Janice Jakait

 3.8 Sterne bei 14 Bewertungen
Janice Jakait

Lebenslauf von Janice Jakait

»Der Ozean hat mich angefixt, ich hänge an seiner tropfenden Nadel. Salzwasser strömt durch meine Venen – mitten ins schlagende Herz!« ... Janice Jakait, geboren 1977, aufgewachsen in Lengefeld (Erzgebirge), gab ihre Arbeit als IT-Beraterin für den Extremsport auf. Als erste Deutsche überquerte sie 2011/12 allein und ohne Begleitboot in einem 7 Meter langen Ruderboot den Atlantik. Ziel ihrer Aktion in Zusammenarbeit mit der Organisation OceanCare war es, auf das Thema Unterwasserlärm hinzuweisen, der insbesondere auf Meeressäuger und Fische dramatische Auswirkungen hat. Und: es war eine Reise zu sich selbst, getrieben von der Frage: "Wer bin ich?" Über ihre Erfahrungen berichtete Jakait hautnah in ihrem Blog Rowforsilence.com. Für die Zukunft plant die Autorin weitere spektakuläre Abenteuer: die Überquerung des Pazifiks in einem Segelboot sowie des Indischen Ozeans im Kite-Boot. Janice Jakait lebt derzeit in Heidelberg.

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Rezension zu "Tosende Stille - Eine Frau rudert über den Atlantik" von Janice Jakait

Viele philosophische Selbstreflexion - das Rudern kam zu kurz
Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren

Das Buch möchte ich von zwei Seiten betrachten. Zum einen hat die Autorin und Abenteurerin einen wunderschönen Erzählton, der mich sofort vor Ort zu ihr aufs Ruderboot mitten in den Atlantik katapultierte. Sehr bildreich, sehr bunt. Zum anderen genügte mir dies nicht im Zusammenhang mit so einer Reise. Das Buch lässt mich eigentlich etwas unzufrieden zurück. Überwiegend handelt es von den Träumen, philosophischen Gedanken und wirren Fantasien die sie unterwegs überfielen. Dies langweilte mich etwas, ich muss es leider hier so hinschreiben, auch wenn es mich von Erzählton her „schön“ langweilte. Ich hätte gerne mehr über die Strapazen gelesen, die sie erduldet hat. Mir ist schon klar, dass nicht allzu viel passiert auf so einem Ruderboot. Man könnte sagen, das meiste spielte sich in Ihrem Innenleben ab, ich hätte aber lieber mehr von den äußeren Umständen gelesen.

 

Dennoch finde ich die Idee, das Motto dieser Reise „Row for silence“ absolut megastark. So auf den Unterwasserlärm in den Ozeanen aufmerksam zu machen. Klasse. Es gibt eine Stelle im Buch, wo sie eine „Unterwasserlärm-Erfahrung“ macht. Das prägt. Nicht reden, sondern etwas tun. Die Autorin hat mit der Organisation „Ocean‘s Care“ zusammen gearbeitet, für dessen Newsletter ich mich spontan angemeldet habe.

 

Dieser Gesamteindruck des Buches, das inhaltlich überwiegend von den Beschreibungen der Gedanken/Fantasien etc. handelte, milderte sich etwas ab, als ich mir den 5-Minuten Film auf Youtube über die wichtigsten Sequenzen angeschaut habe. Der Film ist mit der Musik richtig bewegend! Unbedingt anschauen! Oder das Interview mit SWR1 und auch auf ihrer Homepage die Dokumentation über die Vorbereitungen.Mehr dazu in meinem Bücherfüllhron.

 

Alles in allem: Buch und Internet-Sequenzen ergeben ein starkes und berührendes Gesamtbild. Janice Jakait vermittelt ein ruhiges und sympathisches Bild. Das Buch alleine wäre mir dafür nicht ausreichend genug gewesen, dennoch würde mir nur vom Buch aber immerhin die Idee,  die dahintersteckt im Kopf hängen bleiben. Und alleine dafür schon hat es sich zu lesen gelohnt.

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Rezension zu "Tosende Stille - Eine Frau rudert über den Atlantik" von Janice Jakait

Was für eine spannende Fahrt!
Rosinantevor 5 Jahren

Als erste Deutsche rudert Janice Jakait im Winter 2011/12 allein 90 Tage von Portugal bis Barbados. Sie möchte damit auf den Unterwasserlärm aufmerksam machen, der für Meeressäuger und Fische tödlich ist. Dabei kämpft sie gegen ihre ständigen Gedanken, Ängste und Müdigkeit, gegen die Technik des Bootes und Naturgewalten an. Aber sie erreicht ihr Ziel.

Ich habe keine Ahnung von Seefahrt bzw. Rudern, vom Schiffahrtsverkehr auf dem Meer, vom Alleinsein über viele Wochen. Am Anfang des Buches fiel es mir etwas schwer, mich richtig reinzulesen. Mir fehlte etwas das Verständnis und Vorstellungsvermögen für das Boot und die ersten Probleme von Janice beim Rudern. Aber wichtige Begriffe von der Seefahrt bzw. Bootsteile werden am Ende des Buches erklärt. Leider habe ich diesen Teil erst später entdeckt.

Die anfänglichen physischen und psychischen Probleme konnte ich mir erst auch nur schwer vorstellen. Das lag vielleicht am Schreibstil der Erzählerin. Aber nach und nach wurde es für mich immer spannender und einfühlsamer und ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt. Diese ständige Anspannung unter der ein einsamer Bootsführer lebt, weil er immer auf der Hut vor großen Schiffen, großen Wellen und vielleicht auch großen Tieren sein muss. Das kann man als Laie nur schwer nachvollziehen, aber Janice Jakait beschreibt sehr gut, wie sie körperlich und psychisch gekämpft hat. Sie gibt auch sehr viele persönliche Gedanken preis.
Aber es gibt auch wunderschöne Momente in der Natur und mit den Tieren, die sie reichlich um sich hat. In dem Zusammenhang macht sie auch auf ihre Initiative gegen den Unterwasserlärm aufmerksam.
Beim Lesen der letzten glücklichen Seiten war ich sehr gebannt, habe mitgefiebert und fast geweint vor Rührung. Das war wirklich sehr ergreifend und ich ziehe meinen Hut vor dieser Leistung und Willensstärke.

Zum Schluss möchte ich noch das Layout des Buches hervorheben. Das Cover fand ich schon sehr ansprechend, aber die Gestaltung der Kapitelanfänge und der Seitenzahlen mit den Kompasssternen haben mich überrascht und sind sehr passend.

Wer realistische Abenteuererzählungen mag, wird das Buch gerne lesen.

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Rezension zu "Tosende Stille - Eine Frau rudert über den Atlantik" von Janice Jakait

Eine große Leistung
Curinvor 5 Jahren

Janice Jakait ist die erste Deutsche, die den Atlantik nur mit Hilfe ihrer Muskelkraft mit einem Ruderboot überquert. In ihrem Buch schildert sie ihre Erlebnisse mit anderen Schiffen, Meerestieren und ihren Höhen und Tiefen, mit denen sie sich auseinandersetzen muss.
Frau Jakait gelingt es, ihre Erfahrungen und Erlebnisse allein mit Worten in lebendige Bilder für den Leser zu verpacken. Als Schifffahrtsunkundige fand ich das Glossar am Ende des Buches auch sehr nützlich, da ich dort auch mal nachschauen konnte, was z.B Windstärke 7 bedeutet und was mit Schot-klemme gemeint ist.
Zuerst hatte ich meine Probleme mich in das Buch einzulesen, da es mir einfach schwer viel mich in Janice Situation hineinzuversetzen und ich daher vieles nicht so recht nachvollziehen konnte. Auch später hat es mich auch nicht so richtig gepackt.
Ihre eigentliche Mission auf den Unterwasserlärm aufmerksam zu machen ist bei mir auch nicht ganz angekommen. Allerdings ist es ihr gelungen, mich über diese Problematik zu informieren und aufzuklären.
Der Schreibstil ist gut verständlich und daher leicht zu lesen.
Mich hat besonders beeindruckt, wie ehrlich Frau Jakait erzählt. So lässt sie keine schwierigen Momente, in denen es ihr einfach nur schlecht geht aus und beschreibt auch, wie sie gesundheitlich manchmal völlig am Boden liegt.
Ich für meinen Teil habe einen großen Respekt vor der Leistung und dem Mut, den sie hier bewiesen hat.

 

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Gespräche aus der Community

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Eine Frau, ein Ruderboot und die Weite des Atlantiks...

"Der Ozean hat mich angefixt, ich hänge an seiner tropfenden Nadel. Salzwasser strömt durch meine Venen – mitten ins schlagende Herz!"

Heute dürfen wir beim Fragefreitag eine besondere Frau und Autorin begrüßen:

Janice Jakait
ruderte in 90 Tagen allein in einem Boot - ohne Beiboote oder Begleitung - einmal über den Atlantik. Diese Erfahrung beschreibt sie in ihrem Buch "Tosende Stille - Eine Frau rudert über den Atlantik". Nachdem sie für den Extremsport ihre Arbeit als IT-Beraterin aufgab, nahm sie 2011/12 in einer gemeinsamen Aktion mit der Organisation OceanCare die Atlantiküberquerung in Angriff. Damit wollte sie auf das Thema Unterwasserlärm hinweisen, der insbesondere auf Meeressäuger und Fische dramatische Auswirkungen hat. Es war aber auch eine Reise zu sich selbst und zu innerer Ruhe.
Für die Zukunft plant Janice Jakait weitere spektakuläre Abenteuer, wie die Überquerung des Pazifiks in einem Segelboot sowie die des Indischen Ozeans im Kite-Boot. Die Autorin lebt derzeit in Heidelberg.

Mehr zum Inhalt von "Tosende Stille - Eine Frau rudert über den Atlantik":
Am 23. November 2011 sticht die damals 34-jährige Janice Jakait in Portugal in dem speziell für ihre Bedürfnisse ausgerüsteten Ruderboot Bifröst mit Ziel Barbados in See. Als erste Deutsche wird sie allein den Atlantik überqueren allein und nur mit Muskelkraft. "Row for silence" nennt sie ihre Aktion, mit der sie auf den Unterwasserlärm aufmerksam machen will, der für Meeressäuger und Fische tödliche Folgen hat. Aber sie will auch ihre innere Unruhe besiegen, sich selbst in der Stille begegnen. 90 Tage, 6500 Kilometer und eine Million Ruderschläge lang behauptet sie sich gegen die Gewalten, gegen Hunger und Müdigkeit und ist schließlich nicht nur in Barbados, sondern auch bei sich selbst angekommen.
Mit ungeheurer Wucht und Sprachgewalt schildert Janice Jakait ihre Tour de Force und lässt den Leser teilhaben an einem einzigartigen Abenteuer, das noch keine Deutsche vor ihr bewältigte.

Mehr Infos findet ihr auch hier.

Heute habt ihr die Möglichkeit, Janice Jakait eure Fragen zu ihrem Buch und ihrer Passion, dem Extremsport, zu stellen! Unter allen Teilnehmern am Fragefreitag werden fünf Exemplare von "Tosende Stille - Eine Frau rudert über den Atlantik" verlost!


Viel Spaß beim Fragefreitag mit Janice Jakait!

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