Jaques Lusseyran Das wiedergefundene Licht

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Inhaltsangabe zu „Das wiedergefundene Licht“ von Jaques Lusseyran

Die berühmt gewordene Lebensgeschichte eines als Kind Erblindeten, der seine Behinderung mit Phantasie und Disziplin überwindet, eines Mannes, dessen Leben als Widerstandskämpfer, Literaturprofessor und Schriftsteller von einer sensiblen Zuversicht getragen war, die ihn befähigte, auf unvergleichliche Weise zu »sehen«.

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  • Rezension zu "Das wiedergefundene Licht" von Jacques Lusseyran

    Das wiedergefundene Licht
    katermurr

    katermurr

    04. June 2008 um 08:30

    an Einzelheiten erinnere ich mich nicht mehr, aber ich fand es sehr gut, wahrlich erhellend und auch spannend zu lesen.

  • Rezension zu "Das wiedergefundene Licht" von Jacques Lusseyran

    Das wiedergefundene Licht
    Marco

    Marco

    01. February 2008 um 20:17

    Lusseyran, ein französischer Philosoph und Literaturprofessor in den USA, der spätberufen selbst zur Feder greift. Nicht für eine wissenschaftliche Ausarbeitung, sondern für einen Erzählung, einen autobiographischen Bericht. Lusseyran, 1924 in Paris geboren, erblindet auf Grund Unfalls im Alter von acht Jahren. Dort beginnt seine Erzählung und endet 13 Jahre später mit seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald. Nach dem Krieg wanderte Lusseyran in die Vereinigten Staaten aus, um dort einen Lehrstuhl über französische Literatur anzunehmen. Nach seiner ersten Erzählung schrieb er einen weiteren autobiographischen Bericht: „Das Leben beginnt heute“. 1975 kommt Lusseyran bei einem Verkehrsunfall ums Leben Lusseyran spricht von „einer Schuld“ die er abzulegen hätte. Der Schuldigkeit, der Welt seinen Bericht, den Bericht über die Resistance und der Gefangenschaft nicht vorzuenthalten. Es ist zwar seine ganz persönliche Geschichte die er erzählt, aber sie berichtet zugleich über eines der bedeutensten und niederträchtigsten Ereignisse überhaupt. Zunächst beschreibt Lusseyran die Gründung einer jungen Widerstandsgruppe unter der Nazibesatzung, die zu einem wichtigen Teil der Resistance heranwächst. Soweit hat der Bericht noch den Hauch eines Abenteuerromans. Spannend reiht Lusseyran die Ereignisse aneinander. Die Grausamkeit der Besatzer droht im Hintergrund, kommt aber nicht zur Sprache. Erst als die Köpfe der Widerstandsgruppe von der SS verhaftet werden, endet das Abenteuer und die düstere Realität erhält Einzug. Selten war ein Überlebender eines Konzentrationslagers nach solch grausamen Erlebnissen in der Lage, seine Erlebnisse mitzuteilen, sie sogar für die Öffentlichkeit niederzuschreiben. Lusseyran bildet die Ausnahme, die deshalb so wertvoll ist. Dabei tritt die eigentliche Story in den Hintergrund. Die Story, die erzählt wie ein blinder Junge seinen Schicksalsschlag überwindet, sein „Licht“ wiederfindet und mehr sieht als die meisten Menschen mit gesunden Augen. Es ist eine interessante Geschichte, eine interessante andere Welt, die Lusseyrans dem Leser vermittelt. Aber wichtiger noch ist das Zeugnis Lusseyran hinterlassen hat. Ein Zeugnis, welches Nachdenklich macht und stark betrübt, auch diejenigen, die keine Schuld auf sich geladen haben. Solch einem Zeugnis sollte sich jeder von Zeit zu Zeit einmal stellen, nicht um sich schuldig zu fühlen oder Hass zu empfinden. Es sollte uns für Gegenwart und Zukunft sensibilisieren, unsere Sinne schärfen und aufmerksam machen. Denn eins lehrt uns vor allem auch Lusseyrans Bericht, dass zwar die Saat vernichtet wurde, der Boden aber durch viele weitere Keime durchsetzt ist. Und dies gilt bei Leibe nicht nur für den Mutterboden der einen Nation. Auszüge aus Lusseyran: „Das wiedergefundene Licht“: Als die Deutschen Sender über den Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich berichten und ihr „Deutschland über alles“ in den Äther grölen, fühlte sich Lusseyran zum ersten Mal angewidert von der Deutschen Sprache, die ihm durch deutsche Schriftsteller, ähnlich wie Marcel Reich-Ranicki, eigentlich sehr nahe ist. Seite 88: „Das Deutsche, diese Sprache, die ich liebe, jetzt ist sie so entstellt, daß ich ihre Wörter nicht mehr erkenne. Die Vorstellung meiner dreizehn Jahre würde gern dem Anprall standhalten, aber mit einem Schlag das – das ist zuviel für sie. Die Geschichte fällt über mich her. Sie trägt das Gesicht von Mördern.“ Lusseyran hat eine Schwäche für Helden, aber nur für diejenigen, die sich selber eher als Diener, denn als Helden sehn. Seiete 144: „Wehe dem, der nur sich selbst bewundert und achtet! Seine Seele ist verkrüppelt.“ Lusseyran nimmt für seinen Bericht nicht in Anspruch, diese „eine Wahrheit“ zu erzählen. Seite 212: „David Rousset hat zwei Bücher über Buchenwald geschrieben. Eugen Kogon, ein deutscher Gegner des Nationalsozialismus, hat ein Buch geschrieben. Diese Bücher kommen der Wirklichkeit sehr nahe, wie ich bezeugen kann. Und doch kann ich nicht sagen, sie seien „wahr“. Es gibt keine Wahrheit über das Unmenschliche.“

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