Black Memory

von Janet Clark 
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Black Memory
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Positiv (82):
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08/17 WB super spannend, innerhalb 3 Tage gelesen

Kritisch (1):
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Flüssig zu lesen, aber arg konstruiert.

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Inhaltsangabe zu "Black Memory"

Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.
Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453418332
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.12.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch war einfach klasse und Thriller-Fans kommen hier meiner Meinung nach definitiv auf ihre Kosten!
    BLACK MEMORY von JANET CLARK

    BLACK MEMORY von JANET CLARK

    Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
    Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
    Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

    „Black Memory“ von Janet Clark war ein echtes Erlebnis! Der Thriller ist von Anfang bis Ende spannend, verwirrend, rätselhaft, tiefgründig und hochinteressant, was die wissenschaftlichen Aspekte angeht, die hier behandelt werden.
    Ich habe mit der Hauptprotagonistin richtig mitgelitten, denn wie furchtbar muss es sein, wenn man sich an schlichtweg nichts mehr erinnern kann und nicht einmal weiß, wer man selbst ist.
    Und das schlimmste an der ganzen Sache, Clare kann niemandem trauen, keiner scheint wirklich ehrlich zu ihr zu sein und das macht es absolut für sie nicht besser. Es wird mit dem Fortschreiten der Geschichte immer schwieriger herauszufinden, wer Freund und wer Feind ist.

    „Black Memory“ von Janet Clark kriegt von mir eine absolute Leseempfehlung! Das Buch war einfach klasse und Thriller-Fans kommen hier meiner Meinung nach definitiv auf ihre Kosten!

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor einem Jahr
    Dichte Atmosphäre

    Die eigenen Kinder sind heilig, verschwinden sie, geht eine Welt unter. Man setzt alle Hebel in Bewegung um sie wieder zu finden und würde am liebsten selbst Tag und Nacht nach ihnen suchen – wenn man Amnesie hat, wird das aber schwer, denn dann muss man erst sich selber wiederfinden. Janet Clark vereint diese und noch einige mehr Themen in ihrem aktuellen Spannungsroman „Black Memory“.

    Clare Brent ist 37 und Mutter eines Kindes. Eines Kindes, das sie entführt haben soll. Sie selber weiß davon nichts, als sie in der Hauptstadt Indonesiens ins Gefängnis gesperrt wird; auch weiß sie nicht, warum sie in Indonesien ist und warum ihr Körper schmerzt. Als sie wenige Tage später nach England überstellt wird, ist keine Rede mehr von dem, was man ihr vorwarf, denn das Kind ist weg. War in Indonesien schon weg. Das wirkt, so gelesen verwirrend, das gebe ich zu, aber genau so ging es mir nach den ersten Seiten auch. Aber wir erleben das Ganze als Leser aus erster Hand, denn wir nehmen in dem Buch die Rolle der Clare Brent ein und erfahren stückchenweise, wer wir sind und was passiert ist. Wobei der Leser dann doch, im Gegensatz zu Clare, etwas weniger naiv denkt, denn wir wissen ja, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht; immerhin halten wir einen Thriller in der Hand.

    Was sich dadurch aber recht schnell einstellt – zumindest war es bei mir so – ist eine gewisse Paranoia, denn irgendwann habe ich keiner Figur mehr etwas geglaubt. Nicht Paul, nicht Angela und nicht Raphael. Raphael ist der Portier der Brents und nimmt nach und nach eine immer größere Rolle in der Geschichte ein. Ja, die Brents haben einen eigenen Portier und ein unfassbar großes Haus, so groß, dass es nicht nur einen, sondern gleich zwei Lifte hat – und eine Dachterrasse mit Sandkasten. Paul ist, wie oben geschrieben, Schönheitschirurg. Einer für die reichen Leute, wie sich recht schnell herausstellt. Und Clare ist Osteopatin, sie behandelt unter anderem ihre eigene Tochter, die eine seltene Gabe hat; sie kann nämlich die Gedanken anderer Menschen lesen.

    Die Atmosphäre in „Black Memory“ ist unheimlich dicht, zwar nicht von Anfang an, denn man muss sich als Leser – ähnlich wie die Protagonistin – erst mal zurecht finden in der Geschichte. Durch die Ich-Erzählung wird das Ambiente aber noch mal verstärkt. Zwischen dem Hauptstrang gibt es immer wieder kursiv gehaltene Kapitel, die jeweils nur ein paar Zeilen lang sind, dessen Inhalt aber vor allem zu Beginn sehr kryptisch ist. An den Enden der Kapitel platziert Clark anfangs dezente Cliffhanger, die zum Lesen anregen, aber nicht unbedingt zum Weiterlesen zwingen – das passiert erst im letzten Drittel des Buches. Mit der Zeit erinnert „Black Memory“ immer mehr an einen Wissenschaftsthriller ähnlich „HELIX“ von Marc Elsberg. Auch die Inhalte der zwei Bücher sind sich nicht ganz unähnlich, auch wird in „Black Memory“, wie in „HELIX“, mit Theorien und Fachbegriffen herumgeworfen – ob die Theorien der Realität entsprechen oder eher ins Reich der Mythen gehören, müsste man wohl googlen – andererseits gibt es so gut wie für alles eine Theorie. Und nur weil es eine Theorie ist, heißt es ja nicht, dass es wahr sein muss. Am Ende bekommt die Geschichte noch eine Prise Dan Brown verpasst und ist abgesehen davon in Teilen vorhersehbar. Der Showdown kommt in Wellen und geht zwar eher gemächlich vonstatten, aber dafür nicht gerade unblutig.

    Tl,dr: „Black Memory“ von Janet Clark ist ein ziemlich atmosphärischer Thriller über das Verschwinden eines besonderen Mädchens. Durch die Erzählung in der ersten Person bekommt man die Amnesie der Protagonistin als Leser hautnah mit und wird langsam selber Paranoid. Nach und nach entwickelt sich „Black Memory“ zu einem Wissenschaftsthriller und ist einem „HELIX“ von Marc Elsberg nicht unähnlich. Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com!

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    BooksAndFilmsByPatchs avatar
    BooksAndFilmsByPatchvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unglaublich verwirrend, unglaublich gut.
    Janet Clark's neues Meisterwerk!

    » INHALT «

    Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

    Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

    Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

    Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

    » MEINE MEINUNG «

    Man - wir haben inzwischen Juli - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.. Juli! Dabei habe ich dieses Buch bereits Anfang des Jahres zugeschickt bekommen um es zu rezensieren; leider kam ich bis jetzt nicht dazu, bzw. hatte durch die Leseflaute nicht den Willen, ein Buch zu lesen und es dann unfairerweise schlecht zu bewerten, nur weil ich selbst keine Lust darauf habe. Ich hoffe, der Heyne-Verlag kann es mir nachsehen. Jedenfalls hatte ich jetzt dafür umso mehr Lust und weiß ja, dass Janet Clark mich im Normalfall nicht enttäuscht. Ob das auch bei Black Memory der Fall war, erfahrt ihr jetzt:

    Der Sprung in die Geschichte war wie ein Sprung ins kalte Wasser, wortwörtlich. Alles beginnt damit, wie unsere Portagonistin Clare mutterseelenallein auf einem Boot mitten im Ozean erwacht. Allein die Erinnerung an diese Einstiegs-Szene jagt mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper und schreit ja nur so nach Potential! Ich war so unfassbar gespannt, was wohl noch alles passieren wird auf den ersten Seiten, dass aus dem kurzen Anlesen direkt mal 128 Seiten wurden und das alleine, spricht ja schon für sich. Ein rundherum gelungener Einstieg, der einfach unfassbar Lust auf mehr macht. 
     
    Wir treffen dabei schon in der ersten Zeile auf unsere Haupfigur Clare Brent - eine Ärztin, die die Welt nicht mehr versteht. Durch ihre Amnesie ist sie natürlich ein gewisser Ausnahmefall, was Buch-Charaktere betrifft, schließlich muss sie erst einmal wieder zu sich selbst finden, ehe sie als charakterstark und gefestigt gelten kann; trotzdem war sie mir von der ersten Sekunde an sehr sympathisch und wirkte absolut glaubhaft und realistisch. Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, dass das fehlende Gedächtnis dazu führt, dass alles viel zu schnell geht und sich Clare sehr strange benimmt, nicht nachvollziehbar handelt und die Flashbacks eventuell in den unpassendsten Momenten auftreten - aber das war gar nicht der Fall. Janet Clark hat mit dieser Frau eine tolle Protagonistin geschaffen, die sich total logische Gedanken macht, an den richtigen Stellen Schlussfolgerungen zieht überlegt und durchdacht handelt. Für mich war Clare eine riesige Ausnahme und ist mir mehr ans Herz gewachsen, als viele andere Charaktere aus anderen Büchern. Doch auch Nebenfiguren konnten mich von sich überzeugen; jeder auf seine Art und Weise. So war da beispielsweise Bonnie, das kleine Mädchen, das mein Herz im Sturm erobern konnte; oder all die anderen, denn schließlich wusste man nie so ganz genau, woran man bei dem jeweilig einzelnen war und in welcher Beziehung sie zu Clare standen, bevor sie die Erinnerung verlor. Großes Kino und sehr beeindruckend.  
    Diesen Abschnitt könnte ich auch getrost unter den Tisch fallen lassen und euch einfach auf die anderen Rezensionen zu Janet's Bücher verweisen; doch der Vollständigkeit halber: der Stil war wieder einmal toll und hat mich genau so begeistert, wie in all den vorherigen Bücher von ihr. Detailreichtum und bildhafte Beschreibungen harmonieren hier nahezu perfekt und zauberten mir ein so klares, greifbares Bild vor Augen, dass ich mittendrin fühlte. Außerdem schreibt die Autorin in vielen, unterschiedlichen Tempi, sodass man als Leser auch mal Zeit bekommt, um neu Atem zu holen. Diese eher ruhigen Passagen sind aber keineswegs langweilig, sondern äußerst informativ und wichtig für den Storyverlauf. Geschrieben ist das Ganze übrigens aus der Sicht von Clare, was mir sehr gut gefallen hat; denn ihre Ratlosigkeit und ihr Rätseln, wem sie vertrauen kann und wem nicht, übertrug sich prompt auf mich.


    Nun kommen wir zu dem Abschnitt, auf den ich mich bei dieser Rezension am meisten gefreut habe: die Idee! Ich bin immer wieder erstaunt, was für unglaubliche Einfälle manch Autoren doch haben, um so eine Geschichte zu erfinden und gleichzeitig auch noch glaubhaft wirken zu lassen. Janet Clark ist in dieser imaginären Liste definitiv der Spitzenreiter, denn auch bei "Black Memory" hat sie mich wieder restlos aus den Socken gehauen. Diese ganze Gund-Thematik, mit der Gabe von Bonnie, mit den ausschweifenden Erklärungen, die allesamt auf eine immense Recherche-Arbeit hinweisen, war einfach dermaßen interessant, dass ich jede Silbe davon regelrecht inhaliert habe. Das Thema mit der Hirnforschung, mit der These, dass Erinnerungen eben nicht nur im Gehirn, sondern auch in den einzelnen Zellen abgespeichert werden - wie zum Teufel kommt man darauf, so etwas in ein Buch zu packen und dann auch noch interessant werden zu lassen? Auch die Amnesie, die ja, wie der Klappentext bereits aussagt, nicht die gesamten Erinnerungen betrifft, sondern nur Teile, hat toll gepasst und jede Menge Spannung mit sich gebracht. Und, und das ist beinah der wichtige Punkt: diese ausgeklügelten Irreführungen, die am Ende trotzdem einen Sinn ergeben, zu einer großen Aufklärungen führen. Ich kann mir in keinster weise vorstellen, wie viel Talent, Überlegungen und Konzentration es bedarf, um bei der Auflösung keine Frage offen zu lassen und das alles schlüssig und für einen Laien verständlich zu machen.
     

    Und da meine Lobeshymne auch an dieser Stelle nicht abreißt, möchte ich mich bewusst kurz halten: die Umsetzung war genau so großartig wie Charaktere, Stil und Idee. Es war von der ersten Seite an so mitreißend und spannend, war auch im Mittelteil weder zäh noch langweilig und der Schluss einfach nur ein regelrechtes Feuerwerk, mit einer Auflösung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Immer wieder auftretende Überraschungsmomente und Wendungen, die den Leser radikal verwirren sollen und das auch problemlos schaffen. Wenn ich tatsächlich etwas kritisieren müsste (und ja, das wäre Meckern auf sehr hohem Niveau), wäre es wohl ein bestimmtes Kapitel, das ich dann doch ein wenig sehr fachlich fand und dem ich nicht so recht folgen konnte. Aber wie gesagt, über diese 3 Seiten kann ich hinwegsehen, wenn die restlichen 380 Seiten das hergeben, was ich in dieser ewig langen Rezension beschrieben habe.


    » FAZIT «

    "Black Memory" von Janet Clark hat mich mal wieder abgeholt, begeistert, mitfiebern und miträtseln lassen. Ein Thriller, genau so wie ich ihn mir gewünscht habe, ganz ohne Schwächen. Wer wert auf Verwirrung legt, die Polizei eher nebensächlich findet und gegen eine gute Portion Action und Tempo nichts einzuwenden hat; der wird diese Geschichte mit absoluter Sicherheit lieben; man muss sich jedoch auch auf diese fachlichen Aspekte einlassen können und bereit sein, neues dazu zu lernen, um dem Storyverlauf folgen zu können. - Für mich war es kein Problem.
     

    » 5 VON 5 STERNEN «

    Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen, und weiß an dieser Stelle absolut nicht, was ich denn noch schreiben sollte. Wenn ihr Thrillern mögt, lest es - es ist zurecht ein Highlight für mich.

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    dermoerderistimmerdergaertners avatar
    dermoerderistimmerdergaertnervor einem Jahr
    Wem kann Clare wirklich trauen...

    Inhalt: Die 37-jährige Clare Brent wacht orientierungslos und sonnenverbrannt in einem kleinen Boot vor der indonesischen Küste auf. An Land wird sie sofort verhaftet, denn sie soll ein kleines Mädchen entführt haben und wird polizeilich gesucht. Clare ist entsetzt, denn sie kann sich an nichts erinnern.
    Dann erfährt sie, dass sie Ärztin ist, verheiratet und das verschwundene Kind ihre eigene Tochter Bonnie ist. Zurück in London versucht Clare alles, um ihr Gedächtnis wiederzuerlangen und so Bonnie zu finden.
    Meine Meinung: Ok. Alles schon mal dagewesen: Frau verliert ihr Gedächtnis und weiß nicht, wem sie trauen kann. Ihrem Mann? Ihrer Freundin? Ihrem Portier? Ihrer Ärztin? Ihrer Anwältin? Trotz meiner anfänglichen Zweifel und des Themas, das mir eigentlich nicht so zusagt - das verschwundene Kind hat eine außergewöhnliche, ja sogar einzigartige Begabung, und deshalb gibt es auch einige wissenschaftliche und medizinische Passagen - hat mich das Buch durch den flüssigen Schreibstil und die Spannung so gefesselt, dass ich es in kürzester Zeit durchgelesen habe. Fast bis zum Ende habe ich zusammen mit Clare gerätselt, wem sie trauen kann und wem nicht. Das war ein ständiges Hin und Her und eine turbulente und aufregende Spurensuche nach der Wahrheit, der Erinnerung und natürlich nach Bonnie, deren Verschwinden in diesem Thriller eine zentrale Rolle spielt.
    Alle Charaktere sind glaubhaft gezeichnet und durch den bildhaften Schreibstil konnte mir Personen und auch Orte gut vorstellen.
    Fazit: „Black Memory“ ist ein verwirrender und spannender Thriller, der mir gut gefallen hat.

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wer ist Freund oder Feind? - eine der wichtigsten Fragen in diesem gelungenen Thriller.
    Wer ist Freund oder Feind?

    "Wieso kenne ich meinem Namen nicht? Die Frage bombardiert meinen Kopf wie ein feindlicher Luftangriff. Wer bin ich?" (S. 9)

    Als die 37jährige Clare Brent auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, ist sie zunächst völlig orientierungslos. Denn sie weiß weder, wie sie heißt, noch was passiert ist. Ein totaler Blackout. Dann wird Clare auch noch verhaftet und der Kindesentführung angeklagt. Um das immer noch vermisste Mädchen zu finden, muss sich Clare so schnell wie möglich erinnern. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, doch wem kann sie vertrauen?

    "Black Memory" ist ein gelungener Thriller aus der Feder von Janet Clark. Von Anfang an konnte ich mich gut in Protagonistin Clare hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Freunde und Familie nicht mehr zu erkennen, nicht zu wissen, wer man selbst oder was geschehen ist - eine schier unerträgliche Situation. Kein Wunder, dass Clare bald am Rand der Verzweiflung steht. Wem soll sie noch vertrauen? Wer ist Freund oder Feind? Eine Frage, um die sich hier alles dreht. Denn die handelnden Figuren sind alle nur schwer zu durchschauen und sorgen für einige Überraschungen.

    Aufgrund des Schreibstils im Präsens mit Clare als Ich-Erzählerin und kurzen prägnanten Sätzen und Worten liest sich die Geschichte sehr flüssig und weiß durchweg zu fesseln. Obendrein erfährt man viele interessante Dinge über das Gedächtnis, Gehirnfunktionen und Erinnerungsverarbeitung. Denn das vermisste Mädchen hat eine einzigartige Gabe, welche eine große Rolle spielt.

    Bis zum packenden Showdown steigt die Spannung immer weiter an, denn langsam erlangt Clare ihre Erinnerungen wieder. Doch kann sie sich wirklich darauf verlassen? Gegen Ende war es mir fast schon zu viel Hin und Her und manche Entwicklung fand ich sogar etwas unglaubwürdig und übertrieben. Zudem hatte ich durch eine anfängliche Bemerkung schon so eine Ahnung, wer hinter alldem steckt, was sich dann tatsächlich später bewahrheitet hat. Trotzdem findet der Roman einen runden Abschluss, auch wenn einiges offen bleibt.

    Insgesamt kann ich daher "Black Memory" empfehlen, denn alle Thrillerfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten. 4 Sterne von mir.

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    Judikos avatar
    Judikovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend bis zum Schluss!
    Spannend, bis zum Schluss!

    Wie schlimm muss es sein, wenn man nicht weiß, wer man ist? Sich an nichts erinnern kann und nicht weiß, wem man nun vertrauen kann? Ist das nicht schon schlimm genug?

    Wenn man aber nun erfährt, dass man ein 5-jähriges Kind entführt haben soll, von dem jede Spur fehlt, was sich dann auch noch als eigene Tochter herausstellt, der angebliche Ehemann sich rätselhaft verhält, ist das nicht dann purer Horror?

    Für mich ist so etwas unvorstellbar!

    Der Ärztin Clare ist genau dieses widerfahren. Die Geschichte beginnt damit, dass sie verwundet in einem kleinen Boot, in Indonesien, wach wird und gerettet wird. Man bringt sie dort zur Polizei, wo sie kurz darauf erfährt, dass sie auf der Fahndungsliste steht, weil sie ein Kind entführt haben soll.

    Die englische Botschaft setzt sich aber für sie ein und sie darf zurück nach England, wo der wirkliche Horror aber erst beginnt.

    Wer ist sie? Warum war sie in Indonesien? Wer ist der Mann an ihrer Seite? Warum hat sie angeblich ihre Tochter entführt und wo ist sie jetzt?

    Fragen über Fragen ziehen sich, gut inszeniert, durch diese spannende Geschichte. Janet Clark versteht ihr Handwerk sehr gut, den Leser in die Irre zu führen und an sich selbst zu zweifeln. Alles ist aber sehr gut durchdacht.

    Mir erging es, wie vielen Lesern dieses Buches. Man ist so misstrauisch allem gegenüber, dass man gar keine Ahnung hat, wer gut oder böse ist und wie die Geschichte ausgehen könnte. Deswegen bleibt es auch spannend, bis zum Schluss.

    Der Schreibstil ist leicht und flüssig, wobei auch immer mal wieder Fachjargon, wenn es um medizinische Dinge geht, darin vorkommt. Man sollte das also mögen.

    Letztendlich hat dieser Thriller  seine Wirkung nicht verfehlt. Er ist spannend, ist zum miträtseln und macht einen auch nachdenklich, was die Zukunft uns alles noch präsentieren wird.

    Und das wiederum ist nicht unvorstellbar, für mich – leider!

    Ich danke Janet Clark, für diese spannende Geschichte und dem Heyne Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

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    gsimaks avatar
    gsimakvor einem Jahr
    Wer ist Freund-wer Feind?

    Meine Meinung

    Wer ist Freund-wer Feind?

    Ein Boot vor der indonesischen Küste. Eine Frau die erwacht und nicht weiß, wer sie ist. Warum klebt ihr die Zunge am Gaumen? Warum hat sie Verletzungen, die bei jeder Bewegung starke Schmerzen verursachen? Warum klebt ihr überall Meersalz auf der Haut? Wer ist der Mann im Boot, der sie anscheinend aus dem Meer gefischt hat?

    So beginnt dieser phänomenale Thriller, der mir eine schlaflose Nacht beschert hat. Knapp 400 Seiten habe ich auf einen Tag gelesen. 
    Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Am besten mit Clare.

    Clare weiß nicht, wie sie nach Indonesien gekommen ist. Sie kann sich an nichts erinnern. Sie weiß noch nicht mal ihren Namen. Sie verfügt über eine sehr umfangreiche Bildung, an die sie sich komischerweise erinnern kann.
    Clare wird eines Verbrechens beschuldigt und landet in einem Gefängnis, welches den Vorschriften in keinster Weise entspricht. Sie soll ein Kind entführt haben.
    Dann wird sie von zwei Männern aus dem Gefängnis abgeholt. Einer davon ist angeblich ihr Mann. 

    Bei dieser Geschichte wusste ich nie, wer Clare gut gesinnt ist. Wer ist Freund-wer Feind?!
    Ihr Mann Paul verheimlicht ihr viele Dinge. Sperrt sie in die Londoner Wohnung ein. Zu ihrer eigenen Sicherheit, meint er. Bei dem entführten Mädchen soll es sich um ihre Tochter Bonnie handeln.
    Clare ist verzweifelt. Eigentlich müsste sie sich doch an ihr Kind erinnern. Sie versteht nicht, warum sie sich an ihre Fähigkeiten als Ärztin erinnern kann, ihr eigenes Kind jedoch im Dunklen bleibt. Bonnie hat angeblich seltene Fähigkeiten.
    Ihr Suche nach Bonnie führt sie nach Italien. 
    Clare weiß nicht,  wem sie glauben darf. Clare weiß noch nicht einmal, von wem sie eigentlich davonlaufen muss. Clare will unbedingt ihre Tochter finden. Für Clare beginnt ein Kampf um ihr Leben. Auch um das Leben ihrer Tochter? Genau diese Frage hat mich durch die Seiten rasen lassen!

    Fazit

    Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet. Der Schreibstil ist flüssig. Die Geschichte wird aus der Sicht von Claire erzählt. Viele Menschen begegnen Claire auf der Suche nach Bonnie. Sie hat viele Freunde, die ihr helfen wollen. Doch sie muss erst feststellen, wem sie wirklich trauen kann.
    Mir ging es wie Clare. Ich wusste Paul nicht einzuordnen. Einerseits kam er mir sehr liebevoll Clare gegenüber vor, anderseits befürchtete ich Clares größtem Feind in ihm. Jedes Mal wenn ich dachte, nun hat Clare jemand gefunden, der ehrlich zu ihr ist, hat eine Ereignis diese Hoffnung zunichte gemacht. 
    Claire muss schrittweise wieder Zugang zu ihrem Gedächtnis finden. Die Methoden, die man ihr anbietet, sind sehr gefährlich. Sie sucht in Florenz Hilfe. Teresa Terenzo ist Ärztin. Ich war sehr gespannt, ob sie Claire wirklich weiter helfen kann.
    So ging es mir fast 400 Seiten lang. Hoffen und Bangen! Meine Vermutungen stellten sich nie als richtig heraus. Die letzten Seiten des Buches waren für mich Nervenkitzel pur.

    >>Wenn wir uns nicht erinnern, können wir nicht verstehen.<< (E.M. Forster)

    Ob mir das Ende gefallen hat? Nicht nur das! Der Thriller beginnt mit einer Spannung, die sich kontinuierlich aufbaut.  "Black Memory" ist mein Thriller-Highlight 2017!
    Ich bin gespannt, ob das noch zu toppen ist. 

    Danke Janet Clark

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor einem Jahr
    spannend bis zum Ende - Pageturner


    »Meine Kehle ist trocken, der salzige Geschmack in meinem Mund unerträglich, die Lippen fühlen sich wie ausgedörrt und rissig an wie verbrannter Lehmboden. Instinktiv benetze ich sie mit der Zunge. Noch mehr Salz.«

    Selten halte ich ein Buch in den Händen, das mich alles um mich herum vergessen lässt, bis ich auf der letzen Seite angekommen bin. Dieser Thriller ist ein echter Pageturner!

    Clare erwacht auf einem Boot, kann sich nicht erinnern, was geschehen ist, weiß nicht einmal ihren Namen. Sie befindet sich in einem Land, das sie Asien zuordnet. Gab es ein Schiffsunglück? Ist sie von dem Mann aus dem Wasser gezogen worden, der das Boot steuert? Auf jeden Fall scheint er sie gerettet zu haben. Die Hilfe dauert nicht lange an, Claire landet in einer Gefängniszelle. Man wirft ihr vor, ein Kind entführt zu haben. Was ist geschehen? Es dauert nicht lange und ein Mann taucht auf, der ihre Sprache spricht, nimmt sie mit. Ein zweiter Mann kommt dazu, Paul, er be-hauptet, er wäre ihr Ehemann. Sie fliegen nach London. Clare erfährt, sie sei mit der gemeinsamen Tochter Bonnie zu einem Ferienaufenthalt im Inland abgereist, dort aber nie angekommen, Bonnie bleibt verschwunden. Alles erscheint Claire fremd: die Kleidung im Schrank, das ganze luxuriöse Appartement, ihr Arbeitszimmer. Claire ist Ärztin und Osteopathin, die sich auf Kinder spezialisiert hat, ihr Mann arbeitet als Schönheitschirurg. Beunruhigend erscheint es Clair, dass ihr Mann sie von der Außenwelt abschirmt.

    »Warum will Paul nicht, dass ich Besuch bekomme? Die Frage lässt mich nicht mehr los.«

    Angela, eine Frau, die sich als Freundin vorstellt, warnt Claire vor Paul, der eine Beziehung mit einer Moira haben soll, sie warnt vor dem Therapeuten, für den die Anwältin Moira einen Hypnosetermin besorgt hat. Angela will sie selbst behandeln. Und Paul wiederum warnt vor Angela, fragt, ob sie sich nicht an das Zerwürfnis erinnern kann. Claire kann sich an gar nichts erinnern, ist verunsichert, fragt sich, wem sie trauen kann. Glücklicherweise weiß der sympathische Portier Raphael Rat, ihm fällt eine gute Therapeutin in Florenz ein und er kann Clare durch Beziehungen einen Termin besorgen. Ohne Paul zu sagen, wohin sie verreist, begibt sie sich in Hände der renommierten Wissenschaftlerin aus Italien. Claire will ihr Gedächtnis zurückerhalten ...

    Janet Clark lässt uns aus der Ich-Perspektive hautnah miterleben, welche Gefühlswal-lungen Claire durchlebt, Stück für Stück erfährt sie mehr über sich, über ihre Tochter Bonnie, die eine Inselbegabung hat: Sie kann die Traumata anderer Menschen fühlen, zeichnet diese auf Papier. Neben dem spannenden Plot befasst sich der Thriller mit epigenetischen Mechanismen, der Weitervererbung von Umwelteinflüssen, Stress und Traumata, einer Forschung, mit der sich Claire beschäftigte. Sie glaubt, dass Erinnerungen in der Zelle gespeichert werden, nicht ausschließlich im Gehirn. Hat Bonnie Begabung oder die Ergebnisse der eigenen Arbeit etwas mit der Entführung des Kin-des zu tun? Warum hielt sich Claire in Asien auf und wo ist Bonnie? Warum sind Claire so viele Menschen behilflich, interessieren sich für sie? Wem kann sie trauen? Ist Paul auf ihrer Seite und ist Angela ihre Freundin? Puzzleteil für Puzzleteil fügt sich alles zusammen. Oder auch nicht? Was ist wahr, was ist Lüge?

    Zum Inhalt möchte ich nicht mehr verraten, vielleicht noch, dass sich die Spannung Seite für Seite hochhält, bis zu einem Feuerwerk auf den letzten Metern. Sprachlich fein dosiert, Charaktere gut gezeichnet, versetzt sich der Leser in die Sicht von Claire, erfährt mit ihr zusammen, staunend und bisweilen verwirrt, misstrauisch, welche Informationen zu Tage kommen. Ein spannender, intelligenter Plot entsteht durch den Gedächtnisverlust der Hauptprotagonistin. Janet Clark jagt Claire durch einen Irrgarten und narrt somit nicht den Leser, sondern die eigene Hauptfigur. Deutsche Auto-rinnen können niveauvolle Thriller, Pageturner schreiben. 

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schwer durchschaubar, wer gehört zu den Guten und wer zu den Bösen?
    Black Memory

    € 12,99 [D] inkl. MwSt. € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis) Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41833-2 Erschienen: 12.12.2016 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Black-Memory/Janet-Clark/Heyne/e467024.rhd Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung. Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll. Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei. Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt. Meine Meinung: Ich bin durch den Klappentext, der sich sehr interessant angehört hat, auf das Buch aufmerksam geworden. Mich konnte die Geschichte auch direkt von Anfang an packen. Was mir richtig gut gefallen hat an dem Buch: Ich konnte die ganze Zeit mitfühlen mit Clare, wusste genauso wenig wie sie, wer gehört zu den Guten und wer zu den Bösen? Vor wem muss sie sich in Acht nehmen und wer kann ihr helfen? Oder ist Clare doch selbst die Entführerin des Kindes? Das fand ich sehr faszinierend an diesem Buch, das herauszufinden. Die Wissenschaft spielt hier in diesem Buch eine größere Rolle, was mich eigentlich sonst nicht wirklich interessiert, aber Janet Clark hat das Thema sehr gut verpackt. Die Spannung konnte meiner Meinung nach auch von Anfang bis Ende gehalten werden, so dass sich das Buch zu einem absoluten Pageturner entwickelt hat. Alles in allem kann ich hier auf jeden Fall eine Kauf- und Leseempfehlung für alle aussprechen, die gerne schwer durchschaubare Thriller lesen. Das bekommt man hier auf jeden Fall geboten. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4 Sterne.

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    MissStrawberrys avatar
    MissStrawberryvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Rasant und in sich erschreckend schlüssig - ein Thriller, den ich so schnell nicht vergessen werde!
    Clare kämpft sich aus der Amnesie

    Clare wird von indonesischen Fischern aus dem Meer gefischt. Sie hat absolut keine Erinnerung – weder an ihren Namen, noch wie sie in diese Lage kam. Sie landet im Gefängnis und erfährt, sie soll ihr eigenes Kind entführt haben. Doch wo ist Bonnie und was ist mit ihr geschehen? Wieso sollte Clare ihr etwas angetan haben? Als ihr Mann sie mithilfe eines einflussreichen Freundes zurück nach London holt, macht sich Clare auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stellen sich ihr ungeahnte Schwierigkeiten in den Weg. Wem kann sie vertrauen? Wer belügt sie? Clare entdeckt immer erstaunlichere Details …

    Dieser Thriller hat das Thema Amnesie als Schwerpunkt. Ja, es gibt eine ganze Reihe Bücher, deren Plot genau dies behandelt. Aber mir gefallen sie noch immer und sie unterscheiden sich bisher auch sehr voneinander. Janet Clark hat mich mit BLACK MEMORY von der ersten Seite an auf eine Reise mitgenommen, die rasant, spannend, informativ und wahrlich erschreckend war. Lesegenuss pur! Hier fliegen die Seiten nur so dahin und es kommt keinerlei Langeweile auf.

    Wie Clare selbst dachte ich immer wieder, zwischen Freund und Feind unterscheiden zu können. Lagen doch Fakten vor, die es eindeutig machten, wer ein falsches Spiel mit ihr treibt. Doch immer wieder neue Fakten machten das Bild immer wieder anders und mit jedem Kapitel geriet selbst mir als Leser alles außer Kontrolle. Hier gibt es Wendungen, die einer wildgewordenen Achterbahnfahrt gleichen – Loopings und Talschussfahrten ohne Ende.

    Die Charaktere sind allesamt glaubwürdig und lebensnah gelungen. Von Angela über Paul bis zu Raphael – ich hatte sie alle ganz klar vor Augen, konnte mir sogar ihre Stimmen vorstellen. Das war Kopfkino par excellence! Die Auffälligkeiten in der Wohnung von Paul und Clare, die unfassbaren Entdeckungen, fehlende Dinge – einerseits unfassbar und unglaublich, am Ende aber genial erklärt und ein absolut gelungener Kniff der Autorin. Selten gefallen mir Auflösungen so gut, wie hier.

    Bonnies besondere Fähigkeit macht sie zu einer ganz besonderen Romanfigur. Man fragt sich unwillkürlich, ob das im realen Leben tatsächlich so möglich wäre. Und ich bin mir noch immer nicht schlüssig, ob sie mich fasziniert oder erschreckt!

    Dass Clare ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt, gefällt mir persönlich besonders gut. So werde ich persönlich noch tiefer hineingezogen und fühle mich involviert. Entsprechend stark ist dann auch die Spannung. Erstaunlich, dass es Janet Clark geschafft hat, ganz ohne Einsacker die Spannung von Anfang bis Ende immer weiter ansteigen zu lassen. Genau so muss ein Thriller sein für mich! Das Buch ist in sich schlüssig, temporeich, actionreich (ohne allzu viel Blutvergießen), beängstigend und behandelt in einem Punkt auch ein brandaktuelles Thema, das in den nächsten Jahren sicher noch mehr in den Fokus geraten wird.

    Janet Clark hat es geschafft, sich selbst zu übertreffen. Ich bin gespannt, ob sie sich weiter dermaßen steigern wird. Wobei ich schon vollkommen zufrieden wäre, wenn sie dieses hohe Level einfach nur halten würde. Fakt ist, ich freue mich schon jetzt auf weiteren Lesestoff von dieser Autorin.

    Kurz und gut: BLACK MEMORY gehört definitiv zu meinen Lesehighlights 2017. Dafür gibt es die vollen fünf Sterne!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Janet_Clarks avatar
    Der neue Thriller von Janet Clark - Black Memory

    Leserunde mit der Autorin ab 10.12. 2016
    Verlosung von 20 Freiexemplaren für die Teilnehmer der Leserunde
     
    Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.
    Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

    Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
    Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

    Ein fesselnder Thriller für Leser, die es mehr spannend und weniger blutig mögen.

    Wer bei der Verlosung und der Leserunde mitmachen möchte, bitte hier bewerben!

    Vielen Dank für eure Bewerbungen! Im Lostopf sind bisher:

    misery3103                              Langweile
    BeaSurbeckancyhett              Zaramee
    nellsche                                    Katzenauge
    Igela                                           Lesemaus
    mareike91                                 bücherwurm1310
    Frauke2202                               Bad-Snow-White
    Vanessa_Noemi                        Anneja
    Susi30                                         Motoretta
    Liberace                                      Burgkeife
    Walli_Gabs                                  Dorli
    Ladybella911                              Zwillingsmam2015
    Ciri_von_Riva                               gina1627
    Fuchskind                                    bookvamp
    katze-kitty                                    Bella5
    Ripper_books                              Nox18
    jawolf35                                        Wildpony
    carmen_meyer
    anna720

    Liebe Lostopfhüpfer, da es bereits viel mehr Bewerber als Bücher gibt, habe ich nun auf Bitte des Verlags  die Bewerbungsphase verkürzt. Der Verlag hat mich gebeten, ob wir wegen des Erscheinungstermins des Buches die Leserunde etwas vorlegen könnten - z. B. Samstag, den 10.12. wie sieht es aus? Dafür schmeißt er 5 Extra-Bücher in den Lostopf und erhöht von 15 auf 20!

    Geht das bei euch?

    Liebe Grüße

    Janet

    Zur Leserunde
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    Der neue Thriller von Janet Clark - Black Memory

    Leserunde mit der Autorin ab 14.12. 2016
    Verlosung von 20 Freiexemplaren für die Teilnehmer der Leserunde
     
    Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.
    Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

    Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
    Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

    Ein fesselnder Thriller für Leser, die es mehr spannend und weniger blutig mögen.

    Wer bei der Verlosung und der Leserunde mitmachen möchte, bitte hier bewerben!
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