Jane Austen Northanger Abbey

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Inhaltsangabe zu „Northanger Abbey“ von Jane Austen

Ein finsteres Familiengeheimnis oder doch nur blühende Phantasie?Catherine Morland liest gerne Schauerromane. Als ihr gebildeter Verehrer sie seiner Familie vorstellt, ist diese not amused. Die Aura des alten Landsitzes ›Northanger Abbey‹ beflügelt Catherines Phantasie so sehr, dass sie bald glaubt, einem Familiengeheimnis auf der Spur zu sein.

Tolles humorvolles Buch, das mich häufig zum schmunzeln gebracht hat.

— sophiekatrin
sophiekatrin

Wieder ein tolles Buch, mit einer sehr schönen, leicht mystischen Handlung; in einer Sprache, die bezaubert.

— AllerleiRausch
AllerleiRausch

Ein toller, humorvoller, unterhaltsamer Klassiker, der meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient!

— EmmaWoodhouse
EmmaWoodhouse

Hier merkt man einfach, wie viel Humor Jane Austen hatte. Sie macht sich oft über die doch sehr naive Protagonistin lustig^^

— NaddlDaddl
NaddlDaddl

Für mich ein grandioser Beginn für Janes Austen Werke!

— photovivie
photovivie

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  • northanger abbey

    Northanger Abbey
    photovivie

    photovivie

    22. July 2016 um 20:39

     Jane Austen lebte von 1775 bis 1815. Sie zählt zu den wichtigsten britischen Autoren; als ihre Hauptwerke geltenStolz und Vorurteil und Emma. Northanger Abbey schrieb sie sehr früh, von 1798/99. Es wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht. Die junge Catherine Morland träumt davon, einmal ein Abenteuer zu verleben. Zuhause in ihrer Ortschaft ist das allerdings kaum möglich. So ist sie hocherfreut, als ihre Nachbarn, Mr. und Mrs. Allen, sie einladen, mit ihnen für einige Zeit nach Bath zu fahren. Das gesellschaftliche Leben dort ist sehr viel reger und die Gesellschaften feiner. Auf einer Tanzveranstaltung lernt sie Henry Tilney kennen und verliebt sich prompt. Den zweiten Teil des Buches verbringt Catherine mit den Geschwistern Tilney, mit denen sie sich sehr gut versteht, in deren Heimat auf Northanger Abbey. Der Vater der beiden wirkt auf sie sehr ambivalent. Zum einen ist er stets bemüht, das Catherine sich wohl fühlt, doch zum anderen scheint er ein Geheimnis zu verbergen, in dessen Auflösung sich Catherine hineinsteigert. Ich finde es sehr viel einfacher, ältere (gleich kompliziertere) Bücher nicht alleine zu lesen. Diese Erfahrung machte ich vor allem bei Die Leiden des jungen Werther, das ich zunächst versuchte, alleine zu lesen, aber schnell wieder aufgab, da es mir nicht gefiel. Doch als es dann im Unterricht besprochen wurde (mit einem tollen Lehrer, wie ich auf jeden Fall anmerken muss), fing ich an, so vieles zu verstehen und ich verliebte mich in dieses Buch. Bei Northanger Abbey nun las ich zuvor Val McDermids moderne Fassung, beziehungsweise ich las immer nur wenige Kapitel voraus, und holte diese dann in der originalen Fassung auf. Dies kann ich nur jedem empfehlen, der zögert, sich an Jane Austen heranzuwagen. Northanger Abbey ist eine Parodie auf den damals beliebten Schauerroman, der Elemente der Romantik, des Horrorromans und und des Krimis vereint, die sich allesamt aber erst später entwickelten. Jane Austen versteckt diese Parodie nicht, sondern lässt Catherine darüber sinnieren, sodass man die Witze auch ohne Germanistik- oder Anglitikstudium versteht. Die Handlung ist spannend, die Charaktere sehr interessant (und obwohl das Buch so alt ist, sind die Charaktere noch immer aktuell) und man lernt einiges über das damalige Leben und die Umgangsformen. Ich hätte mir keinen besseren Start in Jane Austens Werke vorstellen können! Noch eine kleine Anmerkung zu den Ausgaben. Ich entschied mich für die wunderschöne und kompakete Ausgabe von Manesse, übersetzt von Andrea Ott. Sie enthält Anmerkungen und ein Nachwort von Hans Pleschinski. Etwas günstiger, inhaltlich identisch, ist die Ausgabe von btb. Die Übersetzung von Ott gefällt mir, bewertet anhand der ersten Seite, am besten. Weitere Übersetzungen sind von Sabine Roth (dtv) und Margarete Rauchenberger (Insel). Aufgrund der älteren Sprache habe ich mich nicht an das englische Original herangetraut. schau doch gern auf meinem blog www.buchstuetze.wordpress.com vorbei!

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  • Northanger Abbey

    Northanger Abbey
    littleowl

    littleowl

    Worum geht’s? Catherine Morlands Erwartungen sind hoch, als sie, die bisher eine recht ereignislose Jugend auf dem Land hatte, Freunde der Familie in den Kurort Bath begleitet. Doch da die Allens in Bath niemanden kennen, gestaltet sich der Aufenthalt zunächst recht langweilig - so lange, bis Catherine in Isabella Thorpe eine gute Freundin findet und dem attraktiven Henry Tilney begegnet. Catherine, die mit großer Begeisterung Schauerromane liest, kann ihr Glück kaum fassen, als Henry und seine Schwester Eleanor sie dann auch noch auf das Familienwesen Northanger Abbey einladen. Meine Meinung "Northanger Abbey" ist einerseits ein ganz typischer Jane Austen - Roman, andererseits auch wieder nicht. Wie in jedem ihrer Werke gibt es auch hier Drama, Romantik und Intrigen, aber darüber hinaus nimmt die Autorin die zu ihrer Zeit so beliebten Gruselromane ein bisschen auf die Schippe. Es ist einfach herrlich zu lesen, wie Catherines Fantasie in Northanger Abbey mit ihr durchgeht. Wer schon einmal versucht hat, direkt nach einem Horrorfilm einzuschlafen, kann ihre Gefühle sicher gut nachvollziehen. Catherine macht sich jedoch erst nach ca. der Hälfte des Romans nach Northanger Abbey auf, später als ich erwartet hatte. Dieser zweite Teil hat mir noch deutlich besser gefallen, aber die Ereignisse in Bath sind letztendlich Voraussetzung für das, was danach passiert. Ein paar kleine Längen gibt es, aber insgesamt ist die Geschichte wieder sehr kurzweilig. Catherine Morland ist, um ehrlich zu sein, nicht gerade Jane Austens schillerndste Heldin. Die jugendliche Protagonistin ist eher unscheinbar und weder künstlerisch noch musisch sonderlich begabt. Doch Herzensgüte, Unschuld und eine lebhafte Fantasie machen sie trotzdem zu einer sehr sympathischen Figur. Außerdem wartet natürlich auch dieser Austen-Roman mit vielen unvergesslichen Nebenfiguren auf. Da wären zum Beispiel der eingebildete John Thorpe, seine selbstbewusste Schwester Isabella oder die unerschütterlich gelassene Mrs. Allen. Es ist wirklich kein Wunder, dass Jane Austens Romane heute immer noch so unglaublich populär sind. "Northanger Abbey" hat auch so viele Jahrzehnte nach seinem Erscheinen nichts an Wortwitz verloren, ist nach wie vor wunderbar amüsant zu lesen. Die Autorin muss eine echte Menschenkennerin und scharfsinnige Beobachterin gewesen sein, so treffend und pointiert wie sie sich über die Gepflogenheiten der feinen Gesellschaft lustig macht. Fazit „Northanger Abbey“ ist der perfekte Roman für einen gemütlichen Lesenachmittag – atmosphärisch, witzig und natürlich romantisch.

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    • 4
  • 1794 entstanden, jedoch immer noch zeitgemäß

    Northanger Abbey
    Literaturchaos

    Literaturchaos

    16. February 2016 um 19:41

    - "Kein Mensch, der Catherine Morland in ihrer Kindheit gekannt hatte, wäre auf die Idee gekommen, sie könnte zur Romanheldin geboren sein." - Zitat Seite 9 ...so beginnt dieser Klassiker von Jane Austen, bei dem sie uns von Anfang an weismachen will, dass ihre Romanheldin Catherine in Wirklichkeit weit entfernt davon ist, eine ebensolche zu sein. Weil sie einfach nur durchschnittlich ist. Durchschnittlich begabt, durchschnittlich hübsch, durchschnittlich musikalisch, durchschnittlich bei dem, was zu der Zeit, in der dieser Roman geschrieben wurde, als Tugend bei jungen Mädchen angesehen wurde. 1794. 1794 tickten die Uhren anders als heute und auch Jane Austen tickte ein wenig anders als ihre Mitmenschen. Sie hatte einen wachen Blick auf die Gesellschaft um sich herum und nahm diese in ihren Romanen gerne ein wenig auf die Schippe. Gerade "Northanger Abbey" ist eine Geschichte mit derart übertriebenen Charakteren, dass ich es schon als Gesellschaftssatire bezeichnen würde. Catherine Morland, unsere Anti-Heldin, ist eines von vielen Kindern eines englischen Pfarrers. Behütet aufgewachsen und zuhause von der Mutter unterrichtet worden, wird sie nun im Alter von 17 Jahren in die große weite Welt entlassen - indem sie das Ehepaar Allen, Freunde der Familie, zu einer Kur ins Seebad Bath begleitet. Die Allens haben keine eigenen Kinder und schätzen daher Catherines Gesellschaft umso mehr. Denn eine "Kur" Ende des 18. Jahrhunderts sah so aus, dass man sich eine Wohnung mietete, täglich in einer großen "Trinkhalle" vorbeischaute, um dort Heilwasser zu konsumieren (in Wirklichkeit ging es jedoch darum, zu sehen und vor allem gesehen zu werden) und den Rest der Zeit damit verbrachte, zu flanieren, auf Bälle zu gehen und Besuch zu empfangen. Damals hiess das "Zerstreuung suchen". Wir sagen heute dazu "Zeit totschlagen". Da man 1794 weder Fangopackungen noch Massagen oder Physiotherapie kannte, langweilt sich Catherine schon bald, denn sie kennt in Bath niemanden außer den Allens. Mrs Allen geht es genauso. Sie wird als äußerst egozentrische Person dargestellt, die kein anderes Thema als ihre Klamotten hat. Mr Allen hingegen ist der Ruhige, der nur redet, wenn er gefragt wird. Das Blatt wendet sich, als Mrs Allen ihre alte Schulfreundin Mrs Thorpe wiedertrifft und sich Catherine mit deren ältester Tochter Isabella anfreundet. Denn Isabella ist die klassische Bitch. Vorneherum zuckersüß und hintenherum intrigant und durchtrieben. Nun muss ich allerdings auch dazu sagen, dass Catherine als äußerst naives Schaf beschrieben wird und man als Leser mehr als einmal am liebsten den Kopf auf die Tischplatte hauen würde, weil Isabella einfach so durchschaubar ist. Allerdings nicht für Catherine. Die freut sich über die neue Freundschaft und lässt Isabella einfach alles durchgehen. Als dann auch noch Isabellas Bruder John auftaucht, bekommt der Teufel Konkurrenz. Eher unscheinbar und untersetzt ist er der Meinung, dass die Frauenwelt inklusive Catherine ihm zu Füßen liegt. Bemerkenswert ist allerdings, dass sich die Männer in den letzten 200 Jahren nicht besonders verändert haben: sehr amüsiert war ich über die Passage, in der John mit seinem neuen "Kabriolett", was in diesem Fall ein offener Einspänner ist, angibt. Mit den Extras wie Eisenbeschlägen oder Peitschenhalterung und vor allem mit dem einen PS davor. Heutzutage geben die Männer ebenso mit ihren fahrbaren Untersätzen an. Alles beim Alten also. Aber Jane Austen wäre nicht Jane Austen, wenn es in ihren Romanen nicht vorwiegend um das Thema Liebe und Hochzeit gehen würde. Obwohl die Autorin selber nie verheiratet war lässt sie Catherine die erste große Liebe erleben. Natürlich verliebt sie sich in den Falschen, der erst durch Abwesenheit glänzt, sie aber dann auf sein Familienanwesen Northanger Abbey einlädt. Dieser Besuch jedoch endet in einem Desaster, da Catherine als begeisterte Gothic-Novel Leserin (schaurige Romane waren zur damaligen Zeit sehr in Mode und werden von der Autorin das ganze Buch über durch den Kakao gezogen) hinter jedem Schatten in dem alten Gemäuer ein Gespenst, eine Verschwörung oder sogar einen Mord vermutet. Zusätzlich werden noch einige Intrigen gesponnen, die es unserer Anti-Heldin nicht leicht machen. Jane Austen gab zu ihrer Zeit und in ihrer Gesellschaft mit Sicherheit mehr als einmal Anlass zu Klatsch und Tratsch mit ihrem äußerst kritischen Blick auf ihre Umwelt. Sie brachte ihre Romane grundsätzlich unter dem Pseudonym "by a Lady" heraus, was unter den gegebenen Umständen sicherlich der einfachste Weg war, um sich und ihre große Familie nicht ins Gerede zu bringen. Meiner Meinung nach war Ms Austen ihrer Zeit jedoch weit voraus und wäre heutzutage mit Sicherheit eine gefeierte Schriftstellerin, die kein Blatt vor den Mund nehmen würde. "Northanger Abbey" ist, gerade weil es so schamlos übertriebene Charaktere enthält, sehr amüsant zu lesen.

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  • Junges, sehr naives Mädchen trifft auf "die große weite Welt von Bath".

    Northanger Abbey
    Pachi10

    Pachi10

    24. June 2015 um 23:58

    Catherine Morland ist sich nicht Jane Austens schillerndste Romanheldin, furchtbar naiv, arm, ohne besondere Kenntnisse oder Begabungen, die bald feststellen muss, dass das Leben kein Roman ist. Doch man muss sie in Ihrer Naivität und Unschuldigkeit einfach gern haben und so ergeht es auch Mr. Tilney. Jane Austen hat auch hier wieder einen Roman voller Witz und Charme zu Papier gebracht. Ich mag die Geschichte obwohl man über die Hauptdarstellerin öfter den Kopf schütteln muss: "Wie kann man so naiv sein" Doch in der damaligen Zeit war das wohl so. Aber es wäre nicht Jane Austen wenn es am Ende nicht ein Happy End für die Guten gäbe.  

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  • Gesellschaftliche Ironie trifft auf übertriebene Phantasie

    Northanger Abbey
    bookworm61

    bookworm61

    Dieser erste Roman von Jane Austen handelt von einer jungen, eher unauffälligen, naiven und doch interessanten Catherine Morland. Diese verbringt ein paar Wochen mit Familienfreunden in dem damals angesagten Ausflugsort Bath. Sinn und Zweck: Abendgesellschaften und Leute kennen lernen. An einem Tanzabend lernt sie Henry Tilney kennen, einen gut aussehenden jungen Geistlichen, der keinen Halt davor macht, über die gesellschaftlichen Etiketten zu spotten. Mit seinem beisenden Sarkasmus und dennoch höflichen und sehr aufmerksamen Art gewinnt er sehr schnell Catherines Herz.  Der erste Teil des Roman verläuft in Bath während Catherine an nichts anderes denken kann als an Mr. Tilney. Der zweite und definitiv "spannendere" Teil spielt in Northanger ab. In dem Kloster, das die Familie Tinley bewohnt. Hier kommt der ironische Teil. Es wird von alten Schlössern erzählt, man bekommt Angst von unruhigen Geistern und gerät in eine mysteriöse Stimmung. Alles was zu den damals angesagten Schauerliteratur dazu gehört. Meine Erwartungen an dieses Buch waren, dass es mindestens eine Figur gibt, welche die gesellschaftliche Situation kritisiert, eine starke Frauenfigur und ganz viel Liebe. Beim letzeren wurde ich leider enttäuschz. Es gab zwar einige Dialoge, welche sehr ironisch waren und die ich köstlich genossen habe, aber es hat einfach nicht gereicht! Das wichtigste Gespräch, das die beiden miteinander hätten führen sollen, hat gefehlt. Dass er ihr seine Liebe gesteht, erzählt Jane Austen in einem Satz und schon im nächsten wird ganz beiläufig erzählt, dass die beiden heiraten und schon ist's zu Ende. Als ob ein Happy End so unwichtig ist, wird es nur so erwähnt. Da frag ich mich, wo die typisch "pointiert geschliffenen Dialoge" sind. Das hat Jane Austen wohl leider erst später gelernt.  Den dritten Stern hat das Buch bekommen, da der Schreibstil und die Wortwahl bzw. die Beschreibungen gelungen sind. Ansonsten würde ich andere Bücher von Jane Austen eher empfehlen.

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    • 2
  • 200 Jahre alte Chicklit-Literatur

    Northanger Abbey
    gst

    gst

    Die Rückkehr der Heldin am Ende ihrer Laufbahn in ihr heimatliches Dorf, im vollen Triumph ihres wiederhergestellten Rufs und mit der ganzen Würde einer Gräfin, mit einem langen Zug von adligen Verwandten in einer Reihe vornehmer Wagen und drei Zofen in einer vierspännigen Kutsche hinter sich, ist ein Ereignis, bei dem die Feder jeder Autorin allen Grund hat, mit Entzücken zu verweilen. Sie ziert das Ende jeden Buches und auch die Autorin hat teil an dem Ruhm, den sie so großzügig verteilt. Dieses Zitat zeigt deutlich, in welche Richtung sich dieses Buch entwickelt: heute würden wir es Chicklit nennen … Es war das erste Buch von Jane Austen – das erste, das sie geschrieben hat (das aber erst verlegt wurde, nachdem sie bereits Ruhm eingeheimst hatte) und das erste, das ich gelesen habe. So ganz kann ich den Hype, den ihre Bücher heute noch (oder wieder?) nach sich ziehen, nicht verstehen. Allerdings wurde mir glaubhaft versichert, dass dies wohl ihr schlechtestes Buch sei. Mal sehen, ob ich mich noch an ein weiteres wagen werde ... Dieses Werk schrieb die englische Klassikerin mit etwa 20 Jahren zwischen 1797 und 1803. Es steckt voller Ironie, was ich einer Schriftstellerin von damals niemals zugetraut hätte. Wir lernen Catherine Morland kennen, die Tochter eines kinderreichen Pfarrers, die mit ihren Nachbarn nach Bath in die Sommerfrische fahren darf. Dort wird sie in die gehobene Gesellschaft eingeführt und lernt Gefallen an den damals so beliebten „gruseligen“ Romanen, deren Inhalt die Autorin immer wieder einfließen lässt. Etwas ermüdend fand ich es, von der Jungmädchenschwärmerei zu lesen. Dem Buch gelang es nicht, mich innerhalb der ersten 100 Seiten einzufangen. Doch neugierig, wie ich nun mal bin, gab ich nicht auf, nach dem Reiz zu suchen, der so viele Leserinnen an die Autorin bindet. So entdeckte ich im 14. Kapitel amüsante Wortklaubereien: "… dies ist ein sehr schöner Tag, und wir machen einen sehr schönen Spaziergang, und ihr seid zwei sehr schöne junge Damen. Oh! Es ist wirklich ein sehr schönes Wort. Es passt für alles. Ursprünglich bezeichnete es wahrscheinlich nur das, was hübsch, geziemend, zart, kultiviert ist. Auf Schönheit legte man Wert in seiner Kleidung, inneren Einstellung, seinen Vorlieben. Aber heutzutage wird alles Lobenswerte an jeder Sache in dieses eine Wort gepresst" (sagte Henry zu seinen beiden Begleiterinnen) und Weisheiten: Wer eine solide Bildung mitbringt, ist unfähig, der Eitelkeit der anderen zu schmeicheln, was ein zartfühlender Mensch immer zu vermeiden sucht. Besonders eine Frau sollte, wenn sie schon das Unglück hat, irgendetwas zu wissen, es immer so gut wie möglich verbergen. Auch erfuhr ich, dass bei damaligen Reisen in der Kutsche der Platz eng werden konnte, weil auch noch ein Schreibpult im Gepäck war. Um das Gruseln zu verdeutlichen, verunsicherte Catherines Reisebegleiter sie mit Erzählungen wie dieser: "Sie müssen wissen, dass eine junge Dame, wenn sie ein solches Gebäude zum ersten Mal betritt, immer weitab von den übrigen Familienmitgliedern einquartiert wird. Während diese sich behaglich in ihren Flügel des Hauses zurückziehen, wird sie von Dorothy, der alten Haushälterin, zeremoniell eine andere Treppe hinauf und durch viele finstere Gänge in ein Zimmer geleitet, das nicht benutzt worden ist, seit darin vor ungefähr zwanzig Jahren irgendeine Kusine oder sonstige Verwandte starb." Das Buch schwingt sich zum Ende zu unerwarteten Höhen auf, so dass es sich schließlich doch gelohnt hatte, die Lektüre nicht vorzeitig abzubrechen. Am Ende meiner Besprechung möchte ich der Autorin noch einmal das Wort erteilen: … überlasse ich es meinen Lesern zu entscheiden, ob es letzten Endes die Absicht dieses Buches ist, die Tyrannei der Eltern zu empfehlen oder den Ungehorsam der Kinder zu belohnen.

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    • 2
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • So schön <3

    Northanger Abbey
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    16. December 2014 um 13:19

    Inhalt: Catherine Morland reist mit Bekannten in den Kurort Bath. Die Trinkhallen, mit ihren wohltuenden Quellen, laden zum verweilen ein. Das herum sitzen scheint eintönig, bis Mr. Tilney gefallen an Catherine findet, aber er ist nicht der Einzige, denn auch eine befreundete Familie - die Thorpes - hat sich in Bath eingemietet und Mr. Thorpe versucht bei Catherine zu landen ... Schreibstil: Eine so tolle Übersetzung habe ich lange nicht erlebt und ich bin begeistert. Christiane Agricola hat es, für meinen Geschmack, richtig "alt" übersetzt. Ihre Wortwahl passt perfekt zum alter der Geschichte - so stelle ich mir das zumindest vor. Dennoch ist der Text flüssig zu lesen, wahnsinnig spannend und liebevoll - was sich natürlich auch auf den schönen Schreibstil von Austen zurückzuführen lässt. Das Buch ist mit viel Sarkasmus, Wortwitz und Liebe ein wundervoll mitreißender Roman, der sich trotz der vielen Gefühle auch zu einem kleinen Schauermärchen entwickelte. Charaktere: Catherine ist eine tolle Frau. Irgendwie naiv, aber dennoch stark. Sie lebt in ihrer Welt voller Bücher, hat kaum Augen für das reale Leben und dennoch lernt sie immer mehr die Welt kennen. Eine schöne Figur und eine gute Metapher zur heutigen Jugend - wobei ich da das Buch durch digitale Medien tauschen würde. Henry Tilney ist ein wundervoller Mann :oops: mit seinen Reden verzauberte er nicht nur Catherine sondern auch mich. Die Diskussionen über Bücher, Sprache und Auslegung waren so realistisch, so - ich kann es gar nicht beschreiben - aber es machte einfach Spaß seine Dialoge zu lesen. Die Familie Thorpe war ein interessanter Haufen von Menschen, die jeder kennt. Gruselig schön :D Cover: Das Cover wirkt alt, mit einem Buch in den Händen hätte mir die Frau besser gefallen. Fazit: Ein ganz toller Liebesroman, der einen großen Bezug zur Literatur hat. Ich konnte "Die Abtei von Northanger" kaum aus den Händen legen und hatte bei jedem Satz das Gefühl die Charaktere sowie ihre Umgebung vor meinem geistigen Auge zu sehen. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für jeden! Denn das Buch beinhaltet alles: Geheimnisse,. Liebe, Bildung, Gefühl, Aktion.

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  • Gerne gelesen

    Northanger Abbey
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    „Northanger Abbey“ ist mein zweiter Roman von Jane Austen, den ich las und der mich davon überzeugte, gewillt zu sein, noch mehr aus ihrer Feder zu lesen. Anmerken möchte ich, dass ich die Reclam-Ausgabe mit der Übersetzung von Ursula und Christian Grawe besitze. Aus Ermangelung der jeweiligen Ausgabe auf lovelybooks oder schlichter Blindheit meinerseits setze ich meine Rezension nun hier drunter. Mit der Übersetzung war ich, obgleich ich natürlich keine Vergleichs-möglichkeit mit dem Originalen habe, recht zufrieden. Stil und Sprache schienen mir der Zeit Austens entsprechend; der Roman ließ sich trotz längeren Schachtelsätze (für die ich allgemein eine Affinität hege) flüssig lesen. Am meisten haben es mir die gut ausgearbeiteten Charakterisierungen, die mich oftmals schmunzeln ließen, angetan, wobei ich im Lauf der Handlung keine großartigen Entwicklungen feststellen konnte. Der Charme samt Witz des Romans war besonders in der ersten Hälfte ein reines Vergnügen für mich, wird doch immer wieder erwähnt, die Protagonisten habe kein Potenzial zur Romanheldin – und Austen versteht es trefflichst, mit den Erwartungen des Lesers gekonnt zu spielen, indem sie manches nicht in Worte kleidete, was zumindest ich erwartete. Kleine charmante Kostprobe: "[...] Das Bild eines überaus reizenden jungen Mannes sehen wir in unserer Phantasie sofort vor uns." Ja, eine nähere Beschreibung bezüglich Aussehen etc. lässt die Autorin aus. Chapeau! Die Handlung an sich ist gewiss nichts Überraschendes, wobei mir die kleinen Einlagen eines Schauerromans gut gefallen haben. Jene Literaturgattung bekam hierbei ab und an kleine Seitenhiebe verpasst – zum Glück ist meine Ausgabe mit Fußnoten und den entsprechenden Anmerkungen ausgestattet, da ich viele Spötteleien womöglich nicht verstanden hätte. Wie gerne würde ich die oftmals erwähnte gothic novel „The Mysteries of Udolpho“ von Ann Radcliffe lesen, um den kompletten Umfang der Parodie erfassen zu können. Hier fehlte trotz Anmerkungen das entsprechende Hintergrundwissen. Tja. Wer etwas Gesellschaftskritik sucht, wird hier übrigens fündig. Unterschwellig wurden ebenfalls diverse Erziehungsmodelle durchleuchtet und kritisiert, was mir sehr gefiel. Ein paar Handlungsstränge hätten meiner Meinung nach einer anderen Reihenfolge bedurft, um die Spannung etwas mehr auszukosten, aber das fällt wohl unter persönlichen Geschmack. Dafür dass Austen erst zarte zwanzig Jahre alt war, als sie den Roman schrieb, ist der Roman eine große Leistung, wie ich finde. Leider konnte mich das Ende nicht ganz zufriedenstellen und wirkte auf mich etwas unrund. Zwar steht alles geschrieben, was ich als Leser wissen wollte, aber das Finale war mir eine Spur zu schnell abgehandelt. PS: Ich bin bereits gespannt auf die übrigen Romane von Jane Austen. Empfehlungen bezüglich der Reihenfolge gerne als Kommentar – danke.

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    • 4
  • Gruseln in Northanger

    Northanger Abbey
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. March 2014 um 10:58

    Das Ende ist halt typisch Jane Austen. Haben sich die beiden Liebenden erst mal gefunden, ist Schluss. Alles weitere wird der Fantasie des Lesers überlassen. Für Jane Austen ist alles was weiter nach einem Heiratsantrag oder einer Hochzeit kommt tabu. Northanger Abbey mit Catherine Morland ist eine Geschichte die von der Boshaftigkeit und Gelangweilten Gesellschaft von Bath lebt. Das muss Catherine am eigenen Leib erfahren, die geliebte Isabella entpuppt sich keineswegs als gute Freundin. Die Atmosphäre von Northanger gibt dem Buch das gewisse etwas. Für mich ein wunderbarer Jane Austen Roman.

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  • Jane Austen - Die Abtei von Northanger

    Northanger Abbey
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. March 2014 um 17:53

    Inhalt: Die 17-jährige Catherine Morland ist die älteste Tochter eines Pfarrers und dessen Frau. Gemeinsam mit ihren Eltern und vielen Geschwistern lebt sie auf dem Land. Doch dann bekommt sie die Chance mit guten Freunden der Familie nach Bath zu reisen. Dort lernt sie den lebensfrohen und gutaussehenden Geistlichen Henry Tilney kennen und lieben. Meine Meinung: Wie bereits erwartet, war der Schreibstil Austens anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, was allerdings besser wurde, um so weiter ich las. So wurden von Seite zu Seite die Sätze immer verständlicher. In soweit zahlt es sich auf jeden Fall aus, Geduld zu haben. Der teilweise erzählerische Stil bewirkt einen außergewöhnlichen Realismus. Manchmal kam es mir so vor, als erzähle die Autorin von Personen und Begebenheiten, die tatsächlich so gelebt bzw. statt gefunden haben, als wäre sie selbst Teil des Ganzen. Die Geschichte an sich war leider gerade in der ersten Hälfte des Buches so gar nicht nach meinem Geschmack. So war sie größtenteils durch sehr lange Gespräche und Dialoge geprägt, die einerseits zwar spritzig waren, andererseits aber auch langatmig und nach einer Weile sehr ermüdend. Das ändert sich ab circa Seite 150 aber, als es dann tatsächlich auf den Weg nach Northanger Abby geht. Dort angekommen, beginnt auch langsam die Spannung zu steigen. Was ich jedoch das ganze Buch über vermisst habe, war die Romantik und Liebe. Diese kam sehr nüchtern herüber, was am Schreibstil liegen mag, mich aber nicht zufrieden stellen konnte. Ein riesiger Pluspunkt waren für mich die unterschiedlichsten und bemerkenswerten Charaktere. Mit Catherine gibt es eine Protagonistin, wie man sich eine 17-Jährige zu der Zeit vorstellt, einerseits kindlich und naiv aber dennoch willensstark und liebenswert. Henry Tilney ist ein sympathischer junger Mann, in den man sich tatsächlich verlieben könnte. Hinzu kommen die oberflächlichen Personen Isabell und John Thorpe, die genauso unsympathisch beschrieben wurden, wie sie wirken und Henry's Schwester Eleanor, die ich von Anfang an in mein Herz geschlossen habe. Aber auch alle anderen wichtigen Charaktere sind gut beschrieben und verfehlen nicht ihre Wirkung. "Die Abtei von Northanger" ist damit für mich ein nicht ganz so gelungener Start in die Lektüre klassischer Literatur. Gerettet wurde mein Lesegenuss einzig durch die Charaktere und die letzte Hälfte des Werkes. Da ich bisher die anderen Bände der Autorin noch nicht gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, würde aber dennoch diesen Austen nicht zum Einstieg in ihre Bücher empfehlen und hoffe, dass mich die anderen Bücher aus dem Schuber mehr begeistern können. 2,5/5 Sterne (Anmerkung: Die Rezension bezieht sich auf die Ausgabe aus dem Jane Austen Schuber des Anaconda Verlag)

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  • Ein Muss für jeden Jane Austen-Fan!

    Northanger Abbey
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Cover: Mir gefällt die dtv-Ausgabe wirklich sehr, sehr gut. Sie ist wunderbar handlich, passt in jede Tasche und wirkt sehr edel, vor allem im Regal. Die Blumenmotive passen meiner Meinung nach sehr gut in die Zeit, in der die Handlung spielt. Meinung: Ich hatte durch Zufall die Arte-Verfilmung von Northanger Abbey gesehen, als diese im Sommer lief und fand den Inhalt sehr spannend und gut gemacht. Da ich bisher nur Stolz und Vorurteil gelesen hatte und mir klar war, dass das nicht mein letztes Buch von Jane Austen sein würde, griff ich zu Northanger Abbey, weil ich nach der Verfilmung wissen wollte, wie die Buchvorlage ist. Im Mittelpunkt steht Catherine, die einer Großfamilie entstammt. Eines Tages soll sie Freunden der Familie auf eine Reise begleiten und lernt dort auf gesellschaftlichen Anlässen den gutaussehenden Mr. Tilney kennen. Immer öfter kreuzen sich ihre Wege und es wird klar, dass die beiden etwas miteinander verbindet. Doch da ist noch Catherines Freundin, Isabella und ihr Bruder, die von dieser Verbindung überhaupt nicht begeistert sind. Die Handlung gipfelt sich in ihrem Höhepunkt, als Catherine von Mr Tilneys Schwester Eleanor eingeladen wird, eine Zeit lang auf Northanger Abbey zu wohnen, eine gruselige Abtei, ganz nach Catherines Geschmack. Ich muss sagen, dass ich das Buch wirklich humorvoll fand, was ich so überhaupt nicht erwartet hätte. Catherine liest sehr viele Gruselromane, die auch oft im Buch genannt werden und ist dadurch als Protagonistin sehr naiv. Aber nicht so Bella-nervig-naiv, sondern „ich weiß es eben nicht besser“—naiv, was ein großer Unterschied ist, der mir auch sehr eingeleuchtet hat. Catherine vergleicht ihre Lebenssituation sehr oft mit denen, die sie in den Romanen liest und verdächtigt Menschen im realen Leben und sucht in Northanger Abbey verzweifelt nach Geistern, Geheimnissen und findet sogar, dass eine Wäscheliste in einer verschlossenen Truhe ein verschollenes Manuskript sein könnte. Diese kindliche Naivität, die auch von Mr Tilney oft aufgegriffen und leicht schmunzelnd zum Tragen kommt, hat mir sehr gut gefallen, sie machte Catherine sympathisch, sodass sie gerade bei den vielen gesellschaftlichen Anlässen nicht zu förmlich und steif wirkte.  Die Beschreibung von Northanger Abbey hat mir auch sehr gut gefallen, alles wirkte sehr düster, schwer und traurig und passte perfekt zu dem, was Catherine liest. Ich denke, mit einer so lebendigen Fantasie kann man auf jeden Fall auf die Gedanken kommen, die sie hegt. Ich mochte alle Figuren sehr gerne und fand sie teilweise auch etwas sympathischer als diejenigen in Stolz und Vorurteil, weil die Figuren hier auch nicht so zahlreich sind und sich auf eine Handvoll Personen beschränken. Auch die Gegenspieler von Catherine fand ich sehr interessant beschrieben und auch wenn ich sie nicht mochte, passten sie sehr gut ins Handlungsgeschehen.  Ich denke, um dieses Buch vollkommen verstehen zu können und zu begreifen, dass Jane Austen viele Dinge aus den genannten Gruselromanen parodiert, müsste man diese kennen. Dadurch geht leider ein wenig an Stoff verloren, was ich etwas schade finde, aber das macht das Buch keinesfalls schlechter. Nur hätte ich mir gewünscht, diese Ebene erreichen zu können, weil ich so etwas sehr gerne mag. Fazit: Eine sehr humorvolle Erzählweise und eine naive Heldin, die trotz allem sehr sympathisch ist, lassen das Buch zu einem angenehmen Lesegenuss werden. Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch zu lesen, weil alles enthalten ist, was man für ein paar schöne Lesestunden braucht. Für Jane Austen Einsteiger vielleicht auch noch besser als Stolz und Vorurteil, weil das Buch kürzer ist und die Personen weniger zahlreich.

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    • 3
  • Weil das wahre Leben sich nicht immer wie im Roman abspielt...

    Northanger Abbey
    LaLecture

    LaLecture

    28. July 2013 um 15:23

    Inhalt Als die junge Catherine Morland Freunde nach Bath begleitet, weiß sie vom Leben nicht viel mehr, als sie aus Romanen erfahren hat. Wen wundert es da, dass sie in die Bekanntschaft mit dem jungen Henry Tilney sofort die große Liebe, in die Begegnung mit Isabella die beste Freundschaft und in die Aussicht auf einen Besuch der alten Abtei von Northanger das Abenteuer ihres Lebens hineindeutet? Doch schon bald muss sie lernen, dass nicht immer alles so verläuft, wie in ihren Romanen. Meinung Eine starke, selbstbewusste Heldin, die allen Schwierigkeiten trotzt und hoch erhobenen Hauptes ihres Weges geht? Eine Heldin, die, wo sie auch ist, in alle möglichen Abenteuer stolpert? Jane Austen räumt auf humorvolle und intelligente Weise mit den literarischen Klischees ihrer und teilweise auch unserer Zeit auf. Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich mich mit den Liebes- und Schauerromanen Ende des 18. Jahrhunderts nicht auskenne, aber trotz allem habe ich mich bei der Lektüre von "Die Abteil von Northanger" köstlich amüsiert. Durch ironische Anmerkungen des allwissenden Erzählers (den man in diesem Fall vielleicht doch mit der Autorin gleichsetzen kann) klärt Jane Austen den Leser darüber auf, wie das mit der Handlung und den Figuren der Romane damals gehandhabt wurde und wie sie sich diesen Gewohnheiten entgegensetzt und auch wenn die meisten der erwähnten Klischees nicht mehr auf die heutige Literatur zutreffen, so kann man sich trotzdem über die erfrischende Ehrlichkeit und Authentizität dieses Romans freuen. So wird beispielsweise von den geheimnisvollen und zuweilen unheimlichen Abenteuern erzählt, die Mrs Radcliffes damals sehr beliebte Heldinnen erlebten, während sich die einzigen Abenteuer, die Catherine erlebt, als unspektakuläre Zu- oder sogar peinliche Reinfälle entpuppen. Des Weiteren erwähnt die Autorin, eine Heldin solle stets einen starken Charakter haben und auf irgendeine Art heldenhaft wirken und doch ist ihre eigene Hauptfigur wohl die unaufregendste, die die Literatur seit langem gesehen hat. Er sah so hübsch und munter wie je aus und sprach gerade angeregt mit einer eleganten und anmutigen jungen Frau, die sich auf seinen Arm lehnte und von der Catherine augenblicklich erriet, dass sie seine Schwester war. Damit vergeudete sie unbedacht eine hübsche Gelegenheit, ihn als auf immer verloren, als bereits vermählt zu betrachten. - S. 55 Catherine Morland entspricht in der Tat nicht unbedingt meinem Protagonistengeschmack, aber eines muss man ihr lassen: authentisch ist sie. Mit ihren siebzehn Jahren ist sie bis jetzt noch nicht weit von Zuhause fern gewesen und hat all ihre Kenntnisse über das Leben aus den Romanen, die sie so gerne liest. Sie ist dementsprechend ziemlich weltfremd und steigert sich gerne mal in überschwängliche Gefühle, seien Ängste oder höchstes Glück, hinein. Zudem sieht sie oft Zusammenhänge nicht, die der Leser sofort hätte erahnen können, was auf ihren Mangel an Lebenserfahrung zurückzuführen ist. Doch trotz all dieser authentischen und absolut verständlichen Eigenschaften geht sie einem in einer Zeit wie der unseren, in der Mädchen früher erwachsen werden und mit "Abenteuern" wie großen Städten und männlichen Wesen bereits in jüngeren Jahren konfrontiert werden, manchmal ziemlich auf den Geist. Wesentlich angenehmer ist es ihr Angebeteter, Henry Tilney. In Sachen Lebenserfahrung hat er Catherine durch etwa acht Jahre Altersunterschied und die Tatsache, dass er ein Mann ist und dementsprechend mehr herumkam, einiges voraus, aber ich wage auch zu behaupten, dass er einen interessanteren Charakter hat. Er ist ohne Zweifel höflich und freundlich, zudem aber auch belesen (und er liest sogar Romane, wofür sich die Männer damals offenbar zu fein waren) und wirklich klug. Besonders seine Wortspiele und intelligenten Scherze haben ihn mir sehr sympathisch gemacht und jeder Dialog mit Tilney war für mich ein guter Dialog. Einzig und allein darüber, dass er tatsächlich Gefühle für die naive Catherine hat, wundert mich und hier schlägt vielleicht doch die romantische und harmoniebedürftige Ader der Autorin durch, die dem ganzen ein gutes Ende geben will. Die restlichen Charaktere sind auch in diesem Roman alle einzigartig und authentisch, jedoch leider fast alle unsympathisch, was das Lesen manchmal recht anstrengend machte, denn auf knapp 300 Seiten kann nunmal nicht auf jeder Tilney vorkommen und wenn einem dann die Heldin auf den Keks geht und die Nebenfiguren unsympathisch sind, kann es manchmal etwas anstrebenden sein. Sodann beschenkte er seine beiden jüngeren Schwestern mit einem entsprechenden Quantum brüderlicher Zärtlichkeit, denn er fragte jede, wie es ihr gehe, und bemerkte, dass sie beide sehr hässlich aussähen. - S. 50 Dem entgegen wirkt allerdings wieder der ironische Austensche Schreibstil. Abgesehen von der teilweise satirischen Handlung, die sich gegen damals aktuelle literarische Klischees wehrt, sind hier auch wieder einige spitze und ironische Bemerkungen, sowohl in Aussagen Tilneys als auch in denen des Erzählers zu finden. Gekonnt macht Jane Austen sich über Angewohnheiten ihrer Mitmenschen, insbesondere der unsympathischen Charaktere, lustig und versteht es, den Leser gut zu unterhalten. Ihre Freude über diese Begegnung war übergroß, kein Wunder - schließlich waren sie die letzten fünfzehn Jahre damit zufrieden gewesen, nichts voneinander zu wissen. - S. 27 Dafür, dass sich der Roman gegen so viele literarische Klischees auflehnt, ist das Ende dann umso enttäuschender, denn es geht für meinen Geschmack viel zu schnell und ist ein klein wenig zu perfekt. Wobei der Weg dorthin und der Grund für die Idylle, wenn man es sich genau überlegt, nicht unbedingt wünschenswert, dafür aber wieder umso realistischer sind. Ein wenig zwiegespalten lassen mich die letzten Seiten auf jeden Fall zurück. Fazit Ob "Die Abtei von Northanger" als Satire auf die Ende des 18. Jahrhunderts beliebten Schauerromane gelungen ist, kann ich kaum beurteilen, bin aber der Meinung, dass hier auch mit aktuellen literarischen Klischees auf humorvolle Art und Weise aufgeräumt wird. Die Dialoge sind intelligent und zum Teil äußerst amüsant, zumindest einer der Charaktere ist sehr sympathisch und die anderen sind wenigstens sehr authentisch. Einzig und allein meine Abneigung gegen die Protagonistin, allgemein der Mangel an sympathischen Figuren und die Tatsache, dass ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden bin, sind der Grund, dass ich dem Roman einen von fünf Sternen abziehe.

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  • Rezension zu "Die Abtei von Northanger" von Jane Austen

    Northanger Abbey
    Sokrates

    Sokrates

    11. September 2011 um 22:51

    Bei Northanger Abbey oder Die Abtei von Northanger handelt es sich um Jane Austens Erstling, den sie 1817 veröffentlichte. Sie schreibt zunächst in der Tradition der damals angesagten Schauerliteratur, man denke an den später publizierenden Wilkie Collins. Alte Schlösser, unruhige Geister, ungelebte Träume spukten durch die romantische englische Seele. Jane Austen muss die Begeisterung ihrer Mitmenschen (wohl vor allem der Weiblichen) für dieses Genre nicht recht nachvollziehen können, denn in der Protagonistin Katherine Morland wird die Rolle der begeisterten Grusel-Roman-Leserin auf das Beste parodiert. Parallel zu dieser ‚Entmystifizierung‘ arbeitet Jane Austen jedoch bereits mit den klassischen Motiven, die sich in späteren Romanen zur Perfektion bringen wird. Katherine Morland lernt in Bath, einem der angesagtesten Ausflugsorte zur Zeit der Jane Austen, Henry Tilney kennen, einen jungen Mann, dem sie recht zugeneigt ist. Man versteht sich gut, empfindet füreinander Sympathie. Tilney verlässt jedoch in nicht allzu langer Zeit Bath. Im Prinzip dreht sich der Roman um zweierlei Motive: Irreführung durch Lüge und Aufblasen der eigenen sozialen Stellung und der sich bereits zu Beginn des Buches anzudeutenden ‚mysteriösen‘ Stimmung, gepaart mit einer sehr augenfälligen Naivität der Protagonistin. . Für mich hat Jane Austen bereits in ihrem Erstling die Handlung sowie die Charaktere perfekt gelöst. Sprachlich ist dieser Roman nah dran an Stolz und Vorurteil oder Sinn und Sinnlichkeit. Das Genie der Jane Austen ist bereits zum Greifen nah. Den leisen Spott über die ‚Gruselliteratur‘ der damaligen Zeit unübersehbar, aber nicht übertrieben gezeichnet. Sanft verhaltene Ironie, die die Genialität der Autorin nochmals unterstreicht. Northanger Abbey ist deshalb von allen Jane Austen-Romanen sicher der unbekannteste, aber man sollte ihn dennoch nicht vergessen zu lesen...

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  • Rezension zu "Northanger Abbey" von Jane Austen

    Northanger Abbey
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    31. July 2011 um 16:50

    Catherine Morland ist nicht unbedingt zur Heldin geboren und auch ihre weiblichn Fähigkeiten hätten sich besser entwickeln können. Wer hätte gedacht, dass aus diesem wilden Ding eine Romanleserin wird, die Bücher über alles schätzt? Sicherlich niemand und doch ist es die Welt der Bücher und insbesondere "Udolpho", das sie so fesselt. Als ihr wirkliches Abenteur beginnt, eine Reise nach Bath, ahnte noch keiner, dass Catherine als eine ganz andere junge Dame, als Heldin, zurückkehren würde. In Bath lernt sie einen jungen Mann kennen,Henry Tilney, der sie sehr mit seiner unterhaltsamen frischen Art fesselt. Nach einigen Verwicklungen, reist Catherine mit nach Northanger Abbey und stößt dort auf ein Geheimnis, dessen Entdeckung alles zerstören kann, was bis dahin aufgebaut wurde... Kloster Northanger,oder eben auch Northanger Abbey, ist mit Sicherheit mein liebstes Austen Buch geworden! Zu Unrecht wird diesem Buch zu wenig beachtung entgegengebracht. Catherine Morland ist vielleicht keine Elisabeth Bennet, aber sie ist nicht weniger als Person interessant. Findet man sich ersteinmal mit diesem Erzählstil der Romane zurecht, ist es ein wirklich vergnügliches Buch. Besonders Henry Tilney fand ich sehr erfrischend und sogar lustig. Besonders am Ende zeigt er sich in seinem wahren Charakter und Mut, mit dem Sogar Mr. Darcy nicht mithalten könnte... Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen und konnte es nicht zur Seite legen. Besonders die Familie Thorpe lies mich öfters Fluchen. Selten konnte ich mich selber so beim Lesen über ein gewisses Handeln aufregen, wie es hier der Fall war. Der Schreibstil braucht eine kurze Weile, dann gefällt er sehr gut. Einzig ein par Absätze wären schön gewesen, brachten mich jetzt aber nicht zum verzweifeln. Das Cover finde ich sehr schön. Die preisgekrönte Übersetzung von Sabine Roth war wirklich angenehm zu lesen und wirkte auf mich sehr authentisch. Überhaupt muss ich gestehen, dass ich dtv Ausgaben besonders gerne mag. Die Seiten sind nicht zu dünn und seidig, die Übersetzungen meistens gelungen und die Cover nicht aufdringlich, sondern passend. Dieses Buch war wundervoll und sehr romantisch. Die Geschichte um Udolpho und dem Kloster war spannend zu lesen und lies einem manchmal über Catherine kichern. Letztendlich aber hat Catherine ebenfalls gezeigt, dass sie einen starken Charakter besitzt. Kloster Northanger sollte von jedem Austen Fan, gelesen werden. Besonders auch von denen, die bisher eher die "großen" vier( Mansfield Park, Emma, Stolz & Vorurteil, Sense & Sensibility) im Visier hatten.

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