Ich gebe dir die Sonne

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson

Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...

Ein Buch zum Verlieben!

— Margo
Margo

Poetisch und intensiv – ein Farbenrausch an Emotionen

— AnnaBerlin
AnnaBerlin

Ein sehr emotionales und ein sehr ehrliches Buch. Wundervoll.

— jessysmomente
jessysmomente

Wenn Geschwister, die Welt unter einander aufteilen; entsteht „Ich gebe dir die Sonne“ ein geniales, witziges und leidenschaftliches Buch. ♥

— Elizzy
Elizzy

Ein tolles Jugendbuch voller Kunst und Farbe. Über Liebe, Familie, Verletzungen, Lügen und Vergebung.

— -Leselust-
-Leselust-

Der Schreibstil ist fantastisch. Aber die Probleme in der Familie sind ja Haaresträubend. Schätze meine Familie gerade sehr.

— Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer

Wortgewandt und bildgewaltig. Ein Jugendbuch das begeistert!

— buechersindfreunde
buechersindfreunde

Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

— akoya
akoya

Interessante Geschichte mit einem speziellem Schreibstil!

— night_mare
night_mare

Eine sehr gewöhnungsbedürftige Geschichte

— diebuecherverrueckte
diebuecherverrueckte

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  • Ein kunstvolles Buch mit viel Emotionen

    Ich gebe dir die Sonne
    alinereads

    alinereads

    19. March 2017 um 12:13

    Titel: Ich gebe dir die Sonne Autor: Jandy Nelson Verlag: Cbt Vielen Dank erstmal an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für die Zusendung des Buches. Klappentext Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ... Rezension Die Geschichte wird von dem 13/14 jährigem Noah und der 16 jährigen Jude erzählt. Beide sind Zwillinge und erleben zu dieser Zeit ihre ganz persönlichen aber auch geteilten Schicksalsschläge. Das Buch handelt davon, wie schwer es manchmal sein kann, erwachsen zu werden und sich selbst treu zu bleiben. Dass man keine Angst davor haben sollte, geliebten Menschen die Wahrheit zu sagen und das zu tun, was man für richtig hält. Das Buch ist so poetisch und für mich so voller Emotionen. Manchmal musste ich über die klugen Sprüche und Gedankengänge schmunzeln und manchmal war ich so ergriffen, dass mir die Tränen kamen. Das Buch erzählt von tiefer Geschwisterliebe und Zusammenhalt. Noah ist eher der ruhige, in sich gekehrte Part, der gerne zeichnet und Jude ist genau das Gegenteil, durch Verschiedene Ereignisse ändern sich jedoch die Rollen. Nach und nach bekommt der Leser die Hintergründe und Geschehnisse offenbart. Man darf nicht zu viel verraten und ehrlich gesagt, kann man das Buch gar nicht so in Worte fassen. Es ist einfach aus dem wirklichen Leben geschrieben. Der Schreibstil von Jandy Nelson ist einfach großartig, eine wirklich intelligente und wortgewandte Autorin, die genau weiß, wie man den Leser berühren kann. Ich werde auf jeden Fall noch ein Buch von ihr lesen! Das einzig negative, was mich ein bisschen gestört hat war, dass mir in der Mitte des Buches ZU viel Jude vorkam. Die Geschichte mit Garcia hat sich ein bisschen in die Länge gezogen und ich hätte hier und da gern mehr von Noah gelesen. Zum Schluss kam mir Brain auch etwas zu kurz aber alles in allem fand ich das Ende wirklich sehr gelungen. Ein Buch, das mich wirklich sehr berührt hat und ich kann sagen, dass es eines meiner liebsten Bücher geworden ist! Fazit Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne in einer Achterbahn der Gefühle abtaucht und auch gern mal nicht so "standard" -geschriebene Bücher lesen möchte. Ich kann zum Schluss nur noch sagen, dass dieses Buch für mich pure Kunst ist und ich bin froh, dass ich es lesen durfte, Danke Bloggerportal!

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  • Komplex und vielschichtig!!!

    Ich gebe dir die Sonne
    Angel1607

    Angel1607

    11. March 2017 um 21:57

    Worum gehts?Sie sind unzertrennlich, Zwillinge mit Leib und Seele: Jude und Noah! Sie spüren den anderen selbst über kilometerweite Entfernungen, sie verstehen sich ohne Worte....etc. Schöner kann Geschwisterliebe eigentlich nicht sein. Doch dann verändern sie sich.....Noah zieht sich immer mehr zurück wogegen Jude zur Rebellin wird. Dann geschieht etwas, das ihre Welt komplett auf den Kopf stellt und ihre Familie wird auf eine harte Probe gestellt....werden sie wieder zueinander finden?Wie erging es mir mit dem Buch?Wie immer beginne ich mit der Hülle. Das Cover ist wirklich einfach gehalten und doch sooo schön und passend!!! Die Story selbst...ich wusste nicht so recht, was mich erwarten wird. Ich ging völlig vorurteilsfrei und gespannt in die Geschichte und begann zu lesen. Wir lernen Noah und Jude kennen, ihre Familie, einen Teil ihrer Freunde und ihre Geheimnisse....Probleme reinzukommen hatte ich nicht, hat Noah mich doch von Anfang an fasziniert und mit in seine Welt gezogen. Denn er ist anders als die anderen Jungs in seinem Alter. Er ist sensibel, hat eine mega Begabung und trägt ein Geheimnis, dass ihm das Leben schwer macht. Von der ersten Minute an konnte ich seine Handlungsweise und seine Gefühle vollkommen nachvollziehen und konnte mich auch auf eine gewisse Weise mit ihm identifizieren. Auch Jude ist ein komplexer Charakter, genau wie ihr Bruder. Der Unterschied zwischen den Beiden liegt an der Art und Weise ihrer Reaktionen. Wo Noah sich der Außenwelt verschließt und seine Einsamkeit auf bewusste Weise lebt, baut Jude eine Mauer um ihr Herz, wird oberflächlich und wird zu jemanden, den alle lieben außer sie selbst. Die Verbindung, die die Beiden in jungen Jahren haben, die über die Jahre abschwächt, ja fast sogar verloren geht, ist wirklich einzigartig und speziell. Mit jedem weiteren Kapitel fragt man sich, ob das jemals wieder wird oder ob dieses oder jenes Ereignis nun der endgültige Schnitt war. Schwer zu sagen und wird nicht verraten!Mit der selben Liebe, die die Jandy Nelson für Jude und Noah hat, wurden alle weiteren Charaktere erschaffen. Egal ob sie für die Geschichte ansich essentiell sind oder nicht. Jede hat ihre Geschichte, jede spielt eine Rolle und ist nicht wegzudenken! Ich habe mir stundenlang über dieses Buch Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Worte "speziell" und "emotional" es am Besten ausdrücken.Jude und Noah erleben eine Zeit, die von Höhen und Tiefen nur so getränkt ist. Denkt man einerseits, der eine Teil ist ärmer dran, revidiert man seine Meinung spätestens im nächsten Kapitel, wenn man wieder in die Tiefen der anderen Seite blickt. Dennoch muss ich leider sagen, dass mir Judes Teil zeitweise etwas zu langatmig war. Auf eine Art ist mir bewusst, dass es für die Autorin wahrscheinlich notwendig war, um Judes Entwicklung bestmöglich aufzuzeigen, auf der anderen Seite, weiß ich nicht, ob es nicht ein paar weniger Seiten auch getan hätten, denn gerade durch diese Passagen hat der Lesefluss für mich gelitten und hat mir etwas die Motivation genommen weiterzulesen. Trotzdem muss ich sagen, dass es mir - im Ganzem betrachtet -  sehr gut gefallen hat und für mich mal etwas komplett anderes war und es überhaupt nicht in eine bestimmte Schiene einzuordnen ist! Jugendbuch mal anders!Die Autorin hat für mich ein tolles komplexes und vielschichtiges Werk erschaffen, das in gewisser Weise eine Herausforderung war für mich und ich dennoch jeden Empfehlen kann, der mal etwas anderes und neues lesen möchte. Jude und Noah sind mir sehr ans Herz gewachsen!!!!

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  • Poetisch und intensiv – ein Farbenrausch an Emotionen

    Ich gebe dir die Sonne
    AnnaBerlin

    AnnaBerlin

    08. March 2017 um 20:26

    Inhalt: Jude und ihr Zwillingsbruder Noah sind unzertrennlich. Jude ist die Draufgängerin mit dem knallroten Lippenstift, die gerne von Klippen springt und für zwei redet. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich zudem Hals über Kopf in den neuen Jungen von nebenan. Doch ein paar Jahr später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort mehr mit einander. Denn etwas ist passiert, dass beide auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat…   Der Story-StapelErster Satz: „So fängt alles an“Dieses Buch beginnt ruhig und lässt sich viel Zeit, die beiden Charaktere an den Leser heranzubringen. Der Verlauf ist lange eher angenehm dahinplätschernd und doch spitzt sich die Situation mehr und mehr zu. Jede neue Antwort bringt drei neue Fragen, so dass man das Buch irgendwann kaum weglegen kann. So viele Vermutungen wie man auch anstellt, am Ende gibt es viel Fassungslosigkeit und Kopfschütteln. Geschickt splittet die Autorin die Zwillinge um am Ende wieder alle Fäden zusammen zu führen – großartig und rund. Der Charakter-StapelMit Noah und Jude haben wir zwei sehr gegensätzlich und doch gleiche Charaktere – ein interessantes Zwillingspärchen, dass man gerne zusammen kennen lernen möchte.Jude ist aufbrausend und impulsiv, hat aber auch eine tief abergläubige und ruhige Art in sich. Sie hat viel Tiefe und Vielschichtigkeit und ist mir als Leser irgendwie greifbarer gewesen, trotz ihrer etwas freakigen Art.Noah ist Künstler durch und durch. Er entwickelt schnell intensive Gefühle und ist damit ebenso impulsiv wie Jude. Jedoch fehlt ihm der Aberglaube. Anfangs fühlte ich mich stark zu Noah verbunden, doch dieses Gefühl hatte dann mit viel Kopfschütteln über sein Verhalten zu kämpfen.Diese beiden Charaktere sind für mich das Zentrum des Buches. Die Nebencharakter umkreisen die beiden wie Planeten eine Sonne, kommen aber gegen das Licht der beiden nicht an. Der Stil-StapelEs liest sich unglaublich poetisch. Ganz schnell merkt man als Leser, dass man mit „Ich gebe dir die Sonne“ ein Stück Kunst in der Hand hält, dass nicht nur durch Tiefe zu überzeugen weiß. Trotz viel Poesie und kraftvollen Worten liest es sich unglaublich flüssig und schon bald ist man als Leser komplett im Lesesog. Der Kritik-StapelIch kann nichts negatives finden. Das Buch ist rund, hat unglaublich vielschichtige Charaktere und besticht durch einen poetischen Schreibstil. Trotzdem gibt es viele Gefühle und Spannung, ohne, dass diese beiden Komponenten sich in den Mittelpunkt drängen. Besser kann ein Jugendbuch nicht sein. Auf den Lesen-Stapel?Ja – ein Buch mit einem solchen Lesesog und soviel Poesie und Kunst gehört gelesen. Hier gibt es kein schwarz-weiß sondern eine ganze Farbpalette an Emotionen und einfach so viel Tiefe. In diesem Buch wird jeder sein eigenes Stück Kunst finden. Deswegen gibt es von mir nicht nur 5 Sterne und den Platz auf Karlys Schätzestapel, sondern auch eine intensive Leseempfehlung für ein intensives Leseerlebnis.

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    • 6
  • Wie mich diese Achterbahnfahrt der Emotionen gepackt hat

    Ich gebe dir die Sonne
    jessysmomente

    jessysmomente

    05. March 2017 um 15:45

    Ich gebe dir die Sonne ist ein sehr emotionales und ein sehr ehrliches Buch. Der Leser taucht auf den tiefsten Grund der Gedanken und Gefühle von den beiden Hauptfiguren, wo nicht alles Licht ist und die Dunkelheit gelegentlich die Oberhand hat. Die metaphorische Sprache der Autorin unterstreicht diese Beschreibungen und Aussagen auf eine blumige, aber passende Weise. Die Handlung springt zwischen Noah, als er 13 ist, und Jude mit 16 Jahren. Der Fokus liegt auf den Beziehungen zwischen den Figuren, besonders zwischen den Zwillingen und auch zu jungen Männern, denen sie neue Gefühle entgegenbringen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen verändern sich stetig und die beiden versuchen, sich durch das Leben zu schlagen. Weil wir so tief in die beiden Jugendlichen hineinschauen können, können wir ihre Handlungen und Motive verstehen. Man kann nachvollziehen, wie sich Noah in Brians Nähe fühlt, man versteht, warum Jude ihrem Bruder schlimme Dinge antut, und man fiebert sehr mit ihnen mit, ob sie den künstlerischen Durchbruch schaffen.Es wird nicht langweilig, denn durch die Sprünge deutet Jude viele Geheimnisse an, die im Vorfeld geschehen sind, die der Leser in Noahs Geschichte entdecken darf. Worauf ihre Handlungen und Bemühungen hinauslaufen, ist zwischendurch undurchschaubar. Sie leben ein Teenager-Leben, von außen wie das aller anderen: sie besuchen Partys, treffen Freunde und streiten sich. Im Inneren sind sie besonders. Die beiden Hauptfiguren stehen sich in ihren innersten Gefühlen in nichts nach. Noah malt in seinem Kopf ständig Bilder seiner Emotionen, seiner Familie und Freunde, seiner Gedanken. Vor allem Brian kommt darin vor, ein Nachbarsjunge. Sein größtes Ziel ist die Aufnahme an einer Kunst-High-School. Er will gar nicht „normal“ sein. Jude dagegen will die Anerkennung ihrer Altersgenossen. Sie flirtet mit älteren Jungs und die Kunst spielt nur eine kleine Rolle in ihrem Leben. Dann geschieht eine Katastrophe und die beiden ändern sich. Es ist, als hätten sie ihre Rollen getauscht, Jude zieht sich in sich zurück, zwingt sich zur Arbeit mit Ton und zelebriert einen Jungs-Boykott während Noah neue Freunde findet und sie mit halsbrecherischen Sprüngen von der Klippe beeindruckt. Aber das sind nicht sie selbst. Der Stil ist wie bereits geschrieben sehr metaphorisch und blumig. Die ersten paar Seiten musste ich mich daran gewöhnen. Die so verpönten Adjektive häufen sich hier und feiern ein buntes Fest der Emotionen. Und das passt zur Geschichte wie die Faust aufs Auge. Die tiefen Emotionen von Noah und Jude werden durch die Metaphern und Vergleiche veranschaulicht und ich dachte oft: Ja, genau so fühlt sich das an!Auch dass Geister von verstorbenen Familienmitgliedern sich in die Handlung einmischen, muss man so akzeptieren. Die Autorin lässt offen, ob die Geister in dieser Geschichte tatsächlich existieren oder ob sie nur in den Köpfen der Hauptfiguren sind. Insgesamt kann ich dieses Buch nur empfehlen. Eine Seifenblase Abzug gibt es für den Kitsch, der sich durch das Buch zieht und gegen Ende noch zunimmt. Wer damit leben kann hat mit Ich gebe dir die Sonne ein wundervolles Exemplar vor sich, mit dem er in ehrliche Emotionen und nachvollziehbare Beziehungen eintauchen kann.

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  • Ich gebe dir die Sonne

    Ich gebe dir die Sonne
    Elizzy

    Elizzy

    28. February 2017 um 09:05

    Zusammengefasst Die Geschichte beginnt mit Noah, ein 13 jähriger Junge, der ein grosses Talent fürs Malen hat. Doch leider gibt es auch auf seiner Schule einige Jungs, die ihn aufziehen und sogar verprügeln wollen. Er wird Bubble genannt und für seine Art immer aufgezogen, einzig das Malen hilft Noah mit allem klar zu kommen. Als dann plötzlich ein neuer Junge in seine Nachbarschaft zieht verändert sich Noahs Welt auf einen Schlag. Judes Geschichte beginnt 3 Jahre später und nichts scheint mehr so zu sein, wie es einmal war. Jude war ein beliebtes Mädchen, das gerne im Meer surfte oder von Klippen sprang. Sie interessierte sich nie gross für die Kunstschule, im Gegensatz zu Noah, der unbedingt in diese Schule wollte. Doch alles scheint verdreht zu sein. Jude geht an die Kunstschule und versucht mehr schlecht als recht, sich dort zurecht zu finden. Denn jedes ihrer Kunstwerke wird zerstört und sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ihre eigne Mutter ihr das antut. Noah zeichnet nicht mehr, auch scheint er nun zu den coolen Kids zu gehören und tut Dinge, die er sich vor drei Jahren noch gar nicht getraut hätte. Sofort fragt man sich; was ist geschehen? Was muss in diesen drei Jahren alles vorgefallen sein, dass die beiden Zwillinge, die einst unzertrennlich waren kaum noch miteinander sprechen und sich um 180Grad gewandelt haben? „Man braucht Mut dazu, erwachsen und der zu werden, der man wirklich ist.“ – E.E. Cummings Darüber Gedanken gemacht Es ist erstaunlich wie sehr man sich vom 13 bis zum 16 Lebensjahr wandelt. Wie sehr die Welt, die Gedanken, Wünsche und Ziele sich verändern können. Der Einstieg ins Buch mit Noah ist unglaublich toll, man bekommt sofort ein Gefühl für den Charakter und schliesst ihn sofort ins Herz. ***Kleiner Spoiler*** Ohne gross spoilern zu wollen möchte ich hier noch kurz auf ein wichtiges Thema im Buch eingehen. Noah ist sich schon früh, wenn auch unbewusst, klar, dass sein Interesse nicht unbedingt dem weiblichen Geschlecht gilt. Man merkt wie schwierig es für ihn ist seine Gefühle zu zulassen und wie viel Angst er hat, dafür von den anderen gemobbt zu werden. Ich finde es toll hat die Autorin so ein Thema mit ins Buch eingebaut. Vielleicht ermutigt es vor allem Jugendliche in diesem Alter zu ihren Gefühlen zu stehen oder was noch besser wäre; die Gefühle von anderen zu akzeptieren und vor allem zu verstehen. *** Spoiler Ende*** Jude ist mir als 16 jährige sofort sympathischer, als noch mit 13. Ihre schräge Art ist einfach einmalig und an sehr vielen Stellen musste ich einfach laut drauf los lachen. Ich fand vor allem die vielen „Tipps“ aus ihrer persönlichen Bibel richtig toll und konnte gar nicht genug davon kriegen. Eine wirklich tolle Stelle, die ich hier noch hervorheben möchte, ist die Geschichte der Dual-Seelen. Ein Wesen, dass 2 Köpfe, 4 Arme und 4 Beine hatte war so stark und mächtig, das Zeus dieses Wesen entzwei trennen musste und die Hälften über die ganze Welt verstraut hatte. Die Seelen waren dazu verdammt ein Leben lang ihre zweite Hälfte zu suchen und nur die, die grosses Glück hatten, fanden ihre Dual-Seele. „Wenn man seinen Seelenverwandten trifft, ist das, als würde man ein Haus betreten, in dem man schon mal gewesen ist – man erkennt die Möbel wieder, die Bilder an der Wand, die Bücher auf den Regalen, den Inhalt der Schubladen. Wenn es sein müsste, würde man sich auch im Dunkeln zurechtfinden.“ S. 288 Gefiel mir sehr  Du sollst kühn und mutig sein. Du sollst Risiken eingehen. (…) Du sollst die Welt neu erschaffen. S. 269 Es gab so viele Stellen im Buch, die ich mir mit Post-Its markieren musste. Solche Bücher mag ich ja unglaublich gerne, die einen zum Nachdenken bringen und noch lange nach dem man sie gelesen hat nicht loslassen. Ich war fasziniert von der Geschichte der beiden Zwillinge und fand die Auflösung und wie alles am Ende in einander floss richtig gelungen und war sehr glücklich darüber. Es gab sogar ein-zwei Stellen, bei der ich ein paar Tränen weg blinzeln musste und oft hatte ich das Bedürfnis die beiden Protagonisten einfach mal in den Arm zu nehmen. Die Leidenschaft, welche beide für die Kunst empfanden kam richtig gut rüber und nach dem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, hatte auch ich plötzlich Lust, mir einen Zeichenblock zu nehmen und drauf los zu malen. Es ist toll zu lesen, wie sehr ein Hobby zu einer Leidenschaft werden kann und wie weit es einen bringen kann. Gefiel mir nicht An diesem Buch habe ich absolut nichts auszusetzen. Schreibstil & Cover  Der Schreibstil ist einmalig und ich fand in grosse Klasse. Man ist viel näher an den Protagonisten dran, denkt deren Gedanken und vor allem fühlt man den Charakter. Auch sind die vielen „Selbstportrait“ und „Bibelsprüche“ – Stellen richtig witzig und geben einem nochmal ein ganz anderes Gefühl für das Buch. Ich liebe das Cover, es ist unglaublich schön durch seine Schlichtheit gestaltet und der Titel passt perfekt zum Buch. Fazit  Ein unglaublich tolles Jugendbuch, dass ich wirklich jedem weiter empfehlen kann, der sich gerne für ein paar Stunden in die Welt von Noah und Jude entführen lassen möchte. Man sollte auf jedem Fall dem Schreibstil aufgeschlossen sein und erst danach kann man jedes Wort geniessen. Eine tolle Geschichte, in der viel Liebe, Kunst, Leidenschaft und ein wenig Verrücktheit steckt. Eine Geschichte, die einen wieder an das Schicksal glauben lässt und an „Alles kommt so wie es kommen muss“ aber auf eine positive und schöne Art. BewertungBuchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

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  • Wundervolles Jugendbuch

    Ich gebe dir die Sonne
    Koriko

    Koriko

    24. February 2017 um 13:48

    Story: Die Zwillinge Noah und Jude sind unzertrennlich, bis Jude Make-Up, Kleider und Jungs für sich entdeckt und ihr Bruder sich in seine Traumwelten zurückzieht, nur noch für das Malen lebt und sich in den Nachbarsjungen Brian verliebt. Wenige Jahre später reden sie kaum noch miteinander und haben nach Hausen hin die Plätze getauscht – aus der Draufgängerin Jude ist eine introvertierte Außenseiterin geworden, die auf eine Kunsthochschule geht; Noah hat sich angepasst, das Malen aufgegeben und sich selbst hinter einer Mauer versteckt. Erst als Jude sich entschließt bei dem Steinhauer Garcia ein Praktikum zu machen und sie auf den charismatischen Fotografen Oscar trifft, bröckeln die Fassaden und offenbaren Geheimnisse, die das Leben von Jude, Noah und deren Familie auf den Kopf stellen – und mit etwas Glück zurück in normale Bahnen lenken … Eigene Meinung: Mit „Ich gebe dir die Sonne“ erschien der zweite Roman von Jandy Nelson bei cbj, wo ihr Debüt „Über mir der Himmel“ ebenfalls erhältlich ist. Das vorliegende Buch befand sich mehrere Wochen in den Bestsellerlisten und erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise. Die Filmrechte wurden bereits an Warner Bros. verkauft. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen – Noahs Sicht erzählt die Ereignisse der Familie als die Zwillinge ungefähr 13/14 Jahre alt sind; Judes Perspektive greift den Faden zwei Jahre später auf und zeigt die aktuellen Geschehnisse und enthüllt Geheimnisse. Auf sehr eindringliche Art und Weise offenbart Jandy Nelson, was mit den Zwillingen und ihrer Familie geschehen ist und gibt nach und nach Einblick in das Leben von Jude und Noah. Für beide spielt die Mutter eine zentrale Rolle, denn sie ist der Antrieb für die Geschwister; ganz besonders für Noah, der sich stark über seine Bilder und Träume ausdrückt, während Jude zu Beginn ihrer Pubertät eher Schwierigkeiten mit ihr hat. Für beide ist es ein Schock, als sie tödlich verunglückt und einen Scherbenhaufen zurücklässt, den die Geschwister allein kaum bewältigen können, insbesondere da sie wie Fremde nebeneinander her leben und stumm geworden sind. Für den Leser ist es toll, wie die Geheimnisse und Hintergründe Schicht für Schicht offenbart werden und die Wahrheit mit jeder Seite offenbart wird. Dabei reifen die Figuren, allen voran Jude, die sich selbst aus einem selbstgewählten Käfig befreien muss, um ihrem Bruder Noah und ihrem Vater zu helfen. Jandy Nelson gelingt es den Leser von der ersten Seite an zu fesseln, wenngleich man ein wenig Zeit braucht, um den Einstieg in „Ich gebe dir die Sonne“ zu schaffen. Ein ganz besonderer Pluspunkt sind die authentischen, gut ausgearbeiteten Charaktere, die einen schnell ans Herz wachsen. Sowohl Noah, der für die Kunst lebt, in seinem Kopf Bilder malt und jede Sekunde dafür nutzt, um seine Träume auf Papier zu bannen, als auch Jude, die mit dem Geist ihrer Großmutter redet und den abergläubischen Regeln der Familienbibel genauestens folgt, sind unheimlich sympathisch und sehr gut nachvollziehbar. Man erlebt mit Noah den Zauber der ersten Liebe zu Brian, der für Astronomie und den Weltraum lebt und ist nah bei Jude, als sie auf Oscar trifft und dessen Charme nur schwer entkommen kann. Auch die Nebencharaktere sind sehr angenehm in Szene gesetzt und können überzeugen. Seien es Garcia, Oscar, Brian oder die Eltern der Zwillinge – man kann jeden gut nachvollziehen und die einzelnen Beweggründe verstehen. Sie passen gut zu Noah und Jude, die abwechselnd und auf verschiedenen Zeitebenen die Geschichte erzählen. Stilistisch ist „Ich gebe dir die Sonne“ gut geschrieben, auch wenn man zu Beginn ein wenig braucht um in das Buch zu kommen. Hat man den Einstieg jedoch geschafft, fällt es dem Leser schwer das Buch aus der Hand zu legen – Jandy Nelson hat einen sehr lebendigen, fesselnden und bunten Stil, ganz besonders wenn es um die fesselnden und farbenfrohen Beschreibungen von Noahs Bildern und seinem unsichtbaren Museum geht. Allgemein hat Jandy Nelson ein Händchen dafür die Gedanken und Gefühle der Künstler zu Papier zu bringen und auf diesem Weg auch der Kunst ein passendes Denkmal zu setzen – denn „Ich gebe dir die Sonne“ ist in vielerlei Hinsicht ein Liebesbrief an die Kunst. Fazit: „Ich gebe dir die Sonne“ ist ein wundervolles Jugendbuch, das sowohl durch tolle Charaktere als auch durch eine schöne, fesselnde Handlung überzeugen kann. Jandy Nelson hat eine wundervolle, bildhafte Sprache, die das Herz berührt und dafür sorgt, dass man den Roman nicht so schnell aus der Hand legen kann. Wer Jugendbücher im Stil von „Die Mitte der Welt“ mochte, dem wird auch „Ich gebe dir die Sonne“ gefallen – sie ähneln einander und sind doch auf wundervolle Art und Weise anders. Bedenkenlos zu empfehlen!

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  • Ein buntes Jugendbuch mit starken Charakteren

    Ich gebe dir die Sonne
    -Leselust-

    -Leselust-

    23. February 2017 um 18:47

    Zum Inhalt will ich gar nicht m so viel sagen, um den Lesern nichts von der Geschichte vorwegzunehmen. Es geht also um ein Zwillingspaar, die sich so nahe stehen, dass schon die Rede von NoahundJude ist. Sie können fühlen, was der andere fühlt. Wissen, was der andere denkt. Zumindest mit 13 ist das so. Drei Jahre später gehen sie sich aus dem Weg und reden kaum miteinander. Ihre Verbindung haben sie verloren. Noah hat eine große künstlerische Begabung und geht völlig in der Kunst auf. Er lebt in seiner eigenen Welt und zeichnet ständig in seinem Kopf. Das macht ihn auch ein wenig zum Sonderling und er wird des Öfteren Opfer der "coolen Kids" und ihrem Spott. Jude ist ein echter Wildfang, surft, hängt mit den Älteren ab und geht auf Parties und flirtet mit jedem Jungen. Doch drei Jahre später haben sich beide völlig verändert. Die Entwicklung der Figuren ist wirklich sehr interessant und das man am am Anfang noch nicht weiß, was Auslöser dafür war, macht es noch spannender. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Noah und Jude erzählt. Dabei wird die Geschichte in zwei Zeitebenen unterteilt, da wir in Noahs Kapiteln die Ereignisse geschildert bekommen, als die Zwillinge 13 bis 14 Jahre alt waren. In Judes Abschnitten erfahren wir, wie das Leben der Zwillinge drei Jahre später, mit 16 Jahren, aussieht. Das fand ich sehr interessant und diese strenge Verknüpfung von Perspektive und Zeitebene habe ich auch bisher in keinem anderen Buch so gelesen. Allerdings waren mir gerade zu Anfang die Kapitel etwas zu lang. Nachdem ich so lange Teil von Judes Geschichte war, viel es mir dann erstmal schwer, wieder in Noahs Abschnitt reinzufinden, und umgekehrt. Etwas anderes, was an "Ich gebe dir die Sonne" wirklich sehr besonders ist, ist der Schreibstil. Jandy Nelson benutzt eine sehr metaphernreiche, bildhafte Sprache. Daran musste ich mich am Anfang erst gewöhnen, doch schnell habe ich diesen besonderen Stil lieben gelernt und mich davon bezaubern lassen. Starke Charaktere  Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Nicht nur wegen der schönen Sprache, sondern auch, weil mir die Protagonisten gleich sympathisch waren. Beide sind sie ganz speziell und heben sich von dem 0-8-15 Jugendbuchcharakter ab. Beide sind sie auf ihre eigene Art und Weise etwas verrückt und etwas anders. Und beide haben sie manchmal damit zu kämpfen, sich selbst treu zu sein und sich nicht zu verlieren. Sie sind versucht sich zu verbiegen, um sich anzupassen. Um dann aber schließlich doch sie selbst zu bleiben. Das ist eine wunderbare Botschaft, die das Buch sendet: Das es ok ist, so zu sein, wie man ist. Auch wenn man vielleicht ganz andere ist, als all die anderen. Das gerade das dem Leben auch die besondere Farbe geben kann. Es ist ok, auch mal von seinem Weg abzukommen, solange man immer versucht, wieder zurück zu gelangen. [Achtung: Spolier] Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass mir das Ende zu perfekt ist. Ich saß beim Lesen zwar da und musste übers ganze Gesicht grinsen, weil alles einfach so schön war. Aber, und das ist jetzt nicht böse gemeint, als kritischer Leser muss ich sagen, dass diese sonst sehr "echte" Geschichte ein etwas weniger schablonenhaftes Ende verdient hätte. Und ja, ich weiß, dass es sich bei "Ich gebe dir die Sonne" um ein Jugendbuch handelt. Aber die müssen ja auch nicht immer mit "Glitzer, Sonnenschein und Happy Ever After" enden, oder? Fazit: Ich gebe dir die Sonne -ein Buch das zeigt, dass man die Menschen, die man liebt, auch am meisten verletzen kann. Was Schweigen alles anrichten kann. Wie eine ganz normale Familie durch einen furchtbaren Schicksalsschlag zerbricht und sich entfremdet. Aber auch, wie sie sich dadurch entwicklen und daran wachsen. Besonders die reiche Sprache hat mich sehr beeindruckt und auch das große Thema Kunst ist meiner Meinung nach gut verarbeitet und ich habe noch so einiges gelernt. Ein fast perfektes Jugendbuch.

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  • Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

    Ich gebe dir die Sonne
    akoya

    akoya

    16. February 2017 um 11:15

    Lasst alles stehen und liegen und lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen! Dieses Buch ist das Beste was ich seit langem im Jugendbuchbereich gelesen habe. Es verdient viel mehr Aufmerksamkeit, ebenso wie die Autorin Jandy Nelson. Dieses Buch sticht aus der Masse an Jugendbüchern sowas von heraus. Tut euch den Gefallen und lasst euch diese Geschichte nicht entgehen. Ich konnte das Buch einfach nicht loslassen und wollte es partout nicht beenden. „Ich gebe dir die Sonne“ hat mir so viel gegeben. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Und der Schreibstil der Autorin sowieso. So einen Schreibstil habe ich noch nie erlebt, er ist so unfassbar gut und unschlagbar wundervoll. Jandy Nelson schreibt nicht nur einfach einen Satz, sie schmückt diesen künstlerisch so aus, dass man beim lesen noch viel intensiver und mit allen Sinnen gepackt wird. Man macht sich wesentlich mehr Gedanken und man nimmt die Charaktere viel deutlicher wahr. Die Gefühlswelt von Noah und Jude ging mir so nah und das alles wegen dieses einzigartigen Schreibstils. Ich kann euch das gar nicht richtig beschreiben, deswegen müsst ihr dieses Buch einfach unbedingt selbst lesen. Wirklich, ich verspreche euch da nicht zu viel! Es ist so viel mehr als ein einfaches Jugendbuch. Noah und Jude. Die beiden sind zwei sehr realistisch, dargestellte Charaktere. Man wird im Laufe der Geschichte ein bisschen mit ihnen erwachsen und kann viele Gedanken und Situationen nachvollziehen. Keiner der beiden wurde mir fremd, sie wuchsen mir mehr und mehr ans Herz. Beide sind sehr facettenreich und besonders in ihrer Art und ihrem Handeln. Zwei Zwillinge, sich so nah und doch so fern. So bunt wie das Cover entwickelt sich auch die Geschichte. Es passt einfach alles, ist stimmig bis zum Schluss. Es ist wohl auch das erste Buch für mich gewesen, in dem das Thema „Schwul sein“ eine tragende Rolle gespielt hat. Das war eine neue und sehr wertvolle Erfahrung für mich. Ich habe dadurch viel über mich selbst gelernt und dadurch prägt mich dieses Buch auch teilweise. Ich werde mir auf jeden Fall das Buch „Über mir der Himmel“ von der Autorin zulegen, denn das kenne ich zum Glück noch nicht. Ebenso wird dies nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich das Buch gelesen habe. Denn das Buch fängt einen auf, tröstet, gibt einem Hoffnung und wiegt einen sanft in den Ruhemodus des Alltags. Es gibt einem wortwörtlich die Sonne. Ein Buch über die Liebe, das Leben und Familienbande. Wir brauchen mehr von Jandy Nelson, wir brauchen mehr solcher Bücher! Fazit: Ein herausragendes Jugendbuch von einer wortgewandten Autorin!

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  • Ich gebe dir die Sonne

    Ich gebe dir die Sonne
    Literameer

    Literameer

    13. February 2017 um 13:12

    JudeundNoah. NoahundJude. Die Zwillinge Jude und Noah sind eng miteinander verbunden und dennoch völlig unterschiedlich. Während Noah eher introvertiert ist, tolle Bilder malt und sich Hals über Kopf in einen Jungen verliebt, entdeckt die extrovertierte Jude roten Lippenstift, waghalsige Sprünge von der Klippe, Partys und Jungs. Jude. Noah. Einige Jahre später reden die beiden kaum noch miteinander. Von der Verbundenheit der Zwillinge scheint kaum noch etwas übrig zu sein. Doch was ist passiert, was nicht nur das Leben der beiden, sondern auch ihre Beziehung zueinander so grundlegend verändert hat? Auf dieses Buch bin ich unheimlich neugierig gewesen. Gefühlt jeder hat es gelesen, ständig ist es in meinem Feed bei Instagram aufgetaucht und meine Neugierde wuchs immer mehr. Dass ich keine wirkliche Vorstellung vom Inhalt hatte, tat meiner Neugierde keinen Abbruch. Entsprechend hoch sind meine Erwartungen an Jandy Nelsons Roman "Ich gebe dir die Sonne" gewesen. Nach den ersten Seiten war ich erst einmal enttäuscht. Ich kam überhaupt nicht mit dem Schreibstil der Autorin zurecht. Ich musste mich sehr auf das Gelesene konzentrieren und hatte am Ende einer Seite das Gefühl, nicht mehr zu wissen, was am Anfang der Seite stand. Am ersten Tag habe ich das auf die Müdigkeit geschoben, am zweiten Tag auch, am dritten Tag hab ich über einen Abbruch nachgedacht. Ab etwa Seite 100 hat mich das Buch dann aber total gepackt und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Es lohnt sich also, ein bisschen Geduld mit dem Buch zu haben. Jandy Nelsons Schreibstil ist sehr besonders. Sie schreibt mit einer Wort- und Bildgewalt, die einzigartig ist. Ihre Worte sind wie bunt leuchtende Bilder, jedes für sich mit einer immensen Wucht und Leuchtkraft. Sie benutzt unheimlich viele unterschiedliche Wörter, erfindet auch manche Wörter neu und zeigt, wie vielfältig Sprache sein kann. Doch nicht nur die farbenfrohe und bunte Sprache macht dieses Buch zu etwas besonderem, sondern auch die Geschichte von Jude und Noah hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Judes und Noahs Sicht erzählt. Dabei erzählt Jude meistens aus dem heute, dem "danach", während Noah meist aus dem "davor" berichtet. Inhaltlich ist "Ich gebe dir die Sonne" sehr vielseitig. Da ist Noah, der sich mit seiner Homosexualität und den damit verbundenen Hänseleien, aber auch der ersten Verliebtheit auseinandersetzen muss. Da ist Jude, die sich zur Bewältigung ihrer Verluste in Geister und Aberglauben zurückzieht, die hat was sie nicht wirklich will und vermisst was sie nicht hat. Trotz dieser Vielseitigkeit ist der Roman nicht überladen, so dass all die kleinen Mosaikteilchen am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ich bin wirklich froh darüber, das Buch nicht abgebrochen zu haben. Und rückblickend verstehe ich auch, warum das Buch am Anfang seine Zeit gebraucht hat. Für diese Geduld wurde ich dann aber auch mit einer vielseitigen Geschichte belohnt, die mich sehr berührt hat. Das Durchhalten hat sich also gelohnt.

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  • Ich gebe dir die Sonne - Tolles und rührendes Buch :)

    Ich gebe dir die Sonne
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    11. February 2017 um 14:04

    Aufmachung des Buches Auf dem Cover von „Ich gebe dir die Sonne“ sieht man bunte Striche, die wie Sonnenstrahlen von dem Buchtitel in der Mitte wegführen. Die Gestaltung des Buches wirkt von daher eher schlicht, aber auch passend. Das Cover hat mich nicht zum Lesen des Jugendromans angeregt, hier war der Klappentext entscheidend. Inhalt Jude und Noah sind Zwillinge. Lange waren die beiden unzertrennlich bis zwischen den beiden eine Art Konkurrenzkampf entstanden ist. Jude ist im Alter von 13 Jahren die Draufgängerin, Noah ist in der Zeit der ruhige Typ. Er malt leidenschaftlich gerne und schwärmt heimlich für seinen Nachbarsfreund Brian. Seine Gefühle hält er geheim, zu sehr wird er von anderen Teenagern gehänselt. Zwischen Jude und Noah beginnen Eifersüchteleien, die ihre Zwillingsbeziehung an ihre Grenzen bringt. Drei Jahre später hat sich das Leben der beiden Geschwister ,durch ein dramatisches Ereignis, stark gewandelt. Jetzt ist Noah der scheinbar selbstbewusste Junge und Jude hat sich zu einem Mauerblümchen entwickelt, die ,statt Noah, sich der künstlerischen Laufbahn gewidmet hat. Was ist passiert? Und können die Zwillinge sich wieder annähern? Eine rührende Geschichte rund um eine Geschwisterbeziehung, Liebe und Freundschaften aus der abwechselnden Sicht der beiden Zwillinge wir in dem Buch erzählt. Meine Meinung Der Klappentext „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson hat mich sehr angesprochen. Das Buch hat mich beim Lesen auch nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, es zog mich in den Bann. Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich die Geschichte rund um die Zwillinge Jude und Noah so berühren wird. Ich musste mich zwar erst daran gewöhnen, dass die Handlung aus zwei Sichten und Zeiträumen erzählt wird, doch schließlich machte genau dieser Erzählstil das Buch sehr lesenswert. Die Geschichte wird unter den Kapitelnamen „Das unsichtbare Museum“ (Noahs Sicht) und „Die Geschichte des Glücks“ (Judes Sicht) erzählt. Dabei muss man erwähnen das Noahs Kapitel zeitlich früher spielen als Judes Kapitel. So erfährt man von dem charakterlichen Wandel der Geschwister und fragt sich, wie es dazu kam. Dies wird nach und nach geklärt, was die Geschichte interessant macht. Noah ist in den Kapiteln „Das unsichtbare Museum“ ein in sich gekehrter Junge, der seine Homosexualität geheim halten möchte. Er entwickelt Gefühle für seinen neuen Nachbarsfreund Brian, kann aber nicht offen darüber sprechen. Immer wieder wird er von anderen Jungs gehänselt. Mir tat Noah sehr leid. Seine Erlebnisse werden sehr rührend beschrieben, so dass ich für ihn gehofft habe, dass auch er mal Erfolge erlebt. Er liebt das Malen und entwickelt eine große Leidenschaft dafür. Unbedingt möchte er auf die nahgelegene Kunst-High-School gehen. Die Mutter der Zwillinge möchte die beiden auch gerne auf dieser Schule sehen. Hierbei entwickelt sich schon bald ein Konkurrenzkampf zwischen Jude und Noah. Letztendlich werden wir in Judes Kapitel „Die Geschichte des Glücks“ erfahren, in wie weit die beiden auf der Kunsthochschule aufgenommen worden sind. Jude ist in Noahs Kapitel eine Draufgängerin, die mir in den Abschnitten relativ unsympathisch herüber kam. In ihren Kapiteln hingegen ist sie liebenswerter. Sie hat ja auch eine große Charakterwandlung hinter sich gelegt. Leider hat dies aber mit einem traurigen Ereignis zu tun, der in der Zwischenzeit vorgefallen ist. Dies hat die Zwillinge sehr erschüttert und sie haben damit beide auf ihre eigene Weise zu kämpfen. Jude möchte bei dem Steinhauer Guillermo aus einem gewissen Grund neue Fähigkeiten erlernen. Dieser ist ein Eigenbrötler, den es zu knacken gilt. Er spielt aber noch eine andere Rolle in der Familie von Jude und Noah. Bei Guillermo lernt Jude Oscar kennen. Irgendwoher kennt sie ihn. Doch woher? Auf jeden Fall ist sie sehr fasziniert von ihm. Jude spricht mit ihrer verstorbenen Großmutter, die immer wieder vor ihr auftaucht. Das ist eine Art Gabe der weiblichen Personen der Familie. Ihre Großmutter erscheint immer mal wieder. Irgendwie ist diese Bindung von Enkelin zur Großmutter etwas Besonderes.  Natürlich möchte ich auch nichts zu Noahs und Judes Verhältnis unerwähnt lassen. Die beiden haben sich im Alter von 13 Jahren auseinander gelebt. Eigentlich sind sie typische Zwillingsgeschwister, die auf besondere Art miteinander verbunden sind. Schnick-Schnack-Schnuck konnten sie nie spielen, da sie immer das Gleiche gewählt haben. Sie würden für einander alles geben. Doch alles ändert sich plötzlich und sie begegnen sich als Rivalen. Es ist wirklich traurig zu lesen, wie fies sie sich teilweise gegenseitig begegnen. Man hofft, dass sie wieder zueinander finden werden. Doch eine große Zeit wird vergehen bis es eventuell wieder zu Annäherungen kommt. Süß finde ich, wie Noah und Jude die Welt bildlich untereinander aufgeteilt haben. Daher kommt wohl auch der Buchtitel „Ich gebe dir die Sonne“. Es gibt eine Schlüsselszene, die diesen Titel wohl erklärt… Mich hat die Geschichte von Noah und Jude sehr berührt. Ich habe mit beiden mitgelitten und –gefiebert. Beide sollten unbedingt ein Happy-End erleben. Der Erzählstil von Jandy Nelson gefällt mir gut und gerne möchte ich noch mehr von der Autorin lesen. Sie hat mich in den Bann gezogen, sodass ich oft meinen eBook-Reader nicht bei Seite legen konnte. Mein Fazit Ich gebe dem rührenden Buch „Ich gebe dir die Sonne“ fünf volle Sterne, weil es mich in den Bann gezogen und sehr berührt hat. Diesen Jugendroman kann ich nur weiterempfehlen.

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  • Ich gebe dir die Sonne

    Ich gebe dir die Sonne
    night_mare

    night_mare

    10. February 2017 um 15:22

    Ich habe das erste Buch der Autorin nicht gelesen, aber dieses hörte sich echt gut an und die Meinungen waren auch sehr gut. Der Schreibstil der Autorin recht bildlich und sie hat ihre ganz besondere Art Dinge zu erklären, was mich ein wenig an E. Lockhart erinnert hat. (Die hat "Solange wir lügen" geschrieben.) Die Charaktere waren wunderbar. Niemand ist zu blass gewesen und man konnte deren Handlung auch gut nachvollziehen. Jedoch habe ich auch was zu bemängeln: Zunächst die Liebesgeschichten, die ich irgendwie als unglaubwürdig empfand und nicht wirklich verstehen konnte, da es mir außerdem auch etwas zu schnell ging. Ebenfalls hat mir der rote Faden im Buch gefehlt und man versteht einfach nicht wo das Buch hinmöchte. Das Buch besaß auch sehr viele Längen und dies sorgt zwischendurch etwas für Langeweile. Der Schreibstil ist, wie gesagt, sehr ungewöhnlich und das macht es dem Leser auch sehr schwer in die Handlung hineinzukommen.

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  • Rezension: Ich gebe dir die Sonne

    Ich gebe dir die Sonne
    diebuecherverrueckte

    diebuecherverrueckte

    08. February 2017 um 20:58

                                                     Meine Meinung Ich  habe das Buch angefragt, da der Klappentext sehr interessant klang. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich aber erstmal geschockt. Das Buch ist aus zwei Sichten geschrieben worden und zwar aus der Sicht von den Zwillingen Jude und Noah. Das Besondere ist aber, das Noah 13-14 Jahre alt ist in seiner Sichtweise und Jude 16 Jahre alt ist. Am Anfang kam ich so garnicht mit dem Buch klar. Die zwei verschiedene Sichtweisen waren am Anfang sehr irritierend, da ich das gar nicht erwartet hatte und so etwas eigentlich auch nicht mein Geschmack ist.Dazu kommt noch, dass die Autorin mit sehr vielen Metaphern arbeitet und ich nicht so der Fan davon bin. Deswegen hat es etwas gedauert bis ich in das Buch richtig rein gekommen bin. Das Buch hatte keine richtigen Kapitel, sondern nur so Textabschnitte. Die einzigen Abgrenzungen waren die Sichtwechsel.  Ich fand es sehr schwierig ohne Kapitel zu lesen und kam deswegen sehr langsam durch das Buch. Die Hauptcharaktere hat man sehr gut kennengelernt und waren mir sofort sympatisch. Durch die Ich- Perspektive konnte man alle Gefühle und Handlung nachvollziehen und das hat das Buch auch sehr interessant gemacht, Eine wirkliche Handlung gab jetzt nicht. Man hat von Jude und Noah die künstlichere Entwicklung miterlebt und ihre Entwicklung ohne ihre Kunst. Ich fand die Handlung wurde immer interessanter und sie wurde auch spannender. Am Ende habe ich richtig mitgefiebert, da es zu vielen Entlüftungen von Geheimnissen kam, auch von Sachen, die man selber nicht wusste.  Beide Charaktere haben dem jeweiligen anderem etwas verschwiegen und mit sich rum getragen. Ich finde, das Ende hat das Buch sogar noch richtig spannend gemacht. Das Buch ist etwas besonders und trifft nicht jeden Geschmack. Es ist halt keine große Geschichte wie in anderen Büchern, sondern der Mittelpunkt liegt in den kleinen Sachen. Der Schreibstil war ganz okay, aber nichts besonders.                                                                Fazit Das Buch ist Geschmacksache und man solche Bücher echt mögen. Wer mehr auf Action und eine durchgehende Handlung steht, sollte das Buch nicht lesen, 3/5 Pfötchen

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  • Wortgewalt pur und irre gut! Ein Lieblingsbuch.

    Ich gebe dir die Sonne
    Damaris

    Damaris

    08. February 2017 um 14:29

    Mit ihrem Debütroman "Über mir der Himmel" hat mich Jandy Nelson bereits begeistert. Ein echter Buchschatz! Da war die Neugierde auf "Ich gebe dir die Sonne" nur folgerichtig. Im Moment fehlen mir ein bisschen die Worte, denn es ist schwer, die Gefühle zu ordnen, die sich rund um das Buch in meinem Kopf angesammelt haben. Ganz einfach ausgedrückt; ich lese wirklich viele gute Bücher, die mich begeistern. Und ich lese manchmal ein gutes Buch, bei dem ich nach den ersten Seiten denke: Wow! Einfach nur wow! So ein Buch ist "Ich gebe dir die Sonne". Die Zwillinge Jude und Noah haben eine ganz besondere Verbindung - NoahundJude. Das spürt man sofort. Und doch ist da etwas, das wie ein schleichendes Gift in beiden wirkt. Eifersucht. Etwas davon in Noah, sehr viel davon in Jude. Noah, der viele Gedanken in Porträt-Kunst ausdrückt, beschreibt es so: Wenn ich Jude und mich mit durchsichtiger Haut male, dann sind immer Klapperschlangen in unseren Bäuchen. Ich habe nur ein paar. Jude hatte siebzehn bei der letzten Zählung. (S. 35/36). Beide eifern um die Gunst der Eltern und des jeweils anderen. Damit vergiften sie die Beziehung Stück für Stück. Die Geschichte wird sehr speziell erzählt. Aus der Sicht des 13-jährigen Noah in der Vergangenheit, und im Jetzt, also ein paar Jahre später, aus der Sicht der 16-jährigen June. Es ist nicht schwer, der Handlung zu folgen, denn es gibt immer wieder Überschneidungen oder gemeinsame Erinnerungen. Was mich sofort ansprang, und nicht wieder losgelassen hat, war der Sprachstil. Dieser ist einzigartig und nicht zu toppen! Er gibt einen so deutlichen Einblick in die Gefühlswelt der Zwillinge, dass ich oft komplett überwältigt war. Sehr prägnant wird der besondere Ausdruck bei den Kapiteln von Noah. Seine Art in Bildern oder sehr speziellen Vergleichen zu denken und Metaphern zu gebrauchen ist so gut, dass ich manche Passagen mehrmals gelesen habe. Was dann schlussendlich dazu führte, dass Noah und Jude sich gänzlich voneinander entfernten, erfährt man erst, wen alle Fäden der Geschichte zueinander laufen. Das ist phänomenal gemacht und fesselt ungemein, obwohl die Dramatik im Buch von ruhiger Art ist und, bis auf wenig aktive Spannung, eine unterschwellige Wirkung entfaltet. Es stimmt alles bei dieser Geschichte: Die Darstellung der Geschwisterbeziehung, ihre individuellen Geschichten und Gefühle für andere Personen und die Lösung des Ganzen. Diese ist brillant, hoffnungsvoll und einfach richtig. Das Fazit "Ich gebe dir die Sonne" ist ein waschechtes Drama zum Wohlfühlen (geht das überhaupt?). Es ist ein Roman, der berührt, der fesselt und nicht wieder loslässt - und das mit einem Ausdruck und einer Hingabe, wie ich es selten erlebe. Die Geschichte ist so gut, der Erzählstil so eindrucksvoll und wortgewaltig, dass ich schon während des Lesens völlig hingerissen war. Und am Ende erst recht. NoahundJude haben sich in mein Herz geschrieben, und da bleiben sie auch. Ein Lieblingsbuch!

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  • Manchmal auf mehrere Pferde setzen

    Ich gebe dir die Sonne
    ReginaMeissner

    ReginaMeissner

    06. February 2017 um 00:19

    Eigentlich sollte das hier eine 3 Sterne Rezension werden. Denn eigentlich hat mir das Buch bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht gefallen. Aber. irgendwie. hat es etwas in mir in Bewegung gesetzt. Und. irgendwie. hat es mir glaube ich etwas gegeben.     Es geht um "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson. Um euch einen Überblick zu geben, habe ich erst einmal den Klappentext:   Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ... (Quelle: Amazon)   Am Anfang war ich neugierig. Gespannt. Hin- und hergerissen zwischen Meinungen, die meine Ansicht vielleicht schon vorher geprägt haben. Die ersten 50 Seiten waren ein Kampf. Der "ach so tolle, von allen geliebte Schreibstil" hat mich in den Wahnsinn getrieben, ich fand ihn einfach nur übertrieben und blöd.   Jetzt, über 400 Seiten später, erkenne ich, dass der Stil Zeit gebraucht hat, um sich zu entfalten. Dass die Metaphern erst ab der Hälfte des Buches wirken und mich im letzten Drittel wirklich berührt haben. Würde ich nach schönene Stellen, nach besonderen Zitaten in diesem Buch suchen, gäbe es wohl hunderte. Viele haben mich zum Schmunzeln gebracht, viele haben etwas in mir angestoßen und einige mich zum Nachdenken gebracht. Jude und Noah sind, was das angeht, sehr besonders.   Die Geschichte an sich ist eine Geschichte voller Wirrungen, voller Missverständnisse, voller Hass und Versöhnung. Es geht um eine zerrüttete Familie. Vor allem aber geht es um Kunst. (Vielleicht lag dort anfangs mein Problem, denn ich - wie ich schandhaft eingestehe -  habe keinen Bezug zu Kunst. Absolut keinen. Nichts, nada. Wenn ich vor einem Bild stehe, ist es so, als würde ich auf ein leeres Feld starren. Ich fühle nichts. Ich verstehe es nicht, das gebe ich gern zu. Aber Kunst und ich sind zwei verlorene Seelen, die nie zueinander finden werden.) Und doch hat Noah es geschafft, die Kunst für mich zum Leben zu erwecken. Nicht für immer, nicht für lange Zeit. Aber für die Dauer seiner Geschichte. Er ist wahnsinnig leidenschaftlich und diese Passion spürt man in jedem Wort.   Jude ist eifersüchtig und störrisch, aber nicht weniger begabt. Sie befindet sich in einer Phase irgendwo zwischen Selbstfindung und Selbstzerstörung. Und sie verliebt sich, obwohl sie der Männerwelt abgeschworen hat.   Jude und Noah sind besonders. Aber Jude und Noah waren nicht immer einfach. Nach 477 Seiten sind sie mir ans Herz gewachsen, aber es hat gedauert, bis ich mich für sie interessiert habe. Minimum die erste Hälfte, wahrscheinlich sogar länger.   Wieso wollte ich erst nur drei Sterne geben? Sprache top, Plot ... nun ja, nicht flop, aber ausbaufähig. Ich mag die verschiedenen Sichtweisen, die unterschiedlichen Jahre und das Zusammenführen am Ende. Trotzdem finde ich, dass in einem sehr dicken Buch sehr wenig passiert. Und dass immer wieder das Gleiche passiert.   Mh. Und doch. Werde ich in Zukunft am besten auf mehrere Pferde setzen. 

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  • „Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson

    Ich gebe dir die Sonne
    JayLaFleur

    JayLaFleur

    29. January 2017 um 21:24

    Inhalt Noah und Jude sind Zwillinge – gleich und doch sehr verschieden. Noah ist ein eher introvertierter Junge, der sehr gerne malt und sich mit seinen Werken zurückzieht. Jude hingegen ist ein aufgewecktes Mädchen, das gerade roten Lippenstift für sich entdeckt. Eines Tages aber wird die Zwillingsbeziehung NoahundJude getrennt. Was ist zwischen den beiden vorgefallen? Werden die beiden ihre Beziehung zueinander retten können? Meinung Es ist wirklich unglaublich, wie Jandy Nelson es geschafft hat, mich mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil von der ersten Seite an zu fesseln. Die Sprache ist sehr bildgewaltig und die Kunst spielt eine sehr große, wichtige Rolle im Roman. Die Autorin hat es geschafft, mir mit ihrem schönen, deskriptiven, fast schon poetischen Schreibstil viele wunderschöne Bilder in den Kopf zu malen. Die Geschichte der beiden Protagonisten wird aus zwei verschieden Blickwinkeln und Zeiten erzählt. Es beginnt mit dem 13-jährigen Noah in der Vergangenheit. Der Leser erfährt bereits ganz zu Anfang, dass Kunst sein Lebensinhalt ist. Weiter geht es mit Jude, die 16 Jahre alt ist und die aus der Gegenwart erzählt. Zu diesem Zeitpunkt sprechen die beiden Zwillinge kein Wort mehr miteinander. Jandy Nelson hat die Beziehung der beiden und auch das Familienleben sehr gut ausgearbeitet, sodass am Ende keine Fragen mehr offen geblieben sind. Vor allem kommen die Gefühle von Noah und Jude durch die Ich-Perspektive und vielen Gedanken sehr gut rüber. Noah und Jude sind zwei fantastische Charaktere mit viel Authentizität - ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen! Aber auch die Nebenfiguren wurden sehr liebevoll gestaltet. Jandy Nelson hat einen wirklich sehr leisen Spannungsbogen erschaffen. Hier war ich zugegebenermaßen erst ein wenig skeptisch, ob der Bogen durch die sehr langen Kapitel gehalten werden kann. Ich wurde nicht enttäuscht! Denn durch die Gedankenwelt der Zwillinge wurde ich quasi durch das Buch getragen. Sehr interessant fand ich die vielen Aspekte des Buches. Manche werden nur angeschnitten, viele ziehen sich aber auch durch das komplette Buch durch. Von Liebe, Tod, Verlust bis hin zu Sexualität und Aberglaube - es ist alles dabei. Trotzdem wirkt dieser Jugendroman nicht überladen. Fazit Wow – was für ein unglaublich emotionales und intensives Jugendbuch mit viel Charakter! Ein Buch über Zwillinge, die sich verloren haben. Ich vergebe an „Ich gebe dir die Sonne" fünf Sterne. Weitere Informationen: Originaltitel: I’ll give you the sun Verlag: cbt Kinder- und Jugendbücher (https://www.randomhouse.de/Verlag/cbt-Kinder-und-Jugendbuecher/16000.rhd) Seiten: 479 Erscheinungsdatum: 21. November 2016 Preis: 17,99€ Gebundene Ausgabe ISBN: 978-3-570-16450-4

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