Jared Diamond Arm und Reich

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Inhaltsangabe zu „Arm und Reich“ von Jared Diamond

In seinem bahnbrechenden Buch weist der amerikanische Biologe Jared Diamond nach, daß nicht konstitutionelle Unterschiede der Menschen, sondern die klimatischen und geographischen Besonderheiten der verschiedenen Erdteile die Ursache für die Verteilung von Armut und Reichtum sind. Er widerlegt damit stichhaltig alle Theorien, denen die Frage nach Rasse zugrundeliegt.

Eine erfrischend andere Herangehensweise an und Thesenbildung über die Entwicklungsgeschichte der Kulturen.

— bibliophilist1985

Diamond setzt mit seinem Buch ein Zeichen gegen rassistische Erklärungen für die Unterschiede zwischen den Völkern. Außergewöhnlich gut!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Arm und Reich" von Jared Diamond

    Arm und Reich

    bibliophilist1985

    02. October 2014 um 22:13

    Revolutionäre Theorien sind es, die sich dem Leser auftun und die mit alten, rassistischen Konzepten über die Entstehung von Hochkulturen und Staaten den Boden aufwischen. Anhand unabstreitbarer geografischer und biologischer Fakten ermöglicht der Autor eine Sichtweise, die sich nur den kreativsten Köpfen ohne derartige Darstellung eröffnet hätte. Aufgrund des Umfangs und der teilweisen Länge des Werks würde ich angehenden Sachbuchfetischisten empfehlen, den Blick für die teilweise autobiografisch gefärbten Einschübe und trockenen statistischen, beziehungsweise sehr fachbezogenen Ausführungen zu schärfen, um diese bei Zeitmangel oder Unlust überlesen und die Filetstücke dafür noch umso besser genießen zu können. Es darf selbstverständlich auch das gesamte Menü genossen werden, nur die Längen werden meinem gutgemeinten Rat wohl das eine oder andere Mal Recht geben und gerade bei so hervorragender Literatur wie der vorliegenden wäre es eine Schande, wenn das Leseerlebnis dadurch geschmälert oder im schlimmsten Fall gar vorzeitig beendet wird. Neben der eigentlichen Flora und Fauna der verschiedenen beschriebenen Weltgegenden bildet als primäre geologische Schicksalsinstanz die West-Ost- beziehungsweise Nord- Südachse den entscheidenden Faktor über Aufstieg und Fall der Völker. Das Glück oder Pech mit gut domestizierbaren Tieren oder aufgrund großer Halsstarrigkeit zur Viehzucht absolut ungeeigneten Vertretern der Herbivoren beziehungsweise ertragreichen, widerstandsfähigen oder wenig abwerfenden, empfindlichen Pflanzen spielt eine weitere wichtige Rolle. Betrachtet man sich die Kontinente, so ergibt sich einzig in Eurasien eine auf etwa den gleichen Breitengraden und ähnlichen Klimazonen gelegene West-Ostachse, die den Austausch von Pfanzen und Tieren über Handelsrouten wesentlich erleichtert, da diese in ähnlichen Umgebungen wesentlich bessere Überlebensbedingungen vorfinden, als wenn man sie über eine Nord- Südachse von Norwegen nach Südafrika oder von Chile nach Kanada transportieren würde. Dadurch wurde der Übergang zu Ackerbau und Viehzucht sowie die damit einhergehende Möglichkeit, durch Überschuss an Nahrung Spezialisten wie Handwerker, Krieger und Wissenschaftler zu ernähren und auf den Zug zum Großstaat aufzuspringen, wesentlich erleichtert. Als wäre das nicht genug der vorgegebenen Ungerechtigkeit, befinden sich auch noch die meisten der ertragreichsten Saatpflanzen und Nutztiere im eurasischen Raum, während selbige auf anderen Kontinenten rar gesät sind. In Lateinamerika sowie Afrika sind sowohl gut für den Hausgebrauch geeignete Großsäuger als auch ertragreiche Pflanzensorten relativ selten. Und selbst wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ein Austausch über die verschiedenen Klimazonen hinweg kaum funktionieren können. So sind in Afrika sowohl extrem aride Gebiete als auch tropische Dschungel oder schlichte Savanne für keinen Tiertransport zu empfehlende Besichtigungspunkte und auch den Zimmerpflanzen dürfte es übel bekommen. In Lateinamerika verhält es sich ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem. Dass sich das militärisch einst unersetzliche Pferd auch noch just der südlichen Hemisphäre entsagen musste war ein weiterer wesentlicher Nachteil. Wie der Autor so treffend anführt, hätte nur ein gutmütigeres Wesen von Bisons oder Nashörnern vonnöten sein müssen, um den Lauf der gesamten Weltgeschichte zu verändern. Wenn Hunnenheere und Mongolen auf, im Vergleich zu den potentiellen und wesentlich robusteren Reittieren des Südens, schlichten Pferden Weltreiche errichten konnten, wäre das kriegerische Potential von bis zu fast einer Tonne schweren Bisons und bis zu über drei Tonnen schweren Nashörnern noch wesentlich durchschlagender gewesen. Man stelle sich diese Tiere zu Tausenden und im Stil eines Paladinpferds gepanzert mit Pfeilhagel schwirren lassenden Reitern vor. Es erschließen sich anhand der minutiösen Schilderungen verschiedener Sachverhalte noch diverse Ideen für Uchronien, die schöner nicht sein könnten, da sie im Gegensatz zu weit hergeholten, unwahrscheinlichen Vermutungen und Lehrmeinungen auf nachweisbaren Grundlagen beruhen. Dem Autor gebührt, nicht nur aufgrund seines beeindruckenden bisherigen Werks, zu Recht der Ruf eines Wissenschaftsautors der Spitzenklasse, sondern auch und gerade für die Serie an Hammerschlägen, die er auf die, als fleischgewordene Anachronismen längst durch einen Paradigmenwechsel in das intellektuelle Nirwana zu schickenden, Vertreter seiner Zunft niederprasseln lässt, die seinen Denkansetzen wenig entgegenzusetzen haben. Außer irgendjemand aus dem Universitätsbetrieb entblödet sich wirklich noch, etwas von kultureller Überlegenheit oder anderer rassistischer, verbaler Diarrhöe zu halluzinieren.

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  • Leserunde zu "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noah Harari

    Eine kurze Geschichte der Menschheit

    DVA_Verlag

    Krone der Schöpfung? Vor 100 000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier und die Rolle, die er im Ökosystem spielte, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ … Leseprobe Was ist das Erfolgsgeheimnis des Homo Sapiens? Wie gelang es uns, so schnell so unterschiedliche und so weit auseinander liegende Lebensräume zu besiedeln? Wie haben wir es geschafft, alle anderen Menschenarten zu verdrängen? Yuval Harari erzählt in seinem Buch die Geschichte der Menschheit – anschaulich, unterhaltsam und so spannend, das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will! Yuval Harari ist Professor für Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem. Er hat sich auf Universalgeschichte spezialisiert und veröffentlicht eine regelmäßige Kolumne in »Haaretz«. Sein Buch »Eine kurze Geschichte der Menschheit« wurde bei seinem Erscheinen in Israel 2011 ein Nr. 1-Bestseller. Im November 2012 wurde Harari mit 25 weiteren Nachwuchswissenschaftlern in die neugegründete »Junge israelische Akademie der Wissenschaften« gewählt. Unter allen Bewerbern vergeben wir 20 Testleseexemplare dieses Buches. Hier könnt ihr könnt euch dafür bis einschließlich 1. Oktober 2013 bewerben - sagt uns einfach in einem Beitrag, warum ihr mitlesen möchtet Vielleicht habt Ihr auch schon eine Ahnung, was das Erfolgsgeheimnis des Menschen sein könnte? Gerade als leidenschaftliche Leserin kommt man möglicherweise ganz leicht drauf …  

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    • 301

    melvil

    24. October 2013 um 17:55
    Beitrag einblenden
    Code-between-lines schreibt Was ich mich gefragt habe ist, inwiefern vom Menschen eingeschleppte Krankheitserreger, wie Viren, Bakterien etc., die eventuell neu für die Tierarten in den neu besiedelten Gebieten waren, zum ...

    Also es gibt so eine ähnliche Theorie bezogen auf die Ausrottung der Inka, Maya und Atzteken durch die Europäer. Das Menschen Tiere durch ansteckende Krankheiten ausrotten können, war mir so ...

  • Rezension zu "Arm und Reich" von Jared Diamond

    Arm und Reich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. January 2013 um 08:28

    Die Wurzeln der Ungleichheit Jared Diamond gehört zweifellos zu den großen Geistern des 21. Jahrhunderts. Nach seinem Studium wurde er zuerst Professor für Physiologie, vernachlässigte allerdings nicht sein großes Hobby, die Ornithologie. So reiste er in seinem Urlaub oft für Monate nach Neuguinea und untersuchte dort die Evolution der Vögel. Ein Namen machte sich Diamond allerdings weniger als Physiologe oder Ornithologe, sondern vielmehr als Evolutionsbiologe und Anthropologe. Bekanntheit erlangte er mit seinen mittlerweile zahlreichen populärwissenschaftlichen Werken, die alle auf den Erfahrungen seiner Expedition beruhen und unheimlich interdisziplinär angelegt sind. Mit Arm und Reich schreibt er gegen Ende des 20. Jahrhunderts seinen ersten Bestseller, welcher mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde. Dass sich die Völker auf der Welt unterscheiden, ist kaum einer Erklärung wert: auf der einen Seite stehen die reichen Völker Europas, Asiens und Nordamerikas, die nicht nur die restlichen Völker dominieren, sondern auch durch ihre schier unendlicher Gier immer reicher werden und dabei keine Rücksicht nehmen, und auf der anderen Seite stehen die völlig verarmten Völker, die jeden Tag aufs Neue leben und hoffen, dass sich am Abend nicht tot sind. Ja, die Ungleichheit ist auf dem ersten Blick erkennbar. Aber worauf fußt diese Ungleichheit? In der Geschichtswissenschaft werden biologische Erklärungen für diese Unterschiede herangezogen: viele Geschichtswissenschaftler vertreten die Ansicht, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Völkern auf der biologischen Ausstattung der Menschen beruht. Letzten Endes geht es also wieder um die Rasse. Man könnte spitzfindig sein und formulieren (im Geiste dieser Geschichtswissenschaftler): die Europäer sind eben so reich und mächtig, weil sie weiß sind. Die Auswirkungen solcher rassistischen Erklärungen für die wesentlichen Unterschiede der menschlichen Völker wurden im letzten Jahrhundert mehr als deutlich. Nicht nur in NS-Deutschland fanden rassistische Erklärungen Eingang in die Politik und in das Alltagsleben, sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo Schwarze unterdrückt und missachtet wurden. Aber liegen die Wurzeln der Ungleichheit wirklich in den biologischen Ausstattungen der verschiedenen Völker? Nein, das tun sie in keinem Fall, wie Jared Diamond brilliant aufzeigt. Diamond nimmt die Leser mit auf eine Tour d'Ho­ri­zon durch die Menschheitsgeschichte, beginnend nach der letzten Eiszeit vor 11.000 Jahren, als die ersten Menschen sesshaft wurden und Ackerbau und Viehzucht betrieben. Wie Diamond zeigt, liegen nämlich genau hier die Wurzeln der Ungleichheit: während die eurasischen Völker, das heißt die Völker Europas und Asiens, sesshaft wurden, lebten die Völker der restlichen Kontinente noch als Nomaden. Und durch Ackerbau und Viehzucht konnten sich die eurasischen Völker einen Vorsprung ausbauen. Möglich war dies allerdings nur durch die damals vorherrschenden ökologischen Rahmenbedingungen, in denen Diamond die Wurzeln der Ungleichheit ausmacht. Nur aufgrund des Klimas und den natürlichen Ressourcen auf dem eurasischen Kontinent, war diese Entwicklung vor circa 11.000 Jahren möglich. Die Völker auf dem eurasischen Kontinent hatten also nur Glück und waren nicht intelligenter oder dergleichen. Diesen Ansatz, der in der Wissenschaft als geografischer Determinismus bezeichnet wird, ist jedoch nicht neu. Auch damals, als Diamond dieses Buch publizierte, war er nicht neu. Das Licht, in dem er ihn verwendete, war allerdings völlig neu: eine nicht-rassistische Erklärung für die wesentlichen Merkmale der menschlichen Geschichte. Und eben dies macht das Buch aus! Ja, Diamond gehört zu den großen Geistern des 21. Jahrhunderts, aber nicht nur, weil er intelligent ist, sondern vor allem für seinen Einsatz gegen rassistische Erklärungsansätze in der Wissenschaft. In stilvoller Ausdrucksweise zeigt er auf, dass Rassismus in der Wissenschaft nichts zu suchen hat und Ungleichheit nicht aus der unterschiedlichen Ausstattung der Menschen gefolgt ist. Ein Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann.

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  • Rezension zu "Arm und Reich" von Jared Diamond

    Arm und Reich

    Nofretete

    24. July 2008 um 18:53

    Tja, da sieht mann mal wieder das wir auf dem Buckel der Ärmsten unseren Wohlstand leben können.

  • Rezension zu "Arm und Reich" von Jared Diamond

    Arm und Reich

    chiara

    16. February 2008 um 15:52

    Jared Diamond hat ein verständliches Sachbuch geschrieben, das sich mit der Entwicklung der Menschheit auf den verschiedenen Kontinenten befasst. Der Autor vergleicht die unterschiedlichen geographischen und kulturellen Bedingungen in den einzelnen Regionen miteinander, was dem Leser ein umfassendes und verständliches Bild der menschlichen Entwicklung vermittelt. Ich fand das Buch sehr lehrreich, da ich mir bisher noch keine Gedanken darüber gemacht hatte, warum sich die Menschen beispielsweise in Europa anders entwickelt haben als in Afrika.

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  • Rezension zu "Arm und Reich" von Jared Diamond

    Arm und Reich

    babette

    25. September 2007 um 13:47

    Eine Menge Fakten, die aber verblüffend einfach nachvollziehbar machen, was der Autor als These vorlegt. Vor allem ist das Buch ein Beleg, dass kein Rückgriff auf Theorien der "angeborenen Unterschiede" nötig ist. Eine eindeutige Absage an Überlegenheitstheorien.

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