Eine treue Frau

von Jane Gardam 
4,2 Sterne bei91 Bewertungen
Eine treue Frau
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (75):
Mistermarios avatar

Netter, leicht zu lesender Roman aus einer Triologie. Alles aus der Sicht der Ehefrau.

Kritisch (2):
BettinaR87s avatar

Zu trocken, zu bemüht "very british" - man ist ja wirkich froh, heute kein solches Leben mehr zu führen.

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Inhaltsangabe zu "Eine treue Frau"

Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering … Jane Gardams "Eine treue Frau" ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446250741
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:14.03.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.03.2016 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schöner 2. Teil, hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1
    Ein interessantes Lebensporträt

    Jane Mary Gardam wurde 1928 in England geboren. Sie studierte Englisch am Bedford College der University of London. Nach dem Studium arbeitete sie als reisende Bibliothekarin für Krankenhausbibliotheken des Roten Kreuzes. Anschließend wechselte sie in den Bereich Lektorat des Weldon Ladies Journal und Time and Tide. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie mit 43 Jahren.
    Sie erhielt zahlreiche Literaturpreise. Bisher wurden erst 4 ihrer Bücher ins Deutsche übersetzt. 
    2009 wurde sie zum Officer des Order of the British Empire ernannt. Jane Gardam lebt in Sandwich/East Kent.


    Es handelt sich hier um den 2. Teil einer dreiteiligen Reihe. Während es im ersten Buch um die Lebensgeschichte von Edward Feathers, genannt "Old Filth" ging, steht in diesem Buch seine Ehefrau Betty im Mittelpunkt. Allerdings spielt die Kindheit keine so große Rolle wie in Edwards Buch, diese Geschichte hier beginnt zu dem Zeitpunkt, als Edward Betty einen Heiratsantrag macht. 


    Mir hat dieses Buch noch etwas besser gefallen als sein Vorgänger. Es gibt nicht diese wilden Zeitsprünge, die Geschichte ist viel chronologischer aufgebaut und deshalb gut zu verfolgen. 
    Ich finde dieses Buch sehr "britisch". Obwohl die Protagonisten doch einige emotionale Berg- und Talfahrten durchleben müssen, wirken sie auf mich immer sehr beherrscht und kontrolliert. Aber trotz dieser Beherrschtheit wirken die Charaktere keinesfalls flach, sondern durchaus vielschichtig.


    Fazit: Ein sehr interessantes Lebensporträt und ich freue mich schon darauf, den dritten und abschließenden Teil dieser Reihe zu lesen.





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    BettinaR87s avatar
    BettinaR87vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Zu trocken, zu bemüht "very british" - man ist ja wirkich froh, heute kein solches Leben mehr zu führen.
    Eine trockene Ehe unter der Lupe

    Elizabeth ist eine junge Waise, die ihr Erbe erst erhält, wenn sie 30 Jahre alt ist. In der Zwischenzeit gondelt sie in Hong Kong und Umgebung herum, bis sie Edward kennenlernt. Er ist Anwalt und hat eine steile Karriere als Richter vor sich. Beide wurden in der damaligen britischen Kolonie geboren und aufgewachsen. Nach ihrer etwas überstürzten Hochezit zieht es sie zunächst zurück nach London, wo sie jedoch nicht richtig glücklich sind und sich nach der Heimat ihrer Kindheit sehnen. Für Elizabeth ist diese Ehe ein bewusster Schritt ins Erwachsenwerden, das sie anstrebt, weil man es wohl irgendwann tun muss. Für Edward ist die Ehe eine Liebesheirat und er würde so ziemlich alles für seine Betty machen. Trotz der Widrigkeiten haben sie einen langjährigen, gemeinsamen Weg vor sich.

    Die Kritik

    „Eine treue Frau“ ist ein Buch, das nicht unbedingt für eine jüngere Generation geeignet ist. Im Kern geht es um eine Ehe, die von ihrer Seite als Vernunftehe und von seiner Seite als Liebesheirat ihren Lauf nimmt. An sich ein hochemotionales Thema, das man aber so gar nicht wahrnimmt.

    Der Fokus liegt eindeutig auf Elizabeth, die sich an Edward klammert wie an ein Ticket aus der Armut. Selbst die Fehlgeburt ihres Kindes löst beim Leser keine Emotion aus. Ist das das Resultat einer Gesichte, die so „very british“ wie möglich erzählt werden soll? Was sie jedenfalls bewirkt – vor allem bei der jüngeren Generation – ist die Bestätigung der eigenen Wünsche, die der Gen y, x und Z immer gerne vorgehalten werden: Lieber etwas beenden, was nicht zum Glück führt. Vielleicht lieber etwas Verrücktes tun, als die Sicherheit zu bevorzugen. Nicht krankhaft an etwas festhalten, das keine Bedeutung hat. Das Streben nach persönlichem Glück. Und zuzugeben: Wir sind Menschen, wir haben Emotionen und das ist okay so.

    Insofern fungiert der Roman ein wenig als genau das Vorbild, das man auf gar keinen Fall haben möchte. Noch dazu, weil es sich um die „glorreiche“ Zeit der Briten mit ihren vielen Kolonien handelt und sie sich wie die Könige der Welt fühlten (und mancherorts benahmen). Die einzige Emotion, die der Leser zu spüren bekommt, ist die Trauer der beiden, als die Kolonie 1997 an China übergeben wird und damit dem Königreich sozusagen „entrissen“. Das lässt den Leser grübeln, denn dieses Verhalten ist so weit weg von dem der Generationen X und Z, dass man sich durchaus etwas freut zu bemerken, wie sich die Welt weiterentwickelt haben muss.

    Durch die krasse emotionale Distanz der Charaktere bekommt man als Leser wenig Bezug zu den beiden Hauptpersonen, die übrigen Charaktere haben schon gar keine Relevanz mehr. Das ist super schade, denn es mildert den Antrieb, das Buch überhaupt lesen zu wollen.

    Das Fazit: Ein sehr trockenes Buch, keine Spannung in der Handlung, zwischenmenschlich und emotional eher negativ besetzt. Technisch gut geschrieben, aber das reicht nicht für eine Leseempfehlung.

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Herrlich gelungene Fortsetzung der Old Filth Trilogie.
    Alles nur Theater?

    „Heirate mich, Elizabeth. Verlass mich nie. Ich werde dich nie wieder darum bitten, aber verlass mich nicht. Nie.“
    Das ist die Bedingung für die Eheschließung zwischen Eddie Feathers und Elizabeth (Betty) Macintosh, und Betty nimmt diesen ganz und gar unromantischen Antrag des untadeligen Mannes an, obwohl sich beide eigentlich gr nicht besonders gut kennen. Das geforderte Versprechen gibt Betty nichtsahnend eine Stunde zu früh und sollte es niemals brechen. Auch wenn ihr Herz und ihre Sehnsucht einem anderen gehört.
    In Eine treue Frau begegnen wir also den Protagonisten aus Ein untadeliger Mann wieder, Eddie und Betty Feathers, Terry Veneering, Isobel Ingoldby, um nur einige zu nennen.
    Ach Eddie, wenn du in deiner Geschichte nicht immer so zugeknöpft gewesen wärst, ich hätte dir nie so viele Unzulänglichkeiten unterstellt.
    Auch wenn ihre Freunde Betty von der Ehe mit Eddie abraten und die Trauung unter gar keinem besonders guten Stern steht, hält Betty das Ideal der unerschütterliche englischen Ehefrau ihr Leben lang aufrecht. Auf ihre eigene Weise meinen Eddie und Betty sich gegenseitig glücklich zu machen. Als Betty letztlich doch ernsthaft erwägt, Eddie zu verlassen, kann sie nur Unabwendbares davon abhalten.

    „Liebe, dachte Elizabeth. Bewunderung. Ist das alles nur Theater?“

    Dieser zweite Teil der Old Filth Trilogie zeichnet Betty als eigenwilligen starken und unbeirrbaren Charakter, aber auch Betty unterliegt letztlich den gesellschaftlichen Zwängen.
    Trotzdem wartet dieses Buch bis zuletzt mit unerwarteten Wendungen auf, die einen immer wieder in Erstaunen und Erheiterung versetzen.


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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider überhaupt nicht meins - weder von der Story und den Figuren noch vom Schreibstil.
    Langweilige Betrachtung einer Ehe

    "Heirate mich, Elizabeth. Verlass mich nie. Ich werde dich nie wieder darum bitten. Aber verlass mich nicht. Nie." (S. 40)

    Hongkong und London Anfang der 50er Jahre. Endlich hat Edward Feathers, Asienspezialist und aufstrebender Anwalt für Baurecht,  auch seine Herzensdame gefunden. Elizabeth bzw. Betty heißt die Angebetete, der er per Brief einen etwas unromantischen Heiratsantrag macht. Betty sagt ja, obwohl das Paar sich nicht wirklich gut kennt und Bettys Freunde ihr abraten. Nur eine Bedingung stellt Edward ihr: sie darf ihn nie verlassen. Doch nur 1 Stunde nach ihrer Verlobung trifft Betty auf den attraktiven Anwalt Terry Veneering, ausgerechnet Edwards ärgsten Konkurrenten. Wird Betty dennoch eine treue Frau sein?

    "Eine treue Frau" ist der zweite Band in der Old Filth-Trilogie von Jane Gardam. Die vielen Lobeshymnen und Preise haben mich auf die Reihe richtig neugierig gemacht. Doch wie es mit Hypes so ist, entweder ist man ebenfalls völlig begeistert oder kann damit so gar nichts anfangen. Auf mich trifft leider letzteres zu.

    Schon nach wenigen Seiten habe ich gemerkt, dass es einfach nicht meins ist. Ich habe den ersten Teil allerdings nicht gelesen, was für das Verständnis meines Erachtens aber auch nicht unbedingt notwendig ist. Denn hier wird praktisch alles nochmal aus einer anderen Sichtweise erzählt, und zwar der von Elizabeth. Trotzdem fand ich nur schwer in die Geschichte, die in der Gegenwart ca. 3 Jahre nach Bettys Tod beginnt, dann zurückblendet in die 50er Jahre und von dort aus in recht großen Zeitsprüngen voranschreitet.

    Weder die Handlung an sich oder die Figuren noch der sehr distanzierte Schreibstil konnten mich überzeugen. Eine nüchterne und langweilige Betrachtung einer Nachkriegsehe, die in keiner Weise emotional berührt. Ein Paar, dessen Liebe man überhaupt nicht spürt und dass außer seiner gemeinsamen Leidenschaft für Asien kaum Gemeinsamkeiten besitzt. Der reservierte und gefühlskalte Edward, auch Filth genannt, ist praktisch nie da und arbeitet von früh bis spät, während die unscheinbare Elizabeth ein ödes Hausfrauenleben führt, im Garten werkelt, ab und zu mal in den Lesekreis geht oder in der Kirche Aufgaben übernimmt. Was daran interessant sein soll, ist mir schleierhaft.

    "Liebe, dachte Elizabeth. Bewunderung. Ist das alles nur Theater?" (S. 188)

    Klar, da ist natürlich noch Bettys Treueversprechen gegenüber Edward, was durch Terry Veneerring auf eine harte Probe gestellt wird und zeitlebens ihre Gedanken beherrscht. Eine Perlenkette, die Betty einst von Terry bekam, wird hier zum Symbol der unerfüllten Liebe. Was wäre gewesen, wenn Sie Terry vor Edward begegnet wäre? Doch die Dreiecksgeschichte zündet ebenfalls nicht, denn Terry und Bettys sehen sich dafür viel zu wenig in ihrem ganzen Leben. Am besten fand ich hier noch eine späte Szene zwischen den beiden in einer Gemäldegalerie, welche den englischen Originaltitel "The Man in the Wooden Hat" erklärt.

    Besonders mit Protagonistin Betty wurde ich überhaupt nicht warm, denn sie ist für mich einfach nicht greifbar und zeigt mir viel zu wenig Emotionen, selbst bei persönlichen Schicksalsschlägen. Nur wenn es um Harry geht, Terrys Sohn, spürt man, dass Betty auch Liebe in sich trägt. Zudem wird Bettys entbehrungsreiche Zeit im Lager sowie ihre Tätigkeit im Bletchley-Park während des Krieges nur angedeutet. Hier hätte ich mir mehr Hintergründe gewünscht, weiß aber natürlich nicht, was der erste Band dazu vielleicht schon an Informationen enthält.

    Sehr negativ aufgefallen ist mir auch Edwards Berater Albert Ross, der ständig nur als chinesischer bzw. dämonischer Zwerg betitelt wird und Betty sogar damit droht, sie fertigzumachen, sollte sie sich jemals von Edward trennen. Für mich ein schrecklicher und total unsympathischer Mensch.

    Nach Bettys Tod, der für sie im Endeffekt die einzige Möglichkeit war, Edward doch noch zu verlassen, befinden wir uns am Schluss wieder in der Gegenwart. Hier konnte die Autorin mich dann tatsächlich das einzige Mal überraschen; mit einem Geständnis von Edward gegenüber Terry, welches seine Ehe mit Betty und seine Bedingung aber im Grunde noch absurder und unverständlicher macht.

    Insgesamt kann ich daher "Eine treue Frau" nicht empfehlen, denn die angeblich feinen Nuancen der Geschichte haben sich mir leider nicht erschlossen, obwohl ich ein Vielleser und für alle Arten von Genres offen bin. Für mich keine literarische Entdeckung und daher nur 2 Sterne wert.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 2 Jahren
    The wife

    Betty ist als Raj-Waise aufgewachsen und fühlte sich in Hongkong immer wohler als im „heimischen“ England. Umso perfekter scheint der Heiratsantrag von Edward Feathers zu sein, der eine ähnliche Kindheit durchgemacht hat. Inzwischen ist er angesehener Anwalt und hat sich einen Namen gemacht. Betty nimmt den Antrag an, doch eigentlich gehört ihr Herz einem anderen.

    „Eine treue Frau“ ist der zweite Band über die Feathers und der Fokus liegt klar auf Betty. Leider erfährt man über sie nicht gar so viel wie erhofft. Die spannende Vergangenheit in Bletchley Park wird immer wieder nur angerissen, stattdessen ergeht sich Gardam in z.T. langatmigen Beschreibungen ihrer Gefühlswelt. In der ich bis zum Schluss nicht wirklich klar gesehen habe. Man erfährt nicht wirklich viel Neues über Betty, vieles war schon im vorherigen Band erwähnt worden. Klar ist, dass Betty – ebenso wie ihr Mann – eine Frau ist, die nach dem lebt was angemessen ist, die sich den sozialen Zwängen unterordnet und dabei doch das eine oder andere Schlupfloch findet. Gardams Stil war wieder sehr ansprechend und klar, allein der Inhalt hat mich nicht so ganz überzeugt; der untadelige Mann hat mich doch mehr begeistern können. Ich bin gespannt was der dritte Teil noch zu bieten hat, dieses Buch hat doch eher den Beigeschmack eines relativ unbedeutenden Mittelstücks. (3,5 Sterne)

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    BarbaraDruckers avatar
    BarbaraDruckervor 2 Jahren
    Britisch und unterkühlt

    "Eine treue Frau" ist der mittlere Teil einer Trilogie, den man auch solo lesen kann, ich selbst kannte den ersten Band nicht, dem Verständnis tat das keinen Abbruch. Allerdings stellt sich mir die Frage, wozu man eine Geschichte ein weiteres Mal – diesmal aus der Sicht der Frau – erzählt, wenn man in die Gefühlswelt dieser Frau so gut wie gar nicht eintaucht.

    Als Liebes-, Ehe- oder Treuegeschichte funktioniert der Roman für mich nicht. Ich wurde zu keinem Zeitpunkt warm mit den Figuren, mehr als unterkühlte Distanz lässt die Autorin nicht zu. Sie schreibt zweifellos gut, hält aber vom Zeigen sehr wenig, so sind beispielsweise die Hongkong-Episoden alles andere als exotisch. Auf Identifikation scheint es Jane Gardam nicht anzulegen, eher auf eine kühle Analyse des Way of Life britischer Ex-Pats.

    Die Geschichte beginnt in den 1950ern und wird unter zahlreichen Auslassungen und Zeitsprüngen bis ins 21. Jahrhundert erzählt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der zweiten Lebenshälfte der Figuren. Lebenskrisen werden erwähnt, in der Erzählung aber ebenso übergangen, wie sie zwischen den Eheleuten totgeschwiegen werden, Ignorieren ist Programm. Das gilt für private Probleme ebenso wie für gesellschaftliche und politische.

    Als nüchterne Schau auf den Identitätsverlust einer ehemaligen Kolonialmacht ist der Roman nicht uninteressant. In ihrer Entwurzelung wirken die Ex-Pats beklemmend, Identitäten werden nicht einmal gesucht, geschweige denn gefunden. Was den Charakteren bleibt, ist das Festhalten an Klischees, an einer Britishness, die selbst der Autorin als Stereotyp bewusst ist und das sie auch als solches entlarvt. Wer einen Roman in erster Linie mit Kopf und Intellekt liest, findet viel Stoff zum Weiterdenken. Wer sich Gefühle und Beziehungsthematik erhofft, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen.

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    Schmitzoreks avatar
    Schmitzorekvor 2 Jahren
    Toll!

    Betty, als Kind in China aufgewachsen, lernt Edward kennen als sie Ende zwanzig ist. Ein wahrer Gentleman und ein unglaublich erfolgreicher junger Jurist, der Eindruck auf sie macht. Seinen Antrag nimmt sie an und verspricht ihm, ihn niemals zu verlassen. Niemals. Denn Verlassenwerden ist Edwards größte Angst. Betty ist von Beginn an klar, dass sie in der Ehe mit Edward nicht die größte Leidenschaft erfahren wird, aber Treue und Sicherheit. Am gleichen Abend ihres Ja-Wortes zu Edwards Antrag trifft sich aber dann auf den Mann, der wahrscheinlich die Liebe oder zumindest Leidenschaft ihres Lebens geworden wäre: Edwards Erzfeind Terry Veneering.

    Ein viel emotionalerer Roman als der Vorgänger „Ein untadeliger Mann“. Vielleicht, weil er diesmal von einer Frau handelt, die emotional ist und leidenschaftlich. Die Geschichte des ersten Bandes wird runder und vollständiger durch die Geschichte von Betty. Die Rückblenden, auch wieder in Edwards Leben, machen die Erzählung gehaltvoll und die Figuren wachsen. An Skurrilität fehlt es auch hier nicht, ob es nun Albert Ross, ein enger Freund Edwards ist, oder die wahnsinnige Liebe Betty zu Veneerings Sohn Harry. Ein gelungener zweiter Roman, der m.E. den ersten Teil aufwertet.

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    BluevanMeers avatar
    BluevanMeervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: In Kombination mit dem Vorgänger absolut empfehlenswert, als Einzelband nur halb so interessant.
    Eine wirklich treue Frau?

    Jane Gardams Trilogie macht süchtig, das vielleicht vorweg. Ich wollte nach Ende des ersten Teil sofort wissen, wie es weiter geht - denn bereits in Band 1 deutete sich zumindest an, dass Old Filth vermutete, dass seine Frau ihn mit seinem Erzrivalen Veneering betrogen haben könnte.

    Gardams Schreibstil ist unglaublich elegant, sehr eloquent und ehrlicherweise lasse ich mich nur zu gerne von ihr in eine bestimmte Richtung manipulieren. Am Ende stellen sich viele Andeutungen oder Vermutungen als Fehlurteile heraus. Gleichzeitig bin ich wirklich überrascht über die vielen Details aus Bettys Leben von denen ihr Ehemann keine Ahnung hatte - oder die ihn nicht interessierten.

    Betty ist eine beeindruckende Frau - das sage ich zumindest nach diesem zweiten Teil. Und sie hat einen fürchterlichen Mann, der sie in keiner Weise genug wertgeschätzt hat. Komischerweise hatte ich denselben Eindruck auch schon von Teil 1 - allerdings dachte ich da, dass Betty ihrem Mann nicht gut tun würde. Merkwürdig, nicht wahr?

    Ich finde es faszinierend, dass Gardam so spielerisch mit unseren Meinungen und Urteilen umgeht. Der Roman macht unglaublich viel Spaß zu lesen. Es ist trotzdem auch tragisch, wie sehr das Glück aller Beteiligten von den Etiketten, den standesgemäßen Traditionen und dem Leben im und nach dem Empire geprägt ist. Ich frage mich, ob irgendeiner der Beteiligten wirklich glücklich werden kann mit den Traumatisierungen und der Einsamkeit, die sie alle mit sich herumtragen. Und auch wenn ich Old Filth im ersten Teil doch sympathisch fand, ist dieser wahnsinnig steife Heiratsantrag für Betty nicht das richtige. Sie ist nämlich ganz anders, als ich mir sie vorgestellt habe.

    Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es im dritten Teil weiter geht. Welche Geheimnisse, Intrigen oder versteckte Seiten dieser drei Charaktere noch offenbart werden. Und ich freue mich darauf, Veneerings Sicht der Dinge zu lesen.

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    Arbutuss avatar
    Arbutusvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Glücklich- und traurigmachend gleichermaßen. Was für ein Buch!
    Von der Schwierigkeit, mit Halbwahrheiten zu leben

    Die Vorhänge aus Licht und Feuerwerk, Lärm und Luxus, Glanz und Schmutz von Hongkong lagen hinter ihnen. Die Sonne ging weniger hektisch auf und unter, weniger spektakulär, aber es sangen mehr Vögel. ... Die Vögel - wahrscheinlich immer noch dieselben, sagte Filth - diskutierten immer noch und widersprachen einander und verhandelten und verurteilten und richteten und sammelten weitere und bessere Beweise. Filth sagte, solange sie da seien, werde er seine Arbeit nicht vermissen.

    Betty McIntosh gibt dem jungen und attraktiven Anwalt Edward Feathers in einer Epoche das Ja-Wort, in der es noch nicht unbedingt üblich war, dem ganz großen Gefühl zu folgen. Und das ganz große Gefühl, das ist es nicht. Obwohl - es gibt immer wieder anrührende, liebevolle Momente zwischen den beiden. Aber als sie Edwards Rivalen Terry Veneering kennenlernt, fühlt sich das völlig anders an. Man weiß also von vornherein, dass die Liebesbeziehung zwischen Betty und Edward nur halbwegs romantisch werden wird (und auch Betty weiß das). Und doch schafft es Jane Gardam auf märchenhafte Weise, dass man beide Charaktere liebgewinnt und darauf hofft, dass ihre Ehe sich doch noch irgendwie harmonisch entwickeln wird. Beiden Eheleuten hat die Autorin die Fähigkeit verliehen, aus einer trüben Ausgangsposition etwas Charmantes zu machen. Dabei hilft Betty immer wieder ihre Fähigkeit, nach vorne zu schauen und sich nicht unterkriegen zu lassen... Filth scheint tatsächlich insofern ein guter Partner für Betty zu sein, als er ihre Eigenständigkeit toleriert. Das ist nicht selbstverständlich für Männer seiner Generation. Trotz einer gewissen Ich-Bezogenheit ist er ein wirklicher Gentleman, eben "Ein untadeliger Mann". Aber so leicht, wie sie nach außen hin wirkt, ist diese Art Ehe nicht. Und immer wieder kippt das Gefühl des Betrachters: War es nun am Ende alles richtig so? Oder war alles falsch?

    Die Geschichte nimmt im zweiten Teil ordentlich an Fahrt auf; es wird heftig. Und verworren. Und in all dem Chaos scheint Albert Ross, der Zwerg, zu stehen und die Fäden in der Hand zu halten. Er ist die undurchsichtigste Figur in diesem Drama. Obwohl man sogar für ihn Verständnis aufbringen kann. Und das ist wieder eine Qualität der Autorin, die ich schon im ersten Band bewundert habe: trotz der manchmal kargen Zeichnung versteht sie es, dem Leser jeden Charakter verständnisvoll ans Herz zu legen.

    Am Schluss gibt es dann doch mehr Überraschungen, als man dieser ruhig eingefädelten Geschichte zugetraut hatte.

    Es ist ein Buch über eine distanzvolle, respektvolle und doch auch liebevolle Beziehung. Manchmal kalt, manchmal warm. Dazu passt die unaufdringlich schöne Sprache. Alles ist wieder perfekt platziert. Kein Wort zu viel. Aber auch keins zu wenig.

    Kommentare: 2
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    Pings avatar
    Pingvor 2 Jahren
    Buchmeinung zu "Eine treue Frau" von Jane Gardam

    Nach „Ein untadeliger Mann“ wird in diesem Teil die Geschichte seiner Frau Betty unter die Lupe genommen. Da manche Geschehnisse aus dem ersten Teil hier kurz wieder aufgenommen und erklärt werden, kann man es auch unabhängig lesen. 

    Ich würde dennoch empfehlen, mit „Ein untadeliger Mann“ zu beginnen, da es bei dieser Trilogie („Letzte Freunde“ erscheint im Oktober 2016 im Hanser-Verlag) dreht sich alles um das Leben des Ehepaars Feathers.

    In „Eine treue Frau“ erfährt man über die Freundschaften von Betty, was ihre Träume sind oder waren und was sie in ihrem Leben schon so alles erlebt hat. Mir fehlte dennoch ein bisschen ein genauerer Einblick in Bettys Beweggründe ihrer Entscheidungen, da kann man immer noch sehr viel spekulieren. 

    Auch dieser Roman fühlt sich wieder „very british“ an, obwohl diesmal mehr als in ersten Teil von Hong Kong berichtet wird, wo Betty und Edward sich wegen Edwards Arbeit aufhalten; auch in diesem Roman findet man wieder einen Schuss trockenen Humor.

    Ich bin schon gespannt auf den Abschluss dieser Trilogie, denn vielleicht lösen sich noch eine Fragezeigen in meinem Kopf auf und das ein oder andere Geheimnis der beiden kommt zum Vorschein, denn manchmal sind die beiden Charaktere doch noch etwas schwierig zu begreifen, da sie eben mit ihren Emotionen und Gedanken nicht gerade hausieren gehen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar


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    Nach "Ein untadeliger Mann" folgt nun Band 2 der hinreißenden Trilogie von Jane Gardam. Macht euch gemeinsam mit uns auf, um das schillernde Leben eines erfolgreichen Ehepaars im Hongkong der britischen Besatzung zu erkunden, der menschlichen Abgründe, die gekonnt kaschiert werden und nicht zuletzt der Liebe, die immer wieder ihre Netze auswirft.

    In unserer Tandem-Leserunde lesen wir gemeinsam Band 1 "Ein untadliger Mann" sowie Band 2 "Eine treue Frau" von Jane Gardam.

    "Ein untadeliger Mann"
    Hongkong, Mitte des 20. Jahrhunderts. Wer es im British Empire zu nichts gebracht hat, versucht sein Glück in der florierenden Hafenstadt am anderen Ende der Welt. So auch Edward Feathers, der mit seinem perfekten Auftreten alle täuschen konnte. Doch mit dem Tod seiner Frau Betty, Jahre später, bricht etwas in ihm auf, und behutsam beginnt Feathers, vergangene Ereignisse ans Licht zu holen...

    "Eine treue Frau"
    Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering … Jane Gardams "Eine treue Frau", die Vorgeschichte zu "Ein untadeliger Mann", ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.

    Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!


    Mehr über die Autorin

    Jane Gardam wurde 1928 in North Yorkshire geboren und ist mittlerweile eine sehr bekannte und preisgekrönte Autorin in Großbritannien. Mit 17 gewann sie ein Stipendium und studierte daraufhin Englisch am Bedford College der University of London. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst für das Rote Kreuz als reisende Bibliothekarin und nahm später eine Stelle im Lekoratsbereich für das Weldon Ladies Journal und Time and Tie an. Im Alter von 43 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Buch und im Laufe der letzten 35  Jahre schrieb Jane Gardam 32 Romane, Erzählungen und Kinderbücher, mit denen sie einige Literaturpreise gewann. Ihr neustes Werk ist die "Old Filth Trilogie", in der sie den Untergang des British Empire thematisiert. Mit ihrem Mann David Gardam hatte die Autorin drei Kinder, von denen eines 2011 verstorben ist.

    Zusammen mit Hanser Berlin vergeben wir im Rahmen dieser Tandem-Leserunde jeweils 25 Exemplare von Band 1 "Ein untadeliger Mann" und Band 2 "Eine treue Frau" von Jane GardamBewerbt euch bis zum 15.05.2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet folgende Frage:

    Wenn alle Stricke reißen... In welcher Stadt würdet ihr euer Glück versuchen und nochmal ganz von vorne anfangen und warum?

    Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg!


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    Ist Liebe eine Frage der Haltung? Nach "Ein untadeliger Mann" folgt nun Band zwei der hinreißenden Trilogie von Jane Gardam.

    "Warum sind die Deutschen so verrückt nach der 88-jährigen Autorin Jane Gardam, die über die Nachwehen des britischen Empire schreibt? Ganz einfach: Weil sie es so großartig macht, dass man einfach immer nur weiterlesen möchte." Brigitte spezial, 30.11.16
    "'Eine treue Frau' ist ein ungemein spannender, tiefgründiger, psychologisch fein nuancierter Roman über die Kräfte, die eine Ehe über fünfzig Jahre aufrecht erhalten, und über die inneren Abgründe früh verlassener Menschen." Anja Dürrmeier, BR Bayern 2 Diwan, 16.07.16
    "Das Tolle an diesem Buch ist, dass die Liebe aus vielen Facetten besteht. … Die komplementären Dinge zwischen den beiden Büchern sind die eigentlichen interessanten." Paul Ingendaay, 3sat Kulturzeit, 18.05.16
    "Gardam hat die Gabe, Situationen in einem hingeworfenen Satz umzudrehen, inmitten einer sauber konstruierten Szene reißt dann etwas auf, etwas Ungeheuerliches. Es sind Bücher, die nach allen Regeln der britischen Erzählkunst gearbeitet sind." Susanne Mayer, Die Zeit, 12.05.16
    "Man wird süchtig! Jane Gardam ist literarische Schokolade: Da reicht nicht nur so ein Krümelchen, man möchte eine ganze Menge. Die Charaktere behandelt sie mit Respekt und ist sowohl auf seiner als auch auf ihrer Seite." Christian Dunker, radioeins rbb, 03.05.16
    "Das Entscheidende an beiden Romanen von Jane Gardam ist, dass sie eine ganz großartige, eine brillante Erzählerin ist, wie man sie ganz selten erlebt. Das heißt, sie kann ganz wunderbar die Handlungsstränge miteinander verflechten. … Ich habe selten in den letzten Jahren eine Autorin / einen Autor gelesen, der so famos zu erzählen weiß. … Man kann sich als Verlag nur glücklich schätzen, diese Bücher im Programm zu haben. … Umso schöner, dass diese beiden Bände jetzt in sehr britischer Ausstattung erschienen sind." Rainer Moritz, MDR Figaro, 12.04.16
    "So eindringlich Gardam von Sehnsüchten und Enttäuschungen zu erzählen weiß, so nah uns die Welt Hongkongs kommt und so angestrengt die zwischen Asien und England pendelnde Betty nach dauernder Zugehörigkeit sucht – nie gibt die brillante Schriftstellerin Gardam das Heft aus der Hand, nie verliert sie sich in Sentimentalitäten, stets weiß sie zum richtigen Zeitpunkt das Tempo zu drosseln oder zu beschleunigen und dabei charmant auf ihre literarischen Vorfahren Charles Dickens, Jane Austen oder Emily Brontë anzuspielen." Rainer Moritz, Literarische Welt, 09.04.16
    "Was mich begeistert hat, wie souverän sie die Zeitebenen zwischen Vergangenheit und erzählter Gegenwart verschränkt, wie behutsam sie mit ihren Figuren umgeht, mit wieviel Witz und Ironie sie von Abgründen erzählt, die sich beim Blick in die Vergangenheit auftun. Das liest sich unglaublich unterhaltsam." Dorothea Westphal, Deutschlandradio Kultur Lesart, 21.03.16
    "Die Schriftstellerin Jane Gardam hat in hohem Alter drei Bücher vorgelegt, die wohl den Höhepunkt ihres Schaffens bilden. Es sind Bücher, nach denen sich jeder sehnt, der gerne liest." Claudia Voigt, Literatur Spiegel, April 2016
    "Doppelbödig, fesselnd, witzig, böse, anrührend. So kann nur eine uralte Britin schreiben. Dieses ist Band 2 einer herrlichen Trilogie, wann kommt Band 3?!" Die Zeit, 17.03.16
    "Isabel Bogdans Übersetzung liest sich so, als hätte Jane Gardam ihre Geschichte vom Schicksal einiger Menschen im untergehenden britischen Weltreich auf Deutsch verfasst." Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, 28.12.15

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