Janna Ruth Tanz der Feuerblüten (uebersinnlich)

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Inhaltsangabe zu „Tanz der Feuerblüten (uebersinnlich)“ von Janna Ruth

Im Palast des Abendrots strebt alles nach vollkommener Schönheit: Wasser, Metall, Holz und Luft werden zu bewundernswerten Kunstwerken geformt, an denen sich die höfische Gesellschaft ergötzen kann. Als der junge Schwerttänzer Jinnan aus der Provinz den Hof betritt, fühlt er sich unbeholfen und von der komplizierten Etikette überfordert. Dann jedoch trifft er auf die bildhübsche Ayaka und lässt sich von ihrem Luftspiel verzaubern. Wider jegliche Vernunft versucht Jinnan, Ayakas Herz zu erobern – wohl wissend, dass er mit dem Feuer spielt …

Wunderschön erzählte Romantasy

— DennisKohlmann
DennisKohlmann

Beeindruckendes, märchenhaftes Debüt voller Gefühl

— Lothen
Lothen

Ein Buch, in dem man versinken kann

— Fledermaus92
Fledermaus92
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  • Poetische Romantasy und eine Plädoyer für die Natur

    Tanz der Feuerblüten (uebersinnlich)
    DennisKohlmann

    DennisKohlmann

    15. July 2017 um 18:11

    Um es kurz zu machen: „Tanz der Feuerblüten“ ist toll! Direkt auf der ersten Seite hatte mich die Autorin mit ihren wunderschönen Beschreibungen zum Schauplatz am Haken. Außergewöhnlich war für mich das asiatische Setting, das findet man ja nicht so oft, also zumindest für mich war es so. Die Namen der Charaktere waren zwar hier und da für mich nicht so leicht zu behalten, weil sie solche Zungenbrecher sind, aber das macht ja eigentlich nichts. Die Geschichte ist trotzdem wunderschön erzählt.Gut gefallen hat mir die Tradition des Umwerbens der Angebeteten mittels Haikus. Das hat mich an „Siebzehn Silben Ewigkeit“ von Denis Thériault erinnert. In seinem eher literarischen Liebesroman geht es auch um die Magie der Gedichte.Auch die Botschaft des Buchs spricht mich persönlich sehr an: Wenn wir Menschen nicht aufhören, uns gegen und über die Natur zu stellen, werden wir irgendwann daran zu Grund gehen. Das habe ich zumindest aus der Geschichte herausgelesen.Die Länge bzw. Kürze hat mich nicht gestört, auch wenn ich der Geschichte gut und gerne noch 300 Seiten mehr hätte folgen können. Habe auch im Nachhinein entdeckt, dass der Roman Teil einer Ausschreibung des Verlags war, bei der die Seitenzahl ein hartes Kriterium war. Also von daher, alles richtig gemacht!

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  • Beeindruckendes, märchenhaftes Debüt voller Gefühl

    Tanz der Feuerblüten (uebersinnlich)
    Lothen

    Lothen

    08. June 2017 um 18:18

    Janna Ruths Debüt konnte mich von der ersten Seite an verzaubern. „Tanz der Feuerblüten“ ist nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte, sondern vor allem ein starkes Plädoyer für die Macht der Natur und für die Betonung innerer Werte über äußerer Schönheit. Die Sprache ist wunderschön bildhaft und passt hervorragend zu dem märchenhaften Fantasy-Setting, in das der Leser hineingezogen wird. Die beiden Protagonisten Jinnan und Ayaka sind zwei ausgesprochen authentische Charaktere, die trotz der Kürze des Romans in all ihren Facetten dargestellt werden. Selbst die Nebenfiguren sind so plastisch und glaubwürdig, dass es leichtfällt, in die Geschichte einzutauchen. Zugegebenermaßen bin ich kein großer Romanzen-Leser, aber die zarte Liaison zwischen Ayaka und Jinnan wurde so einfühlsam und ohne unnötigen Kitsch beschrieben, dass ich mich richtig in den Gefühlen der beiden verlieren konnte. Der Roman kommt außerdem ohne explizite Sex-Szenen aus, was dem märchenhaften Charakter der Geschichte definitiv zugutekommt. Besonders beeindruckt hat mich allerdings das Setting. Janna Ruth erweckt eine Welt zum Leben, die an alt-asiatische Kulturen erinnert, und von Schönheit und Ästhetik durchdrungen ist. Ohne sich in unnötigen Details zu verlieren schildert die Autorin das Leben am Kaiserhof in all seinen zahlreichen Facetten und selbst mit wenigen Worten gelingt es ihr, die höfische Etikette, die Ideale der Menschen und den Zauber der Elemente zum Leben zu erwecken. Letztlich gibt es an diesem Roman nur einen einzigen Wermutstropfen, den auch meine Vorposter bereits bemerkt haben: Das Buch ist zu kurz. Man hat sich kaum in dem Setting, den Charakteren und den märchenhaften Motiven verloren, da ist die Geschichte auch schon wieder vorbei. Dadurch bleiben einige spannende Konflikte und Charakterhintergründe etwas auf der Strecke, dem Gesamtkonzept der Geschichte und der Spannung tut das aber keinen Abbruch. Von mir gibt es 4,5 Sterne – und weil es ein Debüt ist, runde ich großzügig auf. Behaltet diese Autorin im Auge, ich bin mir sicher, da haben wir noch tolle Bücher zu erwarten.

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  • Auch empfehlenswert, wenn man eventuell nicht ganz in die Zielgruppe passt

    Tanz der Feuerblüten (uebersinnlich)
    Fledermaus92

    Fledermaus92

    20. April 2017 um 20:47

    Auch wenn ich mich eigentlich null für japanische Kultur interessiere, hat "Tanz der Feuerblüten" mich durch den poetischen Schreibstil von der ersten Seite an mitgerissen. Die Autorin hat es auf jeden Fall drauf, Bilder, Landschaften und Szenarien vor dem inneren Auge entstehen zu lassen und so kann man richtig in der von ihr geschaffenen Welt versinken. Die Welt ist in sich konsistent sehr überzeugend aufgebaut und auch mit den Charakteren kann man mitfiebern! Einziger Kritikpunkt ist, dass diese Welt und die Charaktere auf 100 Seiten kaum so dargestellt werden können, wie sie es verdient hätten. Besonders Ayaka ist für mich etwas zu kurz gekommen - ich hätte gerne noch mehr über sie erfahren, dazu hätte aber vermutlich das Buch länger sein müssen. Sehr schade, dass es nur das E-Book gibt, ich hätte es gerne auch im Regal stehen!

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