Jane Austen Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)

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Inhaltsangabe zu „Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)“ von Jane Austen

Wie in den großen Romanen ihrer frühen Phase, "Stolz und Vorurteil" oder "Emma", bezaubert Jane Austen in "Mansfield Park" - jetzt auf dem Höhepunkt ihrer schriftstellerischen Karriere - durch Ironie, feine Satire und intensive Charakterzeichnungen. Das vehemente Engagement gilt auch hier dem Recht der Heldin auf Selbstbestimmung. "Mansfield Park ist der erste moderne Roman Englands." (Q.D. Leavis)

Ich liebe ja Jane Austen, aber dieser Roman mit seinen einzigartigen Charakteren hat mich nochmal komplett vom Hocker gehauen.

— niki_frost

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    Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)

    Sophie-loves-books

    10. February 2018 um 15:56

    Partnersuche mal anders: Sie suchen einen zukünftigen Lebenspartner, können sich aber einfach nicht dazu durchringen, online-Dating zu benutzen? Warum fragen sie nicht ihre Tante?Jane Austens Charakter der Tante Norris war wohl derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Sie hat eine so eindrückliche Meinung, die gleichzeitig so unglaublich nichtssagend ist, dass es wirklich beeindruckend war ihr beim sein zuzusehen. Mehr tut sie nämlich leider nicht. Entweder sie sitzt in Mansfield Park und kommandiert alle herum oder sie ist bei sich zuhause am anderen Ende des Parks aber trotzdem noch in Mansfield, zumindest körperlich, anwesend und treibt ihr Unwesen. Sie ist ungerecht und selbstverliebt aber außergewöhnlich. Dafür einen kleinen Applaus.Aber natürlich ist Tante Norris nicht der einzige Charakter in Jane Austens Roman Mansfield Park. Da wären die Schwestern Julia und Maria und deren Brüder Tom und Edmund die ebenfalls, zumindest Teile des Buches, das sich über ca. 12 Jahre hinzieht, in Mansfield wohnen. Der Vater ist natürlich ein „Sir“ namens Thomas und wird das ganze Buch über von allen Beteiligten auch ebenso angesprochen. Seine Frau, die gleichzeitig auch Tante Norris Schwester ist, heißt Lady Bertram, wobei ihre beiden Töchter jeweils und in der der Mehrzahl auch Lady Bertram genannt werden, was doch teilweise Grund zur Verwirrung war. Jetzt gibt es aber noch die Protagonistin zu nennen, die leider auf Grund ihres kleinen unauffälligen Wesens komplett in der Geschichte verschwindet und erst dann wieder erwähnt wird, wenn der Leser von der Umgestaltung des Gartens von Mr. Rushworth(Ich hoffe ich habe ihn richtig geschrieben, wer das ist sage ich jetzt Mal nicht, ich will ja nicht die Spannung rausnehmen…) oder dem Theaterspiel der jungen Leute so genervt ist, das so eine kleine Fanny Price (Das ist ihr Name, also der der Protagonistin;)) dann auch nicht mehr stört und einfach so hingenommen wird. Fanny Price hat im Übrigen einen Bruder (William) der gegen Ende der Geschichte auch noch wichtig wird. Ich könnte hier vermutlich noch ewig mit Charakterbeschreibungen weiter machen, aber soweit ich weiß, ist das nicht der Sinn der Rezension;).Widmen wir uns doch der in weiten Teilen nicht vorhandenen Handlung der Geschichte. Ich will hier niemanden lange auf die Folter spannen, also sage ich was gesagt werden muss, dass da wäre: Es passiert nichts. Absolut gar nichts. Vielleicht ist das ein wenig übertrieben, da das Buch ja immerhin um die sechshundert Seiten beinhaltet, aber zusammenfassend passiert tatsächlich nicht viel, was auch ein großer Kritikpunkt meinerseits ist. Man kann selbstredend sagen, dass das früher nun einmal einfach in Mode war, dass in einer Geschichte nicht viel passiert ist und dass wir vielleicht auch von der Schnelligkeit in der unser Leben sich abspielt ein bisschen verblendet sind und vergessen haben, wie es ist, wenn man einfach Mal langsam macht und sich nicht hetzt, aber so langsam ist es dann doch ein bisschen übertrieben für meinen Geschmack. Außer dass es in dem Buch ein bisschen langsam zugeht muss man sich auch mit der Gesellschaft von damals und deren gestelzten Umgangsformen abfinden können, die, wären sie nicht vorhanden gewesen, sicherlich die ein oder anderen unnötigen fünfzig Seiten überflüssig gemacht hätten. Ist die Akzeptanz für diese Dinge gegeben, so steht dem absoluten lesevermögen nichts mehr im Wege, denn das muss man Jane Austen lassen: Schreiben kann sie ja. Man hat als Leser wirklich das Gefühl, die Charaktere kennenzulernen, nicht zuletzt weil sie enorm vielschichtig und genau beschrieben werden. Ein weiterer positiver Aspekt den man hier och einbringen sollte ist der, wie kompliziert die Handlung bzw. die verschiedenen handlungsstränge die ineinandergreifen tatsächlich sind und wie man den Überblick behalten will. Ich habe mich einfach auf den Standpunkt gestellt, zu versuchen, so viel wie möglich zu behalten und das dann im Gedächtnis zu behalten. Jedem das seine, aber beim Lesen sollte man wirklich gut aufpassen á la „wer ist wer und was will der eigentlich von wem“.Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Buch auf jeden Fall ein sehr interessantes war, ich es aber nicht weiterempfehlen würde, wenn jemand nicht vorher ein anderes Buch von Jane Austen gelesen hat. Im Übrigen würde ich nicht empfehlen es komplett ohne Vorbereitung zu lesen, das macht wirklich wenig Sinn. Aber wenn es gelesen wird: Gut mitdenken und die Auszeit genießen! Es gibt dem Leser eine gewisse Ruhe und Gelassenheit mit auf den Weg.

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  • Eine Perle

    Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)

    SLovesBooks

    30. July 2017 um 11:55

    Meine Meinung: Passend zum Jane Austen Jahr habe ich auch dieses bekannte Schätzchen gelesen. Nachdem wohl jeder Literaturinteressierte Stolz und Vorurteil kennt, sind ihre anderen Werke den meisten eher weniger bekannt. Mansfield Park gehört aber noch zu den Büchern, die man wenigstens dem Namen nach kennt und auch instinktiv Jane Austen zuschreibt. Ich liebe die Bücher von Jane Austen. Sie hat eine ganz tolle Art ihre Bücher zu schrieben. Ein wichtiges Merkmal in jedem ihrer Bücher ist die Gesellschaftskritik. Diese verpackt sie stets gekonnt in einen romantisierten Kontext, sodass es ihr auch zur damaligen Zeit möglich war diese zu äußern. Oftmals kritisiert wird hier das tradierte Frauenbild des 19. Jahrhunderts und die Stellung der Frau in Familie und Gesellschaft. Mir gefällt das sehr gut. Sie war ein kluger Geist, der bereits früh an mehr Gewicht für die weibliche Stimme gedacht hat. Aber auch die Geschichte an sich konnte mich vollends packen. Sie ist stets spannend zu lesen. Ich habe mit viel Genuss der Protagonistin Fanny über die Schulter geschaut und mich in ihre historische Realität versetzt. Durch gekonnte Beschreibungen erschien das England des 19. Jahrhunderts vor mir als wäre ich anwesend. Auch die Sprache der Charaktere trug ihren Teil dazu bei. Man kann mit diesem Buch prima der Realität entfliehen und sich in alte Zeiten flüchten. Mir hat Fanny sehr gut gefallen. Sie ist ein zurückhaltender Charakter, der aber trotzdem weiß was sie will. Sie muss in der Gesellschaft bestehen und dabei trotzdem ihren eigenen Weg gehen, was damals gar nicht so leicht war. Auch ihre Weggefährten haben mir gefallen. Sie lockern die Stimmung auf und sorgen für gute Unterhaltung. Von Anfang an war konnte ich mich in das Buch hineinversetzen und mit den Charakteren fühlen. Sie sind gut ausgearbeitet und auch gerade Fanny ist sehr tiefsinnig. Der Schreibstil ist anspruchsvoll durch die Antiquität der Sprache. Jedoch kann man nach einer kurzen Eingewöhnungsphase daran seinen Spaß haben. Ich liebe auch diesen Roman von Jane Austen und kann ihn absolut empfehlen! Nutzt das Jane Austen Jahr um ihre Werke kennenzulernen! Es lohnt sich!

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