Letzte Freunde

von Jane Gardam 
4,0 Sterne bei48 Bewertungen
Letzte Freunde
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Dritter Teil der Trilogie

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Sehr enttäuschend, ein zusammenhangloses, wirres Geschreibsel

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Inhaltsangabe zu "Letzte Freunde"

Es ist Abscheu auf den ersten Blick, der Edward Feathers und Terry Veneering, die glänzendsten Juristen des British Empire, ein Leben lang verbindet. Als ebenbürtige Gegner in zahllosen Prozessen hassen sie einander schon, bevor sie sich beide in dieselbe Frau verlieben. Und es wird ein Leben lang dauern, bis sie bemerken, dass sie ebenso gut Freunde sein könnten. Was hat Feathers’ Frau Betty so angezogen an Veneering, dem Mann mit dem weißblonden Haar, der selbst mit der schönsten Frau Hongkongs verheiratet ist? Worum beneiden die erbitterten Feinde sich mit solcher Intensität? Mit weiser Gelassenheit erzählt Jane Gardam, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen in England, von der Fähigkeit zur Liebe und einer späten Freundschaft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446252905
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:10.10.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.10.2016 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr enttäuschend, ein zusammenhangloses, wirres Geschreibsel
    Wirrer Abschluss

    Jane Mary Gardam wurde 1928 in England geboren. Sie studierte Englisch am Bedford College der University of London. Nach dem Studium arbeitete sie als reisende Bibliothekarin für Krankenhausbibliotheken des Roten Kreuzes. Anschließend wechselte sie in den Bereich Lektorat des Weldon Ladies Journal und Time and Tide. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie mit 43 Jahren.
    Sie erhielt zahlreiche Literaturpreise. Bisher wurden erst 4 ihrer Bücher ins Deutsche übersetzt. 
    2009 wurde sie zum Officer des Order of the British Empire ernannt. Jane Gardam lebt in Sandwich/East Kent.


    Inhalt (Klappentext): 
    Es ist Abscheu auf den ersten Blick, der Edward Feathers und Terry Veneering, die glänzendsten Juristen des Empire, ein Leben lang verbindet. Als ebenbürtig brillante Gegner in zahllosen Prozessen hassen sie einander schon, bevor sie sich in dieselbe Frau verlieben. Und es wird ein Leben lang dauern, bis sie bemerken, dass sie ebenso gut Freunde sein könnten. Was hat Feathers Frau Betty so angezogen an Veneering, dem Mann mit dem weißblonden Harr, der mit der schönsten Frau und Tochter der reichsten Familie Hongkongs verheiratet ist? Worum beneiden die erbitterten Feinde sich mit solcher Intensität?

    Ich war ja schon von den ersten beiden Bänden der "Old-Filth-Reihe" die wilden Zeitsprünge in der Erzählung gewohnt, aber in diesem Buch ist es so ausgeprägt, dass die Geschichte stellenweise wie ein wirres Geschreibsel wirkt. 
    Die stärksten Passagen waren diejenigen, die in der Kindheit und Jugend Terry Veneerings spielen. 
    Der Schreibstil von Jane Gardam ist ungewöhnlich und gefällt mir eigentlich gut, aber leider hat sie es dieses Mal etwas übertrieben.
    Manchmal hatte ich das Gefühl, sie wollte damit die Verwirrtheit und Konfusion der älteren Protagonisten deutlich machen: Die Vergangenheit ziemlich klar, die Gegenwart undeutlich und verwirrend. Ein interessanter Schachzug, aber es war mir dann doch etwas zuviel. Wenn ich nicht die beiden ersten Bände gelesen hätte, hätte ich dem Ganzen wohl ziemlich ratlos gegenüber gestanden. 
    Leider ein enttäuschender Abschluss :/




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    Linatosts avatar
    Linatostvor 6 Monaten
    Es erzählt der ganze Rest

    Ich hatte die ersten beiden Teile mit einer Leserunde hier auf Lovelybooks gelesen. Die fand ich schon furchtbar langweilig. Das dritte Buch zu lesen, liegt lediglich an meinem unerklärlichen Ehrgeiz die Reihe beenden zu wollen.

    Andererseits hatte mich der Klappentext dann doch wieder gekriegt. Die ersten beiden Bücher erzählten die Geschichten hauptsächlich aus der Sicht des Ehemannes und aus der Sicht der Ehefrau. Ich hatte nun gehofft viele Ereignisse, die ich zwar dann zum dritten Mal lesen würde, aus der Sicht von Terry zu lesen. Das war ein riesen Reinfall! Das Buch wurde aus der Sicht von Dulcie geschrieben, einer anderen Anwaltsgattin, die zusammen mit Filth und Veneering in Hong Kong wirkte. Ich kann gar nicht beschreiben wie unnötig ich diesen Abschluss der Reihe finde. Ehrlich gesagt hab ich auch den Eindruck, die Autorin wollte hier nur noch einmal raus gestrichene Szenen der ersten beiden Bücher verarbeiten.

    Ein bisschen was haben wir über die Veneering und auch Filth trotzdem noch erfahren. Ob ich das gebraucht hätte? Nein ich glaube nicht. Ehrlich gesagt war es mir auch sehr an den Haaren herbei gezogen, dass viele Charaktere aus der Hong Kong Ära sich bereits im Kindesalter begegnet sind und nun im Alter wieder oder immer noch zusammen treffen. Natürlich gibt es Zufälle und man erinnert sich im Laufe des Lebens mal an die Eine oder andere Person die man dann Kontaktiert. Aber das die Zwillinge die im Norden mit Veneering zur Schule ginge, die er aber erstmals auf einem Evakuierungsschiff das erste Mal kennen lernte, zufällig in dem gleichen Dorf Leben in dem Filth und Veneering sich zur Ruhe setzen? Obwohl sie ihr restliches Leben keinen Kontakt hatten? Das ist nur eins der lächerlichen Beispiele wie die Autorin versucht alles wieder zusammen zu führen. *Augen verdreh*

    Trotz allem muss ich sehr die Sprache der Autorin loben. Sie ist klar, benutzt keine reißerischen Phrasen und verzichtet vollkommen auf künstliche Spannung. Es gab auch durch aus Szenen oder Dialoge über die ich nachdenken musste.

    Darum wunderte es mich warum mich das Buch nicht packen konnte. Vermutlich weil wir nie an echte Gefühle geführt wurden und alle „Skandale“ der vornehmen Gesellschaft nur abgehandelt wurden. Für mich war es einfach langweilig. Es kam nichts bei mir an.

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    solveigs avatar
    solveigvor einem Jahr
    Wundervolles Finale

    Die einstigen Rivalen Terry Veneering und Edward Feathers „… waren nicht mehr. Sie hatten ihre letzte Reise angetreten“. Nach ihrem Tod bleiben als letzte Freunde aus ihrem Juristen-Bekanntenkreis nur noch zwei über Achtzigjährige übrig, der Anwalt Fiscal-Smith und die Witwe Dulcie. Sie sind  Angehörige der „upper class“ und letzte Zeugen einer längst vergangenen Epoche, des alten Kolonialreiches Großbritannien.

    Geschickt verflicht die Autorin in diesem letzten Teil der „Old Filth Trilogie“ gegenwärtiges Geschehen mit Erinnerungen und Ereignissen aus der Vergangenheit. So erfährt der Leser nun endlich Details über die Herkunft des zu Lebzeiten so verschlossenen Terry Veneering. Auch die Beziehung zu seinen Kollegen Feathers und Fiscal-Smith wird näher beleuchtet. Dabei verknüpft Jane Gardam die diversen Zeitebenen so gekonnt, dass der Wechsel vom Gestern zum Heute ganz natürlich wirkt; so wie auch bei einem alten Menschen Gegenwart und Vergangenheit dicht nebeneinander existieren. Ihre Figuren sind liebevoll erschaffene Charaktere, die mit all ihren Vorzügen und Schwächen durchaus echt und lebendig wirken. Erfrischend und mit humorvoller Gelassenheit erzählt Gardam von Schicksalsschlägen und Erfolgen, von Liebe und Freundschaft ihrer Protagonisten, fügt Teil um Teil zu einem komplexen Bild für den Leser zusammen. Und  auch der nachfolgenden Generation, die nun immer mehr das Ruder übernimmt, und ihrer Lebensweise räumt die Autorin zunehmend Platz in ihrem Roman ein.

    Mit „Letzte Freunde“ gelingt Gardam ein ruhiges Finale der Trilogie, wunderbar passend zu den Vorgängerbänden.

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungener Abschluss der Old Filth Trilogie
    Letzte Freunde - letzte Verbindungen

    „Die Titanen waren nicht mehr. Sie hatten ihre letzte Reise angetreten.“

    Old Filth Edward Feathers , Terry Veneering, beide sind sie tot. Übrig geblieben sind nur die letzten Freunde, allen voran Dulcie, Pastry Willys Witwe und der alte Schnorrer Fred Fiscal-Smith.

    Mit den Trauerfeierlichkeiten nach Eddies Tod lässt Jane Gardam den dritten Teil ihrer Old Filth Trilogie beginnen. Dulcie und Fiscal-Smith begegnen sich nach Jahren wieder. Obwohl Dulcie Fred nicht besonders mag, ist er doch die einzige Verbindung zu früher und so lässt sie Fred sich bei ihr einladen. Eine Einladung mit folgenreichen Verstrickungen, wie sich herausstellt.

    Auf ihre gekonnte und gewohnte Art rollt Gardam die Lebensgeschichten ihrer Akteure aus der Vergangenheit auf.
    Terry Veneerings abenteuerliche Herkunft ist Mittelpunkt der Geschichte. Die Wege der aus den ersten beiden Teilen bekannten Personen kreuzen sich immer wieder auf die eine oder andere, oft unerwartete Weise. Und wir erfahren, dass nicht nur Filth ein Faible für Bettys schöne Beine hatte.

    Auch wenn mir die betuliche, süßliche und etwas dümmliche Dulcie anfangs ziemlich auf die Nerven geht, mausert sie sich doch letztlich zu einer ganz besonders patenten alten Lady.

    Überraschungen sind auch in diesem Band vorprogrammiert. Viele kleine Teile fügen sich wie Terry Veneerings Puzzles zu einem wunderbaren Ganzen.

    Jane Gardam ist mit dieser Trilogie wirklich etwas ganz Besonderes gelungen. Auch wenn alle drei Bücher für sich gelesen werden können, würde ich dennoch die Einhaltung der Reihenfolge empfehlen, manche Überraschungen wären dann sonst keine mehr.

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    Federfees avatar
    Federfeevor einem Jahr
    Langweilig, wenig über die Freundschaft zwischen Old Filth und Veneering

    2,5 Sterne von 5

    Wer diesen Band als ersten liest - was man durchaus kann - wird möglicherweise keinen weiteren mehr lesen. Ich dachte, es ginge hauptsächlich um die spät erblühte Freundschaft zwischen Old Filth und Veneering. Statt dessen geht es ausführlich um Veneerings Leben von der Geburt an und auch um Dulcie, die auch zum Kreis dieser Anwälte gehörte. Seltsamerweise wohnen sie fast alle in derselben Gegend, obwohl sie sich nicht abgesprochen haben.

    Zusätzlich wird alles aus den beiden anderen Bänden noch einmal hin- und hergewendet, aber es ergeben sich keine neuen Aspekte.

    Es gibt weder sprachliche noch inhaltliche Highlights, auch keine klugen Gedanken über das Alter - was sich in Anbetracht der Hauptpersonen angeboten hätte. Da hatte ich doch einiges mehr erwartet.

    Im Nachhinein finde ich, dass ich dem ersten Band einen Stern zu viel gegeben habe. Band 2 fand ich wegen der unerwartet unkonventionellen Betty herzerfrischend gut.

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    kingofmusics avatar
    kingofmusicvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Old Filth-Trilogie geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu Ende.
    Letzte Freunde werden senil

    So, nun ist sie aus(gelesen) – die „Old Filth“-Trilogie von Jane Gardam. Ich schreibe diese Rezension mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil auch bei „Letzte Freunde“ der typisch britische Humor durchblitzt (wieder genial übersetzt von Isabel Bogdan) und einige Abschnitte zeigen, dass auch eher distanziert wirkende ältere Menschen in ungewöhnlichen Situationen Einfallsreichtum und Witz zeigen.

    Mein weinendes Auge kommt zum einen bei dem Gedanken zu tragen, dass die Trilogie nun wirklich beendet ist und weil ausgerechnet der dritte Teil nicht mit den beiden Vorgängern (Ein untadeliger Mann und Eine treue Frau) mithalten kann, weswegen ich diesmal auch leider keine 5 Sterne vergeben kann.


     Zum einen liegt es an den aus mehreren Perspektiven (Dulcie, Fred Fiscal-Smith sowie Terry Veneering) geschriebenen Abschnitten. Sie entwickeln für mich in diesem Band nicht annähernd die Tiefe der beiden Vorgänger, die jeweils nur eine Person in den Mittelpunkt gestellt haben. Vielleicht hätte Jane Gardam fünf statt drei Bände schreiben sollen. Jede Person an sich ist nämlich interessant, hat eine Menge zu erzählen, die einem jeweils noch andere Facetten von Old Filth, Betty und Terry Veneering zeigen. Hier hat Jane Gardam also alles richtig gemacht. Insgesamt jedoch (auf „Letzte Freunde“ bezogen) wirkt hier vieles zu gedrängt, zu schnell abgehakt.

     

    Die voran aufgezählten Gründe bewirken meines Erachtens nach, dass sich „Letzte Freunde“ auch nicht so flüssig lesen lässt. Man verstehe mich bitte nicht falsch: die sprachliche Eleganz von Jane Gardam zeigt sich auch hier in anerkennungswürdiger Form und jede Leserin und jeder Leser dieser Trilogie sollte sich wirklich Zeit nehmen zum lesen – für ein „schnelles Buch für zwischen Tür und Angel“ sind alle drei Bände zu schade. Trotzdem bleibt „Letze Freunde“ hinter den Erwartungen und lässt mich als Leser eher verwirrt und enttäuscht als freudig und befriedigt über das Leben von Terry Veneering zu wissen, zurück.
    Alles in Allem ist es für mich leider nicht der „ganz runde“ Abschluss einer literarisch und sprachlich herausragenden Trilogie und mir tut es in der Seele weh, diesem letzten Band nur 3* geben zu können, aber ich will weder mich noch die Leserinnen und Leser meiner Meinung zu „Letzte Freunde“ belügen.

     

    Goodbye „Old Filth“. Es war mir eine Ehre!!!

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    Orishas avatar
    Orishavor 2 Jahren
    Ein letztes Kapitel...

    Der Tod von Edward Feathers, einer ihrer letzten Bekannten und Freunde, bringt Dulcie und Fiscal-Smith zum Nachdenken. Betty, der alte Veneering und nun also Old Filth. Ein Trio sondergleichen, dass im Laufe ihrer Leben miteinander – auf ganz unterschiedliche Weise – verbunden war. Und mittendrin immer der alte Fiscal-Smith aber auch Dulcie, wie wir in diesem Band erfahren sollen.

    Noch einmal nimmt uns Jane Gardam mit in Edward Feathers, Teddy Veneerings und Betty Feathers Leben und entführt den Leser in eine andere Zeit. Fokussiert auf zwei Randfiguren, Fiscal-Smith und Dulcie, erfahren wir im letzten Band, die Lebensgeschichte von Veneering, dem einstigen Feind von Old Filth. Anekdotenhaft spürt Gardam seinem Leben nach und rückt dabei nebenher auch Fiscal-Smiths und Dulcies Leben, damals wie heute, in den Mittelpunkt und in ein neues Licht. Dabei entsteht wieder dieser Sog, der mich bereits im ersten Buch ergriffen hat und der mir im zweiten Band ein wenig fehlte.

    Gekonnt schafft es Gardam über Nebenhandlungen und geschickt platzierte Details, die Geschichte gleich dreier Figuren zu beleuchten und schafft den Sprung in die Gegenwart. Eine Gegenwart ohne die „großen Titanen“ der Rechtssprechung, doch auch dass ist nicht schlimm, schafft sie doch so einen würdigen Abgang für diese großartige Trilogie. 

    Fazit: Mit sprachlicher Brillanz schließt Gardam das letzte Kapitel um ein besonderes Trio, welches ich nicht mehr missen will. Lesen!

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    MirjamMuenteferings avatar
    MirjamMuenteferingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Abschluss einer sensibel geschriebenen Trilogie
    Liebe und Freundschaft vor sechs Jahrzehnten

    Jane Gardam wurde 1928 in North Yorkshire geboren und in ihrer Heimat England vielfach für ihr schriftstellerisches Werk ausgezeichnet. Wieso ihre Bücher erst so spät zu uns fanden, ist ein Rätsel, denn sie sind von sensibler Schönheit, Poesie und Witz.

    Mit ihrer Trilogie „Ein untadeliger Mann“, „Eine treue Frau“, „Letzte Freunde“ erzählt sie die Geschichte einer kleinen Gesellschaft von Menschen rund um den zweiten Weltkrieg bis heute.
    Die Staranwälte Terry Veneering und Edward Feathers sind von ihrer ersten Begegnung an Konkurrenten – auch vor Gericht (das nur eine kleine Nebenrolle spielt), aber in erster Linie um Edwards Frau Betty. Freunde können die beiden Rivalen erst werden als Betty alt stirbt und die beiden Männer ihres Lebens als Nachbarn in zwei Cottages auf dem Land zurücklässt.

    Die Geschichte wird in Rückblenden und in der Gegenwart erzählt. Das Leben vor und nach dem Krieg in Europa, Luftangriffe und Armut sind ebenso Themen wie das luxuriöse Leben der Anwälte in Hongkong und später im Alter auf dem englischen Land. Doch obwohl sehr viel Hintergrundwissen die Grundlage für diese außergewöhnliche Trilogie bildet, stehen doch immer die Figuren im Vordergrund. Ihre Liebe, ihre Freundschaft sind der Antrieb durch ihre Leben – ganz genauso wie es heute immer noch ist.

    Jane Gardam versteht sich vorzüglich auf das Handwerk der Auslassung. Selbst wichtigste Ereignisse werden von ihr hin und wieder nur angedeutet, in Fotos an der Wand, vagen Erinnerungen, Klatsch und Tratsch. Ein Lesegenuss sondergleichen, weil die Autorin ihre Leserinnen fordert und ihnen damit eine lesende Intelligenz unterstellt, die von vielen Autoren heutzutage durch plattes „Alles-im-Detail-Schreiben!“ niedergemacht wird.
    Für Leserinnen mit einer Vorliebe für feine Sprachkunststücke und authentische Tiefe der Figuren ist die Trilogie ein echter Leckerbissen.
    Unbedingt in der richtigen Reihenfolge (1. „Ein untadeliger Mann“, 2. „Eine treue Frau“, 3. „Letzte Freunde“) lesen, a b e r UNBEDINGT lesen!

    Kommentare: 1
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    BluevanMeers avatar
    BluevanMeervor 2 Jahren
    Ein leises Ende..

    Jane Gardam konnte mich mit den ersten beiden Teilen der Trilogie um Old Filth, seinen Erzrivalen Veneering und seine Frau Betty, begeistern. Gerade der erste und der zweite Teil zeigen, wie gekonnt Gardam uns als LeserInnen in eine Richtung lenkt, um dann im zweiten Teil ein komplett anderes Bild einer Person zu zeichnen. Raffiniert erzählt, witzig und spannend - in der Trilogie finde ich alles, was mich bei Leselaune hält.

    Im dritten Teil kommt Dulcie zu Wort und wir erfahren interessante Details über Veneerings Leben, der ja doch eigentlich einen ganz anderen Namen hatte. An diesen Stellen gefällt mir der Roman ausgesprochen gut und es ist spannend, wie wenig sich die Figuren eigentlich wirklich gekannt haben. War Veneerings Vater nun ein Spion oder doch ein Zirkusartist? Vieles bleibt angedeutet. Auch die Rivalität der beiden alten Anwälte hat deutlich tiefere Wurzeln als man zunächst glauben mag und geht bis in die Schulzeit zurück. Das gefällt mir. Gleichzeitig zeigt sich auch, dass die jüngere Generation (hier verdeutlicht am Beispiel der neuen Mieter, die in Veneerings altem Haus wohnen) sich kaum vorstellen kann, was die Raj-Waisen erlebt haben und dass sie im besten Fall als schrullige und etwas merkwürdige alte Menschen abgetan werden.

    Am besten hat mir die Szene mit Dulcie in der Kirche gefallen - ein lustiges Highlight des Romans. Durch den Fokus auf zwei Randfiguren (Fiscal-Smith und Dulcie) werden Leerstellen aus den anderen Romanen gefüllt und wir als LeserInnen erfahren, was die anderen über Betty, Veneering und Old Filth gedacht haben. Das ist amüsant, was für's Herz und manchmal auch leise melancholisch. Denn Dulcie wusste nie, warum ausgerechnet Fiscal-Smith als Trauzeuge bei Edwards Hochzeit erscheint und doch ist es am Ende dieses Foto, was sie auf seinem Kaminsims findet. Ein Foto, auf dem sie alle  jung und unglaublich glücklich aussehen. Hier zeigt sich auch die wahre Kunst der Autorin: eine Trilogie so geschickt um ein Figurenensemble aufzubauen, erfordert eine Menge Talent.

    Der Roman beginnt mit dem Satz "Die Titanen waren nicht mehr." Feathers und Veneering sind tot und ihre Geheimnisse und Lebenslügen sind mit ihnen gestorben. Am Ende der Triologie angelangt, bin ich froh, diese Romane gelesen zu haben. Ansonsten bleibt vieles sehr ruhig, fast zu ruhig. Wer ein spektakuläres Ende erwartet, wird vielleicht enttäuscht werden. Der letzte Teil wirkt auf mich deutlich melancholischer als die anderen Bände. Es ist ein leises Ende, das Gardam zeigt. Und nach längerem Nachdenken, kann ich nur sagen: es passt perfekt zu den Figuren des Romans.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 2 Jahren
    Nicht ganz überzeugender Abschluss (3,5 Sterne)

    Edward und Terry, erst haben sie sich gehasst, dann ignoriert, dann sind sie im Alter irgendwie zu Freunden geworden. Dazwischen Betty, Edwards Ehefrau und Terrys Geliebte. Der unscheinbare Fiscal-Smith, der irgendwie nie richtig dazu gehörte. Mrs Dulcie, die alle überlebt. In ihrem Abschlussband der Trilogie nimmt Jane Gardam vor allem Terry Veneering in den Fokus, konzentriert sich auf seine Kindheit und zeigt uns wie aus einem Sohn einer Kohlehändlerin der weltgewandte Anwalt werden konnte, den wir schon kennen. Außerdem muss der Tod von Edward, Terry und Betty doch Lücken hinterlassen haben. Auch die werden aufgezeigt und man merkt vor allem eines: sie fehlen.

    Leider konnte Jane Gardam meiner Meinung nach der Trilogie keinen spektakulären Schlussakkord verpassen. Die Passagen über Terry hatten die gewohnte Qualität, ein Großteil der Geschichte stellt jedoch Wiederholungen von Altbekanntem dar; leider jedoch ohne neue Aspekte auszuarbeiten. So liest man sich durch Situationen, die schon in zwei vorherigen Büchern beleuchtet wurden und fragt sich ein bisschen warum Gardam nicht einfach nach diesen Schluss gemacht hat? Veneerings Kindheit hätte da doch gewiss auch ein Plätzchen gefunden. Natürlich ist Gardam immer noch eine großartige Erzählerin, schreibt gewitzt und raffiniert. Aber ohne inhaltlichen Zugewinn bleibt beim Leser dann doch ein leises Gefühl von Enttäuschung zurück.

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    Nach den Bestsellern "Ein untadeliger Mann" und "Eine treue Frau": Band drei der herrlich britischen Trilogie von Jane Gardam.

    „Das Schicksal derer, die ohne Eltern aufwachsen und danach ohne Imperium leben müssen, ist ohne Zweifel einen großen Roman wert. Das Erzähltempo Jane Gardams ist rasant und wird durch die Zeit- und gelegentlichen Perspektivsprünge zum Sturzflug, der einen bisweilen zwingt, sich an den Armlehnen des Lesesessels festzukrallen.“ Jörg W. Gronius, SR2 Kulturradio „BücherLese“, 04.01.17
    "Endlich liegt sie auch auf Deutsch komplett vor, Jane Gardams Romantrilogie. Mit 'Letzte Freunde' schließt sich der Kreis, und wer die drei meisterhaft erzählten Bände in Folge liest, sieht sich in einem kunstvoll geknüpften Netz der Anspielungen, Rückblenden und Verweise aufs Angenehmste verstrickt. Gardams Figuren wissen viel mehr, als sie aussprechen, ihre Romane sind Lehrbücher des Lebens." Herbert Wiesner, Klaus Ungerer, Rainer Moritz und Marko Martin, Die Welt, 24.12.16
    "Ein Meisterwerk hintersinniger britischer Erzählkunst." Falter, 21.12.16
    „Jane Gardam ist für mich der Name des Jahres. Eine sehr hintersinnige, subtile und auch erzählerisch brillante Story.“ Klaus Nüchtern, ORF1 „Kulturjournal“, 20.12.16
    "Die gerade eben erst vollständig übersetzte 'Old Filth'-Trilogie der Schriftstellerin Jane Gardam ist ein Meisterwerk. Brilliant konstruiert und mit schreiberischer Eleganz durch die Zeiten, Charaktere und Weltgegenden mäandernd. Ach, was für ein kluges Lesevergnügen steht Ihnen bevor!" Ute Woltron, Die Presse am Sonntag, 11.12.16
    "Sie kam spät, aber gewaltig: Jane Gardam hat die deutschen Kritiker mit ihrer 'Old Filth'-Trilogie innerhalb zweier Jahre um den Finger gewickelt und ihre Leser glücklich gemacht, was selten genug geschieht." Hannes Hintermeier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.16
    "Der dritte Teil ihrer umwerfenden Trilogie über die Reste des britischen Empire mit untadeligen Männern und hinreißenden Charakterfrauen." Regina Mönch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.16
    "So lesenswert wie seine beiden Vorgänger. Denn hier werden die letzten schimmernden Puzzleteile zusammengesetzt, und wir lernen endlich Terry Veneering kennen, den beruflichen Widersacher von Edward Feathers und die heimliche große Liebe von dessen Frau Betty. Man kann sich auch rückwärts durch diese elegante Romantrilogie arbeiten." Meike Schnitzler, Brigitte, 23.11.16
    „Ein Roman, der aus der Perspektive des Alters auf das Leben mit all seinen Kapriolen und seltsamen Fügungen zurückblickt. Jane Gardam ist eine hervorragende Erzählerin, sie hat ein ausgeprägtes Gespür für Leichtigkeit und Tiefgang, für Beiläufigkeit – das Ganze immer wieder gespickt mit subtiler Ironie und britischem Humor. Sehr gut übersetzt von Isabel Bogdan, sie hat ein feines Gespür für diese Ironie.“ Ursula May, hr2 Kultur, 02.11.16
    "Eine Literatur, die gleichermaßen die Kritik begeistert und ein riesiger Erfolg beim Publikum ist. Beides zu Recht." Ursula März, SWR, 01.11.16
    "Ein Buch, wie es britischer nicht sein könnte: tongue-in-cheek. Unglaublich witzig. Was ich an Jane Gardam gleichzeitig besonders schätze, ist ihre Unverblümtheit. Sie hat einen sehr trockenen Witz, aber auch keinerlei Scheu, Sachen direkt anzusprechen. Ich bewundere auch die Chuzpe, die diese Schriftstellerin hat: Es gibt einfach keinen langweiligen Satz." Klaus Nüchtern, SWR, 01.11.16
    "Subkutan wird die ganze Geschichte des britischen Kolonialreichs transportiert.Der Roman spielt auf mehreren Klaviaturen. Ein interessanter Roman, der die gegenwärtige Situation in Großbritannien wunderbar vor Augen führt." Helmut Böttiger, 01.11.16
    "Jane Gardam ist das älteste It-Girl der Literaturszene im Moment. Die Bücher lesen sich wunderbar und zeichnen die Figuren gut. Hoffentlich nicht ihr letzter Roman." Manuela Reichart, RBB Kulturradio, 27.10.16
    "Mit großer Wucht erreicht uns diese Geschichte um verpasste Liebe, Abgründe, Niederlagen und Lebenslügen der miteinander verfeindeten Anwälte Terry Veneering und Edward Feathers sowie dessen Ehefrau Elizabeth." Denis Scheck, Tagesspiegel, 30.10.16
    "Diese Autorin ist hierzulande mit den ersten beiden Bänden ihrer 'Old Filth'-Trilogie eine überraschende Entdeckung gewesen, und der letzte Teil setzt das nun mit derselben Spritzigkeit fort. Authentizität und Irrwitz, Spannung durch Auslassung, rasantes Tempo und virtuoses Spiel mit verschiedenen Ebenen des Erzählens: Terry Veneering, Feind von Edward Feathers, aber begehrt von dessen Ehefrau, steht nun im Zentrum und lässt sich nicht lumpen." SWR-Bestenliste, November 2016
    "Der 88-jährigen Virtuosin gelingt mit der Story von Liebhaber Veneering ein neuer Salto mortale!" Die Zeit, 13.10.16
    "Eine grandiose Trilogie. Man kann ohne Weiteres auch jeden Band für sich lesen, aber das wird kaum wollen, wer einmal mit einem angefangen hat. Nur staunen kann man darüber, wie frisch und frech diese Hochbetagten-Literatur auf den Ruinen des Empire gedeiht, wie souverän Jane Gardam staubtrockenen Witz, Weisheit und Menschenliebe in der Schwebe hält." Daniela Strigl, Falter, 12.10.16
    "Dass ihre Charaktere die Tiefe und Glaubwürdigkeit echter Zeitgenossen annehmen, zeugt von der großen Erzählkunst Jane Gardams. Ihre Figuren handeln und sprechen so logisch und so widersprüchlich, wie es sonst nur echte Menschen tun. Überhaupt ist Jane Gardams Schreiben von großer Klarheit und einer Souveränität, die einerseits spektakulär bescheiden wirkt, andererseits einen ungeheuren Sog erzeugt." David Pfeifer, Süddeutsche Zeitung, 8./9.10.16
    "Jane Gardam schafft es, dieses Leben auszubreiten wie ein Panorama, es auf die ganz große Leinwand zu bringen." Dorothee Hackenberg, RBB Radio eins, 09.10.16
    "Jane Gardam schlägt noch einmal den ganz großen Bogen. Literatur vom Feinsten." Antje Liebsch, Brigitte Woman, November 2016
    "Bei aller Unterhaltsamkeit ist Gardams Trilogie auch ein komplexes Porträt der Nachkriegszeit im britischen Commonwealth mit ihrer großen sozialen Mobilität. Und im letzten Band ebenso wieder ein herrlich ironischer Blick der englischen Autorin auf das bewegte Leben im (post)kolonialen British Empire!" Jochen Kürten und Sabine Peschel, Deutsche Welle, 05.10.16
    "Die Trilogie, entstanden 2004, 2009, 2013, wirkt jedenfalls, als wäre nun alles zusammengekommen, was Jane Gardam in ihrem Leben an Tiefe und Können gewonnen hat." Susanne Mayer, Die Zeit, 12.05.16

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