Jarett Kobek Ich hasse dieses Internet.

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Inhaltsangabe zu „Ich hasse dieses Internet.“ von Jarett Kobek

Zeitgeist ist sein zweiter Name: Mit rasender Energie erzählt Jarett Kobek in seinem Roman, was das Internet mit uns macht. San Francisco: Eine Gruppe von Freunden kollidiert hart mit der digitalen Gegenwart. Adeline hat nach einer unbedachten Äußerung zu Beyoncé und Rihanna einen Shitstorm am Hals, und Ellen findet sich nackt im Netz. Die Kampfzone hat sich verschoben, und wir selbst haben die Munition geliefert: Warum geben wir unsere Daten her? Machen Apple und Google zu den mächtigsten Playern der Welt? Hier ist sie endlich: Eine »raue Tirade zu Politik und Kultur, ein Aufschrei zu Macht und Gewalt in unserer globalisierten Welt« (New York Times). Für alle, die Dave Eggers ›Circle‹ und Michel Houellebecqs ›Unterwerfung‹ geliebt haben – plus eine Prise Wahnsinn obendrauf.

Nach 50 Seiten aus der Hand gelegt, länger wollte ich mir das nicht antun.... Schade, es klang sehr viel versprechend.

— uliseubert2
uliseubert2

Leider nicht zu empfehlen. Gut gemeinte 2 Sterne. Der Hype um das Buch ist für mich nicht nachvollziehbar.

— MelE
MelE

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  • Ich hasse dieses Internet | Rezension

    Ich hasse dieses Internet.
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 14:32

    Nach den ersten fünfzig Seiten stehe ich dem Buch bereits kritisch gegenüber, bisher hat das Buch nämlich nichts mit dem Titel zu tun. Der Mix aus realen Figuren und der anscheinend fiktiven Protagonistin wirkt sehr verwirrend. Das Lesen ist abgehackt und ich komme bisher in keinen "Fluss", da das Buch auf mich fast schon wie eine Dokumentation (?) wirkt.Wiederholungen, die eigentlich lustig sein sollen, machen mich zunehmend aggressiv. Ich weiss nicht, wie oft Jarett Kobek auf einer Seite noch sagen möchte, wie viel oder wenig Eumelanin jemand in seiner Epidermis hat... Auf Seite 53 wird das Internet erstmals so richtig erwähnt. Ich verstehe nicht, wieso uns Lesern immer zu erklärt werden muss, warum was ist und warum es so ist, wie es ist. Beispielsweise wird erklärt, dass ein Ford / Gmail / YouTube ist. Diese Masche ist dermassen belehrend und wirkt auf mich als wolle man mich für dumm verkaufen. [kleine Anmerkung: dieses Gefühl blieb bis Ende Buch]S.102: Ich finde das Buch extrem verwirrend. So viele Menschen, wer ist wer? Was passiert überhaupt? Auf was will man heraus? Ich bin enttäuscht, ...oder einfach zu ungebildet, weil mir die meisten Namen einfach nichts sagen.Ich frage mich, ob ich auch solche Wörter erfinden kann, wie es auf Seite 119 getan wird: Teeheiss, der Moment, wenn man einen Tee trinkt und merkt, dass er einfach zu heiss ist.Vielleicht mache ich einen Fehler beim Lesen. Ich möchte mich nämlich hauptsächlich auf die Geschichte von Ellen konzentrieren und warte gespannt, wann die endlich weitergeht. Die Geschichte von Adeline, die Comic Zeichnerin ist, interessiert mich nämlich herzlich wenig.Zitat auf Seite 145, es geht um den ehemaligen US - Präsidenten George Bush und die Wahl Obamas:"Ein Wandel tritt nur ein, wenn das halbe Land verrückt genug ist, um zu vergessen, dass es an einem System des institutionalisierten Rassismus teilhat."Hoffen wir, dass nach Trump ähnlich gedacht wird! Bin ich eigentlich die Einzige, die Nichtnutzerin der Plattform Twitter ist?Dieses Buch ist übrigens absolut schön gestaltet und wäre sehr angenehm zu lesen, wenn der Schreibstil mir eher liegen würde. Es ist innendrin sehr schlicht angeordnet und gibt trotzdem viel her. Angenehme Länge der Kapitel, passt schön. S.216: Ich muss sagen, das ganze letzte Kapitel hat sich erstmals so an gefühlt, als sei es wie ein Roman gegliedert. Eine Geschichte wird erzählt, schön ausgeschmückt und ohne belehrend zu wirken.Auch nach über 200 Seiten finde ich noch, dass das Buch extrem wenig mit seinem Titel zu tun hat. Auf der Rückseite des Buches steht nicht wie gewohnt ein Klappentext, sondern mehrere Lobe. Die wirkliche Beschreibung des Buches ist auf den ersten zwei drei Seiten zu finden. Meiner Meinung ist der reisserische Titel reines "Clickbait". Das Internet spielt zwar eine zentrale Rolle, wird aber nicht speziell negativ herausgehoben. Diese Tweets auf Seite 267 sind echt kreativ! Kann mir jemand helfen und entziffern, was %&$#?@ bedeutet? Sollte wohl ein negativ angehauchtes Wort sein. [%= N]Auf Seite 311 wird auch endlich Ellen wieder erwähnt und ihre Geschichte weitererzählt. Den Rest hätte ich mir sparen können. Meiner Meinung nach hätte man den Fokus nicht auf die unsympathische Adeline legen sollen, sondern auf Ellen, die Nacktfotos von sich im Internet findet und deren Leben danach zerstört ist. Im Buch wird mehrmals gesagt, wie schlecht dieser Roman ist. Wie wahr!CAN GOOGLE SOLVE DEATH? Wow! So wie das Buch auf Seite 348 geschrieben ist, gefällt es mir. Nicht nur so ein bisschen, nein. Hier ist der Roman echt fantastisch! Reden, provokante Texte, keine belehrenden oder besserwisserischen Stellen. Einfach voller Kraft und Elan mit einer lauten Stimme gegen die heutige Gesellschaft und das Internet klagen! So geht es ja auch - ich bin beeindruckt von diesen letzten Seiten. Trotzdem kann ich nun abschliessend sagen, dass mir das Buch nicht sehr gefallen hat. Ich habe eindeutig mehr erwartet. Es wäre echt viel herauszuholen gewesen.http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/02/ich-hasse-dieses-internet.html

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  • Leider gar nicht mein Fall. ...

    Ich hasse dieses Internet.
    uliseubert2

    uliseubert2

    14. January 2017 um 23:15

    Ich hatte recht große Erwartungen und war ein wenig irritiert über den Schreibstil, aber ok, manchmal braucht es etwas,  bis man sich einliest. Definitiv nicht.  Es ist eine wirre Aneinanderreihung von Daten,  Zahlen, Fakten und Auflistung welcher Autor welches Buch  geschrieben hat. Es werden ständig Formulierungen wiederholt,  und das nicht nur einmal. Was mir komplett fehlte, war eine durchgängige Erzählung der Handlung! Beim Querblättern hab ich festgestellt,  dass das durchgängig so ist. ... Nach 50 Seiten habe ich das Buch zur Seite gelegt,  und mir eine andere Lektüre geholt. Schade.

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  • „Ver-rückt“ und andersartig, aber den Finger genau auf die Wunde legend

    Ich hasse dieses Internet.
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    08. December 2016 um 13:58

    „Ver-rückt“ und andersartig, aber den Finger genau auf die Wunde legend„Außerdem ist Jack Kirby die Hauptfigur dieses Buches, weil es kein guter Roman ist. Es ist ein wirklich verworrenes Buch mit einer Hauptfigur, die nie auftritt“.Sagt Kobek. Und irrt nur in einem nicht: dass es in seinem Sinne (da muss der Leser schon in Ruhe die Definition eines „guten Romans“ im Buch selbst lesen) kein „guter Roman“ ist.Zum Glück.Sondern eben ein aufrüttelnder, einer, der den Spiegel vorhält, nicht nur dem Internet sondern der ganzen westlichen Spaß- und „Konsumgesellschaft, die alles an Rechten ihrer privaten Existenz dem „Internet“ in Form konkreter Konzerne geradezu aufdrängt, damit diese (kostenfrei natürlich) die gleichen Daten mit bestem Gewinn weiter nutzen.Und das ist die Parallele zu Jack Kirby, wahrscheinlich eher Insidern bestens bekannt. Jener Graphic-Novel Autor, der das gesamte Marvel-Superhelden-Imperium geschaffen hat. Aber als „Auftragsarbeit“ natürlich, was heißt, dass er von den über 5 Milliarden Euro Gewinn, der auf den Figuren beruht, keinen Cent gesehen hat. Und außerdem bereits gestorben ist.Daher ist Kirby nur im Hintergrund die „Hauptfigur“ des Buches (da wäre eher die Mittvierzigerin und ehemaligen Comic-Zeichnerin Adeline an erster Stelle zu nennen), aber sehr wohl das Prinzip der „Ausbeutung“, das zu allen Zeiten vorherrschte und nun durch das Internet richtig Fahrt aufnimmt. Und dabei gilt: Wehe, wer sich nicht „Mainstream“ verhält (siehe die Definition von „guter Roman“, siehe das Erleben von Adeline, siehe wir alle jeden Tag).„1996 war (für San Franzisco) kein entscheidender Moment, weil Adeline eintraf. Das Besondere an 1996 war, dass in diesem Jahr der Wirtschaftsfaktor Internet ins kollektive Bewusstsein drang“. Und aus der Metropole des „alternativen“ Lebens eine boomende Stadt (in der kein Normalverdiener mehr die Mieten zahlen könnte) wurde.Breit angelegt, mäandernd assoziierend schreitet Kobek das Leben der Gegenwart angesichts des Internet ab. Bringt dutzende von Seitenlinien in die Geschichte, die immer und immer wieder um das Eine kreisen, wie sich „Brot und Spiele“ inzwischen Verknüpfen zu „Geschäften“, an denen Milliarden Menschen bereitwillig mit ihren Daten teilnehmen, in denen Gentrifizierung und Zugang zu Kapital eine massive zwei Klassen Gesellschaft schafft, wie der normale „etwas verpeilte“ Mensch (wie Adeline) zwischen die Mühlsteine des Shit-Storms gerät wegen der ein oder anderen zwar ehrlichen, aber unbedachten Äußerung.An der wiederum Kobek süffisant und trocken durchdekliniert, wie ein kleiner Vortrag durch das „gefilmt“ werden dann weltweite Wellen schlägt (inclusive eines genüsslichen Blicks auf den Umgang (und die Fähigkeit zu diesem) mit der Grammatik und Rechtschreibung der „Intelligenzbestien“ mit ihren Posts auf allen Kanälen von Facebook bis Twitter).Aber das ist eh alles nur Ablenkung, folgt man Kobek durch seinen schrägen, aber ungeheuer geschärften Blick auf die „Strukturen der Welt“ und der Macht. Wenn er den Disney Konzern Schritt für Schritt auseinanderbaut und den Leser offen darauf schauen lässt, wer die Arbeit machte, wer die Idee hatte und wer Ruhm, Geld und Erfolg einstrich (und dass das auf keinen Fall die gleichen Personen waren), dann ergibt sich eine Melange aus Dumpfheit (der „User“), aus Verwirrung (die „Opfer“ und „nicht-Kundigen“) und aus einem ständigen und immer schneller werdenden „Händereiben“ (jener, die wissen, was sie tun und wie sie mit weitgehend Nichts die Kassen gefüllt bekommen).Im Stil ebenso „ver-rückt“, wie es in Teilen des öffentlichen Lebens inzwischen sich darstellt, ganz nah am Zeitgeist, ausschweifend und abschweifend (auch wenn es eine eher vage rote Linie im Roman gibt), vor allem aber unglaublich treffend.Jede Information, die Kobek gibt, jedes konkrete Ereignis, das er atmosphärisch wunderbar trocken erzählt, jede Haltung, die im Roman zu erkennen ist, führt dazu, dass der Leser entweder fast jeden Absatz im Buch unterstreicht, um ihn im Kopf zu halten (was bei der Fülle einfach nicht geht) oder irgendwann beginnt, sehr, sehr langsam und genau zu lesen. Falls es Leser findet, denn „die Menschen lasen lieber über das Kopulationsgebahren von übernatürlichen Wesen“ im Sinne des „Werwolfs“, „Vampire Diaries“, „Walking Dead“ usw., als echte Bücher mit echten Inhalten. Rassismus, Kapitalismus, Dummheit, die Definition der „eigentlichen Währung“ im Internet (nicht Geld, sondern Ruhm für ein paar Sekunden), der Umgang miteinander und was die Welt unter „dem einen wahren Gott“ meint zu verstehen (und wo dieser unter Umständen wirklich zu finden wäre), all das und noch mehr schreitet Kobek umfassend ab.Und lässt den Leser nach der Lektüre erschöpft, angefüllt mit Informationen und ein wenig ratlos zurück. Aber mit dem Eindruck, dass man da nun wirklich was machen sollte, so gering die eigenen, kleinen Möglichkeiten auch sind.

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  • Uninteressant, schleppend und Wiederholungen ohne Ende

    Ich hasse dieses Internet.
    MelE

    MelE

    29. November 2016 um 07:16

    Keine Ahnung, was mir "Ich hasse dieses Internet" wirklich sagen will. Der Roman lebt von Wiederholungen, manchmal dreimal hintereinander die gleichen Sätze? Irgendwie empfand ich es als Lückenfüller und nicht als ansprechend. Der Hype um den Roman ist mir ehrlich gesagt unerklärlich. Angesprochen hat mich definitiv keine einzige Silbe. Ich langweilte mich eher und als dann Tolkien in den Vordergrund gespielt wurde und dies sehr abwertend, war für mich das Lesen nicht mehr sehr ansprechend. Vorher suchte ich noch nach dem roten Faden, der dann zügig verloren ging. Natürlich ist das Internet gläsern und jeder sollte über seine Posts auf Twitter, FB und Co genau überlegen, wie viel er / sie preisgeben will. Mal ehrlich, das wussten wir doch auch schon vorher oder nicht? Mich konnte "Ich hasse dieses Internet" keinesfalls begeistern. Gerade die „Eumelanin in der Basalschicht der Epidermis“ ging mir irgendwann ziemlich auf die Nerven. Ehrlich gesagt hatte ich mehrfach erwogen den Roman nicht zu beenden, aber die Neugier überwog, wobei ich es letztendlich als Zeitverschwendung erachte und froh bin, die 20€ die dieser Roman kostet nicht aufgebracht zu haben. Interessant hierbei sind die unterschiedlichen Bewertungen im Internet. Wer vergibt hier freiwillig 5 Sterne und schließt sich dem Hype an? Entweder habe ich "Ich hasse dieses Internet" nicht verstanden oder es gibt tatsächlich Leser_innen, die sich von Wiederholungen und unsachgemäßer Sprache einwickeln lassen? Ich fand "Ich hasse dieses Internet" weder ansprechend, noch empfehlenswert. 1 Stern für das Cover 1 Stern für den interessanten Titel, der mehr verspricht als hält0 Sterne für den Inhalt, den ich tatsächlich als Zeitverschwendung erachtet habe. Schade!

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  • ich liebe dieses buch.

    Ich hasse dieses Internet.
    skywatcher

    skywatcher

    18. November 2016 um 00:32

    Noch so ein Internet-Roman? Das Thema Internet ist für mich (nicht mehr) sehr interessant, doch der Klappentext des Romans hat mich - auch wegen des Covers - angesprochen. Hauptsächlich geht es um Adelines Leben in San Francisco, einer Frau ohne Eumelanin in der Basalschicht der Epidermis (und ja, diese Beschreibung der Hautfarbe wird bei allen erwähnten Personen des Buches gegeben), die bei einem Vortrag in der Uni gefilmt wird, das Video ins Internet gestellt wird und sich rasend schnell verbreitet, um viele Hater anzuziehen. Denn solche Dinge passieren mit unserem permanenten Online-Dasein immer öfter. Durch die Anonymität im Internet ist es viel einfacher, Menschen zu mobben, zu demütigen oder deren Leben zu zerstören (so geschehen bei der zweiten Protagonistin Ellen, deren Foto beim Oralverkehr mit dem Ex nach vielen Jahren an die Öffentlichkeit gelangt, weil die heutige Freundin dieses Ex einen kleinen Eifersuchtsanfall hat). Und ja, der Roman deckt erschreckende Wahrheiten über das Internet auf (und ich stimme dem Autor in sehr vielen Punkten zu!). Fotos, die einmal im Netz gelandet sind, sind sehr schwer wieder zu löschen, und ist es nicht erschreckend, dass zB Facebook genau die Werbung anzeigt, die vermeintlich die eigenen Interessen widerspiegelt?!Was den Roman besonders lesenswert macht, sind viele neue Gedanken, so zB der Hinweis, dass Geld das Mittel für Demütigung ist und Frauen, aufgrund eines schwächeren Oberkörpers nicht töten oder Essen besorgen können und somit benachteiligt, ja, in unserer Gesellschaft gehasst werden. Überhaupt gefällt mir sehr Kobeks Schreibstil. Er beschreibt viele Begriffe, Personen, Medien in kurzen, kritischen und sehr treffenden Sätzen. Liefert Zahlen und Fakten über Twitter, Instagram & Co. Auf rotzige und derbe Art.Erwähnenswert sind auch viele hilfreiche (und vom Autor nicht empfehlenswerte) Literaturtipps und historische Hintergrundinformationen. Auch interessant waren einige Passagen über die amerikanischen Präsidenten, vor allem natürlich auch mit dem Wissen, dass nun Trump USA regiert.Ein sehr lesenswerter und auf jeden Fall nützlicher Roman, der einen dazu bringt, darüber nachzudenken, ob man jetzt wirklich dieses eine Foto bei Instagram posten sollte. Sollte man nicht.

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  • Was machen Facebook und co mit uns?

    Ich hasse dieses Internet.
    dominona

    dominona

    04. November 2016 um 07:27

    Dieses Buch ist ein Hieb gegen unser technisiertes Zeitalter und gegen alles, das uns deshalb schon selbstverständlich geworden ist. Wenn man ehrlich ist, sind wir alle schon drin, im Kapitalismusrad und das nur, weil das Internet und die Menschen hinter den Firmen uns glauben machen, wir bräuchten all das zum Leben. Egal ob soziale Netzwerke oder Streaming-Plattformen, alles wird wirtschaftlich gelenkt.Das Buch ist fast schon eine Hassschrift, aber mir hat es gefallen. Manchmal hat es mich an den "unendlichen Spaß" von David Foster Wallace erinnert, den der Autor auch attackiert. Dazu muss man aber sagen, dass nicht klar ist, was ernst gemeint und was Satire ist, aber so funktioniert ein gutes Buch eben. Nur den Stil fand ich manchmal anstrengend.

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