Jane Rogers Das Testament der Jessie Lamb

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Inhaltsangabe zu „Das Testament der Jessie Lamb“ von Jane Rogers

Was wäre, wenn eines Tages keine Kinder mehr geboren würden? Die junge Jessie Lamb lebt in einer Welt, in der jede Frau, die nach ihrem sechzehnten Geburtstag schwanger wird, stirbt. Die Ursache ist ein bisher unerforschtes Virus, die Folgen sind katastrophal: Es werden keine Kinder mehr geboren, die Wissenschaft ist ratlos, und die Menschheit geht langsam, aber sicher ihrem Ende entgegen. Doch das kann und will Jessie nicht akzeptieren: Sie möchte dieser Welt etwas Gutes hinterlassen. Sie möchte neues Leben schenken, auch wenn das bedeutet, dass sie mit ihrem eigenen dafür bezahlen muss ...

Nicht nachvollziehbare Denkweise der Protagonistin..

— birdotheweirdo
birdotheweirdo

Der Hilferuf einer depressiven Jugendlichen, die sich in eine fixe Idee verliert.

— NiWa
NiWa

Guter solider Schreibstil, das Thema eine schöne Idee, nur leider hapert es an der Umsetzung. Auch leider nicht allzu spannend.

— Schneekatze
Schneekatze

Eine wirklich tolle Romanidee mit guten Ansätzen. Dennoch wurde ich etwas enttäuscht da ich etwas mehr erwartet hätte.

— Belladonna
Belladonna

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  • Das Testament der Jessie Lamb

    Das Testament der Jessie Lamb
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 16:33

    „Denn sie scheint die Einzige zu sein, die die Menschheit vor dem Aussterben bewahren kann.“ Dieser Satz im Klappentext von Jane Rogers Roman hat mich gefesselt, gefangengenommen, neugierig gemacht. Ich hatte eine wunderbar düstere Distopie erwartet. Eine rebellische Heldin in Lebensgefahr. Ich wurde enttäuscht. Jessie Lamb lebt in England – wie weit in der Zukunft oder gar mitten in der Gegenwart wird nicht erwähnt – in einer Welt, in der keine Kinder mehr geboren werden. Alle Frauen sind an MTS erkrankt – dem Muttertodsyndrom – das während der Schwangerschaft ausbricht und gleichermaßen tödlich wie unheilbar ist. Wenn nicht bald ein Medikament gefunden wird, wird die Menschheit über kurz oder lang aussterben. Ein fürchterlicher Gedanke. Doch es gibt eine Möglichkeit auf Rettung. Man nennt sie „Schlafende Schöne“ – junge Frauen, die nicht älter als 17 sein dürfen, opfern sich um im Koma liegend ein Baby auszutragen. Sie werden verehrt und verachtet zugleich. Für die einen sind sie Heilige, für die anderen naive Lämmer, die man zur Schlachtbank führt. Auch Jessie ringt mit der Entscheidung, ihr Leben für die Menschheit zu opfern. Nichts Halbes und nichts Ganzes – so würde ich Das Testament der Jessie Lamb am ehesten beschreiben. Jane Rogers schafft es zwar, mir ihre Vision eines tödlichen Virus zu vermitteln, aber sie berührt mich nicht damit. Ich kann die Konsequenz dieser Krankheit nicht spüren, ihre Erzählweise wirkt viel zu klinisch auf mich, um wirklich erschreckend zu sein. Eine Welt ohne Kinder und dann eine Welt ohne Menschen – das ist ja ihre Vision – aber für mich geht sie nicht genug auf die Konsequenzen ein; und auch in der Person der Jessie kann ich nicht genügend Angst und Panik spüren, um dieses Szenario realistisch erscheinen zu lassen. Jessie als Protagonistin bleibt flach und farblos. Leider. Steckt doch so viel Potential in ihr. Sie könnte eine Heldin sein, tapfer und erschrocken. Eine Kämpferin. Eine Rebellin. All das ist sie für mich nicht. Sie ist eine Jugendliche, die mit ihrem Leben nicht zurechtkommt, die nicht weiß, was sie vom Leben will – und die letztendlich einfach keinen Halt in ihrer Familie bekommt. Will sie deshalb am Experiment teilnehmen um ihrem Leben einen Sinn zu geben? Für mich nicht nachvollziehbar – und Jane Rogers schafft es auch nicht, mir Jessies Entscheidung und vor allem ihren Charakter näher zu bringen. Die Idee hinter dem Roman mag zwar gelungen sein, genau wie die ethischen und moralischen Aspekte, die Das Testament der Jessie Lamb anspricht, doch die Umsetzung ist es nicht. Insgesamt zu dünn und zu farblos, da helfen auch die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart nicht aus, um dieses Buch zu einem echten Genuss zu machen. Im Klappentext wird der Roman mit Margaret Atwoods (meiner Meinung nach) genialen Roman Der Report der Magd in eine Reihe gestellt – doch zwischen den beiden liegen Universen.

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  • Ein Drama im Dystopiengewand

    Das Testament der Jessie Lamb
    Büchernische

    Büchernische

    Science Fiction? Dystopie? Arthur C. Clark - jedem Leser von Science Fiction-Literatur dürfte der Name dieses mehrfach ausgezeichneten Schriftstellers hinreichend bekannt sein. Ein Buch, das mit dem nach diesem Visionär benannten und gegründeten Literaturpreis ausgezeichnet wird, muss schon einen besonderen Stellenwert innerhalb dieses facettenreichen Genres haben. Zumindest sollte es so sein - und vor allem sollte es auch in unmittelbarer Nähe eben jener Science Fiction angesiedelt sein. Ich möchte den Juroren dieses Preises nun keinesfalls zu nahe treten, denn sie werden schon wissen, warum sie ihre Preise verleihen; aber wenn eine Geschichte nur marginal am Genre-Tellerrand kratzt und man das "Science" mit einem Elektronenmikroskop suchen muss, ist die Entscheidung doch zumindest mit einem deutlichen Fragezeichen über dem Kopf hinzunehmen. Gänzlich anders als erwartet, erweist sich der neue Roman der mehrfach ausgezeichneten Autorin als eine Art Tagebuch. Soweit, so gut. Ich hatte schon öfter mit Büchern zu tun, die erstens in der von mir früher nicht ganz so beliebten Ich-Perspektive verfasst wurden und zweitens fernab des typischen Einheitsbreis dystopischer Zukunftsvisionen anzusiedeln sind. Doch das, was sich hinter den 384 Seiten verbirgt, verwirrte eher, als dass es unterhielt. Nun mag es der Jugendhaftigkeit der Protagonistin geschuldet sein, dass unter all den - zweifellos sehr durchdachten - Gedankengängen wirre Sprünge stattfinden, aber trotz einer leichten Wandlung zum Ende des Buches hin vermisst man oft die kraftvollen, ruhigen Passagen. Es gibt keine epischen Momente, keine Wendungen in der Geschichte. Alles - wirklich alles - ist leicht vorhersehbar und vollkommen linear. Der Dystopie-Faktor reduziert sich letztendlich auch nur auf die MTS-Krankheit (Muttertod-Syndrom) und die theoretische Möglichkeit des Menschheitsendes, schafft es jedoch nicht, mich tatsächlich in den Bann zu ziehen, denn bis auf den interessanten Storyansatz passiert recht wenig. Darüber hinaus schürt der Klappentext Erwartungen, welche in der Geschichte selbst in keinster Weise zutreffen. Jessie Lamb ist nicht die Einzige (auch nicht scheinbar), die die Menschheit vor dem Aussterben bewahren kann. Die Buchbeschreibung ist in dieser Beziehung ehrlicher. Ich empfehle eine Leseprobe, um Missverständnissen vorzubeugen. Mehr als einmal nimmt sich die Story selbst den Wind aus den Segeln, weil sie stetig vor Augen führt, welche zahlreichen Alternativen es im Grunde noch gibt und auf welch dünnem Eis Jessies "folgenschwere Entscheidung" eigentlich fußt. Und eben dies ist auch das generelle Problem der Geschichte: Das Fehlen jedweder Vernunft bis hin zur Unlogik, die einem mit dem Kopf schütteln lässt. Das stete Springen an sinnlose Nebenschauplätze (welche tatsächliche Storyrelevanz hatte bitteschön dieses ständige Betrachten dieser Tierschutzorganisation?) sowie die komplett aufgesetzte Sexszene, die offenbar zum reinen Selbstzweck stattfand - denn sie führte weder zu einer dramatisch anders gelagerten Situation, noch kratzte sie an der Haupthandlung. Interessante Ansätze Was sich mit dem Klappentext bereits angedeutet - ein Virus bedroht die Menschheit und die Wissenschaft versucht verzweifelt, der Lage Herr zu werden - spielt sich im Laufe der Kapitel mehr oder minder im Hintergrund ab und unterscheidet sich von anderen Zukunftsszenarien allein dadurch, dass die eigentliche Katastrophe gerade im Entstehen ist, während in den meisten von mir gelesenen Büchern die Menschheit bereits mit den Auswirkungen zu kämpfen hat und sich im Wiederaufbau befindet. Die Idee, an eben jenem Moment anzusetzen ist interessant und auch nicht allzu weit hergeholt, zumal der Zeitrahmen in (sehr) naher Zukunft angesiedelt wurde. Die Handlung wird in zwei Erzählstränge aufgeteilt, wobei sich der Großteil in der Vergangenheit abspielt. Der Prolog startet in der Gegenwart, Jessie wird gefangen gehalten und greift zu Notizbuch und Stift, um ihre Story niederzuschreiben, um ihr Vermächtnis zu Papier zu bringen. Wir blicken zurück auf ihr Leben im England der nahen Zukunft und verfolgen ihren Weg bis hin zu dem Moment ihrer Entscheidung, wo schließlich beide Stränge zusammenlaufen. Das ist konzeptionell interessant und durchaus spannend, wird aber durch ein viel zu frühes Offenbaren der Person, welche Jessie gefangen genommen hat, zu einem langweiligen Nebenschauplatz degradiert. Im Nachhinein betrachtet führt dieser Erzählstrang sich sogar selbst ad absurdum, weil er zum einen die logisch schwächste Stelle des ganzen Buches beinhaltet und zum anderen keinerlei Auswirkungen auf die Kerngeschichte hat. Die Story wollte und wollte nicht zünden, löste auch keine Gefühlsregungen in mir aus. Nach etwa der Hälfte klappte ich das Buch zu, lehnte ich mich kopfschüttelnd in meinem Lesesessel zurück und fragte mich, warum immer und immer wieder dieselben Diskussionen geführt wurden, warum sich die junge Dame nicht weiter entwickelte und wann die Spannungskurve endlich an Fahrt gewinnen würde. Es wurde zunehmend mühsamer, sich durch die Seiten zu kämpfen und nach dem gewissen Kick zu suchen. Dabei ist der Grundgedanke, dass ein einzelner Mensch mehr bewirken kann als er sich vorstellen kann, logisch und nachvollziehbar. Würde sich jeder der Verantwortung entziehen, dem großen Ganzen einen Dienst zu erweisen, würden wir vor dem unausweichlichen Untergang stehen. Soweit ist das ja alles auch ganz hübsch. Doch handelt Jessie wirklich aus diesen uneigennützigen Beweggründen heraus oder flüchtet sie nur wie alle anderen auch? Das wird einem nie so recht klar - obwohl es das eigentlich sollte bei einem Buch aus der Ich-Perspektive - und wenn man die Motivation der Protagonistin anzweifelt, fällt alles andere in sich zusammen wie ein Kartenhaus im Wind. Ihre Gedanken und Handlungen laufen irgendwann auseinander, was zu einer spannenden Grundlage hätte führen können. Leider vertut die Autorin diese Chance, indem sie ihre Hauptfigur durch Deus-Ex-Machina-Wendungen in ausweglose Situationen zwingt. Dabei ist die unheldenhafte Tendenz der Jessie Lamb nicht einmal das Problem gewesen. Ich schreibe bewusst "unheldenhaft", weil ich es so empfunden habe. Natürlich hatte ich gehofft, dass sie eine tragende Rolle zur Rettung der Menschheit inne hält, beispielsweise Immunität gegenüber dem MTS-Virus. Irgendetwas, dass sie vom Rest der Welt unterscheidet, ein Hoffnungsschimmer am Horizont, ein Licht am Ende des Tunnels - wenigstens eine verborgene Heldin, welche in ihre Rolle hineinwächst. Doch nichts davon ist der Fall, und so gleitet die Protagonistin in die Beliebigkeit hinein. Sie ist austauschbar - ein Jedermann mit pseudointellektuellen Gedankensprüngen, welche tatsächlich die einzige Stärke dieses Buches darstellen. Nüchtern, emotionslos, nachdenklich Getragen von einem geradezu trockenen Schreibstil, der mich an wahllos aneinandergereihte Cutscenes erinnert, beleuchtet Jane Rogers die eigentlich furchtbare Zukunftsperspektive anhand Jessies näherem Umfeld. Man erschafft aber keine düstere Atmosphäre, Anspannung oder erzeugt irgendeine Form von Bedrohung, wenn man den gnadenlos zusammengeschrumpften Blickwinkeln der Protagonistin folgen muss, während diese die eigentliche Bedrohlichkeit zum größten Teil durch den Fernseher(!) wahrnimmt. Das ist sicherlich realistisch, weil Jessie eben keine echte Heldin ist - aber will man sowas lesen? Die Autorin versucht auch, ihre Protagonistin durch vereinzelte Situationen mit der sich verändernden Gesellschaft zu konfrontieren. So wird Jessie in einem Kapitel überfallen - das passiert natürlich nur in einer MTS-gebeutelten Welt. Desweiteren wird einem weis gemacht, dass Homosexualität ein quasi-Ausweg für viele Männer darstellt. Frau Rogers, Sie können den biologischen Imperativ eines ganzen Geschlechts nicht einfach ausknipsen, nur weil es ihrer Geschichte dienlich ist. Auf der anderen Seite findet auch eine Vergewaltigung statt - ja was denn nun? Familienmitglieder, Freunde aus der Schule, Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung erkranken - sterben, doch Jessie nimmt dies meines Eindrucks nach recht emotionslos wahr. Überhaupt wirkte ihre Figur bis zum Schluss gefühlskalt auf mich, ihre Motivation ist mir selbst jetzt nach Beenden des Buches nicht wirklich klar geworden. Dies ist sowohl dem Schreibstil geschuldet als auch der zu oberflächlichen Charakterzeichung. Jessie Lamb möchte verstanden werden, doch meine Zweifel wuchsen, ob sie dies mit ihrem sturen Verhalten durchzusetzen vermochte. Einzig ihre Stärke und letztendlich ihr ungebrochener Willen, sich durch nichts und niemanden beeinflussen zu lassen, imponierten mir. Einige nachdenkliche Passagen, in der die Protagonistin ihre Erlebnisse hin und wieder reflektieren darf, stellen die eigentliche Stärke des Buches dar. Das offene Ende lässt leider nur zwei Möglichkeiten zu, so dass man sich auch hier nicht den Kopf übermäßig zerbrechen wird. Mein (ausführliches) Fazit: Die Idee eines die Menschheit bedrohenden Virus ist nicht neu. So bleibt dem Ansatz dieser Geschichte eigentlich nur die spezielle "Schwangere sind betroffen"-Note. Jane Rogers hat eine Geschichte um eine Geschichte gewoben, welche sie eigentlich hätte erzählen sollen. Durch den stark eingeschränkten Blickwinkel der Protagonistin kann der Leser die Bedrohung kaum wahrnehmen, weswegen es ständig an Dramatik fehlt. Alles fließt linear von Anfang bis Ende - alternative Lösungswege gibt es zwar, doch sind diese abstrakt und nehmen der Bedrohung sämtliche Intensität. Mir bringt es als Leser nichts, wenn die immer gleichen Diskussionen am Kern des Themas vorbeiführen und erst dann Klartext geredet wird, wenn das Ende längst fest steht - was bereits nach der Hälfte des Buches der Fall ist. Wendungen gibt es nicht - darüberhinaus trieft der Plot vor jugendlicher Naivität, die mit solcher schon fast nicht mehr zu erklären ist. Das geht so weit, dass man gegen Ende des Buches mehrmals mit dem Kopf schütteln muss und das Logikverständnis der Autorin anzweifelt. Seine Stärken bezieht das Buch aus vereinzelt auftretenden Kommentaren und Ansichten, welche auf dem Niveau einer Abiturientenklasse vor sich hin köcheln. Der Dystopie-Faktor ist nur rudimentär vorhanden und einen Science-Fiction-Aspekt gibt es meines Erachtens überhaupt nicht. Das deutsche Cover verfehlt das Thema völlig und der Klappentext informiert darüber hinaus auch noch falsch.

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    • 4
    NiWa

    NiWa

    18. June 2014 um 18:20
  • Dystopische Jugendliche

    Das Testament der Jessie Lamb
    NiWa

    NiWa

    18. January 2014 um 15:02

    In Jessies Welt werden aufgrund einer Erkrankung keine Kinder mehr geboren. Werdende Mütter sterben unter schrecklichen Umständen während der Schwangerschaft und die Menschheit versinkt zunehmend in Hoffnungslosigkeit und Resignation.  Wissenschafter suchen krampfhaft nach einer Lösung und die Jugendliche Jessie trägt die Gewissheit in sich, ihren Teil zur Rettung der Welt beitragen zu können.  Die Autorin entführt den Leser in eine traurige Welt, die von der Düsternis der Kinderlosigkeit verschlungen wird. Jessie zeichnet gesellschaftliche und politische Entwicklungen in ihrem Testament für die Nachwelt auf - natürlich in der Hoffnung, dass es eine geben wird. Es kommt zu Unruhen und Radikalisierung, wobei hier viele Entwicklungen für mich nicht ganz nachvollziehbar sind. Jugendliche Gutmenschen rotten sich in verschiedensten Organisationen zusammen und versuchen, durch Bomben, Mülltrennung oder dem Wahlrecht für 6jährige die Welt zu retten!?! Hier fehlt mir einfach der Bezug zur Grundthematik.  Jessie selbst trifft eine Entscheidung, mit der ich persönlich auch nichts anfangen kann und ihre Eltern werden mir etwas zu passiv dargestellt.  An und für sich zeigt uns Jane Rogers eine beängstigende Vorstellung. Was wäre wenn keine Kinder mehr geboren werden? Diese interessante Grundidee wurde allerdings etwas farblos verpackt. Für mich ist das Testament der Jessie Lamb der Hilferuf einer depressiven Jugendlichen, die sich in eine fixe Idee verliert und sich gedankenverloren in ihre Wunschvorstellungen flüchtet.  (c) NiWa

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  • Sehr interessante Grundidee, nur leider fehlt es an der Umsetzung

    Das Testament der Jessie Lamb
    lexxi2k

    lexxi2k

    21. July 2013 um 14:13

    Der Inhalt: Es ist in der nahen Zukunft und die Menschheit wurde von einem Virus befallen. Jeder einzelne ist damit infiziert, allerdings tötet er nicht die Menschen, sondern er greift nur auf Frauen über die schwanger werden und tötet die Mutter samt ungeborenen Kind. Die Wissenschaftler arbeiten schon mit Hochdruck an einem Gegenmittel, aber es sind noch keine Erfolge zu verzeichnen. Die einzige Möglichkeit besteht in den sogenannten "schlafenden Schönen" die in ein künstliches Koma versetzt werden und somit das Kind austragen können. Allerdings sterben auch hier die Mütter nach der Geburt. Jessie möchte nicht ratlos zusehen wie die restliche Menschheit zugrunde geht und möchte eine "schlafende Schöne" werden. Aber nicht alle sind mit ihrer Entscheidung einverstanden. Meine Meinung: Das Szenario hat irgendwie etwas und ist wirklich vielversprechend. Leider fehlte es hier an der Umsetzung, denn mir fehlten eindeutig noch gewisse Hintergrundinformationen und viele Dinge blieben ungeklärt. Es ist zum einen nicht klar, woher das Virus kam, wer es entwickelt hat und warum und ob ein Heilmittel gefunden wurde. Dies hat mich doch schon etwas Unbefriedigt zurückgelassen. Auch mit der Hauptprotagonistin Jessie hatte ich so meine Probleme und bin nicht wirklich mit ihr warm geworden. Für mich blieb sie das ganze Buch über ziemlich blass und ich konnte ihre Handlungen nicht wirklich nachvollziehen. Auch ihre Beweggründe für ihren Entschluss eine "schlafende Schöne" zu werden, waren mir nicht überzeugend genug. Da die Geschichte aus der Sicht von Jessie erzählt wird, bleibt es natürlich nicht aus, dass die anderen Charaktere ziemlich blass und gesichtslos wirken, obwohl ich mir bei dem ein oder anderen doch etwas mehr vorgestellt hätte. Am interessantesten fand ich noch Jessie's Vater, der alles daran setzt, seine Tochter von ihrem Entschluss abzubringen. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich schon sehr neugierig auf das Buch. Allerdings muss ich im nachhinein sagen, dass der Klappentext doch etwas irreführend ist, da der Erhalt der Menschheit nicht alleine von Jessie abhängt, sondern dafür jedes Mädchen bis 16 Jahre in Frage kommt. Hier war ich schon etwas enttäuscht, da ich wirklich dachte, dass der Erhalt der Menschheit alleine von einem Menschen, Jessie, abhängt. Wäre dies von vornherein richtig klar gestellt gewesen, wäre ich sicherlich nicht so enttäuscht gewesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, aber mir fehlten irgendwie die Emotionen und die Geschichte plätscherte nur so dahin. Auch eine gewisse Spannung konnte während des Lesens nicht aufgebaut werden, da von vornherein doch schon klar war, wie das ganze nun endet, obwohl ich mir doch sehr ein anderes Ende gewünscht hätte. Erzählt wird das ganze in zwei Handlungssträngen. Einen in der Gegenwart und der andere aus der Vergangenheit, wo Jessie, in einer Art Tagebuch erzählt, wie es zu ihrem Entschluss gekommen ist. Für mich persönlich waren die Kapitel aus der Gegenwart interessanter, da dort wirklich etwas Spannung aufkam, da hier ihre Eltern gar nicht mit ihrer Entscheidung klar kommen und alles mögliche versuchen, um sie davon abzubringen. Mein Fazit: Das Testament der Jessie Lamb ist eine kurzweilige und etwas langatmige Geschichte mit einer Hauptprotagonistin mit der ich gar nicht warm werden konnte und einer Handlung die jede Menge offene Fragen zurück lässt. Ich vergebe trotzdem knappe 3 Sterne, da die Grundidee nicht schlecht ist.

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  • Anders. Neu. Jessie Lamb.

    Das Testament der Jessie Lamb
    Tanja-WortWelten

    Tanja-WortWelten

    11. July 2013 um 10:09

    ZUSAMMENFASSUNG: Jessie Lamb ist sechzehn Jahre alt und dies ist ihr Testament. Ihre Geschichte, die damit ihren Anfang nimmt, dass plötzlich alle Schwangeren an MTS erkranken, was heißt, dass sowohl sie selbst, als auch ihre Babys langsam und qualvoll sterben. Doch all das nimmt Jessie nur am Rande wahr, schließlich betrifft es sie nicht wirklich. Und das ist so lange der Fall, bis bekannt wird, dass die gesamte Weltbevölkerung an MTS erkrankt ist, jedoch nur schwangere Frauen auch daran sterben werden. Das ist der Zeitpunkt, da Jessies Welt allmählich ins Wanken gerät. Sie tritt einer Gruppe jugendlicher Aktivisten bei und beschäftigt sich mehr und mehr mit der Tatsache, dass die Menschen aussterben werden, wenn nicht bald ein Weg gefunden wird, wieder Babys zur Welt zu bringen. Zum Glück wird jener Weg schon bald ein wenig klarer. Zunächst gibt es die Möglichkeit, als so genannte "Schlafende Schöne" das Kind auszutragen, aber als Mutter dabei selbst zu sterben. Und dann, kurz darauf, werden Freiwillige gesucht für ein neues Projekt, bei dem vor MTS entnommene Embryos geimpft und in die Körper von jungen Frauen im Alter von sechzehn eingesetzt werden sollen. Jessie meldet sich freiwillig, sicher endlich ihre Bestimmung gefunden zu haben. Wenn da nicht Baz wäre, in den sie schon so lange verliebt ist und der für diese Entscheidung kein Verständnis hat, fast so wenig wie ihr Vater ... FAZIT: Nach unzähligen Dystopien, haben wir hier also mal ein - so finde ich zumindest - Mischbuch, das sich sowohl mit dem Ende der Welt befasst, als auch irgendwie in so gar keine konkrete Kategorie passen will. Wirklich nicht. Die Thematik der zum Untergang verdammten Menschheit, kombiniert mit der Reaktion von Jessie und ihrer Familie auf diese Tatsache macht das Ganze zwar greifbarer, allerdings auch wieder ein wenig unrealistischer. So kam es mir unangemessen vor, dass Jessie die Krankheit, die die Menschen bedroht, zu Beginn der Geschichte absolut und vollkommen egal ist. Das machte die Protagonisten Jessie für mich leider ziemlich unsympathisch. Hinzu kommt die Beziehung zu ihrem Vater, die zu Beginn so toll dargestellt wird, nur um dann im Laufe der Geschichte irgendwie nur noch verstörend zu wirken - vor allem von Jessies Seite. Außerdem nahm ich Jessie leider die Aussage, dass sie "weiß, was sie da tut" schon sehr bald nicht mehr auf. Für mich wirkte ihr Verhalten nämlich ziemlich unreif, wenngleich ich wiederum verstehen kann, dass sie diese eine Entscheidung selbst treffen musste. Wie es allerdings zu eben jener einen Entscheidung kam, wirkte auf mich eher wie typisches Teenagerverhalten - mit dem Kopf durch die Wand, ohne groß darüber nachzudenken. Alles in allem muss ich jedoch sagen, dass mir die Idee dieses Buches im Grunde ganz gut gefiel. Nur muss ich rückblickend gestehen, dass im Hinblick auf die Geschichte der Klappentext des Buches ein wenig verwirrend, um nicht zu sagen missverständlich ist. Dennoch - einmal abgesehen von den kleineren und größeren Schwächen des Buches, die leider vor allem der Protagonistin zuzuschreiben sind ...

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  • Das Testament der Jessie Lamb

    Das Testament der Jessie Lamb
    Belladonna

    Belladonna

    08. July 2013 um 11:41

    Beschreibung Jessie Lamb lebt in einer Welt, die von einem bisher unerforschtem Virus beherrscht wird. Die Auswirkungen des Virus sind katastrophal: Jede Frau die nach ihrem sechzehtnen Geburtstag schwanger wird, erkankt an einer unheilbaren Kranktheit. So werden nur noch wenige gesunde Kinder geboren und die Menschheit steuert auf das Aussterben zu. Doch die junge Jessie hat genug vom zu sehen, sie möchte einen Beitrag für die Zukunft leisten und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie meldet sich für das Programm der schlafenden Schönen um neues Leben zu schenken und somit die Zukunft einer weiteren Generation zu sichern, doch dafür muss sie ihre eigenes Leben aufgeben… Meine Meinung Die Bewertung von Jane Rogers Roman “Das Testament der Jessie Lamb” fällt mir wahrlich nicht leicht. Die Geschichte bietet jede Menge Potential und hat eine fesselnde Grundidee. Dennoch konnte ich mich nicht so richtig in die Geschichte und die Hauptprotagonistin Jessie Lamb hineinfühlen. Die Welt, in der Jessie Lamb heranwächst wird von einem Virus beherrscht, der bei jeder jungen Frau die schwanger wird eine tödliche Krankheit auslöst. Bisher haben die Wissenschaftler noch kein Heilmittel gefunden. Es wird experementiert und in alle Richtungen geforscht. Dieser Grundstock bietet viel Spielraum für eine fesselnde und emotionale Geschichte. Leider wurden meine hohen Erwartungen nicht erfüllt. Die Charaktere bleiben größtenteils farblos und zur Hauptfigur Jessie Lamb, die das ganze aus der Ich-Perspektive erzählt, finde ich einfach keinen Draht. Die nüchterne Erzählweise von Jane Rogers passt ganz gut zu der grauenvollen Vorstellung, dass ein Virus jede junge Frau, die ein Kind in sich trägt, in’s Grag befördert. Dadurch stellt sich beim lesen recht schnell eine bedrückende Atmosphäre ein. Als Jessie Lamb beschließt sich der Forschung als “Versuchskaninchen” zur Verfügung zu stellen wird sie auf eine harte Probe gestellt. Ihre Familie und Freunde stellen sich gegen ihre Entscheidung und setzten alles daran sie noch umzustimmen. Ich habe die ganze Zeit versucht zu verstehen warum sich Jessie für das Programm der schlafenden Schönen entschieden hat – leider bin ich auch nicht schlauer als ihre Familie geworden. Die Beweggründe von Jessie dringen nicht so richtig zu mir durch und es macht auf mich den Eindruck, dass sie einfach nur ihren Entschluss durchsetzen möchte, egal wie schlimm diese Entscheidung für ihre Eltern und Freunde auch sein mag. Der Interessenkonflikt wird eindrücklich von der Autorin untermalt und verliert bis zum Ende nicht Ausdruckskraft. Obwohl mich Jane Rogers nicht so recht zu fesseln vermochte finde ich, dass ihr Roman jede Menge Potential bietet. Ich vergebe 3 von 5 Grinsekatzen! Über die Autorin Jane Rogers, mehrfach ausgezeichnete britische Literatin, hat in England bereits sechs Romane veröffentlicht. Sie arbeitet für Radio und Fernsehen und lehrt an der Universität Sheffield. Mit ihren beiden Kindern lebt sie in Lancashire. (Quelle: Heyne Verlag) Fazit Eine wirklich tolle Romanidee mit guten Ansätzen. Dennoch wurde ich etwas enttäuscht da ich etwas mehr erwartet hätte.------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 08.07.2013

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  • Das Testament der Jessie Lamb

    Das Testament der Jessie Lamb
    joshi_82

    joshi_82

    03. July 2013 um 11:14

    "Das Testament der Jessie Lamb" ist wohl wieder mal eines der Bücher, die die Leserschaft spalten wird, was ich persönlich sehr gut nachvollziehen kann. Auch ich bin mir nicht komplett klar darüber, ob ich es nun wirklich gut finden kann, denn es gibt doch einige Kritikpunkte an dem Buch, auch wenn ich mich grundsätzlich gut unterhalten gefühlt habe. Der für mich herausstechendste Punkt wäre die Protagonistin selbst: Jessie ist hier die Ich-Erzählerin der Geschichte und doch konnte ich mich absolut nicht in sie hineinversetzen oder ihre Emotionen tatsächlich mitfühlen, denn die Autorin beschreibt alles irgendwie leblos und so komplett ohne Emotionen und das bei einem Thema, welches doch eigentlich genau das Gegenteil braucht. Die Grundidee der Story gefällt mir unheimlich gut, ist beängstigend und bedrückend. Zwar ist auch die Grundstimmung in diesem Buch recht bedrückend, aber leider ist das auch die einzige Emotion, die die Autorin gut rüberbringen kann. Die Vorstellung keine Kinder mehr gebären zu können, ohne dass die Mutter schon während der Schwangerschaft sterben muss - ausgelöst durch einen Virus, der auf die Menschheit losgelassen wurde - ist schlicht und ergreifend absolut furchtbar. Es wird geforscht, um diese Krankheit irgendwie überlisten zu können und es werden dazu natürlich freiwillige "Opfer" benötigt, die sich für diese Zwecke zur Verfügung stellen. Jessie möchte ihren Teil dazu beitragen und trifft eine Entscheidung, die für sie folgenschwer sein wird... Für mich war leider zu keinem Zeitpunkt wirklich nachvollziehbar, warum Jessie diese Entscheidung getroffen hat. Irgendwie hatte ich sehr oft das Gefühl, dass sie selbst gar nicht weiß, was sie da eigentlich tut. Natürlich möchte sie helfen, die Welt wieder zu verändern, aber ich hatte oftmals nicht das Gefühl, dass sie wirklich gut darüber nachgedacht hat, denn ihre Gedanken schweifen oft vollkommen ab. Für mich war sie einfach ein labiles Mädchen, dass sich diese Idee in den Kopf gesetzt hat und allen Argumenten gegenüber taub wird und nur ihren eigenen Kopf durchsetzen will, ohne Rücksicht auf die Menschen, die sie lieben. Das sie da in einen Gewissenskonflikt gerät, hat die Autorin recht gut dargestellt, auch wenn hier ebenfalls wieder die nötigen Emotionen fehlten, die doch genau dafür so wichtig sind. Das Verhältnis zu Jessies Eltern erweist sich als schwierig und sie tritt ihnen recht schnodderig gegenüber, was sicherlich zu ihrem Alter passen mag, doch oftmals ein wenig überspitzt dargestellt wurde (zumindest was die Erzählweise Jessies über ihre Eltern anbelangt). Wirkliche Sympathien konnte ich zu keinem der Protagonisten aufbauen, was wohl auch daran liegt, dass die meisten ziemlich blass bleiben.  Gut gefallen hat mir widerrum der Schreibstil der Autorin, der sich sehr flüssig lesen lässt und trotz der Emotionslosigkeit, konnte die Geschichte mich doch irgendwie fesseln. Gerade deswegen fällt es mir so schwer, eine Bewertung vorzunehmen.  Fazit: Wer hier nicht mit zu großen Erwartungen herangeht, hat sicher seinen Spaß an dem Buch. Die Grundidee ist interessant und beängstigend, doch leider blieb die Erzählung ebendieser absolut emotionslos, was für mich hier das größte Manko darstellt, denn so eine Geschichte lebt doch von den Emotionen - gerade bei den Entscheidungen, mit denen die Ich-Erzählerin sich auseinandersetzen muss. Diese blieb jedoch - ebenso wie alle anderen Protagonisten - sehr blass und unnahbar, so dass man sich einfach nicht in sie einfühlen oder mit ihr mitfühlen kann. Leider wurde hier großes Potenzial verschenkt.

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  • [Rezension] Das Testament der Jessie Lamb

    Das Testament der Jessie Lamb
    Rosa_Mariposa

    Rosa_Mariposa

    02. July 2013 um 18:13

    Meine Meinung Geschichte: Die Menschheit steht vor dem aus. Denn alle haben MTS (Muttertodsyndrom). Jede schwangere Frau stirbt sofort an der Krankheit und dadurch können keine neuen Kinder geboren werden. Die 16-jährige Jessie Lamb entscheidet sich für einen folgendschweren Schritt und versucht die Leser und ihre Mitmenschen davon zu überzeugen, das richtige zu tun. Vorab habe ich nicht viel über das Buch gehört oder auf anderen Blogs gesehen. Obwohl es mit den Klappentext sofort Neugierde weckt. Auch die Rezensionen im Internet lassen zu wünschen übrig. Und wenn sind sie eher negativ. Das kann ich aber gar nicht nachvollziehen. Zum einen habe ich oft gelesen das Spannung und Informationen fehlen. Das stimmt zum Teil auch. Woher kommt die Krankheit und wird es am Ende ein Gegenmittel geben? Ein paar Fragen werden halt nicht beantwortet, was mich überhaupt nicht gestört hat. Die Entscheidung die Jessie für sich und die Menschheit trifft ist vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, dennoch war es total faszinierend Jessie auf ihrem Weg zu begleiten und wie sie versuchte alle anderen von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Ich fand das alles sehr spannend und interessant. Ich kann auch behaupten, dass ich noch nie so eine mitfühlende Dystopie gelesen haben. Außerdem finde ich es ausgesprochen gut, dass es ein Einzelband in dem Genre ist. Ich kann verstehen das das Ende vielen nicht gefällt, meiner Meinung regt es aber sehr zum nachdenken an und das gefiel mir persönlich sehr gut. Protagonisten: Jessie hat meinen vollen Respekt bekommen, für das was sie tut. Sie ist eine sehr starke Person und auch wenn viele ihr Verhalten und Vorhaben nicht nachvollziehen können. Sie hat einen eigenen Willen und zieht das durch was sie sich vorgenommen hat. Ich konnte mich super in sie hinein versetzten und ihren Standpunkt verstehen. Ich wünsche mir mehr solcher Protagonisten, die ein wenig anders denken und den Lesern trotzdem das rüberbringen wofür sie sich entscheiden. Jessies Eltern taten mir ein wenig Leid, sie mussten mit vielen Problemen umgehen und später dann auch mit Jessies Entscheidung. Jessies Vater hat sich zu etwas entschieden, was man an seiner Stelle total verstehen kann und trotzdem absolut absurd ist. Tolle Protagonisten, in die man sich sofort hineinversetzen kann. Schreibstil: Der Schreibstil hat mich irgendwie an Lilly Lindner erinnert und den liebe ich total. Er hat mir super gefallen, weil die Autorin besonders gut Gefühle ausdrücken kann. Er ist sehr bildlich und leicht poetisch. Manchmal gab es längere Absätze ohne Gespräche, wo man leicht abschweift und sich schnell ablenken lässt. Trotzdem hat mir das Rückblickende, Testamentartige, aus Jessies Sicht Erzählende total gut gefallen. Gestaltung: Der erste Punkt an dem ich ein wenig was auszusetzen habe. Das Cover ist jetzt nicht wirklich schön und ansprechend. Die englischen Cover gefallen mir ein wenig besser. Aber bei dem tollen Inhalt kann man da drüber wegsehen. Bewertung Geschichte: 4,5/5 Protagonisten: 5/5 Schreibstil: 4,5/5 Gestaltung: 3/5 Fazit: Eine etwas andere Dystopie, aber dennoch was ganz besonderes. Das Buch konnte mich mit dem Schreibstil und den starken Protagonisten total überzeugen. Deshalb verdient es 4,5 Sterne. Ich kann es nur empfehlen! Diese Rezension findet man auch auf meinem Blog: http://maike-liest.blogspot.de/2013/07/rezension-das-testament-der-jessie-lamp.html

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  • Eine Welt ohne Zukunft.

    Das Testament der Jessie Lamb
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. June 2013 um 20:22

    Jessie Lamb ist sechzehn und beschließt, dass sie die Welt retten möchte. Jessie lebt in einer Welt in der alle Frauen eine Krankheit in sich tragen, MTS, Muttertodsyndrom, diese führt dazu, dass sie sterben wenn sie schwanger werden und ohne schwangere Frauen keine Kinder, ohne Kinder keine Zukunft. Jessie lebt mit ihren Eltern in England und führt eigentlich ein gutes Leben, doch die Sorge um ihre Zukunft lässt sie eine folgenschwere Entscheidung treffen mit der ihre Eltern und ihre Freunde so gar nicht einverstanden sind. Der Schreibstil und die Perspektive aus der die Geschichte erzählt wird, hat mir von Anfang an super gefallen. Das ganze ist aus Jessie´s Sicht geschrieben die während sie erzählt von ihrem Vater eingesperrt wurde um sie an ihrem Vorhaben zu hindern. Später endet das ganze in einer Art Abschiedsbrief, man kann dann zwar erahnen das die Story kein Happyend hat aber sicher sein kann man sich auch nicht. Wirklich viel Spannung gibt die Geschichte nicht her aber durch ihre beklemmende Stimmung und die dramatische Entwicklung der Protagonistin ist man die ganze Zeit total angespannt und fragt sich was da im Kopf des Mädchens vor sich geht. Meiner Meinung nach ist sie alles andere als eine Heldin und ich dachte während des lesens ständig "oh bitte tu das nich, du bist so blöd!" aber das hält sie natürlich auch nicht auf und man muss "zusehen" wie sie ins Verderben rennt, denn weder der Leser noch Jessie bekommt die Sicherheit das sie damit die Menschheit vor dem Aussterben rettet. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Geschichte ein echter  Pageturner auch ohne den wahnsinns Spannungsaufbau. Auf jeden Fall lesenswert!

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  • Rezension zu "Das Testament der Jessie Lamb" von Jane Rogers

    Das Testament der Jessie Lamb
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. June 2013 um 19:29

    Die Menschheit steht vor dem Ende, denn die gesamte Bevölkerung ist mit dem Virus MTS infiziert. Gefährlich wird dieses Virus jedoch erst wenn eine Frau, die älter als 16 Jahre ist, schwanger wird. MTS zerfrisst das Gehirn der Schwangeren und die Folgen für Mutter und Kind sind tödlich. Die Wissenschaft arbeitet unter Hochdruck an einer Lösung und scheint auch bald einen vielversprechenden Ansatz gefunden zu haben - doch auch hierfür ist der Tod eines Menschen unabkömmlich. In dieser Welt lebt die junge Jessie Lamb, die nicht tatenlos zusehen will, wie die Menscheit langsam zugrunde geht und dafür bereit ist einen hohen Preis zu zahlen. Doch nicht alle sind mit ihrer Entscheidung einverstanden... "Das Testament der Jessie Lamb" konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Der Einstieg gelang mir zwar sehr gut, aber schon nach einigen Seiten stellte sich heraus, dass ich es hier nicht mit einer "typischen Dystopie" zu tun haben würde, wie ich nach dem Lesen des Klappentextes meinte. Der Leser verfolgt hier zwei Handlungsstränge, die jeweils in unterschiedlichen Zeiten spielen. Diese laufen am Ende zwar zusammen, vollkommen verknüpft werden sie allerdings nicht, was sehr schade ist, denn dadurch fehlt mir persönlich etwas. Auch sonst hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte gerade zu Beginn des Buches sehr lückenhaft war und einige Szenen einfach nur aneinandergereiht waren. Dadurch, dass hier Übergänge fehlten, war es zunächst nicht besonders leicht dem Geschehen zu folgen. Das änderte sich dann ab etwa der Hälfte des Buches und mir fiel es wesentlich leichter mich in der Geschichte einzufinden. Trotzdem hätte ich mir auch hier an der ein oder anderen Stelle mehr Erklärungen gewünscht, gerade im Hinblick auf Jessie's Entscheidung. Jessie Lamb war für mich ein schwieriger Charakter. Sie ist die Protagonistin des Buches und steht ganz klar im Vordergrund. Ich habe gleich zu Beginn keinen Zugang zu ihr gefunden und konnte mich auch im Verlauf des Buches nicht wirklich mit ihr anfreunden. Für mich waren einige ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehbar. Neben ihr gibt es noch eine kleinere Anzahl an wichtigen Charakteren, wie zum Beispiel ihre Eltern, die jedoch allesamt recht blass blieben. Interessant waren hier jedoch vor allem die Beziehungen untereinander - und gerade das Verhältnis zwischen der Tochter und den Eltern wird in einigen Szenen beleuchtet, denn sie können Jessie's Entscheidung und Einstellung nicht nachvollziehen. Den Schreibstil von Jane Rogers empfand ich zunächst zwar angenehm, aber doch ein wenig emotionslos. Erst im Laufe des Buches bin ich richtig damit warm geworden, denn der Stil wurde mit Fortschreiten der Handlung selbst auch immer besser. So empfand ich es etwa ab der Hälfte des Buches überhaupt nicht mehr schlimm, dass dem Buch die ganz große Spannung fehlte. Diese Entwicklung tut dem Buch definitiv gut, denn gerade die letzten 100 Seiten ließen sich super gut und schnell lesen. Insgesamt gesehen mag diese Rezension zunächst recht negativ klingen, doch "Das Testament der Jessie Lamb" kann in einigen Dingen auch ordentlich beim Leser punkten. Gerade die Geschichte um das Virus und die Suche nach einem "Heilmittel" bzw. einer Lösung gestaltete sich sehr interessant. Leider bin ich mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen, sodass es mich in einen Punkten enttäuscht hat. Daher vergebe ich noch knapp drei von fünf Herzen.

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  • Leider etwas enttäuschend, aber trotzdem lesenswert!

    Das Testament der Jessie Lamb
    LightningAres

    LightningAres

    26. June 2013 um 13:29

    Inhalt: Eine schreckliche Krankheit ist ausgebrochen: Die gesamte Menschheit ist mit MTS infiziert, sodass jede Frau die schwanger wird qualvoll sterben muss. Dadurch werden in der Zukunft also alle Menschen aussterben, weil es keinen Nachwuchs gibt. Die Wissenschaftler experimentieren natürlich fleißig und es bilden sich viele Gruppierungen von Aktivisten. Schon bald gibt es eine Lösung, die einem aber das Leben kostet... Jessie Lamb möchte nicht tatenlos dabei zusehen, wie die Menschen sterben, daher sucht sie nach einer Möglichkeit sich nützlich zu machen - aber ist der Preis nicht etwas zu hoch? Sprache: Meine Meinung zu dem Schreibstil hat sich während dem Lesen sehr stark verändert: Zu Beginn des Buches fand ich ihn noch ganz alltäglich und nicht irgendwie besonders - aber das sollte sich später ändern. Das Buch las sich zwar von der ersten Seite an richtig gut, aber zum Ende hin wurde der Schreibstil wunderschön! Ganz plötzlich sind mir die super gelungenen Beschreibungen aufgefallen, wobei mir persönlich besonders die Metaphorik gefallen hat. Stellenweise hat mich ein innerer Monolog auch ein wenig an ein Gedicht erinnert - eine wirklich schöne Wortwahl mit viel Bedeutung dahinter. Allerdings finde ich es sehr schade, dass es so lange gedauert hat, bis der Schreibstil so gut wurde. Denn sonst hätte mir das Buch ganz bestimmt viel besser gefallen! Charaktere: Ich habe leider keinen wirklichen Zugang zu den Charakteren gefunden und das hat mehrere Gründe. Jessie Lamb's Denkweise war mir beispielsweise total unverständlich. Ihr Entscheidungsprozess sich wirklich Aufzuopfern fehlte mir sehr. Denn so habe ich nicht wirklich verstanden woher auf einmal ihr Sinneswandel kam, sodass ich auch keine Nähe zu ihr aufbauen konnte. Dabei war dies für mich ein riesiger Spannungsfaktor! Aber ohne eine zufriedenstellende Antwort auf die Frage wurde der Geschichte dann so ziemlich die Luft aus den Segeln genommen. Später gab es dann glücklicherweise doch noch ein paar refektierende Szenen und ich habe auch noch begonnen zu hoffen, dass sie ihren Weg gehen darf - wenn auch eher aus dem Grund, dass ein Mensch selbst entscheiden sollte und nicht weil ich Jessie's Einstellung nachvollziehen konnte. Die anderen Charaktere waren auch eher unnahbar. Es war zwar interessant zu sehen wie unterschiedlich Jessie's Eltern mit der Entscheidung umgehen, aber ansonsten schienen die Charaktere alle nicht sonderlich wichtig für den weiteren Verlauf zu sein. Viele Randcharaktere treten nur ein oder zwei Mal auf, sodass man kaum die Möglichkeit bekommt sie näher kennenzulernen. Handlung: Von der Handlung an sich habe ich sehr viel erwartet, aber ich wurde leider enttäuscht. Dies liegt allerdings nicht nur an der angesprochenen Problematik mit Jessie's Entscheidung, sondern auch an dem Zusammenfügen der Szenen an sich. Denn es gibt häufiger mal Lücken zwischen den Kapiteln und da habe ich mich immer gefragt, was denn wohl dazwischen passiert ist. Außerdem bestehen Gespräche oft nur aus ein paar Floskeln, während der interessante Teil des Gesprächs dann nur indirekt geschildert wird, was ich sehr schade finde. Aber dies besserte sich zum Ende hin. Ganz gut gelungen finde ich, dass es zwei Handlungsstränge gibt, die in unterschiedlichen Zeiten spielen. Für mich war das sehr spannend, aber enttäuschenderweise fehlte hier die Zusammenführung. Es gibt zwar ein paar Hinweise, aber wie auch bei der Entscheidung von Jessie hat mich hierbei insbesondere das "wie" interessiert. Ich finde es wirklich schade, dass das Buch an einigen Stellen schwächelt, weil ich die Grundidee richtig gut finde und sie auch richtig viel Potential bietet! Mich hat das Buch leider sehr enttäuscht, weil in meinen Augen ein paar Schlüsselszenen fehlten - aber trotzdem ist das Buch lesenswert, denn insbesondere zum Ende hin wird es deutlich besser!

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  • Tolle Idee, Potential nicht ausgeschöpft

    Das Testament der Jessie Lamb
    Ayanea

    Ayanea

    16. June 2013 um 12:23

    *Tolle Idee, Potential nicht ausgeschöpft* Eine Zukunftswelt in der jede Frau, die schwanger wird an MTS erkrankt und sofort stirbt. Die Menschheit steht quasi vor ihrem aus. Forscher arbeiten rund um die Uhr, um eine Lösung zu finden und mittendrin ist die 16 jährige Jessie Lamb.   Klingt das nicht so richtig spannend? Ja das dachte ich mir auch und konnte es gar nicht erwarten, endlich mit diesem Horrorszenario zu beginnen. Aber schon nach den ersten 50 Seiten merkte ich schnell: das ist absolut kein Buch wie ich es erwartet habe. Es hat sich auch nicht auf den restlichen 330 Seiten gebessert.   Es fängt schon mal alles damit an, das der Leser bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, woher die Krankheit kommt, wer sie entwickelt hat, warum, ob ein Heilmittel gefunden wird und und und. Für mich sind solche Sachen wichtig, der Autorin anscheinend nicht. Sie hat vielmehr Wert auf ihre Hauptfigur der Jessie Lamb gelegt.   Wo wir gleich mein nächstes Problem haben: Jessie. Ich wurde nicht eine Sekunde warm mit ihr. Ich wusste nie recht wie sie aussieht. Ihre Gedankengänge waren mit teilweise zuwider: wer beschreibt denn das Grinsen seines Vaters als Affengrinsen? Ihre Beziehung zu ihren Eltern kam mir auch sehr lieblos vor. Ich konnte und wollte mich nicht in Jessie hinein versetzen.   Die Geschichte wird testamentarisch erzählt und in einigen kurzen Abschnitten in der Gegenwart. Der Leser erfährt also immer wieder rückblickend was passiert ist. Spannung kommt so keineswegs auf, man weiß ja vorher was passiert. Nichts kommt überraschend, dieses Buch ist also gähnend langweilig.   Mitunter werden wichtige Ethikthemen angesprochen. Aber nur angesprochen, Weisheiten und/oder Lösungsansätze wurden nicht gemacht. Auch die vielen Nebenfiguren blieben rätselhaft blass und völlig uninteressant. Stellenweise gefiel mir auch der überaus nüchterne Erzählstil nicht. Hätte nie gedacht, das eine AutorIN so etwas emotionsloses schreiben kann, wenn das Thema an sich doch nicht wirklich emotionslos sein kann. Wenn Vergleiche gemacht wurden, dann hat die Autorin manchmal eine halbe Seite mit einem Vergleich verbraucht- viel zu ausufernd!   Ich musste mich zum Weiterlesen regelrecht zwingen. Lesefreude kam leider nie auf. Ich kann daher dieses Buch nicht wirklich weiter empfehlen und befürchte einfach das viele, die den Klappentext lesen, etwas völlig anderes erwarten als sie dann präsentiert bekommen. Lest lieber erst mal eine Leseprobe (hätte ich das doch nur getan!).

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  • Nicht schlecht, konnte aber meine Erwartungen nicht ganz erfüllen

    Das Testament der Jessie Lamb
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. May 2013 um 10:55

    Was würde passieren, wenn Frauen plötzlich nicht mehr in der Lage sind, Kinder zu bekommen? Richtig, die Menschheit sterbe früher oder später aus. Dieses Thema hat Jane Rogers in ihrem Roman verarbeitet. Die 16 jährige Jessie wächst in einer Zeit auf, in der Frauen sich während ihrer Schwangerschaften mit einem Virus infizieren, dessen Symptome der Kreutzfeld jacobschen Krankheit ähnelt. Sie sterben und auch ihre Embryos haben keinerlei Chance auf Leben. Jessie will diese Tatsache, aber um nichts auf der Welt akzeptieren und ist sich sicher, sie ist die Einzige, die die Zukunft der Menschen retten kann. Ich muss ganz ehrlich gestehen, im Laufe des Romans bekam ich immer mehr Probleme mit der Protagonistin. Jessie war mir zu naiv, leichtgläubig, egoistisch und irgendwie auch zu fanatisch. Ich fand sie als Charakter schon recht gut dargestellt, dennoch gab es wenig Sympathie für sie und es wurde auch im Laufe der Zeit eher schlimmer als besser. Durch ihre oft unüberlegten Handlungen und Gedankengänge erschien sie mir bald recht unglaubwürdig. Jedoch waren auch die anderen Figuren in ihrer Art und Weise recht extrem dargestellt. So waren mir weder Vater noch Mutter sympathisch, wobei der Vater für mich noch die interessantere Rolle in seinen Denkansätzen hatte. Nichtsdestotrotz war die Handlung interessant und wurde auch zeitweise echt spannend. Dies allein hat mich zum Weiterlesen gereizt, schließlich wollte ich wissen, wie die Lösung des Problems sich entwickeln würde. Ich hatte es eigentlich recht schnell vorhersehen können, hatte mir jedoch irgendwie ein anderes Ende erhofft. Allein durch den Klappentext hatte ich schon etwas andere Erwartungen und fand den Ausgang der Geschichte für mich nicht nachvollziehbar. Der Schreibstil ist sehr leicht und angenehm zu lesen. Immer wieder erlebt der Leser Jessies Gedanken, die ihrem Alter entsprechend schon mal sehr radikal und ungestüm sein können. Fazit: Alles in allem war dieser Roman recht gut, wobei ich das Gefühl hatte, das aus der Geschichte mehr rausgeholt hätte werden können. Beeindruckt bin ich von den Emotionen, die diese Protagonistin in mir ausgelöst hat, ich hätte ihr zum Schluss am liebsten das Buch an den Kopf geworfen! Nicht weil die Handlung schlecht war, sondern weil Jessie mir einfach auf den Keks ging.

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  • Eigentlich gute Story, bei der durch falsche Vermarktung der Lesespaß genommen wird

    Das Testament der Jessie Lamb
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. May 2013 um 21:52

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Eine Zukunftsvision, in der es keine Zukunft mehr gibt: In der Welt von Jessie Lamb hat sich ein Virus ausgebreitet, dass bei schwangeren Frauen unweigerlich zum qualvollen Tod von Mutter und Kind führt. Eine Dystopie die nicht nur mit diesem düsteren und faszinierenden Konzept sondern vor allem auch mit der Tatsache punkten kann, dass es sich hier tatsächlich einmal nicht um den Auftakt zu einer Serie oder, oh Graus, einer Trilogie handelt. So spannende Voraussetzungen. Und dann das: Irgendwie geht die ach so viel versprechende Idee hier völlig unter. Dass nicht so wirklich klar wird, wie weit Jessies Zeit denn von unserer entfernt ist, okay, damit hätte ich nicht wirklich ein Problem gehabt. Das wirkliche Problem war viel mehr, dass ich, gerade bei dystopischen Romanen, sehr großen Wert auf einen logisch durchdachten und detailreichen Hintergrund, eine nachvollziehbare Entwicklung von unserem Heute zum literarischen Jetzt, lege. Und genau das wird hier leider vollständig unter den Teppich gekehrt. Das Muttertod-Syndrom, kurz MTS, ist ein Virus, der Löcher in die Gehirne von schwangeren Frauen frisst und damit nicht nur die betroffene Frau sondern auch den Embryo tötet. Doch woher kam das Virus? Wieso, weshalb, warum hat jemand ein solches Virus (un)absichtlich auf die Welt los gelassen? Fragen, die hier nicht beantwortet werden. Denn, und genau das ist der Punkt, der sich mir leider erst erschlossen hat, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, im Grunde genommen ist “Das Testament der Jessie Lamb” überhaupt keine Dystopie. Klar, es gibt ganz eindeutig ein dystopisches Setting und natürlich spielt MTS und Jessies Entscheidung wie sie damit umgeht und was sie tut “um die Menschheit zu retten” (weil das natürlich ein einfacher 08/15 Teenager auch mal eben so tun kann) steht im Zentrum der Geschichte, aber eigentlich ist das ganze doch nichts weiter als ein Familiendrama – Die Geschichte einer Familie, der Beziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und vor allem den Folgen mangelnder Kommunikation. Und genau das ist auch der Part, der hier eigentlich sehr gut umgesetzt wird. Denn auch wenn mir Jessie als Erzählerin, die ihre Geschichte weitest gehend rückblickend in Form eben dieses “Testaments” erzählt, nicht unbedingt sympathisch war, ist es eben genau dieser familiäre Part, den ich dieser Geschichte voll und ganz abkaufen kann. Im Gegensatz zu dem gesamten dystopischen Teil, der sich mir eben auf Grund des fehlenden Hintergrunds nicht immer wirklich erschlossen hat und den ich irgendwann auch einfach nicht mehr reizvoll fand, weil die Informationen fehlten, ist das familiäre Drama und die Beziehung zwischen Jessie und ihren Eltern hier sehr realistisch und vielschichtig dargestellt. Alles in allem ist “Das Testament der Jessie Lamb” eigentlich ein wirklich gutes Buch und ich kann durchaus nachvollziehen, warum die Autorin damit Preise geholt hat, aber die Vermarktung setzt hier einfach auf den völlig falschen Aspekt der Geschichte, sodass bei den Lesern falsche Hoffnungen geweckt werden, die unweigerlich zu einer mehr oder minder großen Enttäuschung führen, da das Buch leider einfach nicht darauf ausgelegt ist, das zu halten, was die Inhaltsangabe verspricht. Das zumindest war mein Eindruck.

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  • Leider etwas ganz anderes erwartet!

    Das Testament der Jessie Lamb
    lostpage

    lostpage

    13. May 2013 um 18:26

    Die junge Jessie Lamb und der Rest der Weltbevölkerung haben MTS. Gefährlich wird dieser Virus aber erst für Frauen, wenn diese schwanger werden, dann zerfrisst MTS deren Gehirn und Mutter und Kind sterben qualvoll. Sollte nicht bald ein Heilmittel gefunden werden, steht die Menschheit vor dem Aus. Die Wissenschaftler suchen auf Hochtouren nach einer Lösung und mit den "schlafenden Schönen" scheint schon einmal ein Anfang gefunden. Junge Schwangere werden in ein künstliches Koma versetzt und mit bestimmten Medikamenten behandelt, die das Kind vor den Auswirkungen des Virus schützen - der Tod der Mutter ist trotzdem unabkömmlich. Somit scheint es doch noch Hoffnung zu geben, doch dieses Unterfangen zieht auch Gegner auf den Schirm, die vehement protestieren. Jessie beschließt für sich selbst ein großes Opfer zu bringen, um der Menschheit eine Chance zu geben... Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort begeistert. Natürlich MUSSTE dieses Buch daraufhin gelesen werde. Was habe ich mir versprochen? Ganz klar: Eigentlich eine typische Dystopie, wie sie im Buche steht. Mit einer Protagonistin, die sich dem "Was auch immer" entgegenstellt. Was habe ich bekommen? Auf jeden Fall nicht das, was ich mir erhofft hatte, bzw. was mir der Klappentext versprochen hat. Da steht nämlich dieser Satz: "Denn sie scheint die Einzige zu sein, die die Menschheit vor dem Aussterben bewahren kann". Dieser Satz ist schon mal so falsch, wie er falsch sein kann. In der ganzen Handlung wird Jessie nie ein einziges Mal als der alleinige Schlüssel zur Rettung der Menschheit genannt. Aber dazu gleich mehr. Der Einstieg in das Buch gefiel mir eigentlich ganz gut. Die Autorin hat einen Schreibstil, der gut und flüssig zu lesen ist und verzichtet auf ausladende Beschreibungen.  Der Leser bekommt aus der Sicht von Jessie mit, dass sie gefangen gehalten wird. Wer ihr Entführer ist, wird noch nicht verraten. Sie hat Stift und Papier in ihrem Zimmer und fängt an, ihre Geschichte aufzuschreiben und ab da beginnt der eigentliche Kern des Buches. Jessies Welt unterscheidet sich fast überhaupt nicht von der, aus der heutigen Zeit. Einzige Veränderung ist der MTS-Virus, der alle Menschen befallen hat. Woher, warum, weshalb, wird im Buch nicht ausreichend besprochen und somit bleibt dieser Punkt für den Leser unzureichend erklärt.  Die gesamte Zeit beim Lesen hatte ich nicht einen Moment das Gefühl, ich lese hier eine Dystopie oder einen Endzeitroman. Dazu war es einfach nie brenzlich genug. Den Menschen steht nicht unmittelbar der Tod bevor, denn der Virus sorgt erst einmal "nur" dafür, dass es ratsam ist, für eine gewisse Dauer nicht schwanger zu werden, bis ggf. ein Heilmittel gefunden wird. Daraus resultiert leider, dass die Spannung gänzlich fehlt, auf die ich mich aber durch den spannend klingenden Klappentext, so gefreut habe. Da wurde ich in die Irre geführt. Das hört sich jetzt alles relativ negativ an, aber ich glaube, wenn das Buch anderes angepriesen wäre, dann hätte man mit anderen Einstellungen und Erwartungen angefangen zu lesen. Die Problematik mit dem Virus ist gar nicht so uninteressant, besonders in dem Verlauf, wie sich unsere Protagonistin damit auseinandersetzt. Ihr geht das Schicksal der Frauen wirklich nahe und sie möchte gerne einen Beitrag leisten, um dem Zerfall der Menschheit entgegenzutreten....und hier liegt, wie schon oben erwähnt der Punkt, der so gar nicht stimmt. Warum ist sie die EINZIGE, die der Menschheit helfen kann? Hätte sie etwas Besonderes an sich, dass vielleicht ein Heilmittel mit sich bringen würde, dann könnte ich das ja einsehen. Aber sie ist NORMAL, wie jedes andere Mädchen und ihr "Beitrag" zur Rettung, kann auch von jedem anderen Mädchen durchgeführt werden. Eine Ebene, auf der das Buch wirklich punkten kann, ist die Beziehung zwischen Jessie und ihren Eltern, insbesondere zu ihrem Vater. Ihr Vorhaben wird von ihren Eltern nicht gerade begrüßt und es entwickeln sich Konflikte, die stark in diesem Buch thematisiert werden. Da der Leser alles aus ihrer Sicht geschildert bekommt, kann man sich natürlich gut mit ihr auseinandersetzten. Sie besser verstehen, gleichzeitig aber auch mit Sicht auf die Eltern. Andere Nebencharaktere bleiben leider ziemlich blass. Ebenfalls die (Macht)Verhältnisse zwischen Mann und Frau, werden in diesem Roman angesprochen. Zu viel erwartet? Etwas anderes erwartet? Beides trifft zu. Wäre mir das Buch anders angepriesen worden, dann hätte ich mit ganz anderen Einstellungen an die Geschichte herangehen können. So musste ich leider feststellen, dass der Klappentext nur teilweise das verspricht, was ich auch wirklich bekommen habe. Von Dystopie/Endzeit würde ich nicht wirklich sprechen, weil die Bedrohung nie greifbar war. Zudem unterscheidet sich die Welt nur geringfügig von der Heutigen. Trotzdem hat dieses Buch einige Aspekte, die überzeugen können. Die Beziehung zwischen Eltern und Tochter war interessant mit anzusehen, besonders die Konflikte, die sie durchmachen. Im Endergebnis bin ich aber leider doch etwas enttäuscht und hatte mir einfach MEHR erhofft, bzw. etwas komplett anderes. Ich vergebe knappe 3/5 Punkten!

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