Janne Teller Nichts. Was im Leben wichtig ist

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Inhaltsangabe zu „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller

Auf das Leben folgt der Tod. Auf die Bedeutung das Vergessen. Auf den Anfang das Ende. Als Pierre Anthon das erkennt, steigt er auf einem Pflaumenbaum und verbringt dort seine Tage. Gerda, Elise, Jan-Johan und all die anderen Kinder in der Stadt finden Pierre Anthon Verhalten nicht nur provozierend, es macht ihnen auch Angst - schließlich liegt die Zukunft verheißungsvoll vor ihnen. In einer verlassenen Sägemühle beginnen sie Dinge zusammenzutragen, die ihnen etwas bedeuten. Doch die Aktion, die beweisen soll, dass sich Pierre Anthon irrt, läuft bald aus dem Ruder.

Starkes Buch, unerwartete Handlungen

— leserin
leserin

Grausiges Gedankenexperiment. Interessant!

— QueenDebby
QueenDebby

Krass - mehr kann man dazu nicht sagen. Ich mochte es sehr! Und zum Streit Schullektüre ja oder nein - ja! Sowas wollen Jugendliche lesen!

— MsDanSmith
MsDanSmith

In zwei Stunde durchgelesen.

— Delphine_del_Castillo
Delphine_del_Castillo

Es ist gut aber gegen ende finde ich es dan doch einbisschen unrealistisch

— -Feuersturm-
-Feuersturm-

Anfangs etwas unrealistisch für meine Vorstellungskräfte, aber mit jeder Seite wurde es böser, brutaler und spannender! Aufweckend und gut!

— Caro_98
Caro_98

kalt, drastisch, direkt - Teller kommt sofort zum Punkt und schockt ! Super Buch, habe meine facharbeit dazu geschrieben und nicht bereut

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • "Bedeutung" - was für ein Wort und was für Taten dazu

    Nichts. Was im Leben wichtig ist
    leserin

    leserin

    18. June 2016 um 14:33

    Anfangs war ich mir nicht sicher, ist das Buch ein Jugendbuch oder ein Erwachsenenbuch.Ich las mich hinein und es wurde immer spannender und kurioser. Auf die Ideen muß man erst kommen, die einem von der Autorin  zum Lesen angeboten werden.Wie sie das Wort "Bedeutung"  in die Tat umsetzt, hat mich natürlich auch verschreckt, zumal es sich hier um Kinder handelt.Hier wurde eine Art Gruppenzwang ausgeübt.

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  • Leserunde zu "Wo die Liebe tötet" von Jennifer Shaw Wolf

    Wo die Liebe tötet
    litschi

    litschi

    Thriller und Romantik Fans aufgepasst!  Der Kosmos Verlag hat ein neues Label geschaffen, das beide Genres miteinander vereint und den treffenden Namen Herzblut bekommen hat. Eines der ersten Bücher, das dieses Label trägt, ist das Jugendbuch "Wo die Liebe tötet" von Jennifer Shaw Wolf. Mit ihrem äußerst gefühlvollen Schreibstil schafft es die Debütautorin mühelos ihre Leser zu fesseln und mit den Protagonisten mitfühlen zu lassen. Mehr zur Autorin: Jennifer Shaw Wolf wuchs im beschaulichen Idaho auf und wollte schon als Kind Autorin werden. Sie studierte Medienwissenschaft und lebt heute mit ihren vier Kindern und ihrem Mann in Lacey, Washington.  Mehr zum Buch: Die Nacht, in der ihr Freund Trip starb, ist für Allie wie ausgelöscht. Alles, was ihr geblieben ist, sind Narben, als ständige Erinnerung an ihn. Sie versucht das nagende Gefühl zu ignorieren, dass der Unfall vielleicht keiner war. Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, wird Allie plötzlich zur Hauptverdächtigen. Und bald schon vermischen sich Allies Erinnerungen mit dem dunklen Geheimnis um Trip, das sie zu lange verborgen gehalten hat... Leseempfehlung: ab 14 Jahren. Zusammen mit dem Kosmos Verlag suchen wir 50 Testleser, die sich zeitnah in den Leseabschnitten der Leserunde austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchten.  Wollt ihr euch mit Allie in eine Geschichte voller Liebe, Schuld und Geheimnisse stürzen?  Dann verratet uns einfach warum ihr mitmachen möchtet!

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  • Rezension zu "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller

    Nichts. Was im Leben wichtig ist
    Corsicana

    Corsicana

    06. February 2013 um 13:55

    Meine Tochter hatte dieses Buch in den Urlaub mitgenommen, in Dänemark ist das Buch wohl auch Schullektüre, auf jeden Fall spielt das Buch dort, könnte aber auch in anderen westeuropäischen Ländern spielen. Sehr eindrucksvoll - aber nichts, um sich zu erfreuen oder um sich zu erholen. Anspruchsvolle Literatur über Jugendliche.

  • Rezension zu "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller

    Nichts. Was im Leben wichtig ist
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. January 2013 um 19:07

    Jugendliche stellen sich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Sie beginnen einen Haufen zu erstellen, der aus den verschiedenen Dingen zusammengestellt ist, welche den Heranwachsenden am Wichtigsten ist. Anfangs beginnt dies mit harmlosen Gegenständen wie Schuhen, doch schnell gerät das Vorhaben außer Kontrolle und es werden Dinge angefordert, die weit über die Schmerzgrenze hinausgehen... Dieses Buch regt definitiv zum nachdenken an und zeigt, dass auch schon so junge Menschen den Sinn hinter ihrem Handeln erkennen wollen und wenn sie ihn nicht finden, daran zerbrechen können...

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  • Rezension zu "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller

    Nichts. Was im Leben wichtig ist
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    08. September 2012 um 10:45

    "Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun." Mit diesen Worten steht Pierre Anthon mitten im Unterricht auf, packt seine Sachen und geht. Fortan sitzt er in einem Pflaumenbaum in der Nähe der Schule und weigert sich sowohl herunterzukommen, als auch irgendetwas anderes zu tun. Das einzige was er tut ist, seine Mitschüler mit Pflaumen und Weisheiten darüber zu bewerfen, dass alles vergänglich ist, dass es doch keinen Sinn macht, irgendetwas anzufangen, wenn es in ein paar Tagen, in einem Monat, in einem Jahr schon wieder völlig vergessen ist, so wie sie es eines Tages sein werden. Seine Mitschüler beschließen, Perre Anthon zu beweisen, dass es sehr wohl Dinge gibt, die Bedeutung haben. Und so beginnen sie im verlassenen Sägewerk im Ort einen 'Berg von Bedeutung' aufzuhäufen. Jeder aus der Klasse muss etwas dazu beitragen. Und was mit einem Paar halbhoher, grüner Sandalen beginnt, entwickelt schnell eine bedrohliche, schockierende Eigendynamik. ---------- Das Buch wurde mir von zwei Kommillitonen empfohlen und als ich in der Onleihe zufällig über das Hörbuch gestolpert bin, habe ich mich daran erinnert und es gleich ausgeliehen. Laura Maire liest mit einer fast kindlichen Stimme das gesamte Hörbuch, sodass ich am Anfang ein wenig irritiert war - es klang so sehr nach Kinderhörbuch, hatte ich das richtige erwischt? Aber schon bald gab es da kein Vertun mehr. Die Geschichte, die Agnes dem Leser (oder in diesem Fall Zuhörer) aus ihrer Sicht erzählt, hat recht schnell nichts mehr mit Kindlichkeit zu tun. Der Reihe nach muss jeder aus der Klasse seinen Beitrag zum Berg aus Bedeutung leisten und der, der zuletzt etwas hinzugetan hat, darf bestimmen, wer als nächstes dran ist und vor allen Dingen was derjenige darbringen muss, um dem Berg wirkliche Bedeutung zu verleihen. Zunächst muss Agnes etwas abgeben - ihre neuen grünen Sandalen, wie entschieden wird. Agnes, die sehr an ihren Sandalen hängt, darf nun als nächste bestimmen und versucht etwas zu finden, das dem nächsten mindestens so viel bedeutet wie ihr ihre Sandalen. Nach und nach schaukelt sich das ganze hoch, die Aufgaben werden immer extremer und haben mich als Zuhörer doch bei der einen oder anderen mit offenem Mund da sitzen lassen mit der Frage: Tun sie das jetzt wirklich? Aber schließlich darf keiner kneifen. Das lässt die übrige Gruppe nicht zu. Immerhin haben sie alle zusammen entschieden, Pierre Anthon zu beweisen, dass sehr wohl etwas von Bedeutung existiert, also muss auch jeder seinen Teil dazu beitragen. Mit ungefähr 178 Minuten Laufzeit dachte ich, dass das Hörbuch sich ganz gut zwischendurch hören lässt - aber schnell hat die Geschichte meine ganze Aufmerksamkeit gefordert, denn die muss man ihr auch zukommen lassen. Denn "Nichts was im Leben wichtig ist" ist tatsächlich eine Geschichte, die einen mit einem merkwürdigen Beigeschmack und doch nachdenklich zurücklässt.

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  • Rezension zu "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller

    Nichts. Was im Leben wichtig ist
    bücherelfe

    bücherelfe

    07. January 2011 um 21:00

    Es gibt Geschichten, die uns ratlos zurücklassen und bei denen es uns schwer fällt, die Eindrücke in Worte zu fassen. Da tut es gut, sich auszutauschen und gemeinsam zu rezensieren. Und so haben wir – Bri und Bücherelfe - es wieder getan. Und das war wirklich nicht „Nichts“. "Nichts bedeutet irgendetwas, das weiss ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden."
 Mit dieser Erkenntnis, klettert Pierre Anthon am ersten Schultag nach den Ferien auf den Pflaumenbaum und drangsaliert seine Klassenkameraden bei jedem Vorbeigehen mit eben dieser Aussage. Er wirft mit Pflaumen und Worten. Am Anfang halten alle es für einen vorübergehenden Scherz. Aber das ist es nicht. Pierre Anthon ist es ernst, todernst. Was wenn er recht hat? Unruhe macht sich unter den Kindern breit. Und so schmieden sie einen Plan. Es wäre doch gelacht, könnten sie Pierre Anthon nicht davon überzeugen, dass er irrt. Denn er muss sich doch irren; oder nicht? Jeder hat doch etwas, was ihm wichtig ist, richtig wichtig ist, was so richtig Bedeutung hat. Wenn sie diese Dinge zu einem Berg auftürmen und diesen Berg Pierre Anthon zeigen, wäre das doch der Beweis, dass er unrecht hat, dass das Leben Sinn macht. "Nichts bedeutet irgendetwas, das weiss ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden." Zunächst wird um Bedeutung gebeten: die Jugendlichen gehen im Dorf umher und sammeln ein, was anderen Menschen bedeutsam erscheint. Aber bald ist das nicht mehr genug, denn es ist ja nichts, was für sie selbst Bedeutung hat, nichts was sie selbst schätzen, lieben, vermissen werden, wenn es auf dem Berg liegt. Aber Bedeutung war möglich, das war sicher: "... Wir waren gerade in die siebte Klasse gekommen, und wir fühlten uns alle so modern und kannten uns im Leben und in der Welt aus, und wir wussten natürlich längst, dass sich alles mehr darum drehte, wie etwas aussah, als wie es tatsächlich war. Unter allen Umständen war am wichtigsten, dass aus einem etwas wurde, das nach etwas aussah. Zwar hatten wir von diesem Etwas nur ungenaue Vorstellungen, aber es ging jedenfalls nicht darum, in einem Pflaumenbaum zu sitzen und Pflaumen auf die Straße zu werfen. ..." Und damti beginnt die Suche nach Bedeutung bei jedem selbst. Zunächst sind es freiwillig gegebene Habseligkeiten, als aber klar wird, dass zwar Stücke auf dem Berg landen, die vermisst werden werden, es aber nicht die absoluten Lieblingsstücke sind, bestimmen die anderen, was abgegeben werden muss. Die Erzählerin der Geschichte muss als erste geben, was ihr sehr viel bedeutet: Ihre neuen grünen Sandalen. Das tut vielleicht weh! Aber wer gegeben hat, darf bestimmen, wer als nächster dran ist und was er dem Berg aus Bedeutung hinzufügen muss. Und das wird richtig hart. Letztendlich muss jeder bezahlen und schnell bekommt das Ganze einen ausgesprochen niederträchtigen Beigeschmack. Oder wie soll man es benennen, wenn der begnadete Gitarrespieler den Zeigefinger und das das süße Mädel ihre Jungfräulichkeit opfern muss? Die Erwachsenen sind blind für das, was sich bei den Kindern abspielt; der Berg aus Bedeutung wächst unaufhörlich bis zum bitteren Ende und mit ihm die Angst, das Pierre Anthon doch recht haben könnte. "Nichts bedeutet irgendetwas, das weiss ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden." Mit „Nichts was im Leben wichtig ist“ zeigt Janne Teller auf, wohin es führen kann, wenn Kinder alleingelassen werden mit ihren Sinn-Fragen. Ob in Buch oder Hörbuchform, die Geschichte hat etwas so ungeheuer Voyeuristisches, dass man kaum hinsehen bzw- hören kann. Sie entsetzt und fesselt gleichermassen und sie hallt nach. Bisher hat noch niemand ein Buch so eindringlich gelesen wie Laura Maire http://www.laura-maire.de Sie trägt die Geschichte mit soviel Wut und Schmerz vor, dass sie nur auf mehrere Portionen verteilt anzuhören war. Das Buch liese sich schnell weg lesen, wäre es nicht so offensichtlich grausam und bedürfte es deshalb nicht wohl gesetzter Lesepausen. Und sind wir mal ehrlich: Kinder können wirklich grausam sein, das hat wohl jeder von uns selbst einmal in irgendeiner Art und Weise zu spüren bekommen. Alleine hätte keine von uns eine Rezension über dieses Nichts schreiben wollen. Und so haben wir es wieder gemeinsam getan. Kein Heidenspass dieses Mal, aber ein wohltuender Abschluss. Fazit: Mit Bedeutung ist nicht zu spassen. Mit dieser Geschichte auch nicht. Ob wir sie empfehlen können, wissen wir nicht. Wir selber würden sie allerdings nicht missen wollen.

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  • Rezension zu "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller

    Nichts. Was im Leben wichtig ist
    Mandel

    Mandel

    02. January 2011 um 22:52

    Nichts hat im Leben Bedeutung. Der Meinung ist Pierre Anthon, Schüler der 7. Klasse und beschließt nach den Sommerferien, dass es nichts gebe, was Bedeutung hätte und verlässt die Klasse. Er hat nicht vor wieder zu kommen. Deshalb beschließen seine Klassenkameraden, dass sie Pierre Anthon zurück holen müssen. Doch ganz so einfach ist dieses Vorhaben nicht. Schneller als sie gedacht hätten, befinden sie sich in einem perfiden inneren Konflikt. Aus der Sicht von Agnes wird die Geschichte um den Sinn des Lebens beschrieben. Pierre Anthon verlässt die Klasse, weil das Leben angeblich keine Bedeutung hat. Nicht für ihn, noch für sonst irgendwen. Um ihm vom Gegenteil zu überzeugen, beschließen seine Klassenkameraden einen „Berg der Bedeutung“ zusammen zu tragen. Bestehen soll dieser Berg aus persönlichen Gegenständen von allen aus der Klasse. Jeder hat die Pflicht seinen Teil hinzuzfügen. Es entwickelt sich zu einem Ritual zwischen den vierzehnjährigen Jugendlichen. Sie gehen regelmäßig zum stillgelegten Sägewerk, um dort ihren Berg zu errichten. Die Erwachsenen sollen nichts davon mitbekommen. Zu Anfang sind die Gegenstände noch harmlos, wenn auch mit Bedeutung für den Besitzer. Agnes muss ihre grünen Sandalen hergeben. Andere geben Fotos oder Bücher her. Das daraus ein makaberes Spiel werden würde, ahnt zu Beginn keiner – bis Gerda ihren Hamster auf den „Berg der Bedeutung“ legen muss. Das ist noch lange nicht das Ende. Die Kinder geben alles. Denn jeder, der etwas abgegeben hat, wählt den Nächsten und seine Opfergabe aus. Bis zur Vollendung des Berges fließen nicht nur Tränen und Blut, auch die Moral geht verloren. Der Sinn des Lebens. Was ist der Sinn des Lebens? Jeder versucht diese Frage im Laufe seines Lebens zu beantworten in der Hoffnung eine zufrieden stellende Antwort darauf zu finden. Die Jugendlichen aus Nichts: Was im Leben wichtig ist gehen dieser Frage auf dem Grund. Pubertierende Kinder neigen dazu, die schwierigen Fragen des Leben gerade während dieser Lebensjahre aufzugreifen. Die Geschichte um Agnes, Pierre Anthon und ihre Klassenkameraden gleicht einer makaberen Geschichte. Sie ist schrecklich und interessant. Der Konflikt der Kinder mit sich, ihrem Leben, der Bedeutung, ist spannend und bringt den Leser zum Nachdenken. Janne Tellers Debütroman ist skandalös. Es als Jugendbuch zu bezeichnen, ist riskant. Es ist ein starkes Buch, dass einen sehr ernsten Hintergrund hat. Für Jugendliche ab 14 Jahren nur bedingt geeignet. Je nach Gemütszustand ist es nicht zu empfehlen, da die Gefühlswelt sehr ins Wanken geraten kann. Nichts: Was im Leben wichtig ist ist eine Geschichte, die nur allzu schnell Wirklichkeit werden kann, in den Händen eines pubertierenden Jugendlichen. Mit einer Laufzeit von 178 Minuten ist das Hörbuch zwar für Zwischendurch geeignet, allerdings nicht für nebenbei. Agnes erzählt die Geschichte und Laura Maire verleiht ihr ihre Stimme. Maire verleiht Agnes' Gedanken und Gefühlen Substanz und bringt den Konflikt des Buches mit einer kindlichen, aber starken Stimme zum Ausdruck. Dennoch macht sie den Roman nicht weniger erschreckend, als er ist. Fazit: Ein starker Roman, mit einem kritischen, brisanten Thema, welches sicherlich nicht für jeden Jugendlichen geeignet ist. Spannend, skandalös mit einer depressiven Note – höchst explosiv, aber nicht zu unrecht ein Bestseller.

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  • Rezension zu "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller

    Nichts. Was im Leben wichtig ist
    Daniliesing

    Daniliesing

    30. September 2010 um 19:01

    Der momentane Hype um das Jugendbuch "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von der mittlerweile in Paris lebenden, aber ursprünglich aus Dänemark stammenden Autorin Janne Teller ist nicht zu leugnen. Die Presse spricht & schreibt darüber und das Buch wird kontrovers diskutiert und auseinander genommen. Na, dann möchte ich doch gern mitmachen. Als ich diese ungekürzte Lesung des Buches hörte, übertraf diese auf jeden Fall meine vorherigen Erwartungen. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Gesprochen von Laura Maire, die in die Rolle der Erzählerin Agnes schlüpft, hatte diese Lesung eine ganz außergewöhnliche Wirkung auf mich. Kaum zu glauben, dass eine erwachsene Frau sich stimmlich wie in Sachen Persönlichkeit, so gut in ein Mädchen von 13 Jahren hineinversetzen kann. War ich anfangs überrascht, über die leicht piepsige Stimme, wollte ich sie schon bald – ob ihrer großen Authentizität – nicht mehr missen. Klar, dass in dieser Verbindung der Inhalt besonders schockierend rüberkommt und umso mehr zum Nachdenken anregt – denn darum geht es (und das klingt jetzt ganz bestimmt noch harmloser, als es eigentlich ist): Es ist ein scheinbar ganz normaler, langweiliger Schultag für die 7. Klasse in der auch Pierre Anthon ist. Doch das ändert sich schlagartig, denn jetzt reicht es dem Jungen – er steht auf und verschwindet mit der Behaubtung, dass Nichts im Leben eine Bedeutung hat, dass deshalb Nichts wichtig ist. Wir alle sind nur zum Sterben verdammt und ein winzig kleiner, bald schon vergangener Teil eines ach so großen Universums. Welche Bedeutung soll da eine so kleine Randfigur schon haben? Und welche Bedeutung soll das Leben für sie haben? Die anderen Kinder in der Klasse sind genervt, denn Pierre Anthon sitzt fortan in einem Pflaumenbaum und weigert sich runter zu kommen. Er sitzt dort oben, starrt ins Nichts, bewirft die anderen mit Pflaumen und verspottet sie, weshalb sie einfach so weitermachen, ihre Zeit mit sinnlosen Dingen zu vergeuden, statt sich direkt dem Nichts hinzugeben. Alles andere habe ja doch keine Bedeutung. Da es den Kindern nicht gelingt, Pierre Anthon vom Baum zu locken, selbst als sie in mit den Steinen bewerfen, beschließen sie, ihm zu zeigen, dass es wohl Bedeutung im Leben gibt. Und jetzt ratet mal wie? Das WIE ist nämlich das Entscheidende an diesem Buch. Ich persönlich fand es ja schon erschreckend, als die Kinder Pierre Anthon mit Steinen bewarfen, ich war überrascht über diese Wut, nur weil ein Junge ausreißt und die anderen ein bisschen provoziert – egal, wie ernst er seine Meinung auch vertritt. Es geht scheinbar harmlos los – die Kinder wollen Dinge sammeln, die wirklich von Bedeutung sind. Jeder soll sich von einer Sache trennen, die für ihn besonders bedeutsam ist und in einer alten Sägemühle wollen sie all die Dinge aufstapeln – zu einem Berg der Bedeutung. Anfangs kommen Dinge wie Lieblingsbuchserien und ein Paar besonders schöner Sandalen auf den Berg. Jedes Kind, das selbst etwas von persönlicher Bedeutung abgegeben hat, darf bestimmen, wer als nächstes etwas abgeben muss und vor allem was dieses Etwas ist. Agnes, aus deren Sicht wir das Ganze ja erfahren, überschreitet dabei die erste größere Grenze, indem sie Gerda dazu zwingt, ihren Hamster samt Käfig auf den Berg zu stellen. In diesem Moment wusste ich, dass es bei keinem harmlosen Spiel bleiben wird. Denn das ist erst der Anfang… Es sei nur so viel gesagt: Auch Körperverletzung und Mord sind Themen, die im weiteren Verlauf eine Rolle spielen werden – ob die Kinder tatsächlich so weit gehen werden und was sich schlussendlich auf dem Berg der Bedeutung befindet, da sei hier aber nicht verraten. Und auch nicht, ob Pierre Anthon sich davon beeinflussen lässt. Ich muss zugeben, die Handlung ist wirklich so abstrus und zugleich fesselnd, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu hören, was wirklich selten ist, bin ich doch kein großer Freund von Lesungen und Hörbüchern. Dieses hier aber hat mich gepackt. Sagen, dass es ein gutes Buch / Hörbuch ist, kann ich nicht – es ist gut gemacht, aber die Handlung ist so erschreckend, dass die Bezeichnung "gut" sehr schwer fällt. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht mehr 13 Jahre alt bin, wie die Hauptfiguren von "Nichts. Was im Leben wichtig ist", aber mir persönlich erschien die ganze Handlung und vor allem das Handeln der Schüler vollkommen unrealistisch. Ich kann und möchte einfach nicht glauben, dass Kinder in dem Alter zu soetwas fähig sind, zumal der Auslöser in Form von Pierre Anthons Aussagen, für mich kompett irrelevant ist. Egal wie provokant er ist, es ist nicht normal, so verrückt zu spielen, auszuticken und jegliches Gefühl fürs Realistische zu verlieren. Positive Aspekte dieses Hörbuchs & Plots sind folglich, dass man sich tatsächlich Gedanken über den Sinn des Lebens und die Bedeutung macht, egal wie schräg die Handlung ist. Sie regt wirklich zum Nachdenken an. Fragwürdig ist jedoch, wie glaubhaft eine so überdrehte und meines Erachtens vollkommen aus der Luft gegriffene Handlung zu einer Diskussion zu eben diesen Themen anregen kann. Ich weiß es ehrlich nicht! Ich bin also hin und her gerissen, weil mir die Handlung als zu überzogen und unrealistisch erscheint. Andererseits ist genau das doch irgendwie der Reiz an der Sache. Schon allein aufgrund der zwiespältigen Gedanken und inneren Diskussionen mit sich selbst, lohnt es sich allemal, dieses Hörbuch zu hören und sich selbst eine Meinung zu bilden.

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