Janne Teller Nichts

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Inhaltsangabe zu „Nichts“ von Janne Teller

Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens.

Das Buch war definitiv die Zeit, die ich zum lesen gebraucht habe, nicht wert, da es keine Auflösung der Frage nach der Bedeutung bietet.

— JuliaAndMyself

etwas verkorkst, wenn man im Blick auf ihre Taten daran denkt das die Gruppe noch Kinder sind.

— Readersview

Wichtig. Wichtiger. Am wichtigsten. - 5 Sterne

— AmiLee

Dieses Buch vergisst man nie wieder..

— Biograf

Unglaublich Augenöffnend...

— EisAmazone

Schonungslos, unerbittlich, aber auch sehr bewegend. Und vor allem Mutig. Mutiger. Am Mutigsten.

— wordworld

Zum Ende hin wurde es besser. Unter allen Schullketüren die beste, jedoch wirklich kein Muss!

— TanjaWinchester

Wahnsinnig bewegende Geschichte über die Bedeutung. Es hat mich erschüttert, wie tief Jugendliche in einen Sog gezogen werden können

— Dini237

Manchmal verstörend aber sehr interessant. Es regt zum Nachdenken an

— RainyDays

Hat etwas Bedeutung ? Nach diesem Buch, weißt du für DICH mehr darüber. Nur zu empfehlen!

— Zeilenabstand

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  • Das war nichts!

    Nichts

    JuliaAndMyself

    11. October 2017 um 15:28

    Ich habe erwartet ein philosophisches Buch vorzufinden, in dem die Kinder versuchen die Bedeutung des Lebens zu erklären. Was ich aber gelesen habe waren Kinder die aus lauter Trotz und Unverständnis blind ein Berg vermeindlich wertvoller Dinge angehäuft haben, damit sie einem anderen Kind beweisen können, dass es unrecht hat. Statt sich mit dem Thema Sinn/Bedeutung des Lebens auseinanderzusetzen haben sie sich provozieren lassen und ohne Sinn und Verstand gehandelt. Welche Botschaft das in diesem Zusammenhang haben soll ist mir unklar. Auch die generelle Botschaft des Buches ist mir unklar. Das Buch war definitiv die Zeit, die ich zum lesen gebraucht habe, nicht wert, da es keine Auflösung der Frage nach der Bedeututng bietet.

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  • Alles. Nichts. Gar nichts.

    Nichts

    wordworld

    08. July 2017 um 14:50

    Allgemeines: Titel: Nichts was im Leben wichtig istAutor: Janne TellerVerlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. April 2012)Genre: RomanISBN-10: 3423625171ISBN-13: 978-3423625173Seitenzahl: 144 SeitenOriginaltitel: IntetPreis: 6,99€ (Kindle-Edition)6,95€ (Taschenbuch)8,95€ (Audio-CD)  Inhalt: Was im Leben wichtig ist Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ... Bewertung: "Alles ist egal", schrie er eines Tages. "Denn alles fängt nur an, um aufzuhören. In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben..." Dieses Buch musste ich als Lektüre im Deutschunterricht lesen, ich fand es aber so interessant, dass ich es hier gerne vorstellen würde. Schon vornweg: Dieses Buch zu rezensieren ist sehr schwierig, da es gleichzeitig abstoßend und verstörend ist, aber für mich definitiv einen Sinn macht. Ob das Buch nun aber eine Bedeutung hat, oder ob es so etwas wie einen Sinn überhaupt gibt, muss wohl jeder für sich selbst beatworten. Darauf kann weder das Buch noch ich eine genaue Antwort geben. "Warum tun alle so, als sei alles, was nicht wichtig ist, sehr wichtig, während sie gleichzeitig unheimlich damit beschäftigt sind, so zu tun, als wenn das wirklich Wichtige überhaupt nicht wichtig ist?" Beginnen wir aber wie immer mit dem Cover. Es ist ganz in einem cremefarbenen Weiß gehalten und hat eine glänzende, weiße Hinterlegung, die den Titel buchstabiert. Der Titel wird nochmals in Lila genannt, Textsorte und Autor in Orange, was die einzigen Farbkleckse im Bild bilden. ich finde dieses leere Weiß sehr treffen zum Thema "Nichts", hätte aber lieber den Schriftzug, der den Titel nochmals nennt, weggelassen, da er nicht so recht ins Bild zu passen scheint. Trotzdem ist das Cover definitiv ansprechend und mal etwas anderes. Ansonsten ist zur Gestaltung nur noch zu sagen, dass die Kapitel recht kurz sind und mit römischen Zahlen überschrieben sind. Die Schrift ist außerdem recht groß, weshalb man die 140 Seiten schnell lesen könnte. Das "könnte" ist kein Fehler im Benutzen des Konjunktivs, sondern absichtlich gesetzt. Denn das Thema und die zunehmend verstörende Handlung verhindern, dass man das Buch einfach herunterlesen kann. Zuerst wird als Art Prolog eine Aussage in den Raum gestellt, die die Protagonisten des Romans während des Plots versuchen zu widerlegen: "Nichts bedeutet irgendetwas,das weiß ich seit Langem.Darum lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun.Das habe ich gerade herausgefunden." Diese Worte von Pierre Anton schocken seine Mitschüler einer Schulklasse in der Dänischen Provinz und bringen ihr Weltbild durcheinander. Er verlässt einfach eines schönen Tages den Klassenraum und sitzt fortan auf einem Pflaumenbaum. Und warum macht er das? Ganz einfach: Er hat begriffen, dass nichts von Bedeutung ist. Man Lebt, man arbeitet, man stirbt. Man liebt, man wird geliebt, man verlässt, man wird verlassen. Man lacht, man erschafft – es zerfällt. Man müht sich am Leben ab und das, obwohl man das Ende kennt. Tot. Die Schlussfolgerung ist offensichtlich. Hören wir auf so zu tun als ob. So zu tun als was? So zu tun, als hätte irgendetwas eine Bedeutung. Diese beunruhigenden Erkenntnisse verwirren Piere Anthons Klasse in dem Maße, dass sie sich entschließen, ihm – und damit sich selbst – zu beweisen, dass es doch Bedeutung gibt! Der Plan ist, einen ‚Berg aus Bedeutung‘ zu erschaffen und Dinge anzuhäufen, die von unanfechtbarer Bedeutung sind. Es beginnt ganz harmlos mit alten Bildern und geliebten Gegenständen, artet jedoch aus, als Neid, Missgunst und Feind- wie Freundschaften die Schüler dazu zwingen, immer radikaler etwas zu opfern, was ihm wichtig ist - bald ohne Rücksicht auf Leben und Tod... "Mit gleichmütiger Miene nickte er uns zum Abschied zu und ging hinaus, ohne die Tür hinter sich zu schließen. Die Tür lächelte. Es war das erste Mal, dass ich sie das tun sah. Mir kam die angelehnte Tür wie ein breit grinsendes Maul vor, dass mich verschlingen würde, wenn ich mich dazu verlocken ließ, Pierre Anthon nach draußen zu folgen......und die Stille sagte mir, dass die anderen es auch bemerkt hatten.Aus uns sollte etwas werden. Etwas werden bedeutete jemand werden, aber das wurde nicht laut gesagt. Es wurde auch nicht leise gesagt. Das lag einfach in de Luft oder in der Zeit oder im Zaun rings um die Schule oder in unseren Kopfkissen oder in den Kuscheltieren, die, nachdem sie ausgedient hatten, ungerechterweise irgendwo auf Dachböden oder in Kellern gelandet waren, wo sie Staub ansammelten." Wir bekommen diese Geschichte aus der Sicht der 13jährigen Agnes erzählt. Sie fungiert hierbei als Ich-Erzähler, man erfährt jedoch nichts über sie, kaum etwas über ihre Gefühle und Gedanken und erlebt das Geschehen auf seltsam distanzierte Weise. Oft spricht sie von ihnen im Plural, einem "Wir", zu dem sie sich identitätslos dazuzählt und nicht abgrenzt. Dadurch wirkt der Rausch, in den die Schüler fallen, der Gruppenzwang, der sie immer weiter antreibt, noch rücksichtsloser zu sein, noch makabrer und geschmacksloser. Man kann das Handeln der Kinder jedoch bis zu einem gewissen Grad gut nachvollziehen, genau wie das Dilemma, indem sie sich befinden, ausgelöst durch Pierre Anthons Sticheleien. Die anderen Charaktere werden auch sehr distanziert und polarisiert dargestellt, was auch die Adjektive zeigen, die vor einige der Namen gehängt permanent wiederholt werden. So ist zum Beispiel die rede vom "großen Hans", der "kleinen Ingrid" oder "dem frommen Kai". Der Schreibstil ist genau wie die Erzählinstanz recht distanziert vom Geschehen und in schlichten Sätzen gehalten. Auffällig ist das Vorkommen von vielen sprachlichen Steigerungen, die die Ich-Erzählerin von sich gibt um die Situation zu beschreiben - die verlorenen Dinge der Kinder, denen mehr Bedeutung zugewiesen wird, den Drang nach der Superlative, der die Kinder drängt, die Angst vor dem Nichts. Zuerst "Ich bekam Angst. Angst vor Pierre Anthon. Angst. Mehr Angst. Am meisten Angst.“ zu den Aussagen Pierre Anthons, dann als Antwort darauf "Blau. Mehr Blau. Am meisten Blau." zu den abgeschnittenen gefärbten Haaren eines Mädchens, "Weiß. Hellrot. Rot ist tot." zu den Blutspritzern die den Boden des Sägewerks nach dem Schlachten eines geliebten Hundes zieren, "Kalt. Kälter. Frost, Eis und Schnee" zu der Miene eines Mädchens, nachdem es ihre Unschuld aufgeben musste. "Ein winziges bisschen. Weniger. Nichts" zu den Zweifeln, die die Kinder bei diesen Taten quälen und schließlich: "Alles. Nichts. Gar nichts" zu der Bedeutung, die die Kinder gefunden und gleich wieder verloren haben.  Mit Pierre Anthons Aussage zu Beginn des Buches stellt er eine wichtige Frage, die die Menschheit schon seit Jahrtausenden beschäftigt. Wir können alle möglichen Vorgänge erklären, analysieren und die Frage nach dem "Wie" ist in vielen Bereichen des Lebens wissenschaftlich geklärt. Bleibt nur die Frage nach dem "warum", die uns weiter quält. Die Frage nach dem Sinn, der Bedeutung des Lebens und des Existierens. Ich bin mir sicher, jeder war schon mal in einer Situation, in der er das Leben als sinnlos empfunden und tief gezweifelt hat. In dieser Situation befinden sich die Schüler dieses Buches, als Pierre Anthon sie von seinem Pflaumenbaum jeden Tag aufs Neue verhöhnt. "Das Ganze ist nichts weiter als ein Spiel, das nur darauf hinausläuft, so zu tun als ob - und eben genau dabei der Beste zu sein." Getrieben von der Angst vor diesen Zweifeln, tun sich die Kinder zusammen, um Bedeutung zu finden und anzuhäufen. Daraus entwickelt sich eine Art Spiel bei dem sie sich Dinge, die beim Verlust Schmerz bereiten, gegenseitig wegzunehmen beginnen. Schreckliches; Leid und Trauer, Scham und Angst. Dinge, die sie Überwindung kosten, die sie hart erkämpfen mussten. Die Bedeutung in den Augen der Kinder entspringt also vor allem aus Leid und Schmerz, Besitz und Verlust, nicht etwa aus schönen Dingen, wie Liebe. Auf der Jagd nach Bedeutung werden die Kinder immer rücksichtsloser und gehässig, darauf ausgelegt, die anderen zu verletzten. Denn je mehr es wehtut, desto mehr bedeutet es, in ihren Augen. So landen Dinge wie ein Hundekopf, ein toter Bruder, ein abgeschnittener Finger oder die Unschuld eines Mädchens auf dem Berg der Bedeutung, der immer mehr zum Berg der Abscheulichkeit mutiert. Das wirkt auf den Leser verstörend und das ist verständlich, denn der Gedanke für die Bedeutung zu morden, stößt uns ab. Doch das ist eine große Ironie, weshalb uns das Buch auszulachen, uns für unsere seltsame Auffassung von Bedeutung zu schelten scheint. Hier geht das Buch von den Kindern, die wir kritisieren zu unserer Gesellschaft über. "Dämonen hatten ihren Weg nach Taering gefunden. Die Dämonen, das waren wir." Ob wir es wollen oder nicht; unsere alltägliche Auffassung von Bedeutung ist sehr eng verbunden mit den Begriffen Schmerz und Leid und findet sich auch in alltäglichen Floskeln wie: „Wenn du nicht hart für dein Geld gearbeitet hast, ist es nichts wert“ wieder. Genau diese Gedanken überspitzt die Autorin und führt uns vor Augen, dass wir selbst entscheiden können, welchen Dingen wir Bedeutung beimessen, indem wir uns an dem Verhalten der Kinder abstoßen. Sie glauben an ihre Art der Bedeutung, für die sie hart gearbeitet haben. Denn wenn sie so viel für ihn geopfert haben, muss er doch von Bedeutung sein, oder? Doch diese Art von Bedeutung ist subjektiv, müssen sie und wir Leser feststellen. Für sie bedeuten ihre Opfer etwas, andere sehen nur Dreck und blutbespritze Gegenstände.Das wird auch im fertigen Berg der Bedeutung interessant dargestellt, der von Kunstkritikern und Menschenrechtlern scharf diskutiert wird. Die Öffentlichkeit streitet sich, ist geteilter Meinung über das Werk der Kinder. Die einen sehen sie als Auswüchse, wollen die Kinder für ihr Tun in psychiatrischen Anstalten sehen, die anderen loben sie für ihren Weg, den Sinn des Lebens einzufangen. "Wir gewannen den Kampf um die Bedeutung...sonderbar war nur, dass sich dieser Sieg, wie ein Verlust anfühlte..." Als sie ihren Berg jedoch an ein Museum verkaufen wollen, meldet sich Pierre Anthon, der zu der Enttäuschung der Kinder zu ihrem Berg nur geschwiegen und gelacht hatte. Wenn der Berg wirklich Bedeutung hätte, hätten sie ihn nicht verkaufen können, wirft er ihnen nur überheblich vor. Die Schüler beginnen an der Bedeutung ihrer Opfer zu zweifeln. Und wenn der Berg keine Bedeutung hat, was dann. Hat Pierre Anthon nun doch Recht und es gibt keine Bedeutung?Sie werden über dieser Frage an den Rand des Wahnsinns getrieben, bis sie angestachelt von Pierre Anthons weiteren Provokationen zu einer schrecklichen Tat getrieben werden. Spätestens an dieser Stelle hebt das Buch extrem von der Realität ab und es bleibt nur, das Buch auf übertragenem Sinne weiter zu verfolgen. Denn es wird klar, dass Bedeutung eine subjektive Angelegenheit ist, für die man keine allgemeine Definition oder Erklärung finden kann. Es ist ein Gefühl, dass die Kinder nicht genau benennen können. "Wir weinten weil wir etwas verloren hatten und etwas anderes bekommen hatten. Weil beides wehtat, verlieren und bekommen. Und weil wir wussten, was wir verloren hatten, während wir das, was wir bekommen hatten, noch nicht benennen konnten." Was für mich etwas bedeutet, ist für andere nur Unfug. Das bezieht sich auf die kleinen Sachen im Leben, aber auch auf größere Dinge wie zum Beispiel Religion, für die manche sogar Töten, um ihr mehr Bedeutung zu verleihen, während andere in dieser Tat nur den Mord sehen, der sie im Grunde genommen ist. Was genau also Bedeutung ist, und ob es sie gibt, wird nicht geklärt. Es scheint, als ob die Kinder am Ende ein ungefähres Gefühl für die Bedeutung bekommen haben, genau wie auch wir Leser. Dieses Buch bietet also keine Lösung für die Frage nach dem Sinn, kritisiert und aber und regt auf jeden Fall zum weiteren Nachdenken an. Wir überlegen, was uns selbst etwas bedeutet, was auf unserem Berg der Bedeutung liegt und wie wir das nächste Mal reagieren, wenn wir in eine Situation kommen, in der uns ein imaginärer Pierre Anthon in unseren Gedanken sagt, das Leben wäre sinnlos. "Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Freude, Traurigkeit, Liebe, Hass, Geburt, leben, Tod.Es war ja doch alles das selbe.Dasselbe. Das Gleiche. Nichts." Pierre Anthons schafft es, seine ganze Klasse und uns zum Nachdenken zu bringen. Mit diesem Buch ist es wie mit dem Berg der Bedeutung selbst: Die einen lieben es, die anderen hassen es. Es hat international viele renommierte Preise gewonnen und wird in zahlreichen Schulen als Pflichtlektüre eingesetzt; es wurde aber auch schon an Schulen verboten, wie z.B. ursprünglich im Heimatland der Autorin, Dänemark. Auf Amazon gibt es 109 5-Sterne-Bewertungen, aber auch 59 1-Stern-Bewertungen. Also: Ob nun von Bedeutung oder nicht, das Buch hat zumindest berührt und zur Meinungsbildung der Rezensenten angeregt. Fazit: "Nichts was im Leben wichtig ist" ist ein erschreckend brutales, aber auch sehr lehrreiches Buch, das den Leser dazu bringt über denn Sinn des Lebens nachzudenken und darüber, was für einen von Bedeutung ist - schonungslos, unerbittlich, aber auch sehr bewegend. Und vor allem Mutig. Mutiger. Am Mutigsten. Bedeutung oder nicht Bedeutung? No-go oder Must-Read? Keine Ahnung, deshalb von mir eine komplett neutrale Bewertung bei 2,5 Sterne.   Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei: www.w0rdw0rld.blogspot.com

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  • Bedeutung oder nicht Bedeutung - das ist hier die Frage

    Nichts

    LaKaro

    Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens.Dies ist keine Rezension der Art, der hier auf Lovelybooks für gewöhnlicherweise nachgegangen wird. Soll heißen, wer Informationen zum Inhalt sucht, kann diese in anderen Beiträgen finden. Dies hier soll eine Auseinandersetzung mit der Thematik sein, gerne auch für andere, die die Diskussion darüber suchen. Natürlich aber in erster Linie für mich selbst, da ich nicht davon ausgehe, dass mein Profil so stark besucht ist, als dass hier auch nur drei Leute ihren Senf dazu geben möchten. Dieses Buch habe ich das erste Mal gelesen, als ich in etwa das Alter der Protagonisten (die in der siebten Klasse sind) hatte. Damals war ich restlos davon begeistert. Das Buch war spannend und grotesk, und steigerte sich immer weiter, immer weiter. Ich hielt mich in dem Alter für total schlau und dachte, ich hätte das Buch begriffen. Jetzt, mit 20, frage ich mich, ob das wirklich so stimmen kann, denn beim erneuten Lesen schien es mir, als überkäme mich ein ganz neues Gefühl der Geschlagenheit.Nichts - was im Leben wichtig ist liefert keine neuen Erkenntnisse, zumindest nicht mehr für Leser ab einem gewissen Alter - vermutlich war die Bedeutung (ha!) des Buches deshalb an meinem jüngeren Ich vorbei gegangen. Allerdings sind es "Erkenntnisse", Tatsachen, Wahrheiten, man nenne es, wie man will, an die man nicht erinnert werden will, die man nicht wissen will. Was hat Bedeutung? Wofür leben wir?Diese, ich sage mal "Message", wird in dem Buch sehr gut aufgegriffen und widergespiegelt, in der sich in sich selbst steigernden Atmosphäre noch viel, viel mehr als durch den Inhalt per se. Dafür fünf Sterne. Einen muss ich allerdings wieder abziehen, denn: das Buch liefert keine Lösung.Oder besser: Kein ABER.Pierre Anthon hat Recht, ODER? Die Schüler suchen so verzweifelt nach etwas, das Bedeutung hat, um es aufzugeben. Aber wenn man es aufgegeben hat, hat es dann überhaupt noch Bedeutung, hat es dann noch einen Wert? Verliert es nicht genau in diesem Moment alle Bedeutung, in dem man sich davon löst, also freiwillig die Bedeutung opfert? An den Kindern im Buch aber, wie auch an mir beim ersten Lesen, sieht man ganz deutlich, dass man die Frage nach der Bedeutung im Leben in jungen Jahren noch nicht verstehen KANN. Auch der ach so kluge Pierre Anthon, dem die Klasse das Gegenteil beweisen will, auch wenn sie alle denken, er habe Recht, hat die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen und übersieht wichtige Punkte. Er ist erst vierzehn. Wie alle anderen Kinder auch.Dieses Buch kann durch das fehlende Aber, dadurch, dass Pierre Anthons Kommentare nicht WIRKLICH infrage gestellt werden, sondern als tiefere Wahrheiten, die die Protagonisten nur nicht vollständig verstehen können, dargstellt werden, unglaublich depressiv machen.Deswegen halte ich eine Diskussion für so wichtig und denke, dass vor allem junge Leser es tatsächlich nicht lesen sollten, wenn ihnen eine solche Diskussion nicht zugänglich ist, oder sie geistig noch nicht dazu bereit sind. Ich bin jetzt gerade, beim Schreiben dieser Worte, sehr in Eile und werde das Gefühl nicht los, die Hälfte von dem, was ich sagen wollte, noch nicht aufgeschrieben zu haben. Über Kommentare, vielleicht sogar eine kleine Diskussion, würde ich mich freuen. Vielleicht fällt mir die zweite Hälfte ja dann wieder ein. 

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    • 6
  • Nichts hat eine Bedeutung.

    Nichts

    TanjaWinchester

    21. April 2017 um 23:30

    Zitate"Nichts bedeutet irgendetwas", sagte er. "Das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun, das habe ich gerade herausgefunden." (S.9) "Denn alles fängt nur an, um aufzuhören. In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben. Und so ist es mit allem."  (S. 11) "Die Bedeutung" Sie nickte wie zu sich selbst. "sie haben uns ja nichts darüber beigebracht. Also haben wir sie jetzt selbst gefunden."  (S.101) "Man kann die Bedeutung nicht verkaufen. Entweder sie ist da oder sie ist nicht da."  (S.127) Meine MeinungVorab zu sagen ist, dass dies eine Schullektüre war. Wahrscheinlich würde ich das Buch niemals anhand des Covers oder des Klappentextes kaufen geschweige denn lesen, da es überhaupt nicht meins war. Aber da ist schließlich dieses Muss! ;) Es ist natürlich etwas vollkommen anderes als ein richtiges Jugendbuch. Doch ich mochte diese Rezension diesmal kurz halten, da man das Wesentliche tatsächlich herausfinden sollte, wenn man das Buch liest bzw. in der Schule erarbeitet. Ich kam sehr schwer in das Buch rein. Der Schreibstil, die Perspektive, einfach alles hat mich total verwirrt und überhaupt nicht angesprochen. Es war durchgehend langweilig und ich wusste einfach nicht, was ich mit diesem Buch sollte. Denn es wird aus einer besonderen Perspektive geschrieben, doch ich verrate da wirklich nicht viel mehr, sonst wäre es wahrscheinlich schon ein Spoiler ;) Und ich muss sagen, ich wäre heute noch sehr verwirrt, hätte ich es in der Schule nicht besprochen, wo auch so einige Fragen geklärt wurden. Zudem fand ich die Namen der Protagonisten etwas lächerlich, was aber sicherlich Absicht der Autorin war und schließlich eine Bedeutung hatte. Dieses Buch hat eine Bedeutung. Obwohl es in dem Buch um Nichts geht. Nichts hat schließlich eine Bedeutung, oder?  Und zum Ende hin wurde es wirklich immer besser. Die Geschichte wurde tiefgründiger und als ich fertig mit dem Lesen war, musste ich erst tief Luft holen, denn es versetzt einen in einen Tunnel. Wortwörtlich. Man denkt über seine eigenen Entscheidungen und natürlich auch Bedeutungen nach. Doch hat nichts eine Bedeutung, wenn sowieso alles endet? Fazit Zum Ende hin wurde es wirklich viel besser und hat mir den Atem geraubt. Unter all den Schullektüren, war dies das Beste, denn die Geschichte hatte wirklich Sinn, jedoch wirklich kein Muss! Es bekommt dementsprechend 2,5 von 5 Krönchen! 

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    • 2
  • Rezension - Nichts, was im Leben wichtig ist

    Nichts

    NatisWelt

    15. April 2017 um 23:59

    Während die Schüler der 7a im Unterricht sitzen, packt Pierre Anthon seine Sachen ein und verlässt den Klassenraum, weil er der Meinung ist, das nichts im Leben wichtig ist und eine Bedeutung hat. Seine Mitschüler finden ihn später auf einen Pflaumenbaum von dem er sie mit Pflaumen beschmeißt, beschimpft und versucht ihnen klar zu machen das nichts eine Bedeutung hat. Pierres Mitschüler bekommen Angst das er Recht haben könnte und sammeln im leerstehenden Sägewerk Dinge die Ihnen etwas bedeuten um Pierre zu überzeugen. Der „Berg der Bedeutung“ wird immer größer, doch schnell merken die Schüler der 7a, das sie all diese Dinge leicht ersetzen könnten. An dieser Stelle wendet sich das Blatt und jeder muss das bedeutungsvollste, wichtigste im Leben hergeben, welches die Mitschüler bestimmen. Es werden Tiere entwendet, Mädchen wird die Unschuld gegen ihren Willen genommen, einzelne Körperteile und Leichen landen auf dem „Berg der Bedeutung“. Voller Wahn erkennen die Schüler nicht mehr was sie anrichten…..sie morden, vergewaltigen, klauen und auch vor Gräbern machen sie keinen Halt. Wie dieser Wahn endet, könnt ihr in dem Roman von Janne Teller nachlesen. Dieser Roman, so trocken und philosophisch er auch geschrieben ist, ist eiskalt und brutal. Vielleicht bin ich einfach nichts gewohnt, aber ich fand es schrecklich was für Dinge dort auf diesen Berg landeten und wie sie an diese Teilweise gekommen sind. In meinen Augen ist es auch kein Buch für eine Schullektüre. Mir hat es nicht so gut gefallen und es hat mir auch nichts gebracht. Ob ihr diesen Roman lesen wollt, liegt ganz bei euch. Ich werde es weder empfehlen noch von abraten.

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  • Was hat überhaupt Bedeutung ?

    Nichts

    Zeilenabstand

    13. January 2017 um 20:08

    Diese Frage wird sich jeder Stellen der diesen Roman bis zum letzten Wort lesen wird. 'Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun' Dies ist die schockierende Aussage von dem Schüler Pierre Anton. Seine Mitschüler, der Klasse 7A, wollen ihm nicht glauben und wollen ihm stattdessen das Gegenteil beweisen. Sie fangen an Sachen zu suchen, die Bedeutung haben. Jeder aus der Klasse soll dazu beitragen und dann wollen sie es(die Bedeutung)  Pierre Anton zeigen. Bald entsteht ein ' Berg aus Bedeutung'.Zu beginn sammeln die Schüler nur Gegenstände die für die einzelnen Kinder von Bedeutung sind, doch bald steigern sich die Sachen bzw. was die Kinder beisteuern sollen, bis es außer Kontrolle gerät. Mit diesem Roman hat Janne Teller etwas geschaffen, was jeden zum Nachdenken anregt. Nicht nur was Bedeutung hat, sondern auch, wie sich Verhalten anderer auf uns und unseres auf andere auswirkt und was wir damit anrichten bzw. bewirken können. Ich habe das Buch damals schon in der Schule zsm. mit meiner Klasse gelesen, da waren wir im gleichen Alter, wie die Figuren im Buch. Schockierend trifft es wohl am besten. Es war eins der wenigen Bücher, die wir gelesen haben und wo wirklich jeder wissen wollte, wie es weiter geht. Nun habe ich es nochmal für mich gelesen. Nun liest man nicht nur die Geschichte, sondern man versteht es auch. Es hat viele Philosophische Ansätze. Es ist ein Roman, wobei man nicht nur liest, sondern auch gleichzeitig nachdenkt und sich evtl sogar ändert. Ich kann dieses Buch nur sehr empfehlen. Nicht nur als Jugendbuch, sondern wirklich für jede Altersklasse, da ich auch denke, dass es jede Generation anders verstehen wird und was anderes mit nehmen kann. Also was hat für dich Bedeutung ?!

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  • Nichts für schwache Nerven

    Nichts

    Ernie1981

    27. December 2016 um 18:39

    Inhalt: Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ... Persönliche Meinung: Was für ein Buch! Die Meinungen gehen ja stark auseinander. Gerade das bewegte mich, dieses Buch zu lesen... Zum Glück hat das Buch nur knapp 140 Seiten. Mehr hätte ich auch nicht ausgehalten. Es war verstörend, krank und realitätsfern.... Es wird beschrieben, wie aus einer Idee von Kindern/Jugendlichen ein Sog/Wahn entsteht, aus dem sie sich nicht mehr lösen können. Krank, einfach nur krank. Für die Idee zwei Punkte, Umsetzung und Hintergrund waren mir jedoch zur flach. Nicht tiefgründig genug!

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  • Verstörendes Buch, dessen Sinn mir nicht klar wurde

    Nichts

    R_Marie

    24. December 2016 um 21:32

    Ich habe ja die Legenden gehört, die sich um „Nichts, was im Leben wichtig ist“ ranken – manche hassten es, fanden es grausam, andere Schulklassen wollten es unbedingt lesen. Ich habe mich schon darüber unterhalten und sogar Zusammenfassungen korrekturgelesen, wusste also das meiste, was in diesem Buch vorkommt. In der Bücherei hatte ich es schon in der Hand, gelesen habe ich es jedoch erst drei Jahre später, als ich mich endlich dazu entschloss, mir mein eigenes Urteil zu bilden. (Rezension enthält Spoiler) Zum Buch. Verstörend, so beschreibt man es wohl am besten. Die Charaktere in diesem Buch haben kein Herz; die Schüler nicht, die Außenwelt nicht, die Lehrer und die Eltern sind wohl alle auf Drogen. Es ist, als fände die Geschichte in einem Paralleluniversum statt, das sich nur ein klein wenig von unserem unterscheidet. Der Schreibstil passt mit seiner Nüchternheit gut dazu. Die Protagonistin ist ein Mädchen, das in diese Klasse geht (in die achte oder siebte, denke ich?), die im Mittelpunkt des Geschehens steht. Es könnte aber aus jeder Sichtweise erzählt werden, denn es kommt nur selten vor, dass wirklich die Hauptfigur am wichtigsten ist. Wenn, dann outet sie sich aber als besonders kalt. Wer nicht weiß, worum es geht: eines Tages behauptet Pierre-Anton, ein Schüler in dieser Klasse, dass nichts irgendeinen Sinn hat und man deshalb auch nichts machen könne, das habe er gerade herausgefunden. Ab dann verbringt er seine Tage auf einem Baum, der bei ihm im Garten steht, und keinen der Erwachsenen juckt es. Seine Mitschüler hingegen flippen völlig aus. Sie sind so empört über seine Aussage, dass sie ihn mit Wurfgeschossen vom Baum holen. Und dann fassen sie den Plan, dass jeder Schüler etwas von Bedeutung abgeben muss. Sie sammeln es in einem Schuppen. Da finden sich dann Gegenstände wie eine Kinderleiche, Haare, ein Gebetsteppich, ein geklautes Kreuz aus der Kirche und ein Hamster. Es läuft so, dass je ein Kind aussucht, was ein anderer abgeben muss, und schnell wollen sie sich an Boshaftigkeit und Rache übertrumpfen.Das zu lesen, war befremdlich. Es war schlimm. Da der Inhalt sogar im Klappentext steht, werde ich jetzt auch spoilern: ein Mädchen wird vergewaltigt und keiner findet es besonders verwerflich. Danach wird sie richtig badass, aber ihr Schicksal war es, über das ich noch ein paar Tage nach der Lektüre nachdenken musste. Na gut, und über verschiedene Körperteile, die gewaltsam entfernt wurden (unter nüchterner Analyse der Protagonistin) … Was soll uns dieses Buch sagen? Diese Kinder spinnen vollkommen! Als ich 13 war, oder wie alt die sind, hätte in meiner Klasse so etwas nicht funktioniert. Der Gruppenzwang ist in diesem Buch sehr stark, aber es hätte sich bei mir nie eine Mehrheit gefunden, die das befürwortet. Und dann dieses grauenhafte Finale. Ich verstehe einfach nicht, wie Pierre-Anton seine Mitschüler mit seiner bloßen Existenz zum Ausrasten bewegen kann! Der ist doch noch der normalste unter diesen Psycho- und Soziopathen, die nachher höchstens einen Monat Hausarrest bekommen. Und dann! Die Protagonistin! Schwelgt Jahre später immer noch in der Erinnerung an die schöne Zeit, die sie hatten. Ich hoffe mal, dass zumindest die Hälfte der Kinder nachher eine Therapie machen musste.  „Nichts“ ist auf jeden Fall anders als gewöhnliche Bücher. Es dreht sich nur um ein Thema. Keine Liebesgeschichte, kein „heute Abend gab es dies und das zum Essen“. Es ist keinerlei Identifikation mit den Figuren möglich, wir lernen gerademal ihre Namen. Das Buch macht tatsächlich etwas mit einem. Aber wenn ein wirklich tieferer Sinn dahinter ist, außer, dass man Pierre-Anton irgendwie rechtgibt … dann habe ich ihn nicht gefunden.

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    • 3
  • Nichts bedeutet irgendetwas

    Nichts

    Vucha

    12. October 2016 um 15:51

    Zum Inhalt: „Nichts bedeutet irgendetwas. Das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.“ (S.7) Mit diesen Worten verlässt der Siebtklässler Pierre Anthon den Unterricht und lässt seine schockierten Mitschüler in der Klasse zurück. Fortan sitzt er morgens vor seinem Elternhaus im Pflaumenbaum, wirft mir Pflaumen auf seine Mitschhüler und provoziert diese mit seinen Aussagen. Seine Mitschüler glauben nicht, dass nichts von Bedeutung sein soll und beschließen, Pierre Anthon vom Gegenteil zu überzeugen, indem sie in einem stillgelegten Sägewerk Dinge sammeln, die von Bedeutung sind. Anfangs sammeln sie diese Dinge bei Menschen aus ihrer Umgebung, doch schon bald wird ihnen klar, dass ihr „Berg aus Bedeutung“ nur wirklich eine Bedeutung hat, wenn sie Dinge einsammeln, die für sie selbst von großer Wichtigkeit sind. Was mit einer Sammlung von Dungeons&Dragons-Büchern, einem Fußball und Papageien-Ohrringen beginnt, artet nach und nach aus. Die Opfer werden immer größer, die  Angst, die Gewalt und der Hass zwischen den Mitschülern werden geschürt und es kommt zur Eskalation… Meine Meinung: Selten lässt ein Buch mich so wenig los wie dieses… Janne Tellers Roman wird in einem Atemzug mit dem Jugendroman „Die Welle“ von Morton Rhue genannt und es steht diesem meiner Ansicht nach in nichts nach. Der Autorin gelingt es, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Der Leser selbst spürt die Vewirrtheit der Mitschüler von Pierre Anthon. Dazu tragen die gewählte Perspektive und die Schreibweise mit Sicherheit bei: Janne Teller lässt Agnes, eine Mitschülerin, die Geschehnisse aus ihrer Sicht schildern. Und obwohl Agnes eigentlich eine jener Schülerinnen ist, deren „Opfer“ vergleichsweise klein ist, spürt man wie sehr sie darunter leidet, ihre heißgeliebten grünen Sandalen weggeben zu müssen und wie sehr sie darauf hin sicherstellen will, dass auch die Nächste in der Reihe – ihre Klassenkameradin Gerda – etwas hergeben muss, dass für sie von großer Bedeutung ist. Die Opfer werden nach und nach immer grausamer: es werden nicht mehr nur „Dinge“ auf dem Berg aus Bedeutung abgelegt sondern auch Lebewesen, es werden Grenzen überschritten und es fließt Blut. Und dennoch bricht keiner der Schüler aus diesem Teufelskreis an irrsinnigen Forderungen aus und niemand wird verpetzt. Der Gruppenzwang wird so groß, dass dieses Ausbrechen immer schwieriger und schließlich fast unmöglich wird. Janne Teller regt den Leser zum Nachdenken an. Immer wieder stellt man sich die Fragen, wie weit man selbst gehen würde, was für einen selbst wirklich von Bedeutung ist und wie ein anfangs harmloses Vorhaben so aus dem Ruder laufen kann. Auch die verwendeten sprachlichen Mittel verdeutlichen die Eskalation der Situation: Immer wieder tauchen Steigerungen auf, die die zunehmende Angst und den zunehmenden Hass verdeutlichen. Etwas. Viel. Bedeutung! (S.38) Schlechter Moslem! Kein Moslem! Niemand! (S.69)Große Bedeutung? Größere Bedeutung? Größte Bedeutung? (S.75) An der Zeit! Höchste Zeit! Im letzten Moment! (S.93) Ich hatte selten derart das Bedürfnis, mich mit Rezensionen, Berichten, Interviews zu einem Buch auseinander zu setzen, als dies nach dieser Lektüre der Fall war. Janne Teller Roman polarisiert… allerdings bin ich der Meinung, dass man dieses preisgekrönte Buch unbedingt gelesen haben sollte und sich auf Diskussionen dazu einlassen sollte.

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  • Ein Buch, das zum Nachdenken anregt ...

    Nichts

    Lisa11

    24. September 2016 um 09:05

    Ich habe "Nichts. Was im Leben wichtig ist" in einem Rutsch gelesen. Nun hat es allerdings auch nur 140 Seiten. Es ist außergewöhnlich und regt zum Nachdenken an.Zwanzig 14jährige Schüler wollen einem ihrer Mitschüler beweisen, dass Dinge doch eine Bedeutung haben können, weil er sich auf den Standpunkt stellt, dass dem nicht so sei.In dem Buch sind, je länger man darüber nachdenkt, viele kleine typisch menschliche Reaktionen versteckt, über die es sich lohnt, seine Gedanken zu machen.Wenn man bedenkt, dass dieses Buch schon 16 Jahre alt ist, dann kann ich nur sagen: Hut ab vor der Autorin, was sie damals, im Jahr 2000, schon als psychologisch wertvoll ansah. Wir sind ja heute durch sämtliche Ratgeber und Psychologen schon wesentlich weiter als noch vor 16 Jahren.Es ist ein gutes Buch mit Nährwert, aber keines, das mich jetzt umgehauen hat, und keins, das mir nun völlig neue Erkenntnisse brachte. Trotzdem lohnt es sich, es zu lesen. 

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  • "Nichts" Janne Teller

    Nichts

    dot

    19. September 2016 um 11:38

    Das Jugendbuch "Nichts - was im Leben wichtig ist" erzählt aus der Sicht der Mitschülerin Agnes die Geschichte des 14-jährigen Pierre Anthon, der eines Tages das Klassenzimmer verlässt, da er davon überzeugt ist, dass nichts von Bedeutung ist. Er klettert auf einen Pflaumenbaum und wirft mit den Pflaumen und seinen Worten achtlos um sich, welche die Mitschüler nicht nur erschreckt, sondern auch dazu bringt einen "Berg aus Bedeutung" anzuhäufen. Sie tragen die verschiedensten Dinge zusammen, die für sie allesamt von Bedeutung sind, womit sie sich immer mehr zu überfordern scheinen. [...]"Nichts - was im Leben wichtig ist" ist nicht ohne Grund eine umstritttene Geschichte, die zum Nachdenken anregt, kaum authentisch aber sehr verstörend den heutigen Zeitgeist des Nihilismus verdeutlicht.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Hart, ehrlich und emotional

    Nichts

    Zyrin

    31. July 2016 um 09:58

    Auf nur 144 Seiten schildert Janne Teller eine Geschichte über Jugendliche, die nicht nur versuchen, etwas zu beweisen, sondern auch zu begreifen und dabei immer radikaler vorgehen. Erzählt wird die Geschichte von der Schülerin Agnes in der Ich-Perspektive. Die Sätze sind einfach, die Handlung knapp und ausgesprochen nüchtern geschrieben, dafür ausdrucksstark und emotional komprimiert. Vielleicht macht aber genau dieser Stil einen großen Teil der Erzählung aus, denn die geschilderten Ereignisse sind berührend, brutal und gehen an die Schmerzgrenzen.Erstaunlich anders ist auch der Schluss der Geschichte, wobei man fast sagen möchte, dass es mehrere Enden gibt. Es gelingt der Autorin hervorragend, immer wieder noch eins drauf zu satteln, wenn man als Leser gerade an dem Punkt ist: „Okay, das war jetzt hart, aber das war‘s jetzt.“ Bei diesem Buch nicht. Zudem schafft es Teller neben der krassen Gesellschaftskritik einen Bogen zu Tabuthemen zu schlagen. Sie kommt mit einer geballten Ladung wie Vergewaltigung, Grabschändung, Verstümmelung, Gruppenzwang, Erniedrigung und Tötung daher.Eigene MeinungTatsächlich bin ich der Meinung, dass es keine leichte Lektüre ist und sie bedarf des Gesprächs, das in der Gemeinschaft einer Klasse sehr gut stattfinden kann. Dass sich Jugendliche mit dem Buch schwer tun, wenn sie es alleine und einfach so lesen, ist nachvollziehbar.Fazit: Ein lesenswertes Buch. Man sollte sich auf Einiges gefasst machen und sich Zeit zum Nachdenken nehmen.

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  • Nichts

    Nichts

    sweetpiglet

    21. July 2016 um 11:13

    Meine Meinung:Ein Buch das einen nur schwer los lässt, und zu recht umstritten ist. Die Aufmachung, das simple Cover, passt perfekt zum Inhalt, denn es geht nicht um die Äußerlichkeiten, sondern um das was uns am meisten Bedeutung hat.Pierre schafft es die Jugendlichen seiner Klassenstufe zum Nachdenken zu bewegen. Jeder versucht nun das Nichts zu füllen in dem er die Bedeutung sucht, was sowohl im physischen als auch im psychischen Sinne passiert. Und genau dabei liegt das Interesse an diesem Buch, denn die Eskalation passiert, als jeder etwas noch bedeutsameres dem Berg hinzufügen soll und muss. Janne Teller schafft es durch immer neue Steigerungen das Ausufern der Situation voranzutreiben, als Leser war ich schockiert. Es fing mit scheinbar belanglosen Dingen wie Schuhen oder den eigenen Haaren an, bis irgendwann das nicht mehr genug ist. Die Idee, das Aufzeigen der Bedeutung, ist nett und interessant, sie beschäftigt die Kinder monatelang, sie erkennen aber nicht, dass Bedeutung auch etwas anderes sein kann. Sie erkennen nicht, dass Bedeutung für ein Ding, wie die Liebe zur eigenen Mutter ist, man kann sie nicht zeigen, es ist ein Gefühl. Der Schreibstil war vergleichweise einfach, was aber gut ist, denn das Buch erregt aufsehen durch das Thema, nicht durch das Schreibkunst. In knapp 150 Seiten schafft es der Autor uns zum Nachdenken zu bringen und zu schockieren, wie man das Nichts vertreibt.Fazit:Ein Buch, dass mich noch lange beschäftigen wird. Auch jetzt, nachdem ich es bereits vor drei Wochen gelesen habe, muss ich immer wieder darüber nachdenken und Revue pasieren lassen. Ich kann verstehen, dass das Buch durch sein Thema polarisiert und es zur Schullektüre geschafft hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, für alle die auch mal philosophisches Jugendbuch lesen wollen.

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  • Absolut nicht mein Fall

    Nichts

    j125

    09. February 2016 um 18:27

    Inhalt: Nachdem der 14-jährige Pierre Anthon mit den Worten „Nichts bedeutet irgendetwas“ den Klassenraum verlässt, möchte ihm seine Klasse beweisen, dass er Unrecht hat. Sie planen einen Berg der Bedeutung, zu dem jeder etwas für ihn sehr bedeutendes beisteuern soll. Es beginnt harmlos, mit einem Paar Sandalen oder einer Gitarre, doch das Projekt verselbstständigt sich und die bedeutungsvollen Dinge sind nicht mehr nur materielle, von Geld zu kaufende Gegenstände. Meine Meinung: Ich habe mich lange vor dem Buch gedrückt, weil ich den Klappentext wirklich … gruselig fand und zugegeben Angst hatte, dass es mich tatsächlich dazu bringt darüber nachzudenken, ob eigentlich Nichts eine Bedeutung hat. Außerdem hat das Buch einige schlechte Kritiken, was mich dann doch ein bisschen abgehalten hat. Letztlich ist es mit den 144 Seiten aber so schnell gelesen, dass ich es dann doch versuchen wollte, denn ein so polarisierendes Buch macht auch neugierig. Ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass das Buch absolut nicht mein Fall ist und ich bin ein bisschen entsetzt, dass es tatsächlich in Schulen gelesen wird. Es bietet sicherlich jede Menge Diskussionspotential, aber ich weiß nicht, ob jeder mit solchen Szenen umgehen kann. Der harmloseste Punkt ist eigentlich der, dass die Geschichte nicht realistisch ist. Da geht ein 14-jähriger Junge einfach aus dem Unterricht und hockt sich – statt die Schule zu besuchen – Tag für Tag in einen Pflaumenbaum und niemanden interessiert es. Eine ganze Klasse ist entsetzt über die Worte ihres Mitschülers und denkt intensiv darüber nach ob er nicht Recht hat und nichts von Bedeutung ist und kein Lehrer bemerkt es und spricht mit den Kindern drüber. Dann hat mir fast ein bisschen die Handlung gefehlt. Irgendwann las es sich für mich nur noch wie eine (ausführliche) Auflistung all der Gegenstände die auf dem Berg der Bedeutung landeten. Und was dort gelandet ist… ich kann das gar nicht fassen. In diesem Buch passiert wirkliches alles: Tötung, Vergewaltigung, Störung der Totenruhe. Die gesamte Klasse verliert vollkommen den Bezug zur Realität und es kümmert wirklich niemanden. Die ganze Handlung ist im Grunde so absurd, dass ich mich fast nicht traue sie als unrealistisch zu kritisieren. Am Ende frage ich mich nur, ob mir das Buch irgendetwas sagen wollte, ob es mich auf etwas aufmerksam machen wollte und welcher tiefere Sinn dahinter steht. Da das Buch den Dänischen Kinderbuchpreis gewonnen hat und auch von der Presse sehr gelobt wurde, scheint es wohl eine wichtige Bedeutung zu haben. Mir hat sich diese leider nicht erschlossen. Auch meine anfängliche Besorgnis hat sich schnell zerschlagen. Mich bringt es nur zum Nachdenken darüber, wieso man so etwas in der Schule liest und warum sich mir der Sinn des Buches nicht erschließt. Fazit: Kann ich leider nicht empfehlen. Die Charaktere verlieren jeglichen Bezug zur Realität, was niemanden kümmert. Es ist brutal und abscheulich. Für mich leider völlig unrealistisch.

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