Jannis Becker MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman

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Inhaltsangabe zu „MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman“ von Jannis Becker

„Rache ist etwas Wunderbares, dachte Finja. Sie hatte einmal gelesen, dass Rache nur dann süß sei, wenn das Opfer den Rächer erkannte. Seit sie ‚Breath of Doom‘ spielte, teilte sie diese Ansicht nicht mehr. Es war viel schöner, sich im Stillen zu rächen, unerkannt und in fremder Gestalt.“ Ein Chef, der sie schlecht behandelt. Kollegen, die ihr die kalte Schulter zeigen. Ein Leben, das sie von Tag zu Tag mehr zu ersticken droht. Finja fühlt sich wie im freien Fall – bis sie das Online-Rollenspiel „Breath of Doom“ entdeckt. In der abenteuerlichen Fantasywelt wird aus der hilflosen jungen Frau die mächtige Zauberin Brianna. Hier kann sie es mit jedem Gegner aufnehmen und voller Selbstvertrauen von Sieg zu Sieg ziehen. Auch in Finjas wahrem Leben scheint sich auf einmal alles zum Guten zu wenden, als sie dem schüchternen Ben begegnet. Doch ist er wirklich der Mann, für den sie ihn hält? Und ist auch in der Online-Welt alles anders, als es auf den ersten Blick scheint? Ein fesselnder Roman über die beklemmende Frage: „Was passiert, wenn ein Spiel zur gefährlichen Falle wird?“

Ganz ok für nebenbei, aber man darf keine großartige Unterhaltung erwarten.

— Louisette
Louisette

Spannende Lektüre über die Gefahr, im Internet, den Bezug zur Realität zu verlieren. Wer ist wer und was ist Real life?

— themagicalworldofbooks
themagicalworldofbooks
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  • Wer mal überhaupt nichts zu lesen hat...

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    Louisette

    Louisette

    10. July 2016 um 19:59

    Wer mal überhaupt nichts zu lesen hat sollte dieses Buch zur Hand nehmen um die Langeweile zu vertreiben.Für mehr reicht es leider nicht.Als erstes muss ich sagen, das es sich sehr schnell hat lesen lassen.Um ehrlich zu sein, ist die Protagonistin Finja mehr als 98% das Klischee einer Endzwanzigerin, die durch und durch unsicher und unzufrieden mit sich und der Welt ist.Das einzige, was dem Klischee gegenübersteht ist das zocken. Daher ist sie oft am jammern, was einem nach ner Zeit auf den Sack geht. Die Kapitel in denen die "Onlinewelt" beschrieben wird, sind sehr interessant. Wie sie mit ihrer Gilde gegen Moster kämpft und sich entwickelt, davon hätte ich gerne mehr gelesen. Das "Reallife" von ihr ist echt lahm. Ich meine wie oft soll ich mir noch anhören, dass sie nur Jogurt isst um abzunehmen. In Wirklichkeit aber gar nicht schlecht aussiehst. (Sagen nämlich alle anderen🤔) Auch der Leiter des Büros, dieser Schönling, ist das totale Ekelpackt inklusive halber Vergewaltigung. Aber irgendwie steht sie doch auf ihn...🆘Was stimmt nicht mit der? Die Handlung außerhalb des Online-Rollenspieles ist nicht wirklich packend, die Nebencharaktere sind total simpel, was ihr ärmliches soziales Umfeld unterstreichen soll,oder eben nur daas Desinteresse des Autors, an seiner eigenen Geschichte zeigt. Die Auflösung des Buches war ok. Das Ende war halt ein bisschen holperig. Fazit: Wer langeweile hat, soll es lesen es ist halt nichts was noch groß im Gedächtnis bleibt, aber ich hab ja auch nur 1 Euro bezahlt also kein Verlust. ⚁ 2 Punkte

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  • Viel zu langgezogen

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    sarahsuperwoman

    sarahsuperwoman

    05. April 2014 um 13:44

    Zu Beginn erfährt man erst einmal mit welchem unglaublichen Protagonisten man zu tun hat. Finja ist irgendwie jung, aber fühlt sich extrem alt und “fett” in ihrem Körper. Ich habe zu Anfang den Eindruck bekommen, dass sie 60 Jahre alt wäre und durch das Alter etwas mehr zugelegt hätte und sich darüber beschwert. Gut, das hätte ich wirklich verstanden, wenn man sagt: “Ich werde nun älter und habe solche Anlagen, dass ich dann etwas an den und den Stellen zunehme.” Das ist ganz normal und ich verstehe das auch sehr gut. Finja ist aber jung und durch das ganze Buch “Multiplayer” zieht sich ihre nervige und engstirnige Art und Weise, die sie gegenüber das Leben hat. Warum ist sie denn jetzt engstirnig und was hat das mit “Multiplayer” zu tun? Sie ist einer der Menschen, die sich in Online-Spielen verstecken und dort ihre Aggressionen rauslassen. Eigentlich hat sie aber nur Aggressionen gegenüber ihrem Chef, der sie absolut beschissen behandelt. Zurecht! Das was er alles abzieht, da würde ich wahrscheinlich auch wütend werden, dennoch würde ich mich privat bei meinen Freunden oder bei meiner Familie ausheulen, anstatt meinen Chef in Spielen fertigzumachen. Auf jeden Fall hat sie einfach ein Problem mit ihrem Gewicht, das wirklich schrecklich ist. Zudem kam der Autor irgendwann mal darauf, dass er seiner Protagonistin mit noch ein wenig mehr Engstirnigkeit würzen müsste. Ein psychisch angeknackster, junger Mann, der einfach nur Depressionen hat, soll ein Psychopath sein. Na dankeschön! Finja reimt sich hier so viel zusammen, sodass ich dadurch auch echt Gefühle entwickelt habe, bei der ich ihr gern eine geklatscht hätte. Warum? Vor Jahren hatte ich tiefgehende Depressionen und kam aus diesem Loch nicht mehr raus und sowas zu lesen tut einem irgendwie mit Ben (der sogenannte “Psychopath”) weh. Trotz all der ganzen Sachen, die ich eben aufgezählt habe, ist das Buch wirklich sehr einfach zu lesen. Das sagte sogar Heffa von “Secrets of Rock“, aber Finja nervte einfach. Das einfache Lesen kommt dadurch, dass das Online-Spiel auch für Leser geschrieben wurden, die nicht mit solchen Spielen vertraut sind. Man kann sich die Umgebung so unglaublich gut vorstellen und auch der Plot ist toll gemacht. Nicht jeder, der sich als “Psycho” tarnt, ist wirklich einer. Trotz dessen, dass das Buch an einigen Stellen echt mein Durchhaltevermögen gebraucht hat und irgendwie doch unterhaltend war, bin ich froh es gelesen zu haben. Für mich war durch die Sache mit Ben die Pointe irgendwie kein “Wow-Effekt” mehr vorhanden. Ich mag Bücher, die eine gewisse Moral in sich tragen, dennoch hatte ich das Gefühl, dass ich mich schon viel zu sehr dafür angegriffen gefühlt hatte und das durch Finjas Verhalten auch nicht besser wurde. Es ist ein Buch, was man nebenbei mal lesen kann und was auch schnell runterrutscht, dennoch ist es keine Story, an der ich mein Herz vergeben würde.

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  • Zwiegespalten...

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    PawPawKitty

    PawPawKitty

    29. March 2014 um 12:00

    Finja ist deprimiert: bei der Arbeit fühlt sie sich nicht anerkannt und ihr Abteilungsleiter macht ihr bei jeder Gelegenheit das Leben schwer. Sie fühlt sich unattraktiv und machtlos. Zum Glück hat sie das Onlinespiel "Breath of Doom" für sich entdeckt, in dem sie die attraktive Kriegerin "Brianna" verkörpert und das sie dazu nutzt, sich an ihrem Abteilungsleiter zu rächen. Bald wird sie auch in der Wirklichkeit selbstbewusster und als sie dann ihren ehemaligen Arbeitskollegen Ben zufällig wiedertrifft, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Meine Meinung: Das Thema Onlinespiele finde ich wirklich interessant, darum hat mich dieses Buch angesprochen. Zunächst einmal beginnt die Geschichte erwartungsgemäß, man lernt die Protagonistin Finja samt Katze und ihre virtuellen Gegenparts kennen. Was ich gut fand waren die Ideen, die der Autor bezüglich des Spieles, dass die Protagonistin spielt eingebracht hat. Alles ist so erklärt, dass auch jemand, der keine Erfahrung mit dem Thema Computerspiele hat, es verstehen kann. Mit Erfahrung allerdings stellt man schnell fest, dass alles ein bisschen überspitzt heroisch dargestellt ist und teilweise die Ideen auch einfach niemals in einem echten Spiel umsetzbar wären. Teilweise ist das Verhalten der Protagonistin nicht nachzuvollziehen, wenn sie sich zum Beispiel vollkommen passiv ausnutzen lässt, oder wenn sie einen Mann wegen einer nicht näher definierten psychischen Krankheit verlässt und nie mehr wieder sehen will. Überhaupt finde ich, dass diese Thematik falsch behandelt wird. In Zeiten der "Volkskrankheit Depression" sollte man jemanden, der Medikamente braucht, um seinen Alltag zu bewältigen, nicht mehr als "kranken Freak" bezeichnen. Das Buch hat mich gut unterhalten, aufgrund des mangelnden Realismus und des schockierenden Umgangs mit psychisch kranken Menschen, beziehungsweise deren Darstellung als "Psychos", gibt es jedoch einen Stern Abzug.

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  • Zeitverschwendung!

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    SofiaMa

    SofiaMa

    19. March 2014 um 18:11

    Buchgestaltung: Besonders schön finde ich das Cover jetzt nicht, aber es sieht irgendwie spannend aus, wenn ihr wisst, was ich meine. Das Auge ist ziemlich aufgerissen und in der Pupille sieht man das Wort "GO!", was auch ganz gut zum Inhalt passt. Der Titel passt ebenfalls recht gut, das merkt man jedoch erst am Ende des Buches. Meine Meinung: Ich war wirklich froh, als ich dieses Buch endlich durch hatte. Aber bevor ich zu den negativen Aspekten komme, sag ich erst mal, was mir an der Geschichte gefallen hat. Wirklich gut fand ich, dass man richtig merkt, wie Finja sich immer mehr in das Spiel flüchtet und es bald schon in eine Sucht ausartet. Der Autor hat es realistisch dargestellt, wie Finja immer mehr in die Sucht gerutscht ist - zuerst spielt sie das Spiel nur, um ihrem Chef eins auszuwischen, dann aber spielt sie es aus Langeweile und irgendwann richtet sie ihren kompletten Tagesablauf nach dem Spiel. Es regt also auch zum Nachdenken an. Des Weiteren fand ich Beckers Schreibstil auch ganz in Ordnung. Er benutzt eine simple Sprache, und die Sätze sind in sich schlüssig und leicht nachzuvollziehen. Aber das war es eigentlich auch, was mir an Multiplayer gefallen hat. Am aller schlimmsten war es, Finja zu ertragen. Und da sie die Protagonistin ist, hatte ich echt ein Problem. Es nervt einfach so dermaßen, dass sie sich in jeder Situation darüber beklagt, dass sie zu fett ist. Jetzt mal ehrlich: Es ist schon paranoid zu denken, dass die Leute, die einen angucken, alle sowas denken, wie: "Boah, ist die fett!". Ehrlich. Selbstbewusstsein gleich -100 000. Dazu kommt auch noch, dass sie immer rumheult, dass sie ja keiner leiden kann, und sie so wenige Freunde hat, blabla. Wenn man nunmal nur mit seinem Kater redet, ist das ja auch kein Wunder. Und das auf JEDER Seite ist einfach nur ätzend. Auch Ben ist irgendwie komisch. Zuerst scheint er ein ganz netter - wenn auch etwas seltsamer - Typ zu sein, aber dann findet Finja raus, dass er Antidepressiva nimmt und dadurch impotent ist (wie sie das rausfindet, ist übrigens ziemlich niveaulos, armselig, billig, usw. ...). Da verhält er sich auf einmal wie so ein kleines Kind, und dann wird er zum Stalker. Gut, vielleicht kann man das noch auf seine Depressionen schieben... Noch dazu kommt, dass Finja sich ziemlich oft selbst befriedigt, und das hab ich ehrlich gesagt nicht erwartet, als ich mich für das Buch beworben habe. So etwas möchte ich eigentlich auch nicht lesen... Die Spannung ist an einigen wenigen Stellen im Vergleich zum Rest relativ hoch, aber größtenteils hat mich das Buch einfach nur gelangweilt, und unter anderen Umständen hätte ich es abgebrochen. Die Storyline ist zwischendurch etwas durcheinander - man weiß nicht, ob es in dem Buch jetzt hauptsächlich um Finjas reales Leben, um das Computerspiel oder um beides geht - läuft dann aber doch wieder zusammen, wobei ich sagen muss, dass das Ende auf mich irgendwie so wirkte, als wolle der Autor das Buch ganz schnell beenden. Wobei ich das auch verstehen könnte... Fazit: Totale Zeitverschwendung.  Zwar netter Schreibstil und der Weg in die Spielsucht ist gut dargestellt, aber dadurch, dass die Protagonistin eine Mega-Nervensäge ist und ihr Verhalten teilweise manchmal echt seltsam war, kommt das gar nicht mehr ins Gewicht. Noch dazu kommt die geringe Spannung, die einen auch nicht ans Buch hält. 1/5 Sterne.

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  • spannende Verstrickungen zwischen Realität und Rollenspiel

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    Waldschrat

    Waldschrat

    03. March 2014 um 17:47

    Klappentext „Rache ist etwas Wunderbares, dachte Finja. Sie hatte einmal gelesen, dass Rache nur dann süß sei, wenn das Opfer den Rächer erkannte. Seit sie ‚Breath of Doom‘ spielte, teilte sie diese Ansicht nicht mehr. Es war viel schöner, sich im Stillen zu rächen, unerkannt und in fremder Gestalt.“ Ein Chef, der sie schlecht behandelt. Kollegen, die ihr die kalte Schulter zeigen. Ein Leben, das sie von Tag zu Tag mehr zu ersticken droht. Finja fühlt sich wie im freien Fall – bis sie das Online-Rollenspiel „Breath of Doom“ entdeckt. In der abenteuerlichen Fantasywelt wird aus der hilflosen jungen Frau die mächtige Zauberin Brianna. Hier kann sie es mit jedem Gegner aufnehmen und voller Selbstvertrauen von Sieg zu Sieg ziehen. Auch in Finjas wahrem Leben scheint sich auf einmal alles zum Guten zu wenden, als sie dem schüchternen Ben begegnet. Doch ist er wirklich der Mann, für den sie ihn hält? Und ist auch in der Online-Welt alles anders, als es auf den ersten Blick scheint? Mein Leseeindruck Als langjähriger Fan von World of Warcraft und Co. hat mich das Buch von Anfang an interessiert und ich war sehr gespannt darauf, wie sich Finja als Assasine durch die Fantasywelt kämpft. Und ich muss sagen, dass Jannis Becker das richtig gut gemacht hat. Ich habe mich immer sofort in die andere Welt versetzt gefühlt und konnte von Brianna gar nicht genug haben. Ich war sogar immer ganz traurig, wenn es plötzlich vorbei war und man sich in der etwas tristen Welt von Finja wieder gefunden hat. Finja selbst war ganz und gar nicht mein Fall und ihre Person ist es auch, warum es einen Stern (Geist) Abzug gibt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einige Frauen nicht so mutig sind, keine gewagten Outfits tragen, sich nicht die Lippen anmalen oder einfach so in eine Kneipe gehen und sich einen Cocktail bestellen. Ich kann mir auch vorstellen, dass so ein kleines graues Mäuschen dann in der Rollenspielwelt ordentlich auf den Putz haut. Was mich aber gestört hat, sind manche Reaktionen von Finja, weswegen ich ab und an ihren Verstand anzweifeln musste. Bestes Beispiel: sie findet einen Typen heiß, kommt ihn unangekündigt besuchen, überfällt ihn regelrecht sexuell (er ermutigt sie nicht wirklich), kommt ordentlich auf ihre Kosten, geht in sein Badezimmer, findet Antidepressiva, rastet leicht aus, stellt ihn zur Rede und dreht komplett durch. Dann will sie nichts mehr mit ihm zu tun haben, beschimpft ihn. Nach und nach verwechselt sie immer mehr Realität und Spiel… Aber den armen depressiven Jungen erstmal ordentlich fertig machen. Das waren solche Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob die gute Finja noch ganz bei Trost ist. Mal von der etwas angeknacksten Heldin anbgesehen, musste ich die 370 Seiten fast in einem Rutsch weglesen (leider rief die Arbeit zwischendurch), denn sowohl die Rollenspielwelt, als auch der Thriller in der realen Welt haben mich einfach nur gefesselt. Man konnte einiges vorausahnen, aber die Verstrickungen wurden dann immer spannender, sowohl Brianna, als auch Finja schwebten in Lebensgefahr und am Ende winkte sogar noch ein Retter in glänzender Rüstung. Oder war das doch ein anderer Charakter? Wirklich sehr gut gemacht, spannend an allen Ecken und Enden und die Welt des Online-Rollenspiels wurde in „Breath of Doom“ richtig gut erklärt. Wer noch nicht weiß, was “afk” bedeutet oder was ein “cooldown” ist, der wird nach diesem Buch definitiv mitreden können! Achtung: Pageturner –>unbedingt lesen!

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  • Jannis Becker - MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. February 2014 um 17:15

    Kurzbeschreibung:  Ein Chef, der sie schlecht behandelt. Kollegen, die ihr die kalte Schulter zeigen. Ein Leben, das sie von Tag zu Tag mehr zu ersticken droht. Finja fühlt sich wie im freien Fall – bis sie das Online-Rollenspiel "Breath of Doom" entdeckt. In der abenteuerlichen Fantasywelt wird aus der hilflosen jungen Frau die mächtige Zauberin Brianna. Hier kann sie es mit jedem Gegner aufnehmen und voller Selbstvertrauen von Sieg zu Sieg ziehen. Auch in Finjas wahrem Leben scheint sich auf einmal alles zum Guten zu wenden, als sie dem schüchternen Ben begegnet. Doch ist er wirklich der Mann, für den sie ihn hält? Und ist auch in der Online-Welt alles anders, als es auf den ersten Blick scheint? *Quelle* Zum Autor:  Jannis Becker ist das Pseudonym, unter dem der für historische Romane bekannte Autor Wolfgang Jaedtke seine Thriller und zeitgenössischen Geschichten veröffentlicht. Wolfgang Jaedtke wurde 1967 in Lüneburg geboren, studierte Historische Musikwissenschaft und promovierte mit einer Arbeit über Beethoven. Danach arbeitete er für ein Theater, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte. Bei dotbooks erschien bereits Wolfgang Jaedtkes historisches Epos Die Tränen der Vilaund sein Roman MULTIPLAYER – Gefährliches Spiel. Weitere Titel sind in Vorbereitung. Meinung:  Die Mittzwanzigerin Finja Goden ist mit ihrem Leben alles andere als zufrieden: Sie fühlt sich unattraktiv, zu dick und in ihrem Job als Callcenter-Telefonistin für eine Eventagentur nicht ernst genommen und gemobbt. Um ihre Unsicherheit auszugleichen, wendet sie sich dem angesagten Online-Spiel "Breath of Doom" zu, in dem sie in die Haut von Brianna schlüpft, einer attraktiven und gleichzeitig geheimnisvollen, selbstbewussten Magierin. Dort lauert sie jeden Abend ihrem Chef Stefan auf, der ebenso dieses Game spielt, um sich wenigstens virtuell für seine Boshaftigkeiten an ihm zu rächen. Dann lernt sie Ben Hartjen näher kennen, einen ehemaligen Arbeitskollegen, mit dem sie zusammen auf eine Konzertveranstaltung geht. Sie kommt ihm körperlich näher, doch Ben verschließt sich vor ihr, scheint mit der Situation überfordert. Bei ihm zuhause macht Finja jedoch eine Entdeckung, die Ben in ein anderes Licht rückt und ihr Angst vor ihm macht. Doch er hat sich unsterblich in Finja verliebt und fängt an, sie zu stalken... Mir hat der Klappentext sehr zugesagt, weshalb ich mir dieses Buch bei skoobe ausgeliehen habe. Auf der Verlagsseite wird es unter der Rubrik "Krimi & Thriller" geführt, was ich nicht unbedingt so einordnen würde, da nicht wirklich viel passiert, vielmehr ist es ein Roman über eine junge Frau, die mit alltäglichen Problemen zu kämpfen hat, aber auch die Themen Sexueller Missbrauch, Stalking, Unsicherheit und Angst kommen gewichtig zur Sprache. Als gut und auch teilweise mitreißend empfand ich die Schilderungen der Szenen, in denen Finja in das Onlinespiel "Breath of Doom" eintaucht. Hier fühlte ich mich etwas an Erebos von Ursula Poznanski erinnert, auch wenn dieses ein Jugendbuch ist. Finja selbst empfand ich mehr und mehr als zu passiven Charakter, vor allem, wenn sie auf ihren Chef Stefan trifft, mit dem sie einen One-Night-Stand hatte und der sie seitdem wie einen etwas besseren Fußabtreter behandelt. Besonders in einer bestimmten Szene zwischen den beiden konnte ich Finjas Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen und sie kam absolut unglaubhaft daher. Auch die Beziehung zu Ben gestaltet sich für beide, Finja und ihn, schwierig und zieht sich über das ganze Buch hinweg. Zum Ende hin kommt Spannung auf, aber versierte Krimi- und Thrillerleser werden mit der Geschichte sicherlich keine Freude haben, dazu dreht es sich in dem Roman einfach mehr um alltägliche Probleme des Lebens und der Flucht davor in ein Online-Rollenspiel. Diese Thematik jedoch konnte Jannis Becker auf jeden Fall glaubhaft herüberbringen. Somit ist MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel ein nettes Buch für zwischendurch, das mir einige unterhaltsame Lesestunden bescheren konnte.  Fazit:  Unterhaltsamer Roman mit einer ansprechenden Grundidee, aber ohne viel Spannung. Daher gut für zwischendurch geeignet.

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  • Ein gutes Buch .. bissi Spannung und die Welt der Online Rollenspiele

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    Taya

    Taya

    27. February 2014 um 08:59

    Finja Goden, eine junge Frau, weiß sich nicht anders gegen ihre Gefühle und ihren Chef zu wehren. Auf einer Betriebsfeier hatten sie eine gemeinsame Nacht, seitdem ist Stefan, ihr Chef, einfach nur noch ekelhaft und grausam zu ihr. Keine Freundlichen Worte mehr, immer sofort Ermahnungen. Ihr Herz schmerzt, denn sie hatte wirklich geglaubt, dass dort etwas mehr hinter stecken könnte. Um sich zu rächen, hat sie angefangen, das gleiche Online Rollenspiel wie er zu spielen. Breath of Doom. Sie wusste wie sein Charakter dort heißt und hat ihren auf die Gleiche Stufe hochgezogen nur um dann regelmäßig ihm auflauern zu können und ihn im Kampf "Frau gegen Mann" schlagen zu können. Unzählige Male hat sie dies getan, was ihr auch eine gewisse Befriedigung gab, bis er dann einfach nicht mehr aufgetaucht ist. Nach und nach fand sie dann neue Leute, mit denen sie durch die Online Welt gezogen ist. SIe haben gemeinsame Kämpfe bestritten und ihre Level so nur noch mehr in die Höhe getrieben. Doch auch im RealLife geht einiges bei Finja schief. Ben, ein ehemaliger Arbeitskollege, der auch unter Stefan zu leiden hatte, hat sich in sie verliebt und rückt ihr regelrecht auf die Pelle. sie hat panische Angst und fühlt sich einfach nur noch bedroht. So entstehen auch zwischendurch kleinere Kurzschlussreaktionen. Finja kommt nicht sehr selbstbewusst rüber, ist eher schüchtern und lässt sich von Stefan alles gefallen. Das Stefan mit ihr eine Nacht verbracht hat, ist für sie ein reines Wunder gewesen, denn sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass er auf ein Mädchen mit ein paar mehr Pfunden auf den Rippen stehen würde. In der Online Welt, spielt sie Brianna, eine starke Assassine, selbstbewusst, schlank, großmaulig. Sie kann also das Verkörpern, was sie im "RealLife" nicht ist. Doch irgendwann fängt sie an, genau das ein wenig immer wieder zu vermischen. Sie ruft sich ins Gedächtnis, dass sie im Spiel die starke, selbstbewusste Brianna ist. SIe versucht es umzusetzen, hält das aber natürlich nicht lange durch. Finjas Chef Stefan war mir von Anfang an unsympatisch. Ich kann mit diesen "Schönlingen" und eingebildeten Charakteren nichts anfangen und genau solch eine Sorte von Charakter ist er. Er weiß, dass er gut ausschaut, eine gewisse Wirkung auf Frauen hat und nutzt das auch aus. Er bedrängt sogar die ein oder andere Mitarbeiterin um seinen SPaß zu bekommen. Ben ist ein Ex-Kollege von Finja. Jung, sehr schüchtern und mit psychischen Problemen. Von seinem Arzt bekommt er einfach nur ein paar Antidepressiva und das wars auch schon. Ben tat mir irgendwie von Anfang an leid, besonders, als Finja den einen Abend mit ihm etwas unternimmt, als sie sich zufällig treffen und sie mit zu ihm nach Hause geht und regelrecht über ihn her fällt. Er ist überfordert gewesen. Ab diesem Punkt fing er an, sie mehr oder weniger zu verfolgen und zu beobachten, damit er in ihrer Nähe sein konnte. Was mir sehr gut gefallen hat, dass er die Begriffe für das Onlinespiel und auch die Abkürzungen erklärt hat, so das auch Leute, die mit Online Rollenspielen nichts zu tun haben, verstehen worum es geht. Die Welt von Breath of Doom hat Jannis Becker auch sehr gut beschrieben. Allerdings waren manche Stellen ein wenig langatmig und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die detailierte Beschreibung des Spielgeschehens zwischendurch für den ein oder anderen ziemlich langweilig werden könnten. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Es war eine angenehme und auch teilweise wirklich spannende Lektüre für zwischendurch.

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  • Multiplayer - Gefährliches spiel

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    Bookeroo

    Bookeroo

    18. February 2014 um 11:48

    Meine Meinung Da ich selber viele Jahre meine Freizeit in Online Spielen verbracht habe, hat mich das Thema sofort angesprochen. Ich war total gespannt wie der Autor die komplexe Welt in Schriftform bringt und auch für die “nicht- Zocker ”  verständlich macht. Gut gefallen hat mir, dass Jannis Becker eine neue Welt erschaffen hat, die ich mit keinem Online Spiel in Verbindung bringen konnte. Ganz besonders begeistert war ich von der Dungeon vom Endgegner.. Die Idee sollte in einem Spiel übernommen werden! =D  Auch die üblichen Themen, wie das anbaggern untereinander  aber auch die Gefahren die es mit sich bringt, wurde gut aufgegriffen. Es ist nicht immer so wie es nach außen scheint. Ich habe aber auch einige Punkte die mir nicht so gefallen haben und wo sich das Autor unglücklich ausgedrückt hat. So wird die Hauptprotagonistin als moppelig und zu dick bezeichnet und gemobbt. Die Gute hat Größe 42.. oder Ben als Psychopath betitelt und abgestoßen wird weil er Antidepressiva verschrieben bekommt. Hier ist in meinen Augen etwas mächtig schief gelaufen. Ein Psychopath hat null mit einem depressiven Verhalten zu tun und schon gar nicht mit dem Charakterbild welches er von Ben schafft. Da hätte ich mir mehr Hintergrundwissen vom Autor gewünscht. Finja ist mir Seite für Seite immer unsympathischer geworden. Auch die anderen Charaktere würde ich mir nicht unbedingt als Freunde aus suchen. Einzig alleine Ben hatte vom ersten Augenblick mein Herz erobert. Auch er war es der mich ans Buch gefesselt hielt. Die Story Finja, von der Liebe enttäuscht und eine Einzelgängerin, arbeitet als Telefonistin in einem Callcenter, wo sie von Ihrem Chef täglich gemobbt wird. Im wirklichen Leben schüchtern, lässt sie jede schlechte Laune von ihm über sich ergehen und begnügt sich damit ihn in einem Spiel Abend für Abend auf zu lauern und nieder zu metzeln. Nach und nach vermischt sich Finjas Leben mit dem ihres Alter Ego Brianna. Als sie aufgestylt und bereit für Abenteuer zu einem Konzertbesuch geht trifft sie auf einen alten Arbeitskollegen, Ben. Als er sie abends nach Hause bringt schmeißt sich Finja ihm an den Hals. Von der Situation überfordert flüchtet Ben. Doch Finja will mehr ! Sie sucht Ben in seiner Wohnung auf und entdeckt ein trauriges Geheimnis. Von ihm abgestoßen will Finja keinen Kontakt mehr zu ihm. Doch sie hat eine Kugel ins rollen gebracht die sie nicht mehr aufhalten kann. Fazit Alles in allem ist Multiplayer ein gute Buch mit einer tollen Idee, welches sich in einem Rutsch lesen lässt. Wer allerdings einen Nerven aufreibenden Thriller erwartet wird wohl enttäuscht werden.

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  • Hat mich leider nicht mitgerissen...

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    Sunshine_Books

    Sunshine_Books

    15. February 2014 um 12:39

    Ein Chef, der sie schlecht behandelt. Kollegen, die ihr die kalte Schulter zeigen. Ein Leben, das sie von Tag zu Tag mehr zu ersticken droht. Finja fühlt sich wie im freien Fall – bis sie das Online-Rollenspiel „Breath of Doom“ entdeckt. In der abenteuerlichen Fantasywelt wird aus der hilflosen jungen Frau die mächtige Zauberin Brianna. Hier kann sie es mit jedem Gegner aufnehmen und voller Selbstvertrauen von Sieg zu Sieg ziehen. Auch in Finjas wahrem Leben scheint sich auf einmal alles zum Guten zu wenden, als sie dem schüchternen Ben begegnet. Doch ist er wirklich der Mann, für den sie ihn hält? Und ist auch in der Online-Welt alles anders, als es auf den ersten Blick scheint? Ein fesselnder Roman über die beklemmende Frage: „Was passiert, wenn ein Spiel zur gefährlichen Falle wird?“  Mein Fazit: Das Cover sowie der Klappenteckt erweckten bei mir den Eindruck, als wäre das Buch mit "Das Spiel ist aus wenn wir es sagen" vergleichbar, was der Grund für meine Entscheidung war es zu rezensieren. Der Einband war im Gegensatz zu dem Titel leider überhaupt nicht mein Fall, aber abgeschreckt hat es mich Aufgrund der guten Beschreibung auch nicht. Und auch der Schreibstil konnte bei mir punkten. Es liest sich flüssig und schnell. Abgesehen vom ersten Kapitel, welches sich etwas zog. Die Protagonistin Finja ist 24 Jahre alt, klein und pummelig weshalb sie sich selbst schlecht macht und dieses Selbstbild natürlich auf ihr Umfeld abfärbt. Dies macht sie zu einer Außenseiterin in dem Callcenter, in dem sie arbeitet. In ihrer Freizeit spielt sie ein Online-Rollenspiel indem sie ihren Chef regelmäßig stalkt und piesakt. Etwas, das sie sich im realen Leben niemals trauen würde, aber sie hat eine persönliche Rechnung mit ihm offen! Dies ist ihre einzige Beschäftigung, bis sie auf Ben trifft. Er ist ein alter Arbeitskollege und sehr schüchtern. Doch irgendwie auch komisch, vor allem da er sich plötzlich penetrant an sie heftet. Irgendwie klappt alles nicht so wie es sein soll. Sie sitzt mehr denn je vorm PC und schließt sich einer Gruppe an. Zum ersten Mal seit langem scheint sie Freunde zu haben. Aber warum fühlt es sich dann an, als würden die Grenzen zur realen Welt verschwimmen? Was mich ein bisschen gestört hat war das Klichee klein, dick, unbeliebt = spielesüchtig. Aber das Spiel war auch nicht der Hauptbestandteil des Buches. Es ging mehr um Finjas Privatleben beziehungsweise den Stress den sie auf der Arbeit hat. Irgendwie war es nicht wirklich das, was ich mit dem Klappentext assozierte. Das Computerspiel tritt sogar oft in den Hintergrund was nicht schlimm wäre, wenn der Rest mich mitgerissen hätte, aber das war leider nicht der Fall.

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  • Die virtuelle Welt gegen die reale Welt - welche davon ist gefährlicher?

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    N9erz

    N9erz

    11. February 2014 um 10:38

    Ein Roman über ein MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game - für alle nicht Gamer) und irgendwelche Gefahren. Klappentext gelesen und sofort in meine "Must-Read" Liste aufgenommen. Wenn es schon mal ums Gaming geht in einem Roman, dann muss ich das unter die Lupe nehmen. Denn ich als selbstbezeichnende Gamerin (auch wenn ich keine RPGs zocke) hasse Vorurteile gegen Spieler. Mal schauen was "Multiplayer - Gefährliches Spiel" dazu zu sagen hat. Finja ist 24, klein und entspricht mit Kleidergröße 42 nicht unbedingt dem allseits beliebten Schönheitsideal. Mittunter deswegen lebt sie eher zurückgezogen und einsam mit ihrer Mitbewohnerin in einer kleinen WG. Freunde hat sie kaum und ihre Freizeit verbringt sie zu großen Teilen vor dem Computer - mit "Breath of Doom". In diesem Online Game verkörpert sie die schöne, schlanke und wendige Brianna - einen Charakter den sie sich wahrscheinlich in der Realität für sich selbst wünschen würde. Doch sie spielt "Breath of Doom" nicht zum Spaß. Für sie geht es um Rache. Insbesondere an ihrem Abteilungsleiter. Denn der schikaniert sie und stellt sie bloß so oft sich ihm die Möglichkeit dazu bietet. Doch Finja kennt seine geheime Leidenschaft - das Online Game - und lauert ihm dort Abend für Abend auf. Um ihn zu besiegen, wieder und wieder. Doch urplötzlich scheint sich auch ihr Real-Life wieder auf die Reihe zu kriegen. Sie trifft zufällig auf ihren alten Arbeitskollegen Ben und verbringt einen schönen Abend mit ihm. Eigentlich hätte daraus mehr werden können doch irgendetwas scheint mit Ben nicht zu stimmen. Finja will lieber die Finger von ihm lassen, doch dann lässt Ben kaum mehr los von ihr. Sie versucht sich in "Breath of Doom" vor der Realität zu flüchten und schließt sich zum ersten Mal einer Gruppe an. Beinahe fühlt es sich an wie echte Freunde. Doch steckt hinter diesen Freunden mehr als Finja glaubt? Können Freunde zu Feinden werden und die Grenzen zwischen Game und Real-Life so einfach verschmelzen? Zuerst einmal muss ich vorne weg nehmen: Es geht um eine weibliche Spielerin! Endlich mal etwas Anderes. Ja, auch Mädchen spielen Videospiele! Auf der anderen Seite wird das Ganze gleich wieder durch ein fettes Vorurteil gedämpft: Gamer sind übergewichtig und einsam. Ich als Gamerin kann sagen, NEIN SIND WIR NICHT! Leider wird die Gesellschaft das immer weiter so sehen, wenn diese Vorurteile immer wieder bestätigt werden, auch in Romanen. Aber naja, damit scheint man wohl leben zu müssen. Grundsätzlich geht es in dem Roman weniger um das Game "Breath of Doom" als man vielleicht erwarten könnte. Die Geschichte wird viel mehr immer wieder mit Spielsequenzen aus "Breath of Doom" geschmückt um Finjas Alter-Ego Brianna darzustellen. Einen Charakter, den Finja gerne verkörpern würde. Klar werden leichte Videospiel-Vorurteile aufgegriffen, so kann man durchaus heraushören, dass Videospiele einen vereinsamen lassen, aber das wirklich nur so dezent, dass es fast nicht auffällt. Mehr handelt der Roman von den Problemen im realen Leben mit denen Finja zu kämpfen hat. Ein Chef der sie schikaniert, ein Verehrer der ihr hinterherläuft und ihr selbst als Mädchen mit geringem Selbstwertgefühl. Um diese Sachen zu vergessen, flüchtet sich Finja eben in ein Videospiel um von der Realität abschalten zu können und das auszuleben, was ihr das Real-Life nicht bieten kann - Stark und unabhängig zu sein. Um wirkliche Gefahren des Games, naja darum gehts nicht unbedingt. Eher darum, dass die Flucht in die Online Welt im Real-Life nichts verändern wird. Grundsätzlich eine ganz gute Mischung aus Eintauchen in das Computerspiel und der realen Welt. Irgendwie laufen alle Probleme mit denen Finja im Real-Life dann zu kämpfen hat im Endeffeckt allerdings auf Sex oder sexuelle Belästigung hinaus, was ich so gar nicht erwartet hätte. Hat zu Beginn auch irgendwie so überhautp nicht dazu gepasst, dass der Hauptcharakter auf einmal plötzlich beinahe "Sex-Anfälle" bekommt. War irgendwie ein zu spontaner Szenenwechsel von Videospielen hin zu sexuellen Problematiken mit den unterschiedlichsten Männern. Außerdem ging es damit dann fast nur mehr um diese Problematiken und nicht mehr um Gefahren ausgehend von Videospielen. Was mich gundsätzlich ein wenig gestört hat, waren die gaming spezifischen Erklärung. Nicht beim ersten Mal, immerhin sollen sich Leser, die sich mit Games nicht auskennen ja auch alles verstehen. Doch teilweise wurden leider Sachen zumindest doppelt erklärt (NPC, Aufgaben eines Tanks,...) was dann schon etwas nervig war. Insbesondere wenn man es eh schon weiß ;) Aber vielleicht ist es mir auch nur deswegen so stark aufgefallen und weil ich das Buch sehr schnell fertig gelesen habe. Alles in allem leichterer Stoff für die Freizeitbeschäftigung aber nicht unbedingt die ultra Spannung. Außerdem zu sehr ein Roman über sexuelle Belästigung und Stalker als wirklich über Videospiele. "Breath of Doom" wirkt zeitweise sogar irgendwie nebensächlich.

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  • Multiplayer

    MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel: Roman
    Themistokeles

    Themistokeles

    07. February 2014 um 15:35

    Das Buch hatte mich eigentlich nur aufgrund seines Klappentextes neugierig gemacht. Vor allen Dingen auch, weil ich noch so gar nicht wirklich einschätzen konnte, wo genau die Rache und Gefahr, von der im Klappentext die Rede ist, im Roman wirklich stattfinden würde am Ende, mehr in der realen Welt oder doch im Spiel. Dabei ist es wirklich gut gemacht, wie Finja immer mehr von dem eingenommen wird, was ihr das Spiel gibt und sie im echte Leben nicht hat, wie vor allen Dingen Erfolgserlebnissen. Und mir gefällt dabei auch sehr, wie der Autor es schafft dem Leser klar zu machen, was für ein Typ Mensch Finja ist, denn man merkt ihr schon deutlich an, was für ein eher unsicherer und schüchterner Typ sie eigentlich ist, der aber, wenn sie wüsste wie, gern viel mit anderen Menschen zu tun hätte, sich nur nicht dazu durchringen kann, wirklich andere neu kennenzulernen. Durch die gesamte Geschichte hinweg war mir Finja in manchen Szenen zwar ein wenig unsympathisch, aber vielleicht auch einfach, weil ich ihre Art der Naivität einfach nicht wirklich nachvollziehen konnte. Trotzdem sind ihre Gefühle einfach, zumindest in meinen Augen, ziemlich gut beschrieben und man versteht sie schon sehr gut. Und auch andere Charaktere fand ich durchaus interessant dargestellt, wobei es für mich selbst am interessantesten war, die Charaktere in der Onlinewelt ein wenig zu durchleuchten und selbst beim Lesen zu versuchen einzuschätzen, was für Menschen dort im realen Leben hinter stehen könnten. Auch wenn mich die Geschichte an mancher Stelle ein bisschen verwirrt hat, da ich durch die Angeben, welcher Tag sei doch etwas durcheinandergekommen bin, denn irgendwie war erst der Samstag vorbei, dann im nächsten Abschnitt Sonntag und nur wenige Zeilen darauf wieder Samstag und ich mir nicht sicher, ob wirklich jetzt schon eine Woche vergangen oder der Autor ein wenig durcheinander gekommen war. Trotz aber einiger kleiner Punkte, die mich manchmal verwirrt haben, fand ich die Geschichte doch ziemlich gut, besonders, weil sie durch das Onlinerollenspiel einen sehr interessanten Charakter erhält. Ich hatte dann zwar schon bald einen Verdacht, wie sie die Situationen auflösen würden und zu welchem Endergebnis das führt, trotzdem war ich mir bis zur endgültigen Auflösung nie ganz sicher und es hat ehrlich Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, das eine Mischung aus Thriller und Fantasy ist, die auf jedem Fall einem Thriller-Fan, der es gerne ein bisschen mehr in Richtung Psychothriller hat, Spaß machen sollte.

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