Jane Harris Gillespie and I

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Inhaltsangabe zu „Gillespie and I“ von Jane Harris

Back in 1888, the young, art-loving Harriet arrives in Glasgow at the time of the International Exhibition. After a chance encounter she befriends the Gillespie family and soon becomes a fixture in all of their lives. But when tragedy strikes the promise and certainties of this world all too rapidly disintegrate into mystery and deception...
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  • Hinter dem kitschigen Cover verbirgt sich eine unglaublich spannende Geschichte

    Gillespie and I

    suse9

    25. November 2013 um 11:18

    Sowohl die Farbe als auch das Cover selbst hätten mich davor zurückschrecken lassen, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Der Titel ist völlig nichtssagend und lockt mich nicht hinter dem Herd hervor. Aber ich habe das Buch in die Hand gedrückt bekommen. Ich solle es lesen, um im Anschluss darüber diskutieren zu können. Nun, so nett gebeten, ziere ich mich nicht lange und füge mich. Allerdings waren die ersten Seiten dann alles andere als überraschend und originell. Sie plätscherten so dahin. Harriet, eine alleinstehende nicht mehr ganz so junge Engländerin, pflegte ihre Tante bis zu deren Tod liebevoll und aufopfernd. Um ihrer Trauer zu entfliehen, fährt sie nach Glasgow, um dort die Weltausstellung 1888 zu besuchen. Dort lernt sie die Familie Gillespie kennen. So unspektakulär dies jetzt klingt, so ist es auch geschrieben – keine Spannung, keine Überraschungen. Uns werden die Familienmitglieder vorgestellt und schon bald erkennen wir auch den ein oder anderen Missklang. Da sind die beiden kleinen Mädchen der Familie, die alles andere als gut erzogen scheinen, die Schwiegermutter mit ihrer Nerv tötend schrillen Stimme, das Oberhaupt der Familie, der Maler Gillespie, der sich rar macht, und seine etwas verhuscht wirkende Frau Annie. Fast wollte mich die Langeweile beim Lesen übermannen, und ich hätte das Buch weggelegt, wenn ich nicht zum Durchhalten animiert worden wäre. Und plötzlich schlich sich ein leichtes Unbehagen ein. Durch leichtes Kratzen an der oberflächlichen Handlung schimmerte eine latente Missstimmung hervor. Es schien etwas zu geschehen, was noch nicht richtig auszumachen war. Ein leichtes Stirnrunzeln, ein fragendes Augenzwinkern und schon musste ich die nächste Seite ein wenig schneller umschlagen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wohin die Handlung mich führen würde, blieb lange im Dunklen verborgen. Nur eines ist klar geworden, dass ich den Roman nun auf keinen Fall mehr vorzeitig abbrechen konnte. Ganz im Gegenteil war ich schon wieder tief in meinen Theorien gefangen, jagte ein Gedanke den nächsten. Glaubte ich, auf dem richtigen Pfad zu sein, führte mich die nächste Szene wieder zurück auf den Holzweg und stiftete Verwirrung. Ich mag Handlungen, die ein derartiges Spielchen mit mir treiben. Bis zum Schluss hat es die Autorin geschafft, mich im Nebel tappen zu lassen, und am Ende des Buches kann ich nur begeistert eine Leseempfehlung aussprechen. Man muss im Vorfeld gar nicht so viel über das Genre oder die Handlung dieses Romans wissen. Nur sollte man ein wenig Geduld haben und der Geschichte Zeit geben, damit sie an Fahrt zulegen kann, denn das tut sie letztendlich und wenn es soweit ist, sollte man sich angeschnallt haben. Ich bin froh, dass ich mich wieder einmal zu etwas habe überreden lassen, was ich eigentlich nicht wollte. Manchmal muss man von seinen Prinzipien abweichen, dann sind Überraschungen möglich.

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