Jann M. Witt Die BOUNTY war sein Schicksal

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Inhaltsangabe zu „Die BOUNTY war sein Schicksal“ von Jann M. Witt

Der 28. April 1789 war ohne Frage der schwärzeste Tag im Leben von William Bligh. Eine Gruppe von Meuterern unter Führung von Fletcher Christian riss das Kommando über Seiner Majestät Transportschiff BOUNTY an sich und setzte den Kapitän zusammen mit 18 Getreuen mitten im Pazifischen Ozean aus.
Es gab in der Geschichte der Seefahrt zahlreiche andere, blutigere Meutereien, dennoch hat keine andere Rebellion an Bord eines Schiffes die Gemüter der Menschen so fasziniert wie die Ereignisse auf der BOUNTY. Jann Markus Witt erzählt in diesem Buch nicht nur die Geschichte der Meuterei auf der Bounty, sondern beleuchtet das abenteuerliche Leben des William Bligh. 225 Jahre nach der Meuterei auf der BOUNTY ist es an der Zeit, mit der vorliegenden biographischen Skizze eine nuancierte Darstellung zu präsentieren, um William Bligh und seine unbestrittenen Leistungen mit der Achtung, aber auch der Kritik zu würdigen, die er verdient.

Eine Darstellung William Blighs, die von Respekt und Achtung gezollt ist - aber auch mit Kritik nicht spart.

— Sikal

Eine kurze und informative Darstellung vom Leben Captain William Bligh, die auch die Meuterei auf der HMS Bounty darstellt.

— Midway

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  • William Bligh war kein Tyrann

    Die BOUNTY war sein Schicksal

    Sikal

    22. July 2017 um 07:25

    Zumindest wenn man dem Autor Jann M. Witt glauben darf… Jedermann bekannt ist wohl die Meuterei auf der Bounty, oftmals im Film dargestellt, unzählige Geschichten wurden darüber erzählt. Immer wird der Kapitän als furchtbarer Unterdrücker dargestellt, der seine Mannschaft an der kurzen Leine hält und beim kleinsten Vergehen die Peitsche schwingt. In diesem Buch bekommt man von William Bligh ein anderes Bild vermittelt. William Bligh, Sohn eines Zolloffiziers und somit in der unteren Mittelschicht angesiedelt, wird in jungen Jahren zum Sailing Master bei einer Reise von James Cook ernannt, der auch bis zu einem gewissen Grad sein Vorbild und Mentor ist. Blighs außergewöhnliches Navigationstalent und mathematisches Verständnis öffnen ihm hier Tür und Tor. Doch fehlen ihm wichtige Gönner im Hintergrund, sodass er auf der Karriereleiter nur langsam vorankommt und meist übergangen wird. Als er endlich die Chance bekommt als Kapitän mit der Bounty nach Tahiti zu reisen, um Brotfruchtbaumpflanzen nach Westindien zu bringen, die den dortigen Sklaven als billiges Nahrungsmittel dienen sollen, zögert er nicht lange und kümmert sich um die Zusammenstellung der Mannschaft. Und hier beginnt bereits das eigentliche Drama – Bligh, mit wenig Menschenkenntnis ausgestattet und keinerlei Führungserfahrung scheitert kläglich. Er versucht für seine Mannschaft an Bord immer das Beste, bemüht sich, diese in Bewegung zu halten und mit Vitamin C zu versorgen, um präventiv diverse Krankheiten zu verhindern. Doch seine Bemühungen werden nicht gewürdigt, sondern sogar boykottiert – hier mischt auch der ständig alkoholisierte Schiffsarzt eifrig mit. Als Fletcher Christian letztendlich als Gipfel des Konflikts den Kapitän mitsamt seiner Gefolgschaft auf einem Beiboot mit wenigen Nahrungsmitteln und nur mit einem Kompass bewaffnet mitten auf dem Ozean aussetzt, scheint das Schicksal der Mannschaft besiegelt. Doch hier erst wächst Bligh über sich hinaus und manövriert das Boot über Wochen und zig Meilen in einen rettenden Hafen. Er beweist wiederum, dass er ein großartiger Navigator und Seemann ist. Sein Leben lang wirft diese Meuterei einen Schatten auf Bligh, durch seine Widersacher geschürt ist er oftmals Demütigungen ausgesetzt. Bligh war sicherlich kein einfacher Mensch, oft jähzornig und aufbrausend stand er sich meist selbst im Weg, schürte Konflikte statt diese mit diplomatischen Geschick zu verhindern. Durch seinen Hang zur Pedanterie konnte es ihm niemand recht machen, er verlangte Perfektion wo vielleicht auch Mittelmaß ausreichend gewesen wäre. Er schaffte es nicht, seine Mannschaft für seine Werte zu begeistern. Jann M. Witt versucht eine Darstellung Blighs, die ihm Achtung und Respekt entgegenbringt, aber ebenso kritisiert. Was mir als Nicht-Seefahrer und Nicht-Kenner der Organisationsstrukturen auf einem Schiff geholfen hätte, wäre eine Art Organigramm gewesen, an dem man einzelne Ränge festmachen könnte.

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