Jannis Riebschläger Sud: Eine Abenteuerreise nach Süden

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Inhaltsangabe zu „Sud: Eine Abenteuerreise nach Süden“ von Jannis Riebschläger

„Was glaubst du?“ „Hmm?“ „Was glaubst du, wie lange wir hier stehen werden?“ Ich überlege kurz. Mit dem Trampen habe ich, genau wie Wibke, noch keine Erfahrung. Gut, ich bin schon das ein oder andere mal nach Hause getrampt, aber gegen das, was wir jetzt vorhaben, ist das nicht der Rede wert. Von meiner Heimatstadt Leverkusen aus, wollen wir rund 600 Kilometer nach München trampen. Von dort soll es über Kempten weiter nach Oberstdorf, direkt an den Rand der Alpen gehen, die wir zu Fuß überqueren wollen. In Meran wird Wibke den Zug zurück nehmen, da sie noch ein Segeltörn in Schweden erwartet. Für mich geht es von Stadt zu Stadt weitere 1000 Kilometer per Anhalter Richtung Süden, bis nach Bari, auf dem Absatz des italienischen Stiefels, wo ich meine Freunde vom Schüleraustausch Anfang des Jahres besuche. Dass wir als Schüler knapp bei Kasse sind, sehen wir als Herausforderung, nicht als Hindernis. Ich habe mir 500 € für 6 Wochen als Limit gesetzt, Wibke 300 € für zwei Wochen plus Rückfahrt. Auf geht’s! In diesem Buch nehme ich dich mit auf meine abenteuerliche Reise in den Süden. Beim Trampen bin ich in mehr als 50 Fahrzeugen mitgefahren, wurde beim Zelten mehr als einmal von Stieren geweckt, am Strand von Rimini ausgeraubt, ich bin 300 Kilometer über die Alpen gewandert, im Gletscher eingebrochen... ob ich wohl tatsächlich bei meinen Freunden in Bari angekommen bin?

Interessanter Reiseroman

— anra1993
anra1993
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  • Spannender Reiseroman, bei dem man das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein

    Sud: Eine Abenteuerreise nach Süden
    anra1993

    anra1993

    10. August 2015 um 11:42

    Am Anfang war ich doch sehr skeptisch, ob mich ein Buch übers Trampen und Reisen interessiert. Vor allem, weil es echt gut geschrieben sein muss, damit es nicht langweilig wird. Aber dazu gleich mehr.   Ich finde das Cover eigentlich ganz nett und finde es eine schöne Idee, dass der Autor sich selbst darauf zeigt. Das macht das Buch für mich viel persönlicher und ich hatte mehr vor Augen, mit wem ich es zu tun habe.   Direkt auf der ersten Seite sprang mir eine Landkarte entgegen, die scheinbar selbst gezeichnet wurde. Auch gibt es immer wieder am Anfang eines Teils Bilder, sodass der Leser nicht nur Fließtext vor sich hat.    Jannis hat einen schönen Schreibstil, der sich nicht nur starr auf seine Erzählungen konzentriert, sondern auch mit viel Witz gespickt ist. Hinzukommt, dass er nützliche Tipps gibt, wie man in der freien Wildbahn gut überleben kann. Durch seine bildlichen Beschreibungen konnte ich mir die Umgebung sehr gut vorstellen und es macht neugierig, selbst einmal so eine Tour durchzuführen. Allerdings bin ich dafür nicht sportlich genug und beschränke mich wohl mehr aufs lesen seiner Abenteuer.   Mich hat wirklich berührt, auf wie viel hilfsbereite Menschen Jannis und Wiebke im Laufe ihrer Reise getroffen sind. Dabei geht man doch oft davon aus, dass der Mensch mehr auf sich bedacht ist. Vor allem die Italiener haben Pluspunkte bei mir gesammelt.   Trotz der schönen Momente, die Jannis beschreibt, ist mir aber auch aufgefallen, dass beide sehr naiv waren. Ich denke, dass nicht jeder Mensch mit guten Absichten und Nächstenliebe jemanden mitnimmt und auch die ein oder andere Situation hätte schief gehen können. Daher sollte jeder für sich entscheiden, ob er so ein Wagnis eingehen möchte. Aber ich bin vom Mut der beiden jungen Menschen echt fasziniert.     Aber da so eine Reise nicht nur gutes beinhalten kann, mussten auch die beiden feststellen, dass nicht alles so leicht ist, wie man es sich vielleicht vorstellt. Warum das ganze zu einem Desaster hätte kommen können, könnt ihr selbst im Buch nachlesen. Wer jedoch jetzt schon etwas über Jannis erfahren möchte und sich fürs Trampen interessiert, sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf seinen Blog werfen, der sehr interessant ist.

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