Jane Harris Das Vermächtnis der Magd

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Inhaltsangabe zu „Das Vermächtnis der Magd“ von Jane Harris

Hinter den ehrwürdigen Mauern eines schottischen Herrenhauses lauert das Böse ...<br /><br />Ein atmosphärisch dichter Roman vor der Kulisse des viktorianischen Englands.<br /><br />Schottland, 1863: Als die fünfzehnjährige Bessy auf Haivers Castle eine Anstellung als Magd findet, ist das verwahrloste Mädchen außer sich vor Freude, endlich ein neues Heim zu haben. Doch hinter den ehrwürdigen Mauern des Herrenhauses lauert das Böse: Die Herrin Arabella wähnt sich von dem Geist einer toten Dienstmagd verfolgt. Bessy bestärkt sie in diesem Glauben, um ihre Herrin an sich zu binden. Ein gespenstisches Spiel um Liebe und Verrat beginnt, an dessen Ende beide Frauen vom Wahnsinn gezeichnet sind.<br /><br />

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  • Rezension zu "Das Vermächtnis der Magd" von Jane Harris

    Das Vermächtnis der Magd
    simoneg

    simoneg

    18. July 2012 um 22:20

    Hinter den ehrwürdigen Mauern eines schottischen Herrenhauses lauert das Böse ... Ein atmosphärisch dichter Roman vor der Kulisse des viktorianischen Englands. Schottland, 1863: Als die fünfzehnjährige Bessy auf Haivers Castle eine Anstellung als Magd findet, ist das verwahrloste Mädchen außer sich vor Freude, endlich ein neues Heim zu haben. Doch hinter den ehrwürdigen Mauern des Herrenhauses lauert das Böse: Die Herrin Arabella wähnt sich von dem Geist einer toten Dienstmagd verfolgt. Bessy bestärkt sie in diesem Glauben, um ihre Herrin an sich zu binden. Ein gespenstisches Spiel um Liebe und Verrat beginnt, an dessen Ende beide Frauen vom Wahnsinn gezeichnet sind.... Das Buch ist aus der Sicht der Magd geschrieben und so ist leider auch die Sprache: einfach oder platt (?) und gewöhnungsbedürftig. Ich konnte mich leider nicht daran gewöhnen, und nach nur 50 Seiten war meine Schmerzgrenze erreicht. Daher kann ich zum weiteren Verlauf der Story nichts sagen. Arabella kam jedoch schon seit ihrem ersten Auftritt ziemlich abgefahren rüber.

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  • Rezension zu "Das Vermächtnis der Magd" von Jane Harris

    Das Vermächtnis der Magd
    Sonoris

    Sonoris

    17. August 2011 um 21:00

    Jane Harris ist gebürtige Irin, die mit ihrem Mann, dem Regisseur Tom Shankland, in England lebt. Bislang konnte sie sich durch Drehbücher für Kurzfilme sowie durch mehrere Kurzgeschichten einen Namen machen. Mit "Das Vermächtnis der Magd" veröffentlichte sie nun ihren ersten historischen Roman, der im 19. Jahrhundert in Schottland spielt. Jane Harris lässt die Geschichte aus der Sicht eines jungen Mädchens "Bessie" erzählen, das für sich ein neues Heim sucht und in dem Herrenhaus Castle Haivers in Schottland auch findet. In diesem Herrenhaus fühlt sich Bessie unter ihrer Herrin sehr wohl; es entsteht zwischen ihnen gar eine sehr enge Bindung, die für dem jungen Mädchen nicht nur Glück, sondern auch erhebliches Leid bereithält. Durch den Umstand, dass die Geschichte von der Dienstmagd erzählt wird, ist es für den Leser möglich, sich auf die Charaktere und die Geschichte tiefer einzulassen, die Ereignisse und die damit einhergehenden Gefühle und Stimmungen intensiver erleben zu können. Was die Geschichte für mich aber so hervorragend macht, ist bei weitem jedoch nicht allein die Möglichkeit der emotionalen Nähe zu den Figuren und Geschehnissen, sondern die besonders hohe Komplexität der Charaktere und der Geschichte sowie deren überraschende Wendungen und Höhepunkte. Ebenso tragen dazu die interessanten Themen, die in dem Roman verarbeitet wurden, bei. Die Charaktere wurden besonders dadurch komplex, dass die in dem Roman spielenden Personen zum einen teils widersprüchliche Eigenschaften besitzen und sich zum anderen im Laufe der Zeit entwickeln. So vermochte ich mich nur schwer mit den Figuren zu identifizieren. Dies ist aus meiner Sicht für eine spannende und anspruchsvolle Geschichte aber auch nicht unbedingt notwendig, da es wichtiger ist (was dann auch nicht fehlen darf), dass die Figuren Gefühle beim Leser erzeugen, welche allerdings auch nicht nur positiv oder nur negativ sein sollten. Wenn "Bessie" beispielsweise auf der einen Seite ihrer Herrin gefallen und ihr alles recht machen möchte und auf der anderen Seite ihr oder anderen Personen gegenüber, als widerspenstig oder gar despektierlich auftritt. Die oben angesprochene Entwicklung der Charaktere ist u. a. besonders bei Bessie, bei der sich ihre Sprache zunehmend verfeinert sowie bei der Herrin Arabella festzustellen, bei der sich ihre Gemütslage erheblich verändert. Neben den sehr ausgefeilten Charakteren verarbeitet die Autorin interessante Themen wie beispielsweise die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, Unterordnung in bestehende Hierarchien und Prostitution. Anhand der Begegnung von "Bessie" aus ärmlichen Verhältnissen und die aus der oberen Schicht stammende "Arabella Reid" wird die Konfrontation beider Schichten besonders verdeutlicht. Ebenso geht die Autorin intensiver auf das Thema der Prostitution ein, die gerade in der damaligen Zeit mit seinem doch recht prüden und triebgehemmten Hintergrund als anrüchig betrachtet worden sein musste. Zudem bekommt dieses Thema durch die entsprechende Darstellung im Roman einen stark traurigen und beklemmenden Charakter. Mit den hervorragend eingeführten Wendungen und Höhepunkte vermochte es Jane Harris nicht nur Spannung langsam aufzubauen, zu halten und immer wieder zu steigern, sondern dabei auch die Geschichte in ein subtiles und gefühlvolles Ende münden zu lassen. Insgesamt ist Jane Harris mit "Das Vermächtnis der Magd" ein sehr stimmiger, komplexer und gefühlvoller Roman gelungen, der mich nachdenklich und mit teils verwirrenden Gedanken und Empfindungen (ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll) zurücklässt. Ich glaube, wenn dies eine Geschichte mit den oben aufgeführten Merkmalen vermag, ist es ein anspruchsvoller und zugleich bewegender Roman, von denen ich, in dieser Kombination mehr lesen möchte. Dementsprechend freue ich mich schon sehr auf ein zweites Werk von Jane Harris, das nicht lange auf sich warten lässt.

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  • Rezension zu "Das Vermächtnis der Magd" von Jane Harris

    Das Vermächtnis der Magd
    muprl

    muprl

    22. June 2009 um 14:15

    "Das Vermächtnis der Magd" ist auf jeden Fall mal ein ANDERER historischer Roman. Weit ab von der oft durchschlagenden Romantisierung und Identifizierung mit den Helden um jeden Preis. Der historische Hintergrund wird gut beleuchtet, gerade die Entwicklung der Psychologie und Pädagogik, bzw. die zunehmende "Verwissenschaftlichung" der Diskurse sind schön eingearbeitet. Die technische Entwicklung und die Stellung der Frau sind angenehm beiläufig thematisiert. Diese dezente "Historisierung" hängt auch mit dem Schauplatz des Romans zusammen: Ein einsam gelegener Gutshof bietet weniger Anknüpfungspunkte an die Epoche als eine Stadt oder ein Wanderschaft. Gerade dieser Aspekt bringt die schön düstere Stimmung und leicht klaustrophobische Spannung mit sich, die so angenehm an die Tradition der "Gothic Novels" erinnert. Ich persönlich fand das Buch spannend und das "Geheimnis" nicht allzu leicht zu durchschauen. Als zusätzlichen Pluspunkt möchte ich die Behandlung der Sprache erwähnen, die sich mit der Heldin im Laufe der Zeit verwandelt. Mich hat "Das Vermächtnis der Magd" begeistert und mir spannende, lehrreiche und vergnügte Stunden beschert. Was will man mehr?

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