Janet Malcolm Tschechow lesen

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Inhaltsangabe zu „Tschechow lesen“ von Janet Malcolm

Janet Malcolms Reise auf den Spuren Anton Tschechows beginnt mit einem Desaster: Am ukrainischen Flughafen von Simferopol verschwindet ihr Koffer mit einem Unbekannten. Als sie sich anschließend von einer Fremdenführerin zu jener Bank begleiten lässt, von der die beiden Liebenden in Tschechows Erzählung „Die Dame mit dem Hündchen" auf Jalta blicken, wird ihr klar, dass die Aussicht nicht im Entferntesten so hübsch ist wie erwartet. Aber so schnell gibt Janet Malcolm nicht auf. Sie reist nach St. Petersburg, Jalta und Moskau, die Orte in Tschechows Leben, recherchiert über seine Kindheit, seine Beziehungen, die frühen Triumphe, seine literarischen Figuren und Themen - in einerunwiderstehlichen Mischung aus Essay, Reportage und Reisebericht. Auf superbem Niveau verwebt sie Leben und Werk und beantwortet die einfachs -ten und zugleich kompliziertesten Fragen: Warum gestehen sich Tschechows Figuren ihre Liebe meist in verwunschenen Gärten? Warum mochte Tschechow keine Hochzeiten? Und was ist die Wahrheit hinter dem Mythos seines Todes, den er angeblich mit einem Glas Champagner in der Hand erwartet hat? Man kann alles über Tschechow wissen - oder nichts. So oder so wird man Janet Malcolm für dieses Buch lieben.
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  • Rezension zu "Tschechow lesen" von Janet Malcolm

    Tschechow lesen
    Lysander

    Lysander

    Janet Malcolm reist nach Jalta, Moskau und St. Petersburg, um auf den Spuren Tschechows zu wandeln. So weit, so gut. Sie teilt uns ihre subjektiven Eindrücke mit und stellt dann Assoziationen zu Personen aus dem Werk des Autors her. Dies alles geschieht sehr unstrukturiert; die einzelnen Kapitel haben nicht einmal Überschriften, mit deren Hilfe so etwas wie ein roter Faden entstehen könnte oder eine Aussage erkennbar würde. Es ist auch nicht zu erkennen, dass Malcolm eine profunde Kennerin des Tschechowschen Werks wäre. Am ehesten scheinen ihr dessen Erzählungen "Die Dame mit dem Hündchen" und "Krankenzimmer Nr. 6" vertraut. Das dramatische Werk kommt viel zu kurz. Am Ende fragt man sich, was dieser Reisebericht (?), Essay (?) eigentlich soll. Schade.

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