Jaromir Konecny Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

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Inhaltsangabe zu „Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec“ von Jaromir Konecny

Lolek Nemec hat alles hinter sich: Flucht, Aufnahmelager, Behörden, Sprachprobleme – kurzum: Die Integration.

Und soll dann als ehrenamtlicher Helfer in einem bayrischen Flüchtlingsheim aushelfen. Als notorischer Schwätzer stets wider Willen komisch, gibt er sein Bestes, um den Bewohnern zu helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern: Behördliche Paragrafensucht, Überforderung in vielen Bereichen und Institutionen und ständige Konfrontation mit Vorurteilen machen es den Flüchtlingen nicht leicht, sich in Deutschland zu integrieren. Das Buch erfüllt die tradierte Funktion des Schelmenromans, gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten zu zeigen. Letztlich geht es um die Frage, wie man trotz der widrigen Umstände doch ein guter Mensch bleiben kann.

Interessantes und humorvolles Buch zum Thema Flüchtinge

— Vampir989

Eine Art Schelmenroman - lesenswert!

— Sikal

Dieser Held labert ohne Ende, aber er hat ein Herz in das nur die lustigen Seiten des Lebens passen. So tröstlich und unterhaltsam, schön.

— danielamariaursula

Jeder Mensch ist ein Ausländer - fast überall.

— Leserin71

Wenn ein Buch zeigt, das Flüchtlinge auch nicht anders sind als der Rest der Menschen, dann dieses. Und der Humor kommt auch nicht zu kurz.

— moorlicht

Zweifellos ein gutes Buch um Vorurteile abzubauen

— Rees

Überzeugt mit authentischen Botschaften wie "Jeder Mensch muss wissen, dass der andere auch ein Mensch ist"

— mysticcat

Ein ernstes Thema humorvoll verpackt!

— mabuerele

Ein grandioser Roman über das Leben der Migranten verschiedener Nationen, speziell des Tschechen Nemec, im deutschen Flüchtlingslager

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  • Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    0Soraya0

    04. January 2018 um 14:00

    Zum Inhalt (Klappentext):Lolek Nemec hat alles hinter sich: Flucht, Aufnahmelager, Behörden, Sprachprobleme - Kurzum: Die Integration.Und soll dann als ehrenamtlicher Helfer in einem bayrischen Flüchtlingsheim aushelfen. als notorischer Schwätzer stets wider Willen komisch, gibt er sein Bestes, um den Bewohnern zu helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern: Behördliche Paragrafensucht, Überforderung in vielen Bereichen und Institutionen und ständige Konfrontationen mit Vorurteilen machen es den Flüchtlingen nicht leicht, sich in Deutschland zu integrieren. Das Buch erfüllt die tradierte Funktion des Schelmenromans, gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten zu zeigen. Letztlich geht es um die Frage, wie man trotz der widrigen Umstände doch ein guter Mensch bleiben kann.Jaromir Konecny weiß, was es heißt, ein Flüchtling und Migrant zu sein und in Deutschland anzukommen! Seine eigenen Erfahrungen sowie die aktuelle Situation der Flüchtlinge fließen in sein neues Buch ein, einen modernen Schelmenroman. Er zeigt, das auch ein ernstes Thema augenzwinkernd beschrieben werde kann.Meine Meinung:Jaromir gelingt es mit seinem Buch, die schwierige Situation sowohl auf eine witzige als auch auf ernste Weise darzustellen. Sein Schreibstil ist dabei einfach perfekt, den es wird alles so detalliert und bildhaft dargestellt, dass man das Gefühl hat, man wäre Mitten im Geschehen und schaut Nemec bei seinem Alltag direkt über die Schulter. Die Länge der Kaptiel ist genau richtig und besonders schön finde ich hier, dass direkt in der Kapitelüberschrift ein Hinweis gegeben wird, welche interessante Erfahrung man mit Nemec gleich erleben wird. Dabei halten sich lustige Dinge mit ernsthaften durchaus die Waage. Und vor allem wird niemals etwas ins lächerliche gezogen. Direkt ab den ersten Seiten muss man Nemec einfach mögen und ins Herz schließen. Trotz seinem schweren Schicksalsschlag, dass er 13 Jahre seines Lebens "verpasst" hat, ist er einfach nur fröhlicher Kerl, der in allem nur das gutes sieht und vor allem niemals aufgibt! Da könnten sich bestimmt viele Menschen eine kleine Scheibe abschneiden :) Mir hat es wahnsinnig viel SPaß gemacht dieses Buch zu lesen und letztendlich war es leider iel zu schnell vorbei!Fazit:Ein sehr berührendes Buch, welches einen aber auch zum Schmunzeln und Lachen bringt! Absolute Leseempfehlung vor allem, wenn man sich gerne mit aktuellen Themen beschäftigt!

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    • 2
  • Interessantes und humorvolles Buch zum Thema Flchtlinge

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Vampir989

    19. November 2017 um 16:18

    Klapptext:Lolek Nemec hat alles hinter sich: Flucht, Aufnahmelager, Behörden, Sprachprobleme – kurzum: Die Integration.Und soll dann als ehrenamtlicher Helfer in einem bayrischen Flüchtlingsheim aushelfen. Als notorischer Schwätzer stets wider Willen komisch, gibt er sein Bestes, um den Bewohnern zu helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern: Behördliche Paragrafensucht, Überforderung in vielen Bereichen und Institutionen und ständige Konfrontation mit Vorurteilen machen es den Flüchtlingen nicht leicht, sich in Deutschland zu integrieren. Das Buch erfüllt die tradierte Funktion des Schelmenromans, gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten zu zeigen. Letztlich geht es um die Frage, wie man trotz der widrigen Umstände doch ein guter Mensch bleiben kann.Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Jaromic Konecny ist hier wirklich ein richtig gutes Werk gelungen.Lolek Nemic muß als ehemaliger Flüchtling eine Strafe in einem Übergangsflüchtlingsheim abarbeiten.Er lernt dort die unterschiedlichsten Menschen kennen und lieben.Da er selbst als Flüchtling schon sehr viele Erfahrungen gemacht hat,versteht er die Menschen in diesem Heim natürlich sehr gut und fühlt mit Ihnen.Wir erfahren sehr viel über die unterschiedlichsten Kulturen,Bräuche und Gewohnheiten der einzelnen Nationen.Auch baut der Autor viele eigene Erfahren aus seinem Leben mit ein .Dies ist ihm hervorragend gelungen.Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz.Bei einigen Situationen habe ich mich köstlich amüsiert und geschmunzelt.Das eigentlich ernste Thema Flüchtlingsintegration bleibt dabei aber immer im Vordergrund.Das hat mir sehr gut gefallen.Auch der Schreibstil ist sehr flüssig und locker.Ich bin bin mit dem lesen sehr gut voran gekommen.Die Protoganisten wurden hervorragend beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere die bestens heraus gearbeitet wurden.Nemec fand ich sehr sympatisch.Aber auch Bruni und Anna fand ich liebreizend und nett.Natürlich gab es auch einige Figuren die ich nicht so liebenswert fand.Dem Autor ist es perfekt gelungen hier ein Buch zu schreiben das zum Nachdenken anregt,Viele Menschen haben große Vorteile gegenüber Flüchtlinge und erfragen nicht die Gründe warum sie ihr eigenes Land verlassen haben.Ich habe mit großem Interesse dieses Buch gelesen.Gerade die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor fand ich richtig toll und machte diese Lektüre für mich sehr lesenswert.Ich finde das diese Lektüre eigentlich jeder Mensch lesen sollte und dann kann er sich seine eigene Meinung bilden.Ich vergebe glatte 5 Sterne.

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  • Jeder Mensch ist ein Mensch – nicht mehr, aber auch nicht weniger

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Sikal

    18. November 2017 um 08:23

    Lolek Nemec, selbst ehemaliger Flüchtling und nun verurteilt zu Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim, hat bereits ein bewegtes Leben hinter sich. Mit seiner großen Liebe Anna landete er vor zig Jahren in Deutschland, verfolgte ehrgeizig ein Studium bis er seine „Doktorurkunde“ endlich in den Händen hielt. Trotzdem läuft nicht alles so nach Nemec Plan woraufhin er für 13 Jahre ins Koma fällt. Seit seinem Aufwachen hat sich Nemec vorgenommen, den Dingen nur mehr positiv zu begegnen und diesem Grundsatz bleibt er treu.   Nemec ist der Sonnenschein des Buches, er redet wenn er etwas zu sagen hat und steht hinter seiner Meinung. Mit seinen Geschichten, seinem Redeschwall und den oftmals zufälligen Auswirkungen eines kleinen Impulses macht er sich nicht nur Freunde. Doch Nemec wäre nicht Nemec wenn er die Flinte ins Korn werfen würde – nein, er ist ein Mann der Tat und so manches verzwickte Ereignis wendet sich letztendlich doch noch zum Positiven.   Jaromir Konecny schreibt mit einer so herzlichen Art, dass man gar nicht anders kann als Nemec und die anderen Bewohner des Flüchtlingsheimes sympathisch zu finden. Der Autor hat nichts beschönigt, doch auch nicht verteufelt – Menschen jedes Landes haben ihre Eigenheiten, es gibt gute und schlechte Charaktere (um es jetzt mal vereinfacht zu sagen), was nicht von Hautfarbe oder Nationalität abhängig ist.   Doch trotz des ernsten Themas schafft es der Autor, sehr humorvolle Situationen einzubauen und den Flüchtlingen eine Stimme zu geben: Nemec. Gewisse autobiographische Einflüsse des Autors sind vermutlich rein zufällig… Sehr unterhaltsam, tiefsinnig und leider nach wie vor aktuell.   5 wohlverdiente Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec" von Jaromir Konecny

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    jaromir

    Liebe Leute,vor zwei Jahren diskutierten wir bei LovelyBooks über mein damals letztes Jugendbuch "Herz Slam". Manche von Euch waren dabei sehr poetisch, so dass die Diskussion einem Poetry Slam ähnelte. 😊 Das hat mich sehr gefreut.Jetzt möchte ich hier eine Leserunde mit meinem neuen Buch "Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Němec" (Verlag ECOWIN, Red Bull Media House) starten und Euch zu der Leserunde einladen. Bei dieser Leserunde dürfen wir nicht nur poetisch sein sondern auch lustig, trotz der ernsten Themen Flucht und Migration. Denn der Held des Romans, der Migrant Němec, will an jeder noch so traurigen Sache ihre lustige Seite finden, wie das folgende Zitat aus meinem Buch zeigt:„Gut, dass du darüber lachen kannst, Bruni“, sagte Němec. „Das hat mich meine Mutter auch gelehrt. Bevor sie mir wegen eines Streichs den Hintern versohlte, hat sie immer gesagt: ‚Jede noch so traurige Sache hat ihre lustige Seite, Lolek! Du musst sie nur finden.‘“Němec denkt nun mal: wir haben schon genug über das Traurige und Schlechte im Leben und auf der Welt gejammert. Genutzt hat das nichts. Vielleicht verstehen wir den anderen besser, wenn wir mit ihm einfach lachen können. Wenn zwei sich mit einem Lächeln im Gesicht begegnen, ist die Begegnung immer schön.Am Montag, dem 9.10.17, werde ich 20 Exemplare meines neuen Romans verlosen und hier die Namen der Gewinner bekannt geben. An der Verlosung können alle teilnehmen, die hier kurz schreiben, was das Lustigste war, was sie in der letzten Zeit erlebt hatten, was sie zum Lachen oder auch nur Lächeln gebracht hatte. Ein Satz oder ein paar Sätze reichen vollkommen. Dieses Erlebnis kann auch sehr „subjektiv“ lustig sein, muss uns andere nicht zum Lachen bringen. Hauptsache man selbst hat gelacht oder gelächelt. Ein Lächeln als eine Eintrittskarte für den Lostopf. Ist das nicht schön?In meinem Roman konnte ich meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse als Flüchtling und Migrant in Deutschland aufarbeiten. Trotz der autobiografischen Bezüge, die Ihr im Nachwort erfahren könnt, spielt sich die Geschichte aber nicht 1982 ab, als ich nach Deutschland kam, sondern im Jahr 2016 - in einem Flüchtlingslager bei München.Zuallererst würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr bei der Lektüre Spaß habt, an den vielen Geschichten darin über kulturelle und sprachliche Missverständnisse, die Migranten in Deutschland täglich erleben:Zum Beispiel wenn Lemlem aus Eritrea über deutsche Partys sinniert:„Am Anfang habe ich ein paar Wochen in München gewohnt. Dort haben mich deutsche Freunde zu einer echten deutschen Party eingeladen. Mann! Die Gäste haben zur Party Essen mitgebracht. … Wenn ein Besucher zu uns in Eritrea Essen mitgebracht hätte, hätte er meine Mutter sehr beleidigt. Als ob der Besucher zeigen wollte, dass meine Mutter nicht kochen kann. Weißt du, was noch komischer ist? Auf einer Party in Deutschland stehen die Leute nur herum und reden, statt zu feiern. Tanzen nicht, singen nicht, nur reden. … Das Schlimmste aber: Man lässt dich ausreden! Das ist bei uns eine ganz schlimme Beleidigung! Als ob man dir zeigen möchte, es ist nicht interessant, worüber du sprichst. Ich finde es nicht nett, wenn man mich ausreden lässt und mich nicht hin und wieder unterbricht.“Außerdem erfahrt ihr im Roman über die U-Boot-Krankheit, für die Lagerbewohner sehr anfällig sind, über Emigrantenträume und vieles andere. Selbstverständlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und das Leben sowieso, dem Motto des Romans entsprechend:Leben, lieben, lachen.Wenn Ihr etwas mehr über mich und meine eigenen Erfahrungen als Flüchtling und Migrant erfahren wollt, könnt Ihr das Nachwort meines Romans lesen, oder mich bei Facebook besuchen. Dort poste ich nahezu jeden Tag etwas Neues, in meinem Profil, der öffentlich ist, und auf meiner Autorenseite:https://www.facebook.com/jaromir.konecny2https://www.facebook.com/Jaromir.Konecny.AutorenseiteFreue mich auf die Leserunde!Viel Glück bei der Verlosung und viel Spaß bei der Lektüre!Poetische GrüßeJaromir

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  • „Arm sind die Menschen, die keine Geschichten erleben“

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Geri

    06. November 2017 um 15:41

    Protagonist Lolek Nemec redet viel. Okay, sehr viel. Jedoch redet er immer nur, wenn er auch etwas zu sagen hat. Sein spannendes Leben bietet dahingehend viele Möglichkeiten. Als Flüchtling nach Deutschland gekommen, aufgrund einer unglücklichen Liebschaft 13 Jahre im Koma verbracht und nun als ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer tätig, nimmt er jede noch so ärgerliche Situation mit Humor. Diese konstant positive Sichtweise macht ihn aus und ist immer wieder Teil der Handlung. Es lassen sich neben Nemec aber auch noch viele andere interessante Charaktere in dem Buch finden. So gibt es u.a. die gute Seele, die alles am Laufen hält, Menschen, die andere gerne über einen Kamm scheren, Menschen, die mit viel Hoffnung unterwegs sind, den gutmütigen Freund, eine hübsche Frau mit eigenwilligem Charakter und natürlich darf auch eine Art Gegenspieler nicht fehlen – in diesem Fall sind Ähnlichkeiten zu lebenden Personen wohl nicht ganz rein zufällig… Jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und ist nicht ohne Grund, wie er ist. Von manchen Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtung erfährt man die persönliche Geschichte oder zumindest Teile davon, was ich als besonders spannend empfunden habe. An dieser Stelle bedauert man, den kompakten Umfang des Buches. Gerne hätte ich noch mehr Eigenheiten der Deutschen aus afrikanischer oder tschechischer Sicht erfahren, die immer wieder in die Gespräche der Figuren eingewebt wurden.Autor Jaromir Konecny befasst sich hier mit einem ernsten Thema, nämlich der Integration von Flüchtlingen, jedoch geht er damit auf seine ganze eigene Weise um. Er würzt dieses mit dem für ihn bekannten Humor, der dafür sorgt, dass selbst den traurigsten gesellschaftlichen Erkenntnissen die Schwere genommen wird. Unverkennbar ist auch, dass ein erfahrener Poetry Slammer am Werk ist, denn es wimmelt nur so von schönen Gedanken á la "Wir müssen nicht die ganze Welt verstehen, sondern immer nur ein kleines Stück davon".Ergänzt wird alles am Ende noch durch die persönlichen Erfahrungen des Autors, denn er weiß genau wovon er schreibt. Weit herum gekommen und selbst als Flüchtling in einer Erstaufnahmeeinrichtung gelebt, hat er viele verschiedene Menschen getroffen und war nie abgeneigt sich deren Geschichten anzuhören. Vermutlich die beste Grundlage für ein vielseitiges Buch wie dieses. Fazit:Kurzweiliges Buch mit wichtiger Botschaft. Empfehlenswert für jeden, da es auf unterhaltsame Weise Menschlichkeit vermittelt. 

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  • Nemec hat sich in mein Herz und Hirn gelächelt

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    danielamariaursula

    03. November 2017 um 12:12

    Lolek Nemec ist vor Jahren aus der Tschecheslowakai nach Deutschland geflohen und hat ein Jahr in einem Flüchtlingsheim gelebt, ehe er als Asylberechtigter anerkannt wurde. Dann studierte er Informatik nachdem er zuvor erfolgreich sein Abiturzeugnis fälschte und promovierte und all das nur, um seiner großen Liebe Anna durch einen Doktortitel und eine deutsche Staatsbürgerschaft zu imponieren. Der Lohn: sie überfährt ihn wütend mit ihrem schicken BMW und er fällt für 13 Jahre ins Koma. Als er aufwacht ist alles anders und er wird der Urkundenfälschung angeklagt: weil er so unterhaltsam ist, wird er zu Sozialstunden im Flüchtlingsheim Schamberg verurteilt. Denn Nemec liebt Geschichten, die das Leben schreibt! Auch in den traurigsten Geschichten kann er meist noch eine lustige Seite entdecken, über die er lachen kann. Das kleine überschaubare Heim, in das er für 3 Monate einzieht, bietet ihm jede Menge neuer Geschichten, an denen er immer eine heitere Seite finden kann, über die er schmunzelt, denn Nemec nimmt das Leben mit einem Lächeln. So wird er auch direkt herzlich von der blumigen Bruni, der inoffiziellen Leiterin der Einrichtung und Hausmeister Frank, sowie den diversen Flüchtlingen vor alle aus Syrien und Eritrea aufgenommen. Sein größtes Glück jedoch, daß er sogleich wieder eine neue Anna erspäht, die ihn zwar nicht ins Koma befördert, sondern erst einmal schlägt. Anfangs wurde ich nicht so ganz warm, mit dem ewig lächelnden sanften Riesen, der den Grausamkeiten des Lebens mit unnachahmlicher Gelassenheit begegnet. Er labert teilweise ohne Ende. Der Roman beginnt mit der Gerichtsverhandlung wegen Urkundenfälschen (nein, dies ist nicht gespoilert, der wahre Knaller hinter dieser Fälschung wird nicht verraten), bei der Nemec ohne Punkt und Komma redet, so daß am Ende sogar der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft eine Ordnungsstrafe riskierte. Was habe ich mit denen gelitten, denn ich kenne solche Verhandlungen zur Genüge! Doch auch wenn ich anfangs von Nemec genervt war, vor allem aus persönlicher Betroffenheit der Strafverteidigerin, so hat er sich doch langsam still und leise mit seinem Lächeln und seiner Entschlossenheit das Leben zu genießen und Ruhe zu bewahren, in mein Herz geschlichen. Die Absurditäten seiner Erlebnisse, des Behördendschungels, die Typen auf die er trifft, lassen einen schmunzeln und unterhalten. Doch ist dieses Buch viel mehr. Der Autor greift auf seine eigenen Erfahrungen zurück und ich verdächtige Nemec ja schon Jaromir Konecnys Alter Ego zu sein, nein es steckt auch voller Wahrheit, Weisheit und Schönheit. Als Poetry Slammer schafft es Konecny wunderschöne Sätze durch Lolek Nemec und seine Freunde sprechen zu lassen. Es sind nicht nur solch altbekannte Erkenntnisse, daß jeder ein Ausländer ist, fast überall. Es geht um den Genuss des Lebens, mit allen Sinnen, mit Humor und Gelassenheit, um die Liebe zu Sprache, zu Büchern und Beharrlichkeit. Anders als einige Bestseller, die Weisheiten versprühen, empfand ich diese Überlegungen niemals banal. Dieser Roman ist völlig anders, als seine Jugendromane, bei denen ich Tränen gelacht habe. Dennoch ist dieser Kampf der Flüchtlinge und ihrer Helfer wirklich amüsant, teilweise aber auch tragisch und zum Kopf schütteln. Je länger ich in diesem Buch gelesen habe, desto besser gefiel es mir und desto mehr setzte es sich heimlich still und leise in meinem Bewußtsein und in meinem Gedächtnis fest. Lolek Nemec und seine Anekdoten werden mich nun wohl ein Leben lang begleiten. Ein Gedanke, der mich lächeln lässt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, war es letztendlich so wunderbar, daß es 5 von 5 Sternen verdient hat.

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    • 4
  • schon lange nicht mehr so viel gelacht beim Lesen - aber Nemec macht es möglich

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Bibilotta

    01. November 2017 um 15:47

    Also bei dem Cover musste ich erstmal grübeln … was soll der Kartoffelstempel? Was hat das mit der Geschichte zu tun? Leicht irritiert aber doch auch schräg und neugierig machend wirkte es dann doch auf mich. Nach der Kurzbeschreibung war klar – auf diese Geschichte will und muss ich mich einlassen -immerhin weiß ich, dass Jaromir Konecny eine sehr humorvolle und skurrile Schreibart hat – wie ich bei „HerzSlam“ schon ein wenig kennenlernen durfte (Wobei HerzSlam auch ein Jugendbuch ist). Fakt – ich musste es genauer wissen… also ran und mitgemacht bei der Leserunde. Sehr schnell war klar – das Buch ist klasse – regt zum Grübeln an – bringt zum Lachen obwohl es um ein ernstes und aktuelles Thema geht. Aber wer, wenn nicht Jaromir Konecny könnte das besser hier rüberbringen und davon berichten, wenn nicht er. Immerhin war er vor Jahren selber mal Flüchtling und Migrant – und Nemec – ja – der auch! Zu Beginn war ich mich schon fast am wegschmeissen vor lachen – schon sehr skurril, schräg und wahnsinnig witzig lernt man hier Nemec kennen – der uns durch die ganze Geschichte führt. Ich will Nemec hier gar nicht großartig vorstellen – macht euch da ein eigenes Bild. Ich habe es so erlebt – dass sich meine Einstellung zu ihm im laufe der Geschichte verändert hat – und das fand ich spannend. Aber nicht nur Nemec spielt hier eine interessante Rolle -auch einige andere Persönlichkeiten gestalteten sich sehr interessant und schön heraus. Dazu kommt, dass man einen ganz anderen Blick auf ein Flüchtlingswohnheim bekommt – dass man mehr über Kulturen erfährt – und das ganze realistisch und mit einer Menge Skurrilität und Humor verwickelt. Ernste Themen müssen nicht immer trocken und staubig beschrieben werden – das geht auch ganz anders – und so ist es auch hier in diesem Buch. Und an der Ernsthaftigkeit geht durch diesen Witz und den Charme nichts verloren – im Gegenteil. Jaromir Konecny bietet dem Leser hier einen Einblick – der es in sich hat – im positiven Sinne. Man fliegt hier regelrecht durch die Seiten – kann teilweise nicht mehr vor Lachen – und die AAAh und OOOhs bleiben auch nicht aus- so ging es mir zumindest. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen – auch wenn vielleicht nicht jeder mit dieser Art Humor klar kommt – aber ich denke, dass genau durch solche Bücher die Augen geöffnet werden und man den ein oder anderen Einblick in die ganze Thematik bekommt … Nemec ist es definitiv wert kennengelernt zu werden …. und dann – ja dann erfahrt ihr auch, was es mit dem Kartoffelstempel auf sich hat *lach*   Fazit „Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec“ von Jaromir Konecny ist ein Buch, das einiges mit sich bringt. Ich war überrascht wie humorvoll, skurril und schräg doch ein so ernstes und aktuelles Thema hier umgesetzt wird. Es kann Augen öffnen – den Blickwinkel weiten und nachdenklich stimmen. Man lernt und erfährt einiges, was man so auf den ersten Blick nicht erahnt – und man fühlt sich bestens unterhalten – denn soviel gelacht bei nur einem Buch hab ich schon lange nicht mehr.

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  • Jeder Mensch ist ein Ausländer - fast überall.

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Leserin71

    28. October 2017 um 12:05

    Nach 13 Jahren im Koma hat Nemec hat viele Veränderungen in Deutschland nicht mitbekommen. Zur Strafe für seine Urkundenfälschung soll er in einem Flüchtlingsheim helfen und stellt fest, dass sich gar nicht so vieles verändert hat, seitdem er vor langen Jahren aus der Tschechoslowakei nach Bayern geflüchtet war. Eines ist jedoch anders: Anna.Meine Meinung:Jaromir Konecny ist selbst aus der Tschechoslowakei geflüchtet und kann hier mit authentischen Erlebnissen überzeugen. Nemec ist quasi sein Alter ego, der immer wieder seine Erlebnisse heute und damals vergleicht, freilich ohne dabei ostalgisch zu werden.Auch die Fremdenfeindlichen kommen zu Wort, allerdings nicht gut weg. Der Bürgermeister wirft nur mit Gemeinplätzen um sich, dass es schon fast wieder lustig ist. Auch wie ein eingewanderter Sachse den Zuzug nach Bayern sieht, wird auf die Schippe genommen.Immer wieder wechselt der Autor ab zwischen heiteren Szenen, herrlichen Bonmots und auch nachdenklichen Begebenheiten. Die Gratwanderung ist ihm gut gelungen. Am Ende geht es ja nur darum, ein Mensch zu sein und als Mensch andere als Menschen wahrzunehmen und zu behandeln. Dieses Plädoyer für mehr Mit-Menschlichkeit bekommt von mir 5 Sterne!

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  • Integration will gelernt sein

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Mrs. Dalloway

    26. October 2017 um 14:52

    Nemec kommt selber aus Tschechien und soll nun ehrenamtlich in einem Flüchtlingsheim in Bayern aushelfen. Es handelt sich laut Klappentext um einen Schelmenroman, in dem gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten aufgezeigt werden. Und das würde ich so auch unterschreiben.Das Buch ist in viele relativ kurze Kapitel unterteilt, was mir gut gefällt. Das trägt neben dem witzigen und lockeren Schreibstil zum schnellen Lesen des Buches bei. Nemec ist ein Protagonist, der mir sehr sympathisch ist. Er redet ein bisschen viel, aber das führt auch zu vielen witzigen Situationen im Buch. Generell gibt es total viele witzige Stellen im Buch, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Vor allem hat mir neben Nemec die gute Bruni sehr gut gefallen. Eine tolle Figur für ein solches Buch. Auch die wilde Anna hat mich oft zum Lachen gebracht.Fazit: ein lustiges Buch mit einem ernsten Hintergrund. Die Flüchtlingsproblematik ist immer noch aktuell und sollte nicht vergessen werden. Ich empfehle das Buch gerne allen interessierten Lesern weiter.

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  • Ein unglaubliches Leseabenteuer

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    esposa1969

    25. October 2017 um 19:38

    Klappentext:Lolek Němec hat alles hinter sich: Flucht, Aufnahmelager, Behörden, Sprechprobleme – kurzum: Die Integration. Und soll dann als ehrenamtlicher Helfer in einem bayrischen Flüchtlingsheim aushelfen. Als notorischer Schwätzer stets wider Willen komisch, gibt er sein Bestes, um den Bewohnern zu helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern: Behördliche Paragrafensucht, Überforderung in vielen Bereichen und Institutionen und ständige Konfrontation mit Vorurteilen machen es den Flüchtlingen nicht leicht, sich in Deutschland zu integrieren. Das Buch erfüllt die tradierte Funktion des Schelmenromans, gesellschaftliche Missstände in all ihren Skurrilitäten zu zeigen. Letztlich geht es um die Frage, wie man trotz der widrigen Umstände doch ein guter Mensch bleiben kann.Leseeindruck:In dem Roman "Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Němec" von Erfolgsautor Jaromir Konecny lernen wir LolekNěmec der sich vor Gericht dafür verantworten muss, da er Urkundenfälschung mittel Kartoffelstempel begangen hat. Seine Strafe fällt recht umgänglich aus: Er - selbst ehemaliger Flüchtling - muss im Flüchtlingsheim „Haus Hoffnung“ ehrenamtlich seine Strafe ableisten. Hier gewährt uns der Autor einen tiefen Einblick in den Alltag eines Flüchtlingheimes und dessen Bewohner udn Helfer, von denen es viele liebenswerte gibt....Auf seine gewohnt witzige Art schreibt der Autor diesen Roman, über einen Mann, der sich selbst auch gern mal auf die Schippe nimmt ... bewusst oder unbewusst. Über Menschen, die es alle wert sind ein Leben zu führen in Frieden und Freiheit. Egal woher man kommt und wohin man will, überall gibt es gute Menschen und auch böse Menschen ungeachtet dessen, welcher Nationalität sie angehören. Die Figuren werden sehr real gezeichnet und bedienen sich oftmals auch einem Klischee und lassen auch hinter ihren Fassaden blicken. Trefflich endet dieser Roman mit den salomonischen Worten des Autors:»Ich wollte nur den Leser, die Leserin und mich unterhalten und zeigen, dass hinter jedem Flüchtling ein Mensch steht – nur ein Mensch! Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Wenn wir unsere Augen und Herzen öffnen, können wir irgendwann alle zusammen lachen. Hier auf unserem schönen Planeten.«Der Roman ist witzig, regt zum Nach- und Umdenken an und liest sich vortrefflich. Die rund 250 Seiten, die mit einer kleinen Biografie des Autors enden, haben mich sehr unterhalten und vllt. ein wenig offener allem Fremden gegenüber zurückgelassen.@ esposa1969

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  • Was ein Flüchtling so erlebt...

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Igela

    24. October 2017 um 09:54

    Lolek Nemec ,ein Tscheche, wird wegen Urkundenfälschung verurteilt. Als Strafe muss er 90 Tagessätze  als ehrenamtlicher Helfer in einem Uebergangsheim für Flüchtlinge seinen Einsatz leisten. Er trifft dort auf viele liebenswerte Menschen.... wie Bruni, die Deutschkurse gibt . Aber auch auf Menschen, die am liebsten keinen Flüchtling in der Nähe möchten, wie  Bürgermeister Eichelbauer.Nemc wachsen sehr schnell die Flüchtlinge, die dort leben, ans Herz und er gibt sein Möglichstes um ihnen zu helfen und sie zu unterstützen. "Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec" ist nicht das erste Buch, das ich von Jaromir Konecny gelesen habe. Wie auch in den anderen Büchern, habe ich seinen unvergleichlichen , flüssig zu lesenden Schreibstil, wieder gefunden. Die Story ist gut durchdacht und der Plot erfrischend anders. Die Sicht auf Flüchtlinge und ihre Situation aus der Sicht eines ehemaligen Flüchtlings empfand ich als einfallsreich und neu. Die verschiedenen Kulturen und ihre Gewohnheiten und Bräuche sind gut beschrieben. Ich habe mir zum Beispiel nie überlegt, dass unser Brauch, Essen zu einer Party mitzubringen in anderen Kulturen eine Beleidigung ist. Das Buch ist in dem Genre "Humor" eingeteilt. Leider hat die Geschichte meinen Sinn für Humor nicht ganz getroffen. Ich habe schon ab und zu geschmunzelt. Doch laut gelacht , wie einige meiner Mitleser in der Leserunde, war definitiv bei mir nicht angesagt. Ein weiteres Problem war wahrscheinlich auch, dass ich als nicht Deutsche , viele Witze einfach nicht verstand. Gerade wenn es politisch wurde, musste ich mir eingestehen, dass ich die politischen Personen und die Gegebenheiten zu wenig kenne. Ich empfand die Figuren gut charakterisiert. Nemec war mir leider nicht wirklich sympathisch. Er spricht ohne Punkt und Komma, kommt vom Hundertsten ins Tausendste, erzählt immer wieder von früher…dies alles zusammen empfand ich als ermüdend und etwas nervig. Ich denke nicht, dass ich mit einer Person wie Nemec im realen Leben zurecht kommen würde, da ich schon im Buch froh war, wenn er mal die Klappe hielt. Teilweise sind die Figuren überspitzt dar gestellt ,auch sehr schwarz weiss gezeichnet. Der Bürgermeister Eichelbauer war für mich ein Beispiel des rassistischen und ausländerfeindlichen Deutschen. Bruni, die Deutschlehrerin , der Gegensatz dazu. Ein Buch, das mich nicht gerade vom Hocker gehauen hat vor Witz …vielleicht weil ich es erschreckend authentisch empfand ?

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  • Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Rees

    23. October 2017 um 16:32

    Lolak Nemec muss als ehrenamtlicher Arbeiter im Flüchtlingsheim " Haus Hoffnung " seine Strafe abarbeiten, da er zweimal sein Abiturdiplom gefälscht hatte und zwar mit einem Kartoffelstempel. Wie es dazu kam und weshalb, ist eine äusserst unterhaltsame Episode , die man von Nemec selber gehört haben muss. Als gut eingebürgerter Migrant kann er in diesem Asylanteheim vielen Menschen helfen, weil  er sie versteht wie kein anderer. Nemec ist ein Unikat und hat viele Geschichten zu erzählen. Von seiner Heimat in Tschechien, seiner Mutter , die ihn hart aber herzlich erzogen hat und von seiner Liebe zu Anna, die ihn abblitzen liess , trotz seines Deutschen Passes und dem Doktortitel, den er sich mühsam erarbeitet hatte. Und wenn Nemec erzählt gibt es kein Halten mehr, seine Geschichten sind beinahe unglaublich und immer sehr humorvoll. Im Asylheim " Haus Hoffnung " arbeitet die gutmütige Bruni und hält als "Schlummermutter "die Zügel  fest im Griff. Sie ist wirklich eine Seele von Frau und hat ein grosses Herz für alle. Auch Hausmeister Frank schaut immer zum Rechten und ist nicht mehr wegzudenken. Einige Ehrenamtliche helfen dort mit und machen den Flüchtlingen das Leben etwas erträglicher. Der Einblick in so ein Lager ist sehr realistisch wiedergegeben und macht auch nachdenklich. So viele bürokratische Hürden sind zu nehmen und amtliche Bestimmungen zu erfüllen, dass es beinahe lächerlich erscheint. Auch das Verhalten der Menschen im Dorf ist zum Teil sehr unmenschlich und rassistisch, allen voran Bürgermeister Eichelbauer, der das Heim lieber heute als morgen schliessen will. So hetzt er die Bürger gegen die Asylanten auf und verbreitet Lügen. In vielem erinnert er an den amerikanischen Präsidenten Trump und leider hat er auch, wie dieser ,seine treuen Anhänger, die alles mitmachen ohne nachzudenken. Die Geschichte ist äusserst unterhaltsam , witzig , ironisch, manchmal etwas zweideutig und derb , aber auch ernst und sehr informativ. Zweifellos ein gutes Buch um Vorurteile abzubauen , ein Plädoyer für mehr  Menschlichkeit und Toleranz.

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  • Jeder Mensch muss wissen, dass der andere auch ein Mensch ist...

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    mysticcat

    22. October 2017 um 08:16

    Von Jaromir Konecny habe ich mittlerweile schon ein paar Bücher gelesen, die jedoch alle im Jugendbuchbereich angesiedelt waren (Herz Slam, Tote Tulpen, Falsche Veilchen). Ich war gespannt auf das erste Erwachsenenbuch, das ich von diesem Autor lese, ganz besonders, weil es autobiographische Elemente beinhaltet.   Die Geschichte um Lolek Nemec, der 1988 in einem bayrischen Flüchtlingslager landet, zusammen mit seiner Jugendliebe, der ein Studium samt Doktorat abschließt und für mehr als ein Jahrzehnt ins Koma fällt und dann zu Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim verurteilt wird, ist so weit hergeholt, dass sie schon wieder glaubwürdig rüber kommt.   Besonders schön ist in diesem Buch die Sprache der einzelnen Charaktere herausgearbeitet. Lolek, der von sich selbst als Nemec spricht, ist gebürtiger Tscheche mit polnischem Vornamen, dessen Nachname Deutscher bedeutet, was sich wiederum von „stumm“ ableitet. Jeder Mensch sucht im Leben etwas, das es sich zu sammeln und zu bewahren lohnt: im Fall des Protagonisten sind es Geschichten, die er erleben und erzählen möchte. Ebenso gerne erzählt er die Geschichten die andere erlebt und erzählt haben und bezeichnet sich selbst im Buch auch als Geschichtensammler.   Ein weiterer Charakter, der mir sehr gut im Gedächtnis geblieben ist, ist der blumig sprechende Frisör, der den Großteil seiner Deutschkenntnisse aus Frauenromanen angelesen hat und jetzt im Alltag diese blumige Sprache verwendet.   Die Botschaft, dass es in jeder Gesellschaft und jeder Bevölkerungsgruppe gute und schlechte Menschen gibt, bringt der Autor glaubwürdig und ohne erhobenen Zeigefinger mit viel Humor und Fingerspitzengefühl herüber. In diesem Buch wird nicht bloßgestellt, es wird auf keine Vorurteile zurückgegriffen (mit Ausnahme der sehr rechts orientierten Charaktere, die diese Aussagen benötigen, um den eigenen Standpunkt klar so machen) und trotz der Kürze des Buches jeder Charakter sehr individuell dargestellt. Für die spannenden und teilweise etwas exzentrischen Charaktere schätze ich diesen Autor ganz besonders.   Fazit: Jaromir Konecny überzeugt auch mit diesem Erwachsenenbuch zum heiklen Thema Flucht und Migration.

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  • Ernstes Thema humorvoll behandelt

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    mabuerele

    "...Das Wichtigste im Leben ist, Farbe zu bekennen. Egal, wie viele eine andere Farbe tragen..." Lolek Nemec ist 1988 aus der Tschechoslowakei nach Deutschland geflohen. Hier hat er sich mittlerweile integriert. Doch nun wird er angeklagt, sein Abiturzeugnis gefälscht zu haben und landet vor Gericht. Dort redet er den Richter in Grund und Boden. Ihm wird auferlegt, Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim abzuarbeiten. Er landet in einem Flüchtlingsheim in der Nähe von München. Der Autor hat ein ernstes Thema in einer amüsanten Handlung verpackt. Schon seine Protagonisten sind etwas Besonderes, sei es die Heimleiterin Bruni oder der Hausmeister Frank Ott. Beide haben ein großes Herz für die ihnen anvertrauten Migranten. Das hindert Bruni aber nicht daran, für Disziplin und Ordnung zu sorgen und wenn notwendig, auch deutliche Worte zu sprechen. Gleichzeitig motiviert sie die Flüchtlinge zum Erlernen der deutschen Sprache und hat dabei verblüffende Erfolge. Ihnen gegenüber steht der Bürgermeister des Ortes, der jede Gelegenheit nutzt, gegen die fremden Stimmung zu machen. In diese Gemengelage passt Nemec hervorragend herein. Er profitiert von seinen eigenen Erfahrungen in Flüchtlingslagern. Und dann gibt es noch Anna, eine junge Frau im Ort, mit der Nemec mehrmals im wahrsten Sinne des Wortes zusammenstößt. Der Schriftstil des Buches zeichnet sich durch seinen Humor aus. Das belegt das folgende Zitat. "...Dass ein Mann einer Frau nie widersprechen sollte, hat meine Mutter mir mit Hilfe eines großen Holzlöffels beigebracht..." Es stammt von Nemec und zeigt ein häufig genutztes Stilmittel. In schwierigen Situationen erzählt Nemec Geschichten aus seiner Kindheit. Immer steht seine Mutter im Mittelpunkt. Für mich ergibt sich aus diesen Erzählungen das Bild einer starken, durchsetzungsfähigen Frau, die trotzdem ein großes Herz für ihre Mitmenschen hatte. Das Eingangszitat ist ein Beispiel dafür, dass neben Ironie und Humor auch eine Spur Philosophie im Buch zu finden ist. Zu beiden Stilelementen hätte ich eine Reihe von Zitaten anfügen können. Der Autor verschweigt bei aller Leichtigkeit nicht, das es natürlich auch Probleme im Zusammenleben gibt. Anna zum Beispiel fühlt sich belästigt, wenn ihr junge Männer nachpfeifen. Geschickt wird allerdings vermittelt, das es gleiche Verhaltensweisen auch unter der eingesessenen Bevölkerung gibt. Dorschden mit seinem sächsischen Dialekt mit bayrischer Note, um die Formulierung des Autors zu verwenden, fällt durch seine Fremdenfeindlichkeit besonders auf, bekommt aber von einer Thüringerin geschickt Paroli geboten. Nemec hat als Tscheche einen besonderen Blick auf Deutschland. Er sieht sehr viel Positives, kommentiert aber auch negative Entwicklungen. Vor allem die deutsche Bürokratie mit ihren Risiken und Nebenwirkungen kommt bei ihm nicht gut weg. Gut bekommt es dem Buch, dass Nemec Vergleiche zieht zwischen seinem eigenen Erleben als Flüchtling und dem, was er nun erlebt. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Es ist nicht einfach, Menschen mit völlig verschiedenen Lebenserfahrungen und kulturellen Hintergründen unter einem Dach zu vereinen. Unterschwellig wird deutlich, das die Kinder beim Spiel kaum Probleme im Umgang miteinander haben. Auf dem Umschlag wird das Buch als Schelmenroman bezeichnet. Das passt. An manchen stellen fühlte ich mich an „Die Geschichte des braven Soldaten Schwejk“ erinnert. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es regt zum Nachdenken über unser Verhalten an, nimmt Vorurteile gekonnt auf die Schippe und stellt Menschlichkeit ins Zentrum des Handelns. Das abschließende Zitat bringt das ganze nochmals auf den Punkt: "...Jeder Mensch muss wissen, dass der andere auch ein Mensch ist..."

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    • 7

    Avirem

    22. October 2017 um 07:59
    parden schreibt Ich glaube, mit Humor lassen sich viele ernste Inhalte besser verpacken...

    Ich glaube auch das das so ist.

  • Neustart für Lolek

    Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec

    Tulpe29

    20. October 2017 um 17:10

    Dieses sehr lesenswerte, unterhaltsame und berührende Buch bringt dem Leser die  oft vom Schicksal hart getroffenen Flüchtlinge in deutschen  Aufnahmelagern menschlich näher. Man erfährt, teils auch auf sehr witzige, teils anrührende Weise, mehr vom Leben einzelner Personen und ihre Beweggründe für die Flucht aus ihrer Heimat.Der Protagonist Lolek Nemec war Ende der 80er Jahre selbst ein Flüchtling, vorwiegend aus politischen Gründen. Nach vielen Jahren der Integration gerät er als ehrenamtlicher Helfer wieder in eine Flüchtlingsunterkunft und erlebt  dort allerhand.Es gibt nicht nur ernste und traurige Geschichten, auch der Humor kommt glücklicherweise nicht zu kurz. Die Tschechen sind eben (fast)  alle Nachfahren von Schwejk, wie im Buch mehrfach festgestellt wird. Das wirkt sich auf Lolek und seine Umgebung durchaus positiv aus. Er ist eine Bereicherung für das Heim. Auch für ihn ergeben sich durch seine Tätigkeit viele Vorteile. Er kann anderen Menschen helfen, erlebt Neues und schließt sogar Freundschaften. Es ergeben sich für alle mehr soiale Kontakte, die so wichtig sind. Ganz nebenbei wird auf viele Missstände in unserer angeblich so kultivierten  Gesellschaft hingewiesen und die oft himmelschreiende Bürokratie auf die Schippe genommen.Ein  wirklich empfehlenswerter Roman, der als Pflichtlektüre für höhere Schulklassen geeignet wäre.

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