Jannis Plastargias , Thomas Pregel Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig

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Inhaltsangabe zu „Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig“ von Jannis Plastargias

Kennst du das? 'Liebe geht durch den Magen' sagt man, und du zerbrichst dir schon seit Tagen den Kopf darüber, was du an Leckerem kochen sollst! Du hast ein Ziel: sie/ihn zu verführen, und schon das Essen soll deine erotischen Absichten enthüllen. Bald ist sie/er da. Sorgfältig den Salat d´amour auf die Teller anrichten, die Spargelcremesuppe de luxe noch mal probieren – ja, heiß ist sie und lecker – der Backofen ist abgeschaltet, du schaust nochmal, ob der Braten nicht eine zu dunkle Kruste bekommen hat – ob ihr/ihn die Nuss-Karamell-Sauce dazu schmecken wird? – spätestens beim Dessert muss sie/er dich küssen, deswegen hast du Quarkcreme mit Schuss vorbereitet – Alkohol ist immer gut – es klingelt – oh Gott, sie/er ist da – schnell noch einen Schluck nehmen – habe ich das richtige Outfit? – es klingelt nochmal, lange Schritte führen dich zur Tür, mit zitternden Händen machst du auf, und zwei große, verliebte Augen – ach, endlich, dieser Blick! – schauen dich erwartungsvoll an. In dieser 2. Queer-Anthologie stellt Jannis Plastargias ausgesuchte Geschichten vor, die sinnlich, frivol, überraschend, aber auch traurig sind, Erzählungen über Menschen, die versuchen, mit erotischen Rezepten den Partner zu verführen – oder ihn zu töten, auf jeden Fall ihr kulinarisches Handwerk beherrschen und meistens in der Küche zu finden sind. 'Ich habe Hunger!' 'Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig …'

Stellenweise keine leichte Kost, die aber auf bewegende und beeindruckende Weise präsentiert wird.

— marstraveller
marstraveller

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  • Wie man den Hunger / Durst auf Liebe stillen kann – gelungene Mischung eindrucksvoller Geschichten

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    marstraveller

    marstraveller

    10. February 2016 um 14:05

    Titel und Klappentext des Buches könnten Erwartungen wecken, die in die falsche Richtung gehen. Die 18 Texte dieser Anthologie bieten (vielleicht mit einer Ausnahme) keine leicht-flockigen, erotischen Geschichten oder gar „Rezepte“, wie der Untertitel suggeriert. Vielmehr sprechen die Texte Themen an, die einen nach der Lektüre noch lange beschäftigen, so dass man erst einmal ein wenig pausieren und das Gelesene sacken lassen muss. Wer die erste, ebenfalls von Jannis Plastargias herausgegebene und der Q(ueer)-Reihe des Verlags zugeordnete Anthologie „Liebe und andere Schmerzen“ kennt, kann sich eher ein Bild davon machen, was ihn in dieser zweiten Textsammlung erwartet: Eine sorgfältig durchdachte, insgesamt ausgewogene Mischung von Geschichten, welche das ursprüngliche Ausschreibungsthema „Genuss und Lust“ aus so unterschiedlichen und vielfältigen Blickwinkeln beleuchten, dass jeder Text etwas Besonderes, Neues bzw. Eigenes zu bieten hat. Alle Texte greifen das Thema Essen (oder Trinken) auf, manchmal sehr direkt und dominant, mitunter aber auch dezent oder auf eine Weise, die ungewöhnlich und überraschend ist. Nach jedem Text findet man ein Rezept, das in Bezug auf seine Zutaten zu der vorangegangenen Geschichte passt. Die Rezepte sind so vielfältig und abwechslungsreich wie die Beiträge zu dieser Anthologie und sie bieten zudem dem Leser kleine Atempausen, in denen das zuvor Gelesene erstmal verdaut werden kann. Denn einige Geschichten gehen unter die Haut oder berühren Themen, die schwer im Magen liegen, wie z. B. sexuelle Gewalt gegenüber Kindern oder anderen Schutzbefohlenen. Sicher kann man bei einer Anthologie nicht erwarten, dass einem jeder einzelne Beitrag gleich gut gefällt. Auch für mich war der ein oder andere Text weniger ansprechend. Insgesamt hat mich diese Textsammlung jedoch überzeugt, gerade weil sie so vielfältig ist und neben den leichten, verspielt humorvollen oder auch märchenhaften Texten auch die etwas schwermütigen Tonlagen einfängt oder die tragischen bzw. verstörenden Seiten des Lebens anspricht. Eine besondere Überraschung bot für mich der Text von Gabriel Wolkenfeld. (Vielleicht auch weil mir der Autor zu dem Zeitpunkt, als ich das Buch gelesen habe, noch vollkommen unbekannt war. Mittlerweile ist sein Debütroman „Wir Propagandisten“ erschienen, der mich ähnlich begeistern konnte wie die Kurzgeschichte in der Anthologie.) Gekleidet in ein Feuerwerk aus sprachlichen Bildern und ungewöhnlichen Satzkonstruktionen mit einer insgesamt lyrischen Ausdrucksweise fängt „Fallobst am Tresen“ die melancholische Stimmung des Ich-Erzählers auf fast schmerzvolle Weise ein, wenn dieser seinen Blick auf vergangene Zeiten und die damit verbundenen Gefühle von Verlust und Sehnsucht richtet. Auch wenn Wolkenfelds Text für mich persönlich ein Highlight dieser Anthologie darstellt, heißt das natürlich nicht, dass die anderen Texte weniger gelungen sind. Auch sie sind ausnahmslos gut geschrieben und konnten mich berühren, zum Lachen bringen, nachdenklich stimmen oder auch bis ins Mark erschüttern, und das alles auf eine so intensive Weise, dass ich für diese Anthologie fünf Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung gebe.

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  • Leserunde zu "Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig: 18 erotische Rezepte" von Jannis Plastargias

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    J_Walther

    J_Walther

    Erotik und Essen - Genuß und Lust - ein zeitloses Thema! Zusammen mit dem Herausgeber Jannis Plastargias laden wir Euch zu einer Leserunde dieser Anthologie ein. Der Größenwahnverlag stellt 5 Taschenbücher und 5 eBooks zur Verfügung. Die Anthologie enthält Beiträge bekannter Autoren, wie Justin C. Skylark, Raik Thorstad, S. A. Urban, C. Dewi, Silke Porath u.v.a. - viele Autoren werden sich an der Leserunde beteiligen. Mehr Infos und Leseprobe hier:  Verlag Inhalt: Kennst du das? »Liebe geht durch den Magen« sagt man, und du zerbrichst dir schon seit Tagen den Kopf darüber, was du an Leckerem kochen sollst! Du hast ein Ziel: sie/ihn zu verführen, und schon das Essen soll deine erotischen Absichten enthüllen. Bald ist sie/er da. Sorgfältig den Salat d´amour auf die Teller anrichten, die Spargelcremesuppe de luxe noch mal probieren – ja, heiß ist sie und lecker – der Backofen ist abgeschaltet, du schaust nochmal, ob der Braten nicht eine zu dunkle Kruste bekommen hat – ob ihr/ihn die Nuss-Karamell-Sauce dazu schmecken wird? – spätestens beim Dessert muss sie/er dich küssen, deswegen hast du Quarkcreme mit Schuss vorbereitet – Alkohol ist immer gut – es klingelt – oh Gott, sie/er ist da – schnell noch einen Schluck nehmen – habe ich das richtige Outfit? – es klingelt nochmal, lange Schritte führen dich zur Tür, mit zitternden Händen machst du auf, und zwei große, verliebte Augen – ach, endlich, dieser Blick! – schauen dich erwartungsvoll an. In dieser 2. Queer-Anthologie stellt Jannis Plastargias ausgesuchte Geschichten vor, die sinnlich, frivol, überraschend, aber auch traurig sind, Erzählungen über Menschen, die versuchen, mit erotischen Rezepten den Partner zu verführen – oder ihn zu töten, auf jeden Fall ihr kulinarisches Handwerk beherrschen und meistens in der Küche zu finden sind. Um Irritationen vorzubeugen: - im Mittelpunkt der meisten Geschichten stehen homosexuelle/ transidente oder anderweitig queere Figuren - es sind Kurzgeschichten - es geht um Erotik und Sinnlichkeit im weiteren Sinne Schreibt in Eure Bewerbung bitte, ob ihr eBook oder Paper bevorzugt. Wir freuen uns auf Eure Beteiligung!

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  • Geschichten die von der Herrlichkeit, aber auch von der Brutalität des Begehrens erzählen.

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    Little_Kunoichi

    Little_Kunoichi

    06. September 2014 um 00:28

    Bananen, Würstchen und Chilischoten werden uns auf dem Umschlag präsentiert, textlich begleitet von den kulinarischen Vorbereitungen auf ein Rendezvous. Dieses Buch offeriert 18 erotische Rezepte und die Aussicht auf amouröse Abenteuer. Lust und Genuss! Nicht unbedingt mein bevorzugter Lesestoff, doch die Begeisterung für die vorangegangene Anthologie (Liebe und andere Schmerzen) und nicht zuletzt auch die Liste der beteiligten Autoren hat mich dennoch zu diesem Buch greifen lassen. Wie sich herausgestellt hat, eine mehr als gute Entscheidung, denn „Gleich, Liebes, gleich ...“ ist so viel mehr, als die Verpackung vermuten lässt. Klappentext und Untertitel sind das größte und vielleicht auch einzige Manko. Ich persönlich sehe leider eine enorme Diskrepanz zwischen dem suggerierten und dem tatsächlichen Inhalt dieser Anthologie. Ich weiß nicht, ob es Zufall oder Absicht ist, aber das kackgrüne „Q“ des Covers legt sich wie ein Schatten über die knallbunte Leichtigkeit. Grafisch etwas ungünstig, aber symbolisch perfekt, denn genau das ist der Punkt. Die wenigsten Geschichten dieser Anthologie kommen fluffig leicht daher. Die Bürde des kategorial "Anderen" ist in fast allen Texten präsent. Wobei ich es sehr bemerkenswert finde, dass die „Andersartigkeit“ sich nicht auf die LGBT-Identität beschränkt. Die Autoren zeichnen vielschichtige und komplexe Bilder von Individuen, die eben genau das sind, und nicht nur homo- oder transsexuelle Stereotype. Es sind größtenteils universelle Themen. Geschichten die von der Herrlichkeit, aber auch von der Brutalität des Begehrens erzählen. Geschichten die uns darin bestärken Gleichheit zu erkennen, ohne Unterschiede zu verleugnen. Im ersten Satz der Zusammenfassung heißt es: „Liebe geht durch den Magen.“ Emotionen, Wahrnehmungen und Erinnerungen auch. In den seltensten Fällen ist Essen eine profane Einverleibung von Lebensmitteln. Wir zelebrieren, inszenieren und ritualisieren. All das sind feste Bestandteile unserer kulturellen Identität. Wir essen nie das reine Produkt, sondern immer auch, und vor allem, die Assoziationen die wir damit verbinden. Im Idealfall sind dies positive Dinge, manchmal kämpft man jedoch mit einem schalen Nachgeschmack, oder der Bissen bleibt einem sogar sprichwörtlich im Halse stecken. Und genau darum geht es bei diesen Kurzgeschichten. Keine Reduktion auf Erotik. Kein Feel-good-Ringelrein unter dem Regenbogen und schon gar kein Liebesschnulz mit Happy-End-Garantie. Diese Texte sind wie das Leben. Schmerzvoll, ungerecht, gemein, bösartig, manchmal sogar widerwärtig, zutiefst erschütternd, fragil, unendlich traurig und gleichzeitig so verdammt zauberhaft, so wundervoll, lebendig, charmant, stark, erhaben, amüsant, liebevoll und einfach nur beschissen großartig – die ganze Palette eben. Die Chilischote ist nicht nur ein Symbol für heiße Erotik, ihre Schärfe treibt einen auch die Tränen in die Augen und verursacht Magengeschwüre. Neben der literarischen Qualität ist es vor allem diese Wahrhaftigkeit, dieses Auf und Ab der Emotionen, das den Leser mitreißt und begeistert. „Gleich, Liebes, gleich ...“ ist kein Fast Food. Viele der Geschichten brauchen Raum und Zeit um sich zu entfalten, wie das Bouquet eines guten Weins. Wenn man ihnen jedoch diese Zeit gewährt, wird man mit einem reichen Nachklang belohnt. Ganz wunderbar und absolut empfehlenswert!

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  • eine bunte Mischung für jedermanns Geschmack

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    -doro-

    -doro-

    24. August 2014 um 15:16

    Die Anthologie „Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig“ beinhaltet 18 voneinander unabhängige Geschichten, die alle ein anderes Thema beinhalten. Mal schwelgt der Protagonist in Erinnerung, mal geht es um eine neue Liebe oder aber auch Krankheit und Hass spielen eine Rolle.  Jeder der Autoren hat seine eigene Schreibweise auf die man sich einstellen muss und somit ist auch jede Geschichte auf ihre Art einzigartig. Natürlich ist es bei einer Anthologie nicht einfach das dem Leser wirklich jede Geschichte gleichermaßen anspricht, so war es auch bei mir. Aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch und seine Geschichten gefallen.  Jede der Geschichte hatte als Nebenthema das Thema Essen. Deshalb finde ich es eine tolle Idee, zu jeder Geschichte ein Rezept hinzuzufügen am Ende der Geschichte.  Alles in allem kann man sagen, es ist eine bunte Mischung und für jeden Geschmack etwas dabei!

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  • Eine bunte Mischung an Kurzgeschichten

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    Jahooni

    Jahooni

    15. August 2014 um 19:21

    Dies ist meine erste Anthologie. Normalerweise tue ich mich etwas schwer mit Kurzgeschichten aller Art. Ich finde gerade die Kürze lässt einen Autor in allerlei Fallen tappen. Man muss sofort auf den Punkt kommen, kurz und knapp beschreiben, worum es geht und dennoch dem Leser das Gefühl vermitteln, sich mit den Protagonisten verbunden zu fühlen sowie Emotionen erzeugen, die nichts mit der Oh-mein-Gott-Haltung zu tun haben, die man gelegentlich vespürt, wenn man einer Story nicht folgen kann. Das gelingt dem einen mehr, dem anderen weniger. Hier wurde eine interessante Auswahl diverser Geschichten getroffen, die mal enorm nervenaufreibend, rührend, anregend, romantisch, traurig, erschreckend, aber auch humoristisch und sarkastisch anmuteten. Es treffen dermaßen unterschiedliche Stile aufeinander, die alle in sich ihren Charme haben, auch wenn einem, subjektiv gesehen, mal die ein oder andere nicht so zugesagt hat. So ist das schließlich auch beim Essen. Das hier auch einen zugegebenermaßen unterschiedlichen Schwerpunkt einnimmt. Vielleicht auch vergleichbar mit Hausmannskost und Exotischem. Nicht allen schmeckt dasselbe, aber für jeden ist etwas dabei. Hier ist das nicht anders. Der Großteil ist im Gay-Bereich angesiedelt und mit einem Rezept ergänzt, was sicherlich durchaus nachgekocht werden kann. Auch wenn ich das Risiko wohl nie eingehen werde. Die Gefahr meine Küche abzufackeln wäre bei mir unglaublich hoch. Fazit: Ein garantiert lohnender Ausflug in die Welt der Genüsse, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Vielen Dank für diese Lesevergnügen!

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  • Liebe und Essen in allen Facetten - Geschichten zum Nachdenken

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    10. August 2014 um 02:06

    Eine Anthologie an sich ist immer ein schweres Thema in der Beurteilung, denn irgendwie muss mal allem gerecht werden, sowohl den Geschichten, die einen vom Hocker gehaut haben, also auch denen, die einem so überhaupt nicht zugesagt haben. Ähnlich geht es mir auch hier, denn ob Evangelos sich mit Gewissensbissen herumplagen muss, weil er seinen besten Freund, der noch dazu hetero ist, flach gelegt hat im Suff, oder wir mit einer unbekannten Protagonistin ihren Ehemann umbringen oder wieder an einer anderen Stelle uns mit schwieriger Kost wie Pädophilie, Krebs, Selbstvorwürfen oder Homophobie auseinander setzen müssen, jede Geschichte ist doch einzigartig und hätte wohl eine eigene Bewertung verdient. Da dies aber zum einen zu sehr spoilern würde, zum anderen aber auch unerheblich ist, da man die Geschichten ja ohnehin nicht unabhängig von einander erwerben kann, werde ich versuchen eine Meinung über das gesamte Buch zu finden, die möglichst großen Teilen davon gerecht werden kann. Das Cover trifft auf jeden Fall schon mehr sehr gut, worum es eigentlich geht nämlich Essen, Trinken und Pärchen. Das Q das in halbtransparentem Grau über die Bilder gelegt ist, passt aber meiner Meinung nach wenig dazu und nimmt dem Cover eindeutig etwas von seiner Charme. Außerdem ist das Cover sehr empfindlich. Nach vorsichtigem Lesen und Lagerung ohne Lesezeichen etc löst sich an den Rändern leider schon die Beschichtsfolie ab, was ich als klares Minus sehe, denn bei einem Preis von 15,90€ sollte das Buch dann doch etwas robuster sein. Der Klappentext ist leider meiner Meinung nach auch nicht wirklich ernst zu nehmen, denn ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Dinge, die man sich nach dem Lesen dieses Textes vorstellt in dieser Form nicht eintreten werden. Daher ist der Klappentext auch zu vernachlässigen beim Kauf dieses Buches. Was den Inhalt angeht muss ich dann doch etwas weiter ausholen, allerdings eine Warnung vorn weg. In diesem Buch kommt Pädophilie vor und das auch sehr im Detail, Leuten die damit ein Problem haben, würde ich zumindest in Teilen von dem Buch abraten. Ansonsten sind die Themengebiete wirklich bunt gemixt und greifen quasi jede Thematik der Liebe mal auf, so dass auch für jeden Geschmack etwas dabei ist. Manche Geschichte wurde wirklich nur geschrieben, um den Leser zu unterhalten, viele andere sollen aber zum Nachdenken anregen und ich muss sagen, dass ist einigen von ihnen auch sehr gut gelungen. Man kann nicht erwarten, dass einem jede Geschichte gefällt, doch ich muss sagen, dass sich in dieser Anthologie zumindest für mich die Geschichten, welche mir gefallen haben, mit denen, die es nicht haben die Waage gehalten haben. Jeder Autor war stilistisch ganz anders und man muss dieses Buch wirklich langsam lesen. Ich habe jeden Tag eine Geschichte gelesen und dann das Buch weggelegt und sie bis zum nächsten Tag sacken lassen, ehe ich weitergelesen habe. Damit bin ich auch sehr gut gefahren. Was mir auch sehr aufgefallen ist, dass der Großteil der Geschichten sich um homosexuelle Partner dreht. Dagegen spricht an sich nichts, allerdings fand ich dieses Ausmaß dann doch etwas überzogen und hätte mir ein paar mehr Geschichten mit Heteros gewünscht. Nicht weil ich etwas gegen Homosexuelle habe, im Gegenteil, aber einfach weil die Beziehung Mann-Frau einfach immer noch das gängiste ist und man damit sicher doch auch ein paar Leute mehr ansprechen könnte bzw. auch weil die Leser sich dann selbst mehr hineinversetzen können. Der Aspekt des Essens kam in einigen Geschichten sehr gut heraus, in anderen wieder überhaupt nicht, jedoch stand am Ende jeder Geschichte ein Rezept, welches gut erklärt und auf jeden Fall nachkochbar ist. Allerdings hatten diese Rezepte ein klares Manko für mich, denn sie waren wirklich alle mit Alkohol. Ich werde sicher das eine oder andere auch selbst zubereiten, aber den Alkohol rausändern. Insgesamt waren die Ideen gut, die Umsetzung war okay, aber insgesamt gab es viele Kleinigkeiten, die mir den Spaß am Lesen eher verdorben als gefördert haben. Daher bekommt das Buch von mir 2,5 von 5 Punkten.

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  • Gelungene Mischung, die Lust auf mehr macht

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    Koriko

    Koriko

    29. July 2014 um 12:30

    Inhalt: Die queere Anthologie enthält 16 erotische Kurzgeschichten, nebst passenden Rezepten, die sich den Themen Essen und kulinarische Genüsse, Lust, Liebe und Hass widmen. Seien es Geschichten um vergangene Sommerbeziehungen, die große Liebe oder tragische Erinnerungen, Krankheiten und verhasste Ehemänner – „Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig“ enthält eine bunte Mischung Kurzgeschichten von Autoren, die mal erotisch, mal tragisch oder verspielt das Thema umgesetzt haben. Folgende Geschichten sind enthalten: "Fleisch-Lust“ von Silke Porath „Use somebody – Süße Früchte“ von Ines Schmidt „Unintended – Ungewollt“ von Andrea Bienek „No Milk today“ von Brigitte Münch „Das Omlette“ von Ines Schmidt „Früchte der Erkenntnis“ von Börje Schweizer3 „Salim vor Leif“ von Jannis Plastargias „Von Porridge and Roast“ von Levi Frost „Die Verkostung“ von Justin C. Skylark „Der Engel auf der Fensterbank“ von Jana Walther „Vom Nachtisch, der nicht auf der Karte stand“ von Claudia Schuster „Dinner & Show“ von Devin Sumaro „Der Zwieback-Trick“ von Thomas Pregel „Die Küstenstraße“ von Raik Thorstad „Wintermandeln, Mädchenkörper“ von Nino Delia „Fallobst am Tresen“ von Gabriel Wolkenfeld „Spargelcremesuppe Deluxe“ von S. A. Urban „Mörderisches Dessert“ von Christina Stöger Eigene Meinung: Die Anthologie „Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig“ erschien 2014 im Größenwahn Verlag und ist bereits die zweite ihrer Art. Der Frankfurter Autor und Herausgeber Jannis Plastargias sammelte schon einmal queere Kurzgeschichten, die in der Anthologie „Liebe und andere Schmerzen“ im Jahr 2013 erschienen ist. Einmal mehr versucht er, gemeinsam mit den teilnehmenden Autoren, eine breite Palette queerer Themen abzudecken – schwul, lesbisch, transgender, aber auch hetero und die vielen Schattierungen der Liebe, die sich nicht genau festlegen können und wollen. Dies wird mit dem allgemeinen Thema Essen und Trinken gewürzt und ergibt eine mal lustvolle, mal dramatische, mal romantische Mischung. Inhaltlich erhält der Leser daher eine vielfältige Zusammenstellung, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Wer es erotisch und leidenschaftlich mag, wird ebenso auf seine Kosten kommen, wie diejenigen, die tiefgründige, dramatische und nachdenkliche Kost bevorzugen. Dabei wird es nie langweilig, da die Anthologie ausgewogen ist und die Geschichten gut zusammenpassen. Dass dabei die Erotik nicht im Vordergrund steht (etwas, was bei vielen Gay Anthologien leider der Fall ist), ist in meinen Augen durchweg positiv und zeigt, dass schwullesbische Geschichten mehr sein können, als bloße Erotikstories. Gerade die Kurzgeschichten „Von Porridge and Roast“ von Levi Frost, „Die Küstenstraße“ von Raik Thorstad, „Spargelcremesuppe Deluxe“ von S. A. Urban und „Salim vor Leif“ von Jannis Plastargias sind wirklich toll und überzeugen gänzlich ohne Kitsch, Romantik und Erotik. Doch auch die heißeren Stories können überzeugen, da es nie zu plakativ erotisch wird und zu extrem zur Sache geht. Alles bleibt in einem angenehmen Rahmen, der der Anthologie die passende Würze verleiht. Lediglich die Mischung könnte ausgewogener sein – überwiegen doch die schwulen Kurzgeschichten deutlich. So sind doch fast ein Dutzend Geschichten dem Gay Genre zuzuordnen, während es nur drei lesbische Vertreter gibt, der Rest spiegelt transgender oder heterosexuelle Themen wider. Neben den normalen Kurzgeschichten hat jeder Autor noch ein Rezept beigesteuert, das inhaltlich zu den jeweiligen Beiträgen passt und durchaus nachgekocht werden kann. Stilistisch ist es ebenso bunt, wie inhaltlich, je nachdem welchen Geschmack man als Leser hat. Ob nun locker und erotisch, wie in den Geschichten von Ines Schmidt und Justin C. Skylark, oder lyrisch und getragen wie bei Jana Walther und Gabriel Wolkenfeld, oder detailverliebt und ausdrucksstark, wie die Beiträge von Raik Thorstad und Levi Frost – die Anthologie bietet Abwechslung und zeigt, wie unterschiedlich die Autoren schreiben. Dadurch erhält man einen guten Querschnitt durch die aktuelle GLBT-Autorenszene und entdeckt mitunter einige Perlen, die einem davor noch unbekannt waren. Allein deswegen loht sich der Griff nach „Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig“ – die Anthologie bietet einen tollen Überblick und macht in einigen Fällen definitiv Lust auf mehr. Fazit: Mit „Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig“ ist Jannis Plastargias eine tolle, bunt gemischte und abwechslungsreiche Anthologie geglückt, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat (was aufgrund der enthaltenen Rezepte sogar doppelt belegbar ist). Ob nun romantisch, dramatisch oder erotisch – die 18 Kurzgeschichten sind durchweg lesenswert und machen Lust auf mehr. Die Inhalte sind so verschieden, wie die Stile – lediglich die Tatsache, dass die meisten Kurzgeschichten im Gay Bereich angesiedelt sind, trübt die Begeisterung ein wenig. Dennoch lohnt es sich, einen Blick in „Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig“ zu werfen – sie bietet mehr als so manch andere GLBT Anthologien auf dem Markt, da es nicht nur um Erotik geht. Zu empfehlen.

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