schwer das Buch aus der Hand zu legen – Jandy Nelson hat einen sehr lebendigen, fesselnden und bunten Stil, ganz besonders wenn es um die fesselnden und farbenfrohen Beschreibungen von Noahs Bildern und seinem unsichtbaren Museum geht. Allgemein hat Jandy Nelson ein Händchen dafür die Gedanken und Gefühle der Künstler zu Papier zu bringen und auf diesem Weg auch der Kunst ein passendes Denkmal zu setzen – denn „Ich gebe dir die Sonne“ ist in vielerlei Hinsicht ein Liebesbrief an die Kunst. Fazit: „Ich gebe dir die Sonne“ ist ein wundervolles Jugendbuch, das sowohl durch tolle Charaktere als auch durch eine schöne, fesselnde Handlung überzeugen kann. Jandy Nelson hat eine wundervolle, bildhafte Sprache, die das Herz berührt und dafür sorgt, dass man den Roman nicht so schnell aus der Hand legen kann. Wer Jugendbücher im Stil von „Die Mitte der Welt“ mochte, dem wird auch „Ich gebe dir die Sonne“ gefallen – sie ähneln einander und sind doch auf wundervolle Art und Weise anders. Bedenkenlos zu empfehlen!

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  • Ein buntes Jugendbuch mit starken Charakteren

    Ich gebe dir die Sonne
    -Leselust-

    -Leselust-

    23. February 2017 um 18:47

    Zum Inhalt will ich gar nicht m so viel sagen, um den Lesern nichts von der Geschichte vorwegzunehmen. Es geht also um ein Zwillingspaar, die sich so nahe stehen, dass schon die Rede von NoahundJude ist. Sie können fühlen, was der andere fühlt. Wissen, was der andere denkt. Zumindest mit 13 ist das so. Drei Jahre später gehen sie sich aus dem Weg und reden kaum miteinander. Ihre Verbindung haben sie verloren. Noah hat eine große künstlerische Begabung und geht völlig in der Kunst auf. Er lebt in seiner eigenen Welt und zeichnet ständig in seinem Kopf. Das macht ihn auch ein wenig zum Sonderling und er wird des Öfteren Opfer der "coolen Kids" und ihrem Spott. Jude ist ein echter Wildfang, surft, hängt mit den Älteren ab und geht auf Parties und flirtet mit jedem Jungen. Doch drei Jahre später haben sich beide völlig verändert. Die Entwicklung der Figuren ist wirklich sehr interessant und das man am am Anfang noch nicht weiß, was Auslöser dafür war, macht es noch spannender. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Noah und Jude erzählt. Dabei wird die Geschichte in zwei Zeitebenen unterteilt, da wir in Noahs Kapiteln die Ereignisse geschildert bekommen, als die Zwillinge 13 bis 14 Jahre alt waren. In Judes Abschnitten erfahren wir, wie das Leben der Zwillinge drei Jahre später, mit 16 Jahren, aussieht. Das fand ich sehr interessant und diese strenge Verknüpfung von Perspektive und Zeitebene habe ich auch bisher in keinem anderen Buch so gelesen. Allerdings waren mir gerade zu Anfang die Kapitel etwas zu lang. Nachdem ich so lange Teil von Judes Geschichte war, viel es mir dann erstmal schwer, wieder in Noahs Abschnitt reinzufinden, und umgekehrt. Etwas anderes, was an "Ich gebe dir die Sonne" wirklich sehr besonders ist, ist der Schreibstil. Jandy Nelson benutzt eine sehr metaphernreiche, bildhafte Sprache. Daran musste ich mich am Anfang erst gewöhnen, doch schnell habe ich diesen besonderen Stil lieben gelernt und mich davon bezaubern lassen. Starke Charaktere  Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Nicht nur wegen der schönen Sprache, sondern auch, weil mir die Protagonisten gleich sympathisch waren. Beide sind sie ganz speziell und heben sich von dem 0-8-15 Jugendbuchcharakter ab. Beide sind sie auf ihre eigene Art und Weise etwas verrückt und etwas anders. Und beide haben sie manchmal damit zu kämpfen, sich selbst treu zu sein und sich nicht zu verlieren. Sie sind versucht sich zu verbiegen, um sich anzupassen. Um dann aber schließlich doch sie selbst zu bleiben. Das ist eine wunderbare Botschaft, die das Buch sendet: Das es ok ist, so zu sein, wie man ist. Auch wenn man vielleicht ganz andere ist, als all die anderen. Das gerade das dem Leben auch die besondere Farbe geben kann. Es ist ok, auch mal von seinem Weg abzukommen, solange man immer versucht, wieder zurück zu gelangen. [Achtung: Spolier] Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass mir das Ende zu perfekt ist. Ich saß beim Lesen zwar da und musste übers ganze Gesicht grinsen, weil alles einfach so schön war. Aber, und das ist jetzt nicht böse gemeint, als kritischer Leser muss ich sagen, dass diese sonst sehr "echte" Geschichte ein etwas weniger schablonenhaftes Ende verdient hätte. Und ja, ich weiß, dass es sich bei "Ich gebe dir die Sonne" um ein Jugendbuch handelt. Aber die müssen ja auch nicht immer mit "Glitzer, Sonnenschein und Happy Ever After" enden, oder? Fazit: Ich gebe dir die Sonne -ein Buch das zeigt, dass man die Menschen, die man liebt, auch am meisten verletzen kann. Was Schweigen alles anrichten kann. Wie eine ganz normale Familie durch einen furchtbaren Schicksalsschlag zerbricht und sich entfremdet. Aber auch, wie sie sich dadurch entwicklen und daran wachsen. Besonders die reiche Sprache hat mich sehr beeindruckt und auch das große Thema Kunst ist meiner Meinung nach gut verarbeitet und ich habe noch so einiges gelernt. Ein fast perfektes Jugendbuch.

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  • Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

    Ich gebe dir die Sonne
    akoya

    akoya

    16. February 2017 um 11:15

    Lasst alles stehen und liegen und lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen! Dieses Buch ist das Beste was ich seit langem im Jugendbuchbereich gelesen habe. Es verdient viel mehr Aufmerksamkeit, ebenso wie die Autorin Jandy Nelson. Dieses Buch sticht aus der Masse an Jugendbüchern sowas von heraus. Tut euch den Gefallen und lasst euch diese Geschichte nicht entgehen. Ich konnte das Buch einfach nicht loslassen und wollte es partout nicht beenden. „Ich gebe dir die Sonne“ hat mir so viel gegeben. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Und der Schreibstil der Autorin sowieso. So einen Schreibstil habe ich noch nie erlebt, er ist so unfassbar gut und unschlagbar wundervoll. Jandy Nelson schreibt nicht nur einfach einen Satz, sie schmückt diesen künstlerisch so aus, dass man beim lesen noch viel intensiver und mit allen Sinnen gepackt wird. Man macht sich wesentlich mehr Gedanken und man nimmt die Charaktere viel deutlicher wahr. Die Gefühlswelt von Noah und Jude ging mir so nah und das alles wegen dieses einzigartigen Schreibstils. Ich kann euch das gar nicht richtig beschreiben, deswegen müsst ihr dieses Buch einfach unbedingt selbst lesen. Wirklich, ich verspreche euch da nicht zu viel! Es ist so viel mehr als ein einfaches Jugendbuch. Noah und Jude. Die beiden sind zwei sehr realistisch, dargestellte Charaktere. Man wird im Laufe der Geschichte ein bisschen mit ihnen erwachsen und kann viele Gedanken und Situationen nachvollziehen. Keiner der beiden wurde mir fremd, sie wuchsen mir mehr und mehr ans Herz. Beide sind sehr facettenreich und besonders in ihrer Art und ihrem Handeln. Zwei Zwillinge, sich so nah und doch so fern. So bunt wie das Cover entwickelt sich auch die Geschichte. Es passt einfach alles, ist stimmig bis zum Schluss. Es ist wohl auch das erste Buch für mich gewesen, in dem das Thema „Schwul sein“ eine tragende Rolle gespielt hat. Das war eine neue und sehr wertvolle Erfahrung für mich. Ich habe dadurch viel über mich selbst gelernt und dadurch prägt mich dieses Buch auch teilweise. Ich werde mir auf jeden Fall das Buch „Über mir der Himmel“ von der Autorin zulegen, denn das kenne ich zum Glück noch nicht. Ebenso wird dies nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich das Buch gelesen habe. Denn das Buch fängt einen auf, tröstet, gibt einem Hoffnung und wiegt einen sanft in den Ruhemodus des Alltags. Es gibt einem wortwörtlich die Sonne. Ein Buch über die Liebe, das Leben und Familienbande. Wir brauchen mehr von Jandy Nelson, wir brauchen mehr solcher Bücher! Fazit: Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

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