Emma

von Jane Austen 
4,2 Sterne bei993 Bewertungen
Emma
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (790):
Janine1212s avatar

Eine tolle und witzige Geschichte die ich immer wieder gerne lesen, oder anhören kann!

Kritisch (52):
Radagasts avatar

Sehr langatmig. Schreibstil ist gut, aber für meinen Geschmack zieht sich die Geschichte in die Länge.

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Inhaltsangabe zu "Emma"

Emma Woodhouse führt ein behütetes Leben im Haus ihres Vaters. Finanzielle und anders geartete Sorgen sind ihr fremd - romantische Gefühle ebenfalls. Niemals würde sie heiraten wollen. Dennoch glaubt sie zu wissen, was gut für andere ist und hat beschlossen, diese Gabe einzusetzen, um alleinstehende Menschen miteinander zu verkuppeln. Dabei stiftet sie jedoch mehr Missverständnisse als wahre Liebe und erkennt aufgrund der selbstverschuldeten Irrungen und Wirrungen beinahe zu spät, dass sie ihr eigenes Herz längst an den galanten Mr. Knightley verloren hat …

"Diese junge Dame [Jane Austen] hat ein Talent dafür, die Beziehungen, Gefühle und Charaktere des Alltags so wunderbar zu beschreiben, wie ich es noch nie zuvor gelesen habe.“
Sir Walter Scott, schottischer Dichter und Schriftsteller (*1771, +1832)

"Alle Verfilmungen ihrer Bücher, ob Kino oder Fernsehen, so unterhaltsam sie sein mögen, sind nur ein minderwertiger Abklatsch der Romane Jane Austens. Der scharfe Intellekt und die feine Kritik an den Zeitgenossen kommen erst in ihren Worten und ihrer Syntax zur Geltung und damit der volle Genuss einer großen Sprachkünstlerin und Sittenbeobachterin."
www.welt.de

"Austen war kein zahmes Huhn, das in seinem literarischen Vorgärtchen pickte, sondern das eleganteste satirische Talent des ausgehenden 18. Jahrhunderts."
www.zeit.de

"Jane Austen ist Kult."
Deutschlandfunk

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959671156
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:600 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:12.06.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.1995 bei Penguin Group USA erschienen.

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    Ponybuchfees avatar
    Ponybuchfeevor 3 Monaten
    Langatmig

    Emma ist für diese Zeit super schön geschrieben. 


    An sich wäre die Idee der Geschichte nicht schlecht. Allerdings dauert es sehr sehr lange bis die Geschichte in fahrt kommt. Erst wird tausend Seiten lang irgend eine Landschaft oder ein Saal beschrieben. Was echt schade ist denn es wäre eine tolle Geschichte gewesen!

    Aber wenn es etwas "zur Sache" ging war es ein super klasse Roman.

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    awogflis avatar
    awogflivor 5 Monaten
    Laber, laber, sülz, sülz

    Bedauerlicherweise muss ich Euch gestehen, dass ich schon wieder eine total berühmte Person des Schreibhandwerks und eine Schriftstellerin, die man angeblich gelesen haben muss, für mich persönlich total abmontieren und bösartig verreißen muss. Dabei geht es nicht darum, dass das Werk schon sehr alt ist und um die Sitten, als der Roman entstanden ist, denn eine der Bronte-Schwestern, die ich auch erst vor zwei Jahren gelesen habe, hat mir durchaus nicht schlecht gefallen (Ok die Brontes sind um eine Nuance jünger, aber wirklich nur marginal), sondern tatsächlich um die massiven Schwächen, die dieses Werk aus meiner Sicht aufweist.

    Ich möchte mal kurz zusammenfassen:

    In der Fadesse des Lebens in den Häusern der britischen Upperclass: Laber, laber, Sülz, sülz, viel Stolz, viele Vorurteile, nichtiges höfliches Geschwätz, dumme kindische Manipulationen und versteckter Zickenkrieg von Gänsen, der so versteckt ist, dass es die Beteiligten gar nicht mitkriegen und der nicht mal anatzweise einen Funken von Spannung aufweist, ein Pygmalion Projekt aber nicht im Sinne der Bildung, sondern dem einzigen Zweck geschuldet, eine Frau nach oben zu verheiraten, gähnende Hirn- und Geistlosigkeit der Gentlemen. Ein Anti-Enwicklungsroman, dessen einzige Entwicklung der Figuren darstellt, sich möglichst zu verheiraten, was auch überhaupt nicht spannend ist, weil in dem Ringelpietz der Reise nach Jerusalem leider nicht mal ein Sessel fehlt und somit jeder langweilige Topf auch seinen faden, öden Deckel bekommt. Was noch? Außer Missverständnisse, weil die Leute im Andeuten und interpretieren von Andeutungen auch noch gar so schlecht sind, keine einzige Handlung. Die vom Verlag auf dem Buchrücken versprochene Ironie konnte ich nicht mal mit einem Elektronenmikroskop finden. Dafür nimmt Austen ihre Figuren viel zu ernst. Schon komisch, wenn etwas grottenschlecht erzählt ist, dann wird es oft als Ironie und Satire bezeichnet.

    Auch wenn das Werk alt ist muss es nicht so altbacken in der Handlung und der Formulierungsstil der Dialoge nicht so massiv gehirnerweichend daherkommen. Extrem viele Werke von der Antike bis zu Austens Zeiten hatten weit mehr Inhalt, Geschichten zu erzählen und auch besseren Stil.

    Bei solchen Büchern wünsche mir ständig sehnlichst diesen Satz: "Und plötzlich ein Erdbeben (Meteorit, Tsunami... was auch immer) ..." der alle diese Trotteln endlich hinwegmeuchelt - ich will sie leiden und sterben sehen diese nutzlosen fiktiven Kreaturen 😈👹".

    Fazit: Wie mir schon einige auf meinem Leidensweg durch dieses Buch versichert haben, das mit mir und der Frau Austen wird ebenso sicher zu meiner Lebenszeit keine Freundschaft mehr - aber eine weitere Bronte-Schwester werde ich mir mit Vergnügen noch zu Gemüte führen, damit ich auch wirklich mitreden kann. Ach ja den 2. Stern gibt es weil es gar so leicht und seicht war, dass es mich nicht ganz so nerven konnte wie andere Bücher und weil ich auf Grund eines Krankenhausaufenthalts so derart unter opiathaltigen Schmerzmitteln gestanden bin, dass ich alles etwas zu locker und fluffig gesehen habe.

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    cecilyherondale9s avatar
    cecilyherondale9vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wahrer jane Austen Roman!
    jane austen

    Ich rezensiere den Roman "Emma" von Jane Austen.

    Inhalt:
    Emma Woodhouse, Anfang Zwanzig, führt den Haushalt ihres gesundheitlich angeschlagenen Vaters. Etwas zu selbstbewusst und altklug hat sie für das Leben anderer immer ein passendes Rezept parat. Das führt zu Missverständnissen und Liebeskummer. Doch Emma hat genug Humor, um über sich selbst zu lachen. Nicht zuletzt deshalb lösen sich die Verwirrungen und Verwicklungen und alles findet eine gutes Ende.

    Der Schreibstil ist etwas altertümlich, was ein wenig gestochen, wie es sich für das neunzehnte Jahrhundert gehörte. Trotzdem ist die Geschichte sehr gut geschrieben und fesselt sehr. Obwohl ich finde, dass "Stolz und Vorurteil" noch besser ist, ist es ein wahrer Jane austen Roman. Ich vergebe 4 Sterne.


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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor 8 Monaten
    Goin' to the chapel and we're gonna get married

    Nachdem sie ihre Gouvernante erfolgreich an den Mann gebracht hat, hat Emma Woodhouse das Gefühl, ihre Berufung gefunden zu haben. Sie will Ehen stiften. Als die junge Herriet in ihr Leben tritt, sieht sie in ihr die nächste Kandidatin. Wie gut das der junge Vikar noch ungebunden ist. Lediglich ihr guter Freund Mr. Knightly warnt sie vor dieser nicht standesgemäßen Verbindung, aber Emma muss es auf die harte Tour lernen und damit auch Herriet. Danach schwört sie der Kuppelei ab, zudem ist sie sich absolut sicher nie den Bund fürs Leben einzugehen. Frank Churchill bringt diesen Entschluss je ins Wanken, aber nur für kurze Zeit. Erst spät entdeckt Emma wem ihr Herz wirklich gehört und das aber auch erst als es so aussieht, als hätte er sich in eine andere verliebt.

     

    Ich liebe die Verfilmung des Jane Austen Klassikers „Emma“ mit Gwyneth Paltrow, daher habe ich mir das Buch dazu gekauft. Da ich jedoch schlechte Erfahrungen literarischer Art mit Frau Austen bei „Sinn und Sinnlichkeit“ hatte, lag es sehr lange Zeit (13. Jahre) auf meinem SUB. Wie befürchtet war dieses Buch ein Auf und Ab der Gefühle für mich. Zunächst war ich begeistert und fand meine Errettung einer Subleiche als heroische Tat, dies flaute jedoch je ab, da ich es anstrengend zu lesen fand, schließlich wurde es schon vor fast 200 Jahren geschrieben. Als nächstes kam die Phase des Genervt seins, denn jeder war so furchtbar reizend und entzückend und nie fiel auch nur ein negatives Wort über eine Person. Hinzu kommt, dass Emma eine verzogene Göre ist, die mit 22 gern behauptet die Welt und die Herzen ihrer Mitmenschen zu verstehen. Dann aber zwang ich mich das Werk in seinem historischen Kontext zu sehen und Schwupps stellte sich sogar Lesevergnügen ein. Ich stellte erstaunt fest, dass mir einige der Personen ans Herz wuchsen, mitunter vielleicht auch, weil ich durch den Film Gesichter zu den Figuren hatte. Der ewig besorgte hypochondrische Vater, der darauf achtet, dass nur niemand sich erkältet, das überschäumende Temperament des ungestümen Frank Churchill und die bedauernswerte, dauernd plappernde Miss Bates und die schnippische Mrs. Elton, waren so sehr Teil meines Lebens geworden, dass ich das Gefühl hatte ein Einwohner von Highbury zu sein. Und dann Mr. Knightly, in ihn habe ich mich umgehend verliebt, so freundlich, liebenswert und immer darauf bedacht aus Emma einen besseren Menschen zu machen. Mr. Knightly macht mich neugierig auf Mr. Darcy, das nächste Werk von Jane Austen, was seinen Weg auf meinen SUB gefunden hat, aber es hat noch etwas Zeit bevor ich mich wieder in diese Epoche begebe.  

     

    Ich werde wohl nie ein Fan von Jane Austen, der ihre Bücher immer wieder und wieder liest und sich mit schwärmerischen Blicken diese Zeit zurückwünscht. Aber dank der Lektüre versteh ich jetzt viele Facetten des Filmes besser und schaue ihn umso lieber wieder und wieder.

    Kommentare: 1
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    annepeis avatar
    annepeivor 9 Monaten
    Jane Austen "Emma"

    Jane Austen "Emma"

    Die kluge, aber verwöhnte Emma Woodhouse führt bei ihrem reichen Vater ein beschauliches und sorgenfreies Leben und will an diesem auch durch eine Heirat nichts ändern. Für die Liebesgeschicke aller anderen Leute interessiert sie sich jedoch umso mehr, doch bei ihren Versuchen Amor zu spielen, stiftet sie einige Verwirrung.

    "Emma" ist bisher mein Lieblingsroman von Jane Austen. Auch wenn die Protagonisten oft eingebildet und anstrengend daherkommt, kann ich es ihr doch nie böse nehmen, weil es auch nicht böse gemeint ist. Ihre selbstbestimmte und kecke Art gefiel mir auf jeden Fall besser als zum Beispiel die Demut von Catherine in "Northanger Abbey" oder von Fanny in "Mansfield Park". Natürlich kann sich auch Emma das nur wegen ihrer guten gesellschaftlichen und finanziellen Stellung erlauben und wird am Ende ebenfalls "durch die Liebe gezähmt", trotzdem wirkte sie als Heldin sehr erfrischend auf mich.
    .
    Bewertung: 4 von 5 Sonnenschirme

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    ScheckTinas avatar
    ScheckTinavor einem Jahr
    Unerwartet Liebe

    Dieses Buch wurde von Jane Austen 1814-1815 geschrieben. Und die Schreibweise war... muss ich gestehen am Anfang ganz ungewohnt und es war sehr ermüdend zu lesen. Da zu damaligen Zeit es nicht üblich war alles auszusprechen was man zu sagen hatte und man nur "Nettigkeiten" ausgetauscht hat, wurde die Geschichte genau so geschrieben mit allem hin und her, was ich sehr verwirrend fand. Die Geschichte selbst hat mich erst gar nicht angesprochen, aber als ich mich an die Schreibweise gewöhnt habe und die Geschichte verstanden habe konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Wenn man das ganze drum herum abschaltet ist die Geschichte richtig gut. Es ist spannend, verwirrend, lustig und interessant. Und der Ausgang der Geschichte ist mehr als überraschend. Es ist ein echter Klassiker. Und ich bin mehr als froh durchgehalten zu haben und dieses Buch zu Ende gelesen zu haben.  

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    Azalees avatar
    Azaleevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbares Buch von Jane Austen, auch wenn die Protagonistin tatsächlich etwas arrogant ist
    Nicht unbeding für Jane-Austen-Einsteiger, aber gut durchdachte Geschichte

    KURZMEINUNG:
    Emma gehört zu den Büchern, die ich immer wieder lesen kann (und auch schon oft gelesen habe) und ist mein zweitliebstes Jane Austen Buch (nach dem allseits beliebten Stolz und Vorurteil)
    Für Einsteiger ist es aber vielleicht nicht unbedingt geeignet, weil Emma als Protagonistin nicht unbedingt dem "Everybody's Darling"-Typus entspricht und die Geschichte sehr lang und komplex ist.
    Der Schreibstil ist, wie von Jane Austen gewohnt, pointiert und treffend
    Die Handlung ist relativ komplex, aber auch hier darf das Happy End nicht fehlen
    Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, Witzfiguren, die sich an Komik übertreffen.

    SCHREIBSTIL:
    Jane Austens Werke sind jetzt schon rund 200 Jahre alt und ja - das merkt man ihrem Stil an. Man muss sich darauf einlassen wollen, komplexe Sätze mögen und sich nicht an den altertümlichen Anreden stören dürfen. Doch schon das macht den Charme ihres Werkes aus. Ihr gelingt es trotzdem Highbury lebendig zu lassen, was nicht zuletzt an den spritzigen Dialogen liegt.
    Für die Handlung gebe ich 5/5 Sterne.

    HANDLUNG:

    Die Hanldung ist sehr gut durchdacht. Wenn man es öfter liest fallen Kleinigkeiten auf, die auf den Ausgang hindeuten.
    Im Grunde erzählt sie das Leben einer jungen Frau aus reichem Hause. Schon biographisch anmutend. Aber es macht Spaß, Emmas Entwicklung zu verfolgen und zu lesen, auf wen sie triftt und wie sie reagiert.
    Natürlich darf die Liebesgeschichte nicht fehlen (tatsächlich sind es gleich mehrere,), doch diese wird glaubwürdig vermittelt.
    Auch Gesellschaftskritik darf in Austens Werk nicht fehlen, Christian Grave geht in seinem informativen Nachwort noch einmal darauf ein.
    Für die Handlung gebe ich 5/5 Sterne.

    FIGUREN:
    Die Figuren sind oft Witzfiguren, ihr Charakter dient allein dazu, sie lächerlich zu machen. Mr. Woodhouse etwa, der nichts anderes tut, als sich den ganzen Tag zu sorgen. Oder Miss Bates, die ununterbrochen spricht.
    Aber es gibt auch die andere Seite. Die komplexen Figuren.
    Vor allem Emma sticht heraus. Der Leser kann Emmas Entwicklung geradezu mitverfolgen. Sie wird vom verwöhnten Mädchen, das nur so vor Arroganz strotzt, zu einem Menschen der seine Fehler eingestehen kann. Ihre Entwicklung verläuft sehr glaubwürdig. Oft wird Emma ja gerade wegen ihrer Arroganz verpönt, aber meiner Meinung nach macht sie gerade das aus und zu einer tollen Figur. Sie ist eben nicht von vornherein perfekt, sondern muss es erst werden. Sie erlernt die Fähigkeit, Fehler zu sehen und zu bereuen. Im Grunde ist sie das Paradebeispiel für den Menschen. Jeder macht Fehler, aber die Fähigkeit, Fehler einzusehen, muss jeder erst lernen. Umso glaubwürdiger wirkt Emma auf mich.
    Für die Figuren gebe ich 5/5 Sterne.

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    littleowls avatar
    littleowlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbar unterhaltsamer und romantischer Klassiker!
    Jane Austen: Emma

    Meine Meinung

    Ich habe mittlerweile alle Romane von Jane Austen gelesen und kann absolut nicht sagen, welcher mir am besten gefallen hat. Ich würde aber für jedes ihrer Werke eine Leseempfehlung aussprechen, „Emma“ ist da keine Ausnahme.

    Ich habe die Geschichte im Original gelesen und hatte wenig bis gar nicht mit Verständnisproblemen zu kämpfen. Ich würde die englische Ausgabe wirklich jedem ans Herz legen, durch die Übersetzung geht denke ich doch sehr viel Wortwitz verloren. Und der wunderbare Humor ist schließlich das, was ich so an Jane Austens Büchern liebe. Hinter den urkomischen und ironischen Beschreibungen steckt allerdings wie immer handfeste Gesellschaftskritik. Mit beißendem Spott nimmt die Autorin die Macken, Heucheleien und Eitelkeiten ihrer Zeitgenossen aufs Korn. Gut gefallen haben mir auch diesmal wieder die Beschreibungen von Englands Landschaft – da bekommt man glatt ein bisschen Fernweh!

     Wer Jane Austens Werke kennt, weiß dass bei diesen Geschichten nicht unbedingt eine dramatische und rasante Handlung im Vordergrund steht. Das ist ganz klar Geschmackssache. Ich persönlich habe mich trotzdem nicht gelangweilt, weil der Roman einfach herrlich geschrieben ist, der Weg hier also quasi das Ziel ist. Und ein paar überraschende Wendungen hat die Story dann doch zu bieten, bevor wir am Ende mit einer wunderbar romantischen Auflösung belohnt werden.

    Emma war mir als Heldin sehr sympathisch: Für ihre Zeit doch recht ungewöhnlich ist, dass sie nicht auf der Suche nach einem Mann ist, sondern ganz im Gegenteil sogar schwört, nie heiraten zu wollen. Der Aussicht, eine alte (aber bitte reiche!) Jungfer zu sein, blickt sie völlig gelassen entgegen. Mit ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Intelligenz und Schlagfertigkeit hat Emma schnell mein Herz erobert – da verzeiht man ihr auch gern die eine oder andere schiefgegangene Verkupplung. Rührend fand ich, wie die enge Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater dargestellt wird. Emmas bester Freund (bzw. die 18. Jahrhundert-Version davon) Mr. Knightley muss sich hinter den anderen Jane Austen-Traumprinzen nicht verstecken: Er kennt und versteht Emma besser als jeder andere und steht ihr mit gut gemeinten Ratschlägen zur Seite, die sie selbstverständlich in den Wind schlägt.

    Fazit

    Wieder einmal hat Jane Austen mir wunderbar vergnügliche Lesestunden beschert! „Emma“ ist nicht zu Unrecht eines ihrer bekanntesten und meistgeliebten Werke.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Die Handlung bleibt durchgängig interessant und man kann die meisten Charaktere nur lieben.
    Tolles Buch, das immer wieder zum Schmunzeln bringt...

    "Emma" bringt den Leser durch feine Ironie immer wieder zum Schmunzeln und liest sich wunderbar, da die Sprache, einmal darin eingelesen, sehr gut verständlich ist.


    Die Einführung in die Geschichte ist eine Beschreibung Emmas, ihres Umfeldes und der Umstände, was einen guten Einblick in die Situation gibt und die Handlung von dort aus ihren Lauf nehmen lässt. 


    Es gibt mehrere interessante Wendungen, die den Leser teilweise unerwartet treffen, die Geschichte dadurch aber immer wieder antreiben und die zeitweise Langatmigkeit aufheben. 


    Entgegen vieler Meinungen war mir Emmas Charakter nicht unsympathisch. Auch wenn sie einige unangenehme Züge hat, besitzt sie einen gewissen Charme, der den Leser zu ihr zieht. 
    Zudem wandelt sich ihr Wesen, in welches man einen detaillierten Einblick bekommt, merklich zum Guten, je mehr man auf das Ende des Buches zuschreitet. 


    Das Ende ist für meinen Geschmack allerdings etwas kurz gefasst, da es vorhergehend gelegentlich etwas langatmig war und die letzten Kapitel mehr versprachen.


    Der Roman gibt einen guten Eindruck des Lebens, der Zustände und des Verhaltens dieser Zeit, womit immer wieder gespielt und welches mit feiner Ironie behandelt wird.




    Alles in allem ist "Emma" in typischer Jane-Austen-Manier geschrieben, die gleichzeitig zum Schmunzeln bringt und mit ihrer leichten Romantik besticht, die ein wenig zum Träumen einlädt und den Leser darin schwelgen lässt. Man wird in die damalige Zeit eingeladen, verliert sich darin und kommt auch nicht umhin, sich in den ein oder anderen Charakter zu verlieben.


    Für Jane Austen-Fans ein absolutes Muss!

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    Pachi10s avatar
    Pachi10vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sicherlich nicht Jane Austens bester Roman
    Sicherlich nicht Jane Austens bester Roman

    Emma Woodhouse, Hauptfigur in diesem Roman und stellenweise richtig unsympathisch. Neunmalklug oder oberg'scheit wie man in Wien dazu sagt, dabei hat sie eigentlich keine Ahnung. Sie hat noch nichts von der Welt gesehen, kennt nur ihren kleinen Kreis und die darin lebenden Leute. Sie liest nicht gerne und wurde daheim unterrichtet, also dürfte man eigentlich keine großartige Intelligenz erwarten. Trotzdem scheint sie, laut Jane Austen, sehr gebildet zu sein, fröhlich und freundlich und keineswegs eitel. Doch gerade Eitelkeit kommt beim Lesen dieser Geschichte immer wieder durch. Vielleicht interpretiere ich manches falsch.

    Mr. Knightley, Emmas Schwager, Nachbar und väterlicher Freund und Ratgeber, versucht sie immer wieder ihrer Fehler zu belehren und zu bekehren und es gelingt ihm meist. Schließlich bemerken sie beide (Emma und George Knightley) ihre Liebe zueinander.

    Miss Bates, die geschwätzige, arme Nachbarin amüsiert beim Lesen, weil wir doch alle diese EINE Nachbarin, Kollegin, etc. in unserem Leben haben die genauso ist.

    Mr. Woodhouse, Emmas Vater, kommt bei dieser Geschichte am schlechtesten weg. Ungebildet, hypochondrisch, pessimistisch, fade, nörgelig. Eigentlich keine liebenswerte Figur, wenn nicht diese Güte und Fürsorge für Jedermann vorhanden wäre.

    Jane Fairfax, eine junge Dame die in dieser Geschichte absolut zu kurz kommt und über die es sich mehr zu lesen gelohnt hätte.

    Ich habe die Geschichte schon vor vielen Jahren einmal gelesen und hatte sie gar nicht so langatmig in Erinnerung. Denn das ist sie auf jeden Fall. Zu langatmig, zu ausschweifend, Die Geschichte könnte um die Hälfte der Seiten gekürzt werden und man würde nichts versäumen. Da doch lieber die sehr gut gemachten Filme bzw. Serien über Emma z.B. mit Romola Garai - sehr empfehlenswert. Doch traut man sich einem Roman von Jane Austen weniger als 3 Sterne zu geben? Ich nicht. Daher 3* für Emma aber es gibt wesentlich bessere Geschichten von Jane Austen.

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    NiWas avatar
    Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden

    Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.

    Beginn: 10. Mai 2016

    Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost!

    Für den Mai haben wir uns „Emma“ von Jane Austen ausgesucht.

    Klappentext:
    Emma Woodhouse, Anfang Zwanzig, führt den Haushalt ihres gesundheitlich angeschlagenen Vaters. Etwas zu selbstbewusst und altklug hat sie für das Leben anderer immer ein passendes Rezept parat. Das führt zu Missverständnissen und Liebeskummer. Doch Emma hat genug Humor, um über sich selbst zu lachen. Nicht zuletzt deshalb lösen sich die Verwirrungen und Verwicklungen und alles findet eine gutes Ende.

    Die Leserunde beginnt am 10.05.2016 und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns „Emma“ lesen will.:-)

    Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt.

    Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.
    Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!

    • Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit  die Leserunde übersichtlich bleibt.
    • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!

    Meine Ausgabe ist in 3 Bücher gegliedert. Ich habe hier versucht, ungefähr gleich umfangreiche Leseabschnitte einzuteilen:

    Leseabschnitt 1 | Buch 1: Kapitel 1 -9
    Leseabschnitt 2 | Buch 1: Kapitel 10 - 18
    Leseabschnitt 3 | Buch 2: Kapitel 1 - 8 (19 - 27)
    Leseabschnitt 4 | Buch 2: Kapitel 9 - 18 (28 - 37)
    Leseabschnitt 5 | Buch 3: Kapitel 1 - 9 (38 - 46)
    Leseabschnitt 6 | Buch 3: Kapitel 10 - Ende (47 - 55)

    Andere Ausgaben sind in 55 Kapitel unterteilt, dazu sind die Leseabschnitte in Klammer angeführt.
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    LadyOfTheBookss avatar
    Gerne möchte ich im April Emma von Jane Austen lesen. Das möchte ich aber nicht allein, sondern mit ein paar anderen Lesern auf Lovelybooks.
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    Madame Swanns avatar
    Ich darf in diesem Monat Mina vertreten und eröffne hiermit die nun bereits dritte Klassiker-Leserunde. Für den September haben wir uns "Emma" vorgenommen, Jane Austens berühmten vierten Roman, der 1816 veröffentlicht wurde. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mich euch und auf rege Diskussionen! Alle, die Lust haben mitzulesen, sind sehr herzlich eingeladen!!!
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