Jane Corry Perlentöchter

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Inhaltsangabe zu „Perlentöchter“ von Jane Corry

Eine große englische Familiensaga, die alles hat, was das Herz begehrt

Südengland, 1918. Die junge Rose verliebt sich in den charmanten, weltgewandten Kriegsheimkehrer Charles. Nach einer Blitzhochzeit reist sie mit ihm nach Borneo, wo er eine Plantage leitet. Doch Roses anfängliche Euphorie über ihr neues Leben legt sich schnell: Sie muss Verrat und Enttäuschungen überwinden und um ihr Glück kämpfen. Nur die Perlenkette ihrer Großmutter spendet ihr immer wieder Kraft und Trost. Jahrzehnte später erbt Roses Enkelin Caroline die Perlen – und mit ihnen ein dunkles Geheimnis …

nette Familiengeschichte über gescheiterte Ehe der Frauen einer Familie. Man fühlt mit über die Generationen

— Schokolatina

Hm ganz schön aber nicht packend von der Familiensaga

— sevenup65

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  • Wunderschön wie eine Perle

    Perlentöchter

    tigerbea

    17. January 2017 um 17:17

    Als Louisa im Jahr 1897 nach der Hochzeitsnacht von ihrem Mann eine Perlenkette bekommt, denkt sie noch, daß sie in dieser arrangierten Ehe glücklich werden kann. Sie ahnt nicht, daß die Perlen ihr kein Glück bringen werden. Als sie später diese Perlenkette ihrer Tochter Rose übergibt, die nach ihrer Hochzeit mit Charles nach Borneo auswandert, macht sie ihr eine große Freude. Aber auch Rose wird in ihrer Ehe nicht glücklich. Sie stirbt jung und bestimmt, daß die Perlen nicht ihrer Tochter Helen übergeben werden sollen. Ihre Schwester Phoebe soll die Kette bekommen. Als diese stirbt, lebt Helen schon nicht mehr und deshalb geht der Schmuck nun an Helens Tochter Caroline. Sie hat sich gerade von ihrem Mann getrennt. Zusammen mit Diana, einer Freundin ihrer Mutter, will sie nun das Geheimnis dieser Perlenkette lüften. Dabei kommt sie einigen interessanten Geschichten auf die Spur. Beim Lesen dieses Buches stellt man sich unwillkürlich die Frage: Gibt es wirklich Schmuckstücke, die ihrem Besitzer Unglück bringen? Und kann das gleiche Schicksal immer wieder die Mitglieder einer Familie treffen? Auf jeden Fall ist zu diesem Thema ein tolles Buch entstanden. Man kann die Entwicklung der Rolle der Frau staunend miterleben. Was damals normal war, ist heute undenkbar. Das Buch ist wie eine Zeitreise. Es mir einige schöne Stunden gebracht. Schön und manchmal traurig!  

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  • Eine Familie - eine Perlenkette - schicksalhafte Verkettungen... - mitreißende Familiensaga!

    Perlentöchter

    Penelope1

    07. April 2014 um 20:15

    Inhalt: Südengland 1918: Für die junge Rose steht fest: sie möchte die rosa Flecken auf dem Globus erkunden, sie möchte „zu Fuß um den Globus wandern“. Daher ist es kein Wunder, dass der charmante, weitgereiste Kriegsheimkehrer Charles eine besondere Faszination auf sie ausübt. Seinen Heiratsantrag nimmt sie gerne an und so zieht sie mit ihm nach Borneo, wo er eine Plantage leitet. Doch nach der ersten Begeisterung folgt die Ernüchterung: die Menschen und das Leben hier sind so gänzlich anders als erhofft. Doch sie weiß, dass sie sich anpassen muss, sie kämpft um ihr Glück und ihre Familie – ein Unterfangen, dass immer neue Anforderungen an sie stellt… Als Andenken an ihre Heimat und ihre Familie trägt sie die Perlenkette ihrer Großmutter. Sie wird ihr zu einem wertvollen Begleiter, schöpft sie doch aus dem Familien-Erbstück immer wieder neue Kraft und Trost. Caroline, ihre Enkeltochter, die diese Kette Jahrzehnte später erbt, ahnt bald, dass diese Kette ein besonderes Vermächtnis ist . Die Tagebücher, die sie entdeckt, sind ihr dabei eine wertvolle Hilfe… Meine Meinung: Eine Familiensaga, die mitreißend, faszinierend und äußerst facettenreich ist. Das Hauptaugenmerk liegt auf vier Generationen – auch wenn die Perlenkette noch viel älter ist… Dabei lässt die Autorin die Frauen dieser Generationen lebendig werden, sie lässt uns an deren Schicksal teilhaben und dies so intensiv, dass man geradezu mit ihnen hofft, lebt und bangt. Die Kapitel sind klar getrennt und schildern die Lebenssituationen der Frauen in den verschiedenen Generationen sehr eindringlich. Während die malerisch begabe Rose „das Auge“ hat und von ihrem Großvater das Malen erlernt, muss ihre Tochter Helen darum kämpfen, ihrer Begabung nachgeben zu können. Wird sie die ersehnte Kunstakademie besuchen – dort studieren dürfen? Doch es gibt vieles zu bedenken, viele Faktoren beeinflussen das Leben: der Krieg, Mitschüler, Männer – und immer wieder im Hintergrund die Angst, dass sich das Schicksal wiederholen könnte… Die Autorin baut eine Atmosphäre auf, die den Leser in den Bann zieht, auch wenn sie dabei überwiegend eher düster und fast schon deprimierend wirkt. Kein Wunder: das Leben dieser Frauen war alles andere als einfach - Verluste mussten hingenommen, Enttäuschungen weggesteckt werden und immer wieder dieser Kampf gegen Verrat und Vorurteile… Erfreuliche oder gar glückliche Momente kommen ein wenig kurz – es gibt sie zwar, aber sie gehen im Trübsal des Alltags eher unter. Dennoch kann man die Liebe deutlich spüren – die Liebe zu den Kindern, den Geschwistern, der unerfüllten Liebe… Und immer wieder sind es die Frauen, die zu Wort kommen – die offensichtlich ihr Schicksal in die Hand nehmen, ihre Charaktere werden sehr lebendig und tiefgehend beschrieben, während die Männer überraschend blass bleiben – ein wenig schade, beeinflussen sie die Lebensläufe unserer Protagonistinnen doch am meisten… „Perlentöchter“ der Titel bezieht sich wohl auf die Rolle der Perlenkette in dieser Familiensaga: ein altes Familienerbstück, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Und tatsächlich zieht sich der Einfluss und die Macht dieser Kette auf die Menschen, die die zunächst kühl wirkenden Perlen tragen, sehr gekonnt und allgegenwärtig als roter Faden durch die gesamte Geschichte und durch das Schicksal der Familie. Fazit: Eine facettenreiche, unerhaltsame Familiensaga – ein wenig düster, aber sehr intensiv und mitreißend ! Ein Frauenroman – aus der Sicht von Frauen – für Frauen…

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  • Perlentöchter

    Perlentöchter

    manu62

    09. February 2014 um 14:39

    Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon): Auch die schönsten Perlen bergen ein dunkles Geheimnis ... Sie waren Mütter und Töchter. Sie fanden die große Liebe. Und teilten ein Schicksal ... London, 1918. Die junge Rose verliebt sich in den charmanten, weltgewandten Kriegsheimkehrer Charles. Nach einer Blitzhochzeit reist sie mit ihm nach Borneo, wo er eine Plantage leitet. Doch Roses anfängliche Euphorie über ihr neues Leben legt sich schnell: Sie muss Verrat und Enttäuschungen überwinden und um ihr Glück kämpfen. Nur die Perlenkette ihrer Großmutter spendet ihr immer wieder Kraft und Trost. Jahrzehnte später erbt Roses Enkelin Caroline die Perlen – und mit ihnen ein dunkles Geheimnis … Eine große Familiensaga vor der Steilküste Südenglands. Produktinformation • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten • Verlag: Blanvalet Verlag (27. August 2012) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3764504331 • ISBN-13: 978-3764504335 • Originaltitel: The Pearls Über den Autor: Nach ihrem Englischstudium arbeitete Jane Corry für Medien wie The Times, The Daily Telegraph, The Daily Mail und Woman. Sie ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrem Mann an der Küste im englischen Devon. Perlentöchter beruht zum Teil auf den wahren Geschichten ihrer Ahninnen, die in Borneo eine Kautschuk-Plantage besaßen. Von ihrer Großtante erbte sie eine Perlenkette, die sie niemals ablegt. Meine Meinung: Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, bin aber ein großer Fan von Familiengeschichten. Auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Die Autorin versteht es, dem Leser die verschiedenen Personen über die unterschiedlichen Generationen nahe zu bringen. Auch die diversen Geschehnisse wie z.B. das Leben auf Borneo und die Zeiten des Krieges sind gut nach zu empfinden. Einige Passagen des Romans waren für mein Empfinden zu langatmig beschrieben, diese hätten an Spannung nichts eingebüßt, wenn sie etwas knapper gehalten wären. Im Gegenteil. Insgesamt betrachtet hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und ich gebe gute 4 von 5 Sternen.

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  • Perlentöchter

    Perlentöchter

    -sabine-

    27. December 2013 um 07:45

    Ich mag Familiensagas und diese hier hat nicht zu viel versprochen – die Geschichte der Frauen einer Familie, die eine Perlenkette an die jeweils nächste Generation vererben, hat mich gut unterhalten. Jeder der vier Frauen ist ein eigenes großes Kapitel gewidmet, in dem man sie kennenlernt, ihr Leben verfolgt und vielleicht in manchen Dingen auch verstehen lernt. Dabei sind die Frauen ganz verschieden – nicht nur wachsen sie zu unterschiedlichen Zeiten in völlig verschiedenen Landstrichen auf, nein, sie sind auch völlig verschiedene Charaktere. Nur eins scheint ihnen gemeinsam – ihre Ehen sind nie glücklich. Bis hin zu Caroline, die letzte Tochter mit der Perlenkette, die in Tagebüchern ihrer Großmutter Rose liest und damit den Kreis der Perlentöchter schließt. Ich habe mich wohlgefühlt in der Geschichte, wenn ich zunächst auch etwas Schwierigkeiten hatte, mich in dem jeweiligen Kapitel einzufinden. Die Charaktere sind alle gut gezeichnet und jede hat nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen. Einzig über Louise, die erste der Frauen, erfährt man nur wenig – aber mit ihr kommen die Perlen in die Familie. Eine ihrer Töchter, Rose, heiratet den Plantagenbesitzer Charles und zieht mit ihm nach Borneo – diese Geschichte hat mich schon beeindruckt. Aber auch wie deren Tochter Helen das Land erlebt, es mit Kinderaugen betrachtet, war ein sehr schöner und spannender Abschnitt. Doch Helen wird nach England geschickt und hat hier eine entbehrungsreiche Zeit, so dass sie mir oft wirklich leid getan hat. Doch auch sie findet einen Weg und lernt, das Leben in die Hand zu nehmen. Die letzte Perlentochter ist Caroline, ihr Leben ist das einer typischen Ehefrau und Mutter in der Gegenwart. Und auch sie unterliegt dem Charme des Familienschmucks und muss sich im Verlauf eine schmerzhafte Wahrheit eingestehen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu lesen, Beschreibungen waren so gesetzt, dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Gerade die Abschnitte in Borneo waren sehr eindrücklich und haben Bilder vor meinen Augen geschaffen. Nur das Ende hat mir leider nicht so gefallen. Ich werde natürlich nicht verraten, um was es geht, aber ich mag solche Lösungen nicht in Familiengeschichten, auch wenn sich dadurch der Kreis schließt und die Geschichte zu einem guten Abschluss kommt. Alles in allem aber ein gutes und unterhaltsames Buch – daher von meiner Seite 4 Sterne.

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  • Eine tolle Familiengeschichte

    Perlentöchter

    schokoloko29

    18. September 2013 um 13:56

    In diesem Buch geht es um eine Perlenkette, die sich von Generation zu Generation in der Familie an Frauen weiter vererbt wird. Als Leser begleitet man diese Frauen und wird Zeuge von deren Lebensgeschichte. Eigene Meinung: Obwohl dieses Buch eigentlich nicht mein Genre ist hat mir das Buch außerordentlich gut gefallen. Es ist kein kitschiger Frauenroman, bei der die Handlung vorhersehbar abläuft und die Sprache total abgedroschen ist. Sondern ganz im Gegenteil. Es sind richtige Frauenschicksale und eine Art zeitgeschichtliches Porträt. Auch wie die Frauenrolle sich im Laufe der Zeit verändert hat. Ich habe das Buch schnell gelesen, da es wirklich gut geschrieben war. Leider war das Ende, meiner Meinung nach etwas zu zuckersüß. Trotzdem verändert dies nicht meine positive Meinung zu diesem Buch.

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  • Rezension zu "Perlentöchter" von Jane Corry

    Perlentöchter

    Lesegenuss

    17. November 2012 um 12:19

    Aus “Epilog”: Um die Vergangenheit zu weinen, ist nutzlos. Um die Gegenwart zu weinen, trübt nur den Blick, und man sieht weniger klar in die Zukunft.“ „Perlentöchter ist eine Familiensaga, die über mehrere Generationen erzählt. Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Einstieg zu Louisa in der Zeit von 1897 – 1898. Die weiteren Protagonistinnen sind Caroline, Helen und Rose. „Perlentöchter“ erzählt die Geschichte dieser drei Frauen, die etwas miteinander verbindet, zum einen die Liebe zur Malerei und dann die Perlenkette. Ihre Geschichte, ihr Leben wird jeweils aus der Sicht der Frauen erzählt. Als Carolines Tante Phoebe stirbt, ist sie es, die die Perlenkette erbt. Grace, ihre Schwester, erhält Wilfried, ein Labradorhund. Alles andere, das Haus und Inventar, muss verkauft werden, um Phoebe Isobel Wrights Schulden zu tilgen. Es kommt dann so, wie Caroline es geahnt hatte. Natürlich wollte Grace die Kette und sie, Caroline, sollte den Hund nehmen. Doch das kam nicht in Frage. Unterstützt durch Simon, Carolines Mann, nehmen sie also auch noch Wilfried mit zu sich. Im Laufe der weiteren Handlung stellt sich heraus, dass Simon eine Geliebte hat. Im Nachlass ihrer Tante flüchtet Caroline in eine andere Welt. In den Briefen und Tagebüchern zeigt sich, dass es bereits schon in der Vergangenheit Affären gab. Und so liest Caroline über das Schicksal von Rose, die Tochter von Louisa, mit der „Perlentöchter“ beginnt. Rose, die mit ihrem Mann England verlässt und einen neuen Lebensabschnitt auf Borneo beginnt. Charles leitet dort eine Plantage. Doch Rose’s Leben ist nicht einfach. Sie wurde nicht auf das Leben vorbereitet, auf das was sie erwartet, zum einen als Frau, Ehefrau und auch als Mutter. Rose’ Tochter Helen wird ebenfalls keinen einfachen Weg gehen. Und auf aller drei Frauen Weg wird die Perlenkette weitergerecht, die Kette von Louisa. Carolines Mutter Helen, welches Glück findet sie? Welche Auswirkungen haben diese alten Briefe von Tante Phoebe auf das weitere Leben von Caroline? Welchen Weg wird sie gehen? Mit oder ohne Simon? Jane Corry hat mit „Perlentöchter“ eine eindrucksvolle Geschichte geschrieben, wobei die von ihr geschaffenen Charaktere gut dargestellt wurden. Das Cover passt ausgezeichnet, man kann sich sehr gut vorstellen, wie sehnsüchtig die Frau in die Ferne schaut und zeigt trotzdem eine Ausstrahlungskraft, Würde und Stolz. Fazit: „Perlentöchter“ schildert eine Familiensaga mit dem Hintergrund, welche Rolle nimmt die Frau in der Gesellschaft ein, zum einen vor über hundert Jahren bis hin zur heutigen Zeit. Welchen Status hat die Frau und welche Entwicklung nimmt sie. „Perlentöchter lässt sich gut lesen, trotz der enormen Seitenzahl. Aber das kenne ich ja bereits schon von anderen Familiensagen. Das Buch hat mich „abgeholt“, um es mal mit den Worten einer bekannten Musikerin zu beschreiben, und in seinen Lesebann gezogen. Man wird intensiv in den das Leben dieser Frauen mit hineingezogen. „Perlentöchter“ erhält meine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Perlentöchter" von Jane Corry

    Perlentöchter

    Angelcurse

    12. September 2012 um 18:09

    Powered by Bookaddicted.de / Familiendrama hoch zehn! “Perlentöchter” erzählt die über mehrere Familiengenerationen reichenden Lebensgeschichten aus der Sicht der Frauen. Zunächst geht es kurz um Louisa (1897 bis 1898), dann wird zu Caroline ins Jahr 1997 geschwenkt. Und danach geht es chronologisch mit Louisas Tochter Rose und deren Tochter Helen weiter. Caroline wiederum war die Tochter von Helen und so schließt sich der Kreis. Und dann spielt auch noch eine angeblich verfluchte Perlenkette eine Rolle, die seit langer Zeit von Mutter zu Tochter weitergegeben wird. Ich muss zugeben, dass mich “Perlentöchter” nicht begeistern konnte. Von Anfang an hatte ich große Probleme mit dem Schreibstil. Jane Corry neigt zu Sätzen, die sie mit vielen Kommata extem verlängert. Ein Beispiel: “Papa dachte zuerst, es liege an ihrem rasanten Körperwachstum, das Fremde immer zu der Annahme verleitete, dass sie die Älteste der Schwestern war, obwohl Rose auch nicht gerade klein war, ein Umstand, den Lydia gerne mit der Feststellung kommentierte, dies werde “leider die Auswahl deiner Verehrer einschränken”.” Zugegeben, ich habe ein extremes Beispiel gewählt. Trotzdem kann ich nur jedem vor dem Kauf die Leseprobe empfehlen. Nach gewisser Gewöhnungszeit hatte ich den Schreibstil verinnerlicht, jedoch kam trotzdem keine rechte Freude beim Lesen auf. Dies lag vor allem daran, dass sämtliche Frauen, von denen das Buch handelt, unglückliche Ehen führen und/oder von ihren Männern betrogen werden. Oder sie heiraten jemanden, den sie nicht lieben, weil sie schwanger sind. Abgesehen davon sterben nicht wenige der Frauen jung an Krebs … Diese ganze Dramatik hat sich auf mein Gemüt gelegt. Da die Geschichten der Frauen teilweise auch zu Kriegszeiten spielen, habe ich sogar nachts von Krieg geträumt. Versteht mich nicht falsch: In Büchern, die ich mag, muss nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Aber wenn mich die Autorin schon durch fast 550 Seiten Familientragödien und Dramatik quält, erwarte ich am Ende wenigstens eine Lehre. Sodass ich nach dem Lesen sagen kann: “Ja, ich habe daraus etwas gelernt.” Aber so war es mit “Perlentöchter” leider nicht. (Ich dachte eigentlich während des Lesens die ganze Zeit nur: “Heirate bloß nicht. Und sei misstrauisch, denn fast alle Männer sind notorische Fremdgänger.”) Außerdem hat mir ein wenig die Sicht der Männer gefehlt. Fast alle gehen sie fremd, aber warum eigentlich? Da hier die Geschichten der Frauen erzählt werden, hat man darüber nichts erfahren. Aber immerhin gelingt es Jane Corry gut aufzuzeigen, wie sich die Rolle der Frauen und auch deren Lebensgestaltung vom Ende der 1890er Jahre bis heute verändert haben. Meiner Meinung nach eignet sich “Perlentöchter” für alle Leserinnen, die gerne etwas über Frauenschicksale lesen und kein Problem damit haben, wenn es dabei ausschließlich dramatisch, traurig und bedrückend zugeht. Außerdem erfährt man in “Perlentöchter” viel über die Veränderungen der Rolle der Frauen vom Ende der 1890er Jahre bis heute.

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