Jane Austen Lady Susan

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Inhaltsangabe zu „Lady Susan“ von Jane Austen

Ihr frühestes Werk, der zu ihren Lebzeiten nicht veröffentlichte Roman »Lady Susan«, das Romanfragment »Die Watsons«, beide von der Autorin im Alter von 28 Jahren verfaßt, und der gleichfalls Fragment gebliebene Roman Sanditon, der in ihrem Todesjahr entstand, sind im vorliegenden Band vereint. Wie groß ihre erzählerische Kraft von Anfang an war, zeigt der Briefroman, in dem die Titelfigur Lady Susan aus verschiedenen Blickwinkeln porträtiert wird, als eitel, selbstsüchtig und intrigierend: Lady Sudan, die Mutter einer im heiratsfähigen Alter befindlichen Tochter quartiert sich im Haus ihres Bruders ein und stiftet dort erhebliche Unruhe, als sie ihres Amüsements wegen dem Bruder ihrer Schwägerin den Kopf verdreht. Auch das Fragment »Die Watsons« enthält charakteristische Details der großen Romane von Jane Austen: Emma, klug und schön, aus wenig begüterten Verhältnissen stammend, wird von der vermögenden Familie Edwards zum Winterball eingeladen. Der Ball und die Wochen danach, die sie bei den Edwards verbringt, beschreibt Jane Austen in diesem Fragment. In »Sanditon« schließlich erzählt sie mit Witz und Ironie vom naiv-ehrgeizigen Plan, aus dem verschlafenen Küstenort Sanditon ein Seebad zu machen.

Äußerst amüsant und typisch Austen - Schade, dass die beiden Fragmente nie beendet wurden

— LaLecture
LaLecture

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Gute Grundidee, das Buch hat mich aber nicht wirklich berührt

LuLuLux

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Jane Austen ist doch immer wieder eine "Reise" wert.

el_lorene

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  • Äußerst amüsanz und typisch Austen

    Lady Susan
    LaLecture

    LaLecture

    15. April 2017 um 02:16

    ​InhaltDiese Ausgabe umfasst einen Briefroman ("Lady Susan") sowie die Anfänge zweier nicht vollendeter Romane ("Die Watsons" und "Sandition") von Jane Austen.Lady Susan erzählt von der intriganten und manipulativen Witwe Lady Susan, die nach einem von ihr ausgelösten Skandal die Familie ihres verstorbenen Mannes besucht und dort gleich beginnt, den Bruder ihrer Schwägerin um den Finger zu wickeln,und nebenbei versucht, ihre Tochter zu verkuppeln.In "Die Watsons" kehrt Emma Watson, die von ihrer Tante aufgezogen wurde, zu Ihrer Familie zurück und wird dort im Rahmen eines Balls gleich in die Gesellschaft aufgenommen."Sandition" wiederum handelt von Charlotte Heywood, die vom Ehepaar Parker mit in einen Küstenort namens "Sandition" reist, auf den Mr. Parker große Stücke hält.MeinungDiese Texte waren die letzten von Jane Austen geschriebenen und veröffentlichten, die mir noch zu meiner Sammlung fehlten, und wie auch bei den meisten ihrer Romane habe ich die Lektüre sehr genossen.Eine der Eigenheiten, die Austen als Autorin so besonders und ihre Werke so amüsant machen, ist definitiv ihre Art, Figuren zu beschreiben und zu charakterisieren. Man merkt, wieviel Zeit sie mit dem Beobachten von Menschen und dem Anstellen zynischer Überlegungen verbracht haben muss, denn ihre Figurenbeschreibungen sind oftmals schonungslos realistisch und ehrlich und herrlich böse. Nicht einmal ihre Heldinnen und deren zukünftige Ehemänner kommen bei ihr ausnahmslos gut weg und sie scheut sich nicht, den Figuren all die negativen Attribute zu attestieren, die man auch aus dem Alltag bei Menschen beobachten kann.Das macht die Figuren in ihren Werken so lebendig und die Geschichten und Dialoge umso unterhaltsamer und Figuren dieser Art sind auch in diesen drei Texten zu finden."Lady Susan" setzt auf dieses Prinzip noch eins drauf, da Austen hier die Figuren nicht direkt charakterisiert sondern indirekt durch die Worte der Figuren selbst oder die Beschreibungen anderer in Briefen. Da Lady Susan so unfassbar falsch und unsympathisch ist, liest sich der Briefverkehr zwischen ihr und ihrer Freundin Mrs. Johnson, ihr und ihrer Familie und ihren Familienmitgliedern untereinander äußerst erheiternd, da deutlich wird, wie wenig sie sich selbst einer Schuld bewusst ist, dass sie stets nur an sich denkt und wie scheinheilig sie sich gegenüber Menschen gibt, von denen sie etwas braucht.Leider bricht der Roman gefühlt mitten in der Geschichte ab, was von der Autorin damit erklärt wird, dass die betreffenden Personen sich trafen und somit keine Briefe mehr an einander schickten. Das klingt zwar vernünftig, man fragt sich jedoch, ob es nicht einen anderen Weg gegeben hätte, denn so wird der restliche Verlauf der Geschichte nur noch sehr knapp in einem abschließenden Text angerissen, was einen mit einem Gefühl der Unvollständigkeit zurücklässt."Die Watsons" beginnt wiederum wie ein typischer Austen-Roman mit einer sympathischen, besonnenen Heldin inmitten einer scheinbar sehr speziellen Familie, die in die höhere Gesellschaft eingeführt wird. Diese Gesellschaft ist ebenfalls geprägt von sehr eigenen Charakteren, bei denen schnell deutlich wird, wie die Geschichte wohl ausgegangen wäre, hätte Austen sie beendet. Dennoch macht es Spaß, dieses Fragment zu lesen, da Emma als Heldin und einige der anderen Figuren sehr sympathisch sind und man auch gerne erfahren würde, was mit den unsympathischeren der Figuren passiert, die bei Austen schließlich oft ihr Fett wegkriegen.In "Sandition" widmet Austen sich einem speziellen Thema, dem Kranksein. Genauer gesagt den zu großen Teilen eingebildeten Krankheiten derer, die es sich finanziell und zeitlich leisten konnten, krank zu sein, und über die Austen sich in charmanter Weise und in Form weiterer schräger Figuren lustig macht.Leider ist auch diese Geschichte nur ein Fragment, sodass die wenigen vorhandenen Seiten gerade einmal als Einführung der wichtigsten Personen fungieren und noch nicht viel passiert. Auch die Heldin Charlotte bleibt so noch etwas blass.FazitGenau wie ihre anderen (vollständigen) Romane erheitern auch Jane Austens "Lady Susan", "Die Watsons" und "Sandition" besonders durch die urkomischen und schonungslos ehrlichen Figurenbeschreibungen und die Dialoge ebendieser Figuren. Dass der Briefroman ein sehr abruptes Ende findet und die beiden anderen Romane nie beendet wurden, ist jedoch schade, da den Geschichten so einiges fehlt. Für Austen Fans ist dieses Büchlein dennoch zu empfehlen; ich vergebe 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Lady Susan
    Sokrates

    Sokrates

    18. August 2011 um 08:26

    Mit diesen – letzten – Romanen (z.T. unvollendet) von Jane Austen habe ich mich etwas schwer getan. In Lady Susan hat sich Jane Austen an einen Erzählstil gewagt, der nicht ganz einfach ist: ein Briefroman. So können ihre Perfektion und ihr knackiger Humor, der sonst in der Regel in ihren Dialogen zum Ausdruck kommt, hier nun nur in Monologen Ausdruck verleihen. Kein Wunder, dass er da ein wenig auf der Strecke bleibt. Nicht dass man ihn nicht finden kann, aber er bleibt gleichsam im Kano-nenrohr stecken und kann nicht abgeschossen werden. Diese Verhaltenheit macht den Leser irgendwann kribbelig. Zumindest ging es mir so. Die Watsons und Sanditon ist leider nicht vollendet. Den Charme der ersten Romane – den Klassikern – von Jane Austen erreichen jedoch auch diese beiden nicht; und das hat zunächst erst mal nichts mit dem unvollendeten Ende zu tun. Insgesamt war ich daher etwas enttäuscht und musste mich durch viele Passagen regelrecht durchquälen. Schade, und deshalb nur drei Punkte.

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  • Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Lady Susan
    Träumerin

    Träumerin

    21. September 2010 um 10:15

    Lady Susan: Eine manipulative Witwe, die denkt, sie könnte mit allen Menschen ( ob nun Bruder und Schwägerin oder Tochter und Liebhaber) spielen und sie nach ihrem gutdünken für alles begeistern was sie will. Doch macht ihr ihre ehrliche Tochter einen Strich durch die Rechnung. Mal wieder einen Applaus wert für Jane Austens genaue Beobachtungsgabe der Gesellschaft. Die Watsons: Emma, die nach Jahren bei ihrer Tante, zurück zu ihrer Familie kommt und auf dem ersten Winterball, die höhere Gesellschaft für sich einnimmt. Schade, dass es nicht weiter geht, die Geschichte um Emma, ihre Schwestern und Tom Musgrave hat Potenzial, aber so bleibt es unserer Fantasie überlassen sie weiter zu spinnen. Sandition: Charlotte begleit eine Familie in den Badeort Sandition und lernt dort die hießige Gesellschaft kennen. Sie bildet sich mit ihrem klarem Verstand ein besseres Urteil, als Alteingesessene. Ich wäre gespannt gewesen, wie das mit ihr und Sidney ausgegangen wäre...

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  • Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Lady Susan
    Lesebienchen

    Lesebienchen

    02. June 2010 um 18:48

    Im Vergleich zu allen anderen Werken Austens ist dieser Roman etwas Besonderes, sowohl von der Form als auch von der Protagonistin her. Jane Austen erzählt einmalig in Briefform die Geschichte der intriganten, selbstverliebten und zutiefst bösartigen Lady Susan. Diese Hauptfigur ist im Werk Austens einzigartig, ist sie doch die einzige bösartige Heldin. Doch genau das macht den Roman so lesenswert, da sich in diesem Austens Zynismus und ihr messerscharfer Humor gänzlich entfalten kann. Lady Susan ist zwar wahrlich keine Figur, die zur Identifikation einlädt, doch ist sie in der Darstellung ihres Gefühlslebens so real und authentisch, dass sie dadurch zeitlos und in jeder Gegenwart ihre Vorbilder findet. Sie ist die Anti-Elisabeth Bennett. Neben der Hauptfigur lädt aber auch die Briefform zum Lesen ein. Dies mag auf den ersten Blick verwundern, doch Jane Austen gelingt durch den geschickten Wechsel von narrativen und Dialogpassagen ein Spannungsaufbau, der den Leser in Atem hält.

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  • Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Lady Susan
    ZwergPinguin

    ZwergPinguin

    07. March 2009 um 11:43

    Bei "Lady Susan" handedlt es sich um ein recht frühes Werk Jane Austens (sie war gerade 19 Jahre alt), welches in Briefform die Geschichte von der frisch verwitweten Lady Susan erzählt, welche selbst recht bald wieder heiraten möchte und auch einen passenden Gatten für ihre Tochter sucht. Aus den Briefen gehen Lady Susan Meinungen über ihre Verwandtschaft und Männer im Allgemeinen und über ihre Tochter im Speziellen deutlich hervor. Gleichzeitig charakterisieren sie ihre Schreiberin als berechnende und selbstsüchtige Person, deren Berechnungen aber natürlich nicht immer so gelingen, wie sie sollen.... Mir hat die Konzeption des Buches gut gefallen, auch wenn es stilistisch an der ein oder anderen Stelle noch etwas "unreif" wirkt. Trotzdem natürlich eine beachtliche Leistung für eine 19jährige! Interessant fand ich auch, dass es sich bei Lady Susan um eine Art Anti-Heldin handelt, denn man merkt schon nach wenigen Seiten, dass sie eigentlich recht unsympathisch ist. Der feine ironische Unterton Jane Austens ist auch hier schon deutlich spürbar - besonders was die gesellschaftlichen Normen und Zwänge zum Thema Heirats"politik" angeht.

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  • Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Lady Susan
    JuliaO

    JuliaO

    03. August 2008 um 17:13

    Nett zu lesen - natürlich ein Must-Have für Fans - aber bei weitem nicht zu vergleichen mit "Stolz und Vorurteil" oder "Verstand und Gefühl"