Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)

von Jane Austen 
4,4 Sterne bei9 Bewertungen
Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)
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niki_frosts avatar

Ich liebe ja Jane Austen, aber dieser Roman mit seinen einzigartigen Charakteren hat mich nochmal komplett vom Hocker gehauen.

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Inhaltsangabe zu "Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)"

Wie in den großen Romanen ihrer frühen Phase, "Stolz und Vorurteil" oder "Emma", bezaubert Jane Austen in "Mansfield Park" - jetzt auf dem Höhepunkt ihrer schriftstellerischen Karriere - durch Ironie, feine Satire und intensive Charakterzeichnungen. Das vehemente Engagement gilt auch hier dem Recht der Heldin auf Selbstbestimmung. "Mansfield Park ist der erste moderne Roman Englands." (Q.D. Leavis)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783159609829
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:617 Seiten
Verlag:Reclam Verlag
Erscheinungsdatum:04.02.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 7 Monaten
    Mansfield Park

    Jane Austen. Mansfield Park. Ein Klassiker.
    Wie liest sich so ein Werk? Kann mir das heute noch gefallen?


    Diese uns mehr Fragen stellte ich mir schon lange. Immer wieder kommt auf, man soll mehr Klassiker lesen. Und ich habe mich verführen lassen. In meinem Regal stehen schon länger ein paar Werke von Jane Austen, als sich nun die Gelegenheit bot, die Bücher mit anderen Bloggerinnen in einem Jane Austen Club zu lesen, habe ich die Gelegenheit ergriffen. Und Mansfield Park sollte der erste Roman der Schriftstellerin sein.

    Aber um was geht es in dem Buch?
    Kurz gesagt, es geht um Fanny. Fanny ist eins von mehreren Geschwistern, die das Glück hat, bei ihrer reicheren Tante aufzuwachsen. Denn die Schwester ihrer Mutter hat „günstig“ geheiratet! Wohingegen Fannys Mutter nicht so gut dran ist, mehrere Kinder hat und in ärmlichen Verhältnissen lebt. Um etwas Gutes zu tun, nimmt Lady Bertram ihre Nichte Fanny in ihrem Haushalt auf. Diese wird zusammen mit den eigenen Kindern unterrichtet und aufgezogen.
    Trotzdem ist irgendwie der Klassenunterschied immer wieder zu spüren und immer wieder greifbar.

    Zum Inhalt des Buches möchte ich auch gar nicht viele Worte verlieren, für die, die es noch lesen möchten wäre es unfair, und für diejenigen, die es bereits kennen, erübrigt sich dies ebenfalls.
    Mansfield Park wird als das satirischste Werk von Jane Austen gehandelt. Und ich muss dem Recht geben. Gerade Mrs. Norris, eine weitere Schwester, hat so eine überzogene Rolle hier erhalten, wo eine komplette bürgerliche Gesellschaft zu Tage kommt, ihr denken, ihr tun. Auch wenn Mrs. Norris mir anfangs verhasst war, so hab ich es doch später als Satire und Überzogenheit der Autorin gesehen.

    So ist der Roman auch ein wenig politisch, prangert Jane Austen doch zwischen den Zeilen auch an, mit welchen Methoden der Hausherr von Mansfield Park zu seinem Reichtum gekommen ist: Sklavenhandel.
    Außerdem wird aufgezeigt, zuwas ein Mädchen erzogen wird: Um einen Mann zu heiraten, der genug Geld hat, um eine gute Partie zu machen. Frauen sollen nicht unbedingt klug sein, sie sollen dem Mann gehorchen und im gefallen.
    Fanny ist nur bedingt so ein Mädchen, natürlich unterwirft sie sich der Gesellschaft zum Teil, aber sie ist in ihrem Denken auch eigenständig und vertritt ihre Meinung. Meist zum Mißfallen des Onkels und der Tante.

    Alles in allem konnte mich dieses Werk der Autorin begeistern und mitreißen. Es ist also doch noch möglich, Klassiker in der modernen Zeit zu lesen. Und es hat mir sogar Spaß gemacht. Natürlich war das Frauenbild damals anders, umso mehr freut man sich doch, wohin es in so kurzer Zeit die Frau gebracht hat und wie unabhängig sich die Frau in dieser Zeit gemacht hat!

    Für mich war das auf jeden Fall noch nicht der letzte Jane Austen Roman. In unserem kleinen Club lesen wir nun als nächstes „Emma“ und ich freue mich schon so sehr darauf!

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    Sophie-loves-bookss avatar
    Sophie-loves-booksvor 8 Monaten
    Partnersuche mal anders...

    Partnersuche mal anders: Sie suchen einen zukünftigen Lebenspartner, können sich aber einfach nicht dazu durchringen, online-Dating zu benutzen? Warum fragen sie nicht ihre Tante?
    Jane Austens Charakter der Tante Norris war wohl derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Sie hat eine so eindrückliche Meinung, die gleichzeitig so unglaublich nichtssagend ist, dass es wirklich beeindruckend war ihr beim sein zuzusehen. Mehr tut sie nämlich leider nicht. Entweder sie sitzt in Mansfield Park und kommandiert alle herum oder sie ist bei sich zuhause am anderen Ende des Parks aber trotzdem noch in Mansfield, zumindest körperlich, anwesend und treibt ihr Unwesen. Sie ist ungerecht und selbstverliebt aber außergewöhnlich. Dafür einen kleinen Applaus.
    Aber natürlich ist Tante Norris nicht der einzige Charakter in Jane Austens Roman Mansfield Park. Da wären die Schwestern Julia und Maria und deren Brüder Tom und Edmund die ebenfalls, zumindest Teile des Buches, das sich über ca. 12 Jahre hinzieht, in Mansfield wohnen. Der Vater ist natürlich ein „Sir“ namens Thomas und wird das ganze Buch über von allen Beteiligten auch ebenso angesprochen. Seine Frau, die gleichzeitig auch Tante Norris Schwester ist, heißt Lady Bertram, wobei ihre beiden Töchter jeweils und in der der Mehrzahl auch Lady Bertram genannt werden, was doch teilweise Grund zur Verwirrung war. Jetzt gibt es aber noch die Protagonistin zu nennen, die leider auf Grund ihres kleinen unauffälligen Wesens komplett in der Geschichte verschwindet und erst dann wieder erwähnt wird, wenn der Leser von der Umgestaltung des Gartens von Mr. Rushworth(Ich hoffe ich habe ihn richtig geschrieben, wer das ist sage ich jetzt Mal nicht, ich will ja nicht die Spannung rausnehmen…) oder dem Theaterspiel der jungen Leute so genervt ist, das so eine kleine Fanny Price (Das ist ihr Name, also der der Protagonistin;)) dann auch nicht mehr stört und einfach so hingenommen wird. Fanny Price hat im Übrigen einen Bruder (William) der gegen Ende der Geschichte auch noch wichtig wird. Ich könnte hier vermutlich noch ewig mit Charakterbeschreibungen weiter machen, aber soweit ich weiß, ist das nicht der Sinn der Rezension;).
    Widmen wir uns doch der in weiten Teilen nicht vorhandenen Handlung der Geschichte. Ich will hier niemanden lange auf die Folter spannen, also sage ich was gesagt werden muss, dass da wäre: Es passiert nichts. Absolut gar nichts. Vielleicht ist das ein wenig übertrieben, da das Buch ja immerhin um die sechshundert Seiten beinhaltet, aber zusammenfassend passiert tatsächlich nicht viel, was auch ein großer Kritikpunkt meinerseits ist. Man kann selbstredend sagen, dass das früher nun einmal einfach in Mode war, dass in einer Geschichte nicht viel passiert ist und dass wir vielleicht auch von der Schnelligkeit in der unser Leben sich abspielt ein bisschen verblendet sind und vergessen haben, wie es ist, wenn man einfach Mal langsam macht und sich nicht hetzt, aber so langsam ist es dann doch ein bisschen übertrieben für meinen Geschmack.
    Außer dass es in dem Buch ein bisschen langsam zugeht muss man sich auch mit der Gesellschaft von damals und deren gestelzten Umgangsformen abfinden können, die, wären sie nicht vorhanden gewesen, sicherlich die ein oder anderen unnötigen fünfzig Seiten überflüssig gemacht hätten. Ist die Akzeptanz für diese Dinge gegeben, so steht dem absoluten lesevermögen nichts mehr im Wege, denn das muss man Jane Austen lassen: Schreiben kann sie ja. Man hat als Leser wirklich das Gefühl, die Charaktere kennenzulernen, nicht zuletzt weil sie enorm vielschichtig und genau beschrieben werden.
    Ein weiterer positiver Aspekt den man hier och einbringen sollte ist der, wie kompliziert die Handlung bzw. die verschiedenen handlungsstränge die ineinandergreifen tatsächlich sind und wie man den Überblick behalten will. Ich habe mich einfach auf den Standpunkt gestellt, zu versuchen, so viel wie möglich zu behalten und das dann im Gedächtnis zu behalten. Jedem das seine, aber beim Lesen sollte man wirklich gut aufpassen á la „wer ist wer und was will der eigentlich von wem“.
    Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Buch auf jeden Fall ein sehr interessantes war, ich es aber nicht weiterempfehlen würde, wenn jemand nicht vorher ein anderes Buch von Jane Austen gelesen hat. Im Übrigen würde ich nicht empfehlen es komplett ohne Vorbereitung zu lesen, das macht wirklich wenig Sinn. Aber wenn es gelesen wird: Gut mitdenken und die Auszeit genießen! Es gibt dem Leser eine gewisse Ruhe und Gelassenheit mit auf den Weg.

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    niki_frosts avatar
    niki_frostvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich liebe ja Jane Austen, aber dieser Roman mit seinen einzigartigen Charakteren hat mich nochmal komplett vom Hocker gehauen.
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    Wortverzaubertes avatar
    Wortverzaubertevor 7 Monaten
    C
    Cendrillionvor einem Jahr
    LeseBlicks avatar
    LeseBlickvor einem Jahr
    wbetty77s avatar
    wbetty77vor einem Jahr
    S
    SLovesBooksvor einem Jahr
    T
    Tinejaneitevor einem Jahr

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