Jared Diamond Kollaps

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Inhaltsangabe zu „Kollaps“ von Jared Diamond

Der Weltbestseller nun als erweiterte Neuausgabe! Die überwucherten Tempelruinen von Angkor Wat, die zerfallenden Pyramiden der Maya in Yucatan und die rätselhaften Moai-Statuen der Osterinsel – sie alle sind stille Zeugen von einstmals blühenden Kulturen, die irgendwann verschwanden. Doch was waren die Ursachen dafür? Jared Diamond zeichnet in seiner erweiterten, faszinierenden wie hochaktuellen Studie die Muster nach, die dem Untergang von Gesellschaften (oder ihrem Überleben) zugrunde liegen, und zeigt, was wir für unsere Zukunft daraus lernen können.

Erschreckend, wie oft sich das Muster von Ausbeutung der Natur und Untergang von Kulturen wiederholt hat.

— bibliophilist1985

Lesenswertes Sachbuch über den Untergang der Hochkulturen.

— Gulan

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  • Rezension zu "Kollaps" von Jared Diamond

    Kollaps

    bibliophilist1985

    05. October 2014 um 21:30

    Die passende Ergänzung zu Diamonds Werk„Arm und Reich“ liefert eine Fülle an vergangenen und aktuellen Szenarien verschiedener Umweltbedingungen und dem Meistern beziehungsweise kläglichen Scheitern der Völker beim Versuch zu bestehen. Speziell anhand isolierter Gesellschaften, bei denen der soziokulturelle Aspekt durch das Ausbleiben von Invasoren oder fremden Störfaktoren wesentlich stärker in den Fordergrund tritt, werden die Abläufe, die zur Bildung heutiger Ruinen oder prosperierender Städte führen, beschrieben. Als klassisches positives Beispiel kann Island genannt werden, dass der Trostlosigkeit der Klimazone und der Unfruchtbarkeit der kargen Bögen mit engem Gemeinschaftsgefühl und intelligenter Landwirtschaft ein Schnippchen schlagen und bestehen konnte. Andere isolierte Inselstaaten wie die Osterinseln und andere Geistereilande hingegen wurden vom Sog gesellschaftlicher Ausartung erfasst und durch sinnbefreite, prestige- oder religionsgetriebene Bauprojekte, Bürgerkriege, Ausbeutung der Natur bis zum Zusammenbruch des Ökosystems oder ein bisschen von allem in den Untergang getrieben. Häufig gab es auf den gescheiterten Inselstaaten eine alte Tradition bewährter Überlebensstrategien, deren Praxis aber im Zuge des Wahns meist vergessen oder ignoriert wurde, was im Zusammenbruch des Gesellschaftssystems mündete. Wie sich die Thesen des Autors auf die Entwicklungsgeschichte größerer, kontinentaler Nationen anwenden lassen könnten, wäre hochinteressant, würde aufgrund der zusätzlichen Komplexität aber vermutlich den erlesbaren Rahmen sprengen, weswegen Diamond darauf verzichtete. Die berücksichtigten Faktoren wie Klimaveränderungen, feindliche Nachbarn, Umweltzerstörung, Bruch eines Bündnisses oder Verlust von Unterstützung durch befreundete Nachbarn und als entscheidender Faktor die Reaktion von Bevölkerung und Herrscherkaste, bergen bereits ein großes Komplexitätspotential, weswegen durch eine Einführung zusätzlicher Faktoren wie im Fall des römischen Reiches oder anderer ausgesparter, gescheiterter Großreiche nicht mehr mit wissenschaftlicher Seriosität geschlussfolgert werden könnte. Bemerkenswert ist, dass das Schema der langsamen Degenerierung über schleichenden Abbau von kulturellen sowie natürlich gegebenen Ressourcen sowohl verhältnismäßig primitive, fast noch steinzeitliche Gesellschaften genauso unerwartet treffen kann wie hochentwickelte und militärisch fast unbesiegbare Großreiche. Den Kassandrarufern der damaligen Zeit zum Trotz wurden Fanatismus und Größenwahn zum Leitmotiv und im Nachhinein ersichtlich unsinnige und selbstzerstörerische Mechanismen sickerten in die Politik ein, bis diese als normal akzeptiert und Kritik bis zum Untergang negiert wurde. An diesem Punkt bietet es sich an den Bogen zur Gegenwart zu spannen und das klassische Wiederholen der Geschichte anhand verschiedener Beispiele zu illustrieren. So werden auch nach Dutzenden plastischer und anschaulicher Lernbeispiele aus der Geschichte davon, was man als Staat tunlichst vermeiden sollte, heute die gleichen, eigentlich klar erkennbaren Fehler begangen. Sei es fahrlässige, irreversible Umweltzerstörung, politische Destabilisierung bis zum Zerbrechen des Staatsgebildes samt Genozid und Zerstörung der kärglichen Infrastruktur über Rückfall in archaische Regierungsformen und Gottesstaaten gibt es eine breite Palette von Mustern, deren Verwendung der Menschheit derart erstrebenswert zu sein scheint, dass immer erneute Versuche nicht mehr als Beharrlichkeit ausgelegt werden können. Sondern schlichtweg nur mehr als Ignoranz und Inkompetenz von Führungseliten, denen ein kurzes Überlesen eines beliebigen Geschichtsatlasses mannigfache Beispiele für die Sinnlosigkeit ihres momentanen Handelns geben könnte. Die große und bange Frage nach Abschluss der Lektüre bleibt die, ob wir wohl nicht schon ein klein wenig zu lange auf einen Zug aufgesprungen sind, der nicht nur, wie im Buch beschrieben einzelne Inseln, Landstriche oder Staaten, sondern den gesamten Planeten und die darauf befindliche Zivilisation, also uns, auf direkten Weg in den Abgrund steuert.  

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  • Rezension zu "Kollaps" von Jared Diamond

    Kollaps

    Manfred_SH

    15. July 2011 um 17:57

    Ein lohnenswertes Buch. Warum verschwanden die Maya? Was geschah auf den Osterinseln? Wo sind die Anasazi? Was geschah auf Grönland mit den Wikingern? Kulturen / Hochkulturen, von denen heute nichts mehr übrig ist? Woran hat's gelegen? War es immer ein Klimawandel? Oder was wie "Überweidung" in der Tierwelt? Jared Diamond geht diesen Fragen leichtverständlich nach und fragt auch UNS selbst, wohin die Reise führt. Auch wenn das Buch von 2006 ist, ist es heute noch aktuell.

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  • Rezension zu "Kollaps" von Jared Diamond

    Kollaps

    Jenni

    27. September 2008 um 11:51

    Warum scheitern menschliche Zivilisationen immer wieder in der Geschichte. Können wir auch scheitern? Und wenn ja warum?
    Ein lesenswertes Buch.

  • Rezension zu "Kollaps" von Jared Diamond

    Kollaps

    Liisa

    07. May 2007 um 19:58

    In seinem neuesten Buch »Kollaps« geht der Geograf und Evolutionsbiologe Jared Diamond der Frage nach, warum Gesellschaften überleben oder untergehen. Dies tut er, indem er verschiedene Gesellschaften, die bereits untergegangen sind oder davon bedroht sein könnten von den Osterinseln bis ins moderne China kapitelweise behandelt. Er führt den Untergang von Gesellschaften auf vier Ursachen zurück: Umweltschäden (bewusst oder unbewusst herbeigeführt), Klimaveränderungen (natürliche oder von Menschen verursacht), die Freundlichkeit oder Feindlichkeit von Nachbarn und Handelspartnern und als letztes die Fähigkeit der entsprechenden Gesellschaft auf Warnzeichen und veränderte Bedingungen rechtzeitig und effektiv reagieren zu können. Soweit so gut und durchaus interessant zu lesen. Allerdings muss ich sagen, mir hätten weniger konkrete Beispiele durchaus gereicht, um seine Thesen zu verstehen und nachvollziehen zu können, so setzten bei mir doch streckenweise leichte Ermüdungserscheinungen beim Lesen ein. Im vierten und letzten Teil des Buches kommt Jarred Diamond auf die praktischen Lehren zu sprechen, die natürlich sehr interessant sind. Alles in allem sicher eines der besten neueren Bücher, die man zu dieser Thematik im Moment lesen kann. Positiv fiel mir auf, dass Jared Diamond nicht der Versuchung nachgegeben hat, sich nun, was die heutige Situation in der Welt angeht, in Kassandra- und Weltuntergangsrufen zu ergehen. Ergänzt wird das Buch durch eine umfangreiche erklärte Bibliographie zu den einzelnen Kapiteln und einem Register.

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  • Rezension zu "Kollaps" von Jared Diamond

    Kollaps

    beate

    23. April 2007 um 18:34

    Der Titel schien mir sehr vielversprechend. Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt. So interessant die Schilderungen verschiedener Kulturen war, so unklar sind auch die Ableitungen, die sich für uns heute daraus ergeben. Zum Teil verliert der Autor sich in den Details, was es für den Leser etwas zäh macht. Trotzdem stecken viele interessante Infos drin, wenn man sich für den Vergleich von Kulturen interessiert, ohne gleich Experte zu sein.

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