Rachekind

von Janet Clark 
4,5 Sterne bei184 Bewertungen
Rachekind
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Arielle1985s avatar

Extrem spannend! Man kann nicht mehr aufhören zu lesen.

MartinaScheins avatar

Thriller heiratet Mystik - ein spannendes Buch mit Gänsehautgarantie

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Inhaltsangabe zu "Rachekind"

Sein Schatten verfolgt dich

Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, und dass sie niemandem in ihrem Umfeld trauen kann. Sie macht sich allein auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453409279
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:14.01.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.06.2013 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    MartinaScheins avatar
    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Thriller heiratet Mystik - ein spannendes Buch mit Gänsehautgarantie
    Thriller heiratet Mystik - ein spannendes Buch mit Gänsehautgarantie


    Rachekind hat mir trotz der mystischen Elemente sehr gut gefallen. So gut, dass ich das eBook, das ich in unserer Onleihe ausgeliehen  habe, innerhalb von zwei Tagen auslesen musste. Zudem habe ich selbst schon erlebt, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die nicht immer wissenschaftlich zu erklären sind. 


    Bereits der Beginn sorgte beim Lesen für eine wohlige Gänsehaut. Die Story hat mich von Anfang an gefangen genommen und nicht wieder losgelassen. Die Protagonistin ist sehr sympathisch und eine fantastische Mutter. In einigen Situationen hat sie meinerAnsicht nach zwar überreagiert, doch es ist auch nachvollziehbar, wenn es scheint, als könne man niemandem mehr trauen.


    Die Handlungsträger sind detailliert und tiefgründig beschrieben. Die immer wieder einfließenden Tagebucheinträge ließen mich oftmals den Wunsch verspüren, dem Verursacher seine eigene Medizin zu schmecken geben.


    Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. In Sachen Spannung muss sich dieses Buch ebenfalls nicht verstecken. Die ganzen Wirrungen und Irrungen tragen dazu bei, dass man die Auflösung nicht mal eben so erraten kann. Hinzu kommen rätselhafte und mysteriöse Elemente, die man zwar nicht verstehen muss, jedoch meiner Ansicht nach sehr gut in das Buch eingearbeitet wurden.

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    Reneesemees avatar
    Reneesemeevor 4 Jahren
    Geheimnisse einer Vergangenheit.

    Sein Schatten verfolgt dich.

    Inhalt:
    Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, da ihre verzweifelte Suche bislang nur eines zutage förderte: Der Mann, den sie unter dem Namen Steve Warrington kennen und lieben lernte, hat offiziell nie existiert. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr .

     

    Als Hanna Worrington von einem Kundenevent nach Hause kommt findet sie ihre einjährige Tochter Lilou alleine im Kinderbett. Doch von ihrem Mann Steve ist nix zu sehen.

    Wo ist er und warum lässt er seine Tochter alleine zu Hause im Bett liegen?

    Leider kommt noch dazu das Lilou atemstillstand hat, sie wird gerettet. Doch sie ist seit der Rettung in jener Nacht aber völlig verändert. Sie verhält sich immer seltsamer. 

    Steve bleibt verschwunden und Hanna hat euch keine Ahnung wo sie ihn suchen soll. Ihre Nachbarin Britt gibt ihr halt.

    Doch ist sie wirklich das was sie vorgibt zu sein?

    Hanna fühlt sich immer öfter beobachtet und dann auch immer dieser eine Traum. Lilou verändert sich auch immer mehr.

     Und dann sind ihre Schwiegereltern noch nicht einmal ihre Schwiegereltern. Doch sie erfährt endlich mehr über die Vergangenheit ihres Mannes. Über seine Kindheit, über die er nie reden wollte Aber sie macht eine komische Entdeckung nach der anderen.

     

    Das ist mal wieder ein Thriller der unter die Haut geht und einem Gänsehautfeeling bringt. Genauso muss ein guter Thriller sein voller Spannung eine gute Handlung, voller Geheimnisse und Gänsehautfeeling.

     

      

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Spannung pur

    Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, und dass sie niemandem in ihrem Umfeld trauen kann. Sie macht sich allein auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr ...

     

    Der Prolog, und somit der Einstieg in die Geschichte, hat mich gleich vom Hocker geworfen! Ich musste hier hautnah miterleben, wie ein lebloser Körper im Wald verscharrt wird und durfte auch noch an den letzten Gedanken dieser Person teilnehmen.

    Dann beginnt der Albtraum jeder Mutter: Hanna kommt nach Hause, ihr geliebter Mann Steve ist verschwunden und ihre Tochter Lilou liegt in ihrem Bettchen und atmet nicht mehr…

    Was danach folgt, ist ein raffiniertes Verwirrspiel, um das plötzliche Verschwinden von Steve und dessen wahrer Identität. Die Autorin legt viele falsche Fährten und steigert mit überraschenden Wendungen die Spannung .


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    Anjaxxxs avatar
    Anjaxxxvor 5 Jahren
    Super!

    Ich habe das Buch in 3 Tagen durchgelesen und konnte es nicht mehr weglegen, die Geschichte hat mich tief bewegt. Man liest über Hanna und ihre kleine Tochter Lilou, welche sich nachdem ihr Vater verschwunden ist und sie fast gestorben wäre, immer mehr verändert, aber nicht nur die kleine, auch Hanna verändert sich und denkt sie wird verrückt wie ihre Oma und man weiß hier bald nicht mehr wem man trauen kann und wem nicht. Und wo ist Steve und vor allem was ist mit ihm passiert? Wer steckt alles dahinter? Die Charaktere wurden von der Autorin toll und authentisch beschrieben man konnte sich in jede Lage genau hineinversetzen und war die ganze Zeit am mitfiebern. Schön fand ich den Hauch an übersinnlichem, welcher in diesem Buch zum Vorschein kam. Kein Kitsch oder so, sondern ein Hauch von Mysik, welche das Buch erst abrundet und perfekt macht. Das Buch war wirklich durchweg wahnsinnig spannend ich habe in viele Richtungen gedacht, aber alles kam natürlich wieder anders. Ab etwa der hälfte des Buches überschlagen sich die Ereignisse immer wieder, eins kommt ins andere und man kann nicht mehr aufhören zu lesen. Überall wittert man Gefahr und bekomme Gänsehaut. Die Aufklärung war echt der wahnsinn, alle Fragen werden einem beantwortet und alles fällt einem wie Schuppen von den Augen. Ich habe echt gezittert am Ende und geweint. Ein Klasse Buch was man unbedingt gelesen haben muss!

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    Weinknopfs avatar
    Weinknopfvor 5 Jahren
    Eine fein konstrierte Geschichte

    Inhalt:
    Als Hanna eines späten Abends von einem Kundenevent nach Hause kommt, fällt ihr bis dato sehr glückliches Familienleben wie ein unsicher konstruiertes Kartenhaus in sich zusammen. Sie findet ihre kleine Tochter Lilou (scheinbar erstickt) in deren Babybettchen vor und von ihrem Mann Steve fehlt jede Spur. Obgleich das Baby ins Leben zurück geholt werden kann, bleibt Steve auch in den Folgetagen/-wochen verschwunden. Hanna, die von einem Gewaltverbrechen überzeugt ist, stößt sowohl bei Bekannten als auch bei der Polizei auf reges Unverständnis, weil absolut jeder davon überzeugt zu sein scheint, Steve habe sie (und das Kind) in jener Nacht ganz einfach sang- und klanglos verlassen. Ihr bleibt schließlich nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu versuchen, das Verschwinden ihres Mannes aufzuklären, wobei sich das zunehmend seltsame Verhalten ihrer kleinen Tochter -welches einer übernatürlichen Nahtod Erfahrung geschuldet sein könnte- nur als einer von vielen, bitteren Stolpersteinen in Hannas privatem Ermittlungsvorgang entpuppt.

    Stil und Sprache:
    Clarks Art, gewisse Umstände und persönliche Empfindungen ihrer Protagonistin zu beschreiben, hat mir extrem gut gefallen. Sie verliert sich weder in unnötig Detail-geschwängerten Darstellungen, noch schreibt sie zu knapp, um dem Leser ein schönes, facettenreiches Bild von Szenerie und Gefühlswelt an die Hand zu geben. Ein gesunder Mittelweg, der willigen Lesern ein funktionsfähiges Sprungbrett in Hannas Welt offenbart, ohne dass man Gefahr läuft, sich im Inneren inmitten überflüssig langatmiger Passagen zu verirren.
    Ihre Sprache ist nur an jenen Stellen gefühlvoll, an denen emotionale Tauchgänge auch wirklich angebracht und wünschenswert sind. (z.B. bei Ausführungen bzgl. Hannas liebevollen Muttergefühlen gegenüber ihrer kleinen Tochter) Abgesehen davon ist die Sprache metaphernlos und zielführend genug, um ein hervorragend flüssiges ‚An-einem-Stück-Lesen‘ des Thrillers zu ermöglichen.

    Auch der Aufbau ist gelungen. Dank des Prologes haben wir der ahnungslosen Protagonistin gegenüber zwar zunächst einen winzigen Wissensvorsprung, bekommen (auf Grund dessen, dass das Buch in zwei Haupthandlungsstränge unterteilt ist und wir uns den zweiten (Tagebuch-)Handlungsstrang ebenfalls erst mit und mit erschließen müssen) dennoch genug Möglichkeiten, über die genauen Hintergründe von Steves Verschwinden, sowie  seinem vorherigen Leben, zu rätseln.

    Persönliches Fazit:
    Alles in allem hat ‚Rachekind‘ mir ziemlich gut gefallen, deswegen möchte ich gerne mit den Pluspunkten beginnen.
    Obgleich man sich alle nötigen Hintergründe als Leser natürlich nach und nach erschließen kann, ist ‚Rachekind‘ definitiv kein Buch, dessen Endauflösung sich einem bereits von Anfang an völlig vorhersehbar aufdrängt. Es werden zwar keine sonderlich irreführenden Fährten gestreut, dennoch sind die Zusammenhänge der Geschichte so komplex und fein genug durchdacht, dass man sie minimal ab der Hälfte (bzw. ¾ des Buches) komplett überblickt.
    In diesem Zusammenhang hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, dass Janet Clark es schafft, beim Leser ein gesundes Misstrauen gegenüber einer _jeden_ Person (abgesehen von Hanna selbst) zu schüren. Ich habe beinahe das gesamte Buch hindurch absolut niemandem vertraut und wurde deshalb im Nachhinein positiv überrascht, als ich feststellen musste, dass so mancher, von mir verdächtigter Charakter doch nicht so übel ist, wie zunächst vermutet.

    Der Thriller bezieht seine Spannung (in weiten Teilen) nicht aus blutrünstigen Gewalttaten oder atemlosen Verfolgungsjagten, sondern vielmehr aus der nagenden Ungewissheit über den Zusammenhang der Geschehnisse – auch diesen Aspekt fand ich absolut supi, weil Clark in ‚Rachekind‘ zweifellos belegt, dass Spannung nicht immer durch Tarantino-ähnliche Gemetzelsituationen entstehen muss.

    Zum Schluss muss ich allerdings auch einen (für mich leider sehr) negativen Punkt erwähnen:
    Der Thriller fußt in extrem weiten Teilen auf übernatürlichen/mystischen Elementen. Während diese Tatsache für den ein oder anderen Leser sicherlich die ‚besondere Würze‘ darstellt,  konnte ich (als leider sehr praktisch-faktisch denkender Mensch) nicht viel damit anfangen. Ich fand es beim Lesen unheimlich schade, dass mir übernatürliche Aspekte so furchtbar unglaubwürdig und fremd vorkamen, weil ich das Gefühl hatte, meine nüchterne Vorstellung von Tod/Nahtod/Nachtod und die Unfähigkeit, an überirdische Zusammenhänge zu glauben, hätten mir den Zugang in die letzten, kribbelnden Ecken des Thrillers verwehrt. Obgleich Janet Clark versucht, dem Leser einen sanften Einblick in diese Nahtod-Welt zu gewähren, habe ich es nicht geschafft, mich darauf einzulassen. Dank meiner (bis zum Schluss) pragmatischen Denkweise habe ich mir das Tor in die mystische Paralellwelt des Buches, selbst zugeschlagen/bzw. verschlossen gehalten und so zum Beispiel keinen Zugang zu Hannas Tochter Lilou und deren seltsamen Verhaltensweisen gefunden.
    Da ich das Gefühl habe, das (bis zuletzt) unmögliche, vollständige Eintauchen in ‚Rachekind‘ sei meine eigene Schuld, möchte ich dem Buch (auch im Sinne derjenigen Leser, die mystische Elemente sehr schätzen) dennoch wohlwollende 4 von 5 Sternen geben.
    Von meiner persönlichen Unzulänglichkeit einmal abgesehen, ist es allerdings wirklich eine lesenswerte, fein durchdachte Geschichte, die mich bis zum Schluss prima unterhalten hat.

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    Skys avatar
    Skyvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein doppelbödiger Mysterythriller voller Spannung.
    Der Mann verschwunden, das Kind so anders...

    Der Mann verschwunden, das Kind so anders...

    Als Hanna spät nach Hause zurückkehrt, trifft sie der Horror. Ihre Tochter Lilou liegt blau angelaufen in ihrem Bettchen und von ihrem Mann Steve fehlt jede Spur. Lilou kann ins Leben zurückgeholt werden, doch seitdem verhält sich die Kleine seltsam. Hatte sie vorher noch gefremdelt, hat sie diese Angewohnheit fast abgelegt und sie schnalzt plötzlich mit ihrer Zunge wie es ihr Mann Steve sonst nur getan hat. Aber wo ist ihr Mann? Ist er einen Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen? Plötzlich kommt ihr immer mehr der Verdacht, dass hinter seinem Verschwinden keine schreckliche Entführung liegt, sondern dass er geflohen ist vor diesem Leben. Zweifach versuchen wildfremde Menschen ihre Tochter zu entführen und für sie steht fest, sie muss ihren Mann finden. Sie beauftragt den Privatdetektiv Martin Stein, der sie bei ihrer Suche nach Steve auf Facebook kontaktiert hat. Und die Erkenntnisse, die sie beide zum Vorschein bringen, sind erschreckend. Hat Steve sie immer nur angelogen? In welchen Schwierigkeiten steckt er? Kennt sie überhaupt ihren Mann? Von seiner Vergangenheit hat er nie gesprochen und es fällt ihr jetzt erst auf wie wenig sie über Steve weiß. Ihre Zweifel wachsen stetig an und sie begibt sich auf der Suche nach ihrem Mann oder zumindest nach den Mann, der er wirklich zu sein scheint und ihre Familie in größte Schwierigkeiten bringt.
    Janet Clark ist eine renommierte Thrillerautorin, die auch in ihrem Mysterythriller "Rachekind" zeigt wie man einen tiefgründigen, spannenden Thriller schreibt, der sich mit seinen Personen intensiv auseinandersetzt. Denn in Clarks Romanen steht oft nicht die Handlung im Zentrum der Geschichten, sondern die Untiefen ihrer Charakteren, deren falsches Spiel das Leben aller beeinflusst und es so gekonnt durchziehen, dass ihnen auch der Leser auf dem Leim geht. Gerade in "Rachekind" wird man sich immer öfter fragend finden, was plötzlich geschehen ist. Wer Freund war, scheint Feind, wer Feind ist, scheint plötzlich Freund und die gesamte Welt rund um Hanna wird auf den Kopf gestellt. Die Intensität mit der sie dabei die Ängste und Ruhelosigkeit ihrer Protagonistin beschreibt, bringt einem zum Mitleiden und Mitfühlen. Man bewundert die Kraft, die diese Mutter für ihr Kind und dessen Wohl aufbringt, dass sich immer weiter von ihr zu verfremden scheint. Um den Spannungsbogen und das Verwirrspiel zu verfeinern, hat Janet Clark ihren Thriller in zwei Perspektiven verfasst. Die eine, die von Hanna, die in dritter Person formuliert ist und sich mit der Sache von Hanna beschäftigt, die die Wahrheit über Steve sucht. Und die Tagebucheinträge eines anfangs Fremden, der über Steves Vergangenheit berichtet. Beides verdichtet sich immer weiter zu einem Handlungsstrang und lässt Vergangenheit und Gegenwart aufeinader treffen. Man klebt nur so an den Seiten und möchte endlich die Wahrheit wissen, wird mit geschickten Pointen wieder in andere Richtungen gelenkt und weiß irgendwann nicht mehr, wen man trauen soll und wen nicht. Als Leser entwickelt man fast schon eine Art Paranoia, die einen blind zu machen scheint und die Verzweiflung Hannas spürbar werden lässt Das Tempo des Romans zieht dabei stetig an, was auch immer wieder an der Sprache zu merken ist. Wirkt sie anfangs noch langsam, gefühlvoll und betont, wird sie immer gehetzter und peitscht den Leser voran. Jeder einzelner Charakter gewinnt an Facetten, die Doppelbödigkeit verdreifacht sich und auch Hanna zweifelt immer mehr an ihren Verstand. Denn in diesem Roman spielt auch das Paranormale eine Rolle, was oft dazu führt, dass spannende Thriller in die Lächerlichkeit abrutschen. Hanna sieht Steve in Spiegeln, blutüberströmt und schwer verletzt und weiß nicht, ob sie es als real, als Stressreaktion oder Halluzination sehen will. Wird sie langsam verrückt? Die Frage stellt sich auch der Leser und findet diese Tatsache, dass sie ihren Mann sieht, nicht zu abwegig. Auch im weiteren Veraluf, wo die Mysteryelemente zunehmen, wirken sie durchaus authentisch und nicht zu bemüht, so dass es dem Thriller nicht schadet, sondern ihn zusätzlich bereichert. Besonders gelungen ist in diesem Zusammenhang vor allem die Entwicklung der kleinen Lilou. Verhält sie sich anfangs eher kindgerecht, ändert sie sich im Laufe der Geschichte und man selbst ist immer wieder verwirrt wie sich ein Kleinkind, dass kaum sprechen kann, sich so verhalten kann. Die Frage stellt Janet Clark auch immer wieder ihren Leser und löst sie erst zuletzt auf. Und dieses Gespür für Persönlichkeit schafft gerade die Plastizität, die diesen Thriller zu tragen scheint. Für alle Figuren findet sich ein Bild, dass ohne größere Klischees auskommt und die Stimmung zum Leben erweckt. Man spürt die Kälte, die Härte, die Veränderung in den Personen und wie sich das ganze auf das Ambiente auswirkt. Die Spannung hält sich bis zum unausweichlichen Showdown, der Vergangenheit und Gegenwart, Warheit und Lüge aufeinanderprallen lässt und einem sprachlos zurücklässt. Jedes Zahnrad fügt sich ein und plötzlich hat man das gesamte Drama vor sich und ist wie verwundert wie sich alles lückenlos ineinanderfügt. Und man kann begeistert den Buchdeckel schließen.

    Fazit

    Mit "Rachekind" zeigt Janet Clark, dass sie auch den Mysterythriller gekonnt beherrscht. Doppelbödig bis in die Haarspitzen und mit viel Gefühl für Charaktere hat sie einen spannenden Thriller vorgelegt, den man nicht so leicht aus der Hand legen kann.

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    romanasylvias avatar
    romanasylviavor 5 Jahren
    Spannung bis zum Schluss

    Das Buch ist von der ersten Seite an spannend bis zum Schluss. Sehr empfehlenswert. Das war mein erstes dieser Autorin, was ich gelesen habe, aber ich freue mich schon auf die nächsten Bücher von ihr :-)

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    Schalkefans avatar
    Schalkefanvor 5 Jahren
    spannend und mystisch - sehr empfehlenswert - Rachekind von Janet Clark

    Rachekind von Janet Clark

    Kurzbeschreibung:

    Der sonst treusorgende Ehemann von Hanna verschwindet spurlos. Sie kann es nicht fassen und glaubt an ein Verbrechen, doch niemand will ihr so richtig glauben.

    Ihre Tochter Lilou verändert sich seit dem Verschwinden des Vaters auf sehr geheimnisvolle Weise. Man hat das Gefühl sie stehe mit ihrem verschwundenen Vater in einer mystischen Verbindung.

    Da macht sich ihre Mutter selbst auf die Suche nach ihrem Mann und gerät dabei mit Lilou in große Gefahr.

     

    Mein Meinung zu dem Buch:

    Es hat mir sehr gefallen, u.a. auch wegen den mystischen Vorfällen und dem Geheimnisvollen, das das Buch von Anfang bis Ende umfasst hat.

    Die Hauptprotagonistin Hanna ist eine sehr sympatische Frau. Man kann ihre Verzweifelung und ihren Schmerz über das Verschwinden ihres Mannes fast hautnah und life als Leser spüren. Und man fragt sich: was hat es mit Lilou auf sich? Hat sie wirklich eine Verbindung zum Vater. Vor allem weil sie noch so jung ist und vieles so unglaublich zu lesen ist.

    Ein Buch dem es absolut nicht an Spannung mangelt und das mir interessante Lesestunden bereitet hat. Das Ende hätte ich jetzt nicht so erwartet, aber ich kann mich als Leser damit abfinden.

    Kann das Buch also nur empfehlen und Frau Clark kann gern in diesem Krimi/ Mystic Stil weiterschreiben.

     

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    Buchtastischs avatar
    Buchtastischvor 5 Jahren
    Spannend und gruselig, aber zugleich auch etwas zu abgefahren

    >> Wie im Film<<, sagte er ehrfürchtig. >>Viel schlimmer.<< Hanna schlang ihre Arme um Lilou. >>Im Film ist nach eineinhalb Stunden alles ausgestanden.<< (Kindle Pos. 3846-3847)

    Inhalt:

    Hanna führt ein glückliches Leben mit ihrer einjährigen Tochter Lilou und ihrem Mann Steve – bis dieser plötzlich spurlos verschwindet. Hanna ist davon überzeugt, dass es etwas Schlimmes passiert sein muß, aber niemand will ihr glauben. Und seitdem Verschwinden von Steve, ist auch Lilou sehr verändert – was steckt dahinter? Und wo vor allem steckt Steve?

    Die Buch-Abrechnung:

    + Spannung: Gekonnt legt die Autorin Janet Clark diverse Fährten, um den Leser in die Irre zu führen. Natürlich bekommt man immer wieder Hinweise – durchschauen konnte ich dieses Rätsel jedoch nicht. Es hat fast bis zum Ende gedauert bis das Puzzle gelöst war und somit das Bild einen Sinn ergab.

    + Nette Protagonistin: Hanna ist recht sympathisch. Ich mochte sie direkt von Anfang an und so fällt es auch nicht schwer mit ihr zu leiden und nach Antworten zu suchen.

    + Tagebucheinträge eines Unbekannten: Immer wieder gibt Sequenzen aus einem Tagebuch aus der Sicht eines Unbekannten in dem furchtbare Dinge aus einem Waisenheim erzählt werden. Man weiß nicht wer dahinter steckt und es verwirrt einen zusätzlich zur eigentlichen Geschichte.

    +/- Nichts für schwache Nerven: Gerade die oben genannten Tagebucheinträge sind manchmal wirklich nichts für Zartbesaitete. Manche Stellen sind wirklich eklig und grausam.

    - Zu abgefahren: Manche werden den Aspekt mögen, dass die Handlung teilweise ins Mystische abdriftet. Mir war das zu abgefahren, ich mag es lieber realistisch. Für mich wurde die Geschichte unglaubhaft je mehr sie sich in die esoterische Ecke entwickelte.

    - Teilweise schwache Handlungsstränge: Der Showdown war für mich viel zu übertrieben. Ein bißchen weniger Tamtam hätte es auch getan. Dafür hätte ich mir gewünscht, dass andere Handlungsstränge besser ausgebaut gewesen wären (z.B. wird einmal erwähnt, dass die Polizei nun den Fall mit Steves Verschwinden ernst nimmt – und dann hört man im ganzen Buch plötzlich nichts mehr von der Polizei?).

    FAZIT: Ich habe das Buch auf jedenfall gerne gelesen und wollte immer wissen wie es weiter bzw. ausgeht. Janet Clark hat ein tolles Verwirrspiel geschaffen - jedoch leider dafür etwas den Realismus und die einzelnen Handlungsstränge aus den Augen verloren. Dennoch bin ich gespannt auf andere Bücher von ihr und kann dieses Buch weiter empfehlen, wenn man nicht zu schwache Nerven hat!

    © by www.buchtastisch.de

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor 5 Jahren
    Spannung mit etwas Mystery

    Als Hanna von einer Party nach Hause kommt, findet sie ihre einjährige Tochter Lilou leblos im Bett vor; von ihrem Mann Steve, der auf Lilou aufpassen wollte, fehlt jede Spur. Lilou kann wiederbelebt werden, zeigt aber fortan Verhaltensweisen, die für das Kind ungewöhnlich sind. Da Steve weiterhin verschollen ist, glaubt Hanna an ein Verbrechen, doch niemand will ihr glauben. Sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach ihrem Mann und stößt dabei auf Erkenntnisse, die ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellen.

    Warnung: wenn man das Buch beginnt zu lesen, kann man es nicht mehr weglegen. Die Autorin präsentiert hier einen sehr spannenden Mystery-Thriller, wobei der Anteil des Mystischen genau dosiert ist. Die Handlung ist in sich sehr logisch aufgebaut, so daß es mir als Leser leicht fiel, ihr zu folgen. Sehr schön ist auch, daß am Ende alle offenen Fragen beantwortet werden.

    Bereits der Prolog beginnt ziemlich gruselig und spannend: eine bis dahin unbekannte Person erzählt davon, wie sie von ihrem Mörder verscharrt wird. Die weitere Handlung ist dann in zwei sich abwechselnde Zeitebenen aufgeteilt: zum Einen wird Hannas Suche nach ihrem Mann Steve erzählt, auf der anderen Seite erfahren wir durch Tagebucheinträge von Ereignissen, die in einem Kinderheim spielen und gut 20 Jahre zurückliegen. Wie aber hängen die Ereignisse von damals mit dem Verschwinden von Steve zusammen? Durch die Tagebucheinträge bekommt der Leser zwar einen kleinen Wissensvorsprung gegenüber Hanna, man tappt aber dennoch lange im Dunkeln.   

    Die Charaktere sind detailliert beschrieben; sehr gut hat mir dabei gefallen, daß die einzelnen Informationen zu den handelnden Personen häppchenweise preisgegeben werden, so daß man im Laufe der Geschichte immer mißtrauischer wird und keinem mehr recht trauen mag. Die Auflösungen zu den Personen ist wiederum sehr gut gelungen und logisch und hielten einige Überraschungen für mich parat.
    Ich habe zunehmend mit Hanna und ihrer Tochter Lilou gelitten, die bei ihrer Suche nach Steve Ungeheuerliches erfahren, das ihre Welt auf den Kopf stellt.

    Ich kann diesen Thriller wärmstens empfehlen und er ist für mich damit ein Buchtipp. Dieses Buch wird garantiert nicht der letzte Roman sein, den ich von Janet Clark gelesen habe.

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    Eines Abends verschwindet Hannas Mann Steve spurlos und lässt sie mit ihrer einjährigen Tochter Lilou zurück. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr. Also begibt sie sich allein auf die Suche nach ihrem Mann. Als Lilou sich immer seltsamer verhält, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit Steve. Hanna begreift, dass sie den Zeichen ihrer Tochter folgen muss, denn dies ist ihre einzige Chance, Antworten zu bekommen. Bisher hat ihre verzweifelte Suche nur eines zutage gefördert: Der Mann, den sie unter dem Namen Steve Warrington kennen und lieben lernte, hat offiziell nie existiert. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr ...

    Wenn Du Lust hast auf einen Mysterythriller, der die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hält, dann sei bei unserer Leserunde zu Janet Clarks „Rachekind“ dabei und bewirb Dich bis einschließlich 10.1. 2013 für eines von 10 Freiexemplaren. Die Autorin wird in der Leserunde für Eure Fragen zur Verfügung stehen. Hier geht´s zur Leseprobe.

    Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen.

    Euer Team vom Heyne Verlag

    Cappuccino-Mamas avatar
    Letzter Beitrag von  Cappuccino-Mamavor 6 Jahren
    Hier auch meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Janet-Clark/Rachekind-952347112-w/rezension-1024579961/ (Veröffentlicht auch bei Ciao und Amazon.) Herzlichen Dank an die Autorin für die Begleitung der Leserunde - hat mir wirklich großen Spass gemacht - und ein dickes Danke auch an den Verlag für das Bereitstellen des Buches.
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