Janine di Giovanni Die Geister, die uns folgen

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Inhaltsangabe zu „Die Geister, die uns folgen“ von Janine di Giovanni

Janine und Bruno wollen sich ein gemeinsames Leben aufbauen - die beiden Kriegsreporter, die sich im belagerten Sarajevo ineinander verliebt haben. Aber der Plan, nach den zahlreichen Einsätzen in der ganzen Welt in Paris endlich als Familie Fuß zu fassen, will und will nicht aufgehen. Ihr Alltag wird immer wieder von den Erlebnissen der Vergangenheit eingeholt. Mitreißend und mit schonungsloser Offenheit erzählt die renommierte Kriegsberichterstatterin Janine di Giovanni davon, was es heißt, ankommen zu wollen, ohne ankommen zu können.

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  • Rezension zu "Die Geister, die uns folgen" von Janine di Giovanni

    Die Geister, die uns folgen
    Jana-meinewelt

    Jana-meinewelt

    09. December 2012 um 22:30

    "Janine di Giovanni hat mehr vom Leben gesehen, als die meisten von uns- und sie erzählt ihre Geschichte mit bewegender Ehrlichkeit und Demut." (Elizabeth Gilbert) Details und meine Meinung: Was grausam begann- ging grausam weiter. Janine di Giovanni erzählt mit einer solcher Konkretheit, Offenheit und Dramatik von ihrem Leben als Kriegsreporterin, dass es einem die Augen über die Welt noch ein Stück mehr öffnet. Das einem die immer währenden Unstimmigkeiten in den verschiedenen Ländern, obwohl man nicht dazu gehören mag, so sehr an die Nieren gehen und das sie einem so lange im Gedächtnis bleiben, das ein Leben ohne sie kaum noch möglich scheint ist schrecklich. Denn Bruno und Janine, lernen sich in einem der Krisengebieten in Sarajevo kennen. Während um sie herum der bosnische Bürgerkrieg herrscht, verlieben sich die beiden ineinander. Doch es ist nicht leicht. Die zwei sehen sich nicht allzu oft und wenn, immer in Ländern, in denen Krieg herrscht und sie sich vorsichtig verhalten müssen. Doch aufgeben wollen sie ihr jeweiliges Leben erst einmal nicht. Bis sie eines Tages eine Entscheidung treffen. Wenn sie nicht bald ein geordnetes Leben haben, dann geht alles kaputt. Sie beschließen einen neuen Lebensabschnitt in Paris zu wagen. Einer friedlichen Stadt, in der sie nun ihr Leben verbringen wollen. Während sie heiraten und einen Sohn bekommen, merken sie gar nicht, dass sie sich nach dem traumatischen Ereignissen in all den Kriegen nicht mehr normal verhalten können. Immer und immer wieder, Tag für Tag belügen sie sich selbst. Das sie sich nicht normal verhalten merken sie erst nach und nach. Janine bricht zusammen, bekommt aber Unterstützung von Bruno. Doch auch Bruno kann nicht einfach so weiter leben. Er flüchtet sich immer mehr in den Alkohol und stürzt somit auch ab. Sie versuchen ihr Bestes- doch ist ihr Bestes wirklich noch genug? Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt. Hier ging es nicht darum, ein Buch zu schreiben, das besonders schön ist, auch nicht um eine tolle Geschichte oder darum, etwas neues machen zu wollen. Janine die Giovanni erzählt ihr Leben. Sie erzählt es mit einer solcher Ehrlichkeit, dass man sich fragt, wie diese Frau all das geschafft hat. Mir wurde nie langweilig. Es war keine angenehme Geschichte, aber eine wirklich lesenswerte und eine, die die Welt kennen soll. Eine Geschichte, die über einen Krieg ist, der nach dem Krieg noch lange nicht vorbei ist. Eine Geschichte über Erfahrungen, die einen nie wieder loslassen. Die einem das Leben zerstören können. Für alle Zeit! Fazit: Wer sich an das Buch heranwagt, sollte sich vor Augen halten, dass sie wirklich sehr ehrlich über den Krieg berichtet. Es gibt Szenen, da dachte ich, dass es so eine Grausamkeit einfach nicht geben darf. Sie haben mich verstört, mir aber auch etwas gelehrt- verliere niemals deinen Mut, dein Durchhaltevermögen und glaube an deine Liebe.

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  • Rezension zu "Die Geister, die uns folgen" von Janine di Giovanni

    Die Geister, die uns folgen
    bücherelfe

    bücherelfe

    15. September 2012 um 19:33

    Diese wahre Geschichte von Krieg und Liebe hat es in sich. Kriegsreporterin trifft Kriegsreporter. Immer wieder kreuzen sich die Wege von Janine di Giovanni und ihrem späteren Ehemann Bruno Girodon. Die beiden lernen sich in Sarajevo kennen. Um sie herum tobt der Bürgerkrieg. Diese erste Begegnung verläuft stürmisch. Wer weiss schon, was morgen ist. Ob es überhaupt ein morgen gibt. Begegnungen beginnen und enden. So ist das nun einmal. Auf Sarajevo folgen Treffen in Kabul, Dakar, der Elfenbeinküste und in vielen weiteren Krisengebieten dieser Welt. Bis klar wird, dass sie nicht mehr ohne einander leben wollen. 2004 bricht Janine di Giovanni ihre Zelte im Heimathafen London ab und zieht nach Paris. Bruno und sie bauen ein Nest. Sie möchten endlich zur Ruhe kommen. Sie heiraten und der langersehnte Sohn kommt zur Welt. Mit ihm gerät Janine di Giovanni's Welt aus ihren Fugen. Panikattacken und Albträume lähmen sie förmlich. "Aber dieses wirkliche Leben mit seinen scharfen Ecken und Kanten, das war fürchterlich schwierig für mich." Während Bruno all seine Kräfte bündelt und übernimmt, was er nur kann, kämpft Janine die Giovanni sich langsam aus dem Dunkel wieder ans Licht. Als sie wieder halbwegs funktioniert, bricht ihr Ehemann zusammen. Denn die Geister sind auch ihm gefolgt. Fazit: Spannender, bewegender und sehr authentisch wirkender Bericht eines Lebens im Ausnahmezustand. Absolute Leseempfehlung!

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