Janine Kunze Geschenkte Wurzeln

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Inhaltsangabe zu „Geschenkte Wurzeln“ von Janine Kunze

Janine fühlt sich bei ihrer Pflegefamilie beschützt und geborgen - und sie möchte dort für immer bleiben. Sie trifft ihre leibliche Mutter zwar regelmäßig, doch sie spürt genau: Ihr Platz ist bei den Pflegeeltern. Ihre ganze Jugend über kämpft sie darum, von ihren Pflegeeltern adoptiert zu werden, was ihre leibliche Mutter verweigert. Erst mit 18 wird Janines Traum endlich wahr: Die Pflegeeltern adoptieren sie - nun gehört sie endlich auch offiziell zur Familie. Ein Buch über Mütter und Töchter, Identität und wahre Familienbande.

Das Buch ist ein wundervoller Bericht über geschenkte Wurzeln und die Erlebnisse als Pflegekind

— knusperfuchs

5 Sterne für eine Lebensgeschichte, die aufzeigt, wie wichtig Nahe und Geborgenheit ist. Unbeschönigt und authentisch.

— MelE

Ehrlich, offen, wunderbar zu lesen. Ein Buch, das zeigt was Familie ausmacht und mit uns macht.

— Sonando

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  • Themen
  • wundervoll und spannend

    Geschenkte Wurzeln

    knusperfuchs

    20. October 2017 um 17:22

    Ein wundervoll geschriebenes Buch, das mich direkt gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Janine Kunze beschreibt in einzigartiger, spannender Weise Ihre eigenen Erfahrungen als Pflegekind aufzuwachsen. Bereits als Baby kam sie zu Pflegeeltern und sie zeigt in dem Buch die Gefühlswelt und Erlebnisse in der Situation zwischen zwei Elternpaaren in denen sie lebt – die leiblichen Eltern und ihre Pflegeeltern als soziale Eltern. In den Jahren erlebt sie Höhen und Tiefen aber auch innerliche Zerreißproben als es seitens der leiblichen Eltern heißt: Wir holen Dich zu uns zurück. So sehr sie auch teilweise rebelliert und innerlich zerrissen ist, ihre Pflegefamilie kämpft für sie und gibt ihr immer wieder Rückendeckung und Liebe. Janine hat den Wunsch endlich ganz zu Ihrer neuen Familie zu gehören. Jedoch scheitert der Adoptionsantrag vor Gericht, da sie im Beisein Ihrer Mutter die Aussage verweigert und die Mutter den Antrag ablehnt. Erst Jahre später mit Erreichen der Volljährigkeit wagt sie diesen Schritt erneut um endlich ganz Teil Ihrer neuen Familie zu werden.Fazit: Janine Kunze möchte Ihre Erlebnisse mit uns teilen, sie macht aber auch Mut, zu sehen, dass sich auch Pflegekinder wie normale Kinder entwickeln können. Dieses Buch kann ich jedem ans Herz legen, der sich mit der Thematik Pflegekind befasst. Es gibt einen Einblick in den Alltag im Leben mit einem Pflegekind. __ Meine Rezi gibt es auch hier : Miss Lila Liest

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  • ✎ Janine Kunze - Geschenkte Wurzeln

    Geschenkte Wurzeln

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2016 um 11:40

    Als ich mir dieses Buch damals genauer ansah und beschloss, dass ich es irgendwann lesen möchte, rechnete ich nicht mit dem, was mich im Endeffekt erwartete.. Ich bin froh, es von meiner Wunschliste befreit zu haben, denn ich hatte wirklich sehr nette Lesestunde mit der Geschichte Janine Kunzes. Der Schreibstil ist total angenehm, sodass ich förmlich durch die Seiten flog. Auch war ihre Geschichte für mich an keiner Stelle langweilig geschildert, sondern einfach sehr authentisch. Ihre Story liest sich wie die eines jeden Kindes - bis auf die Tatsache mit den Pflegeeltern. Sie hat (die falschen) Freunde. Sie testet ihre Grenzen. Sie rebelliert. Sie kämpft. Sie verliert. Sie hasst. Sie liebt. Ihr Buch zeigt auf, was es heißt, ein Pflegekind zu sein, mit welchen Ängsten vor allem die Eltern kämpfen, aber auch, was es bewirken kann, wenn man Liebe an einem Ort empfängt, zu dem man sich dazugehörig fühlt, vom Gesetz her aber nicht dazugehört. Ganz am Anfang, im Vorwort, schreibt die Autorin etwas, was mir direkt nah ging: "Ich hege keinen Groll, gegen niemanden." (S.12) Ich denke, dies ist enorm wichtig zu wissen, wenn man dieses Buch liest, denn manchmal ertappte ich mich selbst dabei, dass ich die leibliche Mutter von ihr am liebsten geschüttelt hätte und ihr sagen wollte, sie möge doch bitte mal aufwachen. Wenn man diesen Satz aber im Hinterkopf hat, dann kann man sich ganz leicht wieder auf Janine Kunze und ihre Worte konzentrieren - und das ist das Wichtigste. Die Botschaften, die Frau Kunze mit diesem Buch aussendet, sind vielfältig: Man kann überall bedingungs- / grenzenlose Liebe erfahren, nicht nur bei den Blutsverwandten. Auch Pflegekinder sind ganz normale Kinder, die sich - mit der richtigen Familie - auch toll entwickeln können. Selbst wenn es mal Streit in der Familie gibt, jeder sollte jeden in jeder Situation wertschätzen. (sie zeigt immer wieder auf, dass sie ihre Pflegeeltern sehr schätzt) Schonungslos und bewegend lässt uns Janine Kunze an ihren Erinnerungen teilhaben und schafft damit ein Werk, was einem sehr zu denken gibt, was aufzeigt, wie wichtig die Familie ist.

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  • Offen, Ehrlich und Schonungslos

    Geschenkte Wurzeln

    MelE

    25. April 2015 um 10:35

    "Geschenkte Wurzeln" ist eine außergewöhnliche Biographie, die mitunter schmerzlich zu lesen ist, aber auch offenbart, wie wichtig Familie ist, um sich zu einer Persönlichkeit zu entwickeln. Janine Kunze bekannt als Schauspielerin und Moderatorin, war mir schon immer sehr sympathisch und ist es nun, nachdem ich ihre Lebensgeschichte las in meiner Achtung noch mehr gestiegen. Ich bin nur ein ganz klein wenig älter als sie und fühlte mich als ich einige Begebenheiten im Buch las, zurückversetzt in meine eigene Teenie und Jugendzeit. Auch die Musik spielte eine kleine Rolle und brachte mich hin und wieder wirklich zum Lachen. Sehr bewegt hat mich, dass ihre Pflegefamilie wirklich kämpft und egal wie sehr Janine rebelliert, ihr doch immer wieder Rückendeckung und Liebe anbietet. Einen sicheren und liebevollen Hort, der nicht für jedes Pflegekind gegeben ist. Janine ist gerade in der Phase des Erwachsenwerden sehr anstrengend, das empfand ich schon während des Lesens, aber dieses auszuhalten, obwohl es sich hierbei nicht um das eigene Kind handelt, zeigt von echter Größe. Die Pflegeltern und die Geschwister verdienen wirklich großen Respekt, denn man spürt die Verbundenheit und definitiv heraus, dass Annehmen nicht von Geldgier geprägt ist. Janine Kunze verliert kein böses Wort gegen ihre Pflegefamile, sondern lässt auch in schweren Zeiten erkennen, dass sie ihre "Mama" und ihren "Papa" sehr schätzt. Manchmal ist eine räumliche Trennung wichtig für alle Beteiligten, um zu erkennen, was wirklich zählt. Die gegenseitige Wertschätzung geht verloren, wenn man regelrecht aufeinander gluckt und der Umgang mit einem Pflegekind lässt für dieses Kind andere Regeln gelten, als für ein eigenes, denn man steht unter ständiger Beobachtung durch das Jugendamt. Es sind also einige Faktoren die erkennen lassen, dass Janine sich eingeengt fühlt und ausbrechen möchte. Ist im Prinzip ja auch normal im Teenie und Jugendalter, dennoch ist es wichtig zu wissen, wohin man gehört und die innere Zerrissenheit wird oft deutlich, zumal die leibliche Mutter sich als oberflächlich und wenig liebevoll präsentiert. Ein Äußeres Erscheinungsbild kann nicht glänzen, wenn der Mensch tief innen nicht sehr ansprechend dargestellt wird. Eine Verabredung absagen, weil man einen Pickel bekommen hat, hat mich total wütend gemacht und mich völlig aus der Bahn geworfen. Es wirkt auf mich egoistisch und unsympathisch. Warum die Mutter aber nicht loslassen kann und einer Adoption nicht zustimmt, wird erst zum Ende hin verdeutlicht und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Janine Kunze selbst kann leider auch nicht immer glänzen, denn durch die innere Zerrissenheit und der leichten Strenge der Pflegefamilie versucht sie öfters auszubrechen und ihre Wutanfälle sind auch nicht immer so angenehm. Manchmal erinnert es an ein bockiges Kleinkind, welches unbedingt seinen Willen durchsetzen muss. Im Gesamtpaket ist "Geschenkte Wurzeln" absolut schonungslos, wertvoll und sehr authentisch. Ich fand das Lesen einfach, da ich mich gleich mit der Story identifizieren konnte, auch wenn ich nicht aus einer Pflegefamilie stamme, ist es doch wichtig sich rundum geliebt und wertgeschätzt zu fühlen. Dieses Gefühl und die kompletten Emotionen die das Lesen freigesetzt hat, empfand ich als sehr gelungen. Mein Dank an Janine Kunze für die Ehrlichkeit und das es eben auch Situationen in ihrem Leben gab, in denen sie eben nicht glänzen konnte. Völlig unverblümt und schonungslos wird hier eine Lebensgeschichte präsentiert, die eben nicht erfunden wurde, sondern mitten aus dem wahren Leben stammt. Uneingeschränkte Leseempfehlung! „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ – J. W. von Goethe

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  • Unglaublich Bewegend

    Geschenkte Wurzeln

    AllesAllerlei

    27. March 2015 um 13:43

    Das Thema Pflegekinder ist und bleibt umstritten.  Janine Kunze erzählt hier ihre Gesichte in kleinen Episoden die darstellen wie der Status des Pflegekindes, sie, ihre Familie aber auch ihre Pflegefamilie über Jahre hinweg belastet hat.  Sie beschreibt den Kampf den sie gefochten hat, gegen das "System" um keinen Kontakt mehr zu ihrere leiblichen Familie haben zu müssen und welche Folgen dieser mit sich brachte.  Ein bewegendes Buch das auf gute aber gleichzeitig auch erschreckende Weise darstellt wie sehr die Pflegekinder leider doch dem Willen des Systems sich beugen müssen.  Sehr empfehlenswert!

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  • Weit verzweigte Wurzeln

    Geschenkte Wurzeln

    Sonando

    14. May 2013 um 18:56

    Das Buch ist wundervoll geschrieben und zog mich förmlich in die Situation Janine Kunzes. Sie beschreibt auf wundervolle, ehrliche Weise über die Situation und Gefühlswelt, in der sich ein Kind befinden kann, wenn es zwei Elternpaare hat. Leibliche und soziale Eltern. Dabei verfällt sie nicht in Hasstiraden gegenüber einer Elternfraktion. Dieses Buch zeigt, was die Unsicherheit, die Pflegekinder und Pflegefamilien erleben können, mit ihnen anrichten kann. Zuletzt ist es aber auch ein Mutmacher: ein Pflegekind ist ein Kind, dass sich ganz normal entwickeln kann. Dieses Buch kann ich allen empfehlen, die Pflegekinder in ihrem Umfeld haben. Es ist ein Augenöffner.

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