Die Watsons / Lady Susan / Sanditon

von Jane Austen 
4,3 Sterne bei15 Bewertungen
Die Watsons / Lady Susan / Sanditon
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Drei wundervolle Geschichten die Jane Austens Esprit deutlich in sich tragen.

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Ein schönes Buch für alle Jane-Austen-Fans, man sollte aber daran denken, dass die Bücher unvollendet sind.

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Inhaltsangabe zu "Die Watsons / Lady Susan / Sanditon"

Bei ihrem Tod mit nur 41 Jahren hinterließ Jane Austen drei ganz unterschiedliche unvollendete Romane: The Watsons, Lady Susan und Sanditon. Sie bieten einen einzigartigen Einblick in ihre literarische Werkstatt, sind aber auch unabhängig davon als literarische Werke sehr reizvoll zu lesen. Als Ergänzung zu den sechs abgeschlossenen Romanen liegen sie hier in neuer Übersetzung vor.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783150204719
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:259 Seiten
Verlag:Reclam, Philipp
Erscheinungsdatum:10.02.2017

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    Belladonnas avatar
    Belladonnavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Drei wundervolle Geschichten die Jane Austens Esprit deutlich in sich tragen.
    Meine Rezension zu "Die Watsons/Lady Susan/Sanditon"

    Meine Meinung

    Die in diesem Band enthaltenden Romanfragmente zu „Die Watsons“ und „Sanditon“, sowie den abgebrochenen Briefroman „Lady Susan“ wurden erstmals von Jane Austens Neffen James Edward Austen-Leigh über 50 Jahre nach Jane Austens Tod veröffentlicht.

    Obwohl es sich hier um unabgeschlossene Romane handelt, spürt man Jane Austens Witz und Genialität durch jede Zeile durchschimmern. Vor allem bei „Sanditon“ hatte ich das Gefühl die Konstruktion für ein wundervolles und äußerst umfangreiches Werke in Händen zu halten.

    Die Watsons

    "So aufs Heiraten erpicht zu sein, einen Mann nur um der finanziellen Sicherheit zu verfolgen, ist etwas, was mich schokiert." (Seite 11)

    Die junge Miss Emma Watson wuchs bei Tante und Onkel auf und kehrt nun nach vielen Jahren in den Schoß der Familie, zu ihrem kränkelnden Vater und ihrer älteren Schwester, zurück. Auf ihrem ersten Ball lernt sie den Pfarrer Mr. Howard kennen und tanzt mit ihm. Miss Emma Watson scheint sich regelrecht in seine guten Umgangsformen und sein attraktives Aussehen zu verliebt zu haben. Diese aufkeimende Liebe wird jedoch noch nicht weiter beleuchtet, denn Mr. Tom Musgrove drängt sich regelrecht in das Leben der Watson Schwestern.

    "Er hat etwas Lächerliches an sich, das mich amüsiert, aber sonst kann ich seiner Gesellschaft nichts abgewinnen." (Seite 43)

    Das Fragment „Die Watsons“ endet leider gerade an der Stelle, die jede Menge Spannung und Verwicklungen verspricht. Als Lerser/-in kann man der Fantasie nun freien Lauf lassen.

    Lady Susan

    „Lady Susan“ ist ein herrlich sarkastischer und ironischer Briefroman über eine Witwe und ihre 16-jährige Tochter. Die Geschichte unterscheidet sich so ziemlich zu den anderen Erzählungen Austens, denn die Heldin ist dieses Mal eine etwas ältere Witwe die vor allem darauf aus ist für sich den größten Vorteil zu ziehen, ihre Tochter behandelt sie dabei ziemlich stiefmütterlich.

    "Wie sehr man vielleicht auch an dem Reiz einer nicht mehr jungen Dame zweifeln darf, ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich selten eine so bezaubernde Frau wie Lady Susan gesehen habe." (Mrs. Vernon an Mr. de Courcy, Seite 78)

    Lady Susan ist ein berechnender Charakter mit einer gewinnenden Art, mit der sie vor allem Männer um den kleinen Finger wickelt. Mit ihren Spielchen versetzt sie schon bald ihr ganzes Umfeld in Aufruhr. Nachdem Lady Susan bei ihrem Schwager Quartier bezogen hat, wird bald klar das Mr. Reginald De Coursy den Flirtereien nicht widerstehen kann und Lady Susans Charme erliegt. Doch das launenhafte Spiel von Lady Susan läuft in eine ganz andere Richtung…

    Sanditon

    In dieser unvollendeten Geschichte steht der im Wachstum begriffene Kurort „Sanditon“ an der Küste Sussex im Vordergrund.

    Durch einen Unfall sind Mr. und Mrs. Parker dazu gezwungen vorerst bei der Familie Heywood unter zu kommen. Während ihrem Aufenthalt in der fremden Gemeinde freunden sich die Familien näher an und Mr. Parker kann zur Genüge von seiner geliebten Heimat Sanditon schwärmen. Die Parkers treten ihre Heimreise schließlich mit eine der Töchter der Heywoods, Charlotte, an.

    In Sanditon angekommen lernt Charlotte nicht nur den aufstrebenden Kurort, sondern auch die wichtigsten Bewohner, allen voran die berüchtigte Lady Denham und deren (ums Erbe buhlende) Verwandschaft kennen. Sehr unterhaltsam sind vor allem Mr. Parkers invaliden Geschwister.

    Leider konnte Jane Austen durch ihren frühen Tod diesen vielversprechenden Roman nicht zu Ende bringen. Auch „Sanditon“ bricht an einer äußerst spannenden Stelle ab, die sehr viel Spielraum für Spekulationen und Verflechtungen bietet.

    "…so waren die Miss Beaufort bald, um den richtigen Ausdruck zu verwenden, mit dem »Kreis, in dem sie sich bewegten«, zufrieden, denn heutzutage muss sich ja jeder in einem »Kreis« bewegen; und auf solche ständigen Kreisbewegungen sind wohl das Schwindelgefühl und die falschen Schritte vieler zurückzuführen." (Seite 228)

    Fazit

    Drei wundervolle Geschichten die Jane Austens Esprit deutlich in sich tragen.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 29.08.2017

    Kommentare: 1
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    Azalees avatar
    Azaleevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein schönes Buch für alle Jane-Austen-Fans, man sollte aber daran denken, dass die Bücher unvollendet sind.
    Schön für alle Jane-Austen-Fans

    Das Buch enthält die drei unvollendeten Werke "Die Watsons", "Lady Susan" und "Sanditon" von Jane Austen, im Anhang gibt es zu jedem Buch einen Kommentar des Übersetzers Christan Grawe. In diesen erklärt er, wie die Geschichte weiter verlaufen hätte können.

    SCHREIBSTIL:
    Die Bücher sind alle im typischen Jane-Austen-Stil geschrieben und lassen sich gut lesen. Gleichzeitig zeigen sie eindrücklich, wie sich Jane Austens Schreibstil verändert hat.

    DIE WATSONS:
    In diesem Buch geht es um die junge Emma Watson, die zunächst bei ihrer Tante aufgewachsen ist und nun zu ihrer Familie zurückkehrt. Mir persönlich hat "Die Watsons" von den drei Werken am wenigsten gefallen, ich fand es aber immer noch gut. Jane Austens Stil ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ausgereift wie in späteren Werken, dadurch lässt sich das ganze Buch aber auch recht einfach lesen.
    Die Charaktere fand ich gut beschrieben, Emma war mir auch recht sympathisch.
    Das Ende des Romans steht im Anhang, da Jane Austen wohl ihrer Schwester Cassandra davon erzählt hat.

    LADY SUSAN:
    Lady Susan ist ein Briefroman, zu dem Jane Austen einen abschließenden Kommentar geschrieben hat. Es geht um Lady Susan, die nach dem Tod ihres Mannes nur auf ihren eigenen Vorteil schaut und sich bei Schwägerin und Schwager einquatiert. Die Briefe gehen zwischen mehreren Personen des Romans hin und her, hauptsächlich aber zwischen Lady Susan und ihrer Freundin Alicia Johnson sowie Susans Schwägerin Catherine Vernon und deren Mutter Lady de Courcy.
    Lady Susan ähnelt den anderen Protagonisten Jane Austens in keinster Weise, sie ist weder sonderlich sympathisch noch benimmt sie sich sonderlich gut. Trotzdem hat mir das Werk gut gefallen, weil es auch einmal eine andere Perspektive aufzeigt.

    SANDITON:
    Sanditon hat mir von den drei Werken am besten gefallen. Es geht um Charlotte Heywood, die die Parkers nach Sanditon begleitet. Die Parkers kommen aus Sanditon und haben die Familie Heywood getroffen, als Mr. Parker sich auf der Suche nach einem Arzt für Sanditon verletzt hat. Mr Parkers Ziel ist es Sanditon zu einem bekannten Kurort zu machen und er bemüht sich nach Kräften, dieses Ziel auch zu erreichen.
    Man merkt, das sich Jane Austens Schreibstil weiterenwickelt hat. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und oft wunderbar überzeichnet, wie man es von Jane Austen kennt.
    Hier ist das Ende auch noch nicht so klar, wie bei den Watsons. Stattdessen gibt es, so wie der Roman vorliegt, mehrer Möglichkeiten.

    FAZIT:

    Das Buch ist perfekt für alle, die Jane Austens Werke kennen und lieben. Allerdings darf man keine vollständigen Romane erwarten, sondern sollte wissen, das Jane Austen die Werke nie vollenden konnte/wollte.
    Wer noch nichts von Jane Austen gelesen hat, sollte aber vielleicht zunächst auf eines der vollständigen Werke zurückgreifen. So hat man dann mehr Zeit, um in die ganze Atmosphäre einzutauchen.

    Kommentare: 1
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    lao0olavor 3 Monaten
    FraeuleinHortensies avatar
    FraeuleinHortensievor 3 Monaten
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    SicaUeevor einem Jahr
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    Tupenivor 2 Jahren
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    Ibanez25vor 2 Jahren
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    bln-1989vor 3 Jahren
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    chicago14vor 3 Jahren
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    Neikelchenvor 5 Jahren

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