Jane Austen Emma

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Inhaltsangabe zu „Emma“ von Jane Austen

Emma Woodhouse, Anfang Zwanzig, führt den Haushalt ihres gesundheitlich angeschlagenen Vaters. Etwas zu selbstbewusst und altklug hat sie für das Leben anderer immer ein passendes Rezept parat. Das führt zu Missverständnissen und Liebeskummer. Doch Emma hat genug Humor, um über sich selbst zu lachen. Nicht zuletzt deshalb lösen sich die Verwirrungen und Verwicklungen und alles findet eine gutes Ende.

für ein Buch seiner Zeit, herrlich erfrischend

— CorneliaP

Wunderbares Buch von Jane Austen, auch wenn die Protagonistin tatsächlich etwas arrogant ist

— Azalee

Wunderbar unterhaltsamer und romantischer Klassiker!

— littleowl

Gewohnt gutes Jane-Austen-Buch, hat mir aber nicht ganz so gut gefallen wie der Klassiker "Stolz und Vorurteil"

— DanielaN

Hach, Mr. Knightley <3 Ein toller Roman von Jane Austen!

— libreevet

Ich liebe Emma! Mir hat die Geschichte um die Ehestifterin Emma sehr gut gefallen!

— Marys_Welt

Ein toller Roman von Jane Austen, der mich ein ums andere Mal wegen seiner witzigen Dialoge und Charaktere zum Schmunzeln gebracht hat :)

— NaddlDaddl

Etwas langatmig ... mir hat eine Beschreibung der Orte gefehlt ...

— elemyy

Emma nervt etwas, bessert sich jedoch. Toller Schreibstil aber der Geschichte fehlt das gewisse Etwas:/

— books_____forever

Stolz und Vorurteil gefiel mir deutlich besser-dennoch ein sehr schönes Buch

— Teufelinee

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  • Jane Austen "Emma"

    Emma

    annepei

    08. January 2018 um 02:00

    Jane Austen "Emma"Die kluge, aber verwöhnte Emma Woodhouse führt bei ihrem reichen Vater ein beschauliches und sorgenfreies Leben und will an diesem auch durch eine Heirat nichts ändern. Für die Liebesgeschicke aller anderen Leute interessiert sie sich jedoch umso mehr, doch bei ihren Versuchen Amor zu spielen, stiftet sie einige Verwirrung."Emma" ist bisher mein Lieblingsroman von Jane Austen. Auch wenn die Protagonisten oft eingebildet und anstrengend daherkommt, kann ich es ihr doch nie böse nehmen, weil es auch nicht böse gemeint ist. Ihre selbstbestimmte und kecke Art gefiel mir auf jeden Fall besser als zum Beispiel die Demut von Catherine in "Northanger Abbey" oder von Fanny in "Mansfield Park". Natürlich kann sich auch Emma das nur wegen ihrer guten gesellschaftlichen und finanziellen Stellung erlauben und wird am Ende ebenfalls "durch die Liebe gezähmt", trotzdem wirkte sie als Heldin sehr erfrischend auf mich..Bewertung: 4 von 5 Sonnenschirme

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  • Unerwartet Liebe

    Emma

    ScheckTina

    19. September 2017 um 21:28

    Dieses Buch wurde von Jane Austen 1814-1815 geschrieben. Und die Schreibweise war... muss ich gestehen am Anfang ganz ungewohnt und es war sehr ermüdend zu lesen. Da zu damaligen Zeit es nicht üblich war alles auszusprechen was man zu sagen hatte und man nur "Nettigkeiten" ausgetauscht hat, wurde die Geschichte genau so geschrieben mit allem hin und her, was ich sehr verwirrend fand. Die Geschichte selbst hat mich erst gar nicht angesprochen, aber als ich mich an die Schreibweise gewöhnt habe und die Geschichte verstanden habe konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Wenn man das ganze drum herum abschaltet ist die Geschichte richtig gut. Es ist spannend, verwirrend, lustig und interessant. Und der Ausgang der Geschichte ist mehr als überraschend. Es ist ein echter Klassiker. Und ich bin mehr als froh durchgehalten zu haben und dieses Buch zu Ende gelesen zu haben.  

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  • Nicht unbeding für Jane-Austen-Einsteiger, aber gut durchdachte Geschichte

    Emma

    Azalee

    22. August 2017 um 21:29

    KURZMEINUNG: Emma gehört zu den Büchern, die ich immer wieder lesen kann (und auch schon oft gelesen habe) und ist mein zweitliebstes Jane Austen Buch (nach dem allseits beliebten Stolz und Vorurteil)Für Einsteiger ist es aber vielleicht nicht unbedingt geeignet, weil Emma als Protagonistin nicht unbedingt dem "Everybody's Darling"-Typus entspricht und die Geschichte sehr lang und komplex ist. Der Schreibstil ist, wie von Jane Austen gewohnt, pointiert und treffendDie Handlung ist relativ komplex, aber auch hier darf das Happy End nicht fehlen Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, Witzfiguren, die sich an Komik übertreffen. SCHREIBSTIL: Jane Austens Werke sind jetzt schon rund 200 Jahre alt und ja - das merkt man ihrem Stil an. Man muss sich darauf einlassen wollen, komplexe Sätze mögen und sich nicht an den altertümlichen Anreden stören dürfen. Doch schon das macht den Charme ihres Werkes aus. Ihr gelingt es trotzdem Highbury lebendig zu lassen, was nicht zuletzt an den spritzigen Dialogen liegt. Für die Handlung gebe ich 5/5 Sterne. HANDLUNG: Die Hanldung ist sehr gut durchdacht. Wenn man es öfter liest fallen Kleinigkeiten auf, die auf den Ausgang hindeuten. Im Grunde erzählt sie das Leben einer jungen Frau aus reichem Hause. Schon biographisch anmutend. Aber es macht Spaß, Emmas Entwicklung zu verfolgen und zu lesen, auf wen sie triftt und wie sie reagiert.Natürlich darf die Liebesgeschichte nicht fehlen (tatsächlich sind es gleich mehrere,), doch diese wird glaubwürdig vermittelt. Auch Gesellschaftskritik darf in Austens Werk nicht fehlen, Christian Grave geht in seinem informativen Nachwort noch einmal darauf ein.Für die Handlung gebe ich 5/5 Sterne. FIGUREN: Die Figuren sind oft Witzfiguren, ihr Charakter dient allein dazu, sie lächerlich zu machen. Mr. Woodhouse etwa, der nichts anderes tut, als sich den ganzen Tag zu sorgen. Oder Miss Bates, die ununterbrochen spricht. Aber es gibt auch die andere Seite. Die komplexen Figuren. Vor allem Emma sticht heraus. Der Leser kann Emmas Entwicklung geradezu mitverfolgen. Sie wird vom verwöhnten Mädchen, das nur so vor Arroganz strotzt, zu einem Menschen der seine Fehler eingestehen kann. Ihre Entwicklung verläuft sehr glaubwürdig. Oft wird Emma ja gerade wegen ihrer Arroganz verpönt, aber meiner Meinung nach macht sie gerade das aus und zu einer tollen Figur. Sie ist eben nicht von vornherein perfekt, sondern muss es erst werden. Sie erlernt die Fähigkeit, Fehler zu sehen und zu bereuen. Im Grunde ist sie das Paradebeispiel für den Menschen. Jeder macht Fehler, aber die Fähigkeit, Fehler einzusehen, muss jeder erst lernen. Umso glaubwürdiger wirkt Emma auf mich. Für die Figuren gebe ich 5/5 Sterne.

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  • Jane Austen: Emma

    Emma

    littleowl

    18. August 2017 um 16:16

    Meine Meinung Ich habe mittlerweile alle Romane von Jane Austen gelesen und kann absolut nicht sagen, welcher mir am besten gefallen hat. Ich würde aber für jedes ihrer Werke eine Leseempfehlung aussprechen, „Emma“ ist da keine Ausnahme. Ich habe die Geschichte im Original gelesen und hatte wenig bis gar nicht mit Verständnisproblemen zu kämpfen. Ich würde die englische Ausgabe wirklich jedem ans Herz legen, durch die Übersetzung geht denke ich doch sehr viel Wortwitz verloren. Und der wunderbare Humor ist schließlich das, was ich so an Jane Austens Büchern liebe. Hinter den urkomischen und ironischen Beschreibungen steckt allerdings wie immer handfeste Gesellschaftskritik. Mit beißendem Spott nimmt die Autorin die Macken, Heucheleien und Eitelkeiten ihrer Zeitgenossen aufs Korn. Gut gefallen haben mir auch diesmal wieder die Beschreibungen von Englands Landschaft – da bekommt man glatt ein bisschen Fernweh!  Wer Jane Austens Werke kennt, weiß dass bei diesen Geschichten nicht unbedingt eine dramatische und rasante Handlung im Vordergrund steht. Das ist ganz klar Geschmackssache. Ich persönlich habe mich trotzdem nicht gelangweilt, weil der Roman einfach herrlich geschrieben ist, der Weg hier also quasi das Ziel ist. Und ein paar überraschende Wendungen hat die Story dann doch zu bieten, bevor wir am Ende mit einer wunderbar romantischen Auflösung belohnt werden. Emma war mir als Heldin sehr sympathisch: Für ihre Zeit doch recht ungewöhnlich ist, dass sie nicht auf der Suche nach einem Mann ist, sondern ganz im Gegenteil sogar schwört, nie heiraten zu wollen. Der Aussicht, eine alte (aber bitte reiche!) Jungfer zu sein, blickt sie völlig gelassen entgegen. Mit ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Intelligenz und Schlagfertigkeit hat Emma schnell mein Herz erobert – da verzeiht man ihr auch gern die eine oder andere schiefgegangene Verkupplung. Rührend fand ich, wie die enge Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater dargestellt wird. Emmas bester Freund (bzw. die 18. Jahrhundert-Version davon) Mr. Knightley muss sich hinter den anderen Jane Austen-Traumprinzen nicht verstecken: Er kennt und versteht Emma besser als jeder andere und steht ihr mit gut gemeinten Ratschlägen zur Seite, die sie selbstverständlich in den Wind schlägt. Fazit Wieder einmal hat Jane Austen mir wunderbar vergnügliche Lesestunden beschert! „Emma“ ist nicht zu Unrecht eines ihrer bekanntesten und meistgeliebten Werke.

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  • Hab mich...

    Emma

    Mrs-Jasmine

    04. November 2016 um 18:21

    Habe mich nicht so unterhalten gefühlt wie z.B. bei "Die Liebe der Anne Eliot" Es ist zwar keine langweilige Geschichte, aber an manchen Stellen doch zäh.

  • Ein Buch für gemütliche Lesestunden

    Emma

    Das_Leseleben

    19. August 2016 um 11:18

    Zu dem bekannten Klassiker von Jane Austen, hat die liebe Ramona, vom Booktubekanal *Littera*, hat eine Leserunde zusammengestellt. Zusammen mit anderen Booktubern und Zuschauern lasen wir ‚Emma‘ gemeinsam. Alle Kanäle werde ich unten verlinken. Meine Ausgabe von Emma ist ein Teil des Jane-Austen-Schubers vom Reclam - Verlag, aus dem Jahr 2008 und hat 600 Seiten. Die Übersetzung und das ausführliche Nachwort ist eine Arbeit von Christian Grawe und Ursula Grawe.  Inhalt: Emma Woodhouse ist Anfang 20 und gezwungen den Haushalt alleine zu führen. Mit viel Mühe und Eifer bemüht sich die junge Frau den richtigen Ehemann für ihre Freundinnen zu finden. Wird sie nach so manchen Irrungen und Wirrungen auch ihre eigene Liebe finden? Meine Meinung: ‚Emma‘ ist mein erster Roman den ich bewusst von Jane Austen gelesen habe. Sie ist dafür bekannt Liebesromane zu schreiben in denen sie mit einer gewissen Ironie über das vorherrschende Frauenbild erzählt. Auch wenn mir Emma im ersten Moment nicht unbedingt sympathisch war, sie ist naiv, oberflächlich und manchmal auch etwas zu Selbstbewusst, aber auch intelligent und stellenweise reflektierend. Im Laufe der Geschichte entblättert Jane Austen vielfältige Seiten ihrer Protagonistin. Diese Vielfältigkeit lässt die Autorin zeitweise anderen Frauen in ihrem Roman zukommen. Die Männer in diesem Roman werden für meinen Geschmack etwas zu flach dargestellt, manchmal gar dümmlich dargestellt. Natürlich gibt es auch hier eine Ausnahme, wer das ist und welche Rolle er spielt müsst ihr selber lesen. Emma ist finanziell sehr gut abgesichert, dies wirkt sich vor allem auf die Themen aus. Als Leser muss man sich ein dickes Fell gegenüber Klatsch und Tratsch zulegen. Das wichtigste Thema ist die Frage wie man gelungene Partien vermitteln kann und wann gilt ein Mann als ein ehrwürdiger Heiratskandidat. An Hand von Nebenfiguren werden auch andere Gesellschaftsschichten angerissen. Oft hätte ich mir diese als Hauptfiguren gewünscht. Ein Beispiel dafür ist Jane Fairfax, die auf Grund ihres gesellschaftlichen Status mein Interesse geweckt hat. Der Klassiker lässt sich erstaunlich einfach lesen, jedoch machen die dauerhaften Dialoge und Monologe, sowie die fehlende Handlung das Lesen manchmal etwas dröge. Mir persönlich ging keiner der Figuren wirklich nahe. Der allwissende Erzählstil lässt eine noch größere Distanz zwischen den Charakteren und mir als Leser entstehen.Die bissige Ironie hat mich jedoch das ein oder andere mal zum Schmunzeln gebracht. Ein Buch das definitiv ruhige Lesestunden verspricht.  Vielleicht war ‚Emma‘ nicht der geeignete Roman um mit den Werken von Jane Austen zu beginnen. Nach Versicherung anderen Teilnehmer der Leserunde, dass andere Werke besser sind, werde ich nach und nach alle anderen Werke Austen´s lesen. Diesen Liebesroman empfehle ich Jedem, der schon andere Bücher von Romane von Jane Austen gelesen und geliebt hat.

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    • 2
  • Jane Austens "Emma"

    Emma

    NiWa

    Emma ist eine selbstbewusste junge Dame, die weiß was sich geziemt und ihrer eigenen Meinung nach besonders gut abschätzen kann, wer mit wem den Bund für’s Leben schließen sollte. Immer darum bemüht, ihre Freunde glücklich zu sehen, geht sie die Aufgabe als Ehestifterin an. Dieses Werk der Weltliteratur ist Anfang des 19. Jahrhunderts erschienen und der letzte Roman von Jane Austen. Ich würde „Emma“ als Gesellschaftsroman der damaligen Zeit einordnen, denn außer dem Bestreben der Protagonistin, zeigt sich ein Gemälde der damaligen feinen Gesellschaft als Motiv. Emma ist jung, schön und sehr selbstbewusst. Sie kennt ihre gesellschaftliche Stellung, ist es gewohnt von anderen umworben und hofiert zu werden, und hat außerdem fast nur das Liebesleben sowie das Wohlergehen ihres sozialen Umfelds im Kopf. Nur Mr Knightley erlaubt es sich, der jungen Dame Paroli zu bieten und er ist auch der Einzige, der Emma zu kritisieren wagt. Emma meint, ein feines Gespür für die Liebesbelange anderer zu haben und sieht Liebes- und zukünftige Ehepaare, noch bevor die Beteiligten überhaupt eine Ahnung haben. Rasch beschließt sie, ihre Freundin Harriett unter die Haube zu bringen und trotz des niederen Standes der Freundin, hat sie einen Gentleman als deren Zukünftigen auserkoren. Schnell reiht sich ein Missverständnis an das nächste an, wird Verwirrung gestiftet und zu guter Letzt ist sogar Emma selbst verliebt. Ich denke, das Hauptanliegen der Autorin war es, einen unterhaltsamen Gesellschaftsroman zu schaffen. Durch Emma und ihren Freundeskreis erhält man als Leser einen nachhaltigen Eindruck, wie sich dazumal die feinen Damen und Gentleman die Zeit vertrieben, worauf sie wert legten und was ihnen egal zu sein schien. Die Handlung selbst hat mir gefallen und ich fand es äußerst amüsant, wie Emma ihre Freunde in Verwirrungen verstrickte und sich selbst schwor, niemals zu heiraten, während man bei der Lektüre ahnt, dass das junge Mädchen diesen Schwur kaum halten kann. Die Protagonistin empfand ich als schrecklich herablassend. Jane Austen hat angeblich selbst von ihrer Emma behauptet, dass sie mit ihr eine Figur geschaffen habe, die nur die wenigstens Leser mögen werden. Und hier muss ich der Autorin zustimmen. Emma war mir nicht sympathisch, weil sie sich und ihren Stand des provinzialen Bürgertums derart über andere Menschen erhoben hat, dass ich manche Stellen nur mit Abscheu gelesen habe. Zum Beispiel bildet sie sich binnen weniger Minuten ein vernichtendes Urteil über die neue Ehefrau des Pfarrers und maßt sich an für ihre Freundin niederen Standes entscheiden zu können, wie diese auf einen Heiratsantrag zu reagieren hat. Nichtsdestotrotz hat Jane Austen dadurch ein Abbild der Sichtweise dieser Gesellschaftsschicht geschaffen, die sich in Emma verkörpert und einem dadurch nicht nur einen Einblick sondern auch zu denken gibt. Leider hat mich der Erzählstil meistens arg gelangweilt und es war ermüdend, gemeinsam mit Emma als Ehestifterin tätig zu sein. Das lag nicht an der Handlung, sondern an Austens Stil, der meinen Eindruck nach fast vollständig aus Dialogen besteht. Der Umgebung schenkt sie kaum Beachtung und so werden Besuche arrangiert, Gäste empfangen und es wird viel darüber nachgedacht, was sich geziemt und was beschämt und natürlich wer, wen, warum und wie die Ehre erweisen soll. All diese Abhandlungen fand ich furchtbar langweilig und ich habe mich nicht selten durch die Seiten gequält. Trotz dieser sehr mühsamen Passagen, werde viele Dialoge häufig von einer schelmischen Brise umweht, lassen Austens feinen Humor spüren und sind doch auch amüsant zu lesen. Der Sprachstil ist trotz des Alters - immerhin 200 Jahre - gut verständlich. Eine Eigenheit britischer Klassiker - zumindest habe ich das bisher beobachtet - ist es, Personen meistens mit den Nachnamen zu erwähnen, sogar wenn es sich um den Ehemann handelt. Daran hat man sich meiner Meinung nach rasch gewöhnt, auch wenn es manchmal zu Verwechslungen - zum Beispiel bei Brüdern, die beide Mr Knightley heißen - kommen kann. Insgesamt ist Jane Austens „Emma“ das amüsante Bildnis einer jungen Frau, die in den feinen Kreisen der bürgerlichen Provinz logiert, wodurch die Autorin ein Gesellschaftsgemälde jener Zeit präsentiert. Spritzige Dialoge heben sich von überwiegend zähen Stellen nur selten ab und die Vorhersehbarkeit der Handlung hat für mich persönlich auch das Lesevergnügen gebremst. Für jemanden der Klassiker mag und sich besonders für das britische Bürgertum interessiert und mit dem - meines Erachtens nach - abstoßenden Snobismus umgehen kann, ist dieser Roman bestimmt geeignet.

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    • 15
  • Emma - Jane Austen

    Emma

    _nifelheim

    15. June 2016 um 16:21

    Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich riesig gefreut! Als Jane Austen Fan war ich schon sehr gespannt auf ihren zuletzt geschriebenen Roman und auch auf die Wirkung, die Emma auf mich machen würde. Jane Austen sagte einmal über die Figur Emma: „Ich werde eine Heldin schaffen, die keiner außer mir besonders mögen wird“. Und sie sollte Recht behalten. Ich mochte weder Emma, noch das Buch! Verglichen zu anderen Jane Austen Romanen ist Emma einfach langatmig & langweilig! "Emma Woodhouse, schön, klug und reich, mit einem behaglichen Heim und einer glücklichen Veranlagung, schien einige der besten Segnungen des Lebens in sich zu vereinen, und es hatte in den fast einundzwanzig Jahren, die sie auf der Welt war, nur sehr wenig gegeben, das sie beunruhigte oder betrübt hätte" So fangen die ersten Zeilen des Romans an. Emma hält sich für vollkommen, ungebunden und den anderen Menschen einfach überlegen. So glaubt sie auch, dass sie einfach weiß, was für jeden Menschen in ihrer Umgebung das Beste ist. Einer tiefen Langeweile und Monotonie ausgesetzt, findet sie im Ehestiften einen Sinn und  gleich der erste Versuch glückt irgendwie. Dank Emma s Verkupplung kommt es zu einer  Hochzeit ihrer Erzieherin Miss Taylor mit Mr. Weston. Daher fühlt sie sich berufen auch den Pfarrer Mr. Elton unter die Haube zu bringen. Eine Braut hat Emma auch schon in Sicht: die geheimnisumwitterte Harriet Smith. Weil Harriet und der Pfarrer aus einfachen Verhältnissen stammen, glaubt Emma in den beiden eine gute Verbindung gefunden zu haben. Leider interessiert sich Mr. Elton für ihre Pläne so ganz und gar nicht und es passieren einige Wirrungen im Verlaufe dieser Geschichte. Mr. Elton missversteht Emmas Bemühungen und macht statt Harriet ihr einen Heiratsantrag, den sie ablehnt. Emma möchte einfach nicht heiraten, sie hat ja ihre Bücher und als vermögende Frau muss man sich sowieso von keinem Mann aushalten lassen. Naja, Emma ist geduldig, warum auch nicht, sie hat ja Zeit und sonst nichts Besonderes zu tun, außer sich Gedanken über Bälle und Spitzenkleider zu machen und das ist halt auf Dauer einfach langweilig, also bemüht sie sich weiter um ihr angestrebtes Ziel. Wie es Harriet und ihren Gefühlen geht, interessiert sie dabei nur mäßig. Und auch sonst fällt Emma ihre Urteile über Menschen dadurch, welche Kleidung sie tragen und aus welcher Familie sie stammen.  Nur Mr. Knightley, Emma's Schwager, kritisiert Emma in ihrem Tun. Und so setzt sich die Handlung fort, einige andere Figuren kommen noch ins Spiel. Alle Figuren werden nur durch ihre Redeweisen charakterisiert, es ist ein Mischmasch aus direkter, indirekter und erlebter Rede, die die Seiten dieses Buches füllen. Das hat mich besonders gestört, da ich sehr gerne detaillierte Beschreibungen von Landschaft und Umgebung, Wetter und Dekoration mag. Das fehlt leider total. Und was für Probleme die Figuren haben....zum Sterben langweilig! "Es ist immerhin möglich, völlig ohne Tanzen auszukommen. Es sind Fälle bekannt, in denen junge Leute viele, viele Monate hintereinander zu keinem Ball irgendwelcher Art gingen, ohne daß sie an Körper und Geist wesentlichen Schaden genommen hätten" Am Schluss heiraten schließlich dann alle, sogar Emma und es ist leider einfach zu erraten, wer das letztendlich dann sein wird. Gähn! Fazit: Ich habe mich durch das Buch regelrecht durchgequält! Als Austen Fan hatte ich nicht erwartet, dass mich ihr Buch Emma so unbefriedigt zurücklassen wird.  Bei Emma handelt es sich zwar um einen gesellschaftskritischen Roman und wahrscheinlich wollte sie einfach nur darstellen, wie langweilig den Adeligen damals war, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass einem irgendwo zwischen Seite 7 und 600 das Gesicht vor lauter Langeweile einschläft! Und Emma ist kaum zu ertragen mit ihrer arroganten und herablassenden Art. Von mir gibt es für dieses Buch leider keine Leseempfehlung!  ★★ naja...

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    • 5
  • Leserunde zu "Emma" von Jane Austen

    Emma

    NiWa

    Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden. Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.Beginn: 10. Mai 2016Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost!Für den Mai haben wir uns „Emma“ von Jane Austen ausgesucht.Klappentext:Emma Woodhouse, Anfang Zwanzig, führt den Haushalt ihres gesundheitlich angeschlagenen Vaters. Etwas zu selbstbewusst und altklug hat sie für das Leben anderer immer ein passendes Rezept parat. Das führt zu Missverständnissen und Liebeskummer. Doch Emma hat genug Humor, um über sich selbst zu lachen. Nicht zuletzt deshalb lösen sich die Verwirrungen und Verwicklungen und alles findet eine gutes Ende.Die Leserunde beginnt am 10.05.2016 und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns „Emma“ lesen will.:-) Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt. Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen! • Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit  die Leserunde übersichtlich bleibt. • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!Meine Ausgabe ist in 3 Bücher gegliedert. Ich habe hier versucht, ungefähr gleich umfangreiche Leseabschnitte einzuteilen:Leseabschnitt 1 | Buch 1: Kapitel 1 -9Leseabschnitt 2 | Buch 1: Kapitel 10 - 18Leseabschnitt 3 | Buch 2: Kapitel 1 - 8 (19 - 27)Leseabschnitt 4 | Buch 2: Kapitel 9 - 18 (28 - 37)Leseabschnitt 5 | Buch 3: Kapitel 1 - 9 (38 - 46)Leseabschnitt 6 | Buch 3: Kapitel 10 - Ende (47 - 55)Andere Ausgaben sind in 55 Kapitel unterteilt, dazu sind die Leseabschnitte in Klammer angeführt.

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    • 153
  • Emma...

    Emma

    Miamou

    Mit „Emma“ habe ich nach „Stolz und Vorurteil“ zu einem zweiten Jane Austen Roman gegriffen und ich muss sagen, dass ich an dieser Autorin immer mehr gefallen finde (ich hab mir daher vor ein paar Tagen gleich auch noch „Überredung“ zugelegt). Wie nicht anders zu erwarten, hat für mich Austen auch mit „Emma“ einen Roman erschaffen, der sehr viel von dem feinen britischen Humor in sich trägt und auch an manchen Stellen so spitz – sarkastisch ist, dass man sich beim Lesen ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen kann. Dabei bleibt der Handlungsbogen, im Vergleich zu „Stolz und Vorurteil“, doch sehr flach. Während man sich bei letzterem immer wieder mal auf großen Bällen befindet und zwischendurch immer wieder neue Leute kennenlernt, bleibt bei „Emma“ die Gesellschaft doch sehr konstant. Lediglich Mrs. Elton, Mrs. Fairfax und Mr. Churchill stoßen im Laufe der Zeit dazu und genau diese sind es im Grunde, die einen ziemlichen Wirbel in die Handlung einbringen. Emma ist die Tochter eines gut situierten älteren Mannes. Sie hat Vermögen und kann es sich daher durchaus leisten zu behaupten, dass sie niemals heiraten wird. Im Vergleich zu den Bennett - Schwestern aus „Stolz und Vorurteil“, muss sie nämlich nicht um ihre Zukunft bangen, sollte sie sich nicht gut verheiraten. Viel lieber denkt sie darüber nach, wen sie verheiraten könnte. Und da ihr dies bei ihrer Gouvernante schon so gut gelungen ist, kommt ihr die junge Harriet gleich recht. Denn auch für diese muss natürlich gleich der richtige Mann ausgesucht werden. Zu dumm nur, dass sich der Auserwählte, Mr. Elton, in Emma statt in Harriet verliebt hat. Dann rückt auch noch der Stiefsohn von Emmas Gouvernante auf den Plan und Emma glaubt doch tatsächlich für kurze Zeit, dass er ein Mann ist, mit dem sie sich eine Ehe vorstellen kann, aber leider ist dieser schon einer anderen versprochen. Zum Glück steht Mr. Knightley als geradezu mächtiges Gewissen über Emma, der immer wieder versucht, sie von ihrem hohen Ross herunterzuholen, was ihm schlussendlich auch gelingen wird. Und tatsächlich ist es so, dass Emma nicht wirklich ein sympathischer Charakter ist. Zu Beginn des Buches findet man daher auch nur wenig positive Eigenschaften an ihr. Sie ist sehr manipulativ und extrem snobistisch. Zu Gute halten kann man ihr eigentlich nur, dass sie sich so selbstaufopfernd um ihren Vater kümmert. Als Leser muss man sehr lange geduldig mit ihr sein, denn an der ein oder anderen Stelle der Handlung greift man sich wirklich nur wegen ihr auf dem Kopf und fragt sich, wie man als Mensch nur so sein kann. Emma fällt sehr, sehr schnell Urteile über ihr Gegenüber und steckt sie eigentlich gleich in vorhergesehen Schubladen. Auch als Leser braucht man hier besondere Aufmerksamkeit und man muss sich erst an den Gedanken gewöhnen, dass man aus Emmas Sicht liest und ihre Gedanken nicht automatisch ein Gesamturteil abgeben. Erst am Ende des Buches konnte ich mit Emma aussöhnen, die ihre Fehler doch einsehen kann und auch versucht ihren Schaden wieder wett zu machen. Trotzdem ist Austen ihrem Frauentyp recht treu geblieben. Auch Emma ist eine sehr spitzzüngige Frau, die ein enormes Selbstbewusstsein an den Tag legt und nicht davor scheut, es auch zu benutzen. Mr. Knightley ist ein wahrer Gentleman, der aber trotzdem keine Angst davor hat, Emma ihr Fehlverhalten vor den Latz zu knallen. Emma sieht ihn als einzigen Mann, der ihr ebenbürtig ist und als Harriet ihn ihr vor der Nase wegschnappen will, bricht für Emma die große Krise aus. Meiner Meinung nach, hat Jane Austen nur Traummänner auf das Papier gezaubert…und obwohl ich Mr. Knightley auf jeden Fall dazuzähle (weil ihm an Anstand und Verhalten nur schwer jemand das Wasser reichen wird können), war er für mich aber nicht Mr. Darcy ;-) Mit den Nebencharakteren in „Emma“ hat Austen einen extremen Facettenreichtum geschaffen. Neben dem hypochondrischen Vater von Emma, ist da noch Ms. Bates, die in ihrem Reden einfach nur ausschweifend ist, die liebenswerte Mrs. Weston, die auch nach ihrer Heirat noch eine gute Freundin für Jane bleibt, die naive Harriet, die dem Leser aber genau deswegen so sympathisch ist, Mrs. Elton, der nie etwas recht ist und an allem nur kritisieren kann…kurzum, eine große Bandbreite um den nötigen Witz in die Geschichte zu bringen. Austens Schreibstil und ihre Wortwahl liest sich für die heutige Zeit sehr gut und eigentlich auch flüssig. Die eine oder andere Länge rührt in diesem Fall wirklich daher, dass wir diesen Stil in der heutigen Literatur natürlich nicht mehr so vorfinden würden. Auf jeden Fall würde ich jedem empfehlen, wenigstens einmal in seinem Leben zu einem Roman von Jane Austen zu greifen. Obwohl ich an „Emma“ nicht wirklich großartig etwas auszusetzen habe, so hat mir doch das kleine Etwas gefehlt, damit es an „Stolz und Vorurteil“ rankommt. Wahrscheinlich deswegen, weil „Emma“ doch eine gewisse Realitätsnähe für die damalige Zeit hat, während sich „Stolz und Vorurteil“ wie ein Märchen liest, wo sich der reiche Mann in das arme Mädchen verliebt…was natürlich, und da schließe ich mich gar nicht aus, bei Leser/innen, die den kleinen mehr - romantischen Tick suchen, besser ankommt :-)

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    • 8
  • [Rezension] "Emma" - ein amüsanter und hervorragender Klassiker

    Emma

    SicaUee

    Vor einigen Jahren habe ich alle Romane von Jane Austen mit großer Begeisterung gelesen, nur die „Emma“ war nicht dabei, ich weiß nicht mal mehr, warum das eigentlich so war. Jetzt aber war es endlich an der Zeit, das nachzuholen und ich freute mich richtig darauf, endlich wieder in Austens Welt einzutauchen...Emma ist eine junge Dame aus gutem Hause, intelligent und selbstbewusst, aber auch ein wenig egoistisch und verwöhnt. Sie bildet sich ein, sie hätte ihre Erzieherin und gute Freundin, Miss Taylor, mit einem wohlhabenden Gentleman verkuppelt und ausgehend von diesem „Erfolg“ möchte sie gerne noch einige weitere Ehen stiften. Allerdings wird bald offensichtlich, dass sie dazu nicht wirklich begabt ist...Ich hatte ganz vergessen, wie angenehm sich Austens Erzählstil lesen lässt. So kam ich also sehr schnell in die Geschichte rein und folgte schon bald gespannt, wie sich Emmas Leben und die Beziehungen zu den anderen Figuren vor mir ausbreitete. Zu Mr. Knightley (der ganz interessant, aber kein Mr. Darcy ist, nur mal so), ihrem wehleidigen Vater, ihrer beste Freundin Harriet Smith, Jane Fairfax, die mir sympathischer war, als ich gedacht hätte, Frank Churchill, der geschwätzigen Miss Bates und den schrecklichen Eltons. Austens Schreibstil ist sehr lebendig, man kann sich gut in jede Situation hineinversetzen. Mehr als offensichtlich ist, dass Charakterzeichnungen ihre Stärke sind, jede Figur wirkt lebensecht, weil es sie alle auch im wahren Leben gibt, gab und wohl auch immer geben wird. Selbstbezogene, eingebildete Menschen etwa, die denken, dass die ganze Welt sich nur um sie dreht, kennt wohl jeder, oder auch Menschen, die ohne Punkt und Komma (und ohne Sinn) reden. So ärgert man sich über Mrs Elton und ihre Unverschämtheiten und man wünscht sich weit weg, wenn Miss Bates kein Ende findet. Für uns als Leser ist es aber auf jeden Fall sehr amüsant. Jane Austen schreibt mit viel Witz und Ironie. Sie kann Geschichten erzählen, amüsante (und sehr sarkastische) Geschichten, die einen in ihre Welt entführen und ganz in ihren Bann ziehen und die einem Austens Welt, ihre Zeit lebhaft vor Augen führen – und jetzt möchte ich auch gerne ihre anderen Romane wieder lesen. Sie sind definitiv - und mehr kann ich nicht sagen - empfehlenswert, wenigstens einen davon (ich würde ja sagen „Stolz und Vorurteil“, aber auch „Emma“, als Austens „reifster Roman“ eignet sich dafür) sollte man unbedingt einmal gelesen haben.

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    • 5
  • Einfach ein wunderbares Buch!

    Emma

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. October 2015 um 14:54

    Nachdem ich von "Stolz und Vorurteil" so begeistert war und mir viele gesagt haben, "Emma" soll so schön sein, habe ich es mir in dieser wunderschönen dtv Edition gekauft. In Stoff-Optik und mit wunderschönen Blumen, macht das Buch ordentlich etwas her. Ich finde es auch sehr schön, das gleich eine ganze Reihe davon raus gekommen ist so sehen die Bücher wunderschön nebeneinander aus. Einzig alleine stören mich diese dünnen Seiten und diese winzige Schrift, es ist doch sehr anstrengend so zu lesen, ein bisschen größer und das Buch wäre perfekt. Den Klappentext finde ich einfach nur wunderschön, er sagt so viel über das Buch aus und doch verrät er nichts. Ich hätte nicht gedacht das mich ein so kurzer Klappentext anspricht aber dieses geheimnisvolle dahinter, verleitet einen dazu in dem Buch lesen zu wollen. Austen's Schreibstil ist einfach nur wunderschön, so bildlich, sehr detailreich, Dialoge werden in die Länge gezogen wirken dabei aber nicht langweilig. Alles ist bis ins kleinste Detail ausformuliert, das mag ich so an ihr, eine große Fülle an Infos und doch wirkt nichts trocken sondern sehr lebhaft. Am Anfang war ich leicht überfordert mit der Fülle der Charaktere, viele Namen in kurzer Zeit aber nach und nach lernt man sie näher kennen und kann die Beziehungen unter einander, auseinander halten. Auch die Charaktere sind in voller Bandbreite vertreten, von herzlich und gutmütig bis hin zu kalt und gefühllos, alle perfekt ausgefüllt mit Informationen, sodass sie alle sehr lebhaft wirken. Emma habe ich natürlich ganz besonders ins Herz geschlossen, sie fügt sich ihrer Rolle als "wohlerzogene Tochter" nicht, verfolgt einen genauen Plan, zieht im Hintergrund die Strippen und ist unheimlich intelligent. Aber besonders gut gefallen hat mir, das Emma ein komplett anderer Mensch geworden ist, durch die Liebe, sie hat nicht immer über alles gegrübelt sondern hat sich in das Abenteuer gestürzt. Aber ich will nicht zu viel verraten. Ich habe mit Emma mitgefiebert, gelitten und gelacht wenn sie mit ihren Freundinnen spazieren ging und wenn sie für ihre Freundinnen versucht hat, einen Ehemann zu finden obwohl sie selbst längst nach einem suchen sollte, der zu ihr passt. Fazit: Ein wundervolles Werk, voller Leben, mit sehr viel Details. Ich hatte eine wunderbare Lesezeit und habe jede Seite genossen. Das wird definitiv nicht das letzte Werk von Austen sein. Ich freue mich schon auf das nächste!

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  • Leserunde zu "Emma - Vollständige Fassung" von Jane Austen

    Emma

    LadyOfTheBooks

    04. April 2015 um 14:08

    Gerne möchte ich im April Emma von Jane Austen lesen. Das möchte ich aber nicht allein, sondern mit ein paar anderen Lesern auf Lovelybooks.

  • Jane Austen - Emma

    Emma

    el_lorene

    Emma ist nicht erst seit seiner erfolgreichen Verfilmun einer der berühmtesten Romane von Jane Austen sowie eine anrührende Liebesgeschichte. Mit witz und Ironie schildert Austen die Entwicklung einer energischen und mitunter etws zu voreiligen jungen Frau und zeichnet zugleich ein realistisches Bild des englischen Landadels um 1800. Emma ist das zweite Buch, welches ich von Jane Austen gelesen habe und wieder gefällt mir der Stil unglaublich gut! Die Übersetzung fand ich einwandfrei, doch diesmal hat mich der Zynismus der dieses Buch begleitet überrascht und hervorragend unterhalten. Mit dieser Ironie setzte sie ihrer ganzen Epoche einen Spiegel vor, ohne dabei jedoch revolutionär oder aufsässig zu sein. Im Roman Emma spricht sie sich gegen diese ,,Ehestifterei" aus, die sowohl in ihrer Epoche als auch im Roman wie eine Epidemie grassierte. Das Buch beginnt unmittelbar nach der von Emma arrangierten Verheiratung ihrer Erzieherin, Miss Taylor, die damit zu Mrs. Weston wird und einen gesellschaftlichen Aufstieg macht. Weil Emma die Verehelichung ihrer Erzieherin gelungen ist, sieht sie ihre Fähigkeiten auf genau diesem Gebiet, und sie sinnt nach einem neuen Arrangement, das ihr die Langeweile vertreiben soll. Nach und nach lernt man den Landadel kennen. Ich habe mich teilweise gefragt wie sinnlos, langweilig und zeitaufwendig diese Pflichtbesuche gewesen sein müssen. Ganz besonders bei solchen Persone wie Mr. Elton der Emma den Hof macht, diese ist schockiert und weist ihn mit aller Bestimmtheit zurück. Mr. Elton seinerseits reist unverzüglich nach Bath, um nach kurzer Zeit verheiratet zurückzukehren. Mr. Knightley, einer der engsten Freunde ihrer Familie und auch ihr engster Vertrauter, hatte sie bereits vorher vor diesem Fehlschlag gewarnt. Mrs. Elton ist ein Stilloser, wichtigtuerischer Emporkömmling die sich gerne selber lobt, aber selbst nur wenige Talente vorzuweisen hat. Ich muss echt sage diese Frau hat mich ganz verrückt gemacht. Diese endlos dummen Dialoge mit Mrs. Elton habe mich viel Kraft gekostet und waren doch wieder unterhaltsam. Dieser Widerspruch an sich hat mich selber des öfteren verwundert, aber spiegeln ebenfalls die Affektiertheit des Adels. Die Autorin verwendet viel Mühe auf die Charakterisierung ihrer Titelheldin somit hilft die Selbstkritik auch und führt zu einen verdienten Ende. Es klärt sich alles auf, selbst Harriet, Emmas Freundin wird glücklich, da es zu einer Aussprache zwischen ihr und Robert Martin und einem erneuten Heiratsantrag kam. So kommt es am Ende des Buches zu drei Hochzeiten und drei glücklichen Paaren. Ruhm war Jane Austen zu ihren Lebzeiten nur wenig gegönnt, aber das war auch gar nicht ihr Ziel, sie schrieb um des Schreibens selbst willen, weil es ihr Freude machte und um ihre Familie zu erheitern. Trotzdem schaffte sie es Generationen von Schriftstellern zu beeinflussen, ihr Werk gilt als Höhepunkt klassizistischer Romankunst: Formvollendet, klar, präzise, ironisch, human, was mit diesen Roman definitv gelungen ist. Ganz klar 5 Sterne.

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    • 2
  • Feminismus gepaart mit Sturheit

    Emma

    biblionarr

    13. February 2015 um 20:42

    Es gibt gefühlt keinen weiblichen Charakter bei Jane Austen, der sturer ist als Emma. Ein Spiel beginnt und die Verkupplungen starten, doch Emma`s Gemüt hat einfach mehr Hoffnungen in die männliche Gesellschaft. Doch die alten Regeln lassen sich nicht so leicht aufbrechen und so muss auch Emma erst lernen, dass man in ihrem Jahrhundert keine Gesellschaftsschichten mischen kann - trotz sturer versuche ... wo die Reise des eigenen Herzens dann hinführt, dass müsst ihr selber lesen ;-). Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es hat eine wunderbare bildliche Sprache. Es bringt uns dazu die Stirn zu runzeln, den Kopf zu schüttel, zu lächeln und auch unser Herz höher zu schlagen.

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