Jane Harris

 3.5 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Das Vermächtnis der Magd, Gillespie and I und weiteren Büchern.

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Jane HarrisDas Vermächtnis der Magd
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Das Vermächtnis der Magd
Das Vermächtnis der Magd
 (16)
Erschienen am 17.10.2008
Jane HarrisGillespie and I
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Gillespie and I
Gillespie and I
 (4)
Erschienen am 05.01.2012
Jane HarrisSugar Money
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Sugar Money
Sugar Money
 (1)
Erschienen am 03.10.2017
Jane HarrisThe Observations
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The Observations
The Observations
 (1)
Erschienen am 01.02.2007
Jane HarrisWater
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Water
Water
 (0)
Erschienen am 01.01.2004
Jane HarrisMetal
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Metal
Metal
 (0)
Erschienen am 31.07.2002
Jane HarrisWool
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Wool
Wool
 (0)
Erschienen am 31.07.2002
Jane HarrisWOOL
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WOOL
WOOL
 (0)
Erschienen am 31.05.2000

Neue Rezensionen zu Jane Harris

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Ingrid_Daviss avatar

Rezension zu "Sugar Money" von Jane Harris

Basiert auf einer wahren Begebenheit
Ingrid_Davisvor 15 Tagen

Zwei versklavte Brüder werden 1765 von ihren Besitzern, einem Mönchsorden (!) von Martinique nach Grenada geschickt, um eine Gruppe von Sklaven mit zurückzubringen - weil sie vermeintlich eben jenem Orden gehören. Ich würde nicht soweit gehen, es als ein modernes "Onkel Toms Hütte" zu bezeichnen, aber die Schilderung der Grausamkeiten gegenüber den Sklaven und die unglaubliche Arroganz der Weißen in ihrer Überzeugung, dass etwas Besseres sind und meinen, andere Menschen besitzen zu können, treibt einem die Galle hoch - getoppt von vermeintlichen Männern Gottes, die keinen Deut besser mit ihren Sklaven umgehen als die weltlichen Sklavenhalter. Das Buch ist definitiv lesenswert, auch weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Nur drei Sterne, weil es einige Längen hat - wäre es möglich, hätte ich 3,5 Sterne vergeben.

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FabAustens avatar

Rezension zu "Gillespie and I" von Jane Harris

Jane Harris: Gillespie and I
FabAustenvor einem Jahr

1888 reist die alleinstehende, nicht unvermögende Harriet Baxter nach Glasgow, um die Internationale Ausstellung zu besuchen. In Glasgow hofft Harriet auf ein wenig Erholung und Ablenkung zu finden. Eines Tages beobachtet sie, wie eine ältere Dame auf der Straße zusammenbricht. Dank einiger Kenntnisse in Erster Hilfe kann sie der Frau das Leben retten. Dankbar lädt Elspeth Gillespie ihre Retterin zu sich nach Hause ein. Als Harriet der Einladung folgt, erfährt sie, dass Elspeths Sohn ein aufstrebender Maler ist. Zufälligerweise ist sie Ned Gillespie sogar schon einmal begegnet, als eines seiner Gemälde in London ausgestellt worden war.
In den folgenden Monaten freundet Harriet sich immer stärker mit der Familie an und erlebt deren größte Tragödie mit.

1933 ist Harriet Baxter eine betagte Dame, die mit ihrer Haushälterin in London lebt. Verwundert, dass noch nie ein Buch über Ned Gillespie verfasst wurde, beginnt sie ihre Erinnerungen zu notieren. Sie beschreibt die schöne gemeinsame Zeit, aber auch wie Rose, die jüngste Tochter der Gillespies spurlos verschwand. Was geschah damals wirklich? Und warum hat Ned schließlich alle seine Gemälde, derer er habhaft werden konnte, zerstört?

Gillespie and I wirkt tatsächlich wie ein autobiographischer Bericht. Die Authentizität wird nicht allein durch Harriets ausführliche Erzählweise erreicht, sondern auch durch das geschickte Platzieren von Lokal- und Zeitkolorit. Harris erzählt kenntnisreich und mit großer Selbstverständlichkeit vom Viktorianischen Zeitalter, ohne jemals zu langweilen. Es wirkt insgesamt absolut homogen und glaubwürdig.

Die beiden Erzählstränge sind auf den unterschiedlichen Zeitebenen angesiedelt. Auch im Jahr 1933 geschehen interessante Dinge und obwohl die Handlung hier weitaus weniger umfangreich ausfällt, liefert sie spannende Momente, die mit früheren Geschehnissen in Verbindung stehen oder auch nicht.

Das Erzähltempo ist insgesamt gemächlich und baut dennoch einen Sog auf, weil der Leser sich fragt, was hinter dieser oder jener Andeutung stecken mag. Lange bleibt er im Dunkeln, wohin die Geschichte führen soll und in gewisser Weise bleibt er es über ihr Ende hinaus. Das Leben von Harriet aber auch der Gillespies ist voller kleiner und großer eigentümlicher Gegebenheiten, so dass man neugierig ist, was als nächstes geschieht oder ob es eine Auflösung für die Geschehnisse geben wird.

Dass Harriet eine gebildete Dame ist, spiegelt sich in ihren Worten wider. Die Sprachmelodie und Formulierungen sind sehr gefällig und machen es leicht, der Handlung zu folgen. Einerseits klingt Harriets Geschichte nachvollziehbar, aber zum Ende hin mehren sich die Zweifel, ob sie völlig aufrichtig ist. Geschickt bleibt der Leser bis zur letzten Seite im Unklaren, ob er ihr glauben kann oder nicht. Der letzte Satz scheint dann den richtigen Weg zu weisen und lässt den Leser diverse Situationen und Äußerungen noch einmal Revue passieren. Das ist wirklich brillant, denn man beginnt die Geschichte im Geiste noch einmal aufzurollen. Somit erklimmt der Roman quasi eine weitere Ebene und wirkt über den eigentlichen Lesevorgang hinaus.

Es bleiben nur zwei kleine Kritikpunkte.
Zum einen fällt die Erzählung teilweise recht weitschweifig ist. Es bleibt auch in der Rückschau vielfach unklar, inwieweit diese oder jene Begebenheit wirklich relevant gewesen ist. Zum anderen wären ein paar mehr Hinweise auf die Ambivalenz der Erzählung wünschenswert gewesen, die während des Lesens stärkere Zweifel gesät hätten. So hätte der Leser noch mehr rätseln und deuten können. Genauso begrüßenswert wäre die Fortsetzung bestimmter Erzählstränge gewesen. Stattdessen bleibt das Gefühl, dass manche Dinge nicht weiterverfolgt werden, obwohl es noch einiges dazu zu sagen gäbe. Auch wirken manche Details wie wichtige Hinweise, verlaufen dann aber im Sande. Man wartet darauf, dass sie relevant werden und bleibt dann im Regen stehen.

Gillespie and I bietet eine interessante, ereignisreiche und atmosphärische Geschichte mit vielschichtigen Charakteren. Der Roman verbreitet eine subtile Spannung, die süchtig macht und das Ende verstärkt die Eindrücke sogar noch. 

Kommentare: 1
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suse9s avatar

Rezension zu "Gillespie and I" von Jane Harris

Hinter dem kitschigen Cover verbirgt sich eine unglaublich spannende Geschichte
suse9vor 5 Jahren

Sowohl die Farbe als auch das Cover selbst hätten mich davor zurückschrecken lassen, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Der Titel ist völlig nichtssagend und lockt mich nicht hinter dem Herd hervor. Aber ich habe das Buch in die Hand gedrückt bekommen. Ich solle es lesen, um im Anschluss darüber diskutieren zu können. Nun, so nett gebeten, ziere ich mich nicht lange und füge mich. Allerdings waren die ersten Seiten dann alles andere als überraschend und originell. Sie plätscherten so dahin.

Harriet, eine alleinstehende nicht mehr ganz so junge Engländerin, pflegte ihre Tante bis zu deren Tod liebevoll und aufopfernd. Um ihrer Trauer zu entfliehen, fährt sie nach Glasgow, um dort die Weltausstellung 1888 zu besuchen. Dort lernt sie die Familie Gillespie kennen. So unspektakulär dies jetzt klingt, so ist es auch geschrieben – keine Spannung, keine Überraschungen. Uns werden die Familienmitglieder vorgestellt und schon bald erkennen wir auch den ein oder anderen Missklang. Da sind die beiden kleinen Mädchen der Familie, die alles andere als gut erzogen scheinen, die Schwiegermutter mit ihrer Nerv tötend schrillen Stimme, das Oberhaupt der Familie, der Maler Gillespie, der sich rar macht, und seine etwas verhuscht wirkende Frau Annie.

Fast wollte mich die Langeweile beim Lesen übermannen, und ich hätte das Buch weggelegt, wenn ich nicht zum Durchhalten animiert worden wäre. Und plötzlich schlich sich ein leichtes Unbehagen ein. Durch leichtes Kratzen an der oberflächlichen Handlung schimmerte eine latente Missstimmung hervor. Es schien etwas zu geschehen, was noch nicht richtig auszumachen war. Ein leichtes Stirnrunzeln, ein fragendes Augenzwinkern und schon musste ich die nächste Seite ein wenig schneller umschlagen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wohin die Handlung mich führen würde, blieb lange im Dunklen verborgen. Nur eines ist klar geworden, dass ich den Roman nun auf keinen Fall mehr vorzeitig abbrechen konnte. Ganz im Gegenteil war ich schon wieder tief in meinen Theorien gefangen, jagte ein Gedanke den nächsten. Glaubte ich, auf dem richtigen Pfad zu sein, führte mich die nächste Szene wieder zurück auf den Holzweg und stiftete Verwirrung. Ich mag Handlungen, die ein derartiges Spielchen mit mir treiben.

Bis zum Schluss hat es die Autorin geschafft, mich im Nebel tappen zu lassen, und am Ende des Buches kann ich nur begeistert eine Leseempfehlung aussprechen. Man muss im Vorfeld gar nicht so viel über das Genre oder die Handlung dieses Romans wissen. Nur sollte man ein wenig Geduld haben und der Geschichte Zeit geben, damit sie an Fahrt zulegen kann, denn das tut sie letztendlich und wenn es soweit ist, sollte man sich angeschnallt haben.

Ich bin froh, dass ich mich wieder einmal zu etwas habe überreden lassen, was ich eigentlich nicht wollte. Manchmal muss man von seinen Prinzipien abweichen, dann sind Überraschungen möglich.

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