Lady Susan

von Jane Austen 
3,8 Sterne bei56 Bewertungen
Lady Susan
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Äußerst amüsant und typisch Austen - Schade, dass die beiden Fragmente nie beendet wurden

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sehr schönes Buch von Jane Austen! Beeindruckend, dass sie es bereits mit 18 Jahren geschrieben hat! Die Hauptperson ist in diesem Fall ungl...

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Inhaltsangabe zu "Lady Susan"

Jane Austens erster Roman!
Die junge Lady Susan sorgt allseits für Aufregung: Frisch verwitwet, kokettiert sie im Nu wieder mit ihren Verehrern. Jane Austens schmaler Romanerstling ist der meisterliche Auftakt eines beeindruckenden Lebenswerks. Raffiniert und lebenskundig schildert er die Herzensangelegenheiten einer Frau, die sich ihrer Attraktivität nur zu bewusst ist und die ihre Reize ganz ungeniert einsetzt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442743834
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:09.05.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.08.2007 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    LaLecturevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Äußerst amüsant und typisch Austen - Schade, dass die beiden Fragmente nie beendet wurden
    Äußerst amüsanz und typisch Austen


    Inhalt

    Diese Ausgabe umfasst einen Briefroman ("Lady Susan") sowie die Anfänge zweier nicht vollendeter Romane ("Die Watsons" und "Sandition") von Jane Austen.
    Lady Susan erzählt von der intriganten und manipulativen Witwe Lady Susan, die nach einem von ihr ausgelösten Skandal die Familie ihres verstorbenen Mannes besucht und dort gleich beginnt, den Bruder ihrer Schwägerin um den Finger zu wickeln,
    und nebenbei versucht, ihre Tochter zu verkuppeln.
    In "Die Watsons" kehrt Emma Watson, die von ihrer Tante aufgezogen wurde, zu Ihrer Familie zurück und wird dort im Rahmen eines Balls gleich in die Gesellschaft aufgenommen.
    "Sandition" wiederum handelt von Charlotte Heywood, die vom Ehepaar Parker mit in einen Küstenort namens "Sandition" reist, auf den Mr. Parker große Stücke hält.



    Meinung

    Diese Texte waren die letzten von Jane Austen geschriebenen und veröffentlichten, die mir noch zu meiner Sammlung fehlten, und wie auch bei den meisten ihrer Romane habe ich die Lektüre sehr genossen.

    Eine der Eigenheiten, die Austen als Autorin so besonders und ihre Werke so amüsant machen, ist definitiv ihre Art, Figuren zu beschreiben und zu charakterisieren. Man merkt, wieviel Zeit sie mit dem Beobachten von Menschen und dem Anstellen zynischer Überlegungen verbracht haben muss, denn ihre Figurenbeschreibungen sind oftmals schonungslos realistisch und ehrlich und herrlich böse. Nicht einmal ihre Heldinnen und deren zukünftige Ehemänner kommen bei ihr ausnahmslos gut weg und sie scheut sich nicht, den Figuren all die negativen Attribute zu attestieren, die man auch aus dem Alltag bei Menschen beobachten kann.
    Das macht die Figuren in ihren Werken so lebendig und die Geschichten und Dialoge umso unterhaltsamer und Figuren dieser Art sind auch in diesen drei Texten zu finden.

    "Lady Susan" setzt auf dieses Prinzip noch eins drauf, da Austen hier die Figuren nicht direkt charakterisiert sondern indirekt durch die Worte der Figuren selbst oder die Beschreibungen anderer in Briefen. Da Lady Susan so unfassbar falsch und unsympathisch ist, liest sich der Briefverkehr zwischen ihr und ihrer Freundin Mrs. Johnson, ihr und ihrer Familie und ihren Familienmitgliedern untereinander äußerst erheiternd, da deutlich wird, wie wenig sie sich selbst einer Schuld bewusst ist, dass sie stets nur an sich denkt und wie scheinheilig sie sich gegenüber Menschen gibt, von denen sie etwas braucht.
    Leider bricht der Roman gefühlt mitten in der Geschichte ab, was von der Autorin damit erklärt wird, dass die betreffenden Personen sich trafen und somit keine Briefe mehr an einander schickten. Das klingt zwar vernünftig, man fragt sich jedoch, ob es nicht einen anderen Weg gegeben hätte, denn so wird der restliche Verlauf der Geschichte nur noch sehr knapp in einem abschließenden Text angerissen, was einen mit einem Gefühl der Unvollständigkeit zurücklässt.

    "Die Watsons" beginnt wiederum wie ein typischer Austen-Roman mit einer sympathischen, besonnenen Heldin inmitten einer scheinbar sehr speziellen Familie, die in die höhere Gesellschaft eingeführt wird. Diese Gesellschaft ist ebenfalls geprägt von sehr eigenen Charakteren, bei denen schnell deutlich wird, wie die Geschichte wohl ausgegangen wäre, hätte Austen sie beendet. Dennoch macht es Spaß, dieses Fragment zu lesen, da Emma als Heldin und einige der anderen Figuren sehr sympathisch sind und man auch gerne erfahren würde, was mit den unsympathischeren der Figuren passiert, die bei Austen schließlich oft ihr Fett wegkriegen.

    In "Sandition" widmet Austen sich einem speziellen Thema, dem Kranksein. Genauer gesagt den zu großen Teilen eingebildeten Krankheiten derer, die es sich finanziell und zeitlich leisten konnten, krank zu sein, und über die Austen sich in charmanter Weise und in Form weiterer schräger Figuren lustig macht.
    Leider ist auch diese Geschichte nur ein Fragment, sodass die wenigen vorhandenen Seiten gerade einmal als Einführung der wichtigsten Personen fungieren und noch nicht viel passiert. Auch die Heldin Charlotte bleibt so noch etwas blass.



    Fazit


    Genau wie ihre anderen (vollständigen) Romane erheitern auch Jane Austens "Lady Susan", "Die Watsons" und "Sandition" besonders durch die urkomischen und schonungslos ehrlichen Figurenbeschreibungen und die Dialoge ebendieser Figuren. Dass der Briefroman ein sehr abruptes Ende findet und die beiden anderen Romane nie beendet wurden, ist jedoch schade, da den Geschichten so einiges fehlt. Für Austen Fans ist dieses Büchlein dennoch zu empfehlen; ich vergebe 4 Sterne.

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    nasas avatar
    nasavor 4 Jahren
    Lady Susan

    Dies ist das erste Werk von Jane Austen. Diesen schrieb sie im zarten Alter von 18 Jahren. Es unterscheidet sich so ziemlich in allen Punkten von ihren anderen Werken. Ist aber trotzdem sehr lesenswert. Es hat Charme, Witz und auch eine gewisse Spannung.

     „Lady Susan“ ist in Briefform geschrieben. Dies ist zwar ungewohnt, aber sehr interessant. Zudem kommt man auch bei dieser Form des Buches sehr gut in die Geschichte rein. Es sind 7 verschiedene Briefschreiber die immer ihre Sicht der Dinge schildern. Jeder Brief ist aber sehr kurz und prägnant. Am Ende hat man eine ganze Geschichte.

    Jane Austen  Hauptcharakter in „Lady Susan“ unterscheidet sich von den späteren sehr stark. in ihren späteren Werken sind die „Heldinnen“ immer nette und wohlerzogenen Mädchen/Frauen. Sie stehen an der Schwelle des heiratsfähigen Alters, sind hin und her gerissen von Verstand und Gefühl. „Lady Susan“ ist das genaue Gegenteil. Sie ist zwar auch wohlerzogen, allerdings ist sie mit 35 Jahren schon Witwe und bringt einiges an Lebenserfahrung mit. Sie kokettiert gerne und ihr Handeln wird von heuchlerischen und Egozentrischen Bestrebungen gesteuert.

    Lady Susan quartiert sich bei ihrem Schwager und seiner Familie auf dem Land ein. Ihren Verwandten gegenüber behauptet sie ihre Bekanntschaft machen zu wollen und mal etwas Ruhe zu finden. Allerdings steckt eher eine Art Flucht dahinter. Denn Lady Susan Kokettiert gerne und hat so die Aufmerksamkeit eines verheirateten Mannes und die Eifersucht seiner Frau auf sich gezogen. Kaum ist sie in Churchill flirtet sie mit dem viel jüngeren Bruder ihrer Schwägerin. Obwohl er von ihrem Ruf weiß und gewarnt ist verliebt er sich in sie. Lady Susan nutz natürlich jede Gelegenheit sich im guten Licht da stehen zu lassen. Dies wird aber von ihrer Tochter untergraben die sich weigert bei der Scharade ihrer Mutter mit zu machen. Denn es geht auch um ihre Zukunft.

    Mir hat das Erstlingswerk von Jane Austen sehr gut gefallen. Vielleicht auch gerade deswegen, weil es so ganz anders ist als ihre anderen Werke.

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    Hikaris avatar
    Hikarivor 5 Jahren
    Rezension: Lady Susan - Jane Austen

    Lady Susan ist der erste Roman von Jane Austen und zeitgleich ein Briefroman.

    Nicht nur die Variante des Briefromans unterscheidet sich von ihren späteren Werken. Auch die Protagonistin und die Geschichte an sich unterscheidet sich sehr.

    Lady Susan ist im Gegensatz zu Austen's sonstigen Hauptcharakteren zwar ebenso charmant und wohlerzogen, aber eher egoistisch und heuchlerisch.

    Die Geschichte sprüht vor Ironie, Witz und Überraschungen. Ich muss sagen, sie hat mir sehr gut gefallen, auch wenn sie sehr anders ist als ihre großen 6 Romane.

    Ich muss ebenfalls sagen, dass ich für Lady Susan auch durchaus Achtung empfinde - auch wenn sie alles auf den Kopf stellt und ein paar Menschen unglücklich macht. Doch sie ist sehr schlau und weiß zu manipulieren und im Endeffekt möchte sie auch glücklich sein. Sie schreckt dabei eben nur nicht davor zurück, andere dabei unglücklich zu machen.

    Man kommt sehr gut ins Buch rein und findet sich bald zurecht. Der Stil ist wie gewohnt angenehm zu lesen - durch die Kürze und die Variante des Briefromans doch natürlich auch etwas anders als gewohnt.

    Insgesamt also ein erheiternder und überraschender Roman, der mir Spaß bereitet und mich durchaus ungläubig zurücklässt. Aber genauso gut ausgearbeitet worden ist, wie Jane Austens andere Romane.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Ein frühes Werk Englands beliebtester Autorin Jane Austen. In dem Briefroman "Lady Susan" geht es um eben diese Frau, die durch ihre Amoralität und niederen Geisteshaltung so gar nicht dem typischen Heldinnenmuster der Austen'schen Bücher entspricht. Über wenige Seiten hinweg bleibt der Erzählrahmen klein, aber durchaus unterhaltsam und kann auch mit der ein oder anderen Prise Humor aufwarten. Selbstverständlich nicht mit Austens sechs großen Romanen zu vergleichen, so aber doch immerhin ein kleines Lesevergnügen für ihre Fans.

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Mit diesen – letzten – Romanen (z.T. unvollendet) von Jane Austen habe ich mich etwas schwer getan. In Lady Susan hat sich Jane Austen an einen Erzählstil gewagt, der nicht ganz einfach ist: ein Briefroman. So können ihre Perfektion und ihr knackiger Humor, der sonst in der Regel in ihren Dialogen zum Ausdruck kommt, hier nun nur in Monologen Ausdruck verleihen. Kein Wunder, dass er da ein wenig auf der Strecke bleibt. Nicht dass man ihn nicht finden kann, aber er bleibt gleichsam im Kano-nenrohr stecken und kann nicht abgeschossen werden. Diese Verhaltenheit macht den Leser irgendwann kribbelig. Zumindest ging es mir so. Die Watsons und Sanditon ist leider nicht vollendet. Den Charme der ersten Romane – den Klassikern – von Jane Austen erreichen jedoch auch diese beiden nicht; und das hat zunächst erst mal nichts mit dem unvollendeten Ende zu tun.
    Insgesamt war ich daher etwas enttäuscht und musste mich durch viele Passagen regelrecht durchquälen. Schade, und deshalb nur drei Punkte.

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    Träumerins avatar
    Träumerinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Lady Susan:
    Eine manipulative Witwe, die denkt, sie könnte mit allen Menschen ( ob nun Bruder und Schwägerin oder Tochter und Liebhaber) spielen und sie nach ihrem gutdünken für alles begeistern was sie will. Doch macht ihr ihre ehrliche Tochter einen Strich durch die Rechnung.
    Mal wieder einen Applaus wert für Jane Austens genaue Beobachtungsgabe der Gesellschaft.
    Die Watsons:
    Emma, die nach Jahren bei ihrer Tante, zurück zu ihrer Familie kommt und auf dem ersten Winterball, die höhere Gesellschaft für sich einnimmt. Schade, dass es nicht weiter geht, die Geschichte um Emma, ihre Schwestern und Tom Musgrave hat Potenzial, aber so bleibt es unserer Fantasie überlassen sie weiter zu spinnen.
    Sandition:
    Charlotte begleit eine Familie in den Badeort Sandition und lernt dort die hießige Gesellschaft kennen. Sie bildet sich mit ihrem klarem Verstand ein besseres Urteil, als Alteingesessene. Ich wäre gespannt gewesen, wie das mit ihr und Sidney ausgegangen wäre...

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    Lesebienchens avatar
    Lesebienchenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Im Vergleich zu allen anderen Werken Austens ist dieser Roman etwas Besonderes, sowohl von der Form als auch von der Protagonistin her.
    Jane Austen erzählt einmalig in Briefform die Geschichte der intriganten, selbstverliebten und zutiefst bösartigen Lady Susan. Diese Hauptfigur ist im Werk Austens einzigartig, ist sie doch die einzige bösartige Heldin. Doch genau das macht den Roman so lesenswert, da sich in diesem Austens Zynismus und ihr messerscharfer Humor gänzlich entfalten kann.
    Lady Susan ist zwar wahrlich keine Figur, die zur Identifikation einlädt, doch ist sie in der Darstellung ihres Gefühlslebens so real und authentisch, dass sie dadurch zeitlos und in jeder Gegenwart ihre Vorbilder findet. Sie ist die Anti-Elisabeth Bennett.
    Neben der Hauptfigur lädt aber auch die Briefform zum Lesen ein. Dies mag auf den ersten Blick verwundern, doch Jane Austen gelingt durch den geschickten Wechsel von narrativen und Dialogpassagen ein Spannungsaufbau, der den Leser in Atem hält.

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    ZwergPinguins avatar
    ZwergPinguinvor 10 Jahren
    Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Bei "Lady Susan" handedlt es sich um ein recht frühes Werk Jane Austens (sie war gerade 19 Jahre alt), welches in Briefform die Geschichte von der frisch verwitweten Lady Susan erzählt, welche selbst recht bald wieder heiraten möchte und auch einen passenden Gatten für ihre Tochter sucht.
    Aus den Briefen gehen Lady Susan Meinungen über ihre Verwandtschaft und Männer im Allgemeinen und über ihre Tochter im Speziellen deutlich hervor.
    Gleichzeitig charakterisieren sie ihre Schreiberin als berechnende und selbstsüchtige Person, deren Berechnungen aber natürlich nicht immer so gelingen, wie sie sollen....

    Mir hat die Konzeption des Buches gut gefallen, auch wenn es stilistisch an der ein oder anderen Stelle noch etwas "unreif" wirkt. Trotzdem natürlich eine beachtliche Leistung für eine 19jährige!
    Interessant fand ich auch, dass es sich bei Lady Susan um eine Art Anti-Heldin handelt, denn man merkt schon nach wenigen Seiten, dass sie eigentlich recht unsympathisch ist.
    Der feine ironische Unterton Jane Austens ist auch hier schon deutlich spürbar - besonders was die gesellschaftlichen Normen und Zwänge zum Thema Heirats"politik" angeht.

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 10 Jahren
    Rezension zu "Lady Susan" von Jane Austen

    Nett zu lesen - natürlich ein Must-Have für Fans - aber bei weitem nicht zu vergleichen mit "Stolz und Vorurteil" oder "Verstand und Gefühl"

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    Minnis avatar
    Minnivor 7 Jahren
    Kurzmeinung: sehr schönes Buch von Jane Austen! Beeindruckend, dass sie es bereits mit 18 Jahren geschrieben hat! Die Hauptperson ist in diesem Fall ungl...

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