Janine Kunze

 4.4 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Janine Kunze

Janine KunzeGeschenkte Wurzeln
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Geschenkte Wurzeln
Geschenkte Wurzeln
 (9)
Erschienen am 12.03.2013
Janine KunzeLiebling, ich habe die Kinder verschenkt
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Liebling, ich habe die Kinder verschenkt
Liebling, ich habe die Kinder verschenkt
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Erschienen am 31.01.2019

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Rezension zu "Geschenkte Wurzeln" von Janine Kunze

Bewegend und absolut ehrlich
MadVivor 2 Monaten

Als ich erfahren habe, dass Janine Kunze ein Buch über ihr Aufwachsen als Pflegekind herausgebracht hat, hat es mich interessiert. Sie beschreibt ihre behütete Kindheit bei ihrer liebevollen Pflegefamilie, zu der außer ihr noch drei Geschwister (die alle leibliche Kinder der Pflegeeltern sind) gehören. Somit nimmt sie eine Sonderstellung ein, die sie jedoch niemand in der Familie spüren lässt. Ab und an verbringt sie ein Wochenende bei ihrer leiblichen Mutter, die sich jedoch nicht sonderlich für sie zu interessieren scheint. Sobald Janine da ist, soll sie Fernsehen oder Videos gucken. Dafür ist ihre Mutter immer schick zurecht gemacht und geht auch mal mit ihr Essen oder shoppen. Mit Beginn der Pubertät möchte Janine unbedingt von ihrer Pflegefamilie adoptiert werden - dazu müsste ihre leibliche Mutter jedoch zustimmen. Zu dieser will sie keinen Kontakt mehr, merkt aber gleichzeitig, dass sie anders ist als ihre Geschwister.
Mir hat das Buch so gut gefallen, da Janine Kunze darin so ehrlich ist. Sie berichtet von ihren Wutanfällen und dass sie ihre Eltern angelogen hat. Ferner über die täglichen Streitereien mit ihrer Familie, die auf die Einhaltung von Regeln beharrt - ganz im Gegensatz zu ihrer leiblichen Mutter. Das Gefühl des Hin- und Hergerissensein kann ich absolut nachvollziehen, da Pflege eben kein gesicherter Status ist. Ständig die Besorgnis vor den Besuchen des Jugendamtes und davor, dass ihre Mutter sie zurückholen könnte. All diese Probleme wurden beschrieben und hervorgebracht.
Tolles Buch für jeden, den das Thema interessiert.

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Rezension zu "Geschenkte Wurzeln" von Janine Kunze

wundervoll und spannend
MissLilavor einem Jahr

Ein wundervoll geschriebenes Buch, das mich direkt gepackt und nicht mehr losgelassen hat.

Janine Kunze beschreibt in einzigartiger, spannender Weise Ihre eigenen Erfahrungen als Pflegekind aufzuwachsen. Bereits als Baby kam sie zu Pflegeeltern und sie zeigt in dem Buch die Gefühlswelt und Erlebnisse in der Situation zwischen zwei Elternpaaren in denen sie lebt – die leiblichen Eltern und ihre Pflegeeltern als soziale Eltern.

In den Jahren erlebt sie Höhen und Tiefen aber auch innerliche Zerreißproben als es seitens der leiblichen Eltern heißt: Wir holen Dich zu uns zurück. So sehr sie auch teilweise rebelliert und innerlich zerrissen ist, ihre Pflegefamilie kämpft für sie und gibt ihr immer wieder Rückendeckung und Liebe.

Janine hat den Wunsch endlich ganz zu Ihrer neuen Familie zu gehören. Jedoch scheitert der Adoptionsantrag vor Gericht, da sie im Beisein Ihrer Mutter die Aussage verweigert und die Mutter den Antrag ablehnt.

Erst Jahre später mit Erreichen der Volljährigkeit wagt sie diesen Schritt erneut um endlich ganz Teil Ihrer neuen Familie zu werden.

Fazit:

Janine Kunze möchte Ihre Erlebnisse mit uns teilen, sie macht aber auch Mut, zu sehen, dass sich auch Pflegekinder wie normale Kinder entwickeln können.

Dieses Buch kann ich jedem ans Herz legen, der sich mit der Thematik Pflegekind befasst. Es gibt einen Einblick in den Alltag im Leben mit einem Pflegekind.

__

Meine Rezi gibt es auch hier : Miss Lila Liest


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Rezension zu "Geschenkte Wurzeln" von Janine Kunze

✎ Janine Kunze - Geschenkte Wurzeln
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren


Als ich mir dieses Buch damals genauer ansah und beschloss, dass ich es irgendwann lesen möchte, rechnete ich nicht mit dem, was mich im Endeffekt erwartete..
Ich bin froh, es von meiner Wunschliste befreit zu haben, denn ich hatte wirklich sehr nette Lesestunde mit der Geschichte Janine Kunzes.
Der Schreibstil ist total angenehm, sodass ich förmlich durch die Seiten flog. Auch war ihre Geschichte für mich an keiner Stelle langweilig geschildert, sondern einfach sehr authentisch. Ihre Story liest sich wie die eines jeden Kindes - bis auf die Tatsache mit den Pflegeeltern. Sie hat (die falschen) Freunde. Sie testet ihre Grenzen. Sie rebelliert. Sie kämpft. Sie verliert. Sie hasst. Sie liebt.
Ihr Buch zeigt auf, was es heißt, ein Pflegekind zu sein, mit welchen Ängsten vor allem die Eltern kämpfen, aber auch, was es bewirken kann, wenn man Liebe an einem Ort empfängt, zu dem man sich dazugehörig fühlt, vom Gesetz her aber nicht dazugehört.
Ganz am Anfang, im Vorwort, schreibt die Autorin etwas, was mir direkt nah ging: "Ich hege keinen Groll, gegen niemanden." (S.12) Ich denke, dies ist enorm wichtig zu wissen, wenn man dieses Buch liest, denn manchmal ertappte ich mich selbst dabei, dass ich die leibliche Mutter von ihr am liebsten geschüttelt hätte und ihr sagen wollte, sie möge doch bitte mal aufwachen. Wenn man diesen Satz aber im Hinterkopf hat, dann kann man sich ganz leicht wieder auf Janine Kunze und ihre Worte konzentrieren - und das ist das Wichtigste.
Die Botschaften, die Frau Kunze mit diesem Buch aussendet, sind vielfältig: Man kann überall bedingungs- / grenzenlose Liebe erfahren, nicht nur bei den Blutsverwandten. Auch Pflegekinder sind ganz normale Kinder, die sich - mit der richtigen Familie - auch toll entwickeln können. Selbst wenn es mal Streit in der Familie gibt, jeder sollte jeden in jeder Situation wertschätzen. (sie zeigt immer wieder auf, dass sie ihre Pflegeeltern sehr schätzt)
Schonungslos und bewegend lässt uns Janine Kunze an ihren Erinnerungen teilhaben und schafft damit ein Werk, was einem sehr zu denken gibt, was aufzeigt, wie wichtig die Familie ist.

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