Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

von Jaromir Konecny 
4,7 Sterne bei18 Bewertungen
Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec
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Humor ist immer eine Streitfrage - nicht alles im Buch empfand ich als wirklich komisch, aber den Kern der Sache hat Konecny immer getroffen

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Interessantes und humorvolles Buch zum Thema Flüchtinge

Alle 18 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec"

Lolek Nemec hat alles hinter sich: Flucht, Aufnahmelager, Behörden, Sprachprobleme – kurzum: Die Integration.

Und soll dann als ehrenamtlicher Helfer in einem bayrischen Flüchtlingsheim aushelfen. Als notorischer Schwätzer stets wider Willen komisch, gibt er sein Bestes, um den Bewohnern zu helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern: Behördliche Paragrafensucht, Überforderung in vielen Bereichen und Institutionen und ständige Konfrontation mit Vorurteilen machen es den Flüchtlingen nicht leicht, sich in Deutschland zu integrieren. Das Buch erfüllt die tradierte Funktion des Schelmenromans, gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten zu zeigen. Letztlich geht es um die Frage, wie man trotz der widrigen Umstände doch ein guter Mensch bleiben kann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783711001283
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:254 Seiten
Verlag:Ecowin
Erscheinungsdatum:21.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    MissStrawberryvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Humor ist immer eine Streitfrage - nicht alles im Buch empfand ich als wirklich komisch, aber den Kern der Sache hat Konecny immer getroffen
    Die Integration

    Lolek Nemec fälscht völlig unnötigerweise sein Abiturzeugnis – zum zweiten Mal! Diesmal fliegt es auf und Lolek wird dazu verurteilt, als ehrenamtlicher Helfer in einem bayerischen Flüchtlingsheim zu arbeiten. Schließlich war er auch mal Flüchtling, kennt die Problematik. Da Lolek aber am allerliebsten sich selbst hört, quasselt er alles und jeden in Grund und Boden.

    Ja, dies ist ein „Schelmenroman“. Aktuell wie nie und gerade deshalb manchmal vielleicht weniger komisch, als es sein könnte. Man ist schnell hin- und hergerissen. Das liegt nicht nur an den Witzen, die manchmal arg flach und dann wieder frauenfeindlich, hier abgedroschen, da machohaft – aber hin und wieder muss man doch breit grinsen.

    Viel von der Wirkung des Textes hängt auch davon ab, in welcher Verfassung man beim Lesen gerade ist. Kaum ein Tag ohne Meldungen in den Medien, die sich um das Thema Flüchtlinge drehen. Integration ist schwerer denn je. Da hat es auch der Nemec schwer. Die recht kurzen Kapitel machen das Buch aber sehr gut lesbar, auch wenn Lolek wirklich zu allem eine Geschichte aus der Heimat einfällt, die man nicht immer gerade wissen wollte.

    Ein weiterer Aspekt ist hier aber auch, welche Hürden ein Flüchtling nehmen muss. Die deutsche Bürokratie wird hier eindrucksvoll vorgeführt. Ohne Gesetze keine Ordnung, ganz klar – aber in gewissen Situationen stellt sich doch wirklich die Frage nach dem Sinn. Gleichzeitig wird aber auch schön dargestellt, dass nicht jeder Migrant böse Absichten hat – es aber durchaus auch solche gibt.

    Kurz und knapp: man kann viel schmunzeln und/oder lachen, dennoch ist das Buch keine leichte Kost und regt zum Nachdenken an. Es ging mir trotz allem Humor auch unter die Haut. Zeitlos wird es wohl leider immer bleiben. Von mir vier Sterne.

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 8 Monaten
    Nicht mein Humor

    Der Anfang: »Jede Zeit hat ihre Helden. Es ist wieder so weit, in der Welt den guten Menschen willkommen zu heißen.«

    Lolek Němec steht vor dem Richter, Urkundenfälschung. Eigentlich war die Tat längst verjährt, das Abiturzeugnis gefälscht, das der tschechische Flüchtling damals gebastelt hatte, um in Deutschland studieren zu können. Und nach dem Studium hat er sogar einen Doktortitel erworben, gezeigt, was er alles kann. Warum in aller Welt fälscht er das Abiturzeugnis jetzt nochmals, will der Richter wissen. Strafe muss sein. Němec wird verurteilt, mehrere Monate als freiwilliger Helfer in Vollzeit in einem Flüchtlingsheim am Starnberger See zu helfen. Er kennt sich ja aus in Flüchtlingsheimen, hat selbst vor Jahren eine Zeit dort verbracht.

    »Eine Frau fasst an, ein Mann grapscht an. Dieser Unterschied ist biologisch begründet, denn ein Mann will von einer Frau aufgrund seiner Biologie immer angegrapscht werden. Eine Frau will nur dann angegrapscht werden, wenn sie den Mann mag.«

    Němec berichtet nun von seinen Erlebnissen im Flüchtlingsheim. Es wäre zu mühsam die einzelnen Situationen aufzuzählen. Humorvoll berichtet er vom Kampf mit (oder gegen?) die Behörden, um Anerkenntnis von Fähigkeiten, über die Eigenheiten einiger Nationalitäten, aber auch deren Sicht auf die merkwürdigen Deutschen. Die Deutschen bringen zu einer Party Essen mit, wenn sie eingeladen sind! Verrückt, andere Nationen freuen sich, wenn sie eingeladen sind, sich mal so richtig den Bauch vollzuschlagen. Andere Länder, andere Sitten und Gebräuche, andere Gesetze, auf allen Seiten. Über den Tellerrand schauen, sich hineinfinden in andere Sitten und begreifen, trotz aller Andersartigkeit sind wir alle Menschen mit Herz. In einem Flüchtlingsheim leben alle eng aufeinander, viele Sprachen, Sitten, Gebräuche und viel Langeweile vom Nichtstun, Privatsphäre ist kaum gegeben. Warten, immer wieder warten auf Amtsentscheidungen. Und natürlich führt das alles zu Missverständnis und Ärger. Němec tritt dem ganzen mit Humor entgegen.

    »Agata schubste Nadim zur Seite. »Wo ist Hausmeister?«, fragte sie. ›Ich brauche neue Möpse!‹ Nadim und Němec starrten ihre großen Brüste an und waren neugierig, wie sie den Austausch bewerkstelligen wollte und warum? – ›Wie bitte?‹, fragte Bruni. Agata zeigte auf ihren Wischmopp.«

    Der Anfang hat mir ganz gut gefallen, die Gerichtsszene war witzig und die ein oder andere Begebenheit in diesem Roman ließ mich schmunzeln. Der ewig plappernde Němec ist mir allerdings irgendwann auf die Nerven gegangen. Zu jeder Situation hat er eine Geschichte seiner Familie oder die seines tschechischen Dorfs parat. Es mir zu viel des Guten. Die Oberflächlichkeit und platten Witze haben mir die Ernsthaftigkeit des Textes genommen. Will hier jemand einen Witz nach dem anderen reißen? Und viele Kalauer waren dann auch gar nicht komisch, selbst Atze Schröder macht das besser. Ein wenig macholastig, Unterschwelliges gegen Frauen war manchmal spürbar, insbesondere dort, wo es abgestritten wird, mit Überempfindlichkeit der Frauen argumentiert wird. Vieles klang so gezwungen für mich, altbacken. Vielleicht war mal wieder meine Erwartung falsch. Ich hatte beißende Satire, tiefgründigen Humor erwartet, Richtung Marc-Uwe Kling, denn das Thema gäbe es lässig her. Die ständigen Anekdoten aus dem Tschechischen, ich hatte da mal einen Onkel, der …, passten für meine Begriffe nicht so Recht in die Problematik der Asylanten. Aber das ist alles Geschmackssache. Humor kann verschiedenartig sein und wenn einer etwas mag, kommt es bei dem anderen nicht an. Ich mag keinen flachen Humor, drum kam ich mit diesem Buch nicht so klar. Wer auf Schenkelklopfer steht, der ist hier gut bedient. Nur weil es mir nicht gefällt, muss das Buch nicht schlecht sein.

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    0Soraya0s avatar
    0Soraya0vor 10 Monaten
    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Lolek Nemec hat alles hinter sich: Flucht, Aufnahmelager, Behörden, Sprachprobleme - Kurzum: Die Integration.
    Und soll dann als ehrenamtlicher Helfer in einem bayrischen Flüchtlingsheim aushelfen. als notorischer Schwätzer stets wider Willen komisch, gibt er sein Bestes, um den Bewohnern zu helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern: Behördliche Paragrafensucht, Überforderung in vielen Bereichen und Institutionen und ständige Konfrontationen mit Vorurteilen machen es den Flüchtlingen nicht leicht, sich in Deutschland zu integrieren. Das Buch erfüllt die tradierte Funktion des Schelmenromans, gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten zu zeigen. Letztlich geht es um die Frage, wie man trotz der widrigen Umstände doch ein guter Mensch bleiben kann.

    Jaromir Konecny weiß, was es heißt, ein Flüchtling und Migrant zu sein und in Deutschland anzukommen! Seine eigenen Erfahrungen sowie die aktuelle Situation der Flüchtlinge fließen in sein neues Buch ein, einen modernen Schelmenroman. Er zeigt, das auch ein ernstes Thema augenzwinkernd beschrieben werde kann.

    Meine Meinung:
    Jaromir gelingt es mit seinem Buch, die schwierige Situation sowohl auf eine witzige als auch auf ernste Weise darzustellen. Sein Schreibstil ist dabei einfach perfekt, den es wird alles so detalliert und bildhaft dargestellt, dass man das Gefühl hat, man wäre Mitten im Geschehen und schaut Nemec bei seinem Alltag direkt über die Schulter. Die Länge der Kaptiel ist genau richtig und besonders schön finde ich hier, dass direkt in der Kapitelüberschrift ein Hinweis gegeben wird, welche interessante Erfahrung man mit Nemec gleich erleben wird. Dabei halten sich lustige Dinge mit ernsthaften durchaus die Waage. Und vor allem wird niemals etwas ins lächerliche gezogen. Direkt ab den ersten Seiten muss man Nemec einfach mögen und ins Herz schließen. Trotz seinem schweren Schicksalsschlag, dass er 13 Jahre seines Lebens "verpasst" hat, ist er einfach nur fröhlicher Kerl, der in allem nur das gutes sieht und vor allem niemals aufgibt! Da könnten sich bestimmt viele Menschen eine kleine Scheibe abschneiden :) Mir hat es wahnsinnig viel SPaß gemacht dieses Buch zu lesen und letztendlich war es leider iel zu schnell vorbei!

    Fazit:
    Ein sehr berührendes Buch, welches einen aber auch zum Schmunzeln und Lachen bringt! Absolute Leseempfehlung vor allem, wenn man sich gerne mit aktuellen Themen beschäftigt!

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessantes und humorvolles Buch zum Thema Flüchtinge
    Interessantes und humorvolles Buch zum Thema Flchtlinge

    Klapptext:


    Lolek Nemec hat alles hinter sich: Flucht, Aufnahmelager, Behörden, Sprachprobleme – kurzum: Die Integration.

    Und soll dann als ehrenamtlicher Helfer in einem bayrischen Flüchtlingsheim aushelfen. Als notorischer Schwätzer stets wider Willen komisch, gibt er sein Bestes, um den Bewohnern zu helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern: Behördliche Paragrafensucht, Überforderung in vielen Bereichen und Institutionen und ständige Konfrontation mit Vorurteilen machen es den Flüchtlingen nicht leicht, sich in Deutschland zu integrieren. Das Buch erfüllt die tradierte Funktion des Schelmenromans, gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten zu zeigen. Letztlich geht es um die Frage, wie man trotz der widrigen Umstände doch ein guter Mensch bleiben kann.



    Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.
    Jaromic Konecny ist hier wirklich ein richtig gutes Werk gelungen.


    Lolek Nemic muß als ehemaliger Flüchtling eine Strafe in einem Übergangsflüchtlingsheim abarbeiten.Er lernt dort die unterschiedlichsten Menschen kennen und lieben.Da er selbst als Flüchtling schon sehr viele Erfahrungen gemacht hat,versteht er die Menschen in diesem Heim natürlich sehr gut und fühlt mit Ihnen.Wir erfahren sehr viel über die unterschiedlichsten Kulturen,Bräuche und Gewohnheiten der einzelnen Nationen.Auch baut der Autor viele eigene Erfahren aus seinem Leben mit ein .Dies ist ihm hervorragend gelungen.Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz.Bei einigen Situationen habe ich mich köstlich amüsiert und geschmunzelt.Das eigentlich ernste Thema Flüchtlingsintegration bleibt dabei aber immer im Vordergrund.Das hat mir sehr gut gefallen.
    Auch der Schreibstil ist sehr flüssig und locker.Ich bin bin mit dem lesen sehr gut voran gekommen.Die Protoganisten wurden hervorragend beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere die bestens heraus gearbeitet wurden.Nemec fand ich sehr sympatisch.Aber auch Bruni und Anna fand ich liebreizend und nett.
    Natürlich gab es auch einige Figuren die ich nicht so liebenswert fand.
    Dem Autor ist es perfekt gelungen hier ein Buch zu schreiben das zum Nachdenken anregt,Viele Menschen haben große Vorteile gegenüber Flüchtlinge und erfragen nicht die Gründe warum sie ihr eigenes Land verlassen haben.
    Ich habe mit großem Interesse dieses Buch gelesen.Gerade die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor fand ich richtig toll und machte diese Lektüre für mich sehr lesenswert.
    Ich finde das diese Lektüre eigentlich jeder Mensch lesen sollte und dann kann er sich seine eigene Meinung bilden.Ich vergebe glatte 5 Sterne.

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    Sikals avatar
    Sikalvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Art Schelmenroman - lesenswert!
    Jeder Mensch ist ein Mensch – nicht mehr, aber auch nicht weniger

    Lolek Nemec, selbst ehemaliger Flüchtling und nun verurteilt zu Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim, hat bereits ein bewegtes Leben hinter sich. Mit seiner großen Liebe Anna landete er vor zig Jahren in Deutschland, verfolgte ehrgeizig ein Studium bis er seine „Doktorurkunde“ endlich in den Händen hielt. Trotzdem läuft nicht alles so nach Nemec Plan woraufhin er für 13 Jahre ins Koma fällt. Seit seinem Aufwachen hat sich Nemec vorgenommen, den Dingen nur mehr positiv zu begegnen und diesem Grundsatz bleibt er treu.

     

    Nemec ist der Sonnenschein des Buches, er redet wenn er etwas zu sagen hat und steht hinter seiner Meinung. Mit seinen Geschichten, seinem Redeschwall und den oftmals zufälligen Auswirkungen eines kleinen Impulses macht er sich nicht nur Freunde. Doch Nemec wäre nicht Nemec wenn er die Flinte ins Korn werfen würde – nein, er ist ein Mann der Tat und so manches verzwickte Ereignis wendet sich letztendlich doch noch zum Positiven.

     

    Jaromir Konecny schreibt mit einer so herzlichen Art, dass man gar nicht anders kann als Nemec und die anderen Bewohner des Flüchtlingsheimes sympathisch zu finden. Der Autor hat nichts beschönigt, doch auch nicht verteufelt – Menschen jedes Landes haben ihre Eigenheiten, es gibt gute und schlechte Charaktere (um es jetzt mal vereinfacht zu sagen), was nicht von Hautfarbe oder Nationalität abhängig ist.

     

    Doch trotz des ernsten Themas schafft es der Autor, sehr humorvolle Situationen einzubauen und den Flüchtlingen eine Stimme zu geben: Nemec.
    Gewisse autobiographische Einflüsse des Autors sind vermutlich rein zufällig…

    Sehr unterhaltsam, tiefsinnig und leider nach wie vor aktuell.

     

    5 wohlverdiente Sterne und eine Leseempfehlung.

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    Geris avatar
    Gerivor einem Jahr
    „Arm sind die Menschen, die keine Geschichten erleben“

    Protagonist Lolek Nemec redet viel. Okay, sehr viel. Jedoch redet er immer nur, wenn er auch etwas zu sagen hat. Sein spannendes Leben bietet dahingehend viele Möglichkeiten. Als Flüchtling nach Deutschland gekommen, aufgrund einer unglücklichen Liebschaft 13 Jahre im Koma verbracht und nun als ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer tätig, nimmt er jede noch so ärgerliche Situation mit Humor. Diese konstant positive Sichtweise macht ihn aus und ist immer wieder Teil der Handlung. 

    Es lassen sich neben Nemec aber auch noch viele andere interessante Charaktere in dem Buch finden. So gibt es u.a. die gute Seele, die alles am Laufen hält, Menschen, die andere gerne über einen Kamm scheren, Menschen, die mit viel Hoffnung unterwegs sind, den gutmütigen Freund, eine hübsche Frau mit eigenwilligem Charakter und natürlich darf auch eine Art Gegenspieler nicht fehlen – in diesem Fall sind Ähnlichkeiten zu lebenden Personen wohl nicht ganz rein zufällig…
    Jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und ist nicht ohne Grund, wie er ist. Von manchen Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtung erfährt man die persönliche Geschichte oder zumindest Teile davon, was ich als besonders spannend empfunden habe. An dieser Stelle bedauert man, den kompakten Umfang des Buches. Gerne hätte ich noch mehr Eigenheiten der Deutschen aus afrikanischer oder tschechischer Sicht erfahren, die immer wieder in die Gespräche der Figuren eingewebt wurden.

    Autor Jaromir Konecny befasst sich hier mit einem ernsten Thema, nämlich der Integration von Flüchtlingen, jedoch geht er damit auf seine ganze eigene Weise um. Er würzt dieses mit dem für ihn bekannten Humor, der dafür sorgt, dass selbst den traurigsten gesellschaftlichen Erkenntnissen die Schwere genommen wird.
    Unverkennbar ist auch, dass ein erfahrener Poetry Slammer am Werk ist, denn es wimmelt nur so von schönen Gedanken á la "Wir müssen nicht die ganze Welt verstehen, sondern immer nur ein kleines Stück davon".

    Ergänzt wird alles am Ende noch durch die persönlichen Erfahrungen des Autors, denn er weiß genau wovon er schreibt. Weit herum gekommen und selbst als Flüchtling in einer Erstaufnahmeeinrichtung gelebt, hat er viele verschiedene Menschen getroffen und war nie abgeneigt sich deren Geschichten anzuhören. Vermutlich die beste Grundlage für ein vielseitiges Buch wie dieses.

    Fazit:
    Kurzweiliges Buch mit wichtiger Botschaft. Empfehlenswert für jeden, da es auf unterhaltsame Weise Menschlichkeit vermittelt. 

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieser Held labert ohne Ende, aber er hat ein Herz in das nur die lustigen Seiten des Lebens passen. So tröstlich und unterhaltsam, schön.
    Nemec hat sich in mein Herz und Hirn gelächelt

    Lolek Nemec ist vor Jahren aus der Tschecheslowakai nach Deutschland geflohen und hat ein Jahr in einem Flüchtlingsheim gelebt, ehe er als Asylberechtigter anerkannt wurde. Dann studierte er Informatik nachdem er zuvor erfolgreich sein Abiturzeugnis fälschte und promovierte und all das nur, um seiner großen Liebe Anna durch einen Doktortitel und eine deutsche Staatsbürgerschaft zu imponieren. Der Lohn: sie überfährt ihn wütend mit ihrem schicken BMW und er fällt für 13 Jahre ins Koma. Als er aufwacht ist alles anders und er wird der Urkundenfälschung angeklagt: weil er so unterhaltsam ist, wird er zu Sozialstunden im Flüchtlingsheim Schamberg verurteilt. Denn Nemec liebt Geschichten, die das Leben schreibt! Auch in den traurigsten Geschichten kann er meist noch eine lustige Seite entdecken, über die er lachen kann. Das kleine überschaubare Heim, in das er für 3 Monate einzieht, bietet ihm jede Menge neuer Geschichten, an denen er immer eine heitere Seite finden kann, über die er schmunzelt, denn Nemec nimmt das Leben mit einem Lächeln. So wird er auch direkt herzlich von der blumigen Bruni, der inoffiziellen Leiterin der Einrichtung und Hausmeister Frank, sowie den diversen Flüchtlingen vor alle aus Syrien und Eritrea aufgenommen. Sein größtes Glück jedoch, daß er sogleich wieder eine neue Anna erspäht, die ihn zwar nicht ins Koma befördert, sondern erst einmal schlägt.

    Anfangs wurde ich nicht so ganz warm, mit dem ewig lächelnden sanften Riesen, der den Grausamkeiten des Lebens mit unnachahmlicher Gelassenheit begegnet. Er labert teilweise ohne Ende. Der Roman beginnt mit der Gerichtsverhandlung wegen Urkundenfälschen (nein, dies ist nicht gespoilert, der wahre Knaller hinter dieser Fälschung wird nicht verraten), bei der Nemec ohne Punkt und Komma redet, so daß am Ende sogar der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft eine Ordnungsstrafe riskierte. Was habe ich mit denen gelitten, denn ich kenne solche Verhandlungen zur Genüge! Doch auch wenn ich anfangs von Nemec genervt war, vor allem aus persönlicher Betroffenheit der Strafverteidigerin, so hat er sich doch langsam still und leise mit seinem Lächeln und seiner Entschlossenheit das Leben zu genießen und Ruhe zu bewahren, in mein Herz geschlichen. Die Absurditäten seiner Erlebnisse, des Behördendschungels, die Typen auf die er trifft, lassen einen schmunzeln und unterhalten. Doch ist dieses Buch viel mehr. Der Autor greift auf seine eigenen Erfahrungen zurück und ich verdächtige Nemec ja schon Jaromir Konecnys Alter Ego zu sein, nein es steckt auch voller Wahrheit, Weisheit und Schönheit. Als Poetry Slammer schafft es Konecny wunderschöne Sätze durch Lolek Nemec und seine Freunde sprechen zu lassen. Es sind nicht nur solch altbekannte Erkenntnisse, daß jeder ein Ausländer ist, fast überall. Es geht um den Genuss des Lebens, mit allen Sinnen, mit Humor und Gelassenheit, um die Liebe zu Sprache, zu Büchern und Beharrlichkeit. Anders als einige Bestseller, die Weisheiten versprühen, empfand ich diese Überlegungen niemals banal.

    Dieser Roman ist völlig anders, als seine Jugendromane, bei denen ich Tränen gelacht habe. Dennoch ist dieser Kampf der Flüchtlinge und ihrer Helfer wirklich amüsant, teilweise aber auch tragisch und zum Kopf schütteln.

    Je länger ich in diesem Buch gelesen habe, desto besser gefiel es mir und desto mehr setzte es sich heimlich still und leise in meinem Bewußtsein und in meinem Gedächtnis fest. Lolek Nemec und seine Anekdoten werden mich nun wohl ein Leben lang begleiten. Ein Gedanke, der mich lächeln lässt.

    Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, war es letztendlich so wunderbar, daß es 5 von 5 Sternen verdient hat.

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    Bibilottas avatar
    Bibilottavor einem Jahr
    schon lange nicht mehr so viel gelacht beim Lesen - aber Nemec macht es möglich

    Also bei dem Cover musste ich erstmal grübeln … was soll der Kartoffelstempel? Was hat das mit der Geschichte zu tun? Leicht irritiert aber doch auch schräg und neugierig machend wirkte es dann doch auf mich. Nach der Kurzbeschreibung war klar – auf diese Geschichte will und muss ich mich einlassen -immerhin weiß ich, dass Jaromir Konecny eine sehr humorvolle und skurrile Schreibart hat – wie ich bei „HerzSlam“ schon ein wenig kennenlernen durfte (Wobei HerzSlam auch ein Jugendbuch ist). Fakt – ich musste es genauer wissen… also ran und mitgemacht bei der Leserunde.

    Sehr schnell war klar – das Buch ist klasse – regt zum Grübeln an – bringt zum Lachen obwohl es um ein ernstes und aktuelles Thema geht. Aber wer, wenn nicht Jaromir Konecny könnte das besser hier rüberbringen und davon berichten, wenn nicht er. Immerhin war er vor Jahren selber mal Flüchtling und Migrant – und Nemec – ja – der auch!

    Zu Beginn war ich mich schon fast am wegschmeissen vor lachen – schon sehr skurril, schräg und wahnsinnig witzig lernt man hier Nemec kennen – der uns durch die ganze Geschichte führt. Ich will Nemec hier gar nicht großartig vorstellen – macht euch da ein eigenes Bild.
    Ich habe es so erlebt – dass sich meine Einstellung zu ihm im laufe der Geschichte verändert hat – und das fand ich spannend.
    Aber nicht nur Nemec spielt hier eine interessante Rolle -auch einige andere Persönlichkeiten gestalteten sich sehr interessant und schön heraus.

    Dazu kommt, dass man einen ganz anderen Blick auf ein Flüchtlingswohnheim bekommt – dass man mehr über Kulturen erfährt – und das ganze realistisch und mit einer Menge Skurrilität und Humor verwickelt. Ernste Themen müssen nicht immer trocken und staubig beschrieben werden – das geht auch ganz anders – und so ist es auch hier in diesem Buch. Und an der Ernsthaftigkeit geht durch diesen Witz und den Charme nichts verloren – im Gegenteil.
    Jaromir Konecny bietet dem Leser hier einen Einblick – der es in sich hat – im positiven Sinne. Man fliegt hier regelrecht durch die Seiten – kann teilweise nicht mehr vor Lachen – und die AAAh und OOOhs bleiben auch nicht aus- so ging es mir zumindest.

    Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen – auch wenn vielleicht nicht jeder mit dieser Art Humor klar kommt – aber ich denke, dass genau durch solche Bücher die Augen geöffnet werden und man den ein oder anderen Einblick in die ganze Thematik bekommt … Nemec ist es definitiv wert kennengelernt zu werden …. und dann – ja dann erfahrt ihr auch, was es mit dem Kartoffelstempel auf sich hat *lach*

     

    Fazit

    „Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec“ von Jaromir Konecny ist ein Buch, das einiges mit sich bringt. Ich war überrascht wie humorvoll, skurril und schräg doch ein so ernstes und aktuelles Thema hier umgesetzt wird. Es kann Augen öffnen – den Blickwinkel weiten und nachdenklich stimmen. Man lernt und erfährt einiges, was man so auf den ersten Blick nicht erahnt – und man fühlt sich bestens unterhalten – denn soviel gelacht bei nur einem Buch hab ich schon lange nicht mehr.

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    Leserin71s avatar
    Leserin71vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Jeder Mensch ist ein Ausländer - fast überall.
    Jeder Mensch ist ein Ausländer - fast überall.

    Nach 13 Jahren im Koma hat Nemec hat viele Veränderungen in Deutschland nicht mitbekommen. Zur Strafe für seine Urkundenfälschung soll er in einem Flüchtlingsheim helfen und stellt fest, dass sich gar nicht so vieles verändert hat, seitdem er vor langen Jahren aus der Tschechoslowakei nach Bayern geflüchtet war. Eines ist jedoch anders: Anna.

    Meine Meinung:
    Jaromir Konecny ist selbst aus der Tschechoslowakei geflüchtet und kann hier mit authentischen Erlebnissen überzeugen. Nemec ist quasi sein Alter ego, der immer wieder seine Erlebnisse heute und damals vergleicht, freilich ohne dabei ostalgisch zu werden.
    Auch die Fremdenfeindlichen kommen zu Wort, allerdings nicht gut weg. Der Bürgermeister wirft nur mit Gemeinplätzen um sich, dass es schon fast wieder lustig ist. Auch wie ein eingewanderter Sachse den Zuzug nach Bayern sieht, wird auf die Schippe genommen.
    Immer wieder wechselt der Autor ab zwischen heiteren Szenen, herrlichen Bonmots und auch nachdenklichen Begebenheiten. Die Gratwanderung ist ihm gut gelungen. Am Ende geht es ja nur darum, ein Mensch zu sein und als Mensch andere als Menschen wahrzunehmen und zu behandeln. Dieses Plädoyer für mehr Mit-Menschlichkeit bekommt von mir 5 Sterne!

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    Mrs. Dallowayvor einem Jahr
    Integration will gelernt sein

    Nemec kommt selber aus Tschechien und soll nun ehrenamtlich in einem Flüchtlingsheim in Bayern aushelfen. Es handelt sich laut Klappentext um einen Schelmenroman, in dem gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten aufgezeigt werden. Und das würde ich so auch unterschreiben.


    Das Buch ist in viele relativ kurze Kapitel unterteilt, was mir gut gefällt. Das trägt neben dem witzigen und lockeren Schreibstil zum schnellen Lesen des Buches bei. Nemec ist ein Protagonist, der mir sehr sympathisch ist. Er redet ein bisschen viel, aber das führt auch zu vielen witzigen Situationen im Buch. Generell gibt es total viele witzige Stellen im Buch, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Vor allem hat mir neben Nemec die gute Bruni sehr gut gefallen. Eine tolle Figur für ein solches Buch. Auch die wilde Anna hat mich oft zum Lachen gebracht.


    Fazit: ein lustiges Buch mit einem ernsten Hintergrund. Die Flüchtlingsproblematik ist immer noch aktuell und sollte nicht vergessen werden. Ich empfehle das Buch gerne allen interessierten Lesern weiter.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    jaromirs avatar
    Liebe Leute,

    vor zwei Jahren diskutierten wir bei LovelyBooks über mein damals letztes Jugendbuch "Herz Slam". Manche von Euch waren dabei sehr poetisch, so dass die Diskussion einem Poetry Slam ähnelte. 😊 Das hat mich sehr gefreut.

    Jetzt möchte ich hier eine Leserunde mit meinem neuen Buch "Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Němec" (Verlag ECOWIN, Red Bull Media House) starten und Euch zu der Leserunde einladen. Bei dieser Leserunde dürfen wir nicht nur poetisch sein sondern auch lustig, trotz der ernsten Themen Flucht und Migration. Denn der Held des Romans, der Migrant Němec, will an jeder noch so traurigen Sache ihre lustige Seite finden, wie das folgende Zitat aus meinem Buch zeigt:

    „Gut, dass du darüber lachen kannst, Bruni“, sagte Němec. „Das hat mich meine Mutter auch gelehrt. Bevor sie mir wegen eines Streichs den Hintern versohlte, hat sie immer gesagt: ‚Jede noch so traurige Sache hat ihre lustige Seite, Lolek! Du musst sie nur finden.‘“

    Němec denkt nun mal: wir haben schon genug über das Traurige und Schlechte im Leben und auf der Welt gejammert. Genutzt hat das nichts. Vielleicht verstehen wir den anderen besser, wenn wir mit ihm einfach lachen können. Wenn zwei sich mit einem Lächeln im Gesicht begegnen, ist die Begegnung immer schön.

    Am Montag, dem 9.10.17, werde ich 20 Exemplare meines neuen Romans verlosen und hier die Namen der Gewinner bekannt geben. An der Verlosung können alle teilnehmen, die hier kurz schreiben, was das Lustigste war, was sie in der letzten Zeit erlebt hatten, was sie zum Lachen oder auch nur Lächeln gebracht hatte. Ein Satz oder ein paar Sätze reichen vollkommen. Dieses Erlebnis kann auch sehr „subjektiv“ lustig sein, muss uns andere nicht zum Lachen bringen. Hauptsache man selbst hat gelacht oder gelächelt. Ein Lächeln als eine Eintrittskarte für den Lostopf. Ist das nicht schön?

    In meinem Roman konnte ich meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse als Flüchtling und Migrant in Deutschland aufarbeiten. Trotz der autobiografischen Bezüge, die Ihr im Nachwort erfahren könnt, spielt sich die Geschichte aber nicht 1982 ab, als ich nach Deutschland kam, sondern im Jahr 2016 - in einem Flüchtlingslager bei München.

    Zuallererst würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr bei der Lektüre Spaß habt, an den vielen Geschichten darin über kulturelle und sprachliche Missverständnisse, die Migranten in Deutschland täglich erleben:

    Zum Beispiel wenn Lemlem aus Eritrea über deutsche Partys sinniert:

    „Am Anfang habe ich ein paar Wochen in München gewohnt. Dort haben mich deutsche Freunde zu einer echten deutschen Party eingeladen. Mann! Die Gäste haben zur Party Essen mitgebracht. … Wenn ein Besucher zu uns in Eritrea Essen mitgebracht hätte, hätte er meine Mutter sehr beleidigt. Als ob der Besucher zeigen wollte, dass meine Mutter nicht kochen kann. Weißt du, was noch komischer ist? Auf einer Party in Deutschland stehen die Leute nur herum und reden, statt zu feiern. Tanzen nicht, singen nicht, nur reden. … Das Schlimmste aber: Man lässt dich ausreden! Das ist bei uns eine ganz schlimme Beleidigung! Als ob man dir zeigen möchte, es ist nicht interessant, worüber du sprichst. Ich finde es nicht nett, wenn man mich ausreden lässt und mich nicht hin und wieder unterbricht.“

    Außerdem erfahrt ihr im Roman über die U-Boot-Krankheit, für die Lagerbewohner sehr anfällig sind, über Emigrantenträume und vieles andere. Selbstverständlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und das Leben sowieso, dem Motto des Romans entsprechend:

    Leben, lieben, lachen.

    Wenn Ihr etwas mehr über mich und meine eigenen Erfahrungen als Flüchtling und Migrant erfahren wollt, könnt Ihr das Nachwort meines Romans lesen, oder mich bei Facebook besuchen. Dort poste ich nahezu jeden Tag etwas Neues, in meinem Profil, der öffentlich ist, und auf meiner Autorenseite:

    https://www.facebook.com/jaromir.konecny2

    https://www.facebook.com/Jaromir.Konecny.Autorenseite

    Freue mich auf die Leserunde!

    Viel Glück bei der Verlosung und viel Spaß bei der Lektüre!

    Poetische Grüße

    Jaromir

    jaromirs avatar
    Letzter Beitrag von  jaromirvor 10 Monaten
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