Janos Szekely Der arme Swoboda

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Inhaltsangabe zu „Der arme Swoboda“ von Janos Szekely

Ein beschauliches Städtchen in Böhmen, in dem man vor Langeweile eingehen würde, gäbe es nicht ein paar Exzentriker, die für Gesprächsstoff sorgen. Einer davon ist Swoboda, der Dorftrottel, der seit einem Vierteljahrhundert im Bahnhof herumlungert und darauf wartet, dass einer der wenigen Reisenden, die sich hierher verirren, ihn damit beauftragt, die Koffer zu tragen. Aber eines schneereichen Tages im März 1939 fallen die deutschen Truppen ein, und der Gepäckträger wird aus heiterem Himmel beschuldigt, ein Attentat gegen Hitler geplant zu haben ...

Mutiges kleines Buch mit gewöhnungsbedürftiger Sprache

— BillBrysonFanSteffi
BillBrysonFanSteffi

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  • Absolutes Lese-Muss

    Der arme Swoboda
    winter-chill

    winter-chill

    Ein schmales Büchlein mit großer Wirkung: Die Geschichte über den naiven Gepäckträger Swoboda, der mehr oder weniger durch Zufall zu einem engagierten Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime wird, hat mich tief beeindruckt und sehr nachdenklich zurückgelassen. Schauplatz der Geschichte ist ein beschauliches Örtchen in Böhmen, in dem Tag ein Tag aus alles seinen normalen, ruhigen Gang geht und eigentlich nie etwas Großartiges passiert. Für Gesprächsstoff sorgen nur ein paar schrullige, exzentrische Dorfbewohner. Einer davon ist der Dorftrottel Swoboda, der seit über 20 Jahren im Bahnhof wohnt und sein Geld damit verdient, dass einer der wenigen Zugreisenden ihn ihr Gepäck tragen lassen. Als im März 1939 die deutschen Truppen in das Städtchen einfallen, wird Swoboda aus heiterem Himmel beschuldigt, ein Attentat gegen Hitler geplant zu haben. Die Stärke des Romans sind seine Charaktere: alle sehr einzigartig, ein wenig schrullig, aber durchaus liebenswürdig. Trotz der wenigen Seiten gelingt es Székely die Charaktere sehr detailliert auszuarbeiten und sie dem Lesser sehr nahe zu bringen. Großartig ist auch Székelys Schreibstil: Seine Formulierungen sind sehr präzise und immer auf den Punkt. Ein bissiges, ironisches, unterhaltsames Buch über die Absurdität eines totalitären Systems und über Zivilcourage, das auch seine nachdenklichen, traurigen Momente hat. Ein Buch, das auch irgendwie erschreckend aktuell ist. Ein absolutes Lese-Muss.

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    • 3
  • Aus dem Leben eines Dienstmannes

    Der arme Swoboda
    Arun

    Arun

    Klappentext: Janos Szekelys brillante, visionäre Parabel um den böhmischen Dienstmann Swoboda erschien als Roman bereits 1941 in New York und feierte 1944 als Theaterstück am Broadway Triumphe. Es ist Swoboda, der gutmütige Narr, durch dessen Augen der politische Wahnsinn, wenn er Methode hat, in seinem grellsten Licht leuchtet. Ein beschauliches Städtchen in Böhmen, in dem man wahrscheinlich vor Langeweile eingehen würde, gäbe es nicht ein paar Exzentriker, die für Gesprächsstoff sorgen. Einer davon ist Swoboda, der Dorftrottel, der seit einem Vierteljahrhundert im Bahnhof herumlungert und darauf wartet, daß einer der wenigen Reisenden, die sich hierher verirren, ihn damit beauftragt, die Koffer zu tragen. Aber eines schneereichen Tages im März 1939 fallen die deutschen Truppen ein, und schon wird der Gepäckträger aus heiterem Himmel beschuldigt, ein Attentat gegen Hitler geplant zu haben. Meine Meinung: Der arme Swoboda - Janos Szekely Ein Roman welcher mir sehr viel Vergnügen bereitet hat. Die Geschichte um den slowakischen Dienstmann Swoboda wird von dem Autor trotz dem ernsten Hintergrund mit einer außergewöhnlichen Leichtigkeit und viel Wortwitz dargebracht. Trotz dem Themas aus einer der dunkelsten Zeiten Europas, blieb es an manchen Stellen nicht aus in Lachen auszubrechen wenn Swoboda auf den Plan tritt und seine Weisheiten zum besten gibt. Auch die anderen Einwohner werden auf eine Art und Weise beschrieben die es für den Leser nachvollziehbar machen wie die damalige Geisteshaltung war. Schade das der Roman nur 170 Seiten hat, hätte gerne noch mehr gelesen. Habe nach weiteren Werken des Autor gesucht und ein weiteres von der Beschreibung her interessantes Buch gefunden. „Verlockung“ Ein großer Roman über die schillernde Budapester Gesellschaft in den wilden 20er Jahren. Mit 816 Seiten ein Buch welches langen Lesegenuss verspricht!

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    • 2
  • Rezension zu "Der arme Swoboda" von Janos Szekely

    Der arme Swoboda
    PaulTemple

    PaulTemple

    29. April 2012 um 20:23

    Mit präziser und ironischer Sprache berichtet der Autor über die Geschehnisse in einem kleinen tschechischen Dorf zur Zeit der deutschen Besetzung im Frühjahr 1939. Der recht naive Gepäckträger Swoboda spielt - ohne es zu wissen - eine beträchtliche Rolle, nachdem ihm ein geplantes Attentat auf Hitlers Sonderzug angehängt wird und er sich nach und nach zu einem engagierten Widerständler gegen die deutschen Besatzer wandelt - freilich aus ganz privaten Gründen. Sehr herzerwärmend verfasst, betrachtet der Leser das Weltgeschehen aus den Augen einer vermeintlich dummen Person, die dennoch alle Zusammenhänge auf ihre Art versteht. Empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Der arme Swoboda" von Janos Szekely

    Der arme Swoboda
    Golondrina

    Golondrina

    20. October 2011 um 16:43

    Ein kleines Bändchen mit großer Botschaft: Zivilcourage und Standhaftigkeit gegenüber Ignoranz, Gewalt und Intoleranz. Bissig, satirisch, ein bisschen in der Tradition des braven Soldaten Schwejk. Wofür die Punkte Abzug? So ganz hat mich die Geschichte nicht fesseln können und mit den diversen Obersten, Stabs- und sonstigen Feldwebeln bin ich nicht mehr hinterhergekommen. Alles in allem nur kosmetische Abzüge, wenn's erlaubt ist.

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  • Rezension zu "Der arme Swoboda" von Janos Szekely

    Der arme Swoboda
    Daphne1962

    Daphne1962

    16. August 2011 um 18:55

    Ein Kofferträger in einem verschlafenen Dorf in Böhmen im Jahr 1939. Swoboda ein gutmütiger Mensch, der tagein, tagaus auf Reisende am Bahnhof wartet um ihnen die Koffer zu transportieren. 1939 marschieren deutsche Truppen in das Dorf ein und benehmen sich wie die Vandalen, plündern, schlagen alles kaputt und als sie einen Sündenbock suchen muss der arme Swoboda herhalten. Sie beschuldigen ihn ein Attentat auf Hitler geplant zu haben und sperren ihn ein. Aber Swoboda will sich rächen. Es ist ein Buch über böse und überhebliche Menschen, satirisch, boshaft und bewegend geschrieben. Man muss es einfach lesen.

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  • Rezension zu "Der arme Swoboda" von Janos Szekely

    Der arme Swoboda
    LiesaB

    LiesaB

    Die deutschen Truppen fallen in Tschechien ein und besetzen dieses Land. Bisher hat der Dorftrottel in einem beschaulichen Städtchen ein ruhiges Leben geführt. Doch plötzlich wird er beschuldigt, ein Attentat auf Hitler geplant und durchgeführt zu haben. Der arme Swoboda gerät in ihre Fänge, kann sich aber auf Grund seines niedrigen IQ nicht wehren. Janos Szekely, der Autor des Romans "Verlockung" hat dieses Buch bereits 1943 in New York veröffentlicht. Er beschreibt die ganze Absurdität einer Diktatur und die Auswüchse, die sie annimmt. Plötzlich zu Macht gekommen, benehmen sich bis dahin unauffällige Menschen wie Tiere. Es wird geschlagen, gedemütigt, verleumdet, gemordet. Elke Heidenreich beschreibt das Buch folgendermaßen: "Ein ganz beeindruckendes, zorniges Buch über Zivilcourage, sehr schön geschrieben." Dem ist nichts hinzuzufügen.

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    • 2
  • Rezension zu "Der arme Swoboda" von Janos Szekely

    Der arme Swoboda
    Moni 3007

    Moni 3007

    27. August 2010 um 22:03

    Ein beschauliches Städtchen in Böhmen. Dort lungert der als Dorftrottel verschriene Swoboda seit einem Vierteljahrhundert im Bahnhof herum und wartet darauf, einem der wenigen Reisenden, die sich hierher verirren, die Koffer zu tragen. Doch dann fallen eines Tages im März 1939 die deutschen Truppen ein, und der Gepäckträger wird aus heiterem Himmel beschuldigt, ein Attentat gegen Hitler geplant zu haben. Eine kleine Kritik habe ich allerdings und zwar die Beschreibung des Lebens von Swoboda im KZ. Ich weiß aus vielen anderen Bücher, wie grausam und menschenunwürdig das Leben damals im KZ war. Dies ist für mich leider nicht ganz nachvollziehbar. Er hat den Sowoboda sehr naiv und doch glaubhaft beschrieben. Das Ende des Buches ist offen und man kann sich daher noch weitere Gedanken über das weitere Leben von dem armen Swoboda machen. Für mich ist es ein wirklich sehr gutes Buch und somit gebe ich sehr gerne 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Der arme Swoboda" von Janos Szekely

    Der arme Swoboda
    Buecherkai

    Buecherkai

    06. February 2010 um 09:48

    Braucht es mehr als einen Dorftrottel um die schlimmsten Auswüchse politischen Wahnsinns und menschlichen Versagens in den dunkelsten Tagen des letzten Jahrhunderts offenzulegen? Janos Szekely jedenfalls benötigt nichts mehr als den gutmütigen Swoboda, einen lieben Einfaltspinsel, der seit Jahren am Bahnhof einer böhmischen Kleinstadt auf Reisende mit Koffern wartet und schließlich auf die einfallenden Nazis trifft. Sie beschuldigen ihn ein Attentat auf Hitler zu planen und so trifft hier die mit Dummheit gepaarte Brutalität der Aggressoren auf die mit Naivität gepaarte Liebenswürdigkeit des Kleinen Mannes. Ein Dorf wird beleuchtet und es wird mit all seinen Bewohnern in dieser kleinen Geschichte zum hellen Mittelpunkt in dunkler Zeit.

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