Janwillem van de Wetering

 4 Sterne bei 183 Bewertungen
Autor von Der leere Spiegel. Reine Leere, Der Tote am Deich und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Janwillem van de Wetering

Geboren am 12. Februar 1931 in Rotterdam. Gestorben am 4. Juli 2008 in Blue Hill (Maine), USA.

Alle Bücher von Janwillem van de Wetering

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Janwillem van de WeteringDer leere Spiegel. Reine Leere
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Der leere Spiegel. Reine Leere
Der leere Spiegel. Reine Leere
 (29)
Erschienen am 30.09.2009
Janwillem van de WeteringDer Tote am Deich
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Der Tote am Deich
Janwillem van de WeteringEine Tote gibt Auskunft
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Eine Tote gibt Auskunft
Janwillem van de WeteringKetchup, Karate und die Folgen
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Ketchup, Karate und die Folgen
Janwillem van de WeteringReine Leere: Erfahrungen eines respektlosen Zen-Schülers
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Reine Leere: Erfahrungen eines respektlosen Zen-Schülers
Janwillem van de WeteringMassaker in Maine
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Janwillem van de WeteringDer Commissaris fährt zur Kur
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Janwillem van de WeteringDer blonde Affe
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Der blonde Affe

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Rezension zu "Eine Tote gibt Auskunft." von Janwillem van de Wetering

Gegensätze.
Gulanvor 2 Jahren

„Wenn sie Ihre Freundin war und auf Ihrem Hausboot wohnte, dann dürfen wir annehmen, dass sie auch für ihren Unterhalt aufkamen.“
„Ja“, sagte Drachtsma, „ich gab ihr jeden Monat Geld.“
„Wussten sie, dass sie andere Liebhaber hatte?“
„Ja. Es kümmerte mich wenig. Ich habe mich immer telefonisch mir ihr verabredet. Oft hat sie mich im Büro angerufen.“
„Ich hoffe, Sie nehmen es mir nicht übel, dass ich es sage, aber ihr Tod scheint Sie nicht sehr zu beeindrucken“, sagte der Commissaris.
Drachtsma gab keine Antwort.
„Finden Sie nicht schlimm, dass sie tot ist?“
„Ist ihr Tod nicht eine Tatsache?“, fragte Drachtsma. „Tatsachen, die man nicht ändern kann, muss man akzeptieren. Alles geht einmal zu Ende.“
Dem Commissaris verschlug es den Atem. Es dauerte eine halbe Minute, bis er die nächste Frage formulieren konnte. (S. 78)

Auf einem Hausboot in Amsterdam wird eine junge Frau erdolcht aufgefunden. Maria von Buren wurde offenbar von einem reichen Industriellen ausgehalten. Doch nebenher empfing sie noch zwei weitere exklusive Liebhaber auf ihrem Boot: Einen belgischen Diplomaten und einen amerikanischen Offizier. Doch alle Männer haben Alibis. So begibt sich der Commissaris auf eine Reise in die Vergangenheit der Toten nach Curaçao, während seine beiden Mitarbeiter Grijpstra und de Gier eine Spur auf die Nordseeinsel Schiermonnikoog verfolgen.

Janwillem van de Wetering zählt zu den bekanntesten niederländischen Krimiautoren, insbesondere durch die 15bändige Reihe um die „Amsterdam Cops“. Van de Weterings Biografie selbst ist äußerst interessant. Anfang der 1950er arbeitete er in Südafrika, später auch in Kolumbien, Peru und Australien. Ende der 50er Jahre studierte er u.a. Philosophie in London und lebte auch achtzehn Monate in einem japanischen Zen-Kloster. Er kehrte Mitte der 1960er nach Amsterdam zurück und arbeitete dort nebenher im Polizeidienst als Ersatz für seinen bis dato nicht geleisteten Wehrdienst. Ab 1975 bis zu seinem Tod 2008 lebte van de Wetering in Maine/USA und schrieb viele seine Bücher zweimal: in Englisch und Niederländisch, teilweise mit einigen Abweichungen.

Seine „Amsterdamer Polizisten“ sind Adjudant Grijpstra und Brigadier de Gier mit ihrem namenlosen vorgesetzten Commissaris. Grijpstra ist verheirateter Familienvater und scheinbar so ein wenig in der Midlife Crisis, de Gier ist ein junger Single, der mit einer etwas dominanten Katze zusammenlebt. Die Lebenssituationen der beiden werden in den Dialogen gerne auch spöttisch kommentiert, doch insgesamt arbeiten beide freundschaftlich-kollegial zusammen. Die Arbeit wird durchaus auch mal für persönliche Vorlieben unterbrochen, so spielen Grijpstra und de Gier im Büro Schlagzeug und Flöte oder fahren zu einer verlängerten Mittagspause in de Giers Wohnung, um sich eine Schallplatte anzuhören. Uneingeschränkte Respektsperson ist jedoch der ältere, väterliche Commissaris. Die Kriminalfälle lösen sie in einer ruhigen, gelassenen Atmosphäre. Verhöre und Zeugenbefragungen spielen eine große Rolle. Philosophische Betrachtungen kommen zur Sprache. Insgesamt erinnerte mich die Atmosphäre ein wenig an Simenons Maigret, den van de Wetering wohl in der Tat verehrte.

„Eine Tote gibt Auskunft“ ist der zweite Band der Reihe und interessant an diesem Band sind vor allem die Gegensätze zwischen den Schauplätzen und Kulturen innerhalb des Königreichs der Niederlande. Die Tote stammte aus Curaçao und hatte durchaus einen Hang zur Zauber- und Hexenkult der Karibik. Der Commissaris lässt sich auf seiner Dienstreise vom dortigen Flair treiben. Auf der anderen Seite steht die (relative) Beschaulichkeit der Niederlande, exemplarisch der westfriesischen Insel Schiermonnikoog.

Wenn ich schon „Maigret“ als Referenz nenne, sollte dem erfahrenen Krimileser klar sein, dass hier kein spannungsgeladener Actionreißer (wobei der Showdown auf Schiermonnikoog doch etwas überrascht) erwartet werden sollte. Man erhält allerdings einen etwas altmodischen, aber immer noch lesenswerten philosophisch-psychologischen Kriminalroman.

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E

Rezension zu "Ein Blick ins Nichts" von Janwillem van de Wetering

Rezension zu "Ein Blick ins Nichts" von Janwillem van de Wetering
Elyanvor 6 Jahren

Ein Zen-Kloster in den Staaten, Erfahrungen mit der Schönheit des Jetzt und skurrile Geschichten verbinden sich zu einem tiefgründigen Bericht eines Suchenden, der die wesentlichen Fragen des Lebens zu lösen versucht.
Ein Blick ins Nichts riskiert einen Blick hinter den Vorhang unseres täglichen Lebens. Jan, seine tiefen Erlebnisse aus Japan im Gepäck, wagt erneut das Abenteuer, sich in sein Bewusstsein zu versenken und sucht zu ergründen, was der Zen-Buddhismus mit dem „Nichts“ meint, dass übervoll von Leben ist. Er stürzt sich in das Erlebnis Erleuchtung, diesmal in einer anderen Kultur, aber wieder mit dem Erfahrungsweg Asiens. Jan Willem van der Wetering berichtet von seinen Erfahrungen eines Zen-Retreats in gewohnt humorvoller Manier, ohne Belehrungen und menschlich.

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E

Rezension zu "Der leere Spiegel. Reine Leere" von Janwillem van de Wetering

Rezension zu "Der leere Spiegel. Reine Leere" von Janwillem van de Wetering
Elyanvor 6 Jahren

Ein Junge, eine neue Welt, ein Lebenstraum. Janwillem macht sich via Schiff auf den Weg in das ferne, mysteriöse Japan. Seine Reise wird ihn aber noch viel weiter führen, denn sein Ziel ist ein Tempel der buddhistischen Zen-Mönche. Er taucht dabei tief in die japanische Kultur ein und stößt auf das lebendige Geheimnis des Zen-Buddhismus. Witzig, unkonventionell und liebevoll zeigt er seine täglichen Erfahrungen, sein Ringen mit sich und verschafft einen Einblick jenseits des torlosen Tores.
Kurze Kapitel, humorvolle Anekdoten und schöne Einsichten machen das Buch zu einer zauberhaften Begleitung in die Tiefen des Zen, der Erleuchtung und des Zaubers jeden Augenblickes. Eine echte Empfehlung für Zen-Interessierte.

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Janwillem van de Wetering wurde am 12. Februar 1931 in Rotterdam (Niederlande) geboren.

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