„Jenseits des Nebels – Gefahr im Zauberwald“ ist eine Fantasygeschichte über ein mutiges Mädchen, das sich in eine magische Welt begibt, um ihre verschwundenen Eltern zu finden. Nilla begegnet dort sprechenden Tieren, Elfen, alten Mächten – und dem Nebel, der alles zu verschlingen droht. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, innere Stärke – und dass man auch ohne Superkräfte wachsen kann.
Die Geschichte ist atmosphärisch und eher ruhig erzählt, fast träumerisch. Gerade für Kinder, die gerne in fremde Welten abtauchen, ist das Buch eine schöne Einladung zum Versinken. Die Sprache ist klar und einfühlsam, mit vielen Naturbildern und liebevoll gezeichneten Figuren. Die Handlung entfaltet sich langsam – das braucht ein wenig Geduld, belohnt aber mit Tiefe.
Was leider nicht ganz mithalten kann, ist die äußere Gestaltung. Das Cover wirkt unmodern, Farben und Schriftbild harmonieren nicht besonders gut, die Rückseite erinnert eher an ein privates Projekt. Gerade im Jugendbuchbereich spielt der erste Eindruck eine große Rolle – und hier verschenkt das Buch viel Potenzial. Einige Figuren wirken blasser als andere. Sprachlich sind manche Stellen noch ausbaubar. Mehr Dialog-Dynamik und Show, don’t tell.
Insgesamt ist das Buch ein berührender Fantasyroman mit schöner Botschaft und sympathischer Heldin. Für Kinder ab etwa 10 Jahren. Gute 3,5 Sterne

