Janne Teller Krieg

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Inhaltsangabe zu „Krieg“ von Janne Teller

<p>Ein interessantes Gedankenexperiment</p><br /><p>Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa. Faschistische Diktaturen sind an der Macht. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erfährt Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Jeden Tag sehnt er sich zurück nach seinem Zuhause. Doch wo ist das?</p>

Sehr verständlich und anschaulicher Text zu einem sehr brisanten Thema. Sollte ein Muss für jeden Schulunterricht sein/werden!

— Cailess
Cailess

In wenigen Seiten macht dieses Buch klar wie es ist ein Fliehender zu sein. Erschütternd und mitreißend…

— Biograf
Biograf

Trotz des kurzen Textes, kommen meiner Meinung nach, relativ viele Themen zur Sprache.

— kvel
kvel

Erschreckend und doch wahr.

— MyriamErich
MyriamErich

Ein spannendes Gedankenexperiment: Deine Familie muss aus Europa flüchten. Jede/r Schüler/in sollte dieses Buch gelesen haben!

— KTea
KTea

ein sehr gutes Buch, sehr interresant , schildert alles mal aus einer anderen seite und dreht alles um sehr empfehlenswert

— poigenfuerstfranziska
poigenfuerstfranziska

ein sehr gutes Buch, sehr interresant , schildert alles mal aus einer anderen seite und dreht alles um sehr empfehlenswert

— poigenfuerstfranziska
poigenfuerstfranziska

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  • Ein aufrüttelndes Buch - jeder jederzeit zum Flüchtling werden

    Krieg
    LadySamira091062

    LadySamira091062

    14. January 2017 um 12:36

    Ich  bin durch meine Tochter zu diesem Buch gekommen,die es in der Schule beim Projekt  " Schule gegen Rassismus" gelesen haben.Ein Buch ,das einem unter die Haut geht un deinen sehr nachdenklich macht.Was wäre wenn? Ja da kommt man ins Grübeln  und genau das soll es auch bezwecken.In einer Zeit in der man soviel negatives über Flüchtlinge hört versucht dieses Buch einem die Situation in der sich Menschen auf der Flucht befinden näher zu bringen .Indem man sich selber in diese für jeden Menschen furchtbare Situation hineinversetzt.Klar weiss man ,das es traumatisch ist alles zurücklassen zu müssen was einem lieb und teuer ist,doch  sagt man schnell : Hauptsache das Leben gerettet.Aber  ist dem auch so ?Was macht das Leben eigentlich aus? Dieses Buch  rüttelt auf und sollte an Schulen  Pflichtlektüre werden ,aber auch manchem Erwachsenen  würde es nicht schaden sich damit zu befassen,denn es kann helfen die Sicht auf das Thema Flüchtlinge zu verbessern,denn schließlich kann jeder jederzeit zum Flüchtling werden .Es kann helfen unser Weltbild zu verbessern und mehr Verständnis für Menschen ,die  hier gestrandet sind zu verbessern und ihnen  das Eingliedern in die jeweilige Welt bessern helfen.Denn nur  wenn beide Seiten verstehen wie sie sich fühlen kann echte Integration entstehen

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  • Heimat?

    Krieg
    radmoth

    radmoth

    23. October 2016 um 17:00

    Wenn bei uns Krieg wäre. Wohin würdest du gehen?Janne Teller hat darüber nachgedacht und ein Essay dazu verfasst. Das Gedankenexperiment beschreibt wie es sein könnte, wenn die westliche Welt zusammenbricht und plötzlich Krieg herrschen würde, auch in Deutschland.Der Leser wird dabei direkt angesprochen. Die Darstellung ist sowohl spannen als auch erschreckend. Das Buch zeigt Situationen auf, die einem, wenn man im Frieden lebt und man ein Zuhause hat, gar nicht so bewusst sind. Situationen, die man niemandem wünscht, in denen sich aber viele Menschen befinden.Der Protagonist lebt mit seiner Familie in den Ruinen des Familienhauses, die Mutter krank, die Schwester verletzt, der Bruder bei der Milizia. Personen verschwinden, sterben. Die Familie flieht nach Ägypten. Sie sind Flüchtlinge. Der Krieg nimmt kein Ende und als er doch ein Ende findet, ist nichts wie vorher, auch nicht in Deutschland. Immer wieder tauchen Fragen auf, auf die es keine Antwort gibt. Fragen, die mir nie in den Sinn kommen würden, weil ich das Glück habe ein Dach über dem Kopf zu haben, nicht frieren oder hungern zu müssen und wenn ich mal krank werde, zum Arzt gehen kann. Empfehlenswert für jeden!

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  • Trotz des kurzen Textes, kommen meiner Meinung nach, relativ viele Themen zur Sprache.

    Krieg
    kvel

    kvel

    30. October 2015 um 01:37

    Inhalt (gemäß der Buchinnenseite): Janne Teller beschreibt eine verkehrte Welt. Es ist Krieg, aber nicht anderswo, sondern bei uns, mitten in Europa. Die westlichen Demokratien sind gescheitert, und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen. „Wohin würdest du gehen?“, fragt die Autorin ihre Leser und spricht von Hunger und Kälte, der Angst vor Bomben und der Gleichschaltung durch die Geheimpolizei. Der Familie des 14-jährigen Protagonisten bleibt nur die Flucht nach Ägypten, wo das Leben noch geregelt ist und Frieden herrscht. Doch plötzlich sind er und seine Geschwister und Eltern nur noch Fremde, werden angefeindet, bekommen zunächst keine Aufenthaltserlaubnis und dürfen nicht arbeiten gehen. Wie fühlt es sich an, Migrant in einem Land zu sein, dessen Kultur einem so fremd ist und dessen Sprache man nicht spricht? Janne Teller hat ein bewegendes Porträt einer Familie geschrieben, die im Krieg alles verloren hat und fern der Heimat ein neues Leben beginnt. Meine Meinung: Etwas gewöhnungsbedürftig beim Lesen ist, dass die Autorin ihren Leser mit „du“ anspricht und somit den Leser in die Rolle des Protagonisten hineinversetzt. Die Autorin zeigt auf, dass den Flüchtlingen / Hilfesuchenden Vorurteile entgegengebracht werden und sie somit in ihrer neuen Welt erst einmal einen schweren Stand haben und sich gegen die Vorurteile erst einmal beweisen müssen. Und dass die Flüchtlinge auf den guten Willen der Bearbeiter ihrer Aufenthaltsgenehmigung angewiesen sind; denn in ihrem Fall ist der Bruder der jugendlichen Hauptfigur ein politischer Abweichler und nun kommt es darauf an, ob der Asylantrag für die Familie angenommen wird. Fazit: Gutes, nachdenkenswertes Gedankenexperiment.

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  • "Wohin würdest du gehen?" - Ein Gedankenexperiment

    Krieg
    KTea

    KTea

    "Wenn bei uns Krieg wäre. Wohin würdest du gehen?"  Mit dieser provokanten Frage beginnt die dänische Autorin Janne Teller dieses Buch. "Gedankenexperiment" wird es im Klappentext genannt. Zum Inhalt steht dort folgendes: "Die westliche Welt ist zusammengebrochen. Wir befinden und mitten im Krieg. Aber wohin kann man noch flüchten? Nur der Orient bietet Schutz und das Versprechen von Frieden. Für eine deutsche Familie bedeutet das, die Koffer packen und alles hinter sich lassen." Es ist ein spannendes und erschreckendes Szenario, das hier aufgebaut wird. Der Leser wird mit "du" direkt angesprochen und flüchtet mit der fiktiven Familie nach Ägypten. Die Zeit im Flüchtlingslager wird beschrieben, Probleme der Integration aufgeworfen. Der Stil ist ein berichtender. Knapp werden die Geschehnisse umrissen. Mehrmals habe ich von Schülern gehört, dieser emotionslose Stil erlaube wenig Identifikation mit den vorkommenden Figuren, da zu oberflächlich beschrieben werde. Ich persönlich sehe gerade darin die Stärke des Buches. Dass ich die Lücken als Leser selbst füllen kann, darin liegt für mich mehr Identifikationspotenzial, als wenn Figuren, Schauplätze, usw. genauer vorgegeben wären. So ist es ein Buch, das jeden betrifft.

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  • Radikales Gedankenexperiment

    Krieg
    Strigoia

    Strigoia

    05. April 2014 um 12:47

    „Krieg“ ist ein radikales Gedankenexperiment von der Bestsellerautorin Janne Teller. In dem Essay ist die westliche Welt zusammengebrochen und in vielen Ländern herrscht Krieg, auch in Deutschland. Man selbst wird in diesem Buch zum Protagonisten und muss aus seinem Heimatland fliehen. Der Text brilliert durch seine Kürze und entwickelt einen starken Appellcharakter, da der Leser durch den Schreibstil selbst zur Hauptperson wird. Realistisch wird der Text unteranderem durch die Kriegsgründe, wie ein Zusammenbruch der Wirtschaft und eine daraus resultierende Auflösung der EU. Wie Janne Teller auch selbst angibt, darf man den Text nicht oder nur sehr begrenzt als politisch betrachten, da es verkehrt wäre, ein Gedankenexperiment als mehr zu betrachten, als es eben ist, ein Experiment. 

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  • Spannendes Gedankenexperiment

    Krieg
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    01. October 2013 um 01:37

    Es ist Krieg. Eine Familie muss die Koffer packen, ihre Heimat, ihren Besitz, ihre Verwandten und Freunde zurücklassen und in ein anderes Land gehen, dessen Sprache sie nicht sprechen, und wo sie als Flüchtlinge unter schwersten Bedingungen irgendwie klarkommen müssen. Solch eine Geschichte hat man schon oft gehört und gelesen. Aber dieses Buch ist anders. Es handelt nämlich nicht von Flüchtlingen, die zu uns nach Deutschland kommen. Im Gegenteil. In diesem schmalen und sehr schnell lesbaren Roman wird die übliche Geschichte umgedreht: In Deutschland herrscht Krieg und es bleibt keine andere Möglichkeit, als in den Orient zu fliehen. Dieses spannende Gedankenexperiment wird auf den wenigen Seiten nur angerissen und lässt viel Raum für das eigene Nachdenken. Und es wirkt lange nach.

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  • "Einladung an die Vorstellungskraft"

    Krieg
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    09. September 2013 um 12:48

      Man sollte, wenn man dieses kleine, wie ein Pass aufgemachte Büchlein in die Hand nimmt, zunächst einmal das Nachwort seiner Autorin lesen, gerade dann, wenn man ihre Parabel "Nichts was im Leben wichtig ist" nicht kennt. Janne Teller, selbst als Kind von Flüchtlingen nach Dänemark gekommen, setzt sich 2001 unter dem Eindruck einer großen Zahl von Flüchtlingen die nach Dänemark gekommen und dort das innenpolitische Thema Nummer eins sind, an ihren Schreibtisch und schreibt einen Essay, "als eine Einladung, sich in das Leben als Flüchtling hineinzudenken. Nicht aus dem Blickwinkel der Flüchtlinge, die von weit her nach Dänemark kommen, sondern mit dem Blick der Dänen, deren eigenen sicheres Leben durch einen hoffentlich undenkbaren Krieg zwischen skandinavischen Ländern zerstört wird." Sie versteht ihr kleines Buch als "Einladung an die Vorstellungskraft" und hat es deshalb für die deutsche Übersetzung leicht verändert und ein Szenario gewählt, in dem die EU aus sozialen und nationalistischen Gründen auseinanderbricht. Viele Menschen fliehen in den Nahen Osten. So auch oder 14 - jährige Protagonist der Geschichte, der aus Deutschland stammt und in Ägypten in einem Flüchtlingslager mit seinen Eltern um sein Überleben kämpft. Angesichts der vielen Flüchtlinge, die aus Nordafrika in den letzten Wochen nach Europa kommen, und dort eine bessere Zukunft sich erhoffen, ein fast prophetisches Szenario Sie will ihre jugendlichen Leser einladen, sich in die Migranten hineinzufühlen, "eine Einladung, das Leben der anderen nachzuvollziehen, ein Schicksal, das hoffentlich nie unser eigenes sein wird." Das ist ihr mit diesem Essay wie ich finde, hervorragend gelungen. Jugendliche werden verstehen, worum es geht, denn sie befassen sich, mehr als wir Erwachsenen denken, mit solchen Fragen. Es ist ein Text, der nicht politisch gelesen werden will, etwa gar als Schilderung einer möglichen Entwicklung, sondern es ist wie Janne Tellers erstes Buch auch eine Art Parabel, die zu eigenem Denken und zum Mitgefühl, zu politischem Bewusstsein und zur Menschlichkeit helfen soll.

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  • "Wenn bei uns Krieg wäre. Wohin würdest du gehen?"

    Krieg
    ConstanzeBudde

    ConstanzeBudde

    26. June 2013 um 14:50

    "Wenn bei uns Krieg wäre. Wohin würdest du gehen?"  Krieg ist en Thema, das wir hier in Westeuropa zum Glück nur aus dem Fernsehen oder aus den Erzählungen unserer Großeltern kennen. Wir ahnen, dass er schrecklich ist, wir wünschen uns um keinen Preis Zustände wie im nahen Osten oder in vielen Gebieten Afrikas. Wenn wir vom Krieg nichts mehr mitbekommen wollen, schalten wir den Fernseher aus, schlagen die Zeitung zu und fragen unsere Großeltern nicht danach, wie es war, im Luftschutzbunker zu sitzen. Janne Teller zwingt den Leser in ihrem Roman aber genau dazu, diese Vorstellungen eben nicht auszublenden. Sie nimmt uns mit in ein Deutschland, das von Diktatur und Bürgerkrieg überzogen ist, und in dem nichts mehr so ist, wie wir es heute kennen. Der Leser wird mit "Du" angesprochen und wird so zur Hauptperson der Geschichte. Als Mitglied einer fünfköpfigen Familie lebt er in den Ruinen des zerstörten Hauses, ohne Wasser und ohne Strom, in der ständige Angst vor neuen Raketeneinschlägen oder Angriffen von Heckenschützen. Man hat ist hungrig und man friert erbärmlich. Keinem kann man mehr trauen. In dieser Situation beschließt der Vater mit der Familie zu fliehen. Die Situation, die wir heute kennen, ist umgedreht. In Westeuropa herrscht Krieg, in der arabischen Welt herrscht Frieden. Janne Teller beschreibt die Flucht nach Ägypten, das Leben im Flüchtlingslager und das Warten auf die Bewilligung des Asylantrags. Durch die direkte Ansprache des Lesers, fühlt man die beklemmenden Situationen sofort nach. Man hofft und bangt, man empfindet Wut und Angst und das verstörende Gefühl der Hilflosigkeit. Auch das Leben nach dem bewilligten Asylantrag wird beschrieben. Und obwohl nun die Möglichkeit besteht, sich weiterzubilden, die Landessprache zu lernen und einen Beruf zu ergreifen, will sich kein richtiges Glück einstellen. Man fühlt sich immer noch nicht integriert und hat Heimweh nach Deutschland. Und doch weiß man: selbst wenn man eines Tages wieder zurückkehren kann, ist das Deutschland, das man vorfindet, nicht mehr die Heimat, die man verlassen hat. Krieg - Stell dir vor, er wäre hier! ist nur ein kurzes Buch mit einem Umfang von 60 Seiten. Durch die einfache Sprache ist es leicht zu lesen, hinterlässt aber dabei umso eindringlichere Emotionen und wirft Fragen auf. Der Wechsel der Perspektive stellt Flüchtlingsdebatten, das Aufeinandertreffen von Kulturen und das Umgehen untereinander in ein neues Licht. Selbst, wenn wir hier in Deutschland nach dem Lesen das Buch zuklappen können und keine Angst vor Bombeneinschlägen haben müssen, wird sich die Sichtweise auf unsere momentane Situation nach der Lektüre auf jeden Fall verändern und die Sensibilität für das menschliche Miteinander wird nachdrücklich geschärft. Krieg - Stell dir vor, er wäre hier! ist ein fesselndes Buch, das niemanden kalt lässt. 

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