Weit weg von Verona

von Jane Gardam 
4,2 Sterne bei68 Bewertungen
Weit weg von Verona
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Der Zweite Weltkrieg aus den Augen eines jungen Mädchens. Leider hatte ich mir mehr erwartet.

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"Weil es das nie tut, murmelte ich vor mich hin. Weil es das nie tut." (S.214)

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Inhaltsangabe zu "Weit weg von Verona"

Jessica sagt bedingungslos und in den unmöglichsten Momenten die Wahrheit. Ihr Widerwille gegen Anpassung bringt sie in dem kleinen englischen Badeort ständig in verquere Situationen. Sie hat genau eine Freundin – der Rest ihrer kleinen kriegsüberschatteten Welt begegnet ihr mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu. Aber das ist ihr egal, denn eigentlich braucht sie all ihre explosive Kraft, um Schriftstellerin zu werden. Oder ist sie das schon? „Weit weg von Verona“ ist Jane Gardams erster Roman. Doch er enthält bereits all das, wofür sie bewundert wird – die atmosphärische Stärke, den Mut zum Geheimnis und ihren besonderen Witz. Mit Jessica Vye hat sie eine der hinreißendsten Figuren überhaupt geschaffen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446260405
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:23.07.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2018 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    unfabulouss avatar
    unfabulousvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Der Zweite Weltkrieg aus den Augen eines jungen Mädchens. Leider hatte ich mir mehr erwartet.
    Schöne Sprache, aber konnte mich leider nicht überzeugen

    Jessica Vye ist eigentlich ein normales, 13-jähriges Mädchen. Sie lebt mit ihrer Familie in Großbritannien und es ist die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Jessica ist allerdings nicht wie andere Mädchen, sie sagt bedingungslos immer die Wahrheit und hat - laut ihrer eigenen Aussage - dieses besondere Talent zu erkennen, was andere Menschen denken.

    Ich persönlich habe mich etwas schwer getan mit dem Roman, der aus der Sicht eines sehr jungen Mädchens die Zeit des Zweiten Weltkrieges beschreibt. Dieser Krieg ist für alle der Alltag und es ist sehr interessant, den Krieg mit den Augen eines Kindes zu betrachten. Für Jessica ist es Alltag immer und überall fluchtbereit zu sein und auch alle Sachen für den Bunker gepackt zu haben. Durch den Krieg sind natürlich auch Lebensmittel beschränkt. Da es aber zu ihrem Alltag gehört, beachtet sie solche Sachen nicht besonders. Es gehört eben dazu. Dafür nimmt sie so vieles anderes aus ihrer Umgebung wahr und schenkt viele Situationen besondere Aufmerksamkeit, die andere Menschen vielleicht nicht so wahrnehmen würden. Sie ist ein Kind und in ihrem Leben geht es um Schule, Mitschüler und eben kindliche Themen.

    Die Geschichte an sich hat nicht wirklich einen Höhepunkt und hangelt sich mehr von Situation zu Situation ohne wirklich einem roten Faden zu folgen. Dies ist sicherlich auch deshalb so, weil es die Geschichte eines jungen Mädchens erzählt. Für mich persönlich hat aber genau das mir das Lesevergnügen etwas erschwert.

    Mir hat leider an diesem Buch das gewisse Etwas gefehlt, ich mag aber den Schreibstil von Jane Gardam sehr gerne. Ihre Sprache hat den Roman für mich soweit gerettet, dass ich das Buch trotz fehlender Spannungsmomente gerne gelesen habe, aber ich hatte mir mehr erwartet.

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    Adina13s avatar
    Adina13vor einem Monat
    Gedankenwelt einer noch nicht mal 13 jährigen

    "Weit weg von Verona" ist ein sehr besonderer Roman, in dem man der 12-jährigen Protagonistin Jessica in ihrem Alltag in einer kleinen Küstenstadt in England während des zweiten Weltkrieges begleitet. Durch den Ich-Erzähler wirkt Jessica einem als Leser schnell näher und nahbarer als es wahrscheinlich doch eine andere Erzählform möglich gewesen wäre. Jedoch war es für mich in Teilen schwer ihrer Teils etwas verqueren Gedankenwelt manchmal zu folgen. Jessica ist als Protagonistin dennoch durchweg sympathisch durch ihre unglaubliche Ehrlichkeit und ihre Art die Welt zu sehen. Ich hätte mir teilweise gern etwas mehr Handlung gewünscht oder einen etwas anderen Erzählrahmen. So hat es sich für mich so angefühlt als würden teils sehr interessante Erzählstränge, zum Beispiel die politische Gesinnung ihres Vaters oder auch ihre Beziehung mit Christian nur angeschnitten werden. Dennoch ist dieser Coming-of-Age Roman sehr lesenswert, was vor allem an dem angenehmen Schreibstil der Autorin liegt.

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    M
    Michaela91vor einem Monat
    Kurzmeinung: Jessica ist mit ihren 13 Jahren anders als die anderen Mädchen in ihrem Alter und nicht jedem gefällt das.
    Mit 13 Jahren zur Schriftstellerin

    Jane Gardam hat schon viel geschrieben, aber das war mein erstes Buch von ihr. 
    Ich bin schon Mitte 20 und dachte erst, dass es vielleicht komisch ist einer Protagonistin zu folgen, die erst 12 Jahre alt ist. Aber weit gefehlt. Jessica Vye ist erwachsener als manch anderer im Buch und sie ist steht für ihre Meinung ein, auch wenn sie sich damit wirklich keine Freunde macht, sie sagt stets die Wahrheit, die niemand sonst wahrhaben will und ist dabei richtig witzig. Ziemlich symphatisch ist, dass sie sehr viel Fantasie besitzt und sich ständig Konversation ausdenkt und manchmal Selbstgespräche führt. Ich mag Jessica, weil sie viel liest, vor allem was sie will. Da bleibt Romeo & Julia eben länger ungelesen, während sie andere Autoren dreimal in einem Jahr liest. Jane Gardam hat ein junges Mädchen geschaffen (vielleicht sind ja autobiografische Züge dabei?), die bereits mit neun Jahren weiß, dass sie Schriftstellerin ist und auch in Zukunft machen will. So etwas wissen viele nicht mal mit Mitte 20. 

    Der Aufbau des Romans und gerade der Anfang ist mal etwas Neues. Er ist in drei Teile eingeteilt, die einen wichtigen Aspekt in Jessicas Leben ausmachen. Die Ich-Erzählerin bezieht an manchen Stellen ihre Leser mit ein und dadurch wirkt Jessica viel nahbarer. Ab und zu nutzt Gardam Briefe um Ereignisse zu schildern. Der Roman ist ein kleiner Auszug aus Jessicas Alltag im Zweiten Weltkrieg in einem kleinen Örtchen in England, der wirklich gelungen ist und meiner Meinung nach zeitdokumentarischen Charakter haben kann, wenn man Jessica und ihren teils verrückten Beschreibungen glauben mag.

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    kolokeles avatar
    kolokelevor einem Monat
    Ein Anfang

    Mir hat die Leseprobe zu dem Buch "Weit weg von Verona" ausgesprochen gut gefallen, vor allem bedingt durch die erfrischende Erzählweise aus der Sicht von Jessica Vye, einem 13jährigem Mädchen, dass Schriftstellerin werden will und aus ihrem Leben erzählt. Dieser Erzählstil zieht sich durch das gesamte Buch und ist das, was das Positive daran ausmacht. 
    Jane Gardam hat es mittlerweile zu viel Ruhm gebracht, dies hier ist ihr Erstlingswerk. Nun kenne ich die anderen Bücher von ihr nicht, aber es hat etwas den Anschein, als ob sie hier tatsächlich erst losgelaufen ist, um diese große Schriftstellerin zu werden, die sie werden sollte. Auch wenn sie bei der Veröffentlichung schon über 40 war. Das Buch trägt wohl autobiographische Züge, verfügt über eine mir sehr sympathische Hauptperson, zeigt sehr spannende, teils  lustige Sichtweisen auf die englische Gesellschaft in den 40er Jahren, den Kriegsjahren..nein, das ist nicht immer lustig, teilweise sogar tragisch. So war das Buch angenehm zu lesen, aber beim Zuklappen muss ich doch feststellen, dass es mir zu wirr war, es keinen wirklichen roten Faden besaß und einen Höhepunkt vermissen lässt, es plätschert so dahin und so war ich dann doch ganz froh, dass es nicht allzu viele Seiten zählt. 

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    YukBookvor einem Monat
    Erfrischender Debütroman

    "Nicht verrückt, aber auch nicht ganz normal." So beschreibt sich die Ich-Erzählerin Jessica Vye in diesem Debütroman von Jane Gardam. In der Tat fügt sich die 12-Jährige, die in dem kleinen englischen Küstenort Cleveland Sands aufwächst, so gar nicht in das Bild einer braven Pfarrerstochter. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und eckt sowohl bei den Schulkameradinnen als auch Lehrerinnen an. Das macht ihr aber herzlich wenig aus – viel wichtiger ist für sie, dass ein Schriftsteller, der vor einigen Jahren zu einer Lesung in die Schule kam, ihr schriftstellerisches Talent bezeugte. Nach diesem einschneidenden Erlebnis ist sie versessen darauf, Geschichten zu erzählen und verschlingt einen englischen Klassiker nach dem anderen.

    Ihre Kindheit ist überschattet vom Zweiten Weltkrieg und den Luftangriffen der Deutschen, doch sie trotzt den Nöten und Ängsten durch ihre eigenwillige, mutige und zielstrebige Art. Jane Gardam schreibt so frech, erfrischend und authentisch, dass ich mich fast an meine eigene Teenagerzeit erinnert fühlte. Ich bin gespannt, wieviel sich von diesem Stil in ihren aktuellen Romanen wiederfindet.

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    sydneysider47vor einem Monat
    Kurzmeinung: Wer ein gut geschriebenes Buch mit einer sympathischen jugendlichen Heldin lesen will, dem sei dieses Buch empfohlen.
    Ein lesenswertes Buch mit einer liebenswerten Heldin

    Folgendes Buch hat mich angenehm überrascht. Der Grund ist die außerordentlich sympathische Heldin, über die ich sehr gerne gelesen habe. 


    Worum geht es?

    Die Handlung spielt während des Zweiten Weltkriegs in Großbritannien. Jessica Vye ist zwölf Jahre alt und Schülerin. Ihr Vater ist Geistlicher, die Mutter nimmt ihre Aufgaben als Gattin eines Geistlichen wahr. Außerdem gibt es noch den kleinen Bruder Rowley.

    Mit neun Jahren hat Jessica ein einschneidendes Erlebnis. Ein Herr, der in die Schule kommt und bei  Schülerin die Liebe zu Büchern wecken soll, bescheinigt Jessica, dass sie eine Schriftstellerin ist. Und genau das will sie sein.

    Sie erzählt als Ich-Erzählerin aus ihrem Leben. Sie hält sich nicht für liebenswert, sie meint oft, dass viele Menschen sie nicht leiden können. In gewissem Maße ist sie selbst daran schuld, denn sie muss immer wieder ihre Meinung sagen.

    Probleme hat sie mit der Lehrerin Mrs. Dobbs. Diese schätzt Jessicas Aufsätze nicht. Andererseits muss man in der Schule Lektüre lesen, die langweilig ist. Als Jessica der Lehrerin das sagt, wird diese wütend.

    Das Verhältnis zwischen Mrs. Dobbs und Jessica verbessert sich, als sich Jessica mit Mrs. Pemberton anfreundet. Mrs. Pemberton ist eine Lehrerin im Ruhestand, die immer gute Tipps geben kann.

    Während einer Feier eines Pfarrkollegen ihres Vaters lernt Jessica Christian kennen. Sie ist von diesem Mann fasziniert.

     

    Meine Meinung:

    Das Buch und der Schreibstil haben mich sofort begeistert. Gerne habe ich diese Geschichte mit dieser vorlauten, aber dennoch sympathischen Heldin gelesen. Es macht mir nichts aus, dass Jessica ihre Meinung sagt. Ich finde das erfrischend.

    Oft tritt sie mit ihrer Meinung in Fettnäpfchen, bringt also Leute gegen sich auf. Andererseits hat sie recht. Warum muss man für die Schule oft langweilige Bücher lesen. Das ging nicht nur Jessica so – sondern auch vielen Lesern dieses Buches, mir zum Beispiel.

    Ich habe das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Jessica und Christian weitergehen wird. Dabei ist das Buch absolut nicht vorhersehbar – und so war auch ich vom Schluss überrascht.

    Wer ein gut geschriebenes Buch mit einer sympathischen jugendlichen Heldin lesen will, dem sei dieses Buch empfohlen.

    Ich vergebe fünf Sterne.

     

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    skiaddict7vor einem Monat
    Eigenwillig, poetisch und skurril

    „Ich weiß nicht, ob es Ihnen schon mal aufgefallen ist, aber wenn Sie ein Englischer Klassiker werden möchten, empfiehlt es sich, im vorderen Teil des Alphabets zu stehen. Es gibt jede Menge A und B und D, das geht weiter bis ungefähr H.“

    Jessica Vye ist gerade mal neun Jahre alt, als ein Autor an ihre Schule kommt und den Schülern etwas vorliest. Inspiriert gibt sie ihm einige ihrer Texte zu lesen – zurück kommt ein Brief: „Jessica Vye, du bist ohne jeden Zweifel eine echte Schriftstellerin!“

    Drei Jahre später begleiten wir die zwölf- bzw. dreizehnjährige Jessica in ihrem täglichen Leben, das seit dem Erlebnis begleitet ist von dem Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Vor allem nach Beginn des zweiten Weltkrieges ist Jessicas Alltag alles andere als normal – Gasmasken, Bombenangriffe, Schutzkeller und Lebensmittelmarken. Trotzdem gibt es die ganz normalen Probleme: Jungs, die Schule, ihre einzige Freundin, Bücher lesen, dichten. Und so nimmt die Geschichte, durch die uns Jessica liebenswerterweise führt, ihren Lauf.

    Jessica ist eine sehr besondere, eigenwillige Protagonistin, die dennoch auf ihre Art wunderbar liebenswürdig ist. Auch ihr trockener Humor macht sie sympathisch. Der Schreibstil ist auf eine eigene Weise poetisch. Jessica ist für ihr Alter schon recht erwachsen und wird mit dem Buch noch einmal ein Stück älter. Ihre Erlebnisse sind teils alltäglich, teils so skurril, dass man sich fragt, ob sie sich das nicht ausgedacht hat. Mit ihrem Vater und einer Lehrerin hat sie zwei wichtige Bezugspersonen, die sie unterstützen. Ich finde es sehr schwierig, die richtigen Worte für dieses Buch zu finden – für mich ein großartiges Werk, das ich ganz klar empfehlen kann.

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    Lilli33vor einem Monat
    Was für eine erfrischende Protagonistin

    Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

    Verlag: Hanser Berlin (23. Juli 2018) 

    ISBN-13: 978-3446260405

    Originaltitel: A Long Way from Verona

    Übersetzung: Isabel Bogdan

    Preis: 22,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Was für eine erfrischende Protagonistin


    Inhalt:

    England. Es herrscht Krieg. Die dreizehnjährige Jessica Vye ist es gewohnt, überallhin ihre Gasmaske mitzunehmen. Doch die besonderen Umstände halten sie nicht davon ab, ihren Traum, Schriftstellerin zu werden, weiter zu verfolgen. Messerscharf beobachtet sie ihre Umwelt und schaut vielen Dingen und Menschen auf den Grund. 


    Meine Meinung:

    „Weit weg von Verona“ ist Jane Gardams erster Roman, der allerdings erst jetzt auf Deutsch erschienen ist, nachdem die Autorin hier mit ihrer Trilogie um Old Filth einen großen Erfolg verzeichnen konnte. Doch auch ihr Erstling muss sich keineswegs verstecken.


    Jane Gardam versteht es, wunderbare Charaktere zu entwickeln. Ich habe mich sofort in die Figur der kleinen Jessica verliebt. Sie ist herrlich schräg und doch geradeheraus, was ihr oftmals Rügen und Strafen einbringt. Oft fühlt sie sich von ihren Mitmenschen nicht verstanden, doch lässt sie sich davon nicht beirren und sucht sich ihren Weg ins Erwachsenenleben und in die Schriftstellerei. 


    Eingebettet ist diese Geschichte in eine authentische Atmosphäre, die einen die Luftangriffe auf England im 2. Weltkrieg hautnah mit erleben lassen. Auch die steife Gesellschaft wird diskret betrachtet. 


    Über allem schwebt stets eine Prise Humor - typisch britisch eben, sodass das Lesen ein wunderbares Vergnügen ist. An manchen Stellen hätte ich mir ein wenig mehr Tiefgang gewünscht, aber trotzdem empfehle ich diesen warmherzigen Roman gerne weiter.


    ★★★★☆


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    Nela77vor 2 Monaten
    Ein tolles Mädchen

    Dies ist das erste Buch, das ich von Jane Gardam gelesen habe und gleichzeitig ihr erstes Werk, das bereits 1971 erschienen ist. Deshalb möchte ich betonen, dass Sprache und Inhalt sehr modern und in keinster Form altmodisch wirken und man sich davon auf keinen Fall abschrecken lassen sollte.

    Jessica ist ein junges Mädchen, das in diesem Buch aus seinem Leben erzählt. Dieses findet in England gegen Ende des zweiten Weltkrieges statt und ist auch immer wieder dadurch geprägt. Jessica ist stark, unabhängig, sagt immer was sie denkt, will sich nicht anpassen oder reinreden lassen und macht sich damit das Leben nicht unbedingt leichter. Ihr großes Ziel ist es, Schriftstellerin zu werden. Ich mag diese Art von Protagonistin unheimlich gerne. Auch wenn viele Jahrzehnte zwischen den Mädchen und den Büchern liegen, erinnert sie mich ein bisschen an Suzy aus Ali Benjamins gerade erschienenem Roman „Die Wahrheit über Dinge, die einfach geschehen“. Der Schreibstil der Autorin und ihr besonderer Humor gefallen mir ebenfalls sehr gut, so dass ich das Buch gerne weiterempfehlen möchte. 

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor 2 Monaten
    England ist nicht Verona

    Jane Gardam macht uns in ihrem allerersten Roman mit Jessica Vye bekannt, einem dreizehnjährigen Mädchen aus England. Jessica ist aufgeweckt und ziemlich selbstsicher, sie weiß genau, was sie später mal werden möchte: Schriftstellerin! Dass sich ihr dabei diverse Hindernisse in den Weg stellen, wie ihre Mitschülerinnen (denen Jessica irgendwie nicht viel abgewinnen kann), Lehrerinnen, die sie einfach nicht verstehen und nicht zuletzt der Krieg.

    Die Geschichte wird komplett aus Jessicas Sicht erzählt und erhält so einen erfrischenden Stil: leicht, etwas kindlich und trotzdem sehr realistisch. Er entspricht eben genau einem jungen Mädchen, das versucht, die aus den Fugen geratene Welt zu verstehen und sich vor allem auch den Erwachsenen gegenüber verständlich zu machen (was oft nicht so ganz gelingt). Man erlebt viel Humor, aber auch die Wirren und Rückschläge des Krieges. Das Leben zu Jessicas Zeit ist nunmal nicht leicht, die Kindheit von Hunger, Kälte und Einschränkungen bestimmt.

    Aber zu sehen, wie dieses junge Mädchen mit all dem umgeht, stark bleibt, ohne sich zu verbiegen, hat eine unheimlich lebensbejahende Wirkung.

    Wenn Jessica das schafft, kann ich das, wo ich es doch so viel leichter habe, auch!

    Fazit: Dieses Buch ist ein wenig wie das typisch englische Wetter: meist diesig und etwas trübsinnig, aber wenn die Sonne rauskommt, strahlend schön!

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    Jane Gardam, Bestseller-Autorin der britischen Trilogie um „Old Fith“, erzählt in ihrem ersten Roman von einer der hinreißendsten Mädchenfiguren überhaupt.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    katzenminzes avatar
    katzenminzevor 3 Monaten
    Die Old Filth Trilogie war großartig. Jetzt bin ich gespannt, wie und was Gardam vorher geschwieben hat.
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    LeenChavettes avatar
    LeenChavettevor 4 Monaten
    "Ein Roman über eine angehende Schriftstellerin vor der Kulisse Englands." Könnte in meinen anglophilen Ohren nicht besser klingen!
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