Jardine Libaire

 4 Sterne bei 88 Bewertungen

Lebenslauf von Jardine Libaire

Ausgezeichnete US-Amerikanerin erobert den deutschen Büchermarkt: Die 1973 geborene US-amerikanische Autorin hat die University of Michigan erfolgreich mit einem Abschluss in Kreativem Schreiben und dem Hopwood Award verlassen und anschließend Kurzgeschichten beispielsweise im New York Magazine und in der Los Angeles Review of Books veröffentlicht. Ihren Debütroman „Here Kitty Kitty“ veröffentlichte die Empfängerin zahlreicher Stipendien im Jahr 2004. Erstmals auf Deutsch erschien die gebürtige New Yorkerin 2018 mit ihrem Roman „Uns gehört die Nacht“ (Original: „White Fur“, 2017). Protagonistin Elise Perez, halb Puerto-Ricanerin und ohne Schulabschluss, lernt in New Haven den Yale-Studenten Jamey Hyde kennen, Erbe einer reichen Investmentbank-Dynastie. Aus einer leidenschaftlichen Affäre entwickeln sich tiefe Gefühle. Wie weit sind die beiden aus verschiedenen Welten stammenden Menschen bereit, für ihre Liebe zu kämpfen? Jardine Libaire lebt in Austin, Texas und engagiert sich für das Hilfsprogramm „Truth Be Told“, das sich an Frauen im Gefängnis widmet.

Alle Bücher von Jardine Libaire

Uns gehört die Nacht

Uns gehört die Nacht

 (88)
Erschienen am 25.07.2018
White Fur

White Fur

 (0)
Erschienen am 30.05.2017

Neue Rezensionen zu Jardine Libaire

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M

Rezension zu "Uns gehört die Nacht" von Jardine Libaire

Mitreißendes nicht-schnulziges Debut
marvellous_booksvor 2 Monaten

Wenn sich eine bitterarme halb-Puerto-Ricanerin in den Erbe einer der reichsten und einflussreichsten Familien Amerikas verliebt, kann das dann gut gehen?

Kann aus gutem Sex und Leidenschaft Liebe werden? Und, noch viel wichtiger: Kann so eine Liebe dann im Alltag bestehen?

Als sich Jamey auf eine Affäre mit Elise einlässt, schämt er sich für sie und nimmt sie nicht ernst. Doch nach und nach entwickeln sich Gefühle, und Elisa zeigt Jamey auf, wie leer und unecht sein luxuriöses Leben im elitären Yale eigentlich ist. Das entgeht seiner Familie natürlich nicht, die alles versucht, sich zwischen die beiden Liebenden zu drängen. Wird sie es schaffen, diese unwahrscheinliche Liebe zu zerstören?

 

Mit einigen überraschenden Wendungen hat Jardine Libaire einen prickelnden, ausdrucksstarken, intensiven Roman geschrieben, der kein klassischer Liebesroman ist, sondern erfrischend anders, düster, authentischer, literarischer. Anfangs war ich skeptisch, da ich keine Lust auf Kitsch hatte, sich der Plot aber danach anhörte. Alle, die das denken: Bitte kaufen! Ein wirklich außergewöhnliches Debüt. ♡

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L

Rezension zu "Uns gehört die Nacht" von Jardine Libaire

Verkorkste Liebesgeschichte mit schöner Moral
lena-literaturevor 2 Monaten

Elise Perez hat ein neues Zuhause in New Haven, in der Wohnung von Robbie, welcher Flugzeugtechnik studiert und nebenbei kellnert, gefunden, nachdem sie endlich dem Sozialwohnungskomplex in der South Bronx entfliehen konnte.
Elise ist Anfang zwanzig, halb Amerikanerin, halb Puerto-Ricanerin. Sie beginnt, in einer Zoohandlung zu arbeiten und lernt nach drei Monaten ihre Nachbarn Jamey und Matt kennen. Jamey stammt aus einer angesehenen reichen Investmentbankerfamilie, während Elisa ohne Vater und ohne Schulabschluss aufgewachsen ist.
Als Jamey Elise zu einem Abendessen einlädt, lässt diese sich von ihm verführen. James Familie ist von diesem nicht standesgemäßen Umgang nicht begeistert, doch er hört nicht auf diese Meinung. Stattdessen will er sogar sein Studium an der Yale-Universität abbrechen und auf sein Erbe verzichten, nur um mit Elisa zusammenzuziehen. Jedoch wird das junge Glück bedroht und die Liebesgeschichte scheint nicht gut auszugehen.

Jardine Libaire greift die Idee des Klassikers „Romeo und Julia“ von William Shakespeare auf und ihr gelingt es ganz wunderbar, den Leser in die Welt der zwei unterschiedlichen Charaktere Elise und James einzuführen. Mit ihrem provokanten und intensiven Schreibstil schafft sie ein Werk, welches die Liebesgeschichte zweier Teenager darstellt, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden haben. Gemeinsam wollen sie dieser Frage nachgehen, doch sie stoßen auf Widerwillen, Missgunst und Verachtung.
Libaire erfindet zwei starke Protagonisten, die auf ihre Weise sehr speziell sind.
Elise scheint dem Leser anfangs wenig sympathisch. Sie wird als Mädchen dargestellt, welches sich nach Aufmerksamkeit seht und alles dafür tun würde. Jedoch wird ihr Verhalten im Laufe der Geschichte verständlicher, da dem Leser ihre Umstände und ihr Inneres nähergelegt werden.
Jamey wirkt ebenfalls unsympathisch, vor allem seine Gedanken über Elise bewirken Abstoßung im Leser. Aber auch er entwickelt sich weiter und überdenkt seine Lebensweise.
Gemeinsam versuchen die zwei Charaktere ihren Weg zu gehen, der vor allem durch die Eltern von Jamey erschwert wird.
Anfangs war der Schreibstil für mich gewöhnungsbedürftig, jedoch habe ich schnell in die Geschichte gefunden. Das Verwenden einer sehr vulgären Sprache unterstützt die Darstellung des Milieus der Jugendlichen. Sehr gut hat mir die Moral der Geschichte gefallen und der Aufstand gegen die Normen der Gesellschaft durch die Protagonisten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieser Roman wirklich gut gefallen hat. Auch wenn es kein Buch für zwischendurch ist, da es doch sehr zum Nachdenken und Reflektieren der Gefühle anregt, würde ich dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen!

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Rezension zu "Uns gehört die Nacht" von Jardine Libaire

Eine ungewöhnliche LIebesgeschichte
-Leselust-vor 2 Monaten

Kurzmeinung:
Uns gehört die Nacht von Jardine Libaire ist ein Buch, das mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits haben mich die Charaktere und die Geschichte sehr fasziniert und in ihren Bann gezogen. Eine Liebesgeschichte ohne Klischees, ganz anders, als man es bei der Prämisse erwarten würde. Allerdings hat das Buch im Mittelteil deutlich nachgelassen und es gab einiges, was mich gestört hat.


Meine Meinung:
Puh, dieses Buch lässt mich wirklich zwiegespalten zurück.
Am Anfang war ich absolut begeistert. Das Buch beginnt gleich absolut rasant und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Wie im Rausch musste ich einfach immer weiter und weiter lesen. Der außergewöhnliche Schreibstil mit seinen vielen Beschreibungen hat mich fasziniert. Die Charaktere waren so ungewöhnlich, so anders, dass ich sie nicht in Schubladen stecken konnte und unglaublich neugierig war, was hinter ihrer Fassade steckt, wie sie sich weiterentwickeln. Die Handlung war für mich am Anfang absolut unvorhersehbar, ja manchmal fast schon verwirrend, so dass ich unbedingt weiterlesen musste, um zu erfahren, wie es weitergeht. Die erste Zeit hatte ich beim Lesen so das Gefühl, dass ich die Figuren und auch die Geschichte nicht ganz zu fassen bekommen habe, nicht greifen konnte. Aber genau das hat für mich auch einen Teil der Faszination ausgemacht. Alles war so unvorhersehbar: Die Handlung, die Charaktere, selbst die Sprache. Dieses Buch war einfach so ganz anders als alles, was ich seit langer Zeit gelesen hatte.
Für mich war es sehr spannend, diese zwei Liebenden aus den völlig verschiedenen Welten zu beobachten und zu verfolgen. Was alles zwischen sie kommen konnte. Und was die beiden, trotz all der Leidenschaft und Liebe füreinander, trennt.
Libaire hat es geschafft eine Liebesgeschichte zu erzählen, ohne auch nur im Ansatz in die typischen "Love Story Klischees" zu verfallen.


"Manchmal muss es uns das Leben so richtig zeigen, manchmal musst du es am eigenen Leib spüren, damit es echt ist." (Aus "Uns gehört die Nacht", S. 204)


Doch dann hat sich irgendwann so ein Trott eingeschlichen. Die Handlung hat sich irgendwie immer um das selbe gedreht, nur an anderen Schauplätzen. So hat sich dann bei mir ein Gefühl von "auf der Stelle treten" eingestellt –es ging einfach nicht voran mit der Handlung.
Auch der außergewöhnliche Schreibstil, der mich am Anfang so begeistert hat, hat dann irgendwann angefangen, mich zu nerven, denn das Stilmittel der Beschreibung von selbst kleinsten Alltagsdingen wurde mich irgendwann zu viel, zu ausufernd. Statt für eine besonderen Atmosphäre sorgte das zunehmend eher für Längen im Text.

Auch die vielen, sehr detailliert beschriebenen Sexszenen haben mir nicht so gut gefallen. Für mich hatte das mit zunehmender Häufigkeit und Detailliertet weniger etwas Erotisches, sondern eher Voyeuristisches. Und die teils vulgäre Sprache hat den Eindruck bei mir noch verstärkt.

Doch trotzdem waren da zwischendurch immer wieder wundervolle Sätze, die mich beim Lesen haben innehalten lassen. Sätze voller Tiefe und Bedeutung.
Und trotz der Längen habe ich das Buch gern zu Ende gelesen, weil ich einfach wissen musste, wie es mit Elise und Jamey weitergeht. Die beiden Figuren haben mich fasziniert und mich in ihren Bann gezogen. Und es ist schon eine große Kunst der Autorin, so ein abgedroschenes Thema –reicher Junge trifft armes Mädchen und sie verlieben sich gegen den Willen seiner Familie– auf eine so neue und aufregende Art darzustellen. Schon alleine deswegen lohnt es sich, dieses Buch zu lesen.


"Keiner von beiden hatte einen verdammten Schimmer, was sie mit dem Leben machen sollten, außer leben." (Aus "Uns gehört die Nacht", S.12)


Fazit:
Uns gehört die Nacht von Jardine Libaire hat einige Schwächen und hätte von mir aus gern 100 Seiten weniger haben können. Doch ich möchte es trotzdem empfehlen, weil es eine uralte Plotidee auf so außergewöhnliche und neue Art darstellt und mich –trotz aller Kritikpunkte– zu fesseln wusste.

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