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ClaudiasBuecherhoehle

vor 4 Jahren

(5)

Das Cover des zweiten Teils dieser Trilogie ist dieses Mal rötlich gehalten und hat leider keinen schimmernden Effekt wie bei Band 1. Ansonsten ist es das gleiche Motiv, was einen gewissen Wiedererkennungseffekt bietet.
Im Prolog gibt Jarra eine kurze Zusammenfassung von sich und der vorherigen Ereignisse, was mir sehr gut gefiel. So war für mich der Einstieg leichter. Auch im ersten Kapitel gibt es noch einige Rückblenden und Erklärungen.
Jarra und die anderen Teams befinden sich nicht mehr im amerikanischen New York, sondern in der afrikanischen Grabungsstätte Eden. Auf mich machte Jarra einen wesentlich sympathischeren Eindruck als noch im ersten Teil. Sie wirkte viel gelöster und weit weniger verbittert. Vielleicht hängt dies ja mit dem Paaringsvertrag zwischen ihr und Fian zusammen.
Ab Kapitel 3 spielt die Geschichte leider nicht mehr in der Grabungsstätte, sondern beim Militär, wohin Jarra und Fian einberufen werden. Leider, weil es mir ab diesem Teil sehr schwer fiel, der Geschichte zu folgen. Ich musste mich wieder durch unendlich viele Erklärungen quälen, die allesamt zu den Militärvorschriften und –umsetzungen gehörten. Dieses durchweg theoretische Geschwafel gefiel mir persönlich gar nicht. Spätestens jetzt wurde mir klar, dass dieser Roman kein Stoff für zwischendurch ist, man muss sich schon Zeit dafür nehmen.
Was mir leider auch gar nicht gefiel, war die Diskussion zwischen Jarra und Fian in Kapitel 8. Über knapp vier Seiten wurde ein simples Problem geradezu totgeredet. Zudem wird häufig der Begriff „schrumpfhirnig“ verwendet, was auf mich mit der Zeit sehr störend wirkte.
Ab Kapitel 12 sollte die Geschichte mit Spannung begeistern, doch bei mir blieb sie leider aus. Die Storyline wirkte auf mich überkonstruiert, nach dem Motto: jetzt muss doch mal endlich etwas passieren!
Jarra und Fian kehren in Kapitel 14 wieder zur Grabungsstätte zurück, was bei mir die Frage offen ließ: war´s das jetzt schon? Machen die Aliens erstmal Pause? In Kapitel 16 passiert etwas für mich Unerwartetes, was der Story einerseits gut tat, andererseits aber auch keine wirklich großen Emotionen bei mir hervorrief. Leider.
Ein weiterer Kritikpunkt: ständig thematisiert Jarra Vorurteile gegenüber Behinderten. Genau wie in Kapitel 8 wurde diesem Thema zuviel Zeit gewidmet. Und es ist ja auch nicht so, dass es nicht auch schon im ersten Teil der Trilogie ausreichend behandelt wurde.
Ab Kapitel 24 legt die Geschichte endlich an Tempo zu. Aber trotz allem war mir die Geschichte viel zu technisch und analytisch angelegt. Zu den Charakteren bekam ich leider keinen richtigen Zugang, trotz des anfänglich guten Ansatzes.
Auf Seite 330 habe ich frustriert aufgegeben. Und ich weiß auch genau, dass ich diesem Teil keine zweite Chance geben werde wie noch vor einiger Zeit dem ersten. Das Ende interessierte mich leider gar nicht mehr.

Für mich keine gelungene Fortsetzung, die mich sehr ermüdete. Für die kleinen Lichtblicke der ersten zwei Kapitel bekommt dieses Buch 1 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


rororo
02.09.2013
416 Seiten
ISBN 978-3-499-25934-0
© Cover und Zitatrechte: Rowohlt Verlag
http://www.rowohlt.de

Autor: Janet Edwards
Buch: Earth Girl - Die Begegnung
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