Ich fand den Schreibstyle flüssig und mochte wie Mary aus ihrer Sicht die Geschichte erzählte.
Von klein auf wurde Mary von Mrs. Bennet eingebläut, dass sie nichts wert ist. Weder Schön, noch geschickt oder talentiert. In diesen Buch wird mein bereits bestehender Hass auf Mrs. Bennet nur weiter ausgebreitet, als ich diesen schon längst gepflegt hatte. So ging es weiter bis zum Ende des Buches. Genau wie Miss Bingley.
Der Anfang der Geschichte fand ich persönlich extrem zäh. Wir erleben in den ersten 230 Seiten 'Stolz und Vorurteile' erneut, auch wenn diese aus Marys Sicht geschildert wird, fühlt es sich an, als wäre Mary nicht die Protagonistin ihrer eigenen Geschichte.
Danach wird es definitiv besser. Wir treffen auf bereits bekannte Charaktere, die Mary einige Einblicke auf das Leben anderer gewährt.
Am besten ist es aber, als Mary zu den Gardeners zieht und Tom Hayward und Will Ryder kennenlernt und dort die Geschichte so richtig ins Rollen kommt. Ich liebe die Gardeners. <3
Mir hat die Geschichte recht gut gefallen, doch persönlich hätte es keine 700 Seiten sein müssen.
Aber eine tolle Ergänzung zu Stolz und Vorurteile.
Empfehle ich für alle, die gerne mehr von Mary erfahren und ihr Happy End lesen wollen!
Janice Hadlow
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Janice Hadlow
Miss Bennet
Miss Bennet
The Other Bennet Sister (English Edition)
The Other Bennet Sister: The Perfect Regency Novel for Fans of Bridgerton and Jane Austen
The Other Bennet Sister
Neue Rezensionen zu Janice Hadlow
Rezension zu "The Other Bennet Sister: The Perfect Regency Novel for Fans of Bridgerton and Jane Austen" von Janice Hadlow
HoneyBee
Bei dem Buch handelt es sich um eine Nacherzählung von Jane Austens Stolz und Vorurteil aus Sicht der unansehnlichen Bennet-Schwester Mary. Das muss man wissen, denn es wird fast bis Seite 300 einfach nur nacherzählt und nebenbei versüßt mit ein paar Gedankengängen von Mary. Ich muss sagen als ich das Buch begann, wurde ich von Marys Schicksal direkt in den Bann gezogen, denn ihr Leben ist nicht einfach. Von ihrer Mutter abgelehnt und vom Vater ignoriert hätte sich Mary wunderbar zu einer spannenden Protagonistin entwickeln können, die über sich selbst hinauswächst. Doch spätestens ab Seite 200 wurde mir klar, dass Mary eher mit dem Strom schwimmt, statt selbst das Zepter in die Hand zu nehmen. Den Großteil des Buches bleibt sie eher passiv und als sie sich dann doch zum handeln entschließt, hatte mich Janice Hadlow als Leserin leider schon verloren. Die Handlung zieht sich und plätschert nur dahin, ohne dass Spannung aufkommt. Mary denkt die ganze Zeit nach und macht sich Sorgen, was sicher ihrem Charakter entspricht, welcher sich aber leider nicht weiter entwickelt. Außer Mary werden die anderen Figuren eher angekratzt, sodass man bei ihnen an der Oberfläche bleibt. Mrs Bennet ist ironisch, Mr Bennet ist spöttisch, Lizzy ist schlau und schön, Jane ist schön, Lydia ist frech und so weiter. Wirkliche Tiefe bekommen die anderen Charakter also nicht ab. Allerdings hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Er ist flüssig und elegant und leitet einen gut durch das Buch. Es ist dann doch alles recht vorhersehbar und am Ende fragt man sich, warum man sich durch die 700 Seiten gequält hat. Vielleicht war es einfach nicht mein Genre, oder ich habe anhand des Klappentextes erwartet dass die Handlung sofort an Fahrt aufnimmt und nicht Seiten lang eine Geschichte erzählt wird, die wohl 90% der Leser dieses Buches schon kennen. Für mich ist dieses Buch verschenktes Potential.
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