PERSUASION

von Jane Austen 
4,3 Sterne bei112 Bewertungen
PERSUASION
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Ernster und erwachsener als andere Jane Austen - Klassiker

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You pierce my soul Ms. Austen. Für mich schon immer ihr bester Roman.

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Inhaltsangabe zu "PERSUASION"

Pre-intermediate Level 7.-8. Klasse / 1.400 Wörter Anne Elliot verliebt sich in den schönen aber armen Offizier Frederick Wentworth, doch auf Drängen ihrer Eltern heiratet sie ihn nicht. Sieben Jahre später trifft Anne ihn wieder, Frederick ist mittlerweile erfolgreich und wohlhabend geworden. Anne liebt Frederick noch immer, doch er hat ihr nicht vergeben – und scheint in eine andere Frau verliebt zu sein ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781435136625
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Sterling Adult
Erscheinungsdatum:07.03.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    paevalills avatar
    paevalillvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ernster und erwachsener als andere Jane Austen - Klassiker
    Ernst und erwachsen

    Dass "Persuasion" zu den letzten vollständigen Werken von Jane Austen zählt, dürfte nach Beenden des Buchs niemanden mehr wundern.


    Während Werke wie "Pride & Prejudice" mit viel Witz und Situationskomik aufwarten, spielt hier an einigen Stellen beinahe schon Bissigkeit und eine gewisse Art Hoffnungslosigkeit eine zusätzliche Rolle - auch wenn ein gewohntes Happy End nicht fehlt und sich der Hauptcharakter sowohl mit sich selbst als auch der allgemeinen Situation versöhnen darf.

    Inhaltlich befasst sich der Roman mit der bereits siebenundzwanzigjährigen Anne Elliot, die entgegen der standesgemäßen Vorstellungen noch immer nicht verheiratet ist. Dabei hatte Anne bereits ihre große Liebe Frederick Wentworth, einen mittellosen Captain, kennengelernt, die Verlobung aufgrund dringenden Anratens von Lady Russel aufgelöst.

    Obwohl Jane Austen bereits in der Vergangenheit standestypische und -untypische Gepflogenheiten entsprechender Herrschaften präsentiert hat, ergibt sich aufgrund der Ausrichtung des Romans ein ungewohnt größeres Bild von der Familie rund um Anne. 

    Spannendster Charakter ist und bleibt in "Persuasion" die Protagonistin, welche erst mit zunehmenden Alter lernt, sich für ihre eigenen Überzeugungen einzusetzen und sich nicht weiter zu einem Leben fernab ihrer eigenen Überzeugungen und Interessen überreden zu lassen.

    Das Tempo darf als ungewohnt langsam bezeichnet werden. Das kann sowohl negativ als auch positiv gewertet werden. Stilistisch passt es allerdings bestens zum Thema.

    Für mich ist "Persuasion" ein gelungener und ernster Liebesroman.

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor einem Jahr
    Entfaltet sich nur langsam

    In jungen Jahren war Anne Elliot in den Seemann Frederick Wentworth verliebt, doch ihre ältere Freundin Lady Russell und die Familie überredeten sie, die nicht standesgemäße Verbindung abzubrechen. Ihre Zuneigung zu Wentworth konnte Anne aber nie ablegen. Acht Jahre später muss Familie Elliot ihren Landsitz aus Geldnot vermieten. Da die Mieter verwandt mit dem nun zu Geld und Ansehen gekommenen Captain Wentworth sind, gibt es ein Wiedersehen zwischen den beiden. Kann eine Liebe eine solch lange Trennung und die ungünstigen Umstände überwinden?

    „Persuasion“ ist der letzte vollständige Roman Jane Austens und man merkt ihm die ältere, reifere Schriftstellerin und Frau an. Der Witz und die Spritzigkeit von Werken wie „Stolz und Vorurteil“ ist Ernsthaftigkeit und verborgenen Gefühlen gewichen. Anne ist beinahe schon eine alte Jungfer, die sich für andere aufopfert, das „hässliche Entlein“ der Familie, wenn man ihrem eitlen Vater und der hochmütigen älteren Schwester glauben mag.
    Während selbst die unliebsamen Charaktere der früheren Werke noch irgendwie Schmunzeln bei mir entlockten, sind Mr Elliot und die Schwestern Elizabeth und Mary mit ihrem Stolz und ihrer Eitelkeit oft durchweg gehässig und gemein gegenüber Anne, die sich wiederum zurückhaltend und schweigsam gibt. Auch dieser Umstand lässt „Persuasion“ ernster wirken.

    Schriftstellerisch hat sich die Autorin auch verändert: die Dialoge, die in SuV übermäßig vertreten sind, werden sparsamer eingesetzt, die Gefühlswelt und Gedanken der Protagonistin liegen mehr im Fokus.

    Diese doch auffallenden Unterschiede zu den frühen Werken Austens, die ich liebe, haben es mir zunächst schwer gemacht, Gefallen an „Persuasion“ zu finden. Dies entwickelte sich aber zunehmend gegen Ende hin, wie auch mittlerweile im Nachhinein.

    Eine Beziehung zwischen Anne und Wentworth erscheint über weite Strecken des Romans unwahrscheinlich, er ist hauptsächlich auch nur in ihren Gedanken präsent. Am Ende geschieht alles auf einmal, andere Elemente der Handlung werden in dem recht kurzen Roman nur erwähnt, aber nicht erklärt, wie z.B. Mrs Clay und William Elliot.
    Daher vergebe ich vier Sterne an „Persuasion“.

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    ichundelaines avatar
    ichundelainevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Austen Roman, den ich am allerwenigsten mag...
    Es ist von Jane Austen, aber...

    Persuasion ist meiner Meinung nach der schlechteste/ schwächste Roman aus Jane Austens Feder. Das ewige Hin und Her und eine eher farblose, öde Hauptfigur machen ihn nicht gerade zu einem Leseerlebnis der besonderen Art. 

    Anne Elliot, das Sandwich-Kind, wächst nach dem Tod der Mutter mit ihrem Luftikus von Vater sowie ihren beiden eher naiven und dümmlichen Schwestern auf einem herrschaftlichen Gut auf. Neben Lady Russel, einer Witwe, hat Anne wenig Vergang und hier wundert es nicht, dass sie sich mit 19 Hals über Kopf in einen Herrn Wentworth verliebt und sich verlobt. Leider ist der junge Mann mal so gar nicht standesgemäß, weshalb Lady Russel sie zu einer Aufhebung des Verlöbnisses bedrängt. 

    Knapp acht Jahre später, sieht sich Vater Elliot gezwungen, seinen Herrensitz zu vermieten, da er permanent über seine Verhältnisse lebt und ÜBERRASCHUNG, an den Schwanger von besagtem Herrn Wentworth, der von nun an wieder Teil von Annes gesellschaftlichem Leben ist.

    Wentworth ist allerdings kein sonderlich guter Verlierer, ist in Gesellschaft recht kalt zu Anne und bandelt mit der Schwägerin von Annes jüngerer Schwester an.  Wie man Jane Austen aber kennt, kommen die beiden nach einigem hin und her dann doch zueinander und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

    Ich liebe sonst Jane Austens Romane, aber Persuasion mag ich wirklich überhaupt nicht. Das liegt zum Großteil an Anne. Im Gegensatz zu Emma oder Elizabeth Bennet wirkt sie so farblos und öde, dass man in keinster Weise mit ihr mitfiebern möchte. Zudem ist Wentworth in meinen Augen ein A***, weil er so unfassbar stolz und nachtragend ist. Wenn man Jane Austen lesen möchte, empfehle ich da eher ihre früheren Werke.

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    darklittledancers avatar
    darklittledancervor 4 Jahren
    An Emotional Roller Coaster Ride

    I have to be honest with you. I’m smitten and I’m in a moral dilemma because I don’t know who to prefer. I always thought Mr Darcy to be the most wonderful gentleman of all and then there comes Captain Wentworth who is just as perfect.

    As some of you can probably guess, I’ve been reading Jane Austen’s Persuasion. Set in 19th century England, this novel is a trip through the drawing rooms of grand estates and stately cottages with the occasional tour to the English countryside. You really start longing to go on holiday to Bath or Lyme.

    In Persuasion, 27-year-old Anne Elliot, a young, intelligent woman past her bloom, is reintroduced to her former fiancée Frederick Wentworth. Wentworth, now a Captain with a large fortune, is on the lookout for a future wife, but he doesn’t seem to take any interest in Anne.

    In the beginning, I really wasn’t sure who this book was about, Elizabeth Elliot or her sister Anne (I admit, I didn’t properly read the synopsis). It takes Jane Austen quite some time to stop talking about Elizabeth and finally introduce our heroine Anne. When at some point Captain Wentworth emerges, his interaction with Anne reminds me of English country dancing. The two of them occasionally come near each other just to move apart once again. As the plot takes its course, Captain Wentworth’s character develops from a carefree bachelor into this responsible man who is able to charm millions of readers out there. From this point onwards I was lost, I almost read the whole night through. With Persuasion, Jane Austen puts you onto an emotional roller coaster ride: So much hope, love and agony in one book is hard to bear.

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    Cloudines avatar
    Cloudinevor 5 Jahren
    Enttäuschend

    Das Buch hat mich etwas enttäuscht. Nachdem ich vor einiger Zeit "Stolz und Vorurteil" gelesen habe, dachte ich "Persuasion" wäre bestimmt ein gelungen. Die Handlung war mir einfach zu langatmig. Der Kern der Geschichte nahm nur die wenigsten Seiten des Buchs ein. Die Charaktere sind zwar sehr ausführlich beschrieben, aber trotzdem hatte ich beim Lesen nie das Gefühl eine emotionale Nähe aufzubauen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Persuasion" von Jane Austen

    Inhalt:
    Im zarten Alter von 19 Jahren verliebt sich Anne Elliot in den gutaussehenden Captain Wentworth, doch ihr Glück ist nicht von Dauer. Annes Freundin, Lady Russel, ist davon überzeugt, dass dieser Mann nicht gut genug für ihre Anne ist und überredet diese, die Verbindung zu lösen.
    Acht Jahre gehen ins Land und viel passiert in den Leben der beiden. Captain Wentworth verdient sich einen Namen auf See und Annes Vater muss derweil sein Anwesen vermieten und mit seinen Töchtern Elizabeth und Anne nach Bath ziehen. Und plötzlich stehen die beiden wieder voreinander.

    Meinung:
    Pride and Prejudice ist ja schon seit Jahren mein absolutes Lieblingsbuch und endlich konnte ich mich selber dazu überreden, Persuasion zu lesen. Gott sei Dank!
    Ich habe mich ebenso in Captain Wentwort verliebt und ich dem zarten Zauber von Annes Persönlichkeit konnte ich keine zwei Seiten widerstehen. Ich habe mit ihr gelitten, die Beleidigungen ihrer ältesten Schwester und ihres Vaters über uns ergehen lassen und habe bei jedem Blick von Captain Wentworth gehofft, dass seine Gefühle noch nicht ganz erkaltet sind.?
    Mit dem Charakter von Anne Elliot hat Jane Austen sich wirklich selbst übertroffen, selten habe ich eine liebevollere Beschreibung einer Person gelesen wie in diesem Buch.
    Und ich kann wirklich mit reinem Gewissen sagen, dass es nur ein einziges Paar auf dieser Welt gibt, das ich mehr liebe, als diese beiden... und das sind Elizabeth und Mr. Darcy.

    Fazit:
    Absolutely delightful!

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Persuasion" von Jane Austen

    Jane Austens Roman „Anne Elliot“ ist meiner Meinung nach ihr sozialkritischster. Austen erzählt nicht nur die traurige Liebesgeschichte der Anne Elliot, jüngste und ledige Tochter der Elliots, sondern auch die Geschichte eines englischen Adels, der finanziell immer weiter ins Hintertreffen gerät, das Haus mit Hypotheken belastet, sich räumlich schließlich auf ein Stadthaus reduzieren muss. Das eigentliche Familienanwesen wird untervermietet. Jedoch sind diejenigen, die sich jetzt die Miete bezahlen kön-nen, nicht mehr Adelige, sondern gesellschaftliche Aufsteiger: Soldaten und Seemänner, Generäle und Kapitäne – alle im Zuge der napoleonischen Kriege zu Reichtum und Ansehen gekommen. Der alteingesessene Adel begegnet dieser Entwicklung mit verbittertem Snobismus und überproportionaler Eitelkeit.
    .
    Sprachlich ist Anne Elliot klar und frisch. Austen schreibt weniger verschnörkelt wie in ihren ersten Büchern. Genauso kritisch und rational ihre Geschichte ist, genauso ist Sprache und Handlungsablauf. Trotz allem eine wunderschöne Liebesgeschichte, die vielleicht gerade wegen ihrer Rationalität etwas Besonders ist, weil besonders nahe am tatsächlichen Leben.

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    sabistebvor 7 Jahren
    Rezension zu "Persuasion" von Jane Austen

    Anne Elliot ist bereits 27 und unverheiratet, heutzutage würde man wohl sagen Anne ist Single und lebt noch bei den Eltern bzw. dem vater. Sie hat nicht mehr viel vom Leben zu erwarten, vor allem als jüngste Tochter eines egozentrischen, überschuldeten Barons. Ihre Familie ist bestenfalls als exzentrisch zu bezeichnen. Der Vater ist ein eitler Geck, der nur auf die Außenwirkung schaut und seine Lieblingstochter Elizabeth ist kein bisschen besser, hohl und oberflächlich. Die mittlere Schwester Mary ist zwar verheiratet, aber ein Hypochonder wie er im Buche steht und genauso egozentrisch wie der Rest der Familie. Anne ist die einzig Normale in dieser Familie, dennoch nimmt sie niemand ernst. Sie ist das stille Mauerblümchen, dabei aber ein intelligenter Beobachter. Die durchschaut die Menschen und ihre Motive, vermittelt zwischen den Fronten und greift rettend ein, wenn die Situation zu eskalieren droht, hält sich aber sonst so gut es geht aus allem heraus.
    Das war aber nicht immer so. Als Anne noch jung war, war sie leicht zu beeinflussen, etwas, was sie ihre große Liebe kostete: Captain Wentworth. Damals war er angeblich nicht gut genug für sie, und nun ist sie eben übrig geblieben und eine alte Jungfer und muss beobachten, wie sich nun ihre jüngeren Cousinen um ihre einstige große Liebe bemühen.

    Ein durchaus modernes Buch, auch wenn die Handlung in einer bereits lange vergangenen Zeit spielt. Jane Austen erzählt die Geschichte einer Frau, die ihre Chance auf Glück verpasst hat und nun in der Familie die helfende Hand ist. Die ist Fähig, zuverlässig und wäre sogar meist eine bessere Ehefrau und Mutter als diejenigen, die es geschafft haben einen Mann abzubekommen, aber es hat eben nicht sollen sein. Dennoch hofft Anne auch in ihrem fortgeschrittenen Alter noch auf Glück und hat durchaus noch Chancen. Anders jedoch als ihre Teenager Cousinen weiß sie, was für einen Mann sie möchte, was sie von einem Mann erwartet und wer zu ihr passen würde, was die Suche nach Mr. Right nicht einfacher macht bis sie doch eine neue Chance bei ihrer großen ersten Liebe bekommt.
    Diese Geschichte ist aber mehr als Annes Suche nach dem Glück, sie ist auch eine Geschichte die man wohl als „meet the Elliots“ bezeichnen könnte. Anne ist die einzig normale in ihrer Familie, sie passt eigentlich gar nicht zu ihren oberflächlichen, dümmlichen und ungebildeten Verwandten und wird von diesen auch mehr oder minder ignoriert, wenn sie sie nicht gerade brauchen.

    Persuasion war Jane Austen letzte vollendete Novelle und der Titel stammt wie „Northanger Abbey“ von ihrem Bruder Henry. Angeblich soll Austen den Namen "The Elliots" geplant gehabt haben. Beide Titel passen jedoch auf diese Geschichte, denn sie bezeichnen zwei unterschiedliche Aspekte der Novelle, zum einen den der Überredung. Anne wird immer wieder überredet und lässt sich überreden, bis sie lernt selber zu entscheiden, und ihr Glück selber in die Hand zu nehmen. „The Elliots“ bezieht sich auf die vielen Familiengeschichten und kleinen und großen Katastrophen in dieser Familie Elliot, die erzählt werden und heutzutage wohl unter dem Titel „Meet the Elliots“ laufen würden.
    Die Geschichte ist nicht so witzig, pointiert und treffend wie andere Austen Novellen. Die Stärke dieser Geschichte liegt in der Charakterisierung Annes und ihrer Familie, dabei gibt es trotzdem all das, was man bei Austen erwartet: Liebesleid, Hoffnung, Enttäuschung, eine kleine Intrige und natürlich Urlaub in Bath.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Persuasion" von Jane Austen

    "Persuasion" ist nun der vierte Roman, den ich von Jane Austen gelesen habe, und er hat mir mindestens genauso gut gefallen wie die anderen - wenn nicht sogar besser! Da er nicht sehr dick ist, habe ich ihn an einem Tag durch gelesen, und für mich war es bisher der spannendste Austen-Roman.
    Wie immer hat Jane Austen die Charaktere sehr fein und individuell gezeichnet, und wieder ist die Heldin eine eher ungewöhnliche Frau. Anne Elliot ist bereits siebenundzwanzig Jahre alt (sie ist damit die einzige Austen-Heldin, die nicht mehr jung ist), sie ist unverheiratet und auch sonst eher ungewöhnlich. So mag sie z.B. die Stadt Bath nicht - normalerweise Ziel aller Träume der Engländerinnen des 19. Jahrhunderts - und sie hat auch keinen Spaß daran, mit Männern zu flirten oder sie um den Finger zu wickeln. Dies liegt allerdings daran, dass sie immer noch Captain Frederick Wentworth liebt, mit dem sie vor acht Jahren verlobt war, bis die Verlobung auf Ratschlag ihrer Familie löste.
    Die Handlung setzt ein, als durch verschiedene Umstände Wentworth wieder Annes Weg kreuzt. Es ist also ein ausgesprochener Liebesroman, aber dies tut meiner Meinung nach der Qualität keinen Abbruch, da Anne trotzdem eine, wie beschrieben, ungewöhnliche Heldin ist, durch deren Augen wir die feine Gesellschaft durchaus kritisch betrachten. Und wie in "Stolz und Vorurteil" ist auch hier nicht immer alles wie es scheint, was den Figuren die eine oder andere bittere Lehrstunde beibringt, und für den Leser höchst spannend ist.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Persuasion" von Jane Austen

    Lese ich gerade zum zweiten Mal. Eigentlich mag ich jedes Buch von Jane Austen, dieses ist einfach nur zu kurz. Die High Society von Bath, die oberflächlichen Verwandten, wer Jane Austen mag wird auch dieses lieben.

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