Janosch Schäbels Frau

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Inhaltsangabe zu „Schäbels Frau“ von Janosch

Bernhard Schäbel, Student der Soziologie, Softie und Möchtegern-Macho, wird von seiner Frau betrogen und verlassen. Auf der Suche nach sich selbst begegnet Bernhard dann der Frau seines Lebens, einer schönen Dorfgastwirtin. Janosch erzählt eine burleske Dreiecksgeschichte, die zugleich eine Satire auf die vielen Gesichter männlicher Identität ist.

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  • Rezension zu "Schäbels Frau" von null null

    Schäbels Frau

    Jerron

    21. October 2009 um 01:18

    Irgendwo auf der Zugstrecke zwischen Amsterdam und Innsbruck zieht Schäbel die Notbremse, springt hinaus auf ein Feld und verdünnisiert sich, denn Schäbel ist dabei, sich gerade selbst zu finden. Schäbel ist eigentlich ein Hase, denn als seine Mutter mal mit leicht verrutschtem Schlüpfer auf einer Wiese schlief, näherte sich unbemerkt ein paarungswilliger Hase und Schäbel wurde somit gezeugt. Von seiner häsischen Natur merkt er selbst und sein Umfeld nichts, doch hat Schäbel ein sanftes Wesen und geht mit dem Motto "Ach, was solls" schluffig durch die Welt. Er studierte Soziologie und Politologie, weil das alle tun, und weil gerade die 68'er-Revolution ist, macht er auch mit. So irgendwie. Zusammen mit anderen Möchtegern-Kommunisten, die von ihren Eltern mit reichlich Geld versorgt werden und selbst niemals einer richtigen Arbeit nachgegangen sind, ist er dabei die Arbeiterklasse zu idealisieren und es den ganzen Spießern da draußen mal so richtig zu geben mit einem ach so alternativen Lebensstil. Aus einer Laune heraus lässt er sich von seiner Studienkollegin Gesine heiraten, behauptet dann, überhaupt kein Problem damit zu haben, dass sich Gesine viel lieber mit Schäbels bestem Kumpel Rudi im Bett vergnügt. Denn wass solls, niemand soll einen Anspruch auf einen anderen Menschen haben. Als Gesine dann zu Rudi ziehen will ("Ich muss das jetzt ausleben"), gibt sie ihm den Rat, doch mal endlich zu sich selbst zu finden. Also steigt Schäbel in irgendeinen Zug, zieht unterwegs die Notbremse und haut ab. Er mietet sich in einem Dorf in ein Gasthaus ein, wo ihm in der Gastwirtin seine absolute Traumfrau erscheint. Da sie findet, er sehe ein wenig wie John Wayne aus, beginnt er nun, einen auf John Wayne zu machen. Er kauft sich Cowboystiefel, hängt sich ein schiefes Halstuch um und meint, aus jeder winzigen Äußerung und Geste der Gastwirtin ein Indiz für eine heiße und leidenschaftliche Liebesbeziehung zwischen den beiden herauszudeuten. Als er nach ein paar Tagen der festen Meinung ist, mehrere leidenschaftliche Liebesnächte mit ihr verbracht zu haben (an die er sich wegen John-Wayne-mäßigem Alkoholkonsum leider nicht mehr erinnern kann), und dass ihm die Gastwirtin schmachtend zu Füßen liegt, weil er ja so ein harter John Wayne-Typ ist, hat er seiner Meinung nach sich selbst gefunden. Er kehrt zuversichtlich zurück nach Hause, um nun ein ganz neues Leben anzufangen. Dass er sich eigentlich überhaupt nicht verändert hat und eine absolut lächerliche und jämmerliche Gestalt ist, bleibt ihm ebenso verborgen, wie die Tatsache, dass sich die Zeit seiner "Selbstfindung" während der Hasenbrunftzeit abgespielt hat, die eigentlich an allem Schuld ist... Janosch ergießt hier beißenden Spott auf selbstgefällige Alternative, Möchtegernweltretter und die männlichen "Opfer" dieser Bewegung, die zwischen einem Dasein als Softie und Macho-Wunschträumen gefangen sind und zeigt mit Schäbel ein dermaßen krass übezeichnetes Beispiel für komplette Sebstfehleinschätzung, dass man den armen Hasi am liebsten knuddel möchte. Ach nein, das ist ja ein harter Cowboy, mit dem nicht hzu spaßen ist.

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