Sense & Sensibility

von Jane Austen 
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Sense & Sensibility
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M

Ziemlich schwierig, den Überblick über die Familien zu bewahren! Außerdem ziemlich altmodisch...

Lui_s avatar

Unterhaltsam, amüsant, ergreifend, zeitlose Handlung und Charaktere... typisch Jane Austen eben und ein Muss für ihre Fans.

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Inhaltsangabe zu "Sense & Sensibility"

This is the story of Elinor and Marianne Dashwood, two strikingly different sisters. Forced to move to a cottage in Devonshire after their father's death, the sisters both fall in love with men whom they discover are not quite what they seem.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780007517855
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Harpercollins Publishers
Erscheinungsdatum:26.09.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.1998 bei Audiogo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    katjen1993s avatar
    katjen1993vor 2 Jahren
    Sense and Sensibility - Sinn & Sinnlichkeit - Jane Austen (kein Spoiler)

    Sense and Sensibility - Jane Austen

    Inhaltsangabe:
    Unfairly deprived of their family inheritance by the grasping Mrs John Dashwood and her husband, Elinor and Marianne Dashwood and ther mother find themselves in greatly reduced circumstances.

    Compelled to leave Norland in Sussex for Barton Cottage in Devonshire, the two sisters are soon accepted into ther new society. Marianne, whose sweet radiance and open nature charm the roguish John Willoughby, is soon deeply in love. Elinor, whose disposition is more cautios and considered, who carefully conceals her emotions, is suffering the loss of Edward Ferrars whom she has left behind.

    Despite their very different personalities, both sisters experience great sorrrows in their affairs of the heart:
    Marianne demonstrably wretched and Elinor allowing no one to see her private heartache. It is, however, the qualities common to them both - discernment, constancy and integrity in the face of fecklesness of others - that allow them entry into a new life of peace and contentment.



    Persönliche Meinung
    Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen und fand es teilweise aufgrund der "veralteten" Sprache schwierig, den Sachverhalt zu erfassen. Wenn man sich jedoch Zeit und Ruhe nimmt, dann versteht man es auch.
    Und es lohnt sich!

    In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können; es geht um Gefühle, Liebe, große Enttäuschung und Familie.
    Die vielen anderen Charaktere, die in diesem Buch eine Rolle spielen, sind total gut beschrieben und man kann sie sich beim Lesen quasi bildlich vorstellen.

    Ich fand es total erfrischend, dieses Buch zu lesen, da man merkt, dass es aus einer Zeit kommt, in der die Menschen sich noch viel mehr um sich und ihre Gefühle gekümmert haben und auch auf ihre Gefühle gehört haben. Es geht bei diesem Buch so viel um Gefühle und bei dem hastigen Alltag, der einen umgibt, vergisst man seine manchmal.
    Natürlich zeigt es auch, dass die Menschen, die nicht reich waren, früher kaum eine Wahl hatten, was die Wahl der Partnerin/des Partners angeht. Dies lässt einen auch darüber nachdenken, dass man heutzutage ja doch ganz schön frei ist und über sein Leben selbst entscheiden kann.


    Weiterempfehlen kann ich dieses Buch auf jeden Fall jedem, der Jane Austen, die alten Zeiten und Liebesgeschichten mag, aber sich auch für ernste Themen und den Lebenstil im 19. Jahrhundert interessiert.

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    BlackTeaBookss avatar
    BlackTeaBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Meine Jane Austen Prämiere - und ich bin begeistert.
    Jane Austen schafft es, zeitlose Themen in Worte zu fassen


    Auf Sense and Sensibility muss man sich erst einlassen, doch wenn man einmal in der anderen Zeit und Sprache angekommen ist, macht diese Geschichte einfach nur Spaß. Sie ist intelligent, spannend, voll komplexer Charaktere und hält sogar den ein oder anderen Plot Twist bereit. Falls ihr mit dem Gedanken spielt ein Jane Austen Buch zu lesen, kann ich euch nur dazu ermutigen!


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    Zur kompletten Rezension geht's hier entlang

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 3 Jahren
    Austens Erstling

    Nach dem Tod des Vaters lebt die Familie Dashwood in mehr oder weniger bescheidenen Verhältnissen auf dem Land. Die beiden Töchter, Marianne und Elinor könnten nicht verschiedener sein. Die eine trägt das Herz auf der Zunge und neigt zum Melodramatischen. Die andere ist die Vernünftige, Rationelle der Familie. Beiden gemein ist jedoch die erste Liebe, die einschlägt wie der sprichwörtliche Blitz.

    Dieser erste Roman aus Austens Feder zeigt schon ihren Witz und Biss, den ich an ihren Büchern so schätze. Sie hat ihre ganz eigene (spitze) Art auf die englische Society herabzublicken und diese immer wieder gekonnt auf die Schippe zu nehmen. Nicht ganz so ausgereift war meiner Meinung nach die Grundhandlung wie man es von ihren späteren Werken her kennt, gut unterhalten fühlte ich mich trotzdem. Verantwortung und Konsequenzen der eigenen Handlung zu tragen, das sind die zwei Hauptthemen, auf die Austen immer wieder zurückkommt. Trotzdem handelt es sich hierbei um eine schöne Liebesgeschichte, die – soweit darf ich wohl spoilern – austentypisch endet.

    Fazit: nicht ihr bestes Werk, aber durchaus lesenswert.

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 4 Jahren
    Jane Austen - Sense and Sensibility

    Als Mr Dashwood stirbt, geht der Familiensitz an den einzigen Sohn des Hauses, John. Die zweite Ehefrau muss mit den Töchtern das vertraute Heim verlassen und mit einem bescheidenen Einkommen auskommen. Die kleine Familie zieht nach Devonshire, wo sie unter dem Schutz des Cousins Middleton ein deutlich bescheideneres Leben führen müssen. Eine günstige Hochzeit für Elinor oder Marianne wäre jetzt sehr wünschenswert, doch beide Töchter scheinen sich den falschen Mann ausgeguckt zu haben und schon bald sind sie verlassen und am Boden zerstört.

    Ein klassischer Plot des 18. Jahrhunderts in der besseren Gesellschaft. Soziale Missstände und dergleichen sind ausgeblendet, einzig das Verheiraten der Töchter mit wohlsituierten Herren füllt den Tag der Damen. Das Hin und Her hat durchaus unterhaltsame Momente, dass es am Ende gut ausgeht, ist ebenfalls zu erwarten und ernsthafte Tiefe kann bei diesem Personal nun auch nicht erhoffen. Als nettes Schmankerl mal zwischendurch aber immer wieder unterhaltsam. 

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    Miserables avatar
    Miserablevor 4 Jahren
    Typisch Jane Austen

    Jane Austen versteht es wie keine andere, ihren Figuren mit nur wenigen Worten ein solches Leben einzuhauchen, dass man als Leser denkt, diese schon seit Jahren zu kennen.
    So wird Elinor sogleich als die Vernunftsperson in der Familie etabliert. Sie trägt ihr Herz nicht auf der Zunge, sondern sorgt sich vielmehr um den Ruf ihrer Familie. Sie stellt sich selber zurück, um es anderen Recht zu machen. Marianne ist da ganz anders. Sie lässt ihren Gefühlen freien Lauf und lässt die Menschen in ihrem Umfeld niemals im Unklaren, was ihr Innerstes angeht. So unterschiedlich die beiden jungen Frauen auch sind, so sehr halten sie doch zusammen. Trotz aller Probleme, die die beiden durchleben müssen, verlieren sie sich nicht und geben sich gegenseitig Halt.

    Jane Austen erzählt in diesem Roman von Verpflichtungen, die im Widerspruch zu den eigenen Gefühlen stehen. Mit den romaneigenen Konstellationen wird diese Problematik oftmals auf die Spitze getrieben und verliert dadurch nicht an Wirkung und Brisanz. Der Leser trifft auf ein Dilemma nach dem anderen, welches ihn mindestens genau so zerstört dastehen lässt, wie die Protagonistinnen.

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    Eva-Maria_Obermanns avatar
    Eva-Maria_Obermannvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Klassiker der Passivität
    Passivität gewinnt, Leidenschaft wird denunziert

    Sense and Sensibility, Sinn und Sinnlichkeit, oder besser Verstand und Gefühl, sind hier konträre Richtungen. Sowohl Marianne als auch Elinor verfügen über beides, doch die jeweilige Dominanz ist entscheidend. Die vernünftige Elinor heiratet am Schluss aus Liebe, ohne dass sie oder Edward etwas dafür getan hätten. Beide sind passive, farblose Figuren. Nur weil Edwards Verlobte Lucy sich von ihm löst und stattdessen seinen Bruder heiratet, kommt Edward in eine Situation, in der er Elinor um ihre Hand bitten kann. Und nur, weil Elinor weiß, dass er nicht mehr gebunden ist, kann sie annehmen. Nie hätte Edward sich von Lucy einfach losgesagt, nie hätte Elinor ihm ihre Gefühle offenbart, wenn er noch verlobt gewesen wäre. Zu Jane Austens Zeit aber zeugte diese Geduld und Zurückhaltung der eigenen Gefühle von Reife und Gesellschaftsfähigkeit. Gerade ihre Zurückhaltung finden beide aneinander attraktiv, gerade sie ist es, die beide letztendlich zueinander führt.

    Marianne aber muss leiden, weil sie emotional ist. Durch ihre Vorstellung von romantischer Liebe verliebt sie sich in Willoughby, geradezu hoffnungslos. Darum kann sie auch derart getroffen werden, als er sie sang und klanglos verlässt. Und darum erkrankt sie regelrecht an Liebeskummer, als sie erkennt, dass er eine andere nur wegen ihres Geldes heiratet, also berechnend ist und keineswegs so romantisch, wie sie geglaubt hatte. Ihre Reifung nach der Krankheit allerdings nähert sie Elinor an und macht es möglich, dass sie dem Werben des Colonels nachgibt, obgleich er eben kein romantischer Held sein kann. Die Behauptung, dass sie eines Tages ihn mit der gleichen Intensität lieben wird, wie eins Willoughby, ist heute sehr kritisch zu betrachten. Auch ihre Emotionalität macht Marianne aus heutiger Sicht nicht zur verkannten Heldin, sondern umso mehr zur Verliererin, die ihr ganzes Sein in eine Romanze legt. 1811 aber war es durchaus plausibel, diese Vorstellung in einem Roman zu verwenden.

    Die Distanz, die der allwissende Erzähler zur Geschichte hat, zieht sich vor allem im ersten Teil des Buches. Als aber Elinor von Lucys Verlobung mit Edward erfährt und somit Elinors Gefühle zumindest in ihrem Inneren zu brodeln beginnen, kommt auch Leben in den Erzähler. Mariannes Liebschaft mit Willoughby ist dagegen geradezu sachlich und kalt erzählt. Erst durch Elinors Mitleid und ihr Verständnis für ihre Schwester kommt auch der Erzähler und damit der Leser Marianne näher.

    Gerade in diesen Überlegungen liegt der Reiz von Sense and Sensibility auch heute noch. Der Leser hat immer einen großen Anteil an der Rezeption eines Werkes. Und der Unterschied im Verständnis des Werkes damals und heute ist hoch interessant und darum lesenswert.

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 6 Jahren
    Rezension zu "Sense and Sensibility" von Jane Austen

    Nach dem Tod ihres Vaters, dessen Onkel Mr. Dashwoods Sohn Henry aus erster Ehe als Erbe von Norland bestimmte, sind Mrs. Dashwood und ihre drei Töchter Elinor (19), Marianne (17) und Margret (13) gezwungen, das Landgut, das bisher ihr Zuhause war, zu verlassen und sich eine bescheidenere Unterkunft zu suchen. Sir John Middleton, ein Cousin von Mrs. Dashwood, bietet ihr ein kleines Haus, Barton Cottage, auf seinem Grund und Boden an und so zieht die Familie nach Barton.
    Während Elinor auf Norland ihre Liebe Edward Ferrars, zurücklassen musste, begegnet Marianne schon bald nach ihrem Umzug dem gutaussehenden Mr. Willoughby. Die Irrungen und Wirrungen der Liebe nehmen schon bald ihren tränenreichen Lauf.

    "Sense and Sensibility" ist Janes Austens erster veröffentlichter Roman, der 1811 zunächst anonym erschien. Der Roman spielt um 1792-1797 und sie schrieb diese Geschichte bereits als Teenager, was man an einigen Stellen leider wirklich merkt, anders kann ich mir derartige Stellen wirklich nicht erklären:
    "A woman of seven and twenty," said Marianne, after pausing a moment, "can never hope to feel or inspire affection again, and if her home be uncomfortable, or her fortune small, I can suppose that she might bring herself to submit to the offices of a nurse, for the sake of the provision and security of a wife. In his marrying such a woman therefore there would be nothing unsuitable. It would be a compact of convenience, and the world would be satisfied.
    Einige der Episoden in diesem Roman, findet man so oder ähnlich in "Pride and Prejudice" wieder, man kann sagen, Austen hat sich selber plagiiert, nur ist "Pride and Prejudice" deutlich reifer, mit spannenderen Charakteren als "Sense and Sensibility". Die Geschichte mag realistischer sein, aber sie ist auch deutlich weniger unterhaltsam und viele der Personen sind einfach nur farblos. Die männlichen Helden sind sogar explizit als "colourless Edward Ferrars and the stiff-jointed Colonel Brandon ([...] whom every body speaks well of, and nobody cares about; whom all are delighted to see, and nobody remembers to talk to.[…] as a very respectable man, who has every body's good word, and nobody's notice.)" beschrieben.
    Sicherlich, an einigen Stellen blitzt bereits die bekannte spitze Feder der Autorin durch wie in dem Gespräch zwischen Elinor und Mrs. Jennings, an dem sie so wunderbar aneinander vorbei reden oder in solchen Charakterisierungen:
    "There was a kind of cold hearted selfishness on both sides, which mutually attracted them; and they sympathised with each other in an insipid propriety of demeanor, and a general want of understanding."

    Diese sind aber dünn gesät. Insgesamt schleppt sich dieser etwas seichte, vorhersehbare Gesellschaftsroman streckenweise sehr zäh und erinnert stark an Fontanes Stechlin, nur stirbt hier kein Alte rund 4 – 6 junge heiraten sich. Insgesamt wirkt der Roman, besonders gegen Ende, ark konstruiert und man merkt an den ausführlichen Erklärungen, wie es zu dieser Konstellation kommen konnte, dass der Autorin das durchaus bewusst war.
    Kein Meisterwerk der Autorin, nicht sonderlich zeitlos und wohl nur so bekannt, weil das Buch eben zum Gesamtwerk gehört.

    Das Buch ist mittlerweile gemeinfrei und kann als ebook von den Gutenbergprojekten heruntergeladen werden.

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    FabAustens avatar
    FabAustenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Sense and Sensibility" von Jane Austen

    Sense and Sensibility
    ....
    Welch ein Schock für Elinor Dashwood, ihre Mutter und die beiden Schwestern Marianne und Margaret. Als ihr Vater stirbt, erbt sein Sohn aus erster Ehe die Ländereien und das Herrenhaus, indem sie bisher ihr Leben verbrachten, denn laut Erbrecht haben die vier Frau keine Ansprüche. Obwohl der Stiefsohn guten Willens ist, ist er beeinflussbar und seine Ehefrau hat so gar kein Interesse daran, den unliebsamen Verwandten etwas zu überlassen, das ihr gehören kann. Also, müssen die Vier sehen, wie sie nicht nur mit ihrer Trauer umgehen, sondern sich obendrein nach einer neuen Bleibe umsehen. Während sie ihre Habseligkeiten packen und nach einer Lösung ihres Wohnproblems suchen, trifft der Stiefsohn mit seiner Frau ein. Wenig später erscheint einer der Brüder der Ehefrau, Edward Ferrars, in den sich Elinor verliebt und auch ihm scheint es ähnlich zu ergehen. Er ist ganz anders als seine Schwester und strebt ein bescheidenes Leben als Landpfarrer an. Fanny, seine Schwester, beobachtet die sich anbahnende Beziehung mit Argwohn, denn Ellinor ist so gut wie mittellos und eine denkbar ungünstige Partie. So erklärt sie Elinors Mutter, dass seine Familie für Edward bestimmte Pläne habe und eine solche Verbindung nicht dazugehöre.
    Glücklicherweise bittet ein Verwandter die Frauen, ein Cottage auf seinem Besitz zu beziehen und sie willigen ein. Obwohl die Schwestern und ihre Mutter mit der Situation hadern, behält Elinor einen kühlen Kopf und übernimmt die Verantwortung und Entscheidungen für die Familie.
    Sir Middleton und seine Familie nehmen die Frauen herzlich auf, doch bleiben sie nicht die einzigen neuen Bekannten. Während eines Spaziergangs, der in einem Unfall endet, eilt Marianne ein gutaussehender Mann zu Hilfe. Marianne ist überaus romantisch und es ist für sie Liebe auf den ersten Blick. Leider übersieht sie in ihrer Schwärmerei, dass auch der ältere und zuverlässige Colonel Brandon Gefühle für sie hegt. Nicht nur Marianne durchschreitet nun eine Zeit der Irrungen und Wirrungen, sondern auch Elinor, der Edward nicht aus dem Kopf geht. Konfrontiert wird sie mit ihm zu allem Unglück zudem durch Lucy Steele, die Gast von Sir Middleton ist und eine besondere Rolle in Edwards Leben spielt.
    ....
    Natürlich steuert nach vielen Hindernissen alles auf ein Happy End für Elinor und Marianne zu, doch bis dahin wird man bestens unterhalten und kann auch seiner romantischen Ader frönen.
    Ich liebe die Geschichten und den Schreibstil von Jane Austen. Man merkt, dass sie ihre Figuren liebt, zeigt aber auch ihre kleine Fehler und Macken. Es schwingt immer eine leise Ironie mit. Wunderbar wie sie Situationen und Menschen beschreibt und Dinge pointiert darstellen kann. Man erlangt die Erkenntnis, dass sich die Menschen früherer Jahrhunderte weniger von uns unterscheiden als man dachte und die menschlichen Probleme sich ebenfalls irgendwie immer ähneln. Dies schafft Jane Austen auch durch eine facettenreiche Darstellung ihrer Charaktere, die es der Leserin ermöglicht, sich in Elinor und Marianne hineinzuversetzen.
    ....
    Sehr empfehlenswert ist auch die werkgetreue Verfilmung von Sense and Sensibility mit Emma Thompson als Elinor, Kate Winslet als Marianne, Alan Rickmann als Colonel Brandon und Hugh Grant als Edward Ferrars. Der Regisseur Ang Lee schafft es, die Atmosphäre, den Witz und die Romantik der Vorlage auf Zelluloid zu bannen.

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Sense and Sensibility" von Jane Austen

    Mit ihrer formvollendeten Sprache schafft es Jane Austen auch in Sinn und Sinnlichkeit, Gefühl, Verbitterung, Enttäuschung, Hochmut und Eitelkeit in perfekter Form zusammenzufassen und daraus den Zweitbesten ihrer Romane zu schreiben.
    Die Geschichte ist mit Sicherheit (fast) jedem bekannt. Es dreht sich auch eigentlich wieder nur um Liebe, die Suche nach der perfekten und richtigen Rolle im Leben einer Frau, die finanzielle Absicherung, den richtigen gesellschaftlichen Ton und die Zufriedenheit des Einzelnen. Die drei Dashwood-Schwestern müssen nach dem Tod ihres Vaters zusammen mit der Mutter das Zuhause verlassen, da – dem englischen Erbrecht und dem Testament des Vaters zufolge – der Besitz nicht ihnen zugeflos-sen ist. Der Sohn aus erster Ehe des Vaters erbt das Haus samt Vermögen und lediglich die Auflage, für die Stiefschwestern finanziell zu sorgen; allerdings erfolgt das Versprechen mündlich und seine Frau versteht es geschickt, den anfänglich guten Betrag auf einen läppischen Endbetrag herunterzu-reden. Ihr Mann folgt ihr; er ist ihr recht hörig und selbst etwas charakterschwach. Die Dashwood-Frauen suchen nun nach einer bezahlbaren Unterkunft, nur über Freunde lässt sich ein kleines Land-haus auftreiben, dass dem Lebenskomfort von Damals jedoch nicht wirklich entspricht. In ihrer neuen Umgebung knüpfen sie nun die ersten gesellschaftlichen Kontakte und die beiden älteren Dashwood-Schwestern, Marianne und Elinor, verlieben sich – beide Lieben scheinbar ohne Erfolg und mit viel Tränen.
    Als Lesung wie als Roman immer wieder lesenswert. Die BBC hat überdies eine sehr gelungene Ver-filmung in 4 Teilen produziert. Ein zeitloser Klassiker!

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    Perlchens avatar
    Perlchenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Sense and Sensibility" von Jane Austen

    Warum habe ich Jane Austen nicht schon früher für mich entdeckt?! Zwar bedarf es zwei bis drei der kurzen Kapitel, um sich an die Sprache zu gewöhnen, aber ab dann ist es ein Genuss!

    Ich kann nur schwärmen von der Art und Weise, wie Austen schreibt - so ausschweifend und mit viel verstecktem Humor. Wie sie die Liebesgeschichten zweier Schwestern schildert, die man noch heute nachvollziehen kann. Zwei bis drei unerwartete Wendepunkte machen dieses Buch auch noch spannend, was ich zu Beginn nicht erwartet hätte!

    Ich freue mich auf die weitere lektüre von Jane Austen, denn ich werde sicher all ihre Werke lesen müssen, um mich wahrhaftig an dieser Sprache zu erfreuen ;).

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