Jane Steinbrecher

 4,4 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorenbild von Jane Steinbrecher (©Privat)

Lebenslauf von Jane Steinbrecher

Jane Steinbrecher, Schöngeisteswissenschaftlerin und Luftschlosskonstrukteurin, wurde 1987 in Erlangen geboren. Sie hat Englische Philologie und Filmwissenschaft studiert und eine Ausbildung zur PR-Fachkraft absolviert. Jane arbeitet als Texterin, Bloggerin, freie Übersetzerin und Schriftstellerin. Schon in der Kindheit hat sie lieber Geschichten in ihr Heft geschrieben als das, was an der Tafel stand. Seit 2012 lebt sie mit ihren besten Freunden in einer Literaten-WG in Berlin. Sie verlässt das Haus nie ohne Buch und schreibt oft noch mit der Hand vor: Gegenwartsliteratur, Fantasy und auch Lyrik.

Ihr Stil ist vielseitig: Auf Lesebühnen entwickelt sie lustige Personas und kreiert absurde Situationskomik, in ihren Büchern schreibt sie bodenständige Literatur.

Neben dem Schreiben hat sie noch ein paar nicht ganz so obskure Hobbys. Jane ist passionierte Live-Rollenspielerin und war bereits Mitglied verschiedener Bands.

Alle Bücher von Jane Steinbrecher

Cover des Buches Das Ohnmachtsfrühstück (ISBN: 9783959960953)

Das Ohnmachtsfrühstück

 (10)
Erschienen am 20.04.2018

Neue Rezensionen zu Jane Steinbrecher

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Cover des Buches Das Ohnmachtsfrühstück (ISBN: 9783959960953)F

Rezension zu "Das Ohnmachtsfrühstück" von Jane Steinbrecher

interessantes Thema, jedoch für mich zu einseitig-negativ
Frenx51vor 10 Monaten

Alvy ist ein junges Mädchen, gerade 13 Jahre alt. Plötzlich sieht sie Menschen, die gar nicht da sind. Sie ruft nach Hilfe und lässt sich in ihrer Verzweiflung freiwillig in die Psychiatrie einweisen. Denn zuhause erhält sich auch nicht die Unterstützung, die sie braucht. Ihr freiwilliger Aufenthalt entwickelt sich jedoch schnell zu einem Albtraum. 

Das Thema des Buchs fand ich sehr interessant, junge Menschen die eine psychische Störung entwickeln und in die Kinder- und Jugendpsychiatrie kommen bzw. wie Alvy sich freiwillig einliefern lassen. Ich wollte wissen was dahinter steckt. Leider konnte mich das Buch nicht erreichen und diese Frage bleibt für mich offen. 

Alvy ist mit ihren 13 Jahren noch sehr jung, jedoch wirkt sie durch ihre Ansichten und Worte schon sehr reif. In der Schule läuft einiges schief, weswegen sie schon länger nicht mehr hingeht, aber vor allem auch zuhause empfängt sie keine fröhliche Familie. Ihre jüngere Schwester ist immer krank, ihre ältere Schwester lebt ihr Jugendliches Leben aus, die Mutter ist nur mit sich selbst beschäftigt und der Stiefvater meist zu betrunken oder wurde mal wieder rausgeworfen. Und auch ihr leiblicher Vater hat nie Zeit. Als Bezugsperson bleibt nur ihre Freundin. Als Alvy dann plötzlich merkt, dass sie Menschen sieht, die gar nicht da ist, sucht sie sich Hilfe und kommt in eine psychiatrische Einrichtung. Dort erlebt sie dann das große Grauen. Für mich ist das Negative in dem Buch sehr stark dargestellt, teilweise wirkt es auf mich übertrieben und meiner Meinung vermittelt es nur ein schlechtes Bild von psychiatrischen Einrichtungen. Klar gibt es bestimmt immer noch Einrichtungen, in denen auch negative Dinge, Zwang oder Bestrafung herrschen, aber meiner Meinung nach nicht mehr in diesem Ausmaß. Das hat mich wirklich gestört, weswegen ich das Buch zwar gelesen, aber ich nichts positives mehr damit verbinden konnte. Denn außer einer Pflegeschülerin, die dann irgendwann gehen musste, gab es keinerlei positive Dinge, während des Aufenthalts.

Die Passagen haben sich leider sehr hingezogen. Ich war irgendwann genervt vom ganzen Buch, für mich war es sehr langatmig und ich habe mich durch das Buch gequält. Ich verstehe noch nicht genau mit welcher Idee die Autorin, das Buch verfasst hat, dass einige Passagen wohl so oder so ähnlich passiert sind hätte man, vielleicht erwähnen können, ebenso positive Beispiele. Auch dass Alvy Menschen gesehen hat, wurde irgendwie nicht weiter thematisiert, bzw. wie es ihr in der Klinik oder danach damit geht. 

Positiv möchte ich ansonsten den Schreibstil hervorheben bzw. dass Alvy mit 13 Jahren schon eine solche Reife und gewisse Intelligenz besitzt, die sie von den anderen Mitschülern abgrenzt. Durch ihre Sicht wirkt sie sehr reflektiert und das findet sich auch in dem Schreibstil wieder, den ich sehr passend finde. Durch die Gefühle und Erfahrungen von Alvy in der Einrichtung hat sie die Autorin auch bei mir Gefühle wie Traurigkeit und Wut über die Geschehnisse erzeugt. 


Leider konnte mich das Buch so gar nicht mitnehmen, irgendwann habe ich eher abgeschalten und nur noch gelesen, um es zu Ende zu bringen. Es fiel mir leider sehr schwer. Die Idee hinter dem Buch fand ich gut, die Umsetzung war mir persönlich zu sehr auf das Negative konzentriert.

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Cover des Buches Das Ohnmachtsfrühstück (ISBN: 9783959960953)DoraLupins avatar

Rezension zu "Das Ohnmachtsfrühstück" von Jane Steinbrecher

Ein schockierende Bereicht eines Lebensabschnitts
DoraLupinvor einem Jahr

Ich finde das Cover des Buches sehr gelungen. Es hat einen starken Wiedererkennungswert und man merkt, dass etwas nicht ganz stimmt...

Das Buch handelt von der jungen Alvy, die es in ihrer Klasse und in ihrer Familie nicht leicht hat. Die Eltern sind geschieden, die Mutter nach einem schweren Unfall im Rollstuhl, der neue Freund der Mutter einfach nur ätzend und in ihrer klasse ist sie eher eine Aussenseiterin. Eines Tages sitzt in ihrer Klasse ein neuer Schüler. Aber schnell wird Alvy klar, dass nur sie diesen Jungen sieht. Bald darauf sieht Aly immer wieder Menschen, die gar nicht da sind und irgendwann kommt sie an den Punkt, an dem sie mit ihrer Schwester darüber reden muss. Gemeinsam mit Mutter und Schwester beschließt Alvy einen Therapeuten aufzusuchen. Dieser stellt aber bald fest, dass die Situation ernst ist und Alvy stationär in einer Kinder und Jugendpsychiatrie aufgenommen werden soll. Dort Gerät Alvy immer mehr in eine Spirale aus Machtmissbrauch, Zwang und Gewalt. 

Ich bin irgendwie schwer ins Buch reingekommen und kam erst nicht so an Alvy ran. Aber als sie dann die Menschen gesehen hat die nicht da sind und in die Psychiatrie kam, hat mich das Buch ganz in seinen Bann genommen und es war schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte ist absolut schockierend und schonungslos und nichts für schwache Nerven! Aber das Buch ist so wunderbar geschrieben! Man bekommt im Buch die ganze Gedankenwelt von Alvy mit, man leidet mit und ist wahnsinnig wütend in manchen Momenten. Das Buch ist sehr emotional und erschütternd. Aber auch die Freundschaft zwischen den einzelnen Patienten der Psychiatrie wird sehr gut beschrieben und ist immer wieder ein Zeichen der Hoffnung. Deswegen fand ich das Ende auch sehr traurig muss ich sagen.

Warum das wunderbare Buch nicht die ganzen 5 Sterne von mir bekommt ist einmal der Anfang, aber mehr noch, dass die Geschichte sehr "einseitig" geschrieben wurde. Das Buch hat mich stellenweise an einen Horrorfilm erinnert und wer das Buch liest, wird wohl noch sehr viel mehr Angst und schrecken vor einer Psychiatrie haben als dir Leute sowieso schon haben. Und dies finde ich schade. Ich war während meiner Ausbildung selbst ein paar Wochen mal in einer kinderpsychiatrie und habe dies ganz anders erlebt. Es gab viel Freunde dort, reittherapie, spaziergänge usw.  Und es gibt immer solche und solche pfleger und Ärzte aber auch dies war mir zu einseitig. Wenn dies nicht in die fiktive Geschichte passt finde ich das voll und ganz ok und kann dies gut verstehen. Dann hätte ich mir aber ein Nachwort der Autorin gewünscht. So habe ich Bedenken das Menschen nach diesem Buch sehr viel Angst haben und so gar nicht mehr den Sinn einer Psychiatrie sehen, und den gibt es einfach! Wenn man es aber als fiktive Geschichte betrachten kann dann ist diese sehr gut geschrieben und äußerst erschütternd!


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Cover des Buches Das Ohnmachtsfrühstück (ISBN: 9783959960953)DrAmayas avatar

Rezension zu "Das Ohnmachtsfrühstück" von Jane Steinbrecher

Tiefgründig, bewegend und erschreckend
DrAmayavor einem Jahr

In “Das Ohnmachtsfrühstück” lässt uns die Autorin Jane Steinbrecher teilhaben an dem Entwicklungs- und Selbstfindungsprozess von Alvy, einem dreizehnjährigen Mädchen. Alvy hatte es nicht leicht in ihrem Leben: Sie wächst in schwierigen familiären Verhältnissen auf und gilt in der Schule als Außenseiterin. Als sie dann auch noch beginnt Geister zu sehen, wird ihre Verzweilung fast schon greifbar und sie lässt sich freiwillig in die Kinder- und Jugendpsychiatrie einweisen, um sich helfen zu lassen.

Die Autorin schafft es auf unfassbar gute Art und Weise die Verzweiflug und Hilflosigkeit in der Psychiatrie für den Leser fast schon greifbar zu machen – dies betrifft sowohl die Patienten als auch die Pfleger. Dabei kommt das Buch ohne viel Action aus und doch spürt man als Leser fast allgegenwärtig die Ohnmacht der Protagonisten. Von Differenzen wegen unterschiedlicher Ernährungsweisen, Machtmissbrauch bis hin zu Kritik an der Gesellschaft ist alles dabei. Und das erschreckendste: Viele der angesprochenen Themen sind so tatsächlich passiert.

Mich hat das Buch sehr fasziniert. Ich habe es allerdings von Zeit zu Zeit beiseite legen müssen, um das Gelesene angemessen verarbeiten zu können. Bei dem Buch handelt es sich definitiv nicht um leichte Kost, sondern um einen sehr tiefgründigen Roman, den ich absolut empfehlen kann. Die ersten zwei Kapitel fand ich etwas zäh, danach habe ich das Buch aber kaum mehr aus der Hand legen können (außer um darüber nachzudenken). Unbedingt lesen!

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Gespräche aus der Community

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Ich möchte euch meinen Roman "Das Ohnmachtsfrühstück" vorstellen und darüber diskutieren.

Mein Verlag Periplaneta verlost 20 E-Books (E-Pub oder Mobi) des Ohnmachtsfrühstücks. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Am Ende der Leserunde verlost Periplaneta unter allen Rezensenten zwei gedruckte Exemplare meines Buches.

Hallo ihr Lieben, 

ich freue mich, dass ihr euch für "Das Ohnmachtsfrühstück" interessiert! :)

Bitte nehmt euch doch kurz Zeit, die Bewerbungsfrage zu beantworten und gewinnt vielleicht eine Gratis-Ausgabe meines Romans!

Der Berliner Verlag Periplaneta wird euch, falls ihr gewinnt, eine Ausgabezur Verfügung stellen und auch zusenden.

Es handelt sich bei den zugesandten Büchern um E-Books. 

Und kurz zu mir:
Ich bin Jane, 33, und lebe mit meinen drei besten Freunden, zwei Katzen und einem Hund in einer wundervollen Autoren-WG in Berlin. Mein Solo-Debüt-Roman "Das Ohnmachtsfrühstück" ist nicht meine erste und nicht meine einzige Veröffentlichung, doch garantiert die, in die am meisten Recherche, Reflexion und Liebe floss. Ich wollte ein kluges Buch schreiben, ein nachdenkliches und direktes Buch, das in die Schattenwinkel unserer Welt blickt, die man selten zu Gesicht bekommt.

 Viel Spaß - Ich hoffe ich sehe euch dann in der Leserunde!

167 BeiträgeVerlosung beendet
DoraLupins avatar
Letzter Beitrag von  DoraLupinvor einem Jahr

Danke das wünsche ich auch 🍀😊

Zusätzliche Informationen

Jane Steinbrecher wurde am 02. September 1987 in Erlangen (Deutschland) geboren.

Jane Steinbrecher im Netz:

Community-Statistik

in 14 Bibliotheken

auf 2 Wunschzettel

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

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