Janette Oke Wenn die Liebe siegt / Wenn es Frühling wird / Wenn der Tag erwacht / Wenn die Hoffnung neu erblüht

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Inhaltsangabe zu „Wenn die Liebe siegt / Wenn es Frühling wird / Wenn der Tag erwacht / Wenn die Hoffnung neu erblüht“ von Janette Oke

Erzählungen. 4 Bände getr. pag. cpl.

Eine wunderschöne, tiefgründige Geschichte einer luxusgewöhnten, jungen Frau, die sich von Gott bis in ein Indianerdorf führen lässt.

— Anasa
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  • Ein Leben im rauhen Norden Kanadas

    Wenn die Liebe siegt / Wenn es Frühling wird / Wenn der Tag erwacht / Wenn die Hoffnung neu erblüht

    Anasa

    28. November 2017 um 10:29

    Eine wunderschöne, etwas ältere Tetralogie über eine junge Frau, die sich von Gott führen lässt und so von einem gut behüteten, privilegierten Leben in Toronto immer tiefer in den wilden Westen Kanadas gerät bis hin zu einem primitivem Leben in einem Indianerdorf. Diese Kanada-Serie von der christlichen Autorin Janette Oke ist im Original von 1988. Erzählt wird sie aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur. Elisabeth Thatcher ist Tochter einer vermögenden Kaufmannsfamilie. Als sie von ihrem Halbbruder das Angebot bekommt, eine Lehrstelle im Westen anzunehmen, ändert sich ihr Leben. Sie wird immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Im ersten Teil lernt sie den jungen Polizist Wynn Delaney kennen, den sie schließlich auch heiratet, obwohl dieser zunächst seinen Vorsätzen, niemals zu heiraten - da er keiner Frau ein Leben im unzivilisierten, primitiven Norden glaubt zumuten zu können - treu bleiben will.  Im zweiten Teil dreht sich zunächst alles um die Hochzeit und auch die Hochzeitsreise wird humorvoll und ausführlich beschrieben. Wynn wird schließlich weiter in den Norden versetzt und so machen sie sich auf die mühevolle Reise in ein kleines Dörfchen. Elisabeth fällt das Einleben und die Einsamkeit, die sie so häufig befällt schwer. Mit den einheimischen Indianern wird sie nur langsam warm und es wartet ein langer und kalter Winter auf sie. Schließlich entwickelt sich eine innige Freundschaft zu einer Indianerin. Der Handlungsort ändert sich im dritten Teil nur kurz für einen Besuch Elisabeths bei ihrer Verwandtschaft und einem Arzt, von dem sie sich Aufschluss über ihren immer noch unerfüllten Kinderwunsch erhofft. Immer wieder müssen zudem Verluste geliebter Menschen von Elisabeth hingenommen werden. Krankheiten, drohende Überschwemmungen, Schneestürme – der rauhe Norden hat einiges an Herausforderungen für Elisabeth und Wynn zu bieten. Schließlich wird Wynn im vierten Teil noch weiter in den Norden versetzt und Elisabeth landet in einem Dorf, das vor ihr noch nie eine weiße Frau betreten hat. Mehr als je zuvor hat sie mit Vorurteilen zu kämpfen, da ihr die Einheimischen misstrauen. Durch einen Waldbrand ändert sich für Elisabeth und die Dorfbewohner schließlich einiges. Die Romanreihe beschreibt ein spannendes Leben von Entbehrungen und Glaubensprüfungen. Besonders dem ersten Teil fehlt es dabei nicht an humorvollen Szenen, als Elisabeth sich in ihrer kleinen Lehrerhütte einlebt. Die Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und Wynn wird etwas zurückhaltender beschrieben als in manchen modernen Romanen, dafür geht sie über das Kennenlernen und Heiraten hinaus. Wynn erscheint einem manchmal schon als gar zu perfekter Ehemann, der ein Muster an Selbstbeherrschung und Einfühlungsvermögen ist. Elisabeth ist diejenige, die einiges als Ehefrau und Mensch dazu lernt und so manches Mal verzweifelt ins Gebet geht, um ihre Selbstsucht oder ihre Enttäuschungen zu überwinden. In diesem Punkt wird sie herrlich ehrlich und sehr authentisch dargestellt. Ihre Gebete werden dabei oft anders von Gott erhört, als sie es sich vorstellt. Man kann nichts festhalten, alles was der Herr einem gibt, muss man auch wieder loslassen können und so lernt Elisabeth immer mehr Gott zu vertrauen. Sie wächst mit jedem Teil der Tetralogie in ihrer Persönlichkeit und so enthält der Roman auch für den Leser tiefgehende Gedankenanstöße. Ich konnte mich mit ihr in vielen Punkten identifizieren, obwohl die Geschichte zu einer ganz anderen Zeit spielt. Übrigens: Angelehnt an diese Kanada-Serie wurde die Filmreihe der Coal-Valley-Saga produziert. Inhaltlich unterscheidet sich diese wohl aber in vielen Teilen sehr vom Roman. Inspiriert durch die Serie habe Janette Oke gemeinsam mit ihrer Tochter Laurel Oke Logan wiederrum einen „neuen“ Roman verfasst („Aufbruch ins Ungewisse“, „Wenn der Hoffnung Flügel wachsen“). Es gibt wohl Gemeinsamkeiten, aber dennoch unterscheiden sich alle drei Werke in vielen Punkten, so wie es meine Recherchen ergaben (aus eigener Erfahrung kann ich hier noch nicht sprechen, da ich die Serie nicht gesehen habe und nur den 2. Band des neueren Romans gelesen habe).

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