Janos Szekely Verlockung

(41)

Lovelybooks Bewertung

  • 58 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 6 Rezensionen
(28)
(9)
(4)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Verlockung“ von Janos Szekely

Ein großer Roman über die schillernde Budapester Gesellschaft in den wilden 20er Jahren. Ungarn zwischen den Weltkriegen. Der Bauernjunge Béla zieht vom Land zu seiner jungen, lebenshungrigen Mutter in die Budapester Vorstadt. Sein Entschluss ist gefasst: Er will die Armut hinter sich lassen und sie erobern, diese märchenhafte, andere Welt. Als Liftboy in einem Luxushotel taucht er in die dekadente Gesellschaft der Reichen und Schönen ein. Als eines Nachts die schöne, geheimnisvolle Gattin seiner Exzellenz nach ihm klingelt, glaubt Béla seine Stunde gekommen …

Dieser beeindruckende, berührende, autobiografisch inspirierte Roman ist zugleich Entwicklungsgeschichte und Sozialanalyse.

— Barbara62
Barbara62

Béla hat es nicht leicht, János Székely erzählt von einem Jungen der sein Leben findet. Mit oder ohne Eltern

— Karin1970
Karin1970

Stöbern in Klassiker

Stolz und Vorurteil

Ein viel gelesener Kult-Klassiker, der zu Recht von seinen Lesern bewundert wird!

FrauTinaMueller

Das Bildnis des Dorian Gray

Eines der Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben:)

Hutmacherin

Buddenbrooks

Literaturgeschichte made in Germany - leider heutzutage zur Schul(qual)lektüre verkommen

MackieMesser229

Ulysses

Ich bin froh, dass ich es bis ans Ende geschafft habe! Vielleicht in ein paar Jahren nochmals.

sar89

Der Schimmelreiter

Wenn man diese Novelle liest, hört man das Tosen des Meeres und reitet mit Hauke Haien über den Deich....

consoul

Irrungen, Wirrungen

Ein für diese Zeit gut geschriebenes Buch - dessen Ende mich doch traurig gemacht hat!

RineBine

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Unvorstellbare Armut

    Verlockung
    Barbara62

    Barbara62

    Für Béla gibt es eigentlich nur zwei Alternativen: Revolution oder Kriminalität. Unehelicher Sohn eines Dienstmädchens, aufgewachsen ohne Liebe in unvorstellbarer Armut als Pflegekind in einem ungarischen Dorf zwischen den Weltkriegen, kommt er mit 14 zu seiner Mutter nach Budapest. Als Page in einem Luxushotel lernt er die andere Seite des Lebens kennen. Während er selber von Hundefutter und mit der wiederkehrenden Ankündigung der Mutter, sich umzubringen, lebt, verfolgt er unbeirrbar sein großes Ziel: auswandern nach Amerika. Dieser beeindruckende, berührende, autobiografisch inspirierte Roman des Hollywood-Drehbuchautors und Exilungars János Székely, der vor einigen Jahren wiederentdeckt wurde, ist zugleich Entwicklungsgeschichte und Sozialanalyse.

    Mehr
    • 3
  • Der Spiegelkritiker und ich

    Verlockung
    walli007

    walli007

    27. February 2014 um 19:47

    Bela ist ein uneheliches Kind, das von "Tante" Rozicka großgezogen wird. Die Tante ist eine ehemalige Hure, die fromm geworden ist und nun gegen Geld die Kinder der gefallenen Mädchen großzieht. Als seine Mutter nicht mehr zahlen kann, wird Bela zur Arbeit herangezogen. Die Tante meldet ihn deshalb auch nicht in der Schule an. Erst als der Junge mitbekommt, dass es eine Schulpflicht gibt, ertrotzt er sich einen Platz in der Schule.  Als Bela 14 ist versucht er im Winter bei einer Armenverteilung an Schuhe heran zu kommen. Da er aber keine Berechtigung hat, versucht er in einem günstigen Moment die Schuhe zu klauen. Natürlich wird er erwischt. Und nun holt ihn seine Mutter, die er im Grunde gar nicht kennt zu sich nach Budapest.  Schnell muss er feststellen, dass seine Mutter kurz davor ist obdachlos zu werden. Mit etwas Glück schafft sie es aber, ihm eine Stelle als Boy in einem Nobelhotel zu verschaffen. Dort müssen Lehrlinge von dem Trinkgeld leben, weil sie kein Gehalt bekommen. Die Zeiten werden für Bela also nicht einfacher.  Das Buch spielt zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg in Ungarn.  Auch dieses ist ein Buch, das ich vom Grabbeltisch fischen konnte.  Darauf aufmerksam geworden bin ich allerdings schon als der Spiegelkritiker es wohlwollend besprochen hat. Der Spiegelkritiker und ich sind nämlich öfter einer Meinung, was Bücher angeht und ich konnte schon häufiger von seinen Anregungen profitieren.  In dem Buch stellt der Autor sehr eindringlich dar wie bitter das Leben in Armut ist und dass es kaum eine Chance gibt, diesem Leben zu entfliehen. Mich haben die Erlebnisse, die Bela als Ich-Erzähler beschreibt, sehr gefesselt. Bela will eigentlich nur lernen und rauskommen aus dem Elend. Immer wieder scheitert er. Bis es tatsächlich zum Schlimmsten kommt, der Obdachlosigkeit. Obwohl das Buch bereits 1947 geschrieben wurde, fand ich die Sprache sehr angenehm zu lesen. Ich konnte mich sehr gut in Bela hineinversetzen.  "Verlockung" ist sehr empfehlenswert für Leser, die bereit sind sich auf so ein schweres Los einzulassen und die zusätzlich noch etwas Interesse an Geschichte haben.

    Mehr
  • Rezension zu "Verlockung" von Janos Szekely

    Verlockung
    Ritja

    Ritja

    16. October 2011 um 12:19

    Budapest in den 20iger und 30iger Jahren: Hunger, Leid, Not, Arbeitslosigkeit und illegaler Untergrund. Béla muss sich, als Hotelboy in einem der besten Hotels Budapests, sein Geld verdienen, aber eigentlich verdient er nichts, sondern er darf nur sein Trinkgeld mit nach Hause nehmen. Zu Hause ist die Wohnung, die er sich mit seinen Eltern (Mutter immer, Vater gelegentlich da) und Manci teilt. Zwei Zimmer und kaum Platz für sich. Manci hat sich das Bett gemietet - zahlender Schlafgast, was in dieser Zeit nichts ungewöhnliches war, da die Mieten sehr hoch waren. Der Hunger und die Angst vor dem Verlust der Wohnung und damit auch der soziale Abstieg in die Gosse sind immer allwärtig. Die Mutter hungert für den Sohn und wäscht für andere die Wäsche. Béla sieht jeden Tag die Klassenunterschiede und muss doch immer lächeln und den gnädigen Damen und Herren zu Diensten sein. Seine Wut auf die Ungerechtigkeit wächst, wie auch die Arbeitsosigkeit in Ungarn. Es brodelt und immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit, ihr Zuhause und ihr Leben. Auch für Béla wird es immer härter und er muss Verluste aushalten. Die Geschichte ist spannend und bedrückend und durch den guten Schreibstil kann man sehr gut in die Geschichte eintauchen. Die Umstände werden detailliert beschrieben und der geschichtliche Hintergrund gut eingebaut, so dass man mit Béla und den anderen Charakteren mitfühlen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Verlockung" von Janos Szekely

    Verlockung
    JessSoul

    JessSoul

    04. February 2011 um 23:35

    Ein sehr fesselndes Buch über das vergangene Budapest, die ungarische High Society und die soziale Kluft zwischen Arm und Reich.

  • Rezension zu "Verlockung" von Janos Szekely

    Verlockung
    Huebner

    Huebner

    29. October 2010 um 20:31

    "Mein Leben begann wie ein Kriminalschmöker: Man wollte mich ermorden." So beginnt die Geschichte des ungarischen Bauernjungen Bela, der es mit dem ersten Atemzug schwer haben wird. Wer Ungarns Geschichte nicht kennt und vielleicht Berührungsängste hat, wird mit Janos Szekelys Roman "Verlockung" ein unfassbar grausames und bedauernswertes Kapitel eines armen Landes mitten in Europa kenne lernen. Zwischen den beiden Weltkriegen, mitten in die goldenen Zwanziger wird Bela geboren und weiß vom ersten Moment an, dass ihn keiner liebt - oder zumindest keimt da diese Ahnung. Seine leibliche Mutter kommt ihn allenfalls bei der sog. Pflegerin besuchen, richtig gepflegt wird er nie, nie satt, nie warm gekleidet, nie in den Bedürftigkeiten eines Jungen erfüllt, schlägt er sich durch. Sein Weg führt den 14Jährigenihn nach Budapest, wo man auf junge, gesunde Kerle wie ihn wartet - oder auch nicht. Hier lebt er erstmals mit seiner Mutter. "Mein Elternhaus bestand aus einer Küche und einer Stube ... splittriger Holzfußboden" (S. 179), schläft zum ersten Mal in seinem Leben in einem Bett. "Donnerwetter noch mal, rief ich im stillen aus, wer hätte das gedacht? Ich schlafe in einem Bett und kriege zum Abendbrot Szegediner Gulasch." Seither beginnt Bela alles, was er seiner Mutter kosten lassen muss, zu notieren und ist angetrieben von dem Ehrzeiz, ihr alles bis auf den letzten Pengö zurück zu zahlen. Das Bett gehört der Manzi, für die er noch mehr als ein Schlafbursche wird, aber nicht will. Bela bekommt auch Arbeit, er wird Liftboy in einem Hotel und wird mit den Reichen, Schönen und Dekadenten konfrontiert. Unglücklich und peinlich-ulkig verliebt er sich in eine Dame, lernt auch ein Mädchen kennen, mit dem es was Ernstes werden könnte, wenn sie nicht nur auf absehbare Zeit in Ungarn bleiben würde - Hotelleben eben. Und in Bela keimt der Traum vom Auswandern. Er schafft es auch - im Bauch einer Maschine und man freut sich als Leser für Bela, der es aus dem Elend schafft. Janos Szekely, geb. 1901 in Busapest, zeichnet viele Elemente seiner eigenen erlebten 20er, 30er und 40er Jahre wieder. Seine ersten Werke schreibt er im Schutze vor Kälte in geheizten Nahverkerhszügen Wiens, wohin er während der ungarischen Räterepublik emigriert. Er schreibt Drehbücher unter anderem für Marlene Dietrich. Sein Werk wird jedoch nie in die ungarischen Buchläden und Kinos gelangen. 1958 wird seine Asche in Budapest beigesetzt.

    Mehr
  • Rezension zu "Verlockung" von Janos Szekely

    Verlockung
    toffifee

    toffifee

    28. March 2008 um 12:46

    teilweise interessant, aber mit Längen in den Beschreibungen der "kommunistischen Ideale"